Das Interview mit dem Freiburger Politikwissenschaftler Michael Wehner führte Redaktionsleiter Sven Meyer.
Herr Wehner, wenn junge Menschen wählen, dann kommt das in der Regel eher Parteien aus dem linken bis linksliberalen Lager zugute. Diese Rechnung scheint, wenn man die Ergebnisse der Europawahl ansieht, nicht mehr aufzugehen.
Michael Wehner: Früher gaben alle Studien das Bild her, dass junge Wähler eher links-progressiv abstimmen. Aktuell kann man nicht mehr davon ausgehen. Die AfD war bereits bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen die stärkste Partei bei jungen Wählern. Das ist letztlich ein Spiegelbild der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung. Der Trend wurde bei der Europawahl bestätigt. Insofern verändert sich da gerade etwas.
Die Gewinner sind neben Union und AfD, die kleinen Parteien, wie Volt, die ebenfalls auf Kosten vor allem der Grünen, hinzugewonnen haben. Wo liegen die Gründe für diese Verschiebung?
Wehner: Noch bei der letzten Bundestagswahl waren die Grünen und die FDP die Parteien der Jungwähler. Somit ist das Teil eines noch nicht festgelegten Wahlverhaltens dieser Wählergruppe. Die jungen Menschen sind nicht so festgelegt und reagieren auf Trends deutlicher als es ältere Wähler tun. Bei den Gründen spielen sicherlich die Nachwirkungen von Corona eine Rolle, das Gefühl der weitgehenden Nicht-Beachtung der Jugendlichen, hinzu kommt ein weit verbreiteter Eindruck, dass man von den etablierten Parteien nicht gehört wird und generelle Zukunftssorgen – das reicht von Jobs über bezahlbaren Wohnraum bis hin zu Ukrainekrieg und auch Migrationsängste spielen eine Rolle. Eine weitere bedeutende Rolle spielten auch die sozialen Medien, in denen die AfD junge Menschen sehr erfolgreich angesprochen hat. Wer sich von den Grünen hin zu Volt entwickelt hat, ist wiederum mit der Rolle der Grünen als Regierungspartei nicht zufrieden. Volt vereint linke Themen wie Klima mit dem Freiheitsgedanken und trifft kommunikativ eher den Ton junger Menschen.
Wie ist der Zuwachs bei der Union zu erklären? Ist die Jugend wertkonservativer als man animmt?
Wehner: Wertkonservatismus ist auch immer schon bei Jugendlichen ausgeprägt gewesen. So haben wir in den achtziger Jahren die Popper-Generation oder die Gründung der jungen Liberalen als Beispiel für traditionelle Wertorientierungen und die neoliberale Internet- und Startup-Generation in den Neunzigern wäre ebenfalls ein Beispiel. Das Bedürfnis nach Sicherheit in Krisenzeiten führt möglicherweise ebenfalls zu einer neokonservativen Hinwendung zur Union.
Die AfD hat teilweise klar fremdenfeindliche Clips geschaltet. Offenbar war sie damit erfolgreich. Drückt das aber wirklich jugendliche Befindlichkeiten aus?
Wehner: Meine Einschätzung ist eher, dass es die gesamtgesellschaftliche Verunsicherung samt ökonomischer Zukunftsängste ist, die oft dahintersteckt. Unsere Gesellschaft ist mit stark veränderten Rahmenbedingungen konfrontiert, davon profitieren unter anderem rechtspopulistische Stimmen. Auch bei Jugendlichen gibt es fremdenfeindliche Projektionen. Und natürlich gibt es auch reale Probleme in der jugendlichen Lebenswelt, etwa wenn junge Frauen respektlos in der Disko angetanzt werden. Das Thema Sicherheit spielt eine Rolle. Aber man muss genauso feststellen, dass auch 83 Prozent Jungwähler – Erstwähler – demokratische Parteien gewählt haben. Das darf in der Debatte um den Rechtsruck nicht untergehen.
Nun spricht alles über TikTok, dessen Wirkung offenbar die anderen Parteien völlig unterschätzt haben.
Wehner: Fakt ist, dass zwei Drittel der jungen Leute sich nicht mehr über klassische Medien informieren. Diese stark vereinfachten Clips mit einseitigen Positionen werden konsumiert. Man ist schnell in einer Blase und fühlt sich dann jeden Tag mehr in seiner Weltanschauung gestärkt. Die AfD hat das konsequent genutzt. Ich bin sehr sicher, dass die anderen Parteien ihre Verweigerungshaltung gegenüber sozialen Medien, speziell TikTok, aufgeben werden und versuchen, in dieser stark emotionalisierten Welt entsprechende Gegenbotschaften zu senden.
Bei den unter 24 Jahre alten Wählern hat nur noch jeder zehnte Grün gewählt. Eben hatten wir noch Fridays for Future und jetzt ist das Thema Klimawandel auf einmal nicht so wichtig oder wie ist das zu interpretieren?
Wehner: In der Tat steht das Thema gerade nicht mehr ganz oben auf der Agenda. Es wird von anderen Krisenthemen überlagert. Aber ich deute das eher als Momentaufnahme. Lassen Sie mal zwei, drei Hitzesommer ins Land ziehen, dann kann sich das schnell wieder ändern.
Denken Sie, dass der ständige Ampelzoff für junge Wähler ein triftiger Grund war, zu anderen Parteien zu wechseln oder die Regierung bewusst abzustrafen?
Wehner: Die politische Realität der ungeliebten Kompromisse und die Anpassung an weltpolitische Krisen führt mitunter zu herber Enttäuschung – auch bei den Jungwählern. Aufgrund der 3-Parteien-Koalition fühlen sich nun viele enttäuscht. Die jungen FDP-Wähler ärgern sich über die aus ihrer Sicht missglückte Wirtschaftspolitik, während sich viele junge Grünenwähler verwundert die Augen reiben, dass aus der ehemals pazifistischen Partei eine Kriegspartei geworden ist.
Wird das Pendel wieder in die andere Richtung ausschlagen?
Wehner: Europawahlen sind Denkzettelwahlen, bei denen eher Protest ausgedrückt wird. Letztlich kann sich das relativ schnell wieder ändern, wenn es der Ampel gelänge, verlorenes Vertrauen wieder zu gewinnen und speziell jüngere Wähler besser anzusprechen. Andererseits führt die Migrationsfrage zu nationalstaatlichen Renaissancen, die ihre Eigendynamik entwickeln können.
Ließen sich den EM-Auftakt nicht entgehen und feierten die Torgala der deutschen Nationalelf ausgelassen : SC-Kicker Nicolas „Chicco“ Höfler (l.) und sein Ex-Mannschaftskollege Nils Petersen (l. hinten), der den Schnappschuss aus dem Megapark in Mallorca bei Instagram und Co. teilte. Mit dabei war auch Sky-Reporter Philipp Hinze (vorne Mitte). Foto: www.instagram.com/Nils_Petersen18
Oh, wie ist das schön: groß ist die Euphorie der Fußballfans nach dem fulminanten Auftakt der deutschen Elf bei der Heim-EM. Manch einer träumt nach der Torgala beim 5:1 gegen Schottland jetzt schon vom Sommermärchen 2.0. Während in anderen Städten Tausende gemeinsam beim Public Viewing feierten, gibt es das in Freiburg dieses Jahr leider nicht. Aber zahlreiche Kneipen, Biergärten und Co. zeigen die Spiele natürlich. Deshalb war hier der Andrang groß, um gemeinsam mitzufiebern.
Auch für unsere SC-Kicker geht es im wohlverdienten Urlaub natürlich nicht ohne Fußball. Beispielsweise bei Matthias Ginter. Der war für die Nationalelf leider nicht mehr nominiert, darf dafür aber ganz entspannt das Spiel verfolgen. Er war mit seiner Frau Christina beim Auftaktspiel in der Allianz Arena dabei und erlebte den Sieg der Nationalelf hautnah.
SC-Kicker Matthias Ginter und seine Frau Christina waren live in der Münchener Allianz Arena dabei. Foto: www.instagram.com/chrissy_ginter
Etwas wilder gefeiert wurde bei SC-Kicker Nicolas „Chicco“ Höfler und seinem Ex-Kollegen Nils Petersen. Im Mallorca-Urlaub wurde im Megapark mit Kumpels – unter anderem Sky-Reporter Philipp Hinze – und mit dem einen oder anderen Bierchen ausgelassen mitgefiebert. Und das auch in pink-lila Fantrikots. Die mischen sich immer mehr unter den Klassiker weiß mit rot schwarz gold. Anfangs heiß diskutiert, ist das pinke Shirt laut Sponsor Adidas mittlerweile sogar das am besten verkaufte in der Geschichte aller DFB-Trikots.
Während die einen Kicker als Fußball-Fans bei der EM dabei sind, wird es für andere SC-Spieler heute Abend im nächsten Spiel der Nationalelf ernst. Roland Sallai und Attila Szalai könnten für Ungarn auf dem Platz stehen. Bei aller Fanliebe für den SC Freiburg drücken wir heute Abend aber auf jeden Fall unserer Nationalelf die Daumen, oder? Für ein neues Sommermärchen müssen die schließlich weiterhin ordentlich Gas geben.
Nach fünf Jahren Pause darf auf dem beliebten Konzerthausball der Tanzschule Gutmann wieder gefeiert werden. Foto: Valentin Behringer/Gutmann Events
Fünf Jahre musste sich Freiburg gedulden, nun freuen sich viele tanzbegeisterte Menschen erneut darauf, eine der größten Ballveranstaltungen in Deutschland miterleben zu können: Am 13. und 14. Dezember findet der glamouröse Konzerthausball wieder statt. Die Tanzschule Gutmann möchte ihren 40. Geburtstag gebührend feiern – mit allen, die Tanzen und Feiern lieben.
Der Kartenvorverkauf für beide Ballabende hat bereits begonnen; das Programm ist Freitag und Samstag identisch. Für das persönliche Tanzvergnügen wird es vier Tanzflächen mit Live- und DJ-Musik geben, auf der Bühne des Rolf-Böhme-Saals wird beispielsweise das „Cool & Classic Salonorchester“ spielen. Ob „Las Vegas“ oder „Moulin Rouge“: Auch in diesem Jahr wird es ein besonderes Motto geben, das sich unter anderem in der zentralen Tanzshow wiederfindet.
Für alle diejenigen, die ihre Tanzkenntnisse für das Event auf Vordermann bringen möchten, starten bei Gutmann alle vier Wochen neue Kurse – sowohl für Neu-, als auch für Wiedereinsteiger. Mehr zum Motto, zum Programm und Tickets unter www.konzerthausball.de.
Hier werden spannende Phänomene untersucht: Die Science Night will Kinder, Jugendliche und Erwachsene für die Wissenschaft begeistern.
Foto: Adobe Stock
Nach über zehn Jahren findet am 28. Juni, 17 bis 23 Uhr, wieder die Science Night an der Pädagogischen Hochschule Freiburg statt. Es wurden vielseitige Angebote für Menschen jeden Alters geschaffen, um die Begeisterung für die Wissenschaft zu wecken.
Die Besucher erwartet ein Abend voller Wissenschaft, Entdeckungen und grenzenloser Neugierde für die unterschiedlichsten Themen. So wird die Hochschule ihre Türen für interessierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene öffnen, um unter fachkundiger Anleitung zu experimentieren, zu diskutieren, zu konstruieren und spannende Phänomene aus den unterschiedlichsten Disziplinen zu entdecken: Alltagskultur und Konsum, Wirtschaft, Biologie, Chemie, Gesundheitspädagogik, Geografie, Mathematik, Physik, Sport, Technik und Musik.
Seit der letzten Science Night ist viel geschehen, aber die Faszination für die Wissenschaft bleibt unverändert hoch. Heutzutage sind andere drängende Themen wie der Klimawandel, Energiefragen, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und neue Technologien stärker im Fokus. Die Veranstalter wollen Begeisterung für die neuen Themen wecken und eine Plattform bieten, um die aktuellen Herausforderungen zu diskutieren und innovative Lösungsansätze vorzustellen. Es wird verschiedene interaktive Stationen und Experimente, Ausstellungen und Exponate geben. Es wird Science Slams und Vorträge geben, ebenso Live-Demonstrationen und eine Bühnenshow, auf der auch das finale Spectaculum Scienticum stattfinden wird.
Benny (Austin Butler) muss sich zwischen seiner Loyalität gegenüber seiner Frau Kathy (Jodie Comer) und dem Motorrad-Club Vandals entscheiden. Foto: Universal Studios
Bennys Leben dreht sich Mitte der 1960er-Jahre um genau zwei Dinge: die Leidenschaft für den Motorrad-Club der Vandals und die Liebe zu seiner Frau. Doch ihre Beziehung wird im Laufe der Jahre zunehmend auf die Probe gestellt, denn die Vandals werden nicht nur immer größer, sondern auch gefährlicher.
Für Kathy (Jodie Comer) ist Benny (Austin Butler) die Liebe ihres Lebens. Schon ein paar Wochen nach ihrer ersten Begegnung sind sie Mann und Frau, auch wenn ihr von Anfang an klar ist, dass er ihr nie ganz gehören wird – zu wichtig ist ihm sein Leben als Mitglied des Motorrad-Clubs Vandals und zu groß seine Loyalität für seinen besten Freund und Vandals-Anführer Johnny. Im Laufe eines Jahrzehnts wird im Mittleren Westen der USA aus einem kleinen rebellischen Motorrad-Club eine berüchtigte Rocker-Gang. All das, was die Vandals ausmachte, steht ebenso auf dem Spiel wie Bennys Liebe, und er muss sich entscheiden, wem seine Treue gehört.
Der Motorrad-Club von Vandals-Anführer Johnny (Tom Hardy) wird immer größer und gefährlicher. Foto: Universal Studios
Mit Jodie Comer („Killing Eve“) und Austin Butler („Elvis“) konnte Regisseur und Drehbuchautor Jeff Nichols („Midnight Special“) zwei der angesagtesten Jungstars für seinen Ausflug in die legendäre Easy-Rider-Ära der 1960er-Jahre gewinnen. An ihrer Seite spielt Tom Hardy („Mad Max: Fury Road“) den unbeugsamen Vandals-Anführer, und in weiteren Rollen sind Michael Shannon („Midnight Special“), Mike Faist („West Side Story“) und Norman Reedus („The Walking Dead“) zu sehen.
Inspiriert vom gleichnamigem Kult-Fotobuch des amerikanischen Dokumentarfilmers Danny Lyons aus dem Jahr 1968 erweckt Jeff Nichols die sagenumwobene Subkultur der amerikanischen Motorradclubs zu neuem Leben. (fwb)
Bei einem Verkehrsunfall zwischen einer Straßenbahn und einem Radfahrer am Dienstag, 18. Juni, an der Kreuzung Munzinger Straße/Besançonallee ist eine Person verletzt worden. Ersten Erkenntnissen zufolge soll der Radfahrer gegen 9 Uhr die Munzinger Straße auf dem Radweg in Richtung Osten befahren haben.
An der Kreuzung soll es dann zur Kollision mit der in Richtung Süden fahrenden Straßenbahn gekommen sein. Der Radfahrer musste medizinisch behandelt werden. Zeugen werden gebeten, sich unter 07 61/8 82- 31 00 bei der Verkehrspolizei zu melden.
Die jetzt festgenommen Fahrraddiebe sollen mehrere Diebstähle, unter anderen in verschiedenen Freiburger Stadtteilen begangen haben. Foto: Adobe.Stock
Der Polizei in Freiburg ist ein wichtiger Schlag gegen den organisierten Fahrraddiebstahl gelungen. Nach umfangreichen, mehrmonatigen Ermittlungen der Kripo konnte zwei dringend Tatverdächtige festgenommen werden. Sie stehen im Verdacht hochwertige Räder gestohlen zu haben, um diese dann gewinnbringend in Osteuropa zu verkaufen.
Mit 2.695 gestohlenen Fahrrädern im vergangenen Jahr zählt Freiburg zu den Fahrrad-Diebstahlhochburgen im Land. Nun ist Ermittlern des Polizeipräsidiums Freiburg ein wichtiger Schlag gegen den organisierten Diebstahl von Fahrrädern gelungen. Im Mai konnten nach umfangreichen, mehrmonatigen Ermittlungen der Freiburger Kriminalpolizei zwei 31- und 41-jährige Männer festgenommen werden. Der 41-Jährige ist dringend tatverdächtig, am gewerbsmäßigen Diebstahl von hochwertigen Fahrrädern und E-Bikes in Freiburg und im Freiburger Umland beteiligt gewesen zu sein. Gegen den 31-Jährigen besteht ein dringender Tatverdacht wegen gewerbsmäßiger Hehlerei.
Bei Durchsuchungsmaßnahmen in mehreren Objekten im Raum Breisach und Gundelfingen konnten unter anderem 26 mutmaßlich entwendete Fahrräder sowie umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden, darunter eine Vielzahl aufgebrochener Fahrradschlösser sowie Bolzenschneider, Akkuflexgeräte und weiteres mutmaßliches Tatwerkzeug. Insgesamt wurden im Rahmen der Ermittlungen seit März dieses Jahres mehr als 100 mutmaßlich entwendete Zweiräder mit einem Gesamtwert von rund 300.000 Euro sichergestellt. Es wird derzeit geprüft, inwiefern diese Taten den Tatverdächtigen zuzuordnen seien, so die Polizei.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden die Fahrräder und E-Bikes, die die Ermittlern bereits konkreten Taten zuordnen konnten, zwischen Januar und Mai in verschiedenen Stadtteilen Freiburgs sowie in Gundelfingen und Breisach entwendet. Die Räder wurden überwiegend im öffentlichen Raum oder aus privaten Kellerräumen und Tiefgaragen gestohlen. Wie die bisherigen Ermittlungen ergaben, wurde das Diebesgut danach unter anderem ins osteuropäische Ausland geschafft, um es dort gewinnbringend zu verkaufen.
Bei den Tatverdächtigen handelt sich um einen 31-Jährigen mit serbischer Staatsangehörigkeit sowie einen 41-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit. Beide sind in der Vergangenheit bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten, auch im Zusammenhang mit Fahrraddiebstählen. Sie befinden sich auf Antrag der Staatsanwaltschaft Freiburg in Untersuchungshaft.
Fahrräder, die bislang nicht ihren Besitzern zugeordnet und übergeben werden konnten, sind im Fahndungsportal der Polizei Freiburg einsehbar. Betroffene, die ihr Fahrrad wiedererkennen, werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
Comicprint als HIngucker: Die Räume des früheren Second-Hand-Ladens in der Universitätsstraße hat das Goldelse-Team komplett in Eigenarbeit umgebaut, erzählt Mitarbeiter Robin. Foto: Joers
Drei Jahre nach dem Wirbel um den „Bis Späti“, der im Stühlinger aufgrund von Anwohnerklagen schließen musste, gibt es in Freiburg einen neuen Spätkauf: Die „Goldelse“ im Bermudadreieck, die neben Getränken und Snacks auch Dinge des täglichen Bedarfs anbietet. Von den Kunden wird das neue Angebot rege genutzt.
Was in Köln oder Berlin fester Bestandteil der Stadtkultur ist, ist in Freiburg nach wie vor eine Seltenheit, die für Aufsehen sorgt: Erst vor zwei Wochen ist der Spätkauf in der Universitätsstraße 15 eröffnet worden, und schon waren Reporter von SWR und der Badischen Zeitung vor Ort, um darüber zu berichten. Wie ungewöhnlich ein Späti für Freiburger Verhältnisse nach wie vor ist, zeigt auch das Feedback der Kunden: „Viele, die hierher kommen, bedanken sich richtig bei uns, dass wir hier eröffnet haben. Gerade in der Innenstadt hat so etwas ja noch gefehlt“, sagt Robin, 24, der im Späti arbeitet und hinter der Theke steht. Inhaber ist Diren Ilaf, ebenfalls 24 Jahre alt, der längere Zeit in Berlin gelebt hat und von dort die Idee nach Freiburg bringen wollte.
Offene Kommunikation
Die Goldelse ist nicht Freiburgs erster Späti, aber der erste direkt in der Innenstadt. Bislang gab es nur den „Späti Fourty Eight“ in der Habsburgerstraße unweit des Europaplatzes. Unter großem Trubel vor drei Jahren gescheitert war Freiburgs allererster Spätkauf, der „Bis Späti“ im Stadtteil Stühlinger. Anwohnerklagen hatten zu dessen Schließung geführt, begleitet von nächtlichen Chaos-Protesten auf dem Lederleplatz.
Hinter Nudeln und Fertigsuppen hängt ein Trikot des in Freiburg geborenen St. Pauli-Profifußballers Carlo Boukhalfa, der mit dem Goldelse-Team befreundet ist. Foto: Joers
Der Späti im Bermudadreieck hat montags bis donnerstags sowie am Sonntag bis 24 Uhr, freitags und samstags bis 3 Uhr geöffnet. „Unser Ziel ist es, dass sich alle wohlfühlen“, sagt Robin. Probleme mit Lärm wolle das Team kommunikativ lösen und die Kunden darauf hinweisen, keine Flaschen oder Müll vor dem Späti liegen zu lassen und alkoholische Getränke nicht direkt vor dem Laden zu trinken. „Bisher kriegen wir das gut in den Griff“, so Robin.
Das Sortiment des freundlich gestalteten Ladens ist bunt gemischt: Neben Bier, Softdrinks, Wein, Snacks und frischem Kaffee gibt es auch Ungewöhnliches wie amerikanische Süßigkeiten und asiatische Fertigsuppen. „Wer möchte, kann sich die Suppen bei uns mit kochendem Wasser aufgießen“, sagt Robin. Hygieneartikel wie Toilettenpapier, Tampons, aber auch Schreibwaren gibt es. „Nur Zahnbürsten und Zahnpasta fehlen noch. Und wir sind auch offen für weitere Vorschläge“, so das Goldelse-Team.
Der Freiburger TC ist mit den Frauen und den Männern in der Badenliga vertreten. Foto: Verein
Am Wochenende fliegt wieder die Filzkugel über die Sandplätze der Badenliga-Teams: Mit dabei sind die Herren des TC Schönberg sowie die Frauen und Männer des Freiburger TC. Für alle drei Teams ist der Klassenerhalt das oberste Ziel – auch weil es gilt, die zweiten Mannschaften im Blick zu haben.
Herren:
Ohne größere personelle Veränderungen startet der TC Schönberg Freiburg-St. Georgen in die neue Runde. „Wir haben einen festen Stamm an Spielern, das macht uns stark“, sagt Vorstand Sport Frank Müller. Kapitän der Mannschaft ist Philipp Mayer, auch weil Spieler- und Cheftrainer Luis Löffler absehbar weniger Einsatzzeiten haben soll. Neben den an Position eins und drei gesetzten Franzosen Adam Moundir und Louis Dussin soll von den Ausländern hauptsächlich Daniel Valent aus der Schweiz spielen. Dahinter sind die Mayer-Brüder Philipp und Florian, Eigengewächs Niclas Goltz sowie die Routiniers Leon Hoppstädter und Mattis Wetzel eingeplant.
Zum Auftakt muss das Team von Chef- und Spielertrainer Luis Löffler zweimal auswärts ran, erst in Markdorf (Sa.), dann in Überlingen (So.). Und im ersten Heimspiel am Samstag darauf (22. Juni) ist Mannheim 2 zu Gast. „Von daher haben wir ein brutal schweres Auftaktprogramm. Unser Ziel ist ein Platz im gesicherten Mittelfeld“, so Müller.
Philipp Mayer, Kapitän der TC Schönberg. Foto: Verein
Beim Ligakonkurrenten vom Freiburger Tennis-Club (FTC) gab es im Vergleich zur Aufstiegsmannschaft mehrere Veränderungen. Neue Nummer eins ist der 22-jährige US-Collegespieler Dusan Milanovic aus Serbien. „Durch ihn erhoffen wir uns die Mannschaft weiter zu verstärken“, sagt FTC-Cheftrainerin Eva Birkle-Belbl. Als Rückkehrer stößt John Fleming zum Team. Der Medizinprodukteberater ist nach einem beruflichen Abstecher nach Ostdeutschland wieder zurück in Freiburg. Auch der Straßburger Davy Sum ist wieder an Bord, ebenso wie Loup Alleno, „für alle Fälle“, so Birkle-Belbl. Martin Bürkle, Deutscher Meister bei den Herren 30, und FTC-Eigengewächs Maxi Schollmeyer bespielen die Positionen direkt dahinter. Ziel sei der Klassenerhalt.
Doch ein großes Augenmerk legt die FTC auch auf die Zweite Mannschaft, die in der 2. Bezirksliga um den Aufstieg kämpft. „Die muss unbedingt hoch in die 1. Bezirksliga. Da müssen wir geschickt aufstellen, damit wir beide Saisonziele erreichen“, so Birkle-Belbl. Schon am kommenden Wochenende tritt dieser Fall ein: Im Heimspiel in der Badenliga gegen Tiengen am Samstag (11 Uhr) „versuchen wir den Sieg zu holen“. Doch am Sonntag bei Mannheim 2 liege der Fokus eher auf der Zweiten Mannschaft, so Birkle-Belbl.
Frauen:
Ähnlich stellt sich die Konstellation bei den FTC-Frauen dar. Für die nahezu unveränderte Mannschaft mit Berta Bonardi und Josefina Zehnder an eins und zwei gibt es „keine ambitionierten Ziele“, weil auch hier die Zweite Mannschaft unbedingt wieder die Oberliga erreichen soll. „Wir wollen drin bleiben. Für mehr reicht es noch nicht, dafür bräuchten wir noch mehr Jugendspieler“, so Birkle-Belbl über die Ziele in der Badenliga. Die Interessen beider Teams unter einen Hut zu bekommen sei „die Challenge“, sagt die FTC-Trainerin.
Zum Team gehört neben Dorothea Saar auch wieder Stella Schwörer, die nach ihrem Kreuzbandriss seit April wieder Turniere spielt. Für das Auftaktduell gegen Poststadt Karlsruhe am Samstag um 11 Uhr an der Schwarzwaldstraße erwartet Birkle-Belbl „ein ganz enges Battle“. Die Karlsruherinnen schlagen unter anderem mit Ellen Linsenbolz auf, Weltmeisterin bei der Team-WM in der AK30-50. „Eine gute Spielerin mit viel Erfahrung“, warnt Birkle-Belbl.
Die Fußball-Europameisterschaft startet. Wir verlosen ein Deutschland-Trikot. Foto: Adobe Stock
Wer wird Fußball-Europameister und wie weit schafft es Deutschland? Wir haben drei Freiburger Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Einzelhandel um ihre EM-Tipps gebeten. Außerdem haben Sie hier die Chance ein offizielles Trikot der deutschen Nationalmannschaft zu gewinnen – mehr dazu am Artikelende.
Stefan Breiter, Sportbürgermeister der Stadt Freiburg
„Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Deutsche Nationalmannschaft als Erster der Gruppe A abschneiden wird. Auch das Achtelfinale kann überstanden werden. Im Viertelfinale drohen mit Spanien oder Italien aber zwei starke Gegner. Deutschland wird im Viertelfinale ausscheiden. Spanien wird Europameister.
Aufgrund meiner terminlichen Verpflichtungen kann ich leider nur wenige Spiele im Fernsehen anschauen. Die EM werde ich aber dennoch sehr aufmerksam verfolgen. Vor allem auf das Spiel Schweiz gegen Deutschland freue ich mich sehr.“
Stefan Breiter, Bürgermeister der Stadt Freiburg. Foto: Joers
Birgit Bauer-Schick, Bereichsleiterin der SC Freiburg Frauen:
„Ich tippe nicht so gerne, aber wenn ich tippen muss, würde ich mich auf Spanien als Europameister festlegen. Im weiteren Favoritenkreis sind sicherlich auch noch Frankreich, Portugal und Deutschland. Für uns wird es vor allem wichtig sein, gut in das Turnier zu starten – dann ist bei einer Heim-EM alles möglich! Ich werde das Turnier auf jeden Fall mit Freunden vor dem Fernseher verfolgen.“
Birgit Bauer-Schick, Managerin der SC-Frauen. Foto: SCF
Frank Rodinger, Abteilungsleiter bei Sport Bohny in Freiburg:
„Man merkt seit einiger Zeit deutlich, dass das EM-Fieber steigt, der Verkauf der Trikots und Bälle zieht merklich an. Sportlich erwarte ich, dass wir gut ins Turnier starten. Wenn sich eine Euphorie entwickelt, so wie beim Sommermärchen 2006, können wir in einen Flow kommen, der uns zumindest bis ins Halbfinale tragen sollte. Natürlich wünsche ich mir das Finale – und dort ist bekanntlich alles möglich. Rein vom Kader sehe ich Frankreich und England als Favoriten. Ein Geheimtipp sind vielleicht noch die Niederlande.“
Frank Rodinger, Abteilungsleiter bei Sport Bohny. Foto: Meyer
EM-Gewinnspiel:
Der Freiburger Wochenbericht und Sport Bohny in Freiburg verlosen ein Exemplar des offiziellen EM-Trikots der deutschen Nationalmannschaft von Adidas im Wert von 100 Euro. Wer gewinnen möchte, ruft ab Mittwoch, 12. Juni bis Sonntag, 16. Juni, 0 Uhr unter der 01 37/9 37 95 95 (0,50 € pro Anruf aus dem Dt. Festnetz/Mobilfunk) an, nennt das Stichwort „Fußball-EM“ und seine T-Shirt-Größe. Teilnahme ab 18 Jahren. Ein Gewinnspiel von: Freiburger Wochenbericht Verlags GmbH, Lörracher Str. 3, 79115 Freiburg. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel EM-Trikot
1.Veranstalter:
1.1 Veranstalter des Gewinnspiels ist die Freiburger Wochenbericht Verlags GmbH, Lörracher Str. 3, 79115 Freiburg, im Folgenden als Freiburger Wochenbericht bezeichnet.
1.2 Mit der Teilnahme erklärt sich der Gewinnspielteilnehmer mit der Geltung der Teilnahmebedingungen sowie den Datenschutzbedingungen einverstanden.
2. Teilnahme:
2.1 Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, müssen Teilnehmer unter der kostenpflichtigen Telefon-Hotline (0,50 Cent pro Anruf aus dem Dt. Festnetz/Mobilfunk) mit der Rufnummer 01 37/ 9 37 95 95 anrufen und am Telefon das Stichwort „Fußball-EM“ und die gewünschte Shirt-Größe angeben.
2.3 Das Gewinnspiel beginnt am 12.06.2024 und endet mit Ablauf des 16.06.2024 (nachfolgend „Aktionszeitraum“ genannt).
2.4 Als Gewinn verlost der Freiburger Wochenbericht ein Exemplar des offiziellen EM-Trikots der deutschen Nationalmannschaft zur Fußball-Europameisterschaft 2024 von Adidas im Wert von 100 Euro.
3. Teilnahmeberechtigung:
3.1 Teilnahmeberechtigt ist nur, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat und seinen ständigen Wohnsitz in Deutschland hat.
3.2 Nicht teilnahmeberechtigt am Gewinnspiel sind alle an der Konzeption und Umsetzung des Gewinnspiels beteiligten Personen, Mitarbeiter des Freiburger Wochenbericht sowie deren Angehörige.
4. Gewinnermittlung, Gewinnbenachrichtung und Gewinnverteilung:
4.1 Die Ermittlung der Gewinner erfolgt zeitnah nach Ablauf des Aktionszeitraum per Losverfahren.
4.2 Die Gewinner der Verlosung werden zeitnah telefonisch benachrichtigt.
4.3 Die Aushändigung des Gewinns erfolgt nach Beendigung des Gewinnspiels ausschließlich per Selbstabholung unter dieser Adresse: Freiburger Wochenbericht Verlags GmbH, Lörracher Straße 3, 79115 Freiburg. Eine Aushändigung des Gewinns auf dem Postweg ist nicht möglich.
5. Datenschutz:
5.1 Für die Teilnahme am Gewinnspiel ist die Angabe von persönlichen Daten notwendig. Alle Namen und Telefonnummern der Teilnehmenden werden erfasst und zur Gewinnermittlung gespeichert. Die Kontaktdaten, die vom Gewinner mitgeteilt werden, werden ausschließlich zur Versendung des Gewinnes genutzt und innerhalb eines Jahres gelöscht. Eine weitere Nutzung oder Weitergabe der Daten an Dritte findet nicht statt. Den Teilnehmenden stehen gesetzliche Auskunfts-, Änderungs- und Widerrufsrechte zu. Fragen oder Beanstandungen im Zusammenhang mit diesem Gewinnspiel sind an die im Impressum angegebenen Kontaktdaten des Veranstalters zu richten.
5.2 Die Gewinner sind damit einverstanden, im Falle eines Gewinns vom Freiburger Wochenbericht über den Umstand, gewonnen zu haben, informiert und entsprechend kontaktiert zu werden.
6. Rechtsweg:
6.1 Das Gewinnspiel des Betreibers unterliegt ausschließlich dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.