Entlang der Schillerstraße stehen Bauarbeiten auf der B31 an. Foto: Joers
Am kommenden Montag startet die Stadt Freiburg mit der Modernisierung eines Kanals in der Schillerstraße. In dieser Zeit wird die B31 an dieser Stelle zeitweise nur einspurig befahrbar sein.
Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg (ESE) beginnt am Montag, 27. Januar, mit der Sanierung eines Abwasserkanals in der Schillerstraße. Der Abschnitt zwischen Turmseestraße und Greiffeneggring/Schwarzwaldstraße wird für mehrere Wochen zur Baustelle. Ziel ist es, den Kanal mit modernster Technik zu erneuern, ohne den Boden aufzugraben. Das sogenannte Schlauchlinerverfahren ermögliche die Auskleidung des bestehenden Kanals und soll die Belastung für den Verkehr gering halten, so die Stadt.
Die Arbeiten werden jedoch zeitweise zu Einschränkungen auf der B31 führen. Bereits in der ersten Phase, von Montag, 27. Januar, bis Donnerstag, 30. Januar, finden vorbereitende Arbeiten statt. Zwischen 20 Uhr und 6 Uhr wird die rechte Spur punktuell gesperrt.
Der Einbau der neuen Schlauchliner erfolgt in drei Abschnitten, beginnend am Montag, 3. Februar. Jede Installation dauert zwischen 19 und 24 Stunden und erfolgt durchgehend Tag und Nacht. Auch hierfür muss eine Spur gesperrt werden. Die Sperrung wird im Verlauf der Baustelle täglich wandern. Bis Donnerstag, 6. Februar, sollen diese Hauptarbeiten abgeschlossen sein.
Abschließende Maßnahmen starten am Montag, 3. März, und erfolgen bis Donnerstag, 13. März, ausschließlich nachts zwischen 20 und 6 Uhr. Auch hier wird der Verkehr teilweise auf eine Spur reduziert. Die Freiburger Stadtverwaltung bittet um Verständnis für die Einschränkungen.
Die Doku „Sportclub Story“ zeigt Ex-Nationaltrainer Jogi Löw auch ganz privat in seiner Heimat – hier bei den Dreharbeiten in Freiburg. Foto: SWR/Robert Witt
Emotional, nachdenklich, inspirierend: in der NDR „Sportclub Story“ spricht Ex-Bundestrainer Jogi Löw offen wie nie über seine Zeit als Nationalelf-Trainer – auch über die Schattenseiten des Erfolgs. Das TV-Porträt ist am Sonntag, 2. Februar um 23.35 Uhr beim NDR zu sehen, ab kommenden Samstag ist es bereits in der ARD-Mediathek abrufbar. 2014 führte er die deutsche Männer-Nationalmannschaft zum Weltmeister-Titel. Anlässlich seines 65. Geburtstages gewährt der Ausnahmetrainer den NDR Autoren intime Einblicke in sein Seelenleben und reflektiert über die größten Herausforderungen seiner Karriere – von grandiosen Höhenflügen bis zu den bittersten Rückschlägen. „Als Trainer ist es eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Vom gefeierten Helden zum Versager. Es gab Phasen, da habe ich gezweifelt an mir und meinen Fähigkeiten.“
Löw erzählt mit großer Offenheit von seinem Weg zurück in die Normalität, von der Wiederentdeckung von Freude und Balance. Ein Weltmeister, der nach dem Triumph sehr zu kämpfen hatte. Und der gelernt hat, auch mit Kritik umzugehen: „Man zieht sich eine Ritterrüstung an und sagt: Okay, heute muss ich irgendwie da durch.“ Der Film lässt Löws jahrelange Achterbahnfahrt nachempfinden und zeigt den Fußballtrainer ganz privat, in seiner Heimat Freiburg, beim Freizeitkicken mit den besten Freunden und mit einem Einblick in seine Zukunftspläne. „Ich vermisse manchmal das Adrenalin“, so der Weltmeistertrainer Löw. „Die WM in den USA, Mexiko und Kanada. Die wäre schon nochmal eine gute Challenge für mich. Wenn ich auf etwas zurückgreifen kann, dann auf viel Erfahrung bei Turnieren.“
Sie sind nur einige der vielen Preisträger, die sich über die Ehrenmütze der Fasnetrufer freuen durften – das 50-jährige Jubiläum der Auszeichnung wurde bei einer Matinee im Historischen Kaufhaus gefeiert. Foto: Maximo-Hans Musielik
Man merkt, dass sich die heiße Phase der Fasnet in großen Schritten nähert: vergangene Woche haben wir hier verkündet, dass sich in diesem Jahr der Präsident des Regierungspräsidiums, Carsten Gabbert, über die Auszeichnung mit der Ehrenmütze der Fasnetrufer freuen darf. Am Wochenende kamen nun zahlreiche der bisherigen Preisträger in illustrer Runde zusammen. Der Anlass: Seit stolzen 50 Jahren verleiht die Zunft der Fasnetrufer ihre Ehrenmütze mit Katzenschwanz.
Das wurde mit einer Matinee im Kaisersaal des Historischen Kaufhauses am Münsterplatz gefeiert. Die Zunft ehrte alle Rathaus-Chefs seit 1975, zwei Uni-Rektoren, einen Erzbischof und alle Ministerpräsidenten der letzten 50 Jahre. Bis auf Günter Oettinger, denn der bekam dafür den Narrenpreis der Breisgauer Narrenzunft. Gemeinsam wurde in Erinnerungen rund um die Fasnet geschwelgt – mit dabei waren unter anderem Ex-OB Dieter Salomon, der Erste Bürgermeister Ulrich von Kirchbach, Rathaus-Chef Martin Horn und Detlef Frankenberger, Geschäftsführer der Brauerei Ganter. Auch Ex-Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer durfte nicht fehlen. Sie und SWR-Moderatorin Sigi Harreis sind bisher die einzigen Frauen, die mit der närrischen Mütze ausgezeichnet wurden. Da könnte es in den Reihen der Preisträger noch weibliche Unterstützung brauchen, oder?
Diese vier Sportler stehen zur Wahl bei der Abstimmung zu Freiburgs Sportler des Jahres 2024 (von links): Nico Megerle, Nico Messinger, Omar Tareq, Elias Ehret. Foto: FWB / Galanacht
Freiburg sucht die Sportlerin, den Sportler und die Mannschaft des Jahres 2024, die auf der Gala-nacht des Sports am 22. März 2025 im Konzerthaus Freiburg gekürt werden. Hier stellen wir die nominierten Sportler vor, über die Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit abstimmen können.
Auf der Galanacht des Sports ehrt die Stadt Freiburg die erfolgreichsten Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften des vergangenen Jahres. Höhepunkt des festlichen Abends mit Showacts, DJ-Musik und Tanz im Freiburger Konzerthaus ist die Sportlerwahl, über deren Ausgang Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit abstimmen können. In den kommenden Wochen stellt der Freiburger Wochenbericht als offizieller Medienpartner die jeweils vier Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften vor, die von einer Jury vorab ausgewählt wurden.
Ihre Stimme, liebe Leserinnen und Leser, zählt bei der Wahl zu Freiburgs Sportlerin, Sportler und Mannschaft des Jahres 2024. Neben dem Publikums-Voting wird in diesem Jahr zusätzlich eine Expertenjury aus dem Sportreferat der Stadt Freiburg, dem Sportkreis Freiburg und dem Freiburger Wochenbericht ihr Votum abgeben. Somit gewinnen die nominierte Sportlerin, Sportler und Mannschaft, die die meisten Wertungspunkte aus Publikums-Voting (50 Prozent) und Jury-Voting (50 Prozent) auf sich vereinen kann. Gibt es zwischen zwei oder mehr Nominierten einen Punktegleichstand, ist am Ende ausschlaggebend, wer mehr Stimmen aus der Publikumswahl erhalten hat.
So stimmen Sie ab
Für die Online-Abstimmung an der Sportlerwahl gehen Sie auf www.galanacht-des-sports.de und geben dort Ihre Stimme ab. Bis zum 10. März 2025 (24 Uhr) ist das Voting freigeschaltet, das Sie auch über diesen Link erreichen:
Spitzenringer Nico Megerle von der RKG Freiburg 2000 konnte bei den Titelkämpfen 2024 in Elsenfeld seiner Favoritenrolle gerecht werden und wurde Deutscher Meister in der Gewichtsklasse bis 65 Kilo Freistil. Für den 24-Jährigen Polizisten war es der erste Titel bei den Herren. In einem spannenden Finale gewann er gegen Julien Zinser aus Rimbach 7:6.
Nico Messinger
Nico Messinger vom Ring der Körperbehinderten fährt seit Jahren beständig zu nationalen und internationalen Erfolgen. Im Jahr 2024 wurde der 30-Jährige Deutscher Meister im Langlauf (Kurzstrecke) und Biathlon (Sprint). Der sehbehinderte Ski-Nordisch Athlet – Sportler des Jahres 2023 und damit Titelverteidiger – gewann außerdem den Langlauf-Weltcup (Sprint) in Toblach.
Omar Tareq
Für Omar Tareq von den Lauffreunden Freiburg gab es im Jahr 2024 eine ganz besondere Premiere. Bei seiner ersten Teilnahme beim Freiburg Marathon über die volle Distanz konnte er direkt den Sieg mitnehmen. Bei warmen Temperaturenn kam der Halbmarathonsieger von 2018 in einer Zielzeit von 2:25:30 Stunden als Erster ins Ziel.
Elias Ehret
Für Elias Ehret vom Fightclub Freiburg gab es 2024 einen wahren Titelregen. Bei der Kickbox-WM in Rhodos konnte der 20-jährige sich in den Wettkampfklassen K1, Leichtkontakt und Kick-Light jeweils den Titel sichern und ist damit dreifacher Weltmeister. In all diesen Klassen wurde er außerdem auch Deutscher und Baden-Württembergischer Meister.
Brauerei Ganter Brauerei Ganter22.01.2025, FWB – LOKALES: Die Brauerei Ganter ist in Freiburg eine Institution. In diesem Jahr feiert der Familienbetrieb sein 160-jähriges Bestehen. Links: Geschäftsführer Detlef Frankenberger und das BierleFotos: ganter/bambi22.01.2025, FWB – SPORTTITEL: Brauerei Ganter
Die Brauerei Ganter aus Freiburg feiert in diesem Jahr ihr 160-jähriges Bestehen und ist noch immer in Familienbesitz. Ein guter Anlass für ein Gespräch über Bier mit dem Geschäftsführer Detlef Frankenberger.
Deutschland ist zwar immer noch eine Biertrinkernation, aber der Absatz sinkt. Woran liegt das?
Detlef Frankenberger: Das Verbraucherverhalten hat sich verändert, wir leben heute viel gesundheitsbewusster. Insbesondere jüngere Menschen trinken weniger Alkohol. Sie sind eher auf Gesundheit fixiert, oder wenn sie Alkohol trinken, sind es oft auch Cocktails oder Gin. Und dann ist da der demografische Faktor: Die Gesellschaft wird älter. Je älter man wird, desto weniger Alkohol verträgt man in der Regel. Und auch die Migration spielt eine Rolle, diejenigen, die zuwandern, trinken weniger oder gar keinen Alkohol. Als ich 1982 angefangen habe, lag der jährliche Pro-Kopf-Konsum bei 145 Litern, jetzt liegt er bei 88 Litern. Aber das waren natürlich noch andere Zeiten, da konnte man legal nach dem Kneipenbesuch noch Autofahren. Heute völlig undenkbar – zurecht. Alles spricht dafür, dass der Pro-Kopf-Konsum noch weiter sinken wird.
Geschäftsführer einer Brauerei zu sein ist demnach kein Job für jemanden mit schwachen Nerven.
Frankenberger: Ich bin es gewohnt. Der Biermarkt ist schon seit 30 Jahren schwierig und tendenziell rückläufig bei gleichzeitig hoher Konkurrenz. Die Herausforderung ist es, mit seiner kleinen lokalen Brauerei eine Marktpositionierung zu finden, mit der man halbwegs gut überleben kann. Das haben wir vor 12 Jahren getan. Unser Motto war damals: Bier braucht Heimat, wir haben uns ganz bewusst auf unsere Wurzeln hier in Freiburg besonnen, mit Spezialitäten und kleineren Mengen und Nachhaltigkeit – dieser Weg funktioniert. Mit 17 Millionen Euro Umsatz springt am Ende ein kleines Plus heraus, aber die gestiegenen Kosten der letzten Jahre spüren wir natürlich.
Geschäftsführer Detlef Frankenberger und das „Bierle“. Foto: Michael Bamberger
Nochmal zurück zur damaligen Neujustierung. Was haben Sie vor zwölf Jahren richtig gemacht?
Frankenberger: Freiburg hat eine gute Gastronomie, die auch in Zukunft bleiben wird. Beim Endverbraucher ist für uns mit Flaschenbier nicht so viel zu verdienen, weil wir die Kampfpreise der großen Marken nicht mitgehen können und wollen. Also haben wir uns voll auf die Gastronomie konzentriert. Dort beliefern wir rund 800 Objekte. Wir machen dort 80 Prozent unseres Umsatzes. Gleichzeitig haben wir durch die neue Strategie der Bügelflaschen und Spezialitäten auch wieder Wachstum beim Flaschenbier generiert. Aber als Brauerei muss ich immer wieder etwas Neues bringen und neu denken. Deswegen haben wir im vergangenen Jahr das Freiburger Bierle rausgebracht, das sich sehr erfolgreich entwickelt. So können wir uns im rückläufigen Biermarkt gegen die Konkurrenz ganz gut behaupten.
Früher war Pils völlig dominant, heute trinken viele auch gerne Helles. Ist das richtig?
Frankenberger: Nein, bei uns in der Region war früher in den 70ern und 80ern Export die beliebteste Sorte. Den Trend haben die Dortmunder Brauereien vorgegeben. Erst dann kam aus dem hohen Norden der Pilstrend. Bei Ganter brauen wir immer noch fast 70 Prozent Pils. Zwischendurch gab es mal einen großen Weizentrend, der inzwischen von Hellem abgelöst wurde. Darüber hinaus boomt alkoholfreies Bier.
Wie sehen Sie den Craftbier-Trend?
Frankenberger: Uns als kleiner Brauerei hat der Craftbier-Trend geholfen. Der Genuss rückte stärker in den Vordergrund und das hat dafür gesorgt, dass alle Brauereien wieder mehr Sorten brauen. Das hat den Markt belebt. Craftbier hat uns dabei nichts weggenommen, denn das trinkt man eher zu besonderen Anlässen, aber niemand kauft sich einen Kasten für zu Hause, in dem die einzelne Flasche fünf Euro oder mehr kostet.
Ein großes Thema beim Bier sind immer die Preise. Werden Sie Ihre Preise halten können?
Frankenberger: Die Kostensteigerungen sind immens, zumal wir natürlich auch unser Personal – aktuell sind es 70 Mitarbeiter – angemessen bezahlen wollen. Also werden wir in diesem Jahr eine Preisanpassung vornehmen. Natürlich gibt es immer wieder Kästen von nationalen Brauereien zu Kampfpreisen, aber da können wir nicht mitmachen, das wäre ruinös.
Woher bezieht Ganter die Zutaten für seine Biere?
Frankenberger: Da schauen wir, dass wir alles aus der Region bekommen. Den Hopfen bekommen wir aus Tettnang, die Braugerste kommt ausschließlich aus dem Hochrheintal, Hefe machen wir selbst, Brunnen haben wir selbst und auch sonst schauen wir, dass wir immer regional bleiben. Das Thema Nachhaltigkeit ist uns sehr wichtig: Wir verfolgen ehrgeizige Klimaziele und wollen ab 2030 als Brauerei klimaneutral produzieren, ganz neu sind wir nun auch dem Freiburger Klimapakt beigetreten.
Zum Schluss der Blick in die Zukunft. Wo wird die Brauerei in 20 Jahren stehen?
Frankenberger: Ich glaube, dass wir bis dahin 25 Prozent der Menge mit alkoholfreiem Bier machen werden. Aber alkoholisches Bier wird natürlich immer das Hauptgeschäft von Ganter sein. Als Dienstleister für die Gastronomie werden wir weiterhin in der Fläche der Region stark vertreten sein. Und ich denke, dass das Thema Nachhaltigkeit und kurze Wege in Zukunft noch wichtiger wird, weshalb in Freiburg und Umland der Stellenwert von Ganter eher zunehmen wird. Die Welt werden wir nicht erobern, aber im Regionalen können wir uns gut behaupten, auch weil die Eigentümer-Familie hinter uns steht und an uns glaubt und weil wir tolle Mitarbeiter haben. Die Brauerei steht gut da – auch bei der technischen Ausstattung. Aktuell investieren wir in einen neuen Dampfkessel. Das würden wir nicht machen, wenn wir nicht an die Zukunft glauben würden.
Der Sektor Medizin ist für Schulabgänger aller Schularten sowie Wieder- und Quereinsteiger interessant: Am 29. und 30. Januar findet daher die „Jobmesse Gesundheit & Pflege“ in den Messehallen statt, um Interessierten einen Überblick zu ermöglichen. Sie ist geöffnet am Mittwoch von 14 bis 19 Uhr und am Donnerstagvormittag von 8.30 Uhr bis 13.30 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.
Auf der Jobmesse Gesundheit & Pflege, die neu in Halle 1 zu finden sein wird, präsentieren sich Aussteller aus dem Gesundheitswesen, darunter Kliniken, Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, Ausbildungsinstitutionen und Bildungsträger. Interessierte Bewerberinnen und Bewerber finden attraktive Arbeitgeber mit Voll- und Teilzeitstellen, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Beratung zu Pflegeberufen, bei denen die Arbeit mit und für Menschen im Mittelpunkt steht.
Auch Quer- oder Wiedereinsteiger können sich auf der Jobmesse „Gesundheit & Pflege“ über attraktive Aus- und Weiterbildung sowie Qualifizierung informieren und direkt in ein erstes Bewerbungsgespräch einsteigen.
Ausländische Abschlüsse anerkennen lassenZu den Ausstellern der Jobmesse Gesundheit & Pflege gehören unter anderem die Agentur für Arbeit und die Jobcenter, die Beratung anbieten und über Fördermöglichkeiten informieren.
Wieder dabei ist auf der „Jobmesse Gesundheit & Pflege“ auch dieses Mal wieder das Beratungszentrum zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen und das Welcome Center für den Regierungsbezirk Freiburg. Hier können sich interessierte Besucherinnen und Besucher zur Anerkennung ihrer Abschlüsse und erlernten Berufe beraten lassen.
Info: Die Jobmesse Gesundheit & Pflege wird einmal jährlich von der FWTM parallel zur Job-Start-Börse in der Messe Freiburg veranstaltet. Unterstützt wird die Jobmesse von der Bundesagentur für Arbeit, die Schirmherrschaft hat die Fachkräfteallianz Südlicher Oberrhein.
Cosima Brandner, Jakob Wiedensohler und ihr Lehrer Thomas Frischmann (von links) engagieren sich für eine neue Anlage. Foto: Enya Steinbrecher
Seit drei Jahren wünscht sich das Friedrich-Gymnasium eine neue PV-Anlage auf dem Dach der Turnhalle. Die alte stammt aus dem Jahre 2001 und ist zu klein. Die Stadt Freiburg sieht die Fläche nicht prioritär geeignet. Die Schülerschaft fühlt sich nicht gehört und hat eine Petition ins Leben gerufen.
1,3 Prozent des Strombedarfs des Friedrich-Gymnasiums werden derzeit über eine Solaranlage auf dem Dach der Turnhalle gedeckt: Möglich, wären jedoch bis zu 37 Prozent, so Jakob Wiedensohler aus der Klima-AG des Gymnasiums. Die SMV stieß das Projekt an, die Solaranlage auf der Turnhalle zu erneuern – bislang ohne Erfolg.
In dem damaligen Plan für die mit Solarmodulen zu belegenden öffentlichen Flächen war die Turnhalle nicht aufgeführt und auch bei der Statik meldete die Stadt Bedenken an. „Damals war bereits ein Elektriker da und hat sich das Ganze angeschaut. Wir wollen etwas machen – aber das Gebäude gehört der Stadt und die vertröstet uns“, so Jakob Wiedensohler.
Die Photovoltaik-Module aus dem Jahr 2001 auf dem Turnhallendach sind nicht nur viel zu klein, sondern vor allem veraltet. Foto: Enya Steinbrecher
Aus diesem Grund wollte die Schule an die Öffentlichkeit und hat eine Petition gegründet. Über 900 Menschen haben unterschrieben. Unterstützt werden die Schüler von Lehrer Thomas Frischmann. „Die Kommunikation lief bisher zwischen der Stadtverwaltung und der Schule“, so Frischmann. Mit der Petition „PV-Anlage für Herdermer Schulen“ auf „openpetition“ erhofft man sich, eine Stufe höher den Gemeinderat, den Baubürgermeister und den Oberbürgermeister zu erreichen. „Wir möchten an die Öffentlichkeit und Menschen für das Projekt begeistern“, sagt auch Cosima Brandner aus der Klima-AG.
Wichtig ist Thomas Frischmann auch der pädagogische Wert: „Wir behandeln das Thema im Unterricht und breiten hier die Zusammenhänge aus – die Schüler sollen merken, dass sie etwas tun können.“ Ein Erfolgserlebnis wäre ihm wichtig.
Es geht ums große GanzeAuch Jakob Wiedensohler würde sich wünschen, mit der Petition die Weichen für viele geeignete Dächer zu stellen: „Das ist ein großer Beitrag zum Klimaschutz.“ Interessant seien auch die Dachflächen auf der Weierhofschule sowie auf dem Droste-Hülshoff-Gymnasium.
Das Dach des Friedrich-Gymnasiums selbst steht unter Denkmalschutz, das bestätigt auch die Stadt. Die Turnhalle wird laut Pressesprecher Toni Klein derzeit geprüft. „Wir gehen davon aus, dass die konkrete Planung voraussichtlich noch in diesem Jahr beginnt und die Umsetzung dann im Jahr 2026 erfolgen kann. Eine PV-Belegung in der Zwischenzeit wäre nicht wirtschaftlich“, so Klein.
Der Schülerschaft dauert das zu lange: „Wir haben nicht das Gefühl, dass sich da zeitnah etwas tut“, so Jakob Wiedensohler. Und etwas tun wollen die Schüler: Sogar, die PV-Anlage in Eigenregie umzusetzen und über einen Spendenlauf zu finanzieren könnten sich die Schüler vorstellen. „Das hätte für die Stadt den Vorteil, dass die Kosten gedeckt sind und es ihnen auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt hilft“, so Cosima Brandner.
Ein Update konnte Thomas Frischmann nach dem Neujahrsempfang am 16. Januar in Herdern geben: So hätte Baubürgermeister Martin Haag eine Gesprächsrunde für März zugesagt. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Friedrich-Gymnasium die PV-Anlage in Eigenregie bauen dürfe, schätze er laut Thomas Frischmann allerdings als gering ein.
Der legendäre US-Starfotograf Art Wolfe präsentiert faszinierende Aufnahmen der außergewöhnlichen Tierwelt unseres Planeten. Foto: Art Wolfe
Action, Grenzerfahrungen und die Schönheit der Natur prägen die 21. Mundologia. Vier Tage lang, vom 30. Januar bis 2. Februar, wird das größte Vortrags-Festival der Welt im Konzerthaus Freiburg veranstaltet. Stargäste sind Kletterass Alexander Huber, der legendäre US-Tierfotograf Art Wolfe und Extrem-Aussteiger Wolfgang Clemens.
Der Drang, einen Berggipfel zu erklimmen, aus eigener Kraft einen Kontinent zu durchqueren oder die Vielfalt der Arten und Kulturen mit den eigenen Augen sehen zu wollen, scheint den Menschen im Blut zu liegen. Neugier und Tatendrang sind unbegrenzt – ganz besonders bei den Referentinnen und Referenten des 21. Mundologia-Festivals. Gleich zu Beginn, am Donnerstagabend, ist diese Energie deutlich zu spüren. Alexander Huber, Teil des berühmten Huberbuam-Gespanns, wird in seinem Vortrag „Zeit zum Atmen – Grenzgänge in der Welt der Berge“ unglaubliche Bilder kreativer Freikletterei zeigen und damit das Festival eröffnen.
Hoch hinaus: Alexander Huber eröffnet die Mundo-logia mit Grenzgängen in der Welt der Berge. Foto: Alexander Huber
Der Festivalsamstag
Reisereportagen voller Überraschungen und magischer Momente erwartet das Publikum am Festivalsamstag. In „Wunderwerk Erde“ präsentiert Geowissenschaftler und Landschaftsfotograf Christian Klepp beeindruckende Fotografien unseres Planeten im Wandel. Mit einer Mischung aus Wissen und persönlichen Erlebnissen dokumentiert er die einzigartige Schönheit der Natur und die komplexen Funktionsweisen unseres Erdsystems.
Beeindruckende Fotografien der Erde im Wandel und die einzigartige Schönheit der Natur zeigt Geowissenschaftler und Naturfotograf Christian Klepp. Foto: Christian Klepp.
Dirk Schäfers zeigt in „Namibia – Land der Extreme“ spektakuläre Landschaften. Begegnungen mit wilden Tieren und die Kuriositäten des unkonventionellen Landes gehören zu seinem Reisealltag. Er traf außergewöhnliche Persönlichkeiten wie einen Ex-Undercover-Agent, einen Diamantentaucher, eine Nashornschützerin, Wüstenforscher und ein San, der als Jäger und Sammler lebt. Am Samstagabend präsentiert der legendäre US-Starfotograf Art Wolfe sein neues Projekt „Wild Lives – die außergewöhnlichste Tierwelt unseres Planeten“. Von Amphibien und Reptilien bis hin zu Säugetieren und Vögeln zeigt Art Wolfe die Vielfalt und Ästhetik unserer Natur, die über Millionen von Jahren hinweg entstanden ist.
Der Festivalsonntag
Am Sonntag sind die Schwestern Lisa und Julia Hermes bei der Mundologia zu Gast. Gemeinsam haben sie sich auf die Suche nach gelebten Utopien begeben. Ihr Vortrag „Out there“ ist eine inspirierende Geschichte über die Kraft von Gemeinschaften und den Traum von einer besseren Welt. Mit dem Reisejournalisten Pascal Violo geht es im großen Saal am Nachmittag in den hohen Norden Amerikas nach „Kanada und Alaska – Into the Wild“. Begegnungen mit Bären, Walen und Nordlichtern machen seine Reportage zu einem Highlight.
Unberührte Wildnis: Pascal Violo entführt das Publikum nach Kanada und Alaska und berichtet von Begegnungen mit Bären und Walen. Foto: Pascal Violo
Eine Legende unter Weltenbummlern ist Wolfgang Clemens alias „Gangerl“. In „Für immer Ausgestiegen – 35 Jahre um die Welt“ berichtet er mit Humor von 127 bereisten Ländern, 120.000 Seemeilen und 180.000 Kilometern mit dem Rucksack – von Überfällen, Krankheiten und Jahrhundertstürmen, aber auch von magischen Momenten seines verrückten Lebens.
Aussteiger „Gangerl“ berichtet mit viel Humor von seinem verrückten Leben. Foto: Wolfgang Clemens
Neben den Vorträgen werden zahlreiche Workshops und Seminare veranstaltet. Die Messe für Fotografie, Outdoor und Reisen bietet Informationen und Austausch. Erstmals ist die berühmte „World Press Photo Exhibition“ mit den Siegermotiven des weltweit größten Wettbewerbs für Pressefotografie im Konzerthaus zu sehen. Außerdem werden die Siegerbilder des CEWE Photo Awards „Our world is beautiful“ ausgestellt. Zu sehen ist auch die Ausstellung des 19. Freiburger Jugendfotopreises mit dem Motto „nebenan“.
Ausführliche Informationen zum Festivalprogramm, zu den Sitzplatzkategorien, Ticketpreisen und Vorverkaufsstellen gibt es im Internet unter www.mundologia.de.
Bei der Ausstellung sind mehr als 70 Porträts und Interviews engagierter Menschen zu sehen. Foto: Veranstalter
Vom 3. bis 7. Februar findet im Artik Freiburg die interaktive Ausstellung „Gesichter gegen Rechts“ (GGR) statt. Diese setzt sich mit den Themen Zivilcourage, Rechtsextremismus, politisches Engagement und Aktivismus auseinander. Sie zeigt über 70 Porträts und Interviews engagierter Menschen, gibt konkrete Handlungsoptionen gegen rechte Ideologien und bietet Raum für Diskussion und Reflexion. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Mitmach-Fotoecke, Videointerviews sowie umfangreiches Informationsmaterial verschiedener Institutionen und Vereine. Der Eintritt ist kostenlos, und die Räumlichkeiten sind barrierearm und rollstuhlgerecht.
Die Vernissage findet am 3. Februar um 19 Uhr statt. Die Band Tilda & Randale sorgt für musikalische Begleitung, während verschiedene Redebeiträge in die Ausstellung thematisch einführen. An den folgenden Tagen gibt es ein abwechslungsreiches Abendprogramm mit Vorträgen, Musik und künstlerischen Beiträgen. Beispielsweise ein Vortrag von Fluss e.V. („Queerness und rechte Ideologien“), Live-Musik, eine Lesung aus „Es ist 5 vor 1933“ von Philipp Ruch (Zentrum für Politische Schönheit), gelesen von Dita Whip am 5. Februar.
Weiter geht es am 6. Februar mit einem Vortrag von Bildungsreferent Dejan Mihajlović („Bildung als mächtige Waffe im Kampf gegen rechte Ideologien“), Poetry Slam, Rap & Spoken Word von Ansgar Hufnagel & Friends sowie einer Kurzgeschichtenlesung von Lizzy Waters. Am 7. Februar Finissage mit Vortrag von Monika Stein (GEW Baden-Württemberg) zum Thema „Gewerkschaftsarbeit im Kampf gegen Rechts“, DJ-Sets von Leika und eine Silent Auction zugunsten von GGR. Vom 4. bis 7. Februar ist die Ausstellung für Schulklassen (ab 15/16 Jahren) von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Initiative „Gesichter gegen Rechts“ ist eine ehrenamtliche Foto-Kampagne, die Menschen ermutigt, Gesicht zu zeigen, Stellung zu beziehen und aktiv gegen Rechtsextremismus einzutreten. Neben den Porträts und Interviews werden auch Videodokumentationen zu sehen sein.
Mehr Informationen auf Instagram unter @gesichter_gegen_rechts_fr.
Güldeste Mamaç und Kasia Kadlubowska alias Mahlukat eröffnet die Veranstaltungsreihe mit einem Doppelkonzert. Foto: Ellen Schmauss
Mit Konzerten, Open Stage, Workshops, kostenlosen Schnupperkursen, einem Film und vielen Infos rund um die Rahmentrommel läutet der Freiburger Verein Tamburi Mundi e.V. das Jubiläumsjahr ein. Um das 20-Jährige zu feiern gibt es vom 31. Januar bis 2. Februar eine Veranstaltungsreihe beim Alten Wiehrebahnhof und dem Kommunalen Kino. Los geht es mit einem Doppelkonzert am 31. Januar, 20 Uhr, mit dem Doppelkonzert „Mahlukat – Cinematic oriental music“. Am Samstag folgen Workshops, ein Schnupperkurs, ein Vortrag, zwei Konzerte und mehr. Am Sonntag ist unter anderem der Film „Grass – a nation´s battle for life“ zu sehen und es findet ein Familienkonzert statt.
Das erste Tamburi Mundi Festival fand im Jahr 2006 – unter der Leitung von Murat Coskun – in den Räumen des Kommunalen Kinos im Alten Wiehrebahnhof statt. Dass Freiburg der richtige Ort für ein Rahmentrommel-Festival ist, zeigte sich bereits bei der ersten Ausgabe: Die Freiburger kamen so zahlreich, dass die Konzerte im Anschluss spontan ein zweites Mal gespielt wurden, so dass alle Wartenden mit dabei sein konnten. Der Alte Wiehrebahnhof platzte aus allen Nähten. Dank der Ermutigung durch die damalige Kulturamtsleitung, war das der Beginn einer inzwischen 20-jährigen Erfolgsgeschichte und hat das Internationale Tamburi Mundi Festival zu einem einzigartigen und dem weltweit wichtigsten Rahmentrommelfestival gemacht.
Infos: www.tamburimundi.com Kontakt: office@tamburimundi.com VVK: BZ-Karten-Service (0761-496 88 88) sowie alle regionalen VVK-Stellen der BZ, www.reservix.de