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In Freiburg ist der Mangel an Mietwohnungen ein akutes Problem

Wer eine Wohnung in Freiburg finden möchte, braucht gute Nerven.Wer eine Wohnung in Freiburg finden möchte, braucht gute Nerven. Foto: Joers

Eine aktuelle Prognose geht davon aus, dass Freiburgs Einwohnerzahl bis zum Jahr 2045 auf 265.000 Menschen steigen soll. Die Stadt Freiburg geht von etwas niedrigeren Zahlen aus – doch der Trend ist eindeutig. Dabei haben schon heute immer mehr Menschen Probleme, ein Zuhause in der Stadt zu finden.

Ein Blick in die Mietgesuche der Kleinanzeigenportale genügt, um einen Eindruck von der Wohnmarktsituation in Freiburg zu bekommen: In einer Anzeige sucht ein „solventes Paar“ eine neue Bleibe, weil es sein bisheriges Zuhause aufgrund einer Eigenbedarfskündigung nach 23 Jahren verlassen muss. In einer anderen Annonce suchen zwei werdende Eltern mit „regelmäßigen Einkommen“ und „zukünftig zu dritt“ eine Wohnung – ein sympathisches Foto darf natürlich nicht fehlen.

Auch Markus F. (Name von der Redaktion geändert) berichtet gegenüber dieser Zeitung von seiner Odyssee auf dem Freiburger Mietwohnungsmarkt. Selbst beschreibt er sich als einen „solventen und zuverlässigen Mieter“. Wochenlang habe er Anzeigen geschaltet, für die er sich „sehr, sehr große Mühe“ gegeben habe. „Trotzdem habe ich niemals auch nur eine Antwort bekommen“, berichtet er. Nur ein einziges Mal habe es eine positive Rückmeldung von einer potentiellen Vermieterin gegeben, die ihm sogar einen Besichtigungstermin in Aussicht stellte. Aber: „Auch dieser Kontakt hat sich in Luft aufgelöst. Die Frau hat sich nie wieder gemeldet“, sagt er. Ein weiteres Problem sei das, dass es kaum Angebote gebe: „Und das was es gibt, ist teilweise so überteuert, dass selbst jemand, der ein normales Einkommen hat, sich das nicht leisten kann“, so F.

Die Lage ist „prekär“

Als „prekär“ bezeichnet Oliver Kamenisch, Geschäftsführer der Sparkassen-Immobiliengesellschaft die Situation in Freiburg. „Der Mietmarkt war schon vor zwei Jahren eng. Jetzt hat sich das nochmal verschärft: Jede Menge Mietgesuche, viele die mit Fotos werben, Hauptsache sie kommen sympathisch rüber“, so Kamenisch. Die Gründe dafür seien vielfältig, und sind vor allem im starken Zinsanstieg vor zwei Jahren zu suchen. „Ab dem Sommer 2022 kam die Sache ins Kippen. Immer weniger Leute haben sich damals eine Finanzierung aufbauen können.“ Die Verunsicherung durch das Heizungsgesetz tat ihr Übriges dazu. Doch die Interessenten, die vor zwei Jahren noch mit dem Kauf eines Eigenheims geliebäugelt haben, seien ja nicht weg. „Die Kaufinteressenten von damals sind jetzt Mietinteressenten und drängen auch noch auf den Mietmarkt.“ Es herrsche „eine Art Verdrängungswettbewerb“, so Kamenisch. Hinzu kommt: Durch den Zinsanstieg haben Immobilien gegenüber anderen Anlageformen an Attraktivität eingebüßt. Eine „blöde Situation“, so Kamenisch, denn: „Die Kapitalanleger wären diejenigen, die noch Mietraum schaffen würden.“

Und der wird dringend gebraucht. Ein weiterer Indikator: In der städtischen Notfallkartei sind aktuell 924 wohnungssuchende Haushalte gemeldet. Auf die Liste kommen aber nur Personen, die sozialwohnungsberechtigt sind und eine nicht selbst verursachte Wohnungsnot haben.

Laut einer aktuellen Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) werden 2045 in Freiburg 265.000 Menschen leben – also ein deutlicher Anstieg von den aktuell 233.000 Einwohnern. Die Statistiker der Stadt Freiburg gehen laut ihren eigenen Berechnungen zwar von geringeren Werten als dem vom BBSR vorhergesagten 14 Prozent-Anstieg aus. Doch Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag sagt dem Wochenbericht, dass es „letztlich egal“ sei, „ob es am Ende 8, 10 oder 12 Prozent sind: Klar ist, dass die Bevölkerung weiter wachsen wird“, so Haag. Deshalb sehe sich die Stadt mit dem Bau des neuen Stadtteils Dietenbach auf dem richtigen Kurs: „Ohne Dietenbach wäre es eine Katastrophe“, so Haag.

Der prognostizierte Bevölkerungsanstieg spreche laut Oliver Kamenisch für die Anziehungskraft der Stadt. Klimatische Gründe, die niedrige Arbeitslosenquote, die gute Nachfrage nach Fachkräften, die Nähe zum Dreiländereck – „das sind alles Faktoren, die die Attraktivität erhöhen.“ Aber auch er fragt sich: „Wie wirkt sich das für jeden von uns aus? Es muss ja eine Region bleiben, die für jeden bezahlbar bleibt. Für die Politik ist das eine Herausforderung.“

Starke Frauen: Kunsthalle Messmer in Riegel zeigt Kunst von Niki de Saint Phalle und mehr

Niki de Saint PhallesErstmals sind Werke Niki de Saint Phalles in der Region zu sehen. Foto: Niki Charitable Art Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn

Mit Niki de Saint Phalle, Sylvette David und Elvira Bach zeigt die Kunsthalle Messmer in Riegel bei ihrer Blockbuster-Sommerausstellung „Drei starke Frauen“ die Werke von Künstlerinnen, die sich bereits im 20. Jahrhundert intensiv mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft beschäftigt haben. Vieles von dem, was sich in ihren Werken abbildet, basiert auf eigenen Erlebnissen.

Bislang gab es noch keine Ausstellung mit Werken Niki de Saint Phalles (1930-2002) in der Region. Nun wird das unverwechselbare Oeuvre dieser Künstlerin in der Kunsthalle Messmer gezeigt. Ihre fröhlich-bunten Nanaskulpturen entstanden ab 1965 und in diesen scheinbar schwerelosen Gestaltungen mit den kleinen Köpfen und korpulenten, aber überaus vitalen Körpern feiert sie die Schönheit des weiblichen Körpers.

Nach dem Zerstörungsakt der „Schießbilder“, mit denen die Künstlerin Anfang der 1960er Jahre Furore gemacht hatte, heilte die weibliche Kraft der Nanas den sexuellen Missbrauch durch ihren Vater und die Wut über das Schweigen ihrer Mutter. In den 1960er Jahren galten Niki de Saint Phalle und ihr Ehemann Jean Tinguely als „Bonnie und Clyde“ der bildenden Kunst und ihre Werke treffen in einer Abteilung der Ausstellung aufeinander. Neben Grafiken und Buchobjekten sind mehrere Skulpturen der Künstlerin zu sehen. Zu sehen sind außerdem Werke von Sylvette David, die als Picassos Modell und Muse weltberühmt wurde. Die Ausstellung präsentiert Gemälde und Keramiken, die auf eine stille Weise den vor langer Zeit begonnenen Dialog mit Pablo Picasso fortführen.

Eine betont weibliche Sichtweise prägt das Thema von Elvira Bachs expressiver, farbstarken Malerei. Sie zeigt Frauen so, wie sie sie sich vorstellt, wünscht und erträumt: Als erotische, selbstbestimmte Diven, Grazien und Vamps. Vernissage am 28. Juni, 19 Uhr. Die Künstlerin Evira Bach wird anwesend seien. Weitere Infos unter www.kunsthallemessmer.de.

Freiburg: Supermarkt setzt nach Angriff auf Mitarbeiterinnen auf Security

Seit dem Vorfall im Nahkauf in der Sundgauallee hat der Betreiber eine Sicherheitsfirma engagiert.

Die Geschichte ist über sechs Wochen her, doch im Gespräch spürt man, wie sehr Supermarkt-Betreiber Salvatore Bitto (56) bis heute mit der Sache zu kämpfen hat: in seinem „Nahkauf“ in der Sundgauallee in Freiburg-Betzenhausen ist eine Kundin aggressiv geworden, als sie im Beisein einer Freundin und zweier Kinder nicht an einer Engstelle im Markt durchkam, weil eine Mitarbeiterin dort Regale auffüllte.

Es kam zur verbalen Auseinandersetzung, die schnell zu eskalieren drohte. Melissa Bitto (24), die Tochter des Betreibers, setzte einen Notruf bei der Polizei ab, da die Kundin sich nicht beruhigen wollte und eine aus Madagaskar stammende Angestellte Bittos rassistisch beleidigte.

Doch die Polizei kam nach Abwägung der Sache erst einmal nicht in die wenige hundert Meter vom Polizeipräsidium entfernt liegende Filiale. Stattdessen kamen drei Männer, die zwei 19 und 23 Jahre alte Angestellte Bittos nach Feierabend nahe des Supermarkts zusammen mit den beiden Kundinnen auflauerten und die beiden Mitarbeiterinnen verprügelten. Auch Bittos Sohn (24) und ein weiterer Angestellter (33) wurden angegriffen, als sie ihren Kolleginnen zur Hilfe eilten.

Erst jetzt, bei einem weiteren Notruf, reagierte die Polizei: Man sei „umgehend mit mehreren Beamten“ eingeschritten, als die körperliche Auseinandersetzung gemeldet worden sei, so Polizeisprecherin Laura Riske. Sämtliche Personalien seien aufgenommen worden. Es gebe Handyvideos, die Teile der körperlichen Übergriffen dokumentieren. Auch im Laden habe man Überwachungsvideos sichern können, allerdings ohne Ton. Die Vernehmungen der Beteiligten seien noch nicht abgeschlossen, so Riske.

Salvatore Bitto berichtet, dass seine Tochter bis heute traumatisiert sei und nur noch schlafen könne, wenn das Licht an ist. Vier seiner Beschäftigten kamen nach der Attacke ins Krankenhaus.

Hausverbot für zwei Frauen

Am schlimmsten erwischte es Bitto zufolge die 23 Jahre alte Kassiererin, die zuvor schon im Laden rassistisch beleidigt wurde: ihr wurden Haare ausgerissen, sie wurde getreten, im Gesicht verletzt und musste sich eineinhalb Wochen krankschreiben lassen. Die junge Frau aus Madagaskar sei eigentlich eine Frohnatur, berichtet Salvatore Bitto. Nun komme sie täglich zur Arbeit, um auf diese Weise mit ihrem Schock klarzukommen.

Die beiden Frauen, die den Vorfall von Zaun gebrochen haben sollen, haben ein Hausverbot in Bittos Laden erhalten. Um seine Belegschaft zu schützen, hat der Unternehmer auf eigene Kosten einen Sicherheitsdienst engagiert und einen Fahrdienst für seine Mitarbeiterinnen eingerichtet. „Die Security-Leute haben mir berichtet, dass die Angreifer schon wieder vor meinem Laden aufgetaucht sind, um zu sehen, was hier los ist.“

Wer die Tatverdächtigen sind? Dazu gebe es einige Gerüchte im Stadtteil, so Bitto: irgendwo aus Osteuropa sollen sie herkommen. In Betzenhausen wohnen sie angeblich nicht. Einer der Angreifer soll im Gefängnis gesessen haben, was aber niemand so genau wisse. Die Polizei bestätigt, dass die tatverdächtigen aggressiven Personen „in Teilen“ wegen Körperverletzungen polizeibekannt seien.

Zuletzt kam ein SPD-Stadtrat zum Gespräch über den Vorfall in seinem „Nahkauf“ vorbei. Aber machen könne der ja auch nichts, sagt Bitto. Über 40 Jahre sei er schon im Einzelhandel berufstätig. Auseinandersetzungen gebe es immer mal. Aber dass man seinen Beschäftigten auflauert und sie angreift, beleidigt und verletzt, sei neu für ihn: „So macht das Arbeiten keinen Spaß. Das war doch eine geplante Straftat!“

Er fühle sich allein gelassen, so Bitto weiter: vielleicht wäre ja alles anders gekommen, wenn die Polizei vor sechs Wochen schon beim ersten Notruf angerückt wäre und die Lage besänftigt hätte.

Bernd Peters

Auf dem Hochplateau in Crans-Montana feiert Max Brandl vom Lexware Team Platz fünf

Max Brandl beim Weltcup in Crans-MontanaIm Short Race zählte Max Brandl aus Freiburg zu den Schnellsten. Foto: Ego-Promotion / Armin M. Küstenbrück

MIt sechs Top-Ten-Platzierungen feierte das Lexware Team beim Weltcup auf dem Hochplateau in Crans-Montana seine bisher beste Weltcup-Ausbeute. Allen voran der fünfte Platz von Max Brandl im Short Race ließ aufhorchen. Im Cross-Country-Rennen allerdings stürzte der 26-Jährige heftig.

Es waren denkwürdige Rennen der Männer auf dem schwierigen Kurs in Crans Montana: Im Short Track schafften zwei Mountainbiker aus der Region den Sprung unter die Besten der Welt: Der Münstertäler Julian Schelb (Team Stop&Go Marderabwehr) erkämpfte sich sensationell den zweiten Platz und Max Brandl (Foto oben) vom Lexware Mountainbike Team sicherte sich Rang fünf. In der letzten Runde hatte der 26-Jährige aus Freiburg die Verfolgergruppe hinter Weltmeister und OIympiasieger Tom Pidcock (England) angeführt: „Das war schon ein geiles Gefühl, in der letzten Runde auf Position zwei zu liegen“, sagt Brandl, „dass ich dann noch von drei Konkurrenten überholt wurde, ist auf jeden Fall zu verkraften“.
Favoritenstürze in SerieNicht ganz so gut lief es für Brandl auf Cross-Country-Strecke.

Der Mountainbiker aus Freiburg übte sogar deutliche Kritik an dem Kurs, der im kommenden Jahr Schauplatz der WM-Titelkämpfe sein wird. Die Strecke glich fahrtechnisch einem Roulettespiel. Die Allerbesten stürzten: Pidcock einmal, der zehnmalige Weltmeister Nino Schurter (Schweiz) zweimal. „Diese Strecke hat keinen technischen Anspruch. Viele Passagen sind einfach nur gefährlich und verlangen Mut“, kritisiert Brandl. Auch ihn selbst erwischte es heftig: : „Im Rockgarden gab es vier Linienoptionen, A, B, C und D. B war die schnellste, hatte aber einen Grat, auf dem man fahren musste und davon bin ich abgekommen“, erzählt der 26-Jährige aus Freiburg. Eine Chance zu reagieren, eventuell zu bremsen, hatte er nicht mehr. Max stürzte, der Einschlag sei heftig gewesen, das Kinn anschließend blutig, ein Zahn gebrochen. Mit einem Pressverband am Kinn und reichlich Schmerzmittel im Körper machte sich der deutsche Doppelmeister des Vorjahres auf die Heimreise nach Freiburg, wo er sich in der Uniklinik das Kinn nähen lassen wollte.

Info: Der nächste Mountainbike-Weltcup wird vom 5. bis 7. Juli in Les Gets in Hoch-Savoyen ausgetragen

Feuer in Freiburger Panorama-Hotel

Nach einem Feuer im Freiburger Panorama-Hotel am Sonntagnachmittag gibt es fünf Verletzte und einen Schaden in Millionenhöhe: Das Feuer war gegen 15.40 Uhr wohl im Heizungskeller ausgebrochen. Fünf Mitarbeiter, die versuchten, das Feuer zu löschen, wurden bei den Löscharbeiten verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Das Hotel wurde evakuiert und bleibt vorerst geschlossen. Grund für den Brand könnte nach ersten Erkenntnissen ein technischer Defekt am Blockkraftwerk im Heizungskeller sein.

Als Fußball-Fan im Stadion: Ex-SC Freiburg Trainer Christian Streich fiebert bei der EM mit

Christian Streich macht ein Foto mit Fußballfans Streich macht ein FoEntdeckt: Ex-SC-Trainer Christian Streich hat beim EM-Spiel gegen die Schweiz in der Fankurve mitgefiebert. Da freuten sich einige sichtlich über ein Erinnerungsfoto. Foto: Picture Alliance/DPA/Christian Charisius

Den kennen wir doch, dachten sich da einige Fußballfans und nutzten gleich die Gelegenheit, ein Erinnerungsfoto mit Ex-SC-Trainer Christian Streich zu schießen. Nach seinem Abschied war es ruhig um den ehemaligen Trainer des SC Freiburg geworden – vermutlich hat er sich erstmal Zeit für einen schönen Urlaub genommen.

Aber ohne Fußball geht es bei ihm auch nicht. Im Frankfurter Stadion verfolgte er das Spiel der deutschen Elf gegen die Schweiz. Im Unterrang hatte sich Christian Streich unter die Fans gemischt, war sogar Teil der Choreographie und schwenkte vor dem Anpfiff wie die anderen eine große Fahne. Das hat ein Stadionbesucher auf einem Video festgehalten (siehe unten) und nun wird der 58-Jährige auf TikTok und Co. gefeiert. „So bodenständig dieser Mann. Ist kein VIP, sondern steht bei uns“ oder „Er sieht richtig erholt und glücklich aus! Genießen Sie den Ruhestand, Herr Streich“, kommentierten die User.

Carsharing gibt es in Freiburg jetzt auch für spontane Nutzer

Neues Carsharing-Angebot in FreiburgDas neue Carsharing-Angebot der Grünen Flotte nennt sich „flott“ und funktioniert via App. Foto: Meyer

In Freiburg gibt es seit vergangener Woche ein neues Carsharing- Angebot: Nutzerinnen und Nutzer können ein Fahrzeug ausleihen ohne es wieder zu einer festen Station zurückzubringen. Das Prinzip ist so spontan und einfach wie bei den allseits bekannten E-Scootern.

Carsharing in Freiburg stand bislang dafür, Autos an festen Stationen abzuholen und sie auch genau dorthin wieder zurückzubringen. Das ändert sich nun. Der Anbieter Grüne Flotte ergänzt sein Angebot ab sofort mit 13 sogenannten „Freefloating“ Fahrzeugen und nennt das Angebot flott. Baubürgermeister Martin Haag erklärte dazu die simple Formel: „Die Fahrzeuge stehen irgendwo und können auch irgendwo wieder abgestellt werden.“

Flott ist eine Ergänzung zum stationsbasierten Carsharing. Innerhalb des Geschäftsgebiets – dem inneren Stadtgebiet von Freiburg – stehen die flott-Fahrzeuge auf öffentlichen Parkplätzen und in den Bewohnerparkzonen frei für kurze und spontane Fahrten zur Verfügung. Die flott-Fahrzeuge können direkt über die App oder mit der Zugangskarte geöffnet werden. Alternativ ist das verfügbare Fahrzeug eine Stunde im Voraus zu reservieren. Ein Endzeitpunkt ist zunächst nicht anzugeben. Die maximale Nutzungszeit beträgt 12 Stunden. Ab dem Zeitpunkt der Fahrzeugentriegelung wird jede angefangene Stunde und die Summe der gefahrenen Kilometer nach der bekannten Tarifkategorie M berechnet. Das Prinzip ist dem der E-Scooter sehr ähnlich. Zu Fahrtende müssen die Fahrzeuge innerhalb des Geschäftsgebiets abgestellt werden (One-Way-Fahrten sind möglich). Beendet ist die Buchung, sobald das Fahrzeug innerhalb des Geschäftsgebiets ordnungsgemäß geparkt und via App oder der Zugangskarte verschlossen wurde. Geparkt werden darf in allen Bewohnerparkgebieten der Stadt Freiburg.

Die flott-Fahrzeugflotte besteht aus weißen Toyota Aygo X mit einer grünen “flott“-Aufschrift an den Seiten. In der Grüne Flotte App lassen sich die Autos mithilfe der neuen “flott“-Positionsmarker finden. Diese geben den genauen Live-Standort der Fahrzeuge in der Karte an. Sofern ein Nutzer ein verfügbares flott-Fahrzeug auf der Straße entdeckt, kann er dieses auch direkt mit der Grüne Flotte Karte oder der App öffnen und die Fahrt beginnt.

Freiburg spielt beim Carsharing ganz vorne mit

„Wir sehen flott als intelligente Ergänzung zum stationsbasierten Carsharing“, sagt Jonas Schmid, verantwortlich für Geschäftsfeldentwicklung und Strategie bei der Grünen Flotte. Seine Firma wolle ein niederschwelliges Angebot liefern, auch für Neueinsteiger, um mit dem Carsharing vertraut zu werden. Bürgermeister Martin Haag, der bei der Präsentation am Donnerstag vor Ort war, erklärte stolz, dass Freiburg beim Thema Carsharing auf die Einwohnerzahl gerechnet, deutschlandweit ganz vorne mitspiele. Der Bereich erfahre einen starken Boom. „Das ist in der Mobilität in Freiburg eine relevante Größe und Ausdruck eines sich verändernden Mobilitätsverhaltens“, so Haag.

In größeren Städten gebe es ein Freefloating-Angebot schon länger. „Wir sind gespannt, wie das in Freiburg angenommen wird“, so Haag. Bei entsprechender Nachfrage werde das Angebot in Zukunft erweitert, versprach Jonas Schmid. Haag und Schmid gehen davon aus, dass das bisherige Flotten-Prinzip auch in Zukunft am stärksten nachgefragt werde, da es einen Vorteil biete: Stationsbasiertes Carsharing bietet durch die Reservierungsmöglichkeit und die festen Standorte mehr Verlässlichkeit.

Sicher sei, dass das Gesamtangebot weiter ausgebaut werde. Die Nachfrage wachse sehr stark. Aktuell zählt die Grüne Flotte 31.000 Nutzer bei über 520 Fahrzeugen – Tendenz steigend. Das Prinzip: Ohne Monats- und Grundgebühr und inkl. Kraftstoff bzw. Ladestrom bezahlt man nur, was man auch wirklich fährt.

Bunte Party-Parade: Ausgelassene Stimmung und ausgefallene Outfits beim Freiburger CSD

Besucher des CSD Engelsgleich trotzte dieses Trio dem Regen beim Christopher Street Day am Samstag. Foto: Janos Ruf

Party-Parade war der Freiburger Christopher Street Day auch in diesem Jahr. Mehr als 12.000 Besucher setzten am Samstag in der Innenstadt ein farbenfrohes Zeichen für Toleranz. Das Motto lautete in diesem Jahr „Aus die Maus – Sendeschluss für rechte Hetze.“ Jede Menge Glitzer, Regenbogenfahnen sowie kreative und knallige Outfits durften hier nicht fehlen.

Von der Drag Queens in pompösen Kleidern bis hin zu himmlischen Gestalten – mit Engelsflügeln und Sonnenkronen – hier gab es wieder viel zu sehen. Zu Techno-Beats wurde gefeiert – da störte auch der leichte Regen nicht. Neben viel nackter Haut waren daher dieses Mal ebenfalls viele bunte Schirme angesagt, als die Menge durch die Stadt zog. Dabei waren neben Bürgermeister Ulrich von Kirchbach sogar CSD-Urgesteine wie Stefanie Rappe oder Dominique Schirmer, die 1989 den ersten CSD in Freiburg organisiert haben.

Auffällig, in knalligen Farben und extravagant – das ist beim CSD für viele ein Muss. Foto: Janos Ruf
Aufgrund des Schmuddelwetters durften bunte Schirme nicht fehlen – die Stimmung war bei der queeren Community trotzdem bestens. Foto: Janos Ruf
Die Power-Percussion-Gruppe Brasilikum sorgte für den passenden Sound Foto: Janos Ruf

Neu im Kino: „A Quiet Place: Tag Eins“ – Das Prequel des Horror-Hits zeigt, wie die Alien-Invasion alles verändert

In New York bricht das Chaos ausIn New York bricht Chaos aus, als flammende Meteoriten die Stadt treffen. Auch Sam (Lupita Nyong’o, gelbe Jacke) versucht sich und ihre Katze in Sicherheit zu bringen – nicht ahnend, welche Folgen dieser Tag für die gesamte Menschheit haben wird. Foto: Paramount Pictures

In den „A Quiet Place“-Filmen machen Monster in einer postapokalyptischen Welt Jagd auf Menschen. Sie orientieren sich ausschließlich über ihr Gehör: wer laute Geräusche macht, stirbt. Das spannungsgeladene Prequel des Horror-Hits erzählt, wie die Alien-Invasion begann und wie es auf der Erde totenstill wurde.

Als über New York plötzlich flammende Meteoriten vom Himmel fallen, bricht das blanke Chaos aus. Die Menschen in der Stadt geraten in Panik – und diese wird noch größer, als gefährliche Monster auftauchen, die sie brutal angreifen und töten. Der erste Tag der Apokalypse hat begonnen, die die Welt für immer verändern wird. Mittendrin steckt eine junge Frau namens Sam (Lupita Nyong’o), die alles tun muss, um zu überleben, während die Stadt um sie herum in Chaos und Zerstörung versinkt. Bei Eric (Joseph Quinn) findet sie zunächst Unterschlupf und muss sich schon bald in der neuen Welt zurecht finden, in der eine Totenstille herrscht und jedes Geräusch tödlich sein kann. Im Sequel der Horror-Erfolge „A Quiet Place 1 und 2“ stehen statt der Familie Abbott neue Charaktere im Mittelpunkt, die versuchen, den Monstern zu entkommen.

Neben Oscar-Preisträgerin Lupita Nyong’o („Black Panther: Wakanda Forever“) sind Joseph Quinn („Stranger Things“), Alex Wolff („Oppenheimer“) und Djimon Hounsou („A Quiet Place 2“) in den Hauptrollen zu sehen.

John Krasinski („Jack Ryan“) landete mit „A Quiet Place“ einen Überraschungshit – der Film spielte stolze 340 Millionen Dollar ein und bekam sehr gute Bewertungen (Score von 96 Prozent bei Rotten Tomatoes), auch der zweite Teil konnte an den Erfolg anknüpfen. Regie führte dieses Mal Michael Sarnoski („Pig“), der zusammen mit John Krasinski auch das Drehbuch schrieb. (fwb)

Mann schlägt PKW-Fahrerin durch offenes Autofenster

Ein Rollerfahrer hat eine Autofahrerin geschlagen – die Polizei sucht Zeugen.

Am 24. Juni, zwischen 11.30 Uhr und 12 Uhr soll ein Rollerfahrer durch das geöffnete Fenster auf eine im Auto sitzende Frau eingeschlagen haben. Der Vorfall ereignete sich im Bereich Malteserordensstraße in St. Georgen. Anschließend setzte der Tatverdächtige seine Fahrt fort. Die Frau wurde leicht verletzt.

Zeugen werden gebeten, sich tagsüber beim Polizeiposten Freiburg St. Georgen, 07 61/ 12 01 71 40 oder rund um die Uhr unter 07 61 /8 82-44 21 zu melden.