Massiver Kostendruck, Leerstände und Frequenzverluste: Die Probleme, vor denen der Handel in der Innenstadt steht, sind vielfältig. Wie könnte sich die Freiburger Innenstadt in den nächsten Jahren entwickeln? Die Ideen dafür sind vielfältig, erste Arbeiten sind bereits im Gange.
Freiburg gilt als eine der schönsten Städte weltweit – zuletzt wählte der Lonely Planet die Schwarzwaldmetropole im Jahr 2022 auf Platz drei hinter Auckland und Taipeh. Trotzdem kämpfen Einzelhändler in der Innenstadt mit Frequenzverlusten, sagt Lena Sutter-Kiefer, Vorstandsvorsitzende des Bündnis z’Friburg in der Stadt e.V. „Die Innenstadt müsste an den ein oder anderen Ecken attraktiver gestaltet werden“, so Sutter-Kiefer. Aus diesem Grund ist eine Sanierung der Rathausgasse geplant. „Wir erhoffen uns eine erhebliche Steigerung der Attraktivität“, so Sutter-Kiefer, die sich eine Rathausgasse mit der Qualität eines „Postkartenmotives“ wünscht. „Das wird ein enormer Kraftakt für die betroffenen Händler und Gastronomen“, weiß sie.
Ideen gegen Leerstand
Die FWTM versucht unterdessen, mit Pop-Up-Stores dem Leerstand entgegenzuwirken: Die Läden setzten „positive Impulse“, so die FWTM in einer Pressemitteilung. Regionale Labels bekämen so die Chance, ihre Produkte in einem temporären Ladengeschäft zu erproben. Dadurch würde der Bekanntheitsgrad der Marke gesteigert. Doch auch die Nutzerinnen und Nutzer der Pop-Up-Stores würden dadurch Erfahrung sammeln: Fünf ehemalige Nutzer haben sich zur Anmietung eines Geschäftes in der Innenstadt entschieden. Auf diesem Wege eröffnete Anfang März Vanessa Carrubba ihr gleichnamiges Geschäft in der Konviktstraße. Am 23. März startet Karl Sütterlin mit „Colorful Neighbourhood“ in der Konviktstraße 27.
Auch Lena-Sutter-Kiefer bezeichnet die Stores als „spannende Sache“. Problematisch sei hier oft die Umsetzung, da die Vermieter leerstehender Flächen darauf hoffen, diese bald wieder zu vermieten. Daher wollen viele nicht mit viel Vorlauf oder zu langfristig an Pop-Up-Stores vermieten. Die Kurzfristigkeit mache es Organisatoren und Ladenbesitzern trotz Förderprogrammen und Unterstützung seitens der FWTM schwer, ein Konzept umzusetzen, so Sutter-Kiefer.
Probleme sieht die Vorstandsvorsitzende auch bei der Erreichbarkeit der Innenstadt: Kunden aus dem Freiburger Umland werden nicht nur von vielen Baustellen abgeschreckt, sondern auch von Zugausfällen und Streiks. Hier könnte sich Sutter-Kiefer ein größeres Park-and-Ride-Angebot vorstellen. Für Kunden, die weiterhin mit dem Auto in die Innenstadt fahren, könnte eine „Happy Hour“ in den Parkhäusern auch frequenzschwache Zeiten attraktiv machen.
Immer häufiger werden Händler auch Opfer von Ladendiebstählen, auch Belagerungen und Bettler organisierter Banden würden zum Problem, sagt Sutter-Kiefer. „Der Freiburger Gemeindevollzugsdienst müsste wieder gestärkt werden und mehr Präsenz in der Innenstadt zeigen“, sagt sie. Hier seien massiv Gelder gestrichen worden, obwohl sich die Probleme in der Innenstadt verschärft hätten.
Aktionen statt Amazon
Um weiterhin Menschen in die Innenstadt zu locken, setzt das Bündnis z’Friburg in der Stadt e. V. schon lange auf Aktionen: Seit zwei Jahren gibt es erfolgreiche Fashion Festivals, dieses Jahr soll es wiederholt werden. „Die Planung läuft auf Hochtouren“, sagt Lena Sutter-Kiefer. Eine Attraktion ist auch der Samstag mit kostenfreiem ÖPNV, der dieses Jahr wiederholt werden soll.
Die Konkurrenz durch Amazon und Co. ist auch für Freiburger Gewerbetreibende nicht von der Hand zu weisen: Der Freiburger Gutschein, der in 50 Geschäften erworben werden kann, soll Alternativen bieten, so Sutter-Kiefer. Auch die Vorteile des stationären Einzelhandels sieht sie ganz klar: „Unsere Kunden haben die Möglichkeit sich in Ruhe die schönen Produkte anzuschauen, in die Hand zu nehmen, fühlen, schmecken riechen – mit allen Sinnen zu erleben.“ Neue Konzepte, Produkte abseits des Mainstreams und kleine Events seien ebenfalls ein Vorteil der ansässigen Händler.
Für die Zukunft wünscht sich Lena Sutter-Kiefer „eine attraktive Innenstadt mit qualitativ guten Betrieben“ und ein tolles Einkaufserlebnis für die Kunden. Dafür stelle man sich professioneller auf und vernetzt sich mit Gastronomen, Dienstleistern, Immobilienbesitzern und Kulturbetrieben. Positive Nachrichten gibt es jedoch schon jetzt: Laut BZ schreiben beide Galeria Kaufhof Filialen tiefschwarze Zahlen. Die Geschäftsführer hoffen, beide Filialen erhalten zu können.
Zu Gast in Freiburg: Kateryna Kit-Sadova, Frau des Bürgermeisters von
Freiburgs Partnerstadt Lviv (Mitte) und Tetyana Khabibrakhmanova, die Leiterin des Bereichs der Internationalen Kontakte der Stadt Lviv. Hier mir Oberbürgermeister Martin Horn. Foto: Schuh
„Wir haben vor 2022 nichts von dem geglaubt, was Putin gesagt hat, heute ist es die Realität“, sagt Kateryna Kit-Sadova, Frau des Bürgermeisters von Freiburgs Partnerstadt Lviv. Sie war vergangene Woche zu Gast und berichtete vom Leben inmitten des Kriegs in der Ukraine.
Vor zwei Jahren hat der russische Angriffskrieg begonnen: wie sieht die Situation aktuell in der Ukraine und in der Freiburger Partnerstadt Lviv aus? „Es gibt keine Familie in der Ukraine, die nicht durch den Krieg betroffen ist. Es ist kein normales Leben, wir sind auch mal müde, wissen aber, dass wir wieder aufstehen und weitermachen müssen,“, berichtet die 49-Jährige Unternehmerin und Frau des Bürgermeisters der Partnerstadt vergangene Woche bei einem Pressegespräch.
Ihr Bruder kämpft an der Front, ihr Neffe wurde schwer verwundet. Sie wirkt gefasst, wird aber auch immer wieder emotional. Bekannte schicken regelmäßig Videos von der Kriegsfront von verzweifelten Soldaten. „Jeden Tag gibt es viele tote Zivilisten in der Ukraine und gleichzeitig politische Diskussionen, ob Waffen geliefert werden, das macht wütend. Die Unterstützung ist sehr sehr wichtig, wir glauben an unseren Sieg“, betont Kateryna Kit-Sadova. „Lviv wird nicht so oft und so stark beschossen wie andere ukrainische Städte, es gibt aber immer wieder Raketenangriffe, bei denen Menschen sterben“, erklärt auch Tetyana Khabibrakhmanova, die Leiterin des Bereichs der Internationalen Kontakte der Stadt Lviv beim Freiburg-Besuch.
Zahlreiche Gebäude wurden zerstört. Beispielsweise die Universität. Erst „vor zwei Wochen traf es Kindergärten und Schulen, wir versuchen schnellstmöglichst alles wieder aufzubauen. Denn die Kinder gehen in Lviv normal in die Schule, es ist wichtig, dass es weitergeht. Jedoch hat jede Schule Schutzbereiche im Keller, in denen die Kinder bei einem Raketenalarm in Sicherheit gebracht werden. Doch auch sie bauen Drohnen, die im Krieg eingesetzt werden, das ist unsere Realität.“ Trotzdem versuchen die Menschen in der Partnerstadt „nicht nur zu überleben, sondern auch zu leben“. So wurden Museen oder Kulturzentren von Privatpersonen eröffnet, es gab eine Skulpturenausstellung um wenigstens etwas Normalität zu schaffen. „Das ist eine Ablenkung vom Krieg und gibt uns neue Kraft“.
Die Unterstützung aus Freiburg ist nach wie vor groß: „Wir sind schon seit über 35 Jahre mit Lviv befreundet, die Beziehungen sind so intensiv wie nie, wahre Freundschaft zeigt sich in schwierigen Zeiten. Wir dürfen uns an diesen Krieg aber nicht gewöhnen“, sagt Oberbürgermeister Martin Horn. Seit Juli 2022 wird jeder privat gespendete Euro durch die Stadt verdoppelt. Klinikmaterial und Medikamente werden geliefert sowie Sachspenden, Generatoren für die Wasserversorgung oder PV-Paneele. Allein für das „Unbroken Zentrum“ in Lviv, das sich um Verwundete kümmert, wurden 500.000 Euro gespendet.
Per Video wurde der Bürgermeister von Lviv, Andrij Sadowyj zugeschaltet. Er bedankte sich für die nach wie vor „sehr wichtige Unterstützung“ und berichtete von der aktuellen Lage. Es gebe viele Verletzte, 100 zusätzliche Plätze seien deshalb schon im „Unbroken Zentrum“ geschaffen worden. Es fehlt jedoch an Prothesen für Verwundete. Deshalb will man in Lviv nun die erste Produktion für Prothesen in der Ukraine aufbauen.
Christina Kubisch schafft begehbare Klangwolken aus Kabelknäueln. Foto: Rudolf Frieling
Klangwelten. Sie sind genauso vielfältig wie unsere Wahrnehmung. Man kann sie hören, sehen oder fühlen. Partizipativ und integrativ eröffnet die Ausstellung „anders hören“ im Museum für Neue Kunst am 15. März.
Ob jung oder alt, mit oder ohne Handicap – den Besuchern eröffnen sich unterschiedliche Zugänge zur Kunst. Die Schau läuft bis Sonntag, 8. September.
Zu sehen sind eine Vielzahl an Kunstwerken und Arbeiten, die die Besuchenden einladen, Klang neu zu erkunden. So reagieren etwa die elektronischen Arbeiten von Peter Vogel mal visuell, mal akustisch auf die Aktionen des Publikums.
Christina Kubisch schafft begehbare Klangwolken aus Kabelknäueln. Die taube Künstlerin Alison O´Daniel beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit Raumwahrnehmung – hier werden verschiedene Materialien zu Lautsprechern. Es gibt aber auch ein Klangkabinett, bestehend aus unterschiedlichen experimentellen Instrumenten, das erst durch die Beteiligung der Museumsgäste aktiviert wird und zum Lautwerden einlädt.
Wieder andere Werke regen die Vorstellungskraft an und lassen Töne in unserem Kopf oder Körper entstehen. So zum Beispiel die Videoarbeit „Conversation Piece“ von Katja Aufleger, die Dirigenten beim Aufführen eines Stücks ohne Musik begleitet. Die Schau hat einen besonderen Fokus auf Inklusivität – und ist auch für gehörlose und taube Menschen erfahrbar. Sie richtet sich neben Kunst-Interessierten Menschen insbesondere auch an Familien mit Kindern. So sind die Texte in einfacher Sprache verfasst und es gibt begleitend zur Ausstellung Führungen in Deutscher Gebärdensprache (DGS).
Zwischen ihnen funkt es sofort: Dora (Henriette Confurius) und Franz (Sabin Tambrea) lernen sich an der Ostsee kennen. Foto: Majestic Filmverleih
Kinotipp: „Die Herrlichkeit des Lebens“ über Schriftsteller Franz Kafka, große Gefühle und ein schweres Schicksal
1923: Dora Diamant und Franz Kafka lernen sich zufällig am Ostseestrand kennen. Er ist ein Mann von Welt, sie aus dem tiefen Osten, er kann schreiben, sie kann tanzen. Sie steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden, er schwebt immer etwas darüber. Als die beiden sich treffen, wird alle Verschiedenheit einerlei. Doch die junge Liebe wird von einem Schicksal überschattet.
Es ist Sommer an der Ostsee und Dora Diamants (Henriette Confurius, „Narziss und Goldmund“) Tage bestehen aus Sonne, Sand und Kinderlachen. Sie begleitet eine Gruppe von jüdischen Kindern, die von Berlin hierher ins Ferienheim geschickt wurden. Dort arbeitet sie als Köchin, als Erzieherin, als junge Frau für alles.
Eines Tages begegnet sie am Strand einer Erscheinung, denn nichts anderes ist Dr. Franz Kafka (Sabin Tambrea, „In einem Land, das es nicht mehr gibt“) an diesem Ort. Wo alle anderen Sand hinter den Ohren und die Nase voller Sommersprossen haben, kleidet er sich elegant, spaziert in polierten Schuhen durch den Sand und drückt sich sehr gewählt aus. Er ist anrührend und attraktiv zugleich. Und ein wenig lustig. Die Anziehung ist augenblicklich gegenseitig.
Die beiden laufen sich immer wieder über den Weg. Franz wird zum Dauergast im Ferienheim, interessiert sich für Dora, ihre Abnabelung vom orthodoxen Vater, ihren Glauben. Sie wollen schließlich in eine gemeinsame Wohnung in Berlin ziehen, doch dann erfährt Kafka, dass er schwer krank ist und sein Vater drängt ihn zur Rückkehr nach Prag.
Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Michael Kumpfmüller wird die berührende Geschichte der großen Liebe von Franz Kafka und Dora Diamant erzählt. Das Regie-Duo Georg Maas und Judith Kaufmann („Zwei Leben“) widmet sich dem letzten Lebensjahr des weltberühmten Schriftstellers Franz Kafka.
In weiteren Rollen sind unter anderem Daniela Golpashin („Stillleben“), Mira Griesbaum, Lionel Hesse, Manuel Rubey („Falco – Verdammt wir leben noch!“) und Luise Aschenbrenner („Luise“) zu sehen (fwb).
Die USC Eisvögel stehen in den Playoffs der Basketball-Bundesliga der Frauen. Foto: Seeger
Freiburgs Erstliga-Basketballerinnen von den USC Eisvögeln haben den Sprung in die Playoffs geschafft. Nach sechs Niederlagen in Serie feierte das Team von Headcoach Harald Janson im letzten Hauptrundenspiel gegen den BC Marburg einen 81:79-Sieg.
Den USC-Coach freute das vor allem aus einem Grund: „Wir haben jetzt mit Keltern genau den Playoff-Gegner bekommen, den wir uns gewünscht haben“, sagt Janson. Damit bleibt dem USC das Team von Alba Berlin als Viertelfinal-Kontrahent und damit weite Auswärtsfahrten in die Hauptstadt erspart.
Erstes Heimspiel am 28. März
Gespielt werden die Playoffs erstmals im Modus Best oft five (bisher: best of three). Gemäß dem Modus der Playoffs geht es für die Eisvögel zunächst zwei Mal nach Keltern, während das erste Heimspiel direkt vor den Osterfeiertagen stattfindet: Am Donnerstag den 28. März begrüßt Freiburg Keltern zum dritten Spiel der Serie in der Unihalle, ein potenzielles viertes Spiel würde am Samstag den 30. März ebenfalls in Freiburg stattfinden. Für die zuletzt von vielen Verletzungen geplagten USC-Eisvögel gilt es bis dahin alle Kräfte zu bündeln.
Der Freiburg-Marathon zählt zu den Sport-Highlight des Jahres in der Stadt – am 7. April ist Startschuss für die 19. Auflage. Foto: Joers
Über 11.500 Läuferinnen und Läufer haben sich bereits für einen der fünf Läufe des diesjährigen Freiburg-Marathon am Sonntag, 7. April registriert. Wer ebenfalls teilnehmen möchte, sollte schnell sein: Anmeldungen sind noch bis zum Montag, 25. März 2024 über die Marathon-Webseite unter www.mein-freiburgmarathon.de/anmeldung möglich. Online nachmelden kann man sich bis zum 5. April, sofern dann noch Startplätze verfügbar sind.
Der Freiburg-Marathon umfasst fünf verschiedene Strecken: Neben Marathon (42,195 km) und Halbmarathon (21,0975 km) gibt es die Marathonstaffel, bei der sich vier Läufer die Marathonstrecke teilen. Zur Wahl stehen außerdem ein 10-Kilometerlauf sowie der Schülermarathon.
Zudem können alle Kinder der Jahrgänge 2014 bis 2022 beim beliebten Füchsle-Mini-Marathon am Samstag, 6. April 2024 starten – die Kleinen laufen hier kürzere Distanzen von etwa 400 bis 1.100 Meter direkt auf dem Gelände der Messe Freiburg, wo am Marathon-Sonntag auch der Start und Ziel ist. Organisiert wird der inzwischen 19. Freiburg-Marathon von der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH (FWTM) und dem Badischen Leichtathletik-Verband e.V. (BLV).
Freiburgs Torhüter Noah Atubolu zeigte sich gegen West Ham United als sicherer Rückhalt. Foto: Detlef Berger
Der SC Freiburg hat das Achtelfinal-Hinspiel gegen West Ham United 1:0 (0:0) gewonnen und SC-Trainer Christian Streich verteilt viel Lob an seine Spieler. Die wiederum brennen auf das Rückspiel in London – müssen aber vorher auswärts in Bochum ran. Die Stimmen nach dem Europapokalabend.
Nach einem weiteren intensiven und am Ende erfolgreichen Flutlichtspiel auf europäischer Ebene im ausverkauften Europa-Park Stadion war die Stimmung beim SC Freiburg gelöst. SC-Trainer Christian Streich zeigte sich vor allem erfreut über das Zweikampfverhalten seiner Spieler: „Ich habe Vincenzo Grifo Zweikämpfe gewinnen sehen“, sagte Streich.
Auch Kilian Sildillia gegen West-Ham-Topspieler Lucas Paqueta und Nicolas Höfler hätten gute Zweikämpfe geführt. „Das war die Basis“, so der SC-Trainer. „Ruhe und Mut waren das Thema bei uns, damit es kein Hin und Her gibt. Das wäre sonst nicht gut für uns ausgegangen.“
Gerade in der zweiten Halbzeit „hat West Ham versucht uns mit ihrer überragend besetzte Offensive zu überfallen“. Seine Mannschaft aber habe „dagegengehalten“. Dazu habe Torhüter Noah Atubolu stark pariert, „und so konnten wir gegen eine so herausragend besetzte Mannschaft gewinnen.“
Joker Gregoritsch sticht
Das Tor des Abends erzielte einmal mehr Michael Gregoritsch: Elf Minuten nach seiner Einwechslung in der 70. Minute drückte der Österreicher den Ball zum 1:0 nach einer scharfen Hereingabe von Roland Sallai über die Linie. Es war bereits sein fünftes Tor im laufenden Wettbewerb.
„Hut ab vorm Gregerl. Er ist ein sehr wichtiger Faktor für diese Mannschaft. Es ist nicht selbstverständlich, immer mal wieder auf der Bank zu sitzen, dann reinzukommen und direkt da zu sein“, sagte SC-Kapitän Christian Günter. „Solche Spieler braucht man im Kader. Da ist er ein Vorbild, das vorweggeht. Letztlich entscheidet er das Spiel. Wir sind sehr froh, ihn zu haben.“
VAR-Entscheidung in der 90. Minute
In Gefahr geriet das 1:0 noch einmal in der Nachspielzeit, als Noah Weißhaupt unter Bedrängnis seines Gegenspielers den Ball an die hoch ausgestreckte Hand bekam. Elfmeter oder nicht? Diese Entscheidung fällte der spanische Schiedsrichter Alejandro Hernández erst nach minutenlanger Konsultation mit dem Videoschiedsrichter und nach Ansicht der TV-Bilder.
Den Strafstoß für West Ham United gab er am Ende nicht. „Da haben wir etwas Glück gehabt“, sagte SC-Kapitän Günter, der die TV-Wiederholung der Szene zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesehen hatte. Für Christian Streich fiel die Entscheidung des Schiris am Ende eindeutig aus: „Du kannst die Situation nicht ohne den Stoß sehen, weil nur deshalb geht der Ball an die Hand. Von daher ist es ganz klar kein Elfmeter“, sagte er.
Für SC-Verteidiger Matthias Ginter ist der 1:0-Erfolg eine gute Grundlage für das Rückspiel in einer Woche in London gegen den Premier-League-Klub: „Das gibt uns Mut und Selbstvertrauen. Aber wir wissen auch, dass erst ein Spiel vorbei ist. Wir werden natürlich versuchen, ins Viertelfinale zu kommen. Aber es wird sehr schwer werden“, sagte Ginter und sprach von einer „fifty-fifty“-Chance für das Rückspiel.
In der Bundesliga wartet Bochum
Schon am Sonntag (15.30 Uhr) sind die Freiburger wieder in der Bundesliga gefordert, auswärts bei den heimstarken Bochumern. Christian Streich kündigte an, dass für das Spiel eine personelle Rotation in Frage komme.
Seine beiden letzten Spiele gegen Bayern und West Ham bestritt der Sport-Club jeweils mit derselben Anfangself. „Es kann sein, dass wir vier, fünf Positionen wechseln, vielleicht auch nur drei. Wir müssen gute Entscheidungen treffen, so dass wir unbedingt in Bochum bestehen. Wir dürfen auf keinen Fall die Bundesliga außer Acht lassen“, sagte Streich – und fügte an. „Wir müssen punkten, damit Du beruhigt Europapokal spielen kannst.“
Das Batteriepaket, das im März 2021 von der Internationalen Raumstation ISS abgetrennt wurde. Foto: NASA
Eine 2,6 Tonnen schweres Batteriepaket der ISS stürzt am Freitag Richtung Erde – auch Freiburg liegt in der Flugbahn des Objekts
Am Freitag, 8. März wird erwartet, dass ein altes Batteriepaket der Internationalen Raumstation ISS in die Erdatmosphäre eintritt. Eine entsprechende Meldung hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe verbreitet. Bei dem Weltraumschrott handelt es sich um ein 2.600 Kilogramm schweres Objekt, das bereits am 21. März 2021 von der ISS abgetrennt wurde. Erste Analysen des deutschen Weltraumlagezentrums hätten nun ergeben, dass Teile der Batteriepakete den Wiedereintritt überstehen und die Erdoberfläche erreichen können. Und: „Vor dem Wiedereintritt überfliegt das Objekt mehrmals das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland“, so das Bundesamt für Bevölkerungsschutz.
Karte zeigt Flugbahn
Eine Karte auf der Internetseite des Bundesamts für Bevölkerungsschutz zeigt die Korridore für mögliche Einschläge – auch Freiburg liegt auf der Flugbahn des ISS-Schrotts. Die Teile könnten hier demnach gegen 19.54 Uhr in einem 35 Kilometer breiten Korridor auf die Erde treffen. Insgesamt sind es vier kurze Zeitfenster zwischen 16.47 Uhr und 19.50 Uhr, in denen der Weltraumschrott Deutschland überfliegt. Betroffen seien demnach die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Aufgrund der hohen Anzahl von Batteriezellen sei von einem „sehr hohen Schrapnell-Potenzial mit Hunderten Fragmenten im niedrigen Kilogrammbereich auszugehen.“
Eine Karte des Bundesamts für Bevölkerungsschutz zeigt die potentiellen Orte, wo der Weltraumschrott am Freitag niedergehen könnte – in der Region Freiburg wäre das demnach gegen 19:50 Uhr möglich. Foto: FWB-Grafik / Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Dass es tatsächlich dazu kommen werde und eine Gefährdung für Deutschland bestehe, sei „derzeit statistisch unwahrscheinlich“, schreibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Ähnlich lautet auch die Einschätzung in der am Donnerstagnachmittag veröffentlichen bundesweiten Warnung in der Warn-App Nina. Dort heißt es, die Wahrscheinlichkeit eines Auftreffens sei „sehr gering“. Allerdings seien Leuchterscheinungen oder die Wahrnehmung eines Überschallknalls möglich. Das deutsche Weltraumlagezentrum in Uedem überwache den erdnahen Weltraum aber kontinuierlich und sei mit internationalen Partnern im Austausch. „Sollten sich Hinweise abzeichnen, dass der Wiedereintritt das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland betrifft, so werden die bestehenden Krisenreaktionsmechanismen und Informationswege genutzt, um auf eine mögliche Gefährdung zu reagieren“, heißt es.
Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hatte selbst nicht damit gerechnet, dass von dem Batteriepaket möglicherweise eine Gefahr für die Erde ausgehen könnten. Als die NASA im März 2021 die erfolgreiche Abtrennung des Objekts von der ISS verkündete, schrieb die Behörde, die Batterie werde die Erde zwei bis vier Jahre lang umrunden, bevor sie dann „ohne Schaden anzurichten“ in der Erdatmosphäre verglüht.
Können erneut eine positive Bilanz vorlegen: Sparkassen-Chef Daniel Zeiler mit seinen Vorstandskollegen Bernd Rigl (li.) und Lars Hopp (re.) Fotos: Joers
Auf ihrer jährlichen Bilanzpressekonferenz konnte der Vorstand der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau ein positives Ergebnis für das Jahr 2023 präsentieren – und das trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds. Die Bilanzsumme steigt gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro.
Erstmals beträgt das betreute Kundenvolumen der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau mehr als 15 Milliarden Euro – der Anstieg um 2,5 Prozent bzw. 366 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr sei vor allem auf die gestiegene Nachfrage nach Kundenwertpapieren zurückzuführen.
Keine Insolvenzwelle
„Wir sind eine Kundensparkasse. Wir betreuen unsere Kunden in allen Lebenslagen“, sagt Zeiler. Das „erfolgreiche Jahr 2023“ unterstreiche, dass sich die Kunden in allen Geldfragen auf die Sparkasse Freiburg verlassen könnten, so Zeiler. Mit ihrer Bilanzsumme von 8,3 Milliarden Euro (+ 1,4 Prozent) liegt die Sparkasse Freiburg im deutschlandweiten Sparkassen-Ranking auf Platz 39 von 353. Ihre bilanziellen Eigenmittel konnte sie um 51 Millionen Euro auf jetzt 772 Mio. Euro stärken. Leicht rückläufig ist der Kreditbestand – er sank um 1,3 Prozent auf 5,931 Mio. Euro.
Insgesamt konnte die Sparkasse Freiburg 2023 mit privaten und gewerblichen Kunden neue Kreditverträge über 975 Mio. Euro abschließen – das entspricht einem Rückgang von 33,8 Prozent, was vor allem auf den deutlichen Zinsanstieg zurückzuführen ist. Dämpfend auf die Kreditnachfrage hätten zudem die Inflation, konjunkturelle Sorgen und die Herausforderungen in der Bau- und Immobilienwirtschaft gewirkt. 2023 sei für die Sparkasse Freiburg zwar ein erfolgreiches, aber auch „ein herausforderndes, anstrengendes Jahr“ gewesen. Das begründete Zeiler auch mit dem altersbedingten Ausscheiden von Vorstandsmitglied Erich Greil, wodurch sich das Sparkassen-Vorstandsteam auf drei Mitglieder verringerte. Dieser Umbau hatte eine Neubündelung der Verantwortsbereiche zur Folge.
Während der bundesweite Einbruch im Bausektor auch bei der Sparkasse zu einem Rückgang der Wohnbaudarlehen führt (282 Mio. Euro / Vorjahr: 492 Mio Euro), befinde sich die regionale Wirtschaft trotz der geopolitischen Unsicherheiten weiterhin „in sehr guter“ Verfassung, so Zeiler: „Es gibt derzeit keinerlei Anzeichen einer Insolvenzwelle in unserer Region“, betont er.
Immer stärker nachgefragt werden Tages- und Festgeldanlagen, die um 638 Mio. Euro (+ 42 Prozent) zulegten sowie Kundenwertpapieranlagen, deren Gesamtbestand erstmals bei über 3 Milliarden Euro (+ 17,4 Prozent) lag. Die Zinswende der Europäischen Zentralbank stärke das Geschäftsmodell der Sparkasse. „Wir sammeln Geld in der Region ein und geben es als Kredite wieder aus“, so Zeiler. Auch das gesellschaftliche Engagement, ein Eckpfeiler der Sparkasse, ist ungebrochen: Mit insgesamt 1,9 Mio. Euro förderte die Sparkasse Freiburg 1.025 Einzelmaßnahmen aus Kultur, Sport, Wissenschaft und Sozialem. Weitere 13 Millionen Euro führt die Sparkasse als regionale Gewerbesteuer an die Kommunen ab.
Mit 964 (VJ: 956) stieg zudem die Zahl der Beschäftigen. Auch die Zahl der Auszubildenden erhöhte sich von 72 auf 86. Und in Freiburg baut die Sparkasse derzeit die Kassenhalle ihrer Zentrale in der Kaiser-Joseph-Straße um. Die Eröffnung ist im April geplant. Positives konnte der stellvertretende Vorstandschef Bernd Rigl zudem vom Leerstand im Quartier Unterlinden berichten: Während sich im Obergeschoss ab Sommer eine Wirtschaftsprüfungsfirma einmietet, werden die bisher zwei getrennten Ladeneinheiten im Erdgeschoss zusammengelegt. „Ein Nutzer wird künftig beide Flächen mieten“, so Rigl. Mit dem bislang noch unbekannten Mieter stehe die Sparkasse kurz vor dem Vertragsabschluss.
Holger Bührle hat einen Yacht im Vorgarten stehen Foto:privat
Bald verwirklicht er seinen Lebenstraum: Holger Bührle baut seit mehr als 25 Jahren in seinem Garten in Au eine 22 Meter lange-Segelyacht. Mit der „Hulg“ – das Boot trägt seinen früheren Spitznamen – will er die Welt umrunden und dieses Jahr soll die große Reise tatsächlich losgehen. Er macht alles selbst, schweißt jede Naht, hämmert jeden Beschlag. Nun fehlen noch ein paar Kleinigkeiten, um fertig zu werden. Dehalb hat das Freiburger Urgestein, das rund 30 Jahre lang die Diskothek Crash leitete, bei „Go Fund Me“ eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Das Spendenziel: 4.800 Euro. Knapp 1.200 Euro davon sind bereits zusammengekommen.
Segelfans können bei dem großen Abenteuer sogar dabei sein: die Hulg bietet Platz für bis zu sechs Gäste, die mit Kapitän Holger Bührle mitsegeln können. „Dieses einzigartige Gefühl von unendlicher Freiheit – das möchte ich teilen“, sagt er. Interessenten können sich bei ihm einkaufen und bekommen Freiwochen oder Rabatte.
Die Leidenschaft fürs Segeln liegt in der Familie. Mit seinem Vater und seinem Onkel war er wochenends regelmäßig auf dem Schluchsee unterwegs, später ging es nach Griechenland oder in die Karibik. Und was meinen die Nachbarn zur Segelyacht im Vorgarten? „Die meisten kennen es so, für manch einen bin ich auch der Verrückte mit dem Boot“, sagt er und lacht.
Rund 1,5 Millionen Euro hat er schon in seinen Lebenstraum investiert. „Man muss schon ein bisschen verrückt sein, wenn man sein Boot selbst baut. Das muss Spaß machen und es ist natürlich toll, wenn es am Ende so wird, wie man es sich vorgestellt hat. Ich bin zuversichtlich, dass das Boot noch dieses Jahr wasserfertig wird“. Los geht es dann über den Rhein in Richtung Niederlande. Dann lässt der Freiburger alles hinter sich und erfüllt sich seinen Traum vom Leben auf dem Meer.
Spektakuläre Show
Acht Monate lang war es um den deutschen Rap-Star Apache 207 ziemlich ruhig: im vergangenen Jahr begeisterte er auch mit einer spektakulären Bühnenshow auf Tour. Sein größtes Konzert vor rund 46.000 Fans spielte er im August auf dem Freiburger Messplatz. „Sowas habe ich noch nie erlebt“, schwärmte er auf der Bühne. Jetzt meldet er sich mit seinem neuen Song „Loser“ zurück und darin spielt die rekordverdächtige Kulisse hier auch eine Rolle. Denn in dem Video sind Aufnahmen hinter den Kulissen, aus dem Alltag oder im Urlaub und eben auch Bilder von dem Open-Air-Konzert zu sehen. Nicht nur ein beeindruckendes Panorama, sondern auch Aufnahmen aus den Fanreihen.
Vielleicht erkennt sich ja sogar der eine oder andere von euch wieder? In dem eingängigen Song schlägt der 26-jährige Rapper aus Ludwigsburg nachdenkliche Töne an und reflektiert seinen Werdegang als Künstler und erzählt, wie er sich gegen Stimmen, die ihn als Versager abstempelten, durchsetzen musste. Die Fans feiern den Song natürlich – hört mal rein!
Beeindruckendes Panorama: Aufnahmen von Apache 207’s Megakonzert in Freiburg sind in seinem neuesten Musikvideo des Songs „Loser“ zu sehen. Foto: Screenshot
Apache 207 trat im vergangenen Jahr vor rund 46.000 Fans auf. Foto: Screenshot
DSDS im Europa-Park
Dass die RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ in diesem Jahr im Europa-Park gedreht wird, durfte ich euch ja schon verraten. Jetzt hat der Freizeitpark bekannt gegeben, wann genau das Casting talentierter Sänger stattfindet – und zwar vom 25. April bis 5. Mai. Am Jurypult der 21. Staffel nehmen Platz: Schlagersängerin Beatrice Egli, Rapperin Loredana, DSDS-Urgestein Dieter Bohlen und Sänger Pietro Lombardi. Mit etwas Glück können die Europa-Park Besucher bei den Aufzeichnungen der Castings zuschauen. Also haltet die Augen auf, wenn ihr dort seid!
Sänger Pietro Lombardi ist wieder Teil der DSDS-Jury Foto: RTL/Stefan Gregorowius