Die AfD scheitert mit einem Eilantrag gegen Oberbürgermeister Martin Horn. Foto: Joers
Per Eilantrag wollte der AfD-Kreisverband verhindern, dass Freiburgs OB Horn den Aufruf „keine Stimme den Rechtsextremisten!“ vor der Kommunalwahl wiederholt. Das Verwaltungsgericht Freiburg schmetterte die Klage nun ab.
Die AfD hatte argumentiert, Martin Horn verstoße gegen seine Pflicht zu parteipolitischer Neutralität und Sachlichkeit. Sie bezog sich dabei auf einen Beitrag auf dem Instagram-Kanal des Oberbürgermeisters vom 11. Januar, der ein Zitat aus seiner Rede beim städtischen Neujahrsempfang enthielt. Dort hatte Horn gesagt: „Keine Stimme den Rechtsextremisten! Sie zerstören unsere Demokratie. Mein großer Wunsch für 2024 – mehr Miteinander und ein klarer Wahlsieger: Unsere Demokratie“.
Die AfD hatte als Folge dessen Horn dazu aufgefordert, eine Unterlassungserklärung abzugeben. Daraufhin löschte das Social-Media-Team der Stadtverwaltung Freiburg umgehend einen Passus aus allen betreffenden Online-Beiträgen, in dem es hieß: „Wir sehen gerade den Aufstieg einer Partei, die der Verfassungsschutz in Teilen als gesichert rechtsextremistisch einstuft“.
Wegen dieses indirekten Bezugs zur AfD hatte der Kreisverband außerdem einen Eilantrag eingereicht. Damit wollte sie OB Horn verbieten, im Vorfeld der Kommunal- und Europawahlen am 9. Juni dazu aufzurufen, „keine Stimme den Rechtsextremisten zu geben“ , wenn sich dieser Aufruf explizit gegen die AfD richte. Mit diesem Eilantrag aber ist die AfD nun vor dem Verwaltungsgericht Freiburg gescheitert.
Stadt Freiburg hatte die beanstandete Formulierung unverzüglich gelöscht
Zur Begründung führt das Gericht aus, die „begehrte gerichtliche einstweilige Anordnung der Unterlassung setze die Gefahr eines zukünftigen rechtswidrigen Eingriffs in die Rechte der Partei voraus“. Nach der umfassenden Würdigung sämtlicher Umstände des Einzelfalls lasse sich jedoch nicht mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit feststellen, dass eine Verletzung des staatlichen Neutralitäts- und Sachlichkeitsgebots zu Lasten der AfD durch die Stadt Freiburg drohe, so das Urteil. Denn die Stadt habe im gerichtlichen Verfahren verbindlich erklärt, sich nicht erneut in einer vom Unterlassungsbegehren umfassten Weise zu äußern, begründet das Verwaltungsgericht. Die Stadt habe in einer Stellungnahme gegenüber dem Gericht eingeräumt, mit der beanstandeten Formulierung auf die AfD Bezug genommen zu haben, und mitgeteilt, einen entsprechenden Aufruf nicht mehr unter Bezugnahme auf bestimmte Parteien – sei es direkt oder indirekt – zu tätigen.
Gegen eine erneute ähnliche Aussage von OB Horn, so das Verwaltungsgericht, spreche auch, dass die indirekte Bezugnahme auf die AfD unverzüglich nach der Unterlassensaufforderung von den Social-Media-Plattformen der Stadt gelöscht worden sei. Der AfD-Kreisverband sei durch die Ablehnung des vorbeugenden, in die Zukunft gerichteten vorläufigen Rechtsschutzes auch nicht rechtsschutzlos gestellt, urteil das Gericht. Die AfD könne die Rechtmäßigkeit der getätigten Äußerung nachträglich im Klageweg vor dem Verwaltungsgericht überprüfen lassen.
Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. Der AfD-Kreisverband kann binnen zwei Wochen Beschwerde vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim einlegen.
EHC-Trainer (links) Timo Saarikoski wird kommende Saison ohne Topscorer Parker Bowles planen müssen. Foto: Detlef Berger
Mit dem 29-jährigen Parker Bowles geben die Wölfe Freiburg den ersten Abgang nach der DEL2-Saison 2023/24 bekannt. Der EHC Freiburg und der Angreifer konnten sich nach abschließenden Gesprächen leider nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen. Stattdessen wird sich Bowles mit dem EC Bad Nauheim einem Ligakonkurrenten anschließen. Der Eishockeyclub aus Hessen gab Bowles Verpflichtung heute bekannt: „Wir haben uns schon früh um Parker bemüht“, sagte EC-Geschäftsführer Andreas Ortwein
Nach Stationen in der Oberliga und Norwegen lotsten die Wölfe Freiburg den in Kanada geborenen Stürmer vor der Saison nach Freiburg in die DEL2, wo er von Anfang an seine Qualität eindrucksvoll unter Beweis stellte. Mit 1.12 Punkten pro Spiel war er nach Eero Elo der zweitbeste Angreifer im Kader des EHC Freiburg. Mit 56 Scorerpunkten (31 Tore und 25 Vorlagen) schaffte er es zum fünftbesten Topscorer der aktuellen DEL-2-Saison.
Viermal samstags heißt es für den SC Freiburg an den letzten vier Spieltagen der laufenden Saison. Foto: Detlef Berger
Wann genau finden die letzten vier Bundesligaspiele des SC Freiburg? Auf diese Frage gibt es durch die zeitgenauen Ansetzungen durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) nun eine Antwort.
Der SC Freiburg darf an den letzten vier Spieltagen der laufenden Bundesligasaison jeweils an einem Samstag ran. Das ergab die zeitgenaue Ansetzung durch die DFL für die Spieltag 31 bis 34. Somit finden die Heimspiele des Sport-Club gegen den VfL Wolfsburg und gegen den 1. FC Heidenheim jeweils am Samstag um 15.30 Uhr statt. Damit findet auch das letzte Heimspiel von Christian Streich als SC-Trainer an einem Samstag statt.
Das Auswärtsspiel beim 1. FC Köln am 32. Spieltag wird am Samstagabend um 18.30 Uhr angepfiffen. Am letzten Spieltag sind die Freiburger auswärts beim 1. FC Union Berlin gefordert. Alle Partien des letzten Spieltags finden zeitgleich am Samstag um 15.30 Uhr statt.
Clean-Up-Days und Müllsammelaktionen hatten zuletzt nichts gebracht – daher prüft die Stadt nun eine Verpackungssteuer nach Tübinger Vorbild.
Einwegverpackungen sollen unattraktiver werden. Eine Idee nach Tübinger Vorbild, dies zu bewirken, möchte die Stadt Freiburg nun prüfen. Bereits vor fünf Jahren wurde zum ersten mal eine Verpackungssteuer gefordert, die Grünen brachten damals einen Antrag in den Gemeinderat ein. Sie soll Müll reduzieren. Ob diese überhaupt rechtens ist, darin sind sich die Gerichte noch uneinig.
Als erste Stadt führte Tübingen Anfang 2022 die Verpackungssteuer ein. In der Stadt werden seither 50 Cent für Einweggeschirr und Einwegverpackungen sowie 20 Cent für Einwegbesteck fällig. Die Inhaberin einer McDonalds-Filiale jedoch klagte, Tübingen unterlag vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, bevor das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig der Stadt Recht gab – die Klägerin legte Verfassungsbeschwerde ein.
Da in diesem Fall bisher keine Rechtssicherheit gegeben ist, schlägt die Stadt vor, Rückstellungen aus den Einnahmen zu bilden – dies war auch schon bei der Bettensteuer der Fall gewesen.
Dass eine Steuer für Einwegverpackungen her muss, darin sind sich Stadt und große Teile des Gemeinderats einig: Mehrwegalternativen und Aufräumaktionen sowie verschärfte Bußgelder hatten bisher nichts gebracht. Die Vermüllung beeinträchtigt dabei nicht nur das Stadtbild, sondern zieht auch unerwünschte tierische Besucher an – zuletzt hatte es aufgrund von Vermüllung in den Stadtteilen Probleme mit Ratten gegeben.
Am Samstagnachmittag, 16. März, kollidierte im Bereich Binzengrün gegen 15.05 Uhr eine Straßenbahn mit einer 30-jährigen E-Scooter-Fahrerin. Offenbar missachtete die Rollerfahrerin ein Rotlicht und stieß beim Queren des Schienenbereichs mit der ordnungsgemäß herannahenden Straßenbahn zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die E-Scooter-Fahrerin einige Meter in Fahrtrichtung der Bahn weggeschleudert. Der E-Scooter blieb unter der Straßenbahn liegen. Die Scooter-Fahrerin trug schwere Verletzungen davon, auch ein Fahrgast in der Bahn wurde durch die Gefahrenbremsung leicht verletzt. Der E-Scooter hatte keine gültige Versicherung. Die Verkehrspolizei Freiburg hat den Unfall aufgenommen und sucht Zeugen des Unfalls unter der Telefonnummer 0761-882-3100.
Übergabe des symbolischen Spendenschecks in den Räumen der Sparkasse, v.l.n.r.: Marc Winsheimer, Leiter Gesellschaftliches Engagement der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, Horst Hoffmann, Schatzmeister, und Chiara Platten, Geschäftsführerin Kinderschutzbunds sowie Alexander Jacobs, Bereichsleiter Vorstandsstab der Sparkasse. Foto: Privat
Spende zum 50. Jubiläum des Kinderschutzbundes: Die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau unterstützt den Kinderschutzbund Freiburg / Breisgau-Hochschwarzwald mit einer großzügigen Spende von 5.000 Euro.
Seit 1974 setzt sich der Kinderschutzbund in Freiburg unermüdlich für Kinder, Jugendliche und Familien ein. Neben bewährten Angeboten wie dem begleiteten Umgang, Familien- und Integrationspatenschaften sowie Telefonberatungen für Kinder, Jugendliche und Eltern liegt dem Kinderschutzbund die Beratung von Organisationen, Kitas und Schulen in Schutzkonzepten besonders am Herzen.
Alexander Jacobs, Bereichsleiter des Vorstandsstabs der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, betont die langjährige Tradition der Sparkasse, positive Entwicklungen in der Region zu fördern.
„Das gesellschaftliche Engagement ist ein integraler Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Besonders am Herzen liegen uns die Bedürfnisse und Anliegen von Kindern.“ Daher freut sich die Sparkasse, mit ihrer erneuten Spende zur langfristigen Sicherung der Schutzkonzeptberatung des Kinderschutzbundes beizutragen.
Gruppenbild bei der feierlichen Eröffnung im Obergeschoss der Schwarzwald City: Henner Wieschmann (Mitte), seit 15 Jahren Geschäftsführer im neuen MediaMarkt Freiburg-City (früher Saturn), mit Andreas Schneider (links, Leiter Verkauf) und Kai Dahm (rechts, Business-Analyst). Foto: Joers
Der frühere Saturn in der Freiburger Schwarzwald City ist nach einer Modernisierung am Donnerstag als MediaMark neueröffnet worden. Auf die Kunden warten viele Eröffnungsangebote und ein modern gestaltetes Shoppingerlebnis.
Sechs Wochen dauerte die Umbauphase, an deren Ende aus dem bisherigen Saturn der neue MediaMarkt Freiburg-City wurde. Am Donnerstag war die große Neueröffnung, bei der Geschäftsführer Henner Wieschmann und sein Team pünktlich zur Markteröffnung um 10 Uhr das rote Band durchschnitten. „Unser wichtigstes Ziel ist es, unseren Kundinnen und Kunden das bestmögliche Einkaufserlebnis in einer modernen, angenehmen Shopping-Atmosphäre zu bieten“, sagt Wieschmann.
„Tolle Eröffnungsangebote“Heller und luftiger sei alles geworden, auch durch weniger und insgesamt niedrigere Regale. Der letzte Umbau liege inzwischen sieben Jahre zurück. „Unser Sortiment hat sich seitdem stark verändert“, sagt Wieschmann und verspricht: „Tolle Eröffnungsangebote halten wir natürlich ebenfalls bereit.“ Dass im Zuge der jetzigen Renovierung aus dem Saturn ein MediaMarkt wurde, sei in Folge einer ausführlichen Umfeld- und Marktanalyse entschieden worden.
Die Kunden können Technik in den neuen Experience-Zonen erleben, zum Beispiel im Gaming- oder im Kleinelektro-Bereich. Auch Großelektro-Geräte lassen sich im MediaMarkt bequem einkaufen und nach Hause liefern. Gut zu wissen: Reparatur- oder Serviceaufträge sowie Garantiefälle, die noch im ehemaligen Saturn bearbeitet worden, übernimmt selbstverständlich auch der neue MediaMarkt.
„Danke für einen herausragenden Trainerjob. Umso mehr freuen wir uns jetzt auf die noch verbleibenden Spiele in dieser Saison!“, postete Rathaus-Chef Martin Horn. Foto: Instagram/martinhornfrbg
SC-Fans mussten am Montag ganz stark sein, denn Trainer-Ikone Christian Streich hat tatsächlich seinen Abschied bekanntgegeben. Nach 29 Jahren beim SC ist Schluss – und da wurden nicht nur einige ehemalige Weggefährten emotional. „Danke für alles, lieber Christian Streich! Danke für einen herausragenden Trainerjob. Und Danke für eine stets klare Haltung: für unsere Demokratie. Danke für die letzten 12 Jahre. Umso mehr freuen wir uns jetzt auf die noch verbleibenden Spiele in dieser Saison! Alles Gute“, postete beispielsweise Rathaus-Chef Martin Horn in den sozialen Netzwerken.
„Ich sage Danke und verneige mich. Mit Christian Streich geht ein Mensch, der einen kleinen Verein zu einem großen machte. Der den SC Freiburg auf ein neues Level gehievt hat. Er ist praktisch der SC. Somit ist es eine Zäsur für den Verein. Eine große Lücke, riesige Fußstapfen, die der Verein nun mit Bedacht neu besetzen wird“, so Ex-SC-Stürmer Nils Petersen. „Legende! Danke für alles“, kommentierte auch Ex-Freiburg-Kicker Daniel Caligiuri.
„29 Jahre in einem Klub sind eine unglaublich lange Zeit. Ich bin dankbar dafür, Christian Streich in einigen Spielen begegnet zu sein, jede dieser Begegnungen war von enormer gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Dass er sich jetzt entschieden hat, nach der Saison aufzuhören, ist sehr schade, aber gleichzeitig in diesem fordernden Job auch absolut verständlich. Für seine Zukunft und die gemeinsame Zeit mit der Familie wünsche ich Christian von Herzen alles Gute“, reagierte Xabi Alonso, Trainer von Bayer Leverkusen auf das Streich-Aus. „Das ist ein Riesenverlust für die Bundesliga“, sagte Nationalspieler Robin Koch. „Ich glaube schon, dass ganz Deutschland ein bisschen traurig ist, dass er aufhört“.
Streich und Alonso20.03.2024, FWB – FREIBURGPRIVAT: Das ist sehr schade. Ich bin dankbar dafür, Christian Streich in einigen Spielen begegnet zu sein, so Leverkusen-Trainer Xabi Alonso (li.) hier ein Schnappschuss der beiden Trainer vom Spiel am Sonntag.
Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann huldigte die Leistungen des Freiburg-Trainers: „Mit Christian Streich geht nicht nur ein sehr erfolgreicher und prägender Trainer des SC Freiburg, sondern auch eine beeindruckende Persönlichkeit. Mit seinem klaren Kompass, seiner Offenheit und seiner menschlichen Art ist er auch weit über den Sport hinaus ein großartiger Botschafter für unser Land. Solche Typen braucht es gerade mehr denn je.“ Jetzt können wir gespannt sein, wer in Streichs große Fußstapfen tritt. Immerhin bleibt uns der Kult-Trainer noch bis zum Ende der Saison erhalten, da wird das letzte Heimspiel ein großes Abschiedsfest!
Auch von Ministerpräsident Winfried Kretschmann gab’s Lob zum Abschied – der überreichte dem SC-Trainer vergangenes Jahr sogar den Verdienstorden des Landes. Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg
Verrückte Hühner
Bekannt geworden ist er mit seinen witzigen Hühnerzeichnungen. Mehr als 80 Arbeiten von Cartoonist Peter Gaymann, der aus Freiburg stammt, werden aktuell im Europa-Park gezeigt. Weil die Ausstellung bei den Besuchern so gut ankommt, wird diese nun verlängert. Unter dem Motto „Da lachen ja die Hühner“ sind seine Werke nun bis Ende April zu sehen. Bei der Eröffnung war der Künstler persönlich dabei, da er ein Europa-Park-Fan ist schaut er ja vielleicht nochmal vorbei?
Peter Gaymanns Werke sind noch länger im Europa-Park zu sehen. Foto: Europa-Park
Bahars Comeback
Dank Songs wie „Hot Summer“ ist die Popband „Monrose“ vielen auch heute noch ein Begriff. 2006 feierten Bahar Kizil und ihre Bandkolleginnen den Durchbruch, jetzt wagt die Freiburgerin mit ihrem neuen Song „They said“ das Comeback. Dabei ermutigt Bahar Frauen, sich nicht von den Fesseln der Vorurteile und Klischees einschränken zu lassen. Ihre Fans sind begeistert – vielleicht startet sie musikalisch ja nochmal richtig durch!
Bahar Kizil hat einen neuen Song rausgebracht. Foto: Sarah Engel
Unsere neue Homepage: Aktuelle Inhalte, klare Strukturen und ein benutzerfreundliches Layout – und rechts finden User mit einem Klick zur PDF-Ausgabe des aktuellen Freiburger Wochenberichts.
Kompletter Relaunch der Homepage – Nutzerfreundlich alles auf einen Blick: www.freiburger-wochenbericht.de
Alles neu beim Online-Auftritt des Freiburger Wochenberichts: Ab heute erstrahlt die Homepage unserer Zeitung in neuem Glanz. Moderner, übersichtlicher und für alle Endgeräte optimiert. So sieht jeder User eine für ihn leserfreundliche Darstellung aller Inhalte. Beim Relaunch von www.freiburger-wochenbericht.de gehörte die Benutzerfreundlichkeit zu den Hauptanliegen.
Sie, liebe Leserinnen und Leser, können ganz bequem einzelne Artikel zu Themen aus Freiburg in den bekannten Ressorts lesen, sich die gesamte Ausgabe als PDF runterladen, das sich bequem durchblättern und vergrößern lässt, erhalten kostenlosen Zugang zu unserem Archiv und dürfen gerne Fragen an die Redaktion senden. Selbstverständlich können Sie auch mit wenigen Klicks Kleinanzeigen schalten und finden einen Überblick über alle Ansprechpartner, wenn es beispielsweise um größere Anzeigen, Sonderveröffentlichungen zu Firmenjubiläen oder Beilagen – auch in Kooperation mit anderen Zeitungen im Medienverbund Oberrhein (Gesamtauflage 305.000) – geht.
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So fieberte Freiburg bei der Fußball-WM 2014 mit. Foto: Thomas Kunz
Getrübte EM-Vorfreude: Das Konzept stand, doch Stadt lehnte gemeinsames Fußballgucken im Freiburger Eschholzpark ab
Deutschland hofft auf ein neues Sommermärchen. Das sportliche Großereignis Fußball EM der Männer wird vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in der Bundesrepublik ausgetragen. Eigentlich ein perfekter Anlass, um auch in Freiburg ein Fanfest steigen zu lassen – doch das wird es nicht geben.
Die Vorfreude steigt langsam: die offiziellen DFB-Trikots sind raus und in den kommenden Tagen bestreitet die Nationalmannschaft zwei wichtige Testspiele gegen Frankreich und die Niederlande. Die Bundesregierung zählt auf ihrer Homepage derweil elf Gründe auf, sich auf das Großereignis, die erste Europameisterschaft im wiedervereinigten Deutschland, zu freuen: Einer der Gründe „Weil zusammen gucken und Gruppen-Jubel Gemeinschafts-Endorphine freisetzt“. Darüber ist ein Foto von Fahnen schwenkenden Fans beim Public Viewing. Vergangene Woche hatte die Bundesregierung angekündigt, dass Public Viewing und anschließende Fan-Feste bis in die Nacht ermöglicht werden sollen.
In Freiburg wird man von solchen Großevents – außer über TV-Bilder – wenig mitbekommen. Das Rathaus hatte einem Public Viewing im Eschholzpark bereits im vergangenem Jahr frühzeitig eine Absage erteilt. Im Gemeinderat fand sich keine Mehrheit für ein solches Fanfest. Im Bauausschuss pochte man darauf, dass der Eschholzpark eine wichtige Freifläche sei, die nicht wochenlang belegt werden könne. Auch die nach dem Event fällige Erneuerung von Teilen der Rasenfläche, die mehrere Wochen in Anspruch genommen hätte, wollte man in den Sommermonaten vermeiden. Auch der Bürgerverein Stühlinger sprach sich gegen ein Public Viewing aus. Viele Anwohner befürchteten Lärmbelästigung.
Christoph Römmler, Chef von Karoevents ist sich sicher, dass man eine solche Veranstaltung bewerkstelligen hätte können, so dass sie für alle verträglich gewesen wäre. Der erfahrene Event-Manager wollte alle Spiele mit deutscher Beteiligung – das wären maximal sieben Stück – im Eschholzpark zeigen. Das Konzept: Zwei Stunden vor Anpfiff wäre die Public-Viewing-Zone geöffnet worden, es hätte Bewirtung und ein Warmup-Programm mit Freiburger Bands gegeben und zeitnah nach dem Spiel wäre das Public-Viewing-Gelände geschlossen worden. Kalkuliert hatte Römmler mit 5.000 bis 6.000 Fans. Wirtschaftlich, so das Kalkül, hätte der Standort funktioniert. Vergleichbare Flächen gäbe es in der Stadt leider nicht.
„Wir hatten wirklich großes Interesse in Freiburg ein Public Viewing zu veranstalten“, erklärt Römmler gegenüber dem Wochenbericht. Zwar seien die Zeiten der ganz großen Public Viewing-Parties außerhalb der offiziellen Fanmeilen vorbei, als auch in Freiburg 20.000 Fans zu einem solchen Event gekommen wären. „Aber ein kompaktes Format mit bis 6.000 Fans hätte auf jeden Fall funktioniert“, so Römmler, der fest davon überzeugt ist, dass sobald der Ball rollt, das EM-Fieber im Land entfacht wird.
„Im Eschholzpark hätte es perfekt gepasst, weil er zentral liegt und Atmosphäre hat. Eine große Fläche wie die Messe würde in dem Format nicht funktionieren. Da draußen auf dem Schotterplatz kommt bei kleineren Events schnell eine zugige und anonyme Atmosphäre auf. So viel Deko kannst du gar nicht aufstellen, um das stimmungsvoll zu gestalten“, sagt der Event-Profi. „Wir hatten sehr viele Vorschläge gemacht, wie eine solche Veranstaltung im Eschholzpark reibungslos und verträglich funktionieren könnte, leider gab es mit dem Rathaus keine Gespräche mehr. Das Interesse schien mir äußerst verhalten“, so Römmler. So werden die Freiburger auf Kneipen und Fußballgrillabende ausweichen müssen.