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Bundestagswahl: Stadt Freiburg verschickt Wahlbenachrichtigungen

Freiburgs Wahlamtsleiter Michael HaußmannFreiburgs Wahlamtsleiter Michael Haußmann präsentiert die Kisten mit den Wahlbenachrichtungen im Briefzentrum in Hochdorf. Foto: Joers

Ein LKW aus München mit 159.000 Wahlbenachrichtigungen traf am frühen Dienstagmorgen im Briefzentrum der Deutschen Post im Gewerbegebiet Hochdorf ein. Für Freiburgs Wahlamtsleiter Michael Haußmann ein großer Tag. Denn die knapp bemessene Zeit für die immer beliebtere Briefwahl wird zum Knackpunkt bei der Bundestagswahl am 23. Februar.

Deutsche-Post-Mitarbeiterin Sally Göpferl steht an einer Maschine im Briefzentrum in Freiburg-Hochdorf und füttert diese stapelweise mit Briefen. Vor einer Woche wurden hier schon 500.000 Wahlbenachrichtigungen für die Region bearbeitet. An diesem Dienstag sind die 159.000 Wahlbriefe der Stadt Freiburg dran. Für die ist Göpferl natürlich nicht allein verantwortlich. „Wir wechseln uns untereinander ab“, sagt sie und schiebt den nächsten Stapel Briefe in den Sortierer.

Deutsche-Post-Mitarbeiterin Sally Göpferl füttert die Sortiermaschine mit den Wahlbenachrichtigungen. Foto: Joers

40.000 Briefe pro Stunde Bis zu 40.000 Briefsendungen pro Stunde können hier automatisiert für die Zustellung vorbereitet werden. Am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche sollen diese dann in den Briefkästen der Freiburger Wahlberechtigten landen, sagt Adrian Becker, Chef des Briefzentrums. Er ist zuversichtlich, dass die Deutsche Post den Auftrag zur Zufriedenheit der Stadt Freiburg bearbeiten wird. „Dieses Jahr bleibt uns zur Bundestagswahl weniger Zeit, aber wir sind gut vorbereitet und werden alle Wahlunterlagen zuverlässig bearbeiten“, sagt er.

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Dass der LKW des Dienstleisters aus München am frühen Dienstagmorgen pünktlich eintraf, lässt Wahlamtsleiter Michael Haußmann schon einmal aufatmen: „Das Besondere bei dieser Wahl ist, dass wir jetzt erst einmal Ruhe haben.“ Die Fristen für die Einreichung von Wahlvorschlägen der Parteien endeten am Montag, vier Wochen später als sonst. Jetzt sind die Wahlausschüsse an der Reihe, die am Freitag bundesweit tagen, um die eingereichten Wahlvorschläge zu prüfen. Danach gilt es, die gesetzliche Beschwerdefrist abzuwarten, bevor die Stimmzettel gedruckt werden können.

Laut Adrian Becker, Leiter des Briefzentrums, können die Maschinen rund 40.000 Briefe pro Stunde sortieren. Jeden Tag werden in Hochdorf circa eine Million Briefe für den Versand verarbeitet. Foto: Joers

„Mit der Briefwahl selber geht es erst zwei Wochen vor der Wahl los“, sagt Haußmann, der erneut mit einer großen Nachfrage rechnet. 50 Prozent der Wähler entscheiden sich inzwischen für die Briefwahl. Die Druckerei braucht fünf Tage, bis die Stimmzettel gedruckt sind. „Ein Fehler oder irgendeinen Produktionsausfall kann man sich nirgends leisten, weil dann auch die zwei Wochen nicht mehr zu bewerkstelligen sind“, so Haußmann. „Das ist Spitz auf Knopf.“

Den Wahlamtsleiter treibt vor allem der Rekord bei den im Ausland lebenden Freiburgern an. Schon jetzt sei die Zahl der letzten Wahl von 1.650 Auslands-Freiburgern übertroffen worden. Es werde „überhaupt nicht easy“ diese Sendungen „innerhalb von zwei Wochen ins Ausland und wieder zurück zu kriegen“, so Haußmann.

Wenn dann die Briefwähler ihre roten Stimmzettelbriefe wieder zurück ans Wahlamt schicken, kümmert sich die Deutsche Post um den nächsten Spezialservice für die Stadt Freiburg: Für die Auszählung in der Messe Freiburg sortiert die Post die Briefe nach Briefwahlbezirken. „Wir haben 109 Briefwahlvorstände und da müssen wir die richtigen Briefe auf den richtigen Tischen haben“, sagt Haußmann. Ein weiteres, kleines Rädchen in der riesigen Wahlmaschinerie.


Info zur Briefwahl:

Ab Mittwoch, 22. Januar werden in Freiburg die Wahlbenachrichtigungen versandt.

Briefwahl online beantragen: Wer die Wahlbenachrichtigung erhalten hat, kann online unter www.freiburg.de/briefwahl (schnellster Weg) die Briefwahlunterlagen beantragen. Bis Freitag vor der Wahl, 21.02.2025, 15:00 Uhr ist die Beantragung möglich.
Briefwahl schriftlich beantragen: Die Briefwahl kann schriftlich beantragt werden unter: Stadt Freiburg, Wahlamt, Berliner Allee 1, 79114 Freiburg i. Breisgau. Die Briefwahlunterlagen werden voraussichtlich erst ab dem 10.02.2025 versandt. Wichtig: In der Woche vor der Wahl wird empfohlen, die Unterlagen
persönlich abzuholen.
Briefwahl vor Ort beantragen: Von Montag, 10. Februar bis Freitag, 21. Februar 2025 zu den Öffnungszeiten des Briefwahlbüros in der Berliner Allee 1, EG, Raum E11. Vom 10. bis 14. Februar: Mo-Fr 8-18 Uhr. Vom 17. bis 21. Februar: Mo-Do 8-18 Uhr, Fr 8-15 Uhr.

Kinotipp: „Der Graf von Monte Christo“ – epische Neuverfilmung des Klassikers

Edmond Dantès (Pierre Niney) gibt sich als geheimnisvoller Graf von Monte Christo aus, um sich an seinen Rivalen zu rächen.Edmond Dantès (Pierre Niney) gibt sich als geheimnisvoller Graf von Monte Christo aus, um sich an seinen Rivalen zu rächen. Foto: Capelight Pictures

Opulente Neuverfilmung des „Graf von Monte Christo“ als bildgewaltiges Historienepos. Bei den Filmfestspielen in Cannes wurde das neueste Werk des Erfolgs-Duos Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière („Der Vorname“) begeistert gefeiert und in Frankreich war es die Kinosensation des vergangenen Jahres.

Marseille 1815. Die großen Träume des jungen Edmond Dantès (Pierre Niney) stehen kurz vor ihrer Erfüllung: Er wird zum Schiffskapitän befördert und kann endlich Mercédès, die Liebe seines Lebens, heiraten. Doch Erfolg schürt Neid und Dantès wird von Rivalen bezichtigt, Mitglied einer bonapartistischen Verschwörung zu sein. Ohne Gerichtsverfahren wird er zur Haft im Inselgefängnis Château d’If verurteilt und eingekerkert. Erst nach 14 Jahren gelingt Dantès eine abenteuerliche Flucht, auf der er nicht nur seine Freiheit wiedergewinnt, sondern auch in den Besitz des legendären Schatzes von Monte Christo gelangt. Nun soll ihm ein ungewöhnlicher Plan dazu verhelfen, seinen Durst nach Rache an den Verrätern zu stillen. In seiner geheimen Identität als mysteriöser Graf von Monte Cristo geht er ans Werk.

Nach dem Drehbuch zu „Die drei Musketiere – D’Artagnan“ bringt das französische Duo Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière, das nun für die Regie verantwortlich ist, einen weiteren weltberühmten Abenteuerroman des Schriftstellers Alexandre Dumas auf die große Leinwand. Pierre Niney („Yves Saint Laurent“) brilliert in der Titelrolle als Edmond Dantès, der in dem spektakulär inszenierten Historienepos als geheimnisvoller Graf von Monte Christo Rache an seinen Verrätern nimmt. In weiteren Hauptrollen sind Bastien Bouillon („In der Nacht des 12.“) und Anaïs Demoustier („November“) zu sehen.


Der opulent ausgestattete Film mit einem Budget von mehr als 40 Millionen Euro feierte seine umjubelte Weltpremiere bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2024 und avancierte mit über neun Millionen Zuschauern in Frankreich zur Kinosensation des vergangenen Jahres.

In „Die drei ??? und der Karpatenhund“ erwartet die Detektive ein aufregender Fall

Justus Jonas (Julius Weckauf), Peter Shaw (Nevio Wendt) und Bob Andrews (Levi Brandl) sind wieder als Detektiv-Trio im Einsatz. Foto: Wiedemann und Berg Film GmbHJustus Jonas (Julius Weckauf), Peter Shaw (Nevio Wendt) und Bob Andrews (Levi Brandl) sind wieder als Detektiv-Trio im Einsatz. Foto: Wiedemann und Berg Film GmbH

Nachdem sie ihren letzten Fall in einem rumänischen Schloss erfolgreich gelöst haben, sind Justus Jonas (Julius Weckauf), Peter Shaw (Nevio Wendt) und Bob Andrews (Levi Brandl) als Detektiv-Trio „Die drei ???“ in Rocky Beach, Kalifornien, zu Ruhm gelangt. Das Telefon in ihrer geheimen Zentrale auf dem Schrottplatz von Justus‘ Onkel Titus und Tante Mathilda steht nicht mehr still.Dennoch lässt ein interessanter, neuer Fall erstmal auf sich warten. Denn die Jungs wollen keine verlorenen Plüschtiere und entlaufene Kater wiederfinden, sondern ihrer Leidenschaft für Mysterien und scheinbar unerklärliche Geheimnisse nachgehen.

Endlich gibt es einen neuen aufregenden Fall: In der Wohnung von Mr. Prentice (Ulrich Tukur) geschehen rätselhafte Dinge. Dinge vibrieren und Gegenstände bewegen sich. Und dann wird eine wertvolle Kristallskulptur gestohlen: der Karpatenhund. Die wenigen Spuren weisen in verschiedene Richtungen und machen alle Bewohner des Apartmentkomplexes zu Verdächtigen, besonders die kratzbürstige Hausverwalterin Evelyn Boogle (Sunnyi Melles).

Die Hauptrollen spielen erneut Julius Weckauf („Der Junge muss an die frische Luft“) als Justus Jonas und Anführer des berühmten Detektiv-Trios, Nevio Wendt („Rocca verändert die Welt“) als Peter Shaw und Levi Brandl als Bob Andrews. An ihrer Seite agieren u.a. Ulrich Tukur („Das Leben der Anderen“) und Sunnyi Melles („Triangle of Sadness“). Florian Lukas („Good Bye, Lenin!“, „Die Wespe“) und Jördis Triebel („Dark“, „Babylon Berlin“) kehren als Onkel Titus und Tante Mathilda zurück.

„Kundschafter des Friedens 2“: Abenteuer auf Kuba für die pensionierten Spione

Falk (Henry Hübchen), der James Bond der DDR hält sich für unwiderstehlich.Falk (Henry Hübchen), der James Bond der DDR hält sich nach wie vor für unwiderstehlich. Foto: Majestic Filmverleih

Ausgerechnet auf Kuba schlittern die pensionierten Auslandsspione der DDR in ein großes Abenteuer, als sie anlässlich der Beerdigung ihres Mentors in ihren Idealen herausgefordert werden, um die letzte Bastion des Sozialismus „vor dem nahenden Ausverkauf“ zu bewahren. Und dabei müssen sie in die Trickkiste der Spionage-Kunst greifen. Sie bekommen es mit fiesen Geschäftemachern, Verrat und ihren größten Gegnern zu tun: Vollpension und Cuba Libre.

Fortsetzung der erfolgreichen Agentenkomödie von Regisseur Robert Thalheim („The Billion Dollar Code“). Im Fokus steht das Dreamteam, bestehend aus Henry Hübchen, Katharina Thalbach, Thomas Thieme und Winfried Glatzeder. Ihnen gegenüber stehen Corinna Harfouch und Alberto Ruano.

Wahlkampftermine: Robert Habeck und Christian Lindner kommen nach Freiburg

Habeck und LindnerRobert Habeck (links) und Christian Lindner kommen auf ihrer Wahlkampftour nach Freiburg. Fotos: Pixabay

Im Vorfeld der bevorstehenden Bundestagswahl am 23. Februar kommen zwei politische Schwergewichte auf ihrer Wahlkampftour nach Freiburg. Einer der beiden musste bereits auf einen größeren Veranstaltungsort umbuchen.

Den Anfang macht der grüne Kanzlerkandidat, amtierende Wirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck. Der 55-jährige Grüne tritt am Freitag, 24. Januar gleich zwei Terminen in Freiburg auf: Zunächst um 18.30 Uhr bei der BZ-Veranstaltung „Küchentisch, nein danke – BZ-Talk mit Robert Habeck“ im Freiburger Paulussaal. Alle Plätze für das Event sind bereits ausgebucht. Die Badische Zeitung wird das Gespräch in einem Online-Livestream übertragen.

Anschließend geht es für Habeck, der in Freiburg studiert hat, weiter in die Sick-Arena auf dem Freiburger Messegelände. Ursprünglich sollt der Termin im Forum in Merzhausen stattfinden, nun wurde kurzfristig die größere Messehalle gebucht. Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr, Einlass ist um 19.00 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, aber es gelten strenge Sicherheitskontrollen.

Am Montag, 3. Februar kommt schließlich FDP-Chef Christian Lindner nach Freiburg. Der ehemalige Finanzminister der geplatzten Ampel-Regierung soll von 13.30 bis 14.30 Uhr auf dem Platz der Alten Synagoge sprechen. Am Vormittag desselben Tags tritt Christian Lindner in Tübingen auf.

Auch FDP-Chef Christian Lindner kommt nach Freiburg. Er spricht auf dem Platz der Alten Synagoge. Foto: Pixabay

Torwart Noah Atubolu vom SC Freiburg: Mit Fleiß und Coolness nach oben

Noah Atubolu SC FreiburgNoah Atubolu glänzt mit Taten und geht inzwischen auch mit Worten voran. Foto: Detlef Berger

Es gibt viele Entwicklungen beim SC Freiburg, die mit Blick auf die Rückrunde zuversichtlich stimmen. Eine davon ist die des gebürtigen Freiburgers und SC-Torhüters Noah Atubolu.

Wenn am 25. Januar der FC Bayern München im Europa-Park Stadion zu Gast ist, wird Noah Atubolu einmal mehr in den Genuss kommen, auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz von den Fans mit „Atu, Atu“-Rufen begrüßt zu werden. „Gänsehaut pur“ habe er schon Mitte Dezember erlebt, sagt Atubolu. Nach seinen Glanztaten gegen Wolfsburg hatten damals die Fans auf der gewaltigen Südtribüne den gebürtigen Freiburger zu sich auf den Zaun gerufen, um nach Spielende mit ihm den 3:2-Sieg zu feiern. „Wenn die Fans nach so einem Spiel meinen Namen rufen, macht mir das sehr viel Spaß“, so Atubolu – und fügt dann hinzu: „Das zeichnet mich glaube ich aus in den letzten Wochen“ und meinte damit seine aufsteigende Formkurve.

Schuster lobt die Entwicklung seiner Nummer eins

Atubolu weiß, was er seiner Mannschaft zu geben hat. Und da war die Partie vom Samstag gegen Kiel, als der 22-Jährige in allerletzter Minute das Kieler 3:3 vereitelte, noch gar nicht gespielt. Der junge Torhüter macht in dieser Saison den Eindruck, als sei er in seiner Rolle als Nummer eins zwischen den Pfosten des SC Freiburg angekommen. Über die große Lücke, die Vorgänger Mark Flekken im SC-Tor hinterließ, redet im Breisgau keiner mehr. Mit einer Paradenquote von 67 Prozent und vier Zu-Null-Spielen rangiert Atubolu derzeit unter den Top-Sechs-Keepern der Liga.

Fast noch wichtiger als die reinen Statistiken ist sein Auftreten: Atubolu bringt ein Mindset und eine Ausstrahlung mit sich, die ihn trotz seines jungen Alters sehr gefestigt wirken lassen. Ein Aussetzer früh im Spiel wie gegen Kiel, als er schon in der ersten Spielminute nur durch einen Laufsprint einen selbst verursachten Fehler gerade noch ausbügeln konnte, wirft ihn offensichtlich nicht aus der Bahn.

„Das ist keine Selbstverständlichkeit, wenn man so in das Spiel startet, dann trotzdem noch diese Leistung zu zeigen. Er hält viele große Chancen des Gegners“, sagt sein Trainer Julian Schuster und kommt zu dem Fazit: „Atu hat eine tolle Entwicklung.“

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde der SC-Keeper Opfer geschmackloser Kritik in den Sozialen Medien, was Schusters Vorgänger Christian Streich im April dazu veranlasst hatte, den Freiburger Weg, ein Eingewächs ins SC-Tor zu stellen, zu verteidigen („Die Leute sollten jubeln!“).

Jetzt, ein gutes halbes Jahr später, ist es Atubolu selbst, der den Soundtrack seiner Karriere bestimmt – vor allem mit starken Taten auf dem Rasen, aber auch mit Worten. Er zählt inzwischen zu den regelmäßigen Gästen in der Freiburger Mixed Zone und gibt dort vor der Presse seine Einschätzung zu den Spielen ab. Das ist keine Selbstverständlichkeit für einen Nachwuchsspieler. Und es zeigt, welchen Status er innerhalb der Mannschaft bereits hat. In diesen Momenten erfährt man dann, wie es Atubolu gelingt, mit eigenen Fehlern oder denen der Mannschaft umzugehen. „Mich nervt sowas sehr. Das muss ich aber für mich in den Griff bekommen. Was vergangen ist, muss ich in der Vergangenheit lassen“, sagt der 1,90 Meter-Mann, der als sehr selbstkritischer und fleißiger Fußballarbeiter gilt.

Für Atubolu, der im Freiburger Stadtteil Weingarten aufgewachsen ist und seine fußballerischen Anfänge bei der SF Eintracht Freiburg und dem Freiburger FC machte, soll der Trend in der Rückrunde weiter aufwärts zeigen. Dass er das Zeug dazu hat, hat er längst bewiesen.

Neu in Freiburg: Homecare möchte Betreuungs- und Pflegedienst mit Feingefühl anbieten

Pflegedienst Homecare neu in FreiburgManuel Mössner und Michael Gleichauf (rechts) sind mit ihrem ambulanten Betreuungs- und Pflegedienst neu in Freiburg. Foto: Sven Meyer

Als ambulanter Betreuungs- und Pflegedienst hilft das Homecare-Team Menschen, wenn sie den Alltag nicht mehr vollständig allein bewältigen können. Ob aus Altersgründen, wegen einer Krankheit oder aufgrund anderer Einschränkungen: Mit individuell auf die persönlichen Anforderungen abgestimmten, bezahlbaren Lösungen sorgt Homecare – die Alltagshelfer dafür, dass die Betroffenen weiterhin in ihrem Zuhause leben können. Das Dienstleistungsunternehmen ist ganz neu in Freiburg.

Anders als viele ambulante Pflegedienste können sich die Alltagshelfer von Homecare – die Alltagshelfer so viel Zeit nehmen, wie für ein menschliches Miteinander nötig ist. „Nur so können wir uns in aller Ruhe um die individuellen Wünsche unserer Kunden kümmern. Es muss sichergestellt sein, dass jeder unserer Kunden die für ihn optimale Versorgung erhält“, wissen Michael Gleichauf und Manuel Mössner die ab diesen Februar mit Homecare – die Alltagshelfer in Freiburg starten werden.

„Bei uns geht es oft um aktivierende Hilfe. Alles, was gemeinsam möglich ist, machen wir gemeinsam. Wir helfen zudem über die Grundpflege hinaus, den Alltag selbstbestimmt zu meistern und selbstbewusst, eigenständig und lebensmutig in den eigenen vier Wänden zu bleiben“, ergänzen Gleichauf und Mössner. Homecare – die Alltagshelfer unterstützt nicht nur Senioren, die möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben wollen, sondern entlastet auch Familien oder pflegende Angehörige.

Haushaltshilfe-Hilfe auch für Schwangere

Während und nach der Schwangerschaft können zudem Frauen die Homecare – die Alltagshelfer Dienste in Anspruch nehmen. Dabei steht Homecare seinen Klienten auch bei Anträgen und Abrechnungen zur Seite.

Genauso vielfältig wie die Aufgaben im Alltag sind die Leistungen der Alltagshelfer: Sie gehen einkaufen, begleiten zu Terminen außer Haus, helfen beim Kochen oder Wäschewaschen. Aber auch um die Grundpflege und Demenzbetreuung kümmern sich die geschulten Kräfte. „Uns ist es wichtig, nicht einfach Aufträge abzuarbeiten. Unsere Alltagshelfer achten immer darauf, dass das Zwischenmenschliche nicht zu kurz kommt“, betont Gleichauf. Medizinische Versorgung bietet Homecare nicht. Dafür arbeitet das Unternehmen mit anderen Pflegediensten zusammen.

Das Team startet mit acht Mitarbeitern und will behutsam wachsen. Der Fokus richte sich auf Empathie und Feingefühl. „Die Menschen sollen durch uns in der Lage sein, so lange wie möglich würdevoll in den eigenen vier Wändern zu leben“, erklärt Michael Gleichauf.

Info: Homecare – die Alltagshelfer. Basler Straße 115, 79115 Freiburg. T: 0761 / 20 57 44 60  |  E-Mail: freiburg@homecare-alltagshelfer.de

DEHOGA-Neujahrsempfang: Klares Plädoyer für die 7 Prozent

DEHOGA Neujahrsempfang in FreiburgVereint für die 7 Prozent Mehrwersteuer: Von links nach rechts: Michaela Gluminski (Kreisstelle Emmendingen), Martin Dünnebacke (Kreisstelle Hochschwarzwald), Marcus Ciesiolka (Kreisstelle Müllheim), Alexander Hangleiter (Geschäftsführer DEHOGA Baden-Württemberg, Geschäftsstelle Freiburg), Christoph Glück (Kreisstelle Freiburg-Stadt) sowie Heiko Isele (Kreisstelle Freiburg-Land). Foto: Meyer

Beim DEHOGA-Neujahrsempfang im Freiburger Schlossbergrestaurant Dattler dominierte ein Thema – die Ungleichbehandlung der Hoteliers und Gaststätten bei der Mehrwertsteuer. Die Hotel- und Gaststättenvertreter zeigten sich vereint für die 7 Prozent Mehrwersteuer.

Die Kreisstellen Freiburg-Stadt, Freiburg-Land, Müllheim, Emmendingen und Hochschwarzwald des Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA luden am Montag zum Neujahrsempfang über den Dächern Freiburgs ins Schlossbergrestaurant Dattler ein. Dabei wurde klar, dass hinter der Branche ein hartes Jahr lag: Fachräftemangel, galoppierende Kosten, ausufernde Bürokratie und Ärger um die Mehrwertsteuer sind nur einige der Themen, die genannt wurden.

Speziell die Mehrwertsteuer stand im Mittelpunkt zahlreicher Tischdebatten. Der allgemeine Tenor: Es sei absurd, dass für das Essen in der Gastronomie wieder 19 Prozent Mehrwertsteuer gelten, während das Essen To Go, der Fertigsalat aus dem Supermarkt und die Essenslieferung weiterhin mit 7 Prozent besteuert würden. Diese Ungleichbehandlung müsse endlich dauerhaft beseitigt werden, forderte die DEHOGA in Anwesenheit von einigen Bundes- und Landespolitikern.

„Insgesgesamt ist die Lage äußerst brenzlig. Vielen Betrieben geht es nicht gut. Wir haben so viele Betriebsschließungen wie seit Jahren nicht mehr, was vor allem an den steigenden Kosten liegt. Die Leute geben gleichzeitig nicht mehr so viel aus“, erklärte Alexander Hangleiter, Geschäftsführer der DEHOGA-Geschäftstelle in Freiburg, gegenüber dem Wochenbericht. In der Gastronomie sei der Umsatz real um 5,9 Prozent in den ersten 10 Monaten 2024 zurückgegangen. Hangleiter erwartet von der nächsten Bundesregierung, dass sie die Mehrwertsteuer wieder auf 7 Prozent senkt.

„In Zeiten hoher Inflation hat der Staat die Nachfrage in der Gastronomie regelrecht ausgebremst, obwohl genau das Gegenteil davon richtig gewesen wäre. Und heute sehen wir: Die Schäden, vor denen wir gewarnt haben, treten mit voller Wucht ein. Die Umsatzrückgänge sind zu einem erheblichen Teil das Ergebnis schlechter Politik“, erklärte der Gastronom und Vorsitzende des Dehoga-Kreisverbands Müllheim, Marcus Ciesiolka. Die nächste Bundesregierung müsse den „steuerpolitischen Irrweg“ der Ampel korrigieren.

Kostendruck: Hausärzte aus Freiburg und dem Umland schlagen Alarm

Hausärzte aus dem Freiburger Osten, dem Dreisamtal und dem HochschwarzwaldSie sind Hausärztinnen und Hausärzte aus dem Freiburger Osten, Dreisamtal und Hochschwarzwald und machen sich große Sorgen um die Zukunft der hausärztlichen Versorgung auch hier vor Ort. Foto: Dietzenschmidt

Hausärzte aus Freiburg und dem Dreisamtal mit seinem Umland schlagen Alarm: Eine kostendeckende, wirtschaftliche und damit planungssichere Praxisführung sei unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht mehr möglich, betonen sie. In einer Initiative appellieren sie an ihre Patientinnen und Patienten, sich direkt an die Politik zu wenden und sich für die Stärkung der Hausarztpraxen einzusetzen.

Durch eine von der Politik zu knapp angesetzte Budgetierung stehen die Praxen massiv unter Druck, was für die Patienten erhebliche Konsequenzen hat: Hausarztpraxen können dann, was oft jetzt schon der Fall ist, keine neuen Patienten mehr aufnehmen. Auch die Terminverfügbarkeit für Stammpatienten reduziert sich deutlich. Für die Zukunft gravierend: Immer mehr potenzielle Nachfolger entscheiden sich gegen eine Niederlassung und die Übernahme einer Hausarztpraxis, was wiederum zur Folge hat, dass bestehende Hausarztpraxen irgendwann verschwinden. Mit der Lücke muss dann die Bevölkerung irgendwie zurechtkommen.

„Die finanziellen Aufwendungen für Arztpraxen sind in die Höhe geschossen, gleichzeitig ist die Inflation stark gestiegen. Die Budgetierung der Arztpraxen hat damit nicht Schritt gehalten. In der Summe ist der Reinertrag in den vergangenen vier Jahren um 15 bis 20 Prozent gesunken. Zum Teil bricht das den Praxen das Genick“, fasst Dr. Martin Staß, Hausarzt mit Praxis in Freiburg-Kappel, die Situation zusammen. Gleichzeitig würden die Praxen massiv in Digitalisierung und neue Geräte investieren müssen, während auf der anderen Seite der bürokratische Aufwand weiter wachse. Irgendwann gehe diese Rechnung nicht mehr auf, sagen die Ärzte.

„Wir sehen uns nicht nur als Lotse, wir sind der Fels in der Brandung. Wir machen die Hauptversorgung“, spricht Dr. Markus Pohle, Hausarzt aus St. Peter für sich und seine Kolleginnen und Kollegen. „Wenn wir uns nicht wehren, wird der Patient in zehn Jahren keinen Hausarzt mit persönlicher Bindung mehr haben, sondern geht dann in ein Medizinisches Versorgungszentrum, wo er dann im ungünstigsten Fall jedes Mal mit einem anderen Arzt zu tun hat“, so Pohle.

Schon jetzt gibt es zu wenig Arztpraxen in Deutschland. Viele gesetzlich Versicherte müssen oft monatelang auf einen Facharzt-Termin warten. Nun gerät auch das Hausarztsystem ins Stottern. Sollte es seitens der Politik keine Verbesserung der Rahmenbedingungen geben, werden sich aufgrund der gestiegenen Kosten noch weniger Ärzte für die Selbstständigkeit entscheiden. Besonders dramatisch: Ein Drittel aller Ärzte wird in den kommenden Jahren in Pension gehen.

Sehr angespannte Lage

„Wir bekommen immer seltener Nachfolger, weil diese jungen Mediziner die wirtschaftliche Entwicklung sehen. In der Realität hat sich das zunächst auf dem Land gezeigt, jetzt erreicht es auch die Stadt. Wer jetzt neu nach Freiburg kommt und eine Hausarztpraxis sucht, verzweifelt“, weiß Dr. Jakob Fehlings, Hausarzt aus Littenweiler.

Er und seine Kollegen gehen daher in die Offensive und wollen ihre Patienten sensibilisieren. Die Hausärzte fordern die Unterstützung durch die Politik für eine wirtschaftliche und planungssichere Arbeit. Das Ziel müsse es sein, dass für die Menschen die wohnortnahe ärztliche Versorgung langfristig sichergestellt werde. Der Appell: Wer nicht möchte, dass der hausarztmedizinische Versorgungsgrad in Deutschland immer stärker gefährdet wird, solle sich bitte an seinen Landtags- und Bundestagsabgeordneten wenden und ihm/ihr eine Nachricht schreiben. In den teilnehmenden Praxen liegen dazu Flyer aus. Darauf stehen auch die Namen und E-Mail-Adressen der Abgeordneten sowie ein QR-Code zu einem Musterschreiben, das auch unter muster.miz-st-peter.de heruntergeladen werden kann. Eine Online-Petiton findet sich unter: www.haev.de/themen/petition.

Das Freiburger Rathaus führt das Gendersternchen ein

Gendersternchen in Freiburg2025 hält das Sternchen Einzug in städtische Schriftstücke. Foto: Joers

Gendersternchen statt Unterstrich: Die Freiburger Stadtverwaltung kündigt eine Änderung ihrer Schreibregeln für amtliche Schreiben, Broschüren und Gemeinderatsvorlagen an. Außerdem führt das Rathaus ein neues, einheitliches Logo ein.

Während Grünen-Chef Robert Habeck in seinem neuen Buch aufs Gendern komplett verzichtet und an Berliner Schulen ein Verbot von Gender-Sternchen und anderen Sonderzeichen kommen soll, geht das Freiburger Rathaus einen gänzlich anderen Weg. Wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung am Donnerstag bekannt gab, will die Stadt im Zuge eines neuen, einheitlichen Erscheinungsbildes auch das Gendersternchen einführen. Der seit mehr als einem Jahrzehnt verwendete Unterstrich in der geschlechtsneutralen Anrede soll in städtischen Schriftstücken künftig wegfallen.

„Statt des Unterstrichs kommt jetzt der weit verbreitete Genderstern zum Einsatz“, schreibt die Stadtverwaltung. Gelten soll die Änderung für amtliche Schreiben, Broschüren und Gemeinderatsvorlagen, und zwar überall dort, „wo es keine guten geschlechtsneutralen Formulierungen“ gebe.

Der Unterstrich sei häufig als Lücke verstanden worden, erklärte die städtische Pressesprecherin Martin Schickle bereits im Januar 2024 gegenüber dem Wochenbericht. Der Doppelpunkt wiederum, der ebenfalls als Genderzeichen Verwendung findet, sei gleichzeitig ein Satzzeichen. Mittlerweile, so Schickle, sei der Genderstern die am meisten genutzte Kurzform geschlechtergerechter Sprache.

Die Stadt führt außerdem eine neues Corporate Design ein. Auffälligstes Merkmal ist das neue
Logo, das schon „erfolgreich“ für die Tourismuswerbung eingesetzt werde und künftig für die gesamte Stadt stehe. Ziel des neuen Erscheinungsbilds sei es, die Arbeit der Stadtverwaltung nach außen und innen einheitlich sichtbar zu machen. Der Internetauftritt, die städtischen Social-Media-Kanäle sowie das städtische Amtsblatt ab sofort den neuen Look.

Das einheitliche Logo, das bisher nur im Tourismus verwendet wurde, gilt nur für alle offiziellen Kanäle der Stadt Freiburg – wie zum Beispiel auf der Internetseite der Stadt. Foto: Joers

Visitenkarten oder vorhandene Fahrzeugbeschriftungen, die noch das alte Logo tragen, werde die Stadt aus „Gründen der Nachhaltigkeit“ aber vorerst nicht in das neue Design umwandeln. Ersetzt werden sollen diesen erst sukzessive bei etwaigen Neuanschaffungen.

Und im städtischen E-Mail-Verkehr gibt es eine Erleichterung, die ebenfalls zur Vereinheitlichung beiträgt: Analog zum Internetauftritt www.freiburg.de kommen auch die E-Mail-Adressen künftig ohne „stadt“ aus.