Emma Stone und Joe Alwyn sind in „Kinds of Kindness“ zu sehen. Foto: Searchlight Pictures
Mit „Poor Things“ hat Regisseur Giorgos Lanthimos vier Oscars abgeräumt – jetzt kommt sein neues, exzentrisches Meisterwerk ins Kino, und Emma Stone ist erneut in der Hauptrolle zu sehen. In dem starbesetzten Episodenfilm werden drei verschiedene Geschichten erzählt. Unter anderem von einem Angestellten, der sich in seinem Leben von seinem Boss wirklich alles vorschreiben lässt – sogar, was er isst.
in getriebener Mann versucht die Kontrolle über sein Leben zu erlangen, das komplett von seinem Chef beherrscht wird. Der entscheidet über alles in seinem Alltag, als der Angestellte erstmals widersetzt, gerät alles aus den Fugen. Ein Polizist ist beunruhigt, als dessen auf See vermisste Frau, eine Meeresbiologin, nach ihrer Rückkehr von einer Expedition ein völlig anderer Mensch zu sein scheint. Und eine entschlossene Frau muss jemanden finden, der dazu bestimmt ist, ein großer spiritueller Führer zu werden. Denn Angehörige einer Sekte sind auf der Suche nach einer Heilsbringerin, die Tote wieder zum Leben erwecken soll.
Was alle drei Geschichten eint, sind der schwarze Humor, gnadenloser Biss und zynische Twists und die Schauspieler – Emma Stone ist in dem Film in drei unterschiedlichen Rollen zu sehen. Nach „The Favorite“ und „Poor Things“ ist der Film bereits die dritte Zusammenarbeit von Regisseur Giorgos Lanthimos und der Oscar-Preisträgerin. Gemeinsam mit Efthymis Filippou schrieb der Regisseur auch das Drehbuch für den Film. Mit dem Co-Autor arbeitete Lanthimos bereits für vier Filme, unter anderem „The Lobster“, zusammen.
In den Hauptrollen sind außerdem Jesse Plemons („The Irishman“), Willem Dafoe („Spider-Man“) und Margaret Qualley („Once Upon a Time…in Hollywood“) zu sehen. Zum Cast gehören auch Hong Chau („The Whale“), Joe Alwyn („The Favorite“), Mamoudou Athie („Black Box“) und Hunter Schafer („Euphoria“). (fwb)
Im Flückigersee im Freiburger Seepark kam es am Donnerstagabend zu einem tödlichen Badeunfall. Foto: Joers
Badeunfall im Seepark: Bei einem größeren Einsatz ist am Donnerstagabend ein Toter aus dem Flückigersee geborgen worden. Bereits einen Tag davor war eine tote Frau aus dem Dietenbachsee geborgen worden.
Schon wieder ist in Freiburg ein Toter aus einem See geborgen worden. Am Donnerstagabend waren Rettungskräfte zu einem größeren Einsatz am Flückigersee im Seepark gerufen worden. Nach derzeitigen Erkenntnissen begab sich ein 34-Jähriger Mann mit eritreischer Staatsangehörigkeit zwischen 15 und 15:30 Uhr ins Wasser. Laut Polizeiangaben konnte er von Passanten gegen 19 Uhr nur noch leblos festgestellt und geborgen werden.
Vor Ort waren die Abteilung 1 der Freiburger Berufsfeuerwehr sowie der Rettungsdienst im Einsatz. Gegen 20:50 Uhr war der Einsatz beendet. Die Kriminalpolizei Freiburg ermittelt und geht nach derzeitigem Kenntnisstand von einem Badeunfall aus.
Identität der toten Frau noch ungeklärt
Es ist bereits der zweite tödliche Vorfall innerhalb von zwei Tagen an einem Freiburger Badesee. Am Mittwochabend gegen 19 Uhr konnte eine Frau nur noch tot aus dem Dietenbachsee im Stadtteil Weingarten geborgen werden. Eine Reanimation blieb erfolglos. Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, des Rettungsdienstes sowie der DLRG-Ortsgruppe Freiburg waren bei der Wasserrettung im Einsatz. Um 21:12 Uhr war der Einsatz laut Feuerwehrangaben beendet.
„Die Identität der Verstorbenen ist bislang noch nicht geklärt“, sagt Johannes Saiger von der Pressestelle der Polizei in Freiburg. Die Frau habe aber schwimmen können, so Saiger. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen.
Keven Schlotterbeck verlässt den SC in Richtung Augsburg. Foto: FCA
Neuer Arbeitgeber für SC-Verteidiger Keven Schlotterbeck: Der Innenverteidiger, der in den vergangenen zwei Saisons an den VfL Bochum verliehen war, wechselt zur neuen Saison zum FC Augsburg.
Fußball-Bundesligist FC Augsburg hat Keven Schlotterbeck vom SC Freiburg verpflichtet. Der 27-Jährige wechselte 2017 von der TSG Backnang in die zweite Mannschaft des Sport-Club. Im Februar 2019 feierte er beim Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart sein Profidebüt. Insgesamt stand der Verteidiger für den SC 53-mal in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der UEFA Europa League auf dem Rasen. In den vergangenen beiden Spielzeiten war der ältere Bruder von Dortmunds Nico Schlotterbeck an den VfL Bochum ausgeliehen.
„Keven hat sich in den vergangenen Jahren zu einem gestandenen Bundesligaspieler entwickelt“, wird Vorstand Jochen Saier in einer Pressemitteilung des Vereins zitiert. „Er ist zudem ein guter Typ, der sich sicherlich auch in Augsburg schnell ins Team integrieren wird. Wir wünschen ihm auf und neben dem Platz nur das Beste.“
Über seinen Wechsel nach Augsburg sagte Schlotterbeck: „Nach der schönen Zeit in Bochum, die glücklicherweise ein Happy End hatte, bin ich nun extrem froh über meinen festen Wechsel nach Augsburg. Der FCA steht für einen mutigen sowie emotionalen Fußball und passt daher sehr gut zu meiner Spielweise.“ Und über seine Zeit beim SC sagte Schlotterbeck, er habe mit Freiburg „viele tolle Erfahrungen gesammelt, unter anderem beim Pokalfinale in Berlin.“
Über die Ablösemodalitäten haben beide Klubs Stillschweigen vereinbart.
Am Sonntag, 7. Juli findet im Europa-Park Stadion der Trainingsauftakt der SC-Profis statt. Foto: Joers
Am Sonntag, 7. Juli bricht beim SC Freiburg eine neue Ära an: Dann wird der neue Cheftrainer Julian Schuster und Nachfolger von Christian Streich erstmals seine Mannschaft zum Training versammeln. Ein Novum sind auch der Ort und der Zeitpunkt des Aufgalopps.
Alles neu macht der Juli – so oder so ähnlich könnte das Motto beim SC Freiburg lauten: Entgegen der Gepflogenheiten der vergangenen Jahre startet das erste Training des SC vor der neuen Bundesligasaison an einem Sonntag und nicht wie bisher üblich an einem Montag. Außerdem findet der Trainingsauftakt erstmals direkt auf dem Rasen des Europa-Park Stadions statt und nicht auf den Trainingsgelände davor.
Es werden am 7. Juli also mehr Fans die Gelegenheit haben, bei der ersten gemeinsamen Einheit der Mannschaft von Neu-Trainer Schuster dabei zu sein. Ab 10:30 Uhr wird die Osttribüne geöffnet sein, Fans können das Stadion über den Eingang E1 betreten. Gegen 11 Uhr werde das Team auf dem Rasen erwartet, so der SC in einer Mitteilung.
Beim Trainingsstart nicht dabei sind die EM-Fahrer Philipp Lienhart, Michael Gregoritsch (beide Österreich) und Roland Sallai, der mit Ungarn bereits nach der EM-Vorrunde ausgeschieden ist. Auch Kiliann Sildillia wird fehlen – der 22-Jährige bereitet sich mit Frankreich auf die Olympischen Spielen in Paris vor. Dafür sind zum Auftakt die Neuzugänge Patrick Osterhage, Eren Dinkci und Jannik Huth mit an Bord.
Nach dem Trainingsauftakt wird sich Julian Schuster in seiner ersten Pressekonferenz als SC-Trainer den Fragen der Journalisten stellen. Von Vereinsseite wird SC-Vorstand Jochen Saier der offiziellen Vorstellung des 39-jährigen Trainerneulings beiwohnen.
Der frühere SC-Kapitän Julian Schuster tritt die Nachfolge des langjährigen SC-Trainers Christian Streich an. Foto: Joers
Auch der Fahrplan für die Saisonvorbereitung steht längst fest. Vom 17. bis 26. Juli bestreitet der SC sein jährliches Trainingslager im österreichischen Schruns. Dort testet das Team am 19. Juli (18 Uhr) erstmals unter Wettkampfbedingungen, Gegner ist der österreichische Bundesligist SCR Altach. Genau eine Woche später trifft der Sport-Club zum Abschluss des Trainingslagers auf die SpVgg Greuther Fürth. Das Spiel gegen den Tabellenachten der abgelaufenen Zweitligasaison findet um 14 Uhr in Schruns statt. Am 3. August (15.30 Uhr) steht wie in den Jahren davor wieder ein Test gegen den französischen Erstligisten Racing Straßburg in Colmar an. Gespielt wird über zweimal 90 Minuten. Sportlicher Höhepunkt der Vorbereitung ist die Saisoneröffnung am 10. August gegen den italienischen Erstligisten AC Florenz im Europa-Park Stadion.
Am Donnerstag kommt der Bundesliga-Spielplan
Ihr erstes Pflichtspiel bestreitet die Schuster-Elf am Samstag, 17. August, um 15.30 Uhr im Erstrunden-DFB-Pokalspiel beim Vfl Osnabrück. Eine Woche später (23. bis 25.08.2024) startet die Bundesliga-Saison 2024/25 mit dem ersten Spieltag. Den Spielplan der Bundesliga will die Deutsche Fußball-Liga (DFL) voraussichtlich am kommenden Donnerstag, 4. Juli veröffentlichen.
160 Fahrzeuge in Freiburg hatten heute Morgen platte Reifen: Aktivisten haben hier die Luft raus gelassen. Foto: Mario Hoesel / stock.adobe.com
„SUV-Besitzer“ in den Stadtteilen Wiehre, Ebnet, Littenweiler und Herdern mussten heute morgen kurzfristig auf ihr Auto verzichten. Klimaaktivisten des Anti-Luxus-Kollektivs hatten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Luft aus den Reifen von ca 160 SUVs gelassen, bekennen sich die Aktivisten per Pressemitteilung zu der Aktion. Diese sei – anknüpfend an eine ähnliche Aktion im Februar, bei der 150 Fahrzeuge in der Stadt platt gemacht wurden – eine „zweite Intervention der Gruppe gegen den Luxuskonsum Einzelner auf Kosten der Umwelt“. Sie drücken dabei Hülsenfrüchte in die Ventile, damit die Luft entweicht.
Die Polizei teilt mit, dass in der Nacht auf Donnerstag an mindestens mindestens 26 vermeintlich hochwertigen Fahrzeugen die Luft aus den Reifen gelassen wurde – aktuell verschaffe man sich noch einen Überblick. Wie in vergangenen Fällen dieser Art waren diesmal jedoch nicht nur SUVs, sondern auch mindestens ein Elektrofahrzeug betroffen. Das Kollektiv begründet das damit, dass für den Bau von E-Autos viele seltene Rohstoffe wie beispielsweise Kobalt oder Lithium benötigt werden, deren Abbau häufig unter menschenunwürdigen Bedingungen stattfinden.
Laut Badischer Zeitung waren es dieses mal auch zahlreiche kleinere Autos. Sogar vor einem Fahrzeug auf einem Behindertenparkplatz, das einer 68-jährigen Freiburgerin, zu 100 Prozent schwerbehindert und auf Sauerstoff angewiesen, gehört, machten die Aktivisten nicht Halt, so die BZ.
Die Polizeireviere Freiburg-Nord und Freiburg-Süd haben die Ermittlungen aufgenommen und bitten Zeugen, die solch einen Vorfall beobachtet haben und Hinweise zu den Tätern geben können, sich bei der jeweiligen Polizeidienststelle, unter der Telefonnummer 0761 882-4221 (Polizeirevier Freiburg-Nord) oder 0761 882-4421 (Polizeirevier Freiburg-Süd) zu melden.
Die Erschütterungen waren in weiten Teilen Baden-Württembergs zu spüren, und das auch in Freiburg. Symbolfoto: Adobe.Stock
Das war heftig: Ein nächtliches Erdbeben erschütterte in der Nacht auf Donnerstag die Region bei Schopfheim und war auch in weiten Teilen des Landes zu spüren. Es war das stärkste Erdbeben in Baden-Württemberg seit 2009.
Um 3.06 Uhr in der vergangenen Nacht gab es ein Erdbeben der Stärke 4,2 bei Schopfheim im Kreis Lörrach. Die Erschütterungen waren in weiten Teilen Baden-Württembergs zu spüren, und das auch in Freiburg. Wie der am Regierungspräsidium Freiburg angesiedelte Landeserdbebendienst (LED) mitteilt, ereignete sich das Beben in einer Tiefe von circa acht Kilometern.
„Das war das stärkste Erdbeben in Baden-Württemberg seit 2009“, erklärt Andrea Brüstle vom LED. Das letzte stärkere Erdbeben ereignete sich am 5. Mai 2009 bei Steinen (Kreis Lörrach) mit der Stärke 4,5 auf der Richterskala. Bis zum Morgen gingen beim LED bereits über 3000 Wahrnehmungsmeldungen ein. Bislang wurden mehr als 30 Nachbeben registriert, das stärkste davon mit einem Wert von 1,7.
Die Expertin weist darauf hin, dass bei Erdbeben dieser Stärke leichte Gebäudeschäden in der Nähe des Epizentrums nicht ausgeschlossen werden können. Hierzu liegen dem LED aktuell keine Informationen vor. Baden-Württemberg ist eines der Bundesländer mit der höchsten Erdbebengefahr in Deutschland. „Durch die Kollision der afrikanischen Platte mit der eurasische Platte werden die Alpen aufgefaltet. Die Auswirkungen dieser Plattenkollision führen auch weiter nördlich, unter anderem in Baden-Württemberg, zu seismischer Aktivität“, so Andrea Brüstle.
Gespenst Elli hat viel Spaß im Freizeitpark und lernt dort liebenswerte Monster kennen. Foto: Dreamin’ Dolphin Film
Das kleine Gespenst Elli ist auf der Suche nach einem neuen Zuhause und findet in einer alten Jahrmarkt-Geisterbahn noch viel mehr als das: eine liebenswerte Monstergemeinschaft, die sich vor der Außenwelt versteckt hält. Denn dort sind die Monster in Gefahr. Begeistert sind Yeti Martha, Vampir Vangrufti und Knarf Frankenstein nicht über den Zuwachs, zumal sie so Gefahr laufen, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Doch Elli lässt sich nicht so leicht abschütteln – zum Glück!
Nach dem gleichnamigen erfolgreichen Kinderbuch von „Lauras Stern“-Autor Klaus Baumgart, spukt Elli nun erstmals auf der großen Leinwand. Ein Monster-Spaß über das Glück, eine Familie zu haben – auch wenn diese erst noch gefunden werden muss.
Veranstaltungstipps aus Freiburg und der Region. Foto: FWB/Pixabay
Konzerte, Theater, Ausstellungen: Was ist los in in den nächsten Tagen? Hier ist unsere Kurzübersicht mit sieben Tipps aus Freiburg und der Region.
•• Rock fürs Münster: Am 28. Juni rocken Freiburger Bands für das Münster. Beim „Rock am Stein“ im Innenhof der Münsterbauhütte werden Spenden für den Erhalt gesammelt. Am Rande des Oberlindenhocks öffnet die Bauhütte um 19 Uhr ihre Tore, Musik gibt es ab 19.30 Uhr.
•• Midsommar Havn-Fest: Im Europa-Park, rund um den See der Wasserwelt Rulantica und des „Krønasår“, wird die Sommersonnenwende beim „Midsommar Havn-Fest“ vom 28. Juni bis 30. Juni zelebriert. Mit Kinderprogramm, Livemusik und Kulinarischem. 28. und 29. Juni ab 17 Uhr, 30. Juni ab 12 Uhr. Freitag- und Samstagabend ab 21 Uhr DJ-Sounds im Restaurant Bubba Svens. www-europa-park.de.
••Webtalk: Welche Rolle hatte das Augustinermuseum im Nationalsozialismus? Darum geht es beim Webtalk mit Julia Wolrab, wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus Freiburg, am 26. Juni, 20.15 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei und möglich über: https://meet.freiburg.de/b/jul-dnq-rkm-soq.
•• Nachbarschaftshock: Das Forum Neuburg lädt am 29. Juni, 15 bis 19 Uhr zum Nachbarschaftshock auf den Platz vor der Ludwigskirche ein. Mit Essen. Getränken, Musik und Geselligkeit. Bei Regen findet der Hock im Gemeindesaal statt. Infos: www.forum-neuburg.de.
•• Ausstellung: Die Ausstellung „Rude Girl“ im Literaturhaus inszeniert die Graphic Novel der Künstlerin Birgit Weyhe. Zur Vernissage liest diese aus ihrem Comic und kommt mit dem Szenograph Jens Burde ins Gespräch (27.6.). Begleitet wird die Schau von Werkstätten und einer Finissage mit Comic-Auktion (6.7.). www.literaturhaus-freiburg.de.
•• Lesung: Die Freiburger Erfolgsautorin Astrid Fritz stellt am 27. Juni, 19 Uhr ihren historischen Roman „Der Turm aus Licht“ beim Ebneter Kultursommer in der Kulturscheune vor. Episch und bewegend erzählt sie, wie die Freiburger im Schatten des Müsterbaus lebten. Infos: ebneter-kultursommer.de.
•• Musik und Tanz: Das Freiburger Akkordeon Orchester und Tänzer der Company Pro Arte gestalten ihr erstes Cross-Genre-Projekt – eine künstlerische Begegnung. 29. Juni, 19 Uhr, Pro Arte Studio, Merzhausen, weitere Termine unter www.efac.de.
Für den Freiburger Gemeinderat haben sich die ersten Fraktionen zusammengeschlossen.
Erste Fraktionen für den Freiburger Gemeinderat haben sich gebildet: Die vier Listen Volt, Junges Freiburg, Urbanes Freiburg und Die PARTEI werden ab sofort im Freiburger Gemeinderat eine Fraktion bilden. Grund dafür sei der Wunsch nach einer starken jungen Fraktion, so eine Pressemitteilung. Auch inhaltlich sollen die vier Listen gut zusammenpassen.
Auch die FDP-Liste sowie die Bürger für Freiburg werden in der kommenden Amtszeit ihre Zusammenarbeit fortsetzen: Die Stadträte Sascha Fiek, Uwe Stasch und Franco Orlando haben vergangenen Montag 24. Juni, den Fraktionsvertrag unterzeichnet. Schwerpunkt werden wirtschaftliche Stabilität sowie Digitalisierung und die Klimaresilienz sein.
Organisiert werden die Hilfslieferungen von der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft und deren Vorsitzender Oksana Vyhovska – unterstützt vom Aktionsbündnis Ukraine. Achim Wiehle (r.) ist einer der Initiatoren des Bündnisses und stellt das Lager seiner Firma Hyfagro zur Verfügung, sein Mitarbeiter Thomas Wrobel engagiert sich ebenfalls tatkräftig. Foto: Deutsch-Ukrainische Gesellschaft
Vor mehr als zwei Jahren hat der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine begonnen. Die Spenden gehen zurück – aber von Freiburg aus machen sich nach wie vor regelmäßig Hilfslieferungen auf den Weg in die Ukraine. Organisiert werden diese von der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft und deren Vorsitzender Oksana Vyhovska – tatkräftig unterstützt vom Aktionsbündnis Ukraine, in dem sich regionale Vereine, Einrichtungen und Unternehmen zusammengetan haben.
Alle vier bis sechs Wochen verlässt ein Transport den Breisgau in Richtung Kriegsgebiet – erst vor Kurzem ist wieder einer gestartet, der unter anderem ein Militärkrankenhaus in Kiew mit dringend benötigter medizinischer Ausrüstung wie Verbandsmaterial oder Desinfektionsmittel versorgte. „Wir erfüllen konkrete Wünsche. Bei der letzten Lieferung vor Kurzem waren auch Hygieneartikel, Rollstühle, Werkzeug oder Büromöbel, Tierfutter oder auch Matratzen vom Diakoniekrankenhaus dabei. Sogar ein Auto wurde gespendet, das vor Ort für Hilfslieferungen eingesetzt wird“, erklärt Achim Wiehle, einer der Initiatoren des Aktionsbündnisses Ukraine. Seine Großhandelsfirma Hyfagro dient als Anlaufstelle und Lager für die Sachspenden – dort wird von freiwilligen Helfern auch alles verpackt und verladen. Auf dem Transport ist mittlerweile keiner der Helfer aus Freiburg mehr dabei, denn die LKWs fahren nicht mehr nur bis an die Grenze, sondern mittlerweile direkt nach Kiew oder auch Charkiw, also durchs Kriegsgebiet.
„Wir stehen in engem Kontakt mit Familie, Freunden, Freiwilligen und Organisationen in der Ukraine und wissen so genau, wo welche Dinge gebraucht werden. Wenn wir eine Anfrage bekommen, schauen wir, ob wir im konkreten Fall helfen können. Oft sagen wir nur teilweise zu, weil unsere Kapazitäten leider begrenzt sind“, so Oksana Vyhovska. Aktuell würden vor Ort weiterhin dringend Medikamente, medizinische Geräte, aber auch Werkzeuge, Funkgeräte, Laptops, Powerbanks, Autos, Generatoren, Tierfutter, Süßigkeiten für die Kinder und vieles mehr benötigt.
Auch hier merkt man, dass die Hilfsbereitschaft nicht mehr so groß ist wie einst: „Viele Menschen und Firmen unterstützen die Transporte weiterhin – auch neue kommen hinzu. Aber leider sehen wir, dass es natürlich nicht so viele Hilfsangebote wie im Jahr 2022 sind. Es gibt momentan weniger Sachspenden und kaum Geldspenden.“ Das bestätigt auch Achim Wiehle: „Am Anfang hat fast jeder gesammelt. Doch viele Organisationen sind jetzt nicht mehr aktiv. Wir waren von Anfang an dabei und machen das weiterhin dank der engen Kooperation mit der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft. Es ist schade, dass das Thema etwas aus dem Fokus gerückt ist, aber das liegt natürlich auch daran, dass wir derzeit viele Krisen auf der Welt haben. Aber die Menschen vor Ort brauchen die Hilfe dringend. Und dieser Krieg findet für uns Europäer ja quasi vor unserer Haustür statt.“
Teilweise werden die Hilfslieferungen sogar kritisiert: „Mich sprechen teilweise Personen persönlich an oder über Social Media, warum man in der Ukraine und nicht hier hilft. Das hat für mich nichts miteinander zu tun, man kann ja beides machen. Dass man sich da rechtfertigen muss, das irritiert mich schon. Unser Mitarbeiter Thomas Wrobel ist drei bis vier Tage für die Deutsch-Ukrainische Gesellschaft im Einsatz und wird dann noch dafür kritisiert, das ist schon entmutigend“, so Achim Wiehle. Trotzdem will man weitermachen. Denn das Aktionsbündnis ist das größte in Südbaden, „wir haben über eine halbe Millionen Euro Spendengelder für die Ukraine gesammelt und jeder Cent kommt an“, betont Achim Wiehle.