Der Galeria-Konzern betreibt in Freiburg zwei Filialen: Die Ex-Karstadt-Filiale am Europaplatz (im Bild) und den Ex-Kaufhof am Bertoldsbrunnen. Foto: Joers
Aufatmen im Freiburger Einzelhandel: Die beiden Galeria-Kaufhäuser in der Kaiser-Joseph-Straße bleiben erhalten. Das wurde am Samstag bekannt.Deutschlandweit schließt der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof 16 seiner 92 Filialen.
Gute Nachrichten für die Innenstadt: Freiburg ist nicht auf der Schließungsliste, die Galeria Karstadt Kaufhof am Samstag verschickt hat. Wie der Galeria-Konzern am Samstagmorgen in einer Pressemitteilung bestätigte, schließt der Warenhauskonzern deutschlandweit 16 der 92 Filialen. Der Standort Freiburg gehört nicht dazu. „Wir haben für den Erhalt jeder einzelnen Filiale hart verhandelt. Nicht nur im Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch im Hinblick auf lebendige Innenstädte“, wird Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus in der Galeria-Mitteilung zitiert. „Jede der fortzuführenden Filialen muss das Potenzial haben, bereits heute oder in absehbarer Zeit die notwendige Profitabilität zu erzielen“, heißt es darin weiter.
Freiburg ist mit der früheren Kaufhof-Filiale am Bertoldsbrunnen und dem Ex-Karstadt am Europaplatz einer der wenigen Galeria-Doppelstandorte des Konzerns. Außer in Freiburg gibt es nur noch in Münster und Trier Doppelstandorte. In beiden Freiburger Kaufhäusern arbeiten jeweils rund 200 Menschen. Beide Freiburger Häuser hätten zuletzt schwarze Zahlen geschrieben, wie die Geschäftsführer in einem Interview mit der Badischen Zeitung bestätigt hatten.
Unter den Galeria-Kaufhäusern, die schließen müssen, sind allein drei in Berlin. Insgesamt 1.400 der 12.800 Arbeitsstellen sollen gestrichen werden, allein 450 in der Zentrale in Essen. Betroffen sind diese Filialen:
Augsburg
Berlin Ringcenter
Berlin Spandau
Berlin Tempelhof
Chemnitz
Essen
Köln Breite Straße
Leonberg
Mainz
Mannheim
Oldenburg
Potsdam
Regensburg Neupfarrplatz
Trier Fleischstraße
Wesel
Würzburg
Endgültig ist die Schließungsliste aber wohl noch nicht. Auf der Liste seien auch Filialen gesetzt, über die noch verhandelt werde, heißt es.
Veranstaltungstipps aus Freiburg und der Region. Foto: FWB/Pixabay
Konzerte, Theater, Flohmarkt: Was ist los in Freiburg in den nächsten Tagen? Unsere Kurzübersicht zeigt sieben Termine für die kommende Woche.
•• Comedy: Zum ersten Mal ist Stand-up Comedian Alex Stoldt mit seinem Programm und viel norddeutschem Humor am 2. Mai im Vorderhaus zu Gast. Das Solodebüt des Stand-up Comedians beschäftigt sich mit seinen Problemen und der Frage, wie lang man einen Witz durchziehen kann. Tickets unter vorderhaus.de
•• Konzert: Am 28. April findet um 19 Uhr das Konzert des John Sheppard Ensembles in der Kirche St. Urban in Herdern (Hauptstraße 39) statt. Anlässlich des 200. Geburtstages von Anton Bruckner führt der Chor Werke des Komponisten für vier- bis achtstimmigen Chor a cappella, Orgel und drei Posaunen auf. Tickets bei Reservix und an der Abendkasse.
••Flohmarkt: Am 28. April findet der achte Quartiersflohmarkt in Littenweiler statt. 9 bis 16 Uhr zwischen Endhaltestelle Laßbergstraße und dem Bahnhof Littenweiler. Ausweichtermin bei schlechtem Wetter ist der 12. Mai.
•• Vortrag: Zu einem Vortrag der Biologin Vera Leinert über das Projekt „Dunkelkorridore im Siedlungsbereich“ am 29. April, 15 Uhr lädt das Regierungspräsidium ein. Die Veranstaltung ist kostenlos und beginnt um 15 Uhr (Bissierstraße 7). Bis zum 30. April ist im RP auch die Wanderausstellung „Verlust der Nacht“ zu sehen.
•• Lesung: Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus lädt am Donnerstag, 25. April, um 19 Uhr zu einer Lesung mit Thomas Meyer aus seiner Biografie über Hannah Arendt ein. Die Veranstaltung findet im Peterhofkeller, Niemensstraße 10, statt. Die Biografie bietet einen neuen Blick auf das revolutionäre Denken der Philosophin. Eintritt 10/8 Euro.
•• Kunst: Am Freitag, 26. April um 18 Uhr findet im Centre Culturel Français die Vernissage der Fotoausstellung „Die ukrainischen Karpaten, ein Zufluchtsort in Zeiten des Krieges“ von Augustin Campos statt. Das Fotoprojekt entstand, als der Krieg nach dem Einmarsch Russlands wütete. Eintritt frei. Infos: ccf-fr.de.
•• Musical: „Heute Abend Lola Blau“ von Georg Kreisler, das durch die jüngere Geschichte mit Flüchtlingsströmen und Fremdenhass neue Aktualität gewonnen hat, wird am 28. April um 19 Uhr im Wallgraben Theater zu sehen sein. Infos unter www.wallgraben-theater.com.
Feierlich wurde der neue Coaster eingeweiht, Besucher können die Achterbahn-Neuheit ab morgen erleben. Foto: Europa-Park
Auf dieses Highlight haben viele Achterbahn-Fans sehnsüchtig gewartet: am Mittwoch hat der Europa-Park seinen neuen Coaster „Voltron Nevara“ bei einem Pressetermin offiziell eröffnet. Ab morgen können dann alle Parkbesucher mit der neuen Achterbahn fahren.
Ein Rekord jagt den nächsten
Die Achterbahn bricht gleich mehrere Rekorde: Adrenalinjunkies erleben 2,2 Sekunden Schwerelosigkeit am Stück sowie den steilsten Launch der Welt von 105 Grad, mit dem man gleich zu Beginn der Fahrt nach oben katapultiert wird. „Das ist der steilste Abschuss aller Zeiten, das hat noch keiner gewagt“, sagte Projektleiter und Achterbahnentwickler Patrick Marx bei der Eröffnung.
Auch wenn das Wetter bei der Eröffnung teilweise nicht mitspielte, ließen sich die Achterbahnfans den Fahrspaß nicht entgehen. Foto: Schuh
Rasant geht es durch die engen Kurven. Foto: Schuh
Die 14. Achterbahn des Europa-Park beschleunigt gleich vier Mal auf bis zu 90 Stundenkilometer pro Stunde – so viel wie keine andere in Europa – davon einmal rückwärts. Sie ist knapp 1,4 Kilometer lang mit sieben Überschlägen und hat die meisten Über-Kopf-Elemente weltweit. Daher sind die Parkbetreiber natürlich mächtig stolz auf ihr neuestes Werk: „Voltron Nevera bietet ein intensives und unvergleichliches Fahrerlebnis, das weltweit einzigartig ist. Wir freuen uns auf die vielen nationalen und internationalen Gäste, die zusammen mit ihren Familien und Freunden unsere Achterbahn-Neuheit in diesem Jahr erleben werden“, so Europa-Park-Inhaber Roland Mack. 1.600 Besucher pro Stunde werden das Action-Highlight fahren können – pro Tag soll die Bahn bis 20.000 Menschen befördern.
Tipps für die erste Fahrt
Wer sich auf die neue Achterbahn wagen will, für den haben die Macks noch den einen oder anderen Tipp parat. „Man sollte sie lieber auf nüchternen Magen fahren und einmal am Tag reicht“, empfiehlt Michael Mack. Und: Wer auf den vollen Adrenalinkick steht, sollte außen sitzen, diese Plätze „sind nochmal 30 bis 40 Prozent härter“ als der Rest. Fahren kann man die Bahn ab acht Jahren und 1,30 Meter Körpergröße.
Die Achterbahn im Selbstversuch
Das riesige Gebäude mit dem „Voltron“-Eingang ist imposant, als es in Richtung Achterbahn geht. Schon der Wartebereich wirkt „elektrisierend“, durch den Raum zucken Lichtblitze. Der Wagen steht bereit, nur die Mutigsten wagen sich nach ganz vorne oder auf die äußeren Plätzen. Ich wähle zur Sicherheit lieber einen in der Mitte. Kurz bevor es losgeht, wird einem schon ein wenig mulmig, die Nervosität steigt, war das wirklich eine gute Idee, sich hier rein zu wagen? Aber um sich darüber mit Herzklopfen Gedanken zu machen, bleibt nicht viel Zeit. Die Bahn rollt los und die Tore des dunklen Gebäude öffnen sich.
Der plötzliche Start senkrecht in die Höhe raubt einem den Atem. Auf der rasanten Fahrt jagt ein Highlight das nächste. Durch enge Kurven und über Kopf rast die Bahn über die Schienen, da hilft es nur noch, die Anspannung rauszuschreien, so wie die anderen Fahrgäste auch. Trotzdem ist die Fahrt ruhig, die Übergänge gehen nahtlos ineinander über. Plötzlich kommen wir auf einer Plattform zum Halt. War es das? Von wegen – rückwärts geht es bergauf und die zweite Runde beginnt. Nicht weniger schnell, schon längst hat man das Gefühl für Raum und Zeit verloren und fühlt sich schwerelos, während der Coaster weiter brettert.
Das Fazit: Adrenalingeladen und begeistert, mit etwas wackligen Beinen, ist der erste Gedanke: gleich noch eine Runde? Die neue Bahn ist der Hammer, noch besser als mein bisheriger Favorit Silver Star. Für Achterbahn-Fans wie mich ein Muss.
Während der Fahrt geht das Gefühl von Raum und Zeit schnell verloren. Foto: Schuh
Ausflug nach Kroatien
Rund zehn Jahre mussten Fans auf eine neue Großachterbahn warten, nach zwei Jahren Bauzeit entstand diese neben dem Themenbereich Griechenland. Entwickelt wurde der innovative Coaster von Mack Rides in Waldkirch, investiert wurde ein zweistelliger Millionenbetrag. Selbst Konkurrenten wie Universal oder Disney sind schon auf die neue Attraktion aufmerksam geworden und könnten sich vorstellen, diese zu übernehmen. Der knapp 1,4 Kilometer lange Coaster ist das Herzstück des neuen kroatischen Themenbereichs – die Geschichte dreht sich um den im heutigen Kroatien geborenen Wissenschaftler und Erfinder Nikola Tesla.
Zur Eröffnung gab’s eine Pyro- und Farbshow. Foto: Schuh
Groß war die Freude bei der Parkinhaber-Familie Mack. Foto: Europa-Park
Wie es ist, in der neuen Achterbahn zu sitzen, seht ihr hier in dem Onride-Video des Parks:
Der großen Europa Park Darts Gala am Samstag, 4, Mai, folgt einen Tag später ein spektakuläres Charity Poker Event mit Stars wie Gabriel Clemens oder Ex-SC-Stürmer Max Kruse. Foto: Zac Goodwin / DPA
Premiere: Am 5. Mai findet im Europa-Park eine großes Charity Poker Event im Rahmen der Darts Gala mit reichlich Prominenz – unter anderem Ex-SC-Freiburg-Spieler Max Kruse und der deutsche Darts-Star Gabriel Clemens haben sich angekündigt.
Der legendäre Alexandra Palace in London ist zum Jahreswechsel traditionell die Heimat der Darts Weltmeisterschaft, wo Legenden wie Phil „The Power“ Taylor, Raymond „Barney“ van Barneveld oder Michael „MvG“ van Gerwen als Champions unsterblich wurden. Im Finale im Januar warfen dort Luke Humphries und der damals erst 16-Jährige Luke Littler, 180er um die Wette, mit dem besseren Ende für den Weltranglistenersten Humphries. Erstmalig waren auch fünf Deutsche bei der WM am Start, von denen es vier in Runde drei schafften. Darunter auch Gabriel Clemens, den es im Mai an den Pokertischen in Rust zu schlagen gilt – nicht mit Doubles und Triples, aber vielleicht mit Paaren und Drillingen! Weitere WM-Teilnehmer werden mit Gerwyn Price, Jonny Clayton oder Stephen Bunting bei „Darts meets Poker“ am Start sein. Wer es tief in die Preise schafft, hat die Chance auf einen VIP-Platz bei einer der legendären Darts Galas, wo man die Champions nicht nur in Aktion sehen, sondern im Rahmen eines Meet & Greets auch hautnah erleben kann.
Auf all diejenigen, die ihr Augenmerk vermehrt auf das Spiel mit den Karten richten, wartet ebenfalls viel Poker im Preispool und -Prominenz an den Tischen. So gibt es z.B. ein Pokercoaching-Wochenende mit Jan Heitmann im Grand Casino Asch zu gewinnen. Der erfolgreiche Pokerstar und Coach zahlreicher Promis wird sich im Europa-Park Rust mit den Teilnehmern messen. Ebenfalls ins Turniergeschehen wird Team-Europameister- und -Weltmeister-Coach Stephan M. Kalhamer eingreifen.
Attraktive Preise
Im Poker-Charity-Turnier treffen die Teilnehmer an den Pokertischen auf spannende Promis, unter anderem auf international bekannte Fußball-Profis. Neben dem ehemaligen Nationalspieler Max Kruse, der mittlerweile als Poker-Experte ein WSOPE Bracelet sein Eigen nennen kann, wird auch Fußball-Europameister Thomas Helmer den Ball gegen die Pokerkarten tauschen. Und auch bei den Preisen sind die besten Fußball-Clubs vertreten, die Deutschland zu bieten hat: Es gibt Logentickets für ein Heimspiel des FC Bayern München in der Allianz-Arena zu gewinnen. Und beim neuen deutschen Fußball-Meister Bayer 04 Leverkusen wird ein ganzes Fußballwochenende ausgespielt.
Der Europa-Park Rust wird nicht nur Gastgeber des Turniers „Darts x Poker“ sein, sondern auch mit einem Wochenende für die ganze Familie im Europark unter den Preisen vertreten sein. In dem Freezeout Pokerturnier beträgt das Startgeld 200 Euro, das zu 100 Prozent an die Charities Förderverein Inklusion e.V., Santa Isabel e.V. und Einfach Helfen e.V. geht. Der Startplatz kann über die zugehörige Event-Seite der PDC Europe gebucht werden. Elf Stunden Spielzeit, inklusive zweier Pausen, sind für das Multi Table Turnier angesetzt, und natürlich werden die Promis für Autogramme, Fotos oder die ein oder andere Bad Beat Story zur Verfügung stehen. Wer aus dem Freezeout Turnier ausscheiden sollte, kann sich in den Side Events mit den Promis messen: Entweder am Dartboard im „Darts Showcase“ oder in einem der „Sit ’n’ Gos“, die parallel zum Main Event starten. .
Bis zum Start am 5. Mai um 10 Uhr wird noch der ein oder andere prominente Gast angekündigt werden. Und auch Überraschungsgäste sollen unter den Spielern sein. Um kein Update von „Darts meets Poker“ zu verpassen, empfiehlt es sich den Social Media Kanälen des Veranstalters HAPEK auf Instagram (@hapek_akademie), Facebook (HAPEK.Akademie) und X/Twitter (@DartsXPoker) zu folgen.
Gut gepflegte Bonanza-Räder sind Raritäten: Oliver Hähner, Holger Leipprand, Thorsten Leucht und Diddy Haberstroh (von links) fuhren die Strecke schon einmal Probe. Fotos: Subculture Urban Media
„Free Wheelie“ heißt der 1. Vintage Bike Ride Out Freiburg, bei dem sich am 1. Mai alles um die Liebe für kultige Drahtesel dreht. Die Ausfahrt auf Retro-Bikes wie Bonanza, BMX & Co. startet im Freiburger Stadtgarten.
Um Zweirad-Nostalgie und „die Liebe zu schönen Dingen“, sagt Clemens Langela, geht es beim 1. Vintage Bike Ride Out Freiburg am 1. Mai. Denn was in München seit fünf Jahren funktioniert, das hat in Freiburg noch gefehlt: Das dachten sich Langela, dessen Zwillingsbruder und ein weiterer, sehr guter Freund der beiden, die nun gemeinsam mit Thorsten Leucht von der Freiburger Kreativagentur Subculture und dessen Frau die Ausfahrt organisieren.
Radelnd auf den Spuren der Kindheit
„Wir sind alle so zwischen 50 und 60 Jahre alt und haben schon als kleine Jungs Bonanza-Räder gefahren. Irgendwann haben wir wieder angefangen, die Teile zu suchen, sie gefunden, restauriert und jetzt fahren wir auch damit“, erzählt Langela, der sich mit seinen Mitstreitern schon seit über 30 Jahren mit alten Autos, Motorrädern und jetzt eben auch Fahrrädern beschäftigt und hier deutschlandweit vernetzt ist. Zwischen 400 und 2.500 Euro müsse man für ein gut gepflegtes Bonanza-Rad zahlen, sagt Langela, auch die Ersatzteilsuche sei nicht einfach. Vor zwei Jahren haben sie dann ihre eigene „Crew“ gegründet, die sich „The Bellboys TWC“ nennt – „alles mit einem Augenzwinkern“, so Langela. Als sie damit im vergangenen Jahr beim Rideout in München mitfuhren, war das die letzte Initialzündung, um auch in Freiburg solch ein Liebhaber-Event auf die Beine zu stellen.
Auf schön restaurierten Räderns geht es am 1. Mai durch das Stadtgebiet. Foto: The Bellboys TWC
Die kostenfreie Nonprofit-Tour startet am 1. Mai um 11 Uhr beim Café Marcel im Stadtgarten. Von dort geht es zehn Kilometer durchs Freiburger Stadtgebiet mit diversen Gastro-Zwischenstopps. „Am Ende küren wir das schönste Bike, das coolste Outfit und die krasseste Bremsspur“, sagte Langela. Teilnehmen darf, wer möchte – nur ein Vintage-Bike sollte man haben: Alles ist willkommen, vom Bonanza, BMX, Fatbike bis hin zum Stahlrahmen-Rennrad, „die gerade bei Studenten sehr beliebt sind“, sagt Langela: „Auch den einen oder anderen Fuchsschwanz wird man mit Sicherheit sehen.“
Gelungener Saisonauftakt: Beim Purple Bowl im Seepark gab’s für die Sieger aus Freiburg am Ende einen Wanderpokal als Lohn. Foto: FT / Angelina Koß
Die Sacristans-Footballer der FT 1844 Freiburg haben ihr Auftaktspiel in der Dritten Liga Südwest gewonnen. Im Freiburger Seeparkstadion besiegten sie die Gäste aus Reutlingen.
Beim sogenannten „Purple Bowl“ trafen am Sonntag mit Gastgeber Freiburg und dem SVV Reutlingen die beiden Mannschaften aufeinander, die die Farbe lila in ihren Vereinsfarben tragen. Und das Freiburger Team um Headcoach Gray Levy war es auch, welches das Auftaktspiel der Dritten Liga Südwest für sich entscheiden konnte. Der Enstand im Freiburger Seepark lautete 27:21 aus Freiburger Sicht.
Rund 700 Zuschauer verfolgten die Partie laut Vereinsangaben im Seeparkstadion, wohin das Spiel aufgrund der Großbaustelle im FT-Sportpark verlegt worden war. Weitere 100 neugierige Zaungäste sahen den Footballern von außerhalb des Stadions zu.
Schon früh im Spiel kämpfte sich Freiburgs Runningback Kolja Schmitt durch die gegnerische Verteidigung und erzielte dabei konstant großen Raumgewinn. Nur selten musste FT-Quarterback Luca Schler überhaupt einen Pass einstreuen. So gelang Schmitt der erste Touchdown und das 7:0 (Extrapunkt Ryan Augier). Auch die Freiburger Verteidigung war wachsam: Defensive Lineman Nic Siebert schnappte sich einen fallengelassenen Ball der Reutlinger und trug ihn für einen weiteren Touchdown zurück (14:0, Extrapunkt Augier). Im zweiten Viertel verkürzte Reutlingen: Quarterback Mike Danowski gelang durch einen verkürzten Pass der erste Touchdown mit anschließender Two-Point-Conversion zum 14:8. In die Pause ging es sogar mit einer 14:15-Führung der Gäste – Reutlingens Wide Receiver Carl Sigloch hatte es in die Endzone nach Pass von Danowski geschafft.
In der zweiten Hälfte war es erneut Schmitt, der die Freiburger Führung zum 20:15 (Extrapunkt nicht gut) wieder herstellte. Beim anschließenden Kickoff überraschten die Sacristans mit einem Trickspielzug und ergatterten den Ball selbst, anstatt ihn den Reutlingern zu überlassen. Davon beschwingt, erlief Runningback Kamara den Touchdown zum 27:15 (Extrapunkt Augier). Am Ende gelang den Eagles noch der Anschluss-Touchdown durch Fullback Luis List (27:21). Doch den Gästen blieb danach nicht mehr genug Zeit für einen weiteren Angriff.
FT-Headcoach Gray Levy von den Freiburger Sacristans. Foto: Jochen Kern / FT
Headcoach Gray Levy zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit dem Resultat: „Es fühlt sich toll an. Reutlingen hat viel Qualität und wir mussten viel dafür tun, um sie zu schlagen.“ Es sei zwar nur das erste von insgesamt zehn Saisonspielen, „so dass wir weiter hart an uns arbeiten müssen“. Der Sieg gegen das gut organisierte Reutlinger Team sei aber nicht ohne Bedeutung: „Das Spiel zeigt, dass wir Potential haben und ein wirklich gutes Team sein können“, so der US-Amerikaner, der bereits in seine dritte Saison als Cheftrainer der FT geht, den Verein nach der Saison aber verlassen und endgültig in die USA zurückkehren wird.
Ihre nächste Partie – ebenfalls ein Heimspiel – tragen die FT-Footballer am Sonntag, 12. Mai (15.30 Uhr) gegen Holzgerlingen aus. Dann allerdings wieder wie gewohnt im FT-Sportpark im Freiburger Osten.
Wähhrend der Bauphase wurde entschieden die Säuglings-Intensivstation in den Klinikneubau in der Breisacher Straße zu verlegen. Foto: Joers
Die Kinderklinik des Universitätsklinikum ist fast fertig – doch drum herum gibt es Uneinigkeit zwischen der Uniklinik und dem St. Josefskrankenhaus. In Zukunft soll das Josefskrankenhaus nicht nur auf die hauseigene Kinderklinik St. Hedwig verzichten, sondern auch die Neonatologie soll von einem Versorgungszentrum der Stufe zwei auf Stufe vier herabgesetzt werden – ohne vertragliche Grundlage, wie das Klinikum behauptet.
Dass Freiburg eine neue Kinderklinik benötige, sei unumstritten, so Bärbel Basters-Hoffmann, Leiterin der Geburtshilfe im Josefskrankenhaus. Auch, dass zwei Kinderkliniken zu viel seien, leuchte ein – dies war Kritikpunkt des Wirtschaftssozialministeriums, als die Uniklinik vor zehn Jahren den Neubau beantragt hatte.
Damit dieser bewilligt werden konnte, musste das Josefskrankenhaus seinen Versorgungsauftrag an die Uniklinik abgeben: Dies wurde auch vertraglich so geregelt. Ein Teilbereich der Neonatologie mit zehn Neugeborenenbetten auf Level-2-Niveau sollte jedoch im Josefskrankenhaus verbleiben, sagt Bärbel Basters-Hoffmann. „Eine ordentliche Kündigung dieser Vereinbarung ist wechselseitig ausgeschlossen“, so Basters-Hoffmann.
Dies ist für das Klinikum zentral: „Wir haben eine große Geburtshilfe, die in diesem Maße nur betrieben werden kann, wenn wir auch die Neonatologie dabeihaben“, sagt Basters-Hoffmann. Auf den Vorschlag, nur noch die zehn Betten der Neonatologie zu behalten, sei man „vernünftigerweise eingegangen, statt auf den Weiterbetrieb der Kinderklinik St. Hedwig zu bestehen.“
Das Problem: genaue Modalitäten mussten noch ausgehandelt werden. Hier hätten sich die Geschäftsführungen im Dezember auf einen Vertrag geeinigt – und hier gehen auch die Darstellungen auseinander. Das Josefskrankehaus habe den Vertragsentwurf zu spät zurückgeschickt, bemängelt das Uniklinikum laut Bärbel Basters-Hoffmann, dem jedoch keine Frist vorliege.
Schon heute würden fast alle Risiko-Geburten des Level 2 in Freiburg am Universitätsklinikum erfolgen, so Pressesprecher der Uniklinik Benjamin Waschow schriftlich auf Anfrage. Und: „Die Zusammenführung der Neonatologie in der neuen Kinder- und Jugendklinik des Universitätsklinikums Freiburg an einem Ort stärkt die medizinische Versorgung in der Region.“ Basters-Hoffmann hingegen widerspricht: „Die bestmögliche Versorgung ist nicht die Zentralisation“, sagt sie. „Das mag stimmen für Hüften und Schlaganfälle, aber nicht für die Geburtshilfe außerhalb des Level-1-Niveaus.“ Sie befürchtet Bindungs- und Stillprobleme, da Mütter nicht mit ihren Kindern verlegt werden können. Wer nach der Geburt eine Kinderklinik braucht oder will, müsse in Zukunft in die Uniklinik.
Von Seiten der Uniklinik sehe man kein Kapazitätsproblem. „Der zu erwartende Zuwachs an Geburten am Universitätsklinikum Freiburg durch die vollständige Übernahme von Risikogeburten kann aufgrund einer guten Ausstattung in Sachen Personal, Infrastruktur und Räumlichkeiten jederzeit adäquat versorgt werden“, so Waschow. Die Sicherheit von Schwangeren und Kindern sei jederzeit gewährleistet.
Weniger die Sicherheit, als viel mehr die Wahlmöglichkeit und die Nähe von Mutter und Kind direkt nach der Geburt stehen für Basters-Hoffmann im Vordergrund: „Nie und nimmer können alle Mütter zu den Kindern, die in der Uniklinik ankommen, untergebracht werden“, sagt die Leiterin der Geburtshilfe. Dies sei das eigentliche Problem. Möglich sei ein Kompromiss, sodass das Josefskrankenhaus zu einem Versorgungszentrum Level 3 herabgestuft werden könnte: Dann können Frühgeborene ab der 33. Woche behandelt werden, statt wie bisher ab der 29. „Dann brauchen wir aber eine 24-Stunden- Präsenz eines Kinderarztes“, sagt Basters-Hoffmann: Ein Kompromiss, zu dem sich auch das Universitätsklinikum bereiterklären würde.
Bedeuten würde das für das Josefskrankenhaus: Keine Geburten in Beckenendlage mehr, keine Frühchen unter 1.500 Gramm Geburtsgewicht, keine Geburten von deformierten Säuglingen. Die ganz schweren Fälle wolle sie ja gar nicht, sagt Basters-Hoffmann: Nur etwas aufwändigere Geburten, für die man im Nachhinein einen Kinderarzt benötige, möchte sie weiterhin betreuen.
In den kommenden Tagen werden in Freiburg sechs neue stationäre Blitzer aufgestellt. Archivfoto: kaz
Temposünder, aufgepasst: In Freiburg werden sechs neue stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen aufgestellt. Grund dafür ist ein Gemeinderatsbeschluss aus dem vergangenen Jahr. Die Standorte verteilen sich quer über das Stadtgebiet.
Laut Angaben der Stadt Freiburg werden die neuen stationären Blitzer in den kommenden Tagen sukzessive aufgestellt und in Betrieb genommen. Hintergrund der Maßnahme ist ein Beschluss des Freiburger Gemeinderats, durch den im vergangenen Jahr im Rahmen der Beratungen zum Doppelhaushalt 2023/24 die Aufstellung der zusätzlichen stationärer Anlagen auf den Weg gebracht wurde.
Die Standorte der insgesamt sechs neuen Anlagen sind:
• an beiden Ortseinfahrten in der Schauinslandstraße in Günterstal
• in der Schwarzwaldstraße in Ebnet stadteinwärts
• in der Merzhauserstraße stadtauswärts vor der Montessori-Schule
• in der Lorettostraße bei der Lorettoschule
• an der Granadaallee an der Einmündung zur Suwonallee.
„Diese neuen Geschwindigkeitsmessanlagen machen wir bewusst öffentlich, damit sich die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer darauf einstellen und die Geschwindigkeit entsprechend anpassen können“, sagte Ordnungsbürgermeister Stefan Breiter. Die Stadt habe diese Standorte ausgewählt, um die Verkehrssicherheit bei Schulen und auf den Hauptzufahrtsstraßen in den Ortschaften sowie auf der verkehrsintensiven Grandaallee zu erhöhen.
Im vergangenen Jahr hat die Stadt durch stationäre Blitzeranlagen rund 7 Millionen Euro eingenommen, weitere knapp 2,5 Millionen Euro durch die Aufstellung mobiler Blitzer. Bislang sind in Freiburg 21 festinstallierte Anlagen gleichzeitig im Einsatz.
Los geht es in Freiburg, aber wohin führt die Tramprally? Das halten die Organisatoren Alexander Tsertsvadze und Paul Hußlein bis zum Start geheim. Foto: Privat
Für ihn ist es Abenteuer, Nervenkitzel und jedes Mal eine neue, spannende Erfahrung. Alexander Tsertsvadze ist selbst leidenschaftlicher Tramper und einer der Organisatoren der Rally. Was die Teilnehmer erwartet, erzählt er im Gespräch mit Saskia Schuh.
Herr Tsertsvadze, warum organisieren Sie eine Tramprally?
Alexander Tsertsvadze: Die gibt es schon seit 2008, doch seit der Corona-Pandemie hat sie pausiert. Das war für Paul Hußlein und mich der Anlass, das Ganze wieder aufleben zu lassen. Wir und der Verein Abgefahren e.V. wollen Menschen eine Veranstaltung bieten, um gemeinsam Erfahrungen zu sammeln. Es stellt für viele neue, aber auch langjährige Tramper, eine spannende Überwindung dar. Umso motivierter ist man dann, wenn ein Auto anhält und die Reise weitergeht. Das Trampen garantiert Abenteuer, Nervenkitzel, Gemeinschaft und man lernt mit jeder neuen Fahrt die unterschiedlichsten Menschen kennen. Für viele wird es sogar die erste Fahrt per Anhalter sein.
Wie läuft das ab?
Tsertsvadze: Am 11. Mai starten wir um 9 Uhr am Rathausplatz in Freiburg. Das Ziel ist vorab geheim und wird erst hier bekanntgegeben. Dann heißt es Daumen raus und rein ins Abenteuer. Das Rennen endet bei einem Campingplatz mit einer kleinen Preisverleihung. Dabei werden beispielsweise die ausgezeichnet, welche am schnellsten oder langsamsten waren, welche die meisten oder wenigsten Autos benötigt haben und mehr. Auch mit einem außergewöhnlichen Fortbewegungsmittel kann man punkten – beispielsweise wurde letztes Jahr bei einem Tramprennen in der Schweiz jemand in einem Traktor mitgenommen. Nach der Rally können die Teilnehmer dann in gemütlicher Runde Erfahrungen austauschen, das nächste Abenteuer planen und sich zu vernetzen.
Wie kann man mitmachen?
Tsertsvadze: Das Mitmachen ist ganz einfach, man muss nur auf tramprally.de gehen und sich anmelden. Wir kommen schon das dritte Mal nach Freiburg, hier sind die Leute sehr offen für so eine Veranstaltung. Bisher sind sechs Teams dabei und wir haben einige einzelne Anmeldungen. Eine Startgebühr gibt es nicht und die Teilnehmer müssen sich keine Sorgen machen. Falls etwas nicht klappt und man strandet, haben wir ein Notfallauto, sodass jeder am Ziel ankommt.
Sind Sie leidenschaftliche Tramper?
Tsertsvadze: Paul trampt schon seit 2017 leidenschaftlich gerne und hat so schon rund 57.000 Kilometer zurückgelegt. Ich habe das letztes Jahr mit ihm ausprobiert und bin seitdem begeistert davon und plane für dieses Jahr auch schon mehrere Trips. Ich finde es faszinierend, dass man auf so viele verschiedene Menschen trifft – vom Schichtarbeiter bis hin zum Bundestagsabgeordneten. Man muss auch nicht lange warten, bis jemand anhält, bei mir waren das bisher maximal 20 Minuten. Ich habe bisher ausschließlich gute Erfahrungen gemacht. Manchmal fährt man nicht nur mit, sondern wird von einer Familie sogar zum Essen eingeladen oder bekommt eine private Stadtführung – das haben wir schon erlebt. Wir wollen unsere Begeisterung anderen näher bringen und glauben, dass viele Leute daran genauso viel Spaß haben wie wir.
Liegt Trampen noch im Trend?
Tsertsvadze: In Deutschland sieht man das tatsächlich nicht mehr so oft. Das liegt vermutlich daran, dass es mittlerweile auch andere sehr günstige Möglichkeiten zum Reisen gibt. Da ist die Abenteuerlust ein wenig verloren gegangen – das wollen wir ändern. Das war für uns auch ein Anlass, die Rally zu organisieren.
Die Kinderklinik des Universitätsklinikum ist fast fertig – doch drum herum gibt es Uneinigkeit zwischen der Uniklinik und dem St. Josefskrankenhaus. In Zukunft soll das Josefskrankenhaus nicht nur auf die hauseigene Kinderklinik St. Hedwig verzichten, sondern auch die Neonatologie soll von einem Versorgungszentrum der Stufe zwei auf Stufe vier herabgesetzt werden – ohne vertragliche Grundlage, wie das Klinikum behauptet.
Dass Freiburg eine neue Kinderklinik benötige, sei unumstritten, so Bärbel Basters-Hoffmann, Leiterin der Geburtshilfe im Josefskrankenhaus. Auch, dass zwei Kinderkliniken zu viel seien, leuchte ein – dies war Kritikpunkt des Wirtschaftssozialministeriums, als die Uniklinik vor zehn Jahren den Neubau beantragt hatte.
Damit dieser bewilligt werden konnte, musste das Josefskrankenhaus seinen Versorgungsauftrag an die Uniklinik abgeben: Dies wurde auch vertraglich so geregelt. Ein Teilbereich der Neonatologie mit zehn Neugeborenenbetten auf Level-2-Niveau sollte jedoch im Josefskrankenhaus verbleiben, sagt Bärbel Basters-Hoffmann. „Eine ordentliche Kündigung dieser Vereinbarung ist wechselseitig ausgeschlossen“, so Basters-Hoffmann.
Dies ist für das Klinikum zentral: „Wir haben eine große Geburtshilfe, die in diesem Maße nur betrieben werden kann, wenn wir auch die Neonatologie dabeihaben“, sagt Basters-Hoffmann. Auf den Vorschlag, nur noch die zehn Betten der Neonatologie zu behalten, sei man „vernünftigerweise eingegangen, statt auf den Weiterbetrieb der Kinderklinik St. Hedwig zu bestehen.“
Das Problem: genaue Modalitäten mussten noch ausgehandelt werden. Hier hätten sich die Geschäftsführungen im Dezember auf einen Vertrag geeinigt – und hier gehen auch die Darstellungen auseinander. Das Josefskrankehaus habe den Vertragsentwurf zu spät zurückgeschickt, bemängelt das Uniklinikum laut Bärbel Basters-Hoffmann, dem jedoch keine Frist vorliege.
Schon heute würden fast alle Risiko-Geburten des Level 2 in Freiburg am Universitätsklinikum erfolgen, so Pressesprecher der Uniklinik Benjamin Waschow schriftlich auf Anfrage. Und: „Die Zusammenführung der Neonatologie in der neuen Kinder- und Jugendklinik des Universitätsklinikums Freiburg an einem Ort stärkt die medizinische Versorgung in der Region.“
„Die bestmögliche Versorgung ist nicht die Zentralisation“
Basters-Hoffmann hingegen widerspricht: „Die bestmögliche Versorgung ist nicht die Zentralisation“, sagt sie. „Das mag stimmen für Hüften und Schlaganfälle, aber nicht für die Geburtshilfe außerhalb des Level-1-Niveaus.“
Sie befürchtet Bindungs- und Stillprobleme, da Mütter nicht mit ihren Kindern verlegt werden können. Wer nach der Geburt eine Kinderklinik braucht oder will, müsse in Zukunft in die Uniklinik.
Von Seiten der Uniklinik sehe man kein Kapazitätsproblem. „Der zu erwartende Zuwachs an Geburten am Universitätsklinikum Freiburg durch die vollständige Übernahme von Risikogeburten kann aufgrund einer guten Ausstattung in Sachen Personal, Infrastruktur und Räumlichkeiten jederzeit adäquat versorgt werden“, so Waschow. Die Sicherheit von Schwangeren und Kindern sei jederzeit gewährleistet.
Weniger die Sicherheit, als viel mehr die Wahlmöglichkeit und die Nähe von Mutter und Kind direkt nach der Geburt stehen für Basters-Hoffmann im Vordergrund: „Nie und nimmer können alle Mütter zu den Kindern, die in der Uniklinik ankommen, untergebracht werden“, sagt die Leiterin der Geburtshilfe.
Dies sei das eigentliche Problem. Möglich sei ein Kompromiss, sodass das Josefskrankenhaus zu einem Versorgungszentrum Level 3 herabgestuft werden könnte: Dann können Frühgeborene ab der 33. Woche behandelt werden, statt wie bisher ab der 29. „Dann brauchen wir aber eine 24-Stunden- Präsenz eines Kinderarztes“, sagt Basters-Hoffmann: Ein Kompromiss, zu dem sich auch das Universitätsklinikum bereiterklären würde.
Bedeuten würde das für das Josefskrankenhaus: Keine Geburten in Beckenendlage mehr, keine Frühchen unter 1.500 Gramm Geburtsgewicht, keine Geburten von deformierten Säuglingen. Die ganz schweren Fälle wolle sie ja gar nicht, sagt Basters-Hoffmann: Nur etwas aufwändigere Geburten, für die man im Nachhinein einen Kinderarzt benötige, möchte sie weiterhin betreuen.