Gut gekämpft, am Ende eingebrochen: FT ohne Fortune. Foto: Achim Keller
Die FT-Erstliga-Volleyballer hatten sich für das erste Heimspiel des Jahres viel vorgenommen – und wurden am Ende beim 1:3 (22:25, 25:21, 22:25, 17:25) gegen den VC Bitterfeld-Wolfen enttäuscht.
Unter den lautstarken Anfeuerungen der 1.400 Fans in der Freiburger Act-Now-Halle machte es das Team von Trainer Jakob Schönhagen gegen den Mitaufsteiger aus Sachsen drei Sätze lang spannend. Und dass, obwohl der Affenbande nicht nur Mittelblocker Ian Parish (Daumenverletzung) und Außenangreifer Anton Jung (Erkrankung) fehlten, sondern sich direkt im ersten Satz auch noch Oliver Hein einen kleinen Finger auskugelte.
Aber vor allem der kanadische Universalangreifer Logan House, der allein 26 Punkte holte (davon fünf per Ass), machte Freiburg das Leben schwer. „Ihn haben wir nicht in den Griff bekommen“, sagte Schönhagen. Doch die FT blieb stets in Schlagweite, entschied den zweiten Satz für sich und verlor den dritten Satz nur knapp.
„Drei Sätze konnten wir auf Augenhöhe mithalten“, so der FT-Coach. Doch vor allem enttäuschte Freiburg im vierten Viertel, wo das Team rasch hoch in Rückstand geriet. „Da ist uns die Annahme weggebrochen. Wir haben zu viele Fehler gemacht und sind fahrig geworden. Das darf uns nicht passieren“, meinte Schönhagen.
„Haben Chance verspielt“
Auch tabellarisch hat die Niederlage Auswirkungen. Zum einen weil Bitterfeld-Wolfen seinen Abstand auf Freiburg ausbaute. „Wir haben unsere Chance, den siebten Platz noch zu erreichen, verspielt“, so der FT-Trainer. Und weil Dachau sein Parallelspiel gegen Haching München 3:0 gewann, zogen sie an Freiburg vorbei auf Rang acht, der für die Playoff-Teilnahme berechtigt. Am Sonntag spielt die FT selbst beim Tabellenzweiten aus Haching – und empfängt am 19. Oktober den ASV Dachau zum „wichtigen Heimspiel“ (Schönhagen) um Rang acht.
Eines der Sport-Highlights in diesem Jahr: Der Freiburg-Marathon am 7. April. Foto: Joers
Voll gepackt mit hoffentlich packenden Wettbewerben ist auch das Sportjahr 2024. Allen voran die Heim-EM mit dem einen oder anderen SC-Fußballer sorgt im Sommer für Spannung. Was an Veranstaltungen aus Freiburger Sicht außerdem in diesem Jahr ansteht zeigt unsere Übersicht.
Januar
Europa-League-Überwinterer gegen (bereits ausgeschiedenen) Champions-League-Starter heißt es am Samstag, 13. Januar im Europa-Park Stadion: Zum letzten Hinrundenspiel der Fußball-Bundesliga empfangen die Profis des SC Freiburg den 1. FC Union Berlin. Eine Woche darauf, am Samstag, 20. Januar, startet dann die Rückrunde mit dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim. Am Dienstag, 30. Januar startet der Laufkongress zum Mein Freiburg Marathon. Verschiedene Experten geben hier Tipps für die richtige Laufvorbereitung. Vom 26. bis 28. Januar duellieren sich die besten Wintersportler beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Schonach. Sportlich und tierisch zugleich wird es am 27. und 28. Januar, und zwar beim Internationalen Schlittenhunderennen in Todtmoos. Außerdem wird vom 10. bis 28. Januar die Handball-Europameisterschaft in Deutschland ausgetragen.
Februar
Erreicht der SC das Achtelfinale der Europa League? Diese Frage wird in der K.o-Runde der Europa League am 15. Februar um 21 Uhr und am 22. Februar (18.45 Uhr) im Rückspiel in Freiburg beantwortet – Gegner ist der französische Erstligist RC Lens.
März
Am Samstag, 9. März kehrt die 15. Galanacht des Sports zurück – Höhepunkt des Galaevents im Konzerthaus Freiburg mit Tanz, Musik und jeder Menge Sport-Highlights ist die Sportlerwahl (mehr auf www.galanacht-des-sports.de).
April
„Laufschuhe raus!“ heißt es am Sonntag, 7. April: Der 19. Freiburg-Marathon lockt dann wieder Tausende Lauffreunde auf die Straßen (www.mein-freiburgmarathon.de).
Mai
Beim 5. Rainforest Run Freiburg am Sonntag, 5. Mai geht es nicht nur ums Kilometerfressen, sondern vor allem ums Spendensammeln zum Erhalt des Regenwaldes. Die Laufschuhe können danach gleich griffbereit bleiben – für den 38. Schluchseelauf am Sonntag, 12. Mai in 1.000 Metern Höhe. Und beim Freiburger Tennis-Club findet mit den International Masters Open Freiburg vom 20. bis 26. Mai eines der größten ITF Senioren-Weltranglistenturniere statt.
Juni
Gelaufen wird auch im Juni: Beim 24-Stunden-Lauf für Kinderrechte im Freiburger Seeparkstadion geht es vom 22. bis 23. Juni für den guten Zweck auf die Bahn. Die Besten der Besten messen sich vom 7. bis 12. Juni bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Rom: Auf ein EM-Ticket hofft dann auch Läufer Filmon Teklebrhan vom LAC Freiburg. Sporthöhepunkt des Jahres neben Olympia wird die Fußball-EM in Deutschland vom 14. Juni bis 14. Juli. In zehn deutschen Stadien wird auch der eine oder andere Profi des SC Freiburg zu sehen sein, darunter Michael Gregoritsch und Philipp Lienhart für Österreich und Roland Sallai für die Ungarn.
Juli
Mit dem B2Run Freiburg am Donnerstag, 4. Juli, dem 27. Freiburg-Triathlon am Sonntag, 7. Juli im Seepark und dem 39. Bambinilauf am Freitag, 19. Juli für die Allerkleinsten auf dem Zeltmusikfestival kommen im Juli wieder die Lauffans auf ihre Kosten. Und zwischendrin wird wieder gekurbelt: Vom Freitag, 12. Juli bis Sonntag, 14. Juli gehen Tausende Mountainbiker beim Black Forest Ultra Bike Marathon auf die Strecken. Zieleinfahrt ist im Kirchzartener Stadion. Der 18. Schauinslandkönig, das Bergzeitfahren für Radfahrer, Inlineskater und Co., wird am Sonntag, 21. Juli ausgetragen. Beim 21. Head Cup des Freiburger TC vom 18. bis 25. Juli treffen Top-Tennistalente aus ganz Deutschland aufeinander. Ein großes Sport-Spektakel versprechen die Olympischen Spiele in Paris vom 26. Juli bis 11. August zu werden – an 16 Wettkampftagen fallen 329 Medaillenentscheidungen. Und im Berliner Olympiastadion wird am 14. Juli das Finale der Fußball-EM gespielt.
August
Edle Karossen von historischem Wert holt der ADAC Südbaden nach Freiburg: Startschuss für die Schauinsland Klassik-Rallye ist am Freitag, 2. und Samstag, 3. August.
September
Wer wird Freiburgs neuer Tennis-Stadtmeister? Diese Frage klärt sich vom 26. bis 29. September bei der 19. Freiburger Tennis-Stadtmeisterschaft um den Kestenholz-Cup, die der Freiburger TC ausrichtet.
Oktober
Tennis auf Weltniveau gibt es vom 19. bis 27. Oktober – beim ATP-Hallenturnier Swiss Indoors Basel zeigen Tennis-Weltstars einmal mehr ihre Klasse in der St. Jakobshalle. (majo)
Hinweis: Der Kalender erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Filmon Teklebrhan-Berhe (im Bild) und sein Freiburger Teamkollege Jonas Weschle (U20) sind bei der Cross-EM dabei. Foto: Joers
Filmon Teklebrhan-Berhe und Jonas Weschle vom Leichathletik Club Freiburg (LAC) haben sich für die Crosslauf-Europameisterschaft in Belgiens Hauptstadt Brüssel qualifiziert. Den Sprung zur EM schaffte außerdem der frühere LAC-Läufer und gebürtige Freiburger Markus Görger (jetzt LG Region Karlsruhe).
Bei der Deutschen Meisterschaft im saarländischen Perl machte Teklebrhan-Berhe im Männerrennen (9,7 Kilometer) anfangs mächtig Dampf und lief allen davon. Erst nach etwa vier Kilometern kam es zum Führungswechsel, Görger übernahm – und stürmte mit 46 Sekunden Vorsprung vor Silbermedaillengewinner Teklebrhan-Berhe zum DM-Titel in 27:45 Minuten. „Filmon ist sehr stark gelaufen“, sagte Görger.
Und im Rennen der männlichen U20 löste LAC-Läufer Weschle mit Bronze in 20:47 Minuten ebenfalls das Ticket für die Cross-EM. Für Weschle ist es die erste DM-Einzelmedaille. LAC-Trainer Johannes Eisele freute sich zudem über „einen richtig starken vierten Platz“ in der Mannschaftswertung für sein Team.
Jolanda Kallabis nimmt die EM in Rom ins Visier. Foto: Imago / Eibner
Jolanda Kallabis, die beste deutsche Nachwuchsathletin des vergangenen Jahres, steht nach ihrer Verletzung wieder auf der Laufbahn. Das Freiburger Toptalent, das bislang bei der FT 1844 Freiburg von ihrer Mutter Nina Rosenplänter trainiert wurde, bereitet sich nun auf die Hallensaison 2024 vor – und das in einem neuen Team. „Ich bin jetzt tatsächlich Profi“, sagt Kallabis über ihren Wechsel zum Pro-Team OAC Europa, das von einem Schweizer Laufschuh-Hersteller gesponsort wird.
Hinter Kallabis liegt eine ereignisreiche Zeit. Die famose Saison 2022 hatte die Tochter des früheren Weltklasse-Hindernisläufers Damian Kallabi mit neuer U18-Weltbestleistung über 2.000 Meter Hindernis (6:07,72 min) abgeschlossen. Und im Februar dieses Jahres hatte sich die 18-Jährige bei der Hallen-DM über 800 Meter zur Deutschen Meisterin in 2:03,71 Minuten gekrönt. Dann aber zwang sie ein Ermüdungsbruch im rechten Fuß zu einer Trainingspause.
Olympia (noch) kein Thema
„Die Verletzung hat sich hingezogen. Zumal auch ein Ödem festgestellt wurde“, blickt sie auf diese Phase zurück. Mit dem jetzigen Wechsel in ein Pro-Team nach dem Abschluss ihres Abiturs schlägt die Freiburgerin ein neues Kapitel auf. Die ersten Trainingswochen unter dem früheren Bundestrainer Thomas Dreißigacker hat sie zusammen mit dem Team in St. Moritz absolviert. Aktuell steht das erste von drei Trainingslagern in Südafrika auf dem Programm. Zwei weitere werden folgen.
„Jolanda wurde von ihrer Mutter sehr breit ausgebildet und hat bereits sehr gute Leistungen auf einem breiten Leistungsspektrum von 400 Metern bis 2.000 Meter Hindernis gezeigt. Das ist eine sehr gute Grundlage, um den nächsten Schritt zu schaffen, sich auch in der Frauenklasse zu behaupten“, sagt Dreißigacker. Nun nimmt Kallabis die EM in Rom von 7. bis 12. Juni ins Visier. Dabei gilt ihre Konzentration den Mittelstrecken. Die U20-WM Ende August in Lima soll der zweite Saisonhöhepunkt werden. Ob es dann sogar für Olympia 2024 in Paris reicht, ist dagegen (noch) nicht entschieden.
Zwischen Boulevard und grünem Stadtpark am Fluss – so skizzieren Planer die Möglichkeiten, die ein Stadttunnel bringen könnte. Foto: Latz + Partner / Schneider + Schuhmacher
Viele Freiburger wünschen sich, dass die Dreisam in der Stadt sichtbarer wird. Der geplante Stadttunnel offenbart diesbezüglich große Chancen. Nun liegt erstmals ein Entwurf vor, was im Idealfall möglich sein könnte.
Das Projekt Stadttunnel geistert schon sehr lange durch Freiburg. Es ist ein 1,8 Kilometer langes Megaprojekt, das die Breisgaumetropole mehr verändern wird als der neue Stadtteil Dietenbach. Dies betont auch Baubürgermeister Martin Haag, der den Autotunnel als das „wichtigste Stadtentwicklungsprojekt“ bezeichnet. „Die B31 ist eine Wunde in der Stadt und diese Wunde wollen wir schließen“, erklärt Haag gegenüber dem Freiburger Wochenbericht.
Fest steht, dass das übergeordnete Ziel aller Planungen die „Stadt am Fluss“ ist. Attraktive öffentliche Flächen sollen entstehen – im Idealfall sogar ein Dreisam-Boulevard. Zudem sollen Wiehre und Innenstadt, die derzeit durch die überlastete B31 getrennt sind, mehr zusammenwachsen. Wenn es nach den Skizzen der Planer geht, bekäme Freiburg sogar einen kleinen Stadtpark entlang der Dreisam. Im Fokus steht dabei der Bereich zwischen Kronen- und Greiffeneggbrücke.
Klar ist allerdings, dass sich das Mammutprojekt Stadttunnel immer mehr nach hinten verschiebt. Die wichtige Vorentwurfsplanung wollte die federführende Autobahn GmbH eigentlich schon 2020 vorlegen, jetzt wird es wohl, laut einem Informationsschreiben der Stadtverwaltung, eher 2026.
Dass die ursprünglich für den Tunnel veranschlagten 325 Millionen Euro längst nicht mehr zu halten sind, ist indes klar. Und wann der Tunnel Realität werden könnte – 2040 oder später – steht in den Sternen.
Ebenfalls viel später wird nun die Öffentlichkeit über das „integrierte Gesamtkonzept Dreisamraum nach Bau des Stadttunnels“ seitens der dafür zuständigen Verwaltung informiert. Am heutigen Mittwoch werden erste Ergebnisse Medien und einem Gemeinderat-Ausschuss vorgestellt. Federführend bei dieser ersten, noch skizzenartigen Zukunftsvision sind die Landschaftsarchitekten Lanz + Partner aus Kranzberg bei München und das Frankfurter Büro Schneider + Schumacher.
Aspekte, die dabei berücksichtigt werden sind unter anderem die Verbesserung der Bedingungen für das Stadtklima und die Verbesserung der Aufenthaltsqualität für die Menschen.
Die Pläne sollen eine Art Dreisampark ermöglichen. Visualisierung: Latz + Partner / Schneider + Schuhmacher
Dabei gibt es verschiedene Varianten: Die eine mit dem Hauptverkehr auf der Südseite, wodurch die der Innenstadt zugeneigte Seite eine reine Fußgängerzone werden würde. Einer zweiten Gestaltungsvariante liegt ein Verkehrsszenario zugrunde, bei dem der Verkehr gleichmäßig auf beide Seiten der Dreisam im Einbahnsystem verteilt wird.
Die gezeigten Vorschläge sollen vorerst nur Optionen aufzeigen, die sich an der Oberfläche nach dem Bau des Tunnels eröffnen. Die konkrete Gestaltung soll später über Wettbewerbsverfahren gefunden werden.
Natürlich gibt es auch Zweifler, ob ein Stadttunnel heute überhaupt noch der richtige Weg ist. Etwa der langjährige Freiburger Stadtplaner Wulf Daseking: „Wir würden dadurch immer mehr Verkehr in die Stadt ziehen, dabei geht es weltweit darum, wie sich innerstädtische Verkehrsströme reduzieren lassen. Passt das wirklich zu Green City?“
Eine Frage sei dabei auch, wie groß der Restverkehr an der Oberfläche tatsächlich sein würde. Für den Fall, dass der Rückbau der Dreisamuferstraßen möglich wäre, stellt sich Daseking auch die Frage nach der Finanzierbarkeit. „Jedenfalls kommt das Geld nicht aus dem Tunnelprojekt … und die Stadt ist blank“, so der Ex-Chefstadtplaner.
Die FT befindet sich im Wandel: Im Bild die Baustelle im FT-Sportpark. Foto: Joers
Wie wird ein Sportverein klimaneutral? Das nötige Know-how für diese Aufgabe erhält die FT 1844 Freiburg von ihrem neuen Sponsor, für den dieses Thema ein Heimspiel sind.Der FT-Sportpark an der Schwarzwaldstraße gleicht aktuell einer großen Baustelle – mal wieder, muss man sagen. „Der Verein hat in den vergangenen 10, 15 Jahren wahnsinnig viel getan für die Nachhaltigkeit der Gebäude“, sagt FT-Geschäftsführer Peter Gerspach am Montag bei einem Pressegespräch.
Die neue Dreifeldhalle mit Photovoltaikanlage, LED-Beleuchtung in allen Hallen, ein klimafreundliches Nahwärmenetz und aktuell das seit Jahresbeginn laufende, große Sanierungs- und Neubauvorhaben in und entlang der Burdahalle. Das kalkulierte CO2-Ersparnis der Maßnahmen von rund 80 Prozent soll aber nicht das Ende der Fahnenstange sein.
Für die letzten 20 Prozent auf dem Weg zur Klimaneutralität hat sich der Verein deshalb die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) als Klima- und Energiepartner ins Boot geholt. „Und die letzten 20 Prozent sind die schwierigsten“, sagt EWS-Vorstandsmitglied Sebastian Sladek, der hervorhebt, die FT habe bei den selbst ernannten „Stromrebellen“ aus Schönau offene Türen eingerannt, als der Wunsch nach einer Partnerschaft gekommen sei.
Von links nach rechts: Philipp Appenzeller (Regionalmanager der EWS), Peter Gerspach (FT-Geschäftsführer), Anja Heer (FT Marketing), Sebastian Sladek (Vorstandsmitglied). Foto: Joers
Denn, so Sladek: „Das Vorhaben der FT kann als Leuchtturmprojekt für andere Vereine dienen.“ EWS werde der FT nicht nur Ökostrom liefern und als Sponsor auftreten, der den Verein und unter anderem die Erstliga-Volleyballer mit einer „fünfstelligen Summe“ (Gerspach) unterstützt. Die auf fünf Jahre angelegte Partnerschaft solle statt dessen tief ins Vereinsleben hineinwirken und „Bewussstein schaffen“ für mehr Nachhaltigkeit.
Neuer Hallenname
Neben dem technischen Know-how, das EWS liefert, soll als ersten Schritt eine CO2-Bilanz erstellt werden. Dabei kommt alles auf den Tisch: CO2-Einsparpotenziale bei Auswärtsfahrten der Teams, bei der Ernährung in der Grundschule und der Kita oder auch beim Pfandbechersystem wolle man in Angriff nehmen.
Klimascouts sollen einzelne Projekte umsetzen, auch ein Nachhaltigkeitsausschuss werde gegründet. „Wir wollen ein gemeinsames Handeln bei den Mitgliedern initiieren“, so Gerspach. Und als sichtbares Zeichen der Partnerschaft mit EWS nach außen heißt die neue Dreifeldhalle der FT künftig Act-Now-Halle und trägt das EWS-Logo.
Kestenholz investiert am Standort Freiburg. Foto: Kestenholz
Bei Mercedes-Benz Kestenholz wird am Standort Haid weiter kräftig investiert: Nach dem Neubau des Mercedes-Benz VAN Excellence Centers erfolgt als nächster Schritt der Neubau des Aftersales-Bereich Pkw sowie des Ersatzteil-Bereichs. Das Design orientiert sich dabei an der Markenarchitektur MAR 2020 der Mercedes Benz AG und wird technisch auf dem neuesten Stand sein – unter anderem mit digital-vernetzter Medientechnik.
Zudem wird es ein Service-Terminal zur Annahme geben. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2024 geplant. Im Anschluss erfolgt die komplette Neugestaltung des Mercedes-Benz Pkw-Neuwagenverkaufs bis 2025. Neben sämtlichen Modellen von Mercedes-Benz – vor Ort gibt es ein vielfältiges Angebot an Neu-, Vorführ- und Gebrauchtwagen – ist das Autohaus Kestenholz auch die erste Adresse für die Marke smart mit ihren 100% elektrischen Modellen.
Feiert zuletzt mit dem Sport-Club große sportliche Erfolge: SC-Trainer Christian Streich. Foto: Detlef Berger
Am Donnerstag (18.45 Uhr / RTL+) wird der SC Freiburg auch seinen dritten Kontrahenten in der Europa-League-Gruppenphase kennenlernen: das Team von Backa Topola. Vor dem Gastspiel in Serbien, vor dem auch die Spieler warnen, sorgt jedoch Christian Streich mit Aussagen über ein mögliches Karriereende für Aufsehen.
Es sind ungewöhnliche Aussagen von Christian Streich, die am Dienstag die Runde machten: „Ich spüre, dass ich älter werde. Die Kraft schwindet, es ist nun mal absehbar“, lässt sich Streich in der aktuellen Ausgabe des „11Freunde“-Magazins zitieren.
Und weiter: „Ich ertappe mich immer öfter bei einem Gedanken: Was kommt noch an Energie bei den Spielern an? Und wenn ich feststelle, dass es nicht mehr reicht und es einen Jüngeren braucht, um an die Spieler ranzukommen, höre ich auf.“ Nie zuvor in seiner bislang zwölfjährigen Amtszeit beim SC wählte der 58-Jährige derart deutliche Worte über ein mögliches Karriereende.
Vereinswechsel keine Option
Falls dieser Fall tatsächlich eines Tages eintreten sollte, ist für Streich außerdem klar, dass er keinen anderen Verein übernehmen würde. „Für mich ist das keine Option mehr.“ Leichtfertig aufgeben wird Streich, der seit zwei Jahren mit Freiburg eine Erfolgswelle erlebt, seine Cheftrainerrolle beim SC aber auch nicht.
Erst kürzlich betonte er im Podcast von TV-Moderator Arnd Zeigler, was ihn nach wie vor antreibt: „Das Schönste in meinem Beruf ist die Zusammenarbeit mit den jungen Leuten.“ Er könne so viele Spieler seines Teams aufzählen, bei denen er dankbar sei, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Er sei zusammen mit diesen älter geworden, bis die Spieler irgendwann aufgehört hätten zu spielen. „Und dann kommen wieder Junge und ich darf mit denen arbeiten. Das ist sehr sehr schön“, so Streich. Wie ein Trainer, der auf Abschiedstournee ist, klingt das jedenfalls noch nicht.
Schließlich warten auf ihn und sein Team noch Aufgaben – so wie am Donnerstag in der Gruppenphase der Europa League bei Backa Topola, dem Tabellendritten der ersten serbischen Liga. SC-Verteidiger Manuel Gulde, der beim jüngsten Freiburger 2:1-Sieg gegen Bochum in der Dreierkette zu überzeugen wusste, freut sich auf die Partie.
„Ein Spiel in einem kleinen Stadion, gegen eine sehr körperliche Mannschaft. Es ist für uns ein wichtiges Spiel in der Europa League“, so Gulde, der vor dem Gegner warnt: „Da kommt ein Brocken auf uns zu“. Und schon am Sonntag geht es weiter zu Bayer 04 Leverkusen, dem Team der Stunde in der Bundesliga: „Auch das wird ein intensives Spiel“, ist sich Gulde sicher.
Wimbledonsieger Carlos Alcaraz geht aktuell
beim Turnier in Peking auf Titeljagd. Ende Oktober wird die Nummer zwei der Welt dann in Basel die Tennisfans begeistern. Foto: Picture Alliance / EPA, Andres Martinez Casares
Noch nie war die Leistungsdichte bei den Swiss Indoors Basel so hoch wie 2023. Wimbledonsieger Carlos Alcaraz, Holger Rune, Taylor Fritz und Casper Ruud sind die Stars, die vom 21. bis 29. Oktober in Basel um den Sieg kämpfen werden.
Das Klassefeld der diesjährigen Swiss Indoors vom 21. – 29. Oktober 2023 ist wie von einem anderen Stern. Vier Stars aus den Top Ten, viele klingende Namen und ein Cut Off bei ATP-Ranking 43 bedeuten eine Bestmarke für den Schweizer Tennishöhepunkt. Wer also in diesem Jahr hinter Platz 43 der Weltrangliste klassiert ist, muss auf die Warteliste oder sich mit der Qualifikation anfreunden. Nie zuvor war die Leistungsdichte so hoch – zumindest wenn man absieht von der nicht vergleichbaren Situation im Jahr 2015, als die Swiss Indoors vom schwachbesetzten 250er-Konkurrenzturnier in Valencia profitierten.
Startfeld „übertrifft die Erwartungen“
Auch für Turnierpräsident Roger Brennwald ist das „Who is Who“ in der Basler Setzliste ein absolutes Ausnahmeereignis. Das Starterfeld „übertrifft alle Erwartungen. Anhand der hohen Leistungsdichte sind Schlagerpartien schon ab der ersten Runde vorprogrammiert, Überraschungen sind dabei nicht auszuschließen“, so Brennwald.
Hauptursache für das hochklassig besetzte Turnier ist zum einen der Turniertermin, weshalb die Swiss Indoors mittlerweile als ideale Vorbereitung auf die ATP-Finals in Turin (12. bis 19. November) gelten. Und zum anderen haben sich die Swiss Indoors als drittgrößtes Hallenevent in der ATP-Tour längst ein hervorragenden Ruf erarbeitet. Die Magnetwirkung des Turniers zeigt sich auch daran, dass die Swiss Indoors laut einer Marketingstudie mittlerweile das bedeutendste Sportevent der gesamten Schweiz sind, noch vor der Tour de Suisse und dem Spengler Cup im Eishockey.
Das Turnier lockt jedes Jahr rund 70.000 Zuschauer in die Basler St. Jakobshalle, wird in 150 Ländern ausgestrahlt und umfasst 3.300 Stunden Sendezeit. Turnierchef Brennwald und sein Team bewegen dafür jedes Jahr ein Budget von 17 Millionen Franken. In kein anderes Sportereignis in der Schweiz wird eine solch hohe Summe investiert.
Angeführt wird das Feld der Swiss Indoors wie im Vorjahr vom spanische Wimbledonsieger und Weltranglistenzweiten Carlos Alcaraz. Dahiner folgen der Däne Holger Rune (ATP 4), der Amerikaner Taylor Fritz (ATP 8) und der Norweger Casper Ruud (ATP 9).
Aber auch der fortschreitende Generationswechsel im Männertennis färbt sich auf die Swiss Indoors in diesem Jahr. So startet rund ein Drittel der direktqualifizierten Profis in diesem Jahr erstmals in Basel. Dazu gehören der Pole Hubert Hurkacz (ATP 17) und der hart servierende Holländer Tallon Griekspoor (ATP 24).
Als gefährliche Außenseiter gelten der Sieger von Genf, Nicolas Jarry (ATP 23) aus Chile, der Argentinier Sebastian Baez (27), schon dreifacher Turniergewinner in Cordoba, Kitzbühel und Winston-Salem (USA) sowie der US-Amerikaner Sebastian Korda (ATP 28). Neu zur breiten US-Elite zählt Christopher Eubanks (ATP 32), stolzer Viertelfinalist von Wimbledon.
Hoffen darf das Schweizer Publikum auf eine Teilnahme des dreifachen Grand-Slam-Siegers Stan Wawrinka. Er steht in der Setzliste auf der zweiten Warteposition und ist auf mindestens zwei Absenzen oder auf eine Wild Card des Veranstalters angewiesen. Einen Platz im Hauptfeld sicher dank einer Wildcard hat der Schweizer Jungstar Dominic Stricker (ATP 90).
Erklärungsbedürftig ist die Teilnahme des Argentiniers Diego Schwartzman, der als Nummer 133 der Weltrangliste dennoch im Hauptfeld steht. Zu erklären ist das mit den ATP-Regularien. Der Südamerikaner lag im letzten Herbst noch unter den Top 30 der Welt, weshalb die ATP-Tour ihn für eine bestimmte Zahl von Turnieren verpflichten konnte.
Somit darf er, trotz seines späteren Absturzes in der Weltrangliste, dieses Jahr quasi als Verpflichtung aus dem Jahr 2022 mit an Bord sein. Unklar ist noch, weshalb Vorjahressieger Félix Auger-Aliassime (ATP 15) nicht auf der Setzliste steht. Hier stehe Swiss Indoors laut eigenen Angaben mit der ATP in Kontakt, um zu eruieren, ob ein Kommunikationsfehler zwischen der ATP und dem Spieler zugrunde liegt. (majo)
Ein Schuss, ein Tor: Bei seinem Führungstreffer gegen den SV Oberachern im Erstrundenspiel im DFB-Pokal bewies der SC-Kapitän gute Haltungsnoten. Mit dem Sport-Club hat Günter in Pokal, Bundesliga und Europa League erneut viel vor – nicht zuletzt, um sich für Bundestrainer Hansi Flick zu empfehlen. Foto: Achim Keller
Bei der Rückkehr ins Dreisamstadion gehörte Christian Günter zu den Matchwinnern. Sein 20-Meter-Treffer fünf Minuten nach seiner Einwechslung brachte den SC im DFB-Pokal auf die Siegerstraße. „Ab und zu fällt halt mal einer rein“, sagt der 30-Jährige über sein Tor. Der SC-Kapitän hätte sich kaum besser aus seiner Verletzungspause zurückmelden können. Wie sehr ihn sein Armbruch wurmte, was er über den Wechsel von Noah Darvich zum FC Barcelona sagt und wie er über die Heim-EM denkt, verrät der SC-Kapitän im Interview mit Wochenbericht-Redakteur Matthias Joers.
Das Trainingslager war für Sie von Ungeduld geprägt, weil Sie erst nicht mittrainieren konnten. Sind Sie froh, dass das vorbei ist?
Christian Günter: Auf jeden Fall. Da sieht man erstmal wie es denen Jungs geht, die länger verletzt sind. Wie schwer das für den Kopf ist, sich immer wieder zu motivieren und zuschauen zu müssen – das habe ich jetzt im Kleinen gesehen. Man will schnellstmöglich wieder auf den Platz. Da wird man schon ungeduldig.
Sie konnten jetzt die ersten Spielminuten sammeln nach Ihrer Verletzung. Wie gut klappt das?
Günter: Ganz gut. Ich habe jetzt eine neue Schiene, mit er es deutlicher besser ist und es sich sogar so anfühlt wie davor. Das ist wie eine Art Schienbeinschoner am Arm, so dass ich das Handgelenk frei bewegen kann. Und von der Fitness bin ich wieder auf einem sehr, sehr guten Stand. In den paar Minuten im Pokal gegen Oberachern hat es sogar für ein Tor gereicht. Von daher hat alles gepasst.
Ein großes Thema waren die Ausfälle im Verlauf der Vorbereitung. Dem Trainer hat das nicht gefallen. Wie sieht’s der Kapitän?
Günter: Es ist immer am besten, wenn alle Spieler auf dem Trainingsplatz sind. Da geht es ums Einspielen und um die Fitness insgesamt. Dem Trainer schmeckt das natürlich noch viel weniger. Aber das Gute ist, dass es bis auf Kofi (Daniel-Kofi Kyereh, d.R.) keine Langzeitverletzten gab. Und ich sag mal so: Lieber jetzt, als wenn wir während der Saison viele Ausfälle haben. Wir brauchen jeden Spieler, das hat man in der letzten Saison gesehen. Klar, der Ausfall vom Junior (Adamu, d. Red) tut weh. Den hätten wir schon sehr gerne auf dem Platz.
Und macht es Sie nervös, wenn weitere Neuverpflichtungen auf sich warten lassen? Oder ist das Vertrauen in die sportliche Leitung inzwischen so groß, dass man sagt, ’Die regeln das schon’?
Günter: Wenn man irgendwo Vertrauen in die sportliche Leitung haben kann, dann hier. Sie machen nur Sachen, die sinnvoll sind und nicht aus der Not heraus. Den einen oder anderen würden sie bestimmt gerne noch dazu holen – gerade um die Konkurrenzsituation hoch zu halten. Schlussendlich ist das Transferfenster noch bis zum 1. September offen. Da kann noch sehr viel passieren. Und wir haben jetzt schon eine sehr schlagkräftige Gruppe beisammen.
Mit Ausnahme von Mark Flekken hat bis jetzt kein Stammspieler den Verein verlassen. Könnte sich das wieder als Vorteil erweisen?
Günter: Hoffentlich. Wir kennen uns alle. Wir kennen gewisse Abläufe untereinander. Wer wo seine Stärken hat, wer wo eingesetzt werden kann. Das hilft natürlich. Was aber nicht heißt, dass man gleich viel Erfolg hat. Wir werden aber alles versuchen, um wieder so erfolgreich zu sein.
Und von unten drängen Nachwuchskräfte nach oben, wie Kenneth Schmidt oder Noah Atubolu. Überrascht Sie dieser Talentepool?
Günter: Nein, ich kenne das ja nicht anders. Natürlich gibt es auch mal schwächere Jahrgänge. Aber das war früher schon so. Ich find’s natürlich super, dass gerade die letzten zwei, drei Jahre extrem viele den Weg zu uns in den Kader geschafft haben und Bundesliga spielen können. Das freut mich, weil das der Weg ist, den der SC schon über Jahre geht und den wir auch weiterhin gehen sollten. Es wird nicht einfacher Spieler zu verpflichten. Die Summe gehen immer weiter nach oben. Deshalb ist es das beste Mittel, junge Spieler zu entwickeln.
…die den Etablierten dann einheizen?
Günter: Absolut. So wird jeder besser – dass man in jedem Training Gas geben muss. Nur so bringt man eine Mannschaft nach vorne.
Wie bewerten Sie den Wechsel von Noah Darvich, der mit 16 Jahren zum FC Barcelona gewechselt ist?
Günter: Das ist der Lauf der Dinge, dass junge Spieler bei solchen Angeboten ernsthaft darüber nachdenken – auch wenn das sicher keine einfache Entscheidung war. Ich persönlich hätte gesagt, dass hier ein sehr guter Weg vor ihm liegt. Mit 16 Jahren im Herrenfußball in der Dritten Liga anzukommen, wäre ein sehr, sehr guter Schritt gewesen. Dort hätte er sich jederzeit für mehr empfehlen können. Aber die Entscheidung muss man akzeptieren. Ich werde das nun von der Ferne aus verfolgen.
Sie selbst waren bei einer EM und einer WM dabei – auch ohne den SC verlassen zu haben. Ist das eine Botschaft, die Sie an jüngere Spieler weitergeben?
Günter: Das ist etwas komplett Individuelles. Der Verein hat sich über die Jahre entwickelt, und so konnte ich mich mit auch entwickeln, mit einer gewissen Kontinuität und harter Arbeit. Und natürlich ist es so, dass mancher junge Spieler nicht zu früh anfangen sollten, zwei Schritte vor dem ersten Schritt zu tun. Ich glaube, dass da eine gewisse Geduld gefragt ist. Dass aber, wie in meinem Fall, ein Spieler vielleicht sein Leben lang bei einem Verein bleibt, wird es in Zukunft noch seltener geben.
Was sind Ihre Ziele mit dem SC?
Günter: Wir müssen das Bewusstsein haben, dass es in jedem Spiel um sehr, sehr viel geht. Und dann versuchen, das Maximale herauszuholen. Irgendwelche Ziele können wir uns im Laufe der Saison stecken. Jetzt am Anfang geht es darum schnellstmöglich so viele Punkte wie möglich zu holen. Ein guter Start ist da entscheidend.
Und persönlich?
Günter: Ich hoffe, dass ich wieder viele Spiele spielen kann, der Mannschaft helfen kann und mich in allen Bereichen verbessern kann. Dann hoffe ich natürlich auch, dass ich bei der Nationalmannschaft wieder eine Rolle spielen kann.
Die Heim-EM schwirrt bei Ihnen also im Hinterkopf herum?
Günter: Das wäre natürlich etwas Außergewöhnliches für mich. Ich war bei einer EM dabei, bei einer WM. Aber eine Heim-EM ist noch einmal was ganz anderes. Aber ich weiß: Ich muss hier beim SC Gas geben, Leistung bringen, um mich bei Hansi Flick empfehlen zu können. Das steht und fällt mit meiner Leistung beim SC. Dass ich mich mega freuen würde, da dabei zu sein, steht außer Frage. Es ist eh eine Ehre für Deutschland zu spielen. Aber wie gesagt: Die Hausaufgaben muss ich hier machen.