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Neu im Kino: Roadtrip läuft aus dem Ruder

Zwei Schauspielerinnen im RoadmovieIn der rasanten Gaunerkomödie „Drive-Away Dolls“ ist es mit dem Urlaub schnell vorbei. Foto: Verleih

Kinotipp: In Ethan Coens neuer Komödie unternehmen zwei  Freundinnen einen spontanen Roadtrip nach Tallahassee. Doch dann wird das ungleiche Duo ungewollt zum Ziel unfähiger Ganoven, und schon ist es vorbei mit der Entspannung – denn es  geht schief, was nur schiefgehen kann.

Es geht doch nichts über einen Kurztrip, um auf andere Gedanken zu kommen. Ab ins Auto, Musik an, den Highway entlangbrausen, Abenteuer erleben und grenzenlose Freiheit genießen: So jedenfalls stellen sich die frisch getrennte Jamie (Margaret Qualley, „Once Upon a Time in … Hollywood“) und ihre Freundin Marian (Geraldine Viswanathan, „Miracle Workers“) ihren Roadtrip nach Tallahassee im sonnigen Florida vor. Doch natürlich kommt alles ganz anders.

Denn die beiden jungen Frauen ahnen nicht, dass ihnen durch einen Irrtum ein Mietwagen ausgehändigt wurde, in dessen Kofferraum sich höchst brisante Fracht befindet. Bald müssen die Freundinnen feststellen, dass einige ebenso zwielichtige wie unfähige Gestalten hinter ihnen her sind, die es auf die geheimnisvolle Ladung abgesehen haben. Ein aberwitziger und spannungsgeladener Road-Trip nimmt seinen Lauf. 

Skurrile Charaktere, wendungsreiche Handlungsstränge und jede Menge schwarzer Humor: Das alles gehört zu den Markenzeichen von Ethan Coen (Hail, Caesar!, Unbroken, True Grit – Vergeltung). Der Filmemacher wurde mit seinem Bruder Joel  viermal mit dem Oscar ausgezeichnet („Beste Regie“, „Bester Film“ und „Bestes adaptiertes Drehbuch“ für No Country for Old Men sowie „Bestes Original-Drehbuch“ für Fargo – Blutiger Schnee). Bei der rasanten Gaunerkomödie  ist Coen wieder voll in seinem Element. Er führte nicht nur Regie, sondern schrieb mit seiner Ehefrau Tricia Cooke auch das 
Drehbuch.

Für das humorvolle Roadmovie stellten Coen und sein Team ein hochkarätiges Schauspielensemble zusammen. Neben Margaret Qualley und Geraldine Viswanathan gehören unter anderem Beanie Feldstein („Booksmart“), Colman Domingo („Candyman“), Bill Camp (Jason Bourne) sowie Pedro Pascal (The Last of Us) und Oscar-Preisträger Matt Damon („Good Will Hunting“) zum Cast. (fwb)

Tourismus in Freiburg: Rekordwert bei Übernachtungen

TorismusrekordAm liebsten machen die Schweizer Urlaub in Freiburg, gefolgt von den Franzosen und den Spaniern. Foto: FWTM/Spiegelhalter

Nachdem die Übernachtungszahlen im Tourismus in Freiburg 2022 erstmals die Zwei-Millionen-Marke geknackt haben, gab es im vergangenen Jahr einen neuen Rekord. 2,12 Millionen Übernachtungen wurden in Hotels, Gasthöfen, Pensionen, auf Campingplätzen und in der Jugendherberge der Stadt registriert. Das entspricht einem Plus von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2022 sowie einem Plus gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 von 16,5 Prozent. Rund 571.000 Übernachtungsgäste aus dem Ausland gab es 2023, damit wurde wieder Vorkrisen-Niveau erreicht (ein leichtes Plus von 0,2 Prozent im Vergleich zu 2019).

Und wer macht am liebsten Urlaub in Freiburg? Die Herkunftsländer führt im Jahr 2023 mit Abstand und bereits wie im letzten Jahr die Schweiz an (rund 144.800 Übernachtungen, plus 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr), gefolgt von Frankreich (knapp 52.000 Übernachtungen, plus 10,2 Prozent zu 2022) und Spanien (46.814 Über-nachtungen, plus 23,7 Prozent zu 2022).

„Durch den Klimawandel verbringen immer mehr Touristen aus Südeuropa den Sommer hier“, so Franziska Pankow, FWTM-Abteilungsleiterin Tourismus beim Pressetermin am Freitag. Zahlreiche Gäste kamen auch aus asiatischen Ländern, bei einigen gab es einen großen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr, beispielsweise bei Japan (plus 184 Prozent) und Taiwan (plus 149 Prozent).

Auch in der Hotellerie gab es eine Steigerung (rund 1,5 Millionen Übernachtungen, 4,5 Prozent mehr zu 2022). Die durchschnittliche Auslastung bereitet jedoch Sorge: diese ist auf 52,6 Prozent gestiegen, liegt jedoch weiterhin unter dem Niveau des Vorkrisenjahrs 2019 (57,6 Prozent). Vor allem in den Sommermonaten Juli und August boomt der Tourismus, in der Nebensaison gebe es jedoch zu viele Betten, dies führe zu „einem harten Preiskampf“, so Wiltrud Rösler, 2. Vorsitzende sowie Vorsitzende FG Tourismus und Hotellerie, DEHOGA Freiburg-Stadt bei einem Pressetermin am Freitag.

Auch die extrem gestiegenen Kosten in allen Bereichen „belasten die Betriebe“. Eine weitere Herausforderung sei, Wohnraum für Fachkräfte aus dem Ausland zu bekommen. „Wir nutzen Hotelzimmer temporär als Unterkunft, obwohl wir diese bräuchten“, sagte Andrea Duarte vom Dorint Thermenhotel Freiburg. Außerdem müssten potenzielle Mitarbeiter oft monatelang auf eine Genehmigung der Behörden warten.

Ein weiterer Punkt: im Gegensatz zum Umland wird in Freiburg die Bettensteuer fällig. Man wünsche sich, dass wie im Umland eine Konus-Karte eingeführt wird, mit der der öffentliche Nahverkehr kostenlos genutzt werden kann. Das befürwortet auch FWTM-Geschäftsführerin Hanna Böhme, „ bis November läuft hierzu eine Untersuchung“, danach könne man darüber entscheiden.

SC Freiburg gegen West Ham United: Teil eins der Revanche

SC-Spieler Roland Sallai am Ball gegen West Ham UnitedSC-Spieler Roland Sallai am Ball gegen West Ham United, Fotograf: Detlef Berger

Im Achtelfinale der Europa League ist am Donnerstag (21 Uhr/RTL) im Europa-Park Stadion ein alter Bekannter zu Gast: West Ham United, mit dem der SC bereits in der Gruppenphase zu tun hatte und zweimal verlor. Gelingt Freiburg die Revanche?

Das Losglück wollte es so, dass der SC Freiburg erneut die Hürde West Ham United überwinden muss, wenn er das Viertelfinale der Europa League erreichen will. Teil eins des Achtelfinals wird am Donnerstag um 21 Uhr vor eigenem Publikum angepfiffen. Für SC-Trainer Christian Streich ein Genuss – aber auch eine Bürde. „Wir haben viele Europa-League-Spiele erfolgreich gestaltet. Auch in der Gruppenphase. Aber dieser Rhythmus Donnerstag-Sonntag ist eine große Herausforderung, besonders, wenn man mit vielen verletzten und erkrankten Spielern zu kämpfen hat.“

„Es freut mich wahnsinnig für ihn, dass er nach seiner langer Leidenszeit getroffen hat. “

Vincenzo Grifo über das Führungstor von Kapitän Christian Günter

Dennoch tritt der SC mit breiter Brust und dem Selbstbewusstsein aus dem starken Auftritt beim 2:2 gegen Bayern München an. Besonders der sehenswerte Führungstreffer von Kapitän Christian Günter sorgte für große Emotionen innerhalb der Mannschaft. „Es freut mich wahnsinnig für ihn, dass er nach seiner langer Leidenszeit getroffen hat. Er ist jetzt absolut wieder da“, sagte Vincenzo Grifo über Linksverteidiger Günter, der weite Teile der Saison wegen seiner schweren Armverletzung verpasst hatte.

Dass Günter und auch Innenverteidiger Matthias Ginter nach Problemen an der Achillessehne wieder in der Startelf standen, begrüßte auch 2:2-Torschütze Lucas Höler: „Den Kapitän spürt man immer und Matze (Ginter, d.Red.) ist auch ein sehr erfahrener Spieler.  Beides sind Leistungsträger und sie tun uns gut.“

Der beherzte Auftritt gegen die Bayern dient Grifo als Blaupause für die Partie gegen die Engländer – auch wenn die als Tabellensiebter der englischen Premier League klarer Favorit sind. „Jetzt regenieren wir gut und dann schauen wir, dass wir gegen West Ham eine annähernd so gute Leistung bringen“, sagt Grifo.

Merzhausen wählt einen neuen Bürgermeister

Zu sehen sind die Bürgermeisterkandidaten Carolin Dunkelberg, Melanie Kienle und Marco KernVon links: Die Bürgermeisterkandidaten Carolin Dunkelberg, Melanie Kienle, Marco Kern, Fotograf: Sophia Hesser

Bürgermeister gesucht: Am Sonntag öffnen in Merzhausen die Wahllokale der Bürgermeisterwahl

In Merzhausen wird gewählt: Amtsinhaber Christian Ante trat zum 1. März die Stelle als Landrat des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald an, sodass die Merzhauser am kommenden Sonntag, 10. März, einen neuen Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin wählen. Zur Wahl treten zwei Bewerberinnen sowie ein Bewerber an, die alle in der Region verwurzelt sind.

Kandidatin Carolin Dunkelberg arbeitet als Stadtverwaltungsrätin schon lange in der Kommunalverwaltung und weist daher einiges an Erfahrung auf. Die 47-Jährige möchte sich Themen wie der Ganztagsschule annehmen und mit der Wohnraumknappheit befassen. Ihr Lösungsansatz ist das Beseitigen von Leerstand – zum Beispiel mit einem Leerstandskataster.

Rechtsanwältin Melanie Kienle wiederum wünscht sich Familienfreundlichkeit als Markenzeichen für die Gemeinde Merzhausen. So soll jedes Kind einen Betreuungsplatz erhalten. Einen Schwerpunkt möchte sie auch auf Schulen legen. Auch sie befasst sich mit den Dauerbrennerthemen Wohnen, Bildung, Finanzen und Ehrenamt. In Sachen Klimaschutz will sie global denken und lokal handeln – zum Beispiel durch eine verbesserte Bustaktung.

Als Gundelfinger Hauptamtsleiter bringt auch Marco Kern Erfahrung in der Kommunalverwaltung mit: 2022 trat er gegen Amtsinhaber Raphael Walz schon in Gundelfingen zur Wahl an. In Merzhausen möchte er eine Alternative zur Unterbringung Geflüchteter in Containern finden und eine bessere Integration ermöglichen. Auch Kern fasst einen engeren Bustakt ins Auge.

Die neue Wutkultur

Computertastatur mit der Aufschrift EmpörungIm Netz entstehen Filterblasen, in denen Kommentatoren oft jegliche Hemmungen verlieren. Foto: Picture Alliance

Freiburger Politiker äußern sich besorgt über wachsende Aggressionen im öffentlichen politischen Diskurs

Eine neue,  wütende Empörungskultur bringt eine Entwicklung hervor, der die Demokratie beschädigt: Politiker, Journalisten und Staatsdiener werden auf verächtliche Weise angepöbelt und lächerlich gemacht. Jüngst in Freiburg bekam das auch Bundeskanzler Olaf Scholz zu spüren.

Dass Debatten, auch wenn sie hart geführt werden, zur Demokratie gehören, steht außer Frage.  Wenn dem Kanzler auf Plakaten, wie in Freiburg gesehen, ein unflätiges „Olaf verpiss dich“ entgegengehalten  beziehungsweise seine Rede zum Stadtteil Dietenbach von schrillen Störgeräuschen begleitet wird, wirkt das hingegen nur noch destruktiv. Auch Beiträge zum Kanzlerbesuch in den Sozialen Netzwerken gingen in einem regelrechten Shitstorm gegen Regierung und Medien im Allgemeinen unter.

Krisenhafte Zuspitzung der Realität

Michael Wehner, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung in Freiburg, sagt, wir lebten derzeit in einer Empörungsdemokratie,  die darin fuße, dass viele Menschen durch die krisenhafte Zuspitzung der Realität verunsichert seien, was sich oft in sehr scharfem Ton ausdrücke. „Eine wachsende Zahl an Bürgerinnen und Bürgern glaubt, dass es legitim sei, nicht nur verbal-radikal, sondern auch körperlich-physisch radikal aufzutreten“, so Wehner.

Befeuert werde die Wut durch Filterblasen in den Sozialen Medien. „Gerade auch lokale Politiker erleben über Facebook und Co. regelmäßig Shitstorms“, so der Politikwissenschaftler. Die Anonymität des Netzes setze die Hemmschwelle, verbal aggressiv auszuteilen, sehr niedrig.

 Jedoch habe sich auch in der realen Welt etwas verschoben: „Die Art und Weise wie das Amt des Bundeskanzlers diskreditiert wird, wie zuletzt in Freiburg, als jedes Wort  durch eine lärmende Heulboje gestört wurde, hat eine neue  Niveaulosigkeit erreicht. Aus meiner Sicht ist so ein Verhalten völlig daneben, weil es letztlich zu einer Verächtlichmachung der demokratischen Institutionen führt“, betont Wehner.

Südbadens scheidende Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer zeigte sich  in einem Gespräch mit Journalisten  über das aufgeheizte Klima sehr besorgt. Im Regierungsbezirk habe es in jüngster Zeit sogar Vor-Ort-Termine gegeben, die abgesagt werden mussten, weil Sorge um die Sicherheit der Mitarbeiter bestand.

 Auch Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn nimmt die Veränderung des gesellschaftlichen Klimas wahr: „Wir erleben seit einigen Jahren, wie die Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft zunimmt. Und das sickert durch, ich nehme es durchaus so wahr, dass der Ton immer wieder mal schärfer wird und mancher nicht mehr an einem Dialog interessiert ist. Leider bis hin zu Bedrohungen, so hatten wir gerade wieder  eine unschöne Szene bei uns privat zuhause. Das geht einfach gar nicht!“

Gleichzeitig wendet sich Horn gegen pauschales Schwarzmalen: „Die meisten Menschen denen ich begegne, suchen weiter einen konstruktiven und respektvollen Austausch. Hart in der Sache, fair im Ton – so wünsche ich mir den Diskurs“, so Horn. Politik dürfe nicht aufhören, mit den Menschen direkt ins Gespräch zu kommen, zuzuhören und Gedanken sowie Lösungen verständlich und nachvollziehbar zu kommunizieren. „Die große Mehrheit will den Dialog und miteinander um die besten Lösungen ringen – das werden uns die, die laut schreien, nicht nehmen“, betont der Oberbürgermeister.

Spatenstich für Freiburgs neuen Stadtteil Dietenbach mit Bundeskanzler Olaf Scholz

Bundeskanzler Olaf Scholz und Bürgermeister Martin HornGute Laune kurz vor dem Spatenstich: Kanzler Olaf Scholz mit Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn. Foto: Sven Meyer

Für Freiburg war der gestrige Dienstag ein historischer Tag: Der Spatenstich zum neuen Stadtteil Dietenbach – gemeinsam vollzogen mit Bundeskanzler Olaf Scholz – ebnet den Weg in die Zukunft der wachsenden Stadt.

Deutschlands größter neuer geplanter Stadtteil soll in den nächsten 20 Jahren rund 7.000 Wohnungen – die Hälfte davon sozial gefördert – für etwa 16.000 Menschen umfassen. Die Stadt Freiburg gehe damit entschlossen voran und setze ein Zeichen gegen die Wohnungsknappheit, die eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit sei, betonte Oberbürgermeister Martin Horn beim Festakt vor geladenen Gästen auf dem Mundenhof-Gelände.

„Nicht meckern, machen!“

Bundeskanzler Olaf Scholz beim Spatenstich in Freiburg

Der heutige Tag sei „ein mutmachender Moment“ für ganz Deutschland, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz. Ziel sei es, 20 neue Stadtteile dieser Größe in deutschen Städten zu planen. Mit sichtlicher Zustimmung zitierte er das Motto des Freiburger Stadtoberhaupts: „Nicht meckern, machen!“ Nach diesem Motto hätten die Freiburger Bürgerinnen und Bürger gehandelt, als sie 2019 in einem Bürgerentscheid mehrheitlich für den Bau des Stadtteils gestimmt hätten. Sie hätten das Allgemeinwohl und die Zukunft im Blick gehabt, so Scholz. „Darum ist das heute ein guter Tag für Deutschland“, schlussfolgerte der Kanzler, der seine Rede völlig frei und ohne einen Verhaspler vortrug.

Historischer Spatenstich für den Stadtteil Dietenbach – mit guter Laune dabei: Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn (2. von links/parteilos) und Kanzler Olaf Scholz (Mitte/SPD). Foto: Sven Meyer

Am sozial verträglichen Wohnungsbau führe kein Weg vorbei. Gleichzeitig sei er sich bewusst, dass das Problem der Wohnungsknappheit nicht verschwinden werde. Scholz verwies darauf, dass all die, die prognostiziert hätten, dass sich das Problem in Anbetracht einer sinkenden Bevölkerung von selbst erledigen würde, geirrt hätten. Das Statistische Bundesamt habe jüngst eine plausible Rechnung vorgelegt, wonach die Bundesrepublik weiter gegen 90 Millionen wachse. Vor diesem Hintergrund plädierte er dafür in Städten zu bauen, denn dort wollten die Leute leben, bestehende Hürden zu vereinfachen und den sozialen Wohnungsbau zu forcieren.

Oberbürgermeister Martin Horn erklärte, der Siegerentwurf stelle den Menschen in den Mittelpunkt. „Wir bauen einen Stadtteil, der Vorbild werden soll. Vorbild für Umweltschutz und nachhaltige Mobilität. Vorbild für soziale Infrastruktur. Und vor allem: Vorbild für bezahlbares Wohnen.“

Begleitet wurde die Veranstaltung von einem Großaufgebot der Polizei. Am Rande kam es zu Protesten von Landwirten gegen die Agrarpolitik sowie Umweltaktivisten, die sich für den Erhalt des Langmattenwäldchens einsetzten. Für den Kanzler ging es danach unter anderem zu einem Bürgergespräch ins Europa-Park-Stadion.

„Dune 2“ – Die epische Saga geht weiter

Paul Atreides (Timothée Chalamet)Paul Atreides (Timothée Chalamet) entscheidet über das Schicksal des Universums Foto: Warner Bros.

Heißersehnter Nachfolger des mit sechs Oscars prämierten Leinwand-Epos: mit „Dune – Teil 2“ bringt Starregisseur Denis Villeneuve das nächste Kapitel von Frank Herberts gefeiertem Roman „Der Wüstenplanet“ ins Kino. Darin muss der junge Paul eine schreckliche Zukunft verhindern.

Die mythische Reise von Paul Atreides (Timothée Chalamet, „Wonka“) geht weiter. Er begibt sich mithilfe von Chani (Zendaya, „SpiderMan: No Way Home“) und den Fremen auf einen Rachefeldzug gegen die Verschwörer, die seine Familie vernichtet haben. Der junge Paul steht vor der Wahl zwischen der Liebe seines Lebens und dem Schicksal des gesamten Universums. Mit allen Mitteln aber muss er versuchen, eine schreckliche Zukunft zu verhindern – eine Zukunft, die niemand außer ihm vorhersehen kann.

Paul Atreides (Timothée Chalamet) und Chani (Zendaya) kommen sich näher. Foto: Warner Bros.

Der actiongeladene und bildgewaltige Sci-Fi-Blockbuster setzt die Adaption von Frank Herberts gefeiertem Bestseller „Der Wüstenplanet“ fort, die Handlung knüpft direkt an den Vorgänger an. Der Film erzählt die Hälfte des ersten von insgesamt sechs Romanen.


Paul und seine Mutter, Lady Jessica (Rebecca Ferguson) schließen sich den einheimischen Fremen an. Foto: Warner Bros.

Zu sehen sind darin sowohl bereits aus dem ersten Teil bekannte als auch neue Stars, darunter Rebecca Ferguson („Mission: Impossible – Dead Reckoning“), Josh Brolin („Avengers: Endgame“) und Austin Butler („Elvis“). Teil des Casts sind ebenfalls Florence Pugh („Black Widow“), Dave Bautista („Thor: Love and Thunder“), Oscar-Preisträger Christopher Walken („Hairspray“), Léa Seydoux („James Bond“-Franchise), Stellan Skarsgård („Avengers: Age of Ultron“) sowie Oscar-Preisträger Javier Bardem („No Country for Old Men“). Das ist jedoch nicht das Ende der Saga, Regisseur Denis Villeneuve plant bereits einen dritten Teil, er will das zweite Buch „Dune: Messiah“ ebenfalls auf die große Leinwand bringen (fwb).

Der EHC Freiburg ist den Pre-Playoffs ganz nah

EHC FreiburgIn Torlaune: 4:1 und 6:1 gewann der EHC Freiburg am Wochenende in der DEL2 gegen Selb und Bietigheim. Foto: Achim Keller

Die Wölfe Freiburg feierten am Sonntag einen souveränen Sieg beim Tabellenletzten aus Bietigheim: 6:1 gewann der EHC die drittletzte Hauptrundenpartie. Im Schlussspurt der DEL 2 warten auf die Wölfe nun ein Heimspiel am Freitag (19.30 Uhr) gegen Kaufbeuren und die Auswärtspartie am Sonntag in Rosenheim.

Den Kampf um die Pre-Playoff-Plätze müssen die Wölfe bis zum allerletzten Hauptrundenspiel führen. Aber durch den souveränen 6:1 (2:0, 2:0, 2:1)-Sieg in Bietigheim ist die Ausgangslage für die Freiburger nach wie vor glänzend. Zwei Spiele sind es aber noch, in denen es darum geht, das Abrutschen auf die ungeliebten Playdown-Plätze zu vermeiden.

Saarikoski: „Sehr wichtiges Spiel“ am Freitag

Nach den Big Points gegen die Selber Wölfe (4:1 am Freitag) vor 2.702 Zuschauern in der Echte Helden Arena war der EHC auch gegen Ligaschlusslicht Bietigheim in Topform. „Das Ergebnis war nicht so klar, wie es scheint. Beide Mannschaften hatten ein Momentum“, sagte EHC-Trainer Timo Saarikoski. Vor allem das zweite Tor der Wölfe durch Simon Danner (17. Minute), der zum Saisonende seine Karriere beenden wird, sei „für uns sehr wichtig gewesen“, so der Wölfe-Coach.

In der Folge zeigten sich die Freiburger Kufencracks bissig: Filip Reisnecker (22.), Sameli Ventelä (27.) und Eero Elo (49.) stellten auf 5:0. „In den richtigen Momenten waren wir sehr hungrig“, freute sich Saarikoski. „Das haben die Spieler sehr gut gemacht.“ Aber mit Blick auf die weiterhin knappe Ausgangslage in der Liga mahnte der Wölfe-Coach seine Spieler, die Spannung nun hoch zu halten. „Der Kampf geht weiter für uns. Deswegen sind wir sehr froh, dass wir die drei Punkte geholt haben.“

Schon am kommenden Freitag, um 19.30 Uhr steht das letzte Heimspiel der Hauptrunde an: zu Gast ist der sechstplatzierte ESV Kaufbeuren, der am Sonntag 2:3 in Rosenheim verlor. Mit den jetzt 71 Punkten auf dem Konto wähnt sich Saarikoski noch nicht auf den sicheren Seite. „Es ist für uns noch nicht beende und es geht sehr eng zu in der Liga. Wir haben es aber in der eigenen Hand. Das Spiel am Freitag gegen Kaufbeuren wird deshalb ein sehr wichtiges Spiel für uns werden“, so der Finne.

SC Freiburg: Vor dem Spiel gegen den FC Bayern fällt Lukas Kübler aus

Thomas Tuchel FC BayernDas SC-Team würde gerne mal wieder zu Null spielen. Ob das gegen die Bayern gelingen kann? Foto: Detlef Berger

Am Freitag, 20.30 Uhr (DAZN) sind die Bayern zu Gast im Europa-Park Stadion: Für den SC verheißt das Wiedersehen mit dem deutschen Rekordmeister nichts Gutes – es trifft das Team mit den meisten geschossenen Toren auf das Team mit den sechstmeisten Gegentoren der Bundesliga. Und ausgerechnet jetzt hat sich noch ein weiterer SC-Abwehrspieler verletzt.

Die Abwehrreihe des SC Freiburg gleicht in diesen Wochen einer Wundertüte: Lienhart raus, Gulde rein, Ginter raus, Höfler rein, Makengo raus, Günter rein – Spiel für Spiel steht eine andere Abwehrformation auf dem Feld, bedingt durch das nicht enden wollende Verletzungspech in der Freiburger Hintermannschaft.

Jüngster „Neuzugang“ im SC-Abwehrlazarett ist Lukas Kübler. Er musste bei der 1:2-Auswärtsniederlage in Augsburg aufgrund muskulärer Probleme am rechten Oberschenkel vorzeitig vom Feld. Ihn ersetzte der gerade erst wieder genesene Matthias Ginter. Schon vor dem famosen Heimsieg gegen RC Lens nach 120 Minuten und dem Erreichen des Achtelfinals in der Europa League sagte SC-Trainer Christian Streich: „Wir sind zurzeit die ganze Zeit am Basteln.“

Ausgerechnet in dieser Gemengelage bekommt es der SC Freiburg mit dem FC Bayern München zu tun, der am Freitag in Freiburg zu Gast ist. Bei SC-Co-Trainer Lars Voßler, der den Grippe-erkrankten Streich vor den Mikrofonen vertrat, löst das jedoch keine Angstzustände aus: „Grundsätzlich habe ich die Bayern lieber daheim als auswärts“, sagt er mit Blick auf das Heimspiel.

Und doch ist die Ausgangslage für den SC pikant. Aufgrund der jüngsten Sieglos-Serie in der Bundesliga hat sich der Abstand nach hinten deutlich verringert – so ist der Tabellen-15. aus Bochum nur noch vier Punkte entfernt. Oder geht der Blick der Freiburger doch nach vorne, zu den nur fünf Punkte entfernten Frankfurtern auf Rang sechs?

Voßler sagt: „Man darf ab und zu auf die Tabelle schauen. Das tun wir auch. Aber erstmal geht es darum, gut zu trainieren, eine gute Mannschaft aufzustellen und die Spieler gut vorzubereiten auf die Gegner. Wir wissen, es sind intensive Wochen und es kommen noch weitere intensive Wochen und schwere Gegner. Darauf liegt das Hauptaugenmerk“, so der gebürtige Freiburger. „Wir wissen, wie kurz es nach oben ist, wir wissen aber auch wie viele Mannschaften in unserem Nacken sind.“

„Mit Ball nicht gut genug“

Die Defizite in Augsburg zeigten jedoch deutlich, woran es aktuell beim SC in der Liga hapert. „Mit dem Ball waren wir nicht gut genug“, erklärte Voßler, der auch den fehlenden Ballbesitz des Teams erwähnte. Ein anderes Problem des SC-Teams sprach Kapitän Christian Günter an – die zuletzt vielen Gegentore und das dadurch negative Torverhältnis. „Die Tore kriegen wir wieder zu einfach. Wenn Du in dieser Masse Tore kriegst in der Bundesliga, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Du Spiele verlierst. Wir müssen schauen, dass wir uns da zusammen wieder herausarbeiten und wieder Spiele zu null spielen.“

Für Lars Voßler geht es darum, für das Spiel gegen München die Mannschaft in die richtige Verfassung zu bekommen. „Jetzt geht es darum zu trainieren, sich Gedanken zu machen, welche Spieler können auf den Platz, was sind die richtigen Strategien.“ Und SC-Innenverteidiger Matthias Ginter fand vor allem, „mit dem Ball können wir das viel besser machen.“

Volksbank Freiburg mit starker Bilanz für das Jahr 2023

Volksbank FreiburgSteht wirtschaftlich auf festem Fundament: die Volksbank Freiburg. „Geld hat wieder einen Preis, das Geschäftsmodell unserer Volksbank ist stabil“, so Vorstandssprecher Uwe Barth. Foto: Volksbank

Inmitten anspruchsvoller wirtschaftlicher Bedingungen kann die Volksbank Freiburg für das Geschäftsjahr 2023 eine starke Bilanz vorlegen. Unter anderem ist die Volksbank Freiburg überdurchschnittlich gut kapitalisiert.

Das vergangene Jahr war erneut von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Dennoch kann die Volksbank Freiburg auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken und zeigt sich weiterhin robust und auf Kurs. „Wir sind nach dem Ende der Niedrig- und insbesondere der Negativzinsphase wieder in der betriebswirtschaftlichen Normalität angekommen. Geld hat wieder einen Preis, das Geschäftsmodell unserer Volksbank ist stabil“, so Vorstandssprecher Uwe Barth.

Die Rahmenbedingungen bleiben für die südbadische Wirtschaft anspruchsvoll. Deutschland steht weiterhin am Rande der Rezession bzw. in der Stagnation. Der Wohnungsbau befindet sich in einer Krise. Insolvenzen von Unternehmen und Privatpersonen steigen, der Arbeitsmarkt ist noch widerstandsfähig und wird gleichzeitig vom Fachkräftemangel geprägt. Dennoch besteht ein hoher Finanzierungsbedarf für Investitionen in den Klimaschutz und die Digitalisierung.

Der Nachfragerückgang bei Krediten seit der zweiten Jahreshälfte 2022, insbesondere bei den langfristigen Immobilienfinanzierungen und den Bauträgerfinanzierungen, zeigt sich auch bei der Neukreditvergabe der Volksbank Freiburg: Insgesamt hat die Volksbank 489,3 Mio. Euro an Krediten neu vergeben. Das entspricht einem Rückgang von 32,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Während die Neukreditvergabe bei den Immobilienfinanzierungen rückläufig war, ist die gewerbliche Kreditvergabe um 7,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Zum Jahresende beläuft sich der Bestand an bilanziellen Kundenkrediten auf 2,98 Mrd. Euro. Das entspricht einem Kreditwachstum von 4,1 Prozent. Die bilanziellen Kundeneinlagen sind im Jahr 2023 relativ verhalten um 0,6 Prozent auf 2,99 Mrd. Euro gestiegen.

Zinswende deutlich spürbar Das betreute Kundenvolumen ist um 4,4 Prozent auf 8,30 Mrd. Euro angestiegen. Neben den bilanziellen Kundeneinlagen und Kundenkrediten umfasst das betreute Kundenvolumen auch die außerbilanziellen Aktivitäten der Kunden in Wertpapieranlagen, bei vermittelten Darlehen, beim Bausparen und im Versicherungsgeschäft.

Bilanzsumme steigt um drei Prozent

Die Bilanzsumme der Volksbank Freiburg ist im abgelaufenen Jahr um 3,0 Prozent auf 3,96 Mrd. Euro (2022: 3,84 Mrd. Euro) gestiegen. Weiterhin erfreulich zeigt sich die Ertrags- und Risikolage der Volksbank Freiburg. Die Zinswende schlägt sich deutlich im operativen Zinsergebnis nieder. Der Zinsüberschuss betrug 66,6 Mio. Euro (Vorjahr 60,6 Mio. Euro).

Dabei ist der Zinsertrag aus dem Kreditgeschäft mit Kunden um 16,7 Mio. Euro angestiegen, der Zinsaufwand aus dem Kundengeschäft ist aufgrund der steigenden Verzinsung der Kundeneinlagen um 19,8 Mio. Euro angestiegen. Der insgesamt höhere Zinsüberschuss resultiert aus der Höherverzinsung der bankeigenen Anlagen.

Unterm Strich konnte das Teilbetriebsergebnis erneut gesteigert werden: Von 36,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 37,6 Mio. Euro. „Trotz des herausfordernden Umfelds kann die Volksbank Freiburg ein Teilbetriebsergebnis über Vorjahresniveau ausweisen. Das gute Ergebnis hilft uns, gerade in Zeiten verschiedener Krisen mit vielen Unsicherheiten, das Eigenkapital weiter zu stärken“, so Barth zu den wesentlichen Kennzahlen der Bank.

Die Bewertungseffekte fallen für 2023 deutlich geringer aus als im Jahr 2022. Sowohl in den Eigenanlagen als auch im Bewertungsergebnis im Kreditbereich zeigt sich die Risikolage überschaubar und stabil. Das insgesamt anziehende Insolvenzgeschehen in Deutschland und die veränderte Marktlage im Immobilienbereich zeigt sich noch nicht in den Büchern der Volksbank.

Die Volksbank Freiburg weist zum 31.12.2023 Eigenmittel in Höhe von 401,1 Mio. Euro aus. Damit ist die Volksbank überdurchschnittlich kapitalisiert und verfügt über solide Eigenmittel, um zukünftigen regulatorischen Vorschriften gerecht zu werden und Kundinnen und Kunden in der Region weiterhin zuverlässig mit Krediten versorgen zu können.

„Im Ausblick auf das Jahr 2024 rechnen wir mit einem etwas schwächeren Ergebnis auf gutem Niveau. Auf der einen Seite planen wir mit einem Kreditwachstum von knapp drei Prozent und auf der anderen Seite sorgen die gestiegenen Zinsen für die weitere Erhöhung des Zinsaufwands. Insgesamt führt dies zu einem Rückgang des Zinsergebnisses“, so Vorstandsmitglied Volker Spietenborg. Trotz ermutigender Meldungen über den Rückgang des allgemeinen Preisanstiegs erwartet die Volksbank Freiburg eine anhaltende Inflation und eine unsichere gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die europäische Zentralbank wird ihre Zinspolitik von der Entwicklung der Inflationsrate abhängig machen. Im optimistischen Szenario erhält die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eine Unterstützung durch erste Zinssenkungen im Sommer 2024.