Diese Broschüre ließ der SC Freiburg unter anderem erarbeiten. Foto: Joers
Kinder und Jugendliche auf breiter Basis zu schützen – das ist das Ziel einer neuen Initiative, die der SC Freiburg am Wochenende vorstellte. Mit der Hilfe des Fußball-Bundesligisten und seiner Kooperationspartner sollen 60 Vereine eigene Konzepte für den Kinder- und Jugendschutz entwickeln.
Bereit seit 2020 arbeitet der SC Freiburg mit dem Freiburger Verein Wendepunkt e.V. zusammen, einer Fachstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen. Eine Kooperation, die beim Sport-Club inzwischen zu einem umfassenden Gesamtkonzept zum Schutz von Kindern und Jugendlichen geführt hat. „Jeder in unserem Verein soll sich wohl und sicher fühlen“, sagt Niklas Ziegler vom SC Freiburg. Der Verein ließ alle seine rund 1.300 Angestellten von Experten schulen und einen Verhaltenskodex für den Umgang mit Kindern erarbeiten. Ein Kinderschutzteam dient als Anlaufstelle für alle Kinder- und Jugenschutzfragen. Welche Grundrechte Kinder und Jugendliche haben, brachte der Verein außerdem in einer Broschüre zu Papier, die die Eltern der Kinder unterschreiben und den Trainern vorliegen müssen.
Seine Strahlkraft will der Fußball-Bundesligist aber vor allem nutzen, um das Thema Kinder- und Jugendschutz in die Breite zu tragen. Gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern wie Wendepunkt, dem Badischen Sportbund, und der Kindernothilfe e.V. will er Breitensportvereine in Baden dabei unterstützen, eigene Kinder- und Jugendschutzkonzepte zu entwickeln. Im Februar 2025 starten acht Veranstaltungen für 60 ausgewählte Vereine, die ausdrücklich auch andere Sportarten neben dem Fußball miteinschließt. Bis zum 17. November 2024 können sich alle Vereine aus dem Verbandsgebiet des Badischen Sportbundes auf einen der 60 Plätze bewerben. Am Ende einer Reihe von Workshops und Schulungen erhalten die Vereine das Siegel „Schutzschild im und für den Sport“ der Badischen Sportjugend. (majo)
Sie stellten im Rahmen des Bundesliga-Heimspiels des SC Freiburg gegen den FC St. Pauli die neue Kinder- und Jugendschutz-Initiative vor, für die sich Sportvereine aus Baden noch bis zum 17. November bewerben können (von links): Niklas Ziegler (SC Freiburg), Niklas Alof (Kindernothilfe), Marcel Drayer (Badische Sportjugend), Anja Menner (Wendepunkt) und Dorinja Weizel (SC Freiburg). Foto: Joers
Die Siegerin der Tennis-Stadtmeierschaften in Freiburg: Die erst 15-jährige Mannheimerin Mariella Thamm kämpfte sich souverän durchs Tableau und hatte auch im Finale die Nase vorn. Foto: Freiburger TC
Ein vom Regen geplagtes Tennisturnier fand am Ende doch noch ein Happy End: Die Mannheimerin Mariella Thamm und Justin Schlageter aus Pforzheim sind die Titelträger der 19. Freiburger Tennis-Stadtmeisterschaften. Auch die Lokalmatadoren schlagen sich gut auf den Courts des Freiburger TC.
Die diesjährigen offenen Freiburger Stadtmeisterschaften verzeichneten einerseits das stärkste Teilnehmerfeld ihrer Geschichte, hatten andererseits aber auch die größten Wetterprobleme zu bewältigen, die Organisatoren, Helfern und Teilnehmern alles abverlangten. Die ersten drei Tage des viertägigen Turniers waren von anhaltend starkem Regen bestimmt, so dass auf der Anlage des FTC lange Zeit gar nicht und nur auf wenigen Plätzen gespielt werden konnte. Gespielt werden musste daher auch auf den Plätzen der Uni Freiburg und des SC Freiburg sowie in den Tennishallen in Hugstetten und des FTC – und das teilweise bis spät in die Nacht hinein.
Erfolgreiches Turnier trotz aller Widrigkeiten: Mariella Thamm (2.v.l./rundes Foto) und Justin Schlageter (4.v.l.) hatten die Nase vorn vor Noah Müller (5.v.l.) und Nicole Rivkin (6.v.l.). Den Finalisten gratulierten als städtische Vertreterin die CDU-Stadträtin Carolin Jenkner (li.), Wochenbericht-Geschäftsführer Martin Zenke als längjähriger Mediensponsor des Turniers (3.v.l.), Hauptsponsor Cornelius Mertzlufft-Paufler von der Kanzlei Maucher Jenkins (3.v.r.) sowie rechts daneben Clubmanagerin Eva Birkle-Belbl und der FTC-Vorsitzende Burkhard Poschadel. Foto: Freiburger TC
Das Feld der Frauen, in dem allein vier Spielerinnen aus den deutschen Top-50 gemeldet waren, dominierte die erst 15-jährige Mannheimerin Mariella Thamm. Sie kämpfte sich in klaren Zwei-Satz-Siegen bis ins Finale. Dort lieferte sie sich einen engen Fight mit Nicole Rivkin aus Hannover, den Thamm nach Match-Tiebreak 1:6, 7:6, 10:3 für sich entschied. Philippa Drees vom FTC schied in Runde eins gegen die Sindelfingerin Anna Ceuca aus. Auch die amtierende deutsche AK30-Meisterin Dorothea Saar vom FTC verpasste beim 6:1, 6:3-Erfolg von Jana Leder (Karlsruhe) den Einzug ins Achtelfinale. Dort wiederum musste sich Polina Renzhyna vom TC Hochdorf der Drees-Bezwingerin Ceuca geschlagen geben. Auch Stella Schwörer vom Freiburger TC erreichte das Achtelfinale, unterlag dann aber der Müncherin Sabrina Rittberger.
Bei den Männern setzte sich Justin Schlageter vom TC Wolfsberg Pforzheim im Finale 4:6, 6:2, 10:7 gegen Noah Müller von der TuS Neunkirchen durch. Im Hauptfeld tummelten sich zahlreiche Tennisspieler von Freiburger Vereinen. Maximilian Schollmeyer vom FTC überwand in Runde eins TC-Schönberg-Spieler Jakob Joggerst 6:2, 6:1, scheiterte aber in Runde zwei an Jannik Maute aus Weissenhof – dem als 38. der deutschen Rangliste nominell stärksten Spieler des Turniers. Noch besser schlug sich FTC-Athlet Paulin Schirmann, der es bis ins Viertelfinale schaffte, dort aber im Grenzacher Dario Huber seinen Meister fand. Für Stefano Grosse, Georg Vladimirov, Noah Schindler, Jan Scholz (alle TC Schönberg) sowie Robin Spengler und Martin Bürkle (beide Freiburger TC) war das Turnier jeweils in der ersten Runde vorbei. In Luis Denda und Lukas Künze erreichten zwei Athleten vom TC Hochdorf das Achtelfinale. Dort schieden sie dann ebenso aus wie zuvor schon ihr Teamkollege Enrico Haas in Runde zwei. Auch Moritz von Hirschhausen und John Dick Fleming (beide FTC), der im Auftaktmatch Vladimirov besiegt hatte, scheiterten in Runde zwei.
Augen auf: Das Frauen-Finale zog zahlreiche Zuschauer an. Foto: Freiburger TC
Hoffen auf eine Lösung, die die Situation rund um die Drogenszene beruhigen kann: Ulrich von Kirchbach,
Erster Bürgermeister, Ulrich Hildenbrand, Polizei-Revierleiter FR-Nord und Frank Ueckermann, Leiter Garten- und Tiefbauamt. (v.l.n.r.) bei der Begehung des neuen Platzes für Suchtkranke an der Stefan-Meier-Straße. Foto: Bernd Peters
Es ist ein heißes Eisen: Freiburg eröffnet einen zweiten Platz für Suchtkranke. Es ist die Reaktion auf die massiven Probleme am sogenannten „Pergolaplatz“ im Colombipark, wo sich Anwohner stark gestört fühlen. Auch der neue Platz ist im Vorfeld Gegenstand von hitzigen Debatten gewesen, da er in unmittelbarer Nähe zu Einrichtungen der Uni und einer Gewerbeschule liegt.
Einen Beteiligungsprozess habe es zwar nicht gegeben, so Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach (SPD). Allerdings werde man mit dem Umfeld alle zwei Wochen eine Evaluierung der Situation vornehmen. Von Kirchbach hofft auf mehr Sachlichkeit in der Debatte. Er habe zum Teil furchtbare Briefe bekommen, in denen Suchtkranke als „Ungeziefer“ bezeichnet worden seien. „Das hat mich sehr belastet, das nehme ich nicht hin“, so der Bürgermeister.
Suchtkranke zu verdrängen sei keine Alternative, so Ulrich Hildenbrand, der Leiter des Reviers Nord in der Freiburger Innenstadt. Daher sei ein Aufenthaltsplatz wie nun am Bahnhof sinnvoll. Es gebe aber „Rote Linien“, die nicht überschritten werden dürften. So bleibe es verboten, hier mit Drogen zu dealen. „Und natürlich muss der Jugendschutz gewährt bleiben.“ Aufgabe der Polizei sei es, hier nun einen Balanceakt aus Kontrolle und Akzeptanz der Drogenszene zu finden. Wie die Szene sich entwickle, sei schwer zu sagen: „Vor vier, fünf Jahren war das eher sedierende, also ruhig stellende Heroin angesagt, jetzt haben wir eine regelrechte Kokainwelle“, so Hildenbrand. Man könne nur mutmaßen, dass Crack und Fentanyl, wie in den USA, auch in Freiburg die nächste Drogenwelle beherrschen könnten.
Die Signale aus der Szene, dass der neue Platz angenommen werde, seien jedenfalls vielversprechend. Man habe dafür gesorgt, dass die verschiedenen Nutzergruppen hier auf mehr als 600 m2 genug Platz haben, um Konflikten aus dem Weg zu gehen, so der Leiter des städtischen Tiefbauamts (GuT), Frank Ueckermann. Einmal am Tag komme die Stadtreinigung vorbei. Und man habe einen Trinkwasserbrunnen mit angrenzendem Unisex-Klo eingerichtet.
Der Platz werde, anders als der Pergolaplatz, rund um die Uhr von zwei Seiten zugänglich sein. Der Platz im Colombipark werde künftig abends um 20.00 Uhr geschlossen. Mit den betroffenen Anrainern des neuen Platzes habe man bei einem Treffen vor einer Woche ein Notfallkonzept erörtert, falls es zu Konflikten mit den Nutzern des Platzes kommen sollte, so Boris Gourdial, Leiter des Ordnungsamtes in Freiburg. Die große Skepsis ist bei ihnen jedoch spürbar.
Ein städtischer Friedhofsmitarbeiter soll in Freiburg über Jahre Leichen das Zahngold und Schmuckstücke gestohlen haben. Das genaue Ausmaß ist noch unklar. Foto: FWB
Unfassbare Vorwürfe gegen einen Angestellten der Freiburger Friedhöfe: Wie jetzt bekannt wurde, soll der Mann über Jahre von Verstorbenen das Zahngold sowie Wertgegenstände gestohlen haben. Das genaue Ausmaß der schrecklichen Taten ist noch unklar. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Durch einen anonymen Brief wurde der schockierende Verdacht an die Stadt Freiburg herangetragen. Ein beim städtischen Eigenbetrieb Friedhöfe angestellter Mann soll von Verstorbenen das Zahngold und Wertgegenstände entnommen und dieses verkauft haben. „Diese Vorwürfe erschüttern die Stadtverwaltung und den Eigenbetrieb Friedhöfe zutiefst“, schreibt die Stadt Freiburg in einer Pressemitteilung vom Freitag.
Auch die Polizei Freiburg und die Staatsanwaltschaft äußern sich zu dem Fall. Der Mann steht im Verdacht, „über einen längeren, noch unbestimmten Zeitraum“ Schmuckstücke und Zahngold von Verstorbenen entwendet und dieses in Teilen veräußert zu haben, schreibt die Staatsanwaltschaft. Nach Eingang des anonymen Hinweises und folgenden, polizeilichen Ermittlungen sei am vergangenen Mittwoch das private Anwesen und der Arbeitsplatz des Mitarbeiters durchsucht worden. Im Rahmen der Durchsuchung konnten Gegenstände und Aufzeichnungen beschlagnahmt werden, deren Auswertung nun Teil der weiteren Ermittlungen einer eingerichteten Ermittlungsgruppe seien. Auch zum Umfang der möglichen Taten und zur Schadenshöhe lassen sich derzeit noch keine Angaben machen.
Die Stadtverwaltung arbeitet nach eigenen Angaben vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden zusammen. „Alle notwendigen arbeitsrechtlichen Konsequenzen wurden bereits eingeleitet“, so die Stadtverwaltung. Auf Grund der laufenden Ermittlungen und aus Gründen des Datenschutzes könne die Stadt zum jetzigen Zeitpunkt jedoch keine weiteren Angaben machen.
Viele Fans, die beim Deutschland-Spiel im November in Freiburg live dabei sein wollten, schauen jetzt in die Röhre. Foto: Joers
Wer das Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Bosnien-Herzegowina am 16. November live im Freiburger Europa-Park Stadion erleben wollte, musste sehr, sehr schnell sein und vor allem Glück haben. Am Donnerstagmorgen gingen die Tickets in den Verkauf – und waren schon nach 45 Minuten vergriffen. Bei den Fans ist der Frust groß.
Das Heimspiel der deutschen Nationalmannschaft in der Nations League gegen Bosnien-Herzegowina am 16. November im Europa-Park Stadion in Freiburg ist ausverkauft. Die Tickets seien nach dem Vorverkaufsstart am Donnerstag um 10 Uhr „bereits nach knapp 45 Minuten vergriffen“ gewesen, meldet der Deutsche Fußball-Bund (DFB). Teilweise berichten Nutzer, dass die Tickets schon nach rund 20 Minuten ausverkauft gewesen seien. Die offiziellen Tickets gingen zu Preisen zwischen 25 Euro und 476 Euro über den virtuellen Verkaufstresen.
Vorsicht vor Fake-Tickets
Auf einschlägigen Ticketbörsen werden Karten für das Spiel bereits zum Verkauf angeboten. Hier müssen Käufer jedoch oft deutlich tiefer in die Tasche greifen als bei offiziellen Anbietern, warnt die Verbraucherzentrale. So sind im Internet bereits Oberrang-Tickets zu Preisen zwischen 120 und 200 Euro zu finden. Außerdem kassierten die Verkaufsbörsen oft undurchsichtige Gebühren ab. Zudem warnt die Verbraucherzentrale vor Fake-Tickets: So bieten zwielichtige Verkäufer häufig personalisierte Tickets an, die nur für die benannten Personen gültig und damit für den Käufer wertlos sind.
Unter den Fans, die in Freiburg ins Stadion gehen wollten und die Nagelsmann-Elf einmal live erleben wollten, ist der Ärger jetzt groß. „Frechheit“, schreibt ein User. „Das ist echt ein Witz…nach 10 Minuten alle Karten weg“, so ein Kommentar. Ein anderer ärgert sich darüber, das nach 20 Minuten in der Warteschlange nur noch teure VIP-Tickets zu haben gewesen sein. Die Social-Media-Abteilung des DFB bittet in einem Facebook-Post um „Verständnis“ bei den Fans. Sollten in Zukunft noch Restkontingente zu haben sein, werde man die Fans darüber informieren, so der DFB.
Es ist das erste Mal, dass die DFB-Auswahl im Europa-Park Stadion zu Gast sein wird. Für die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann ist es das letzte Heimspiel in der Gruppenphase der Nations League, in der die Deutschen mit vier Punkten auf Platz eins liegen. Bosnien-Herzegowina ist mit einem Zähler Dritter. Das letzte Mal spielte die DFB-Elf – damals noch im Dreisamstadion – am 27. Mai 2006 in Freiburg beim 7:0 gegen Luxemburg.
Freiburgs Innenstadt hat viel zu bieten, eine neue Händlergemeinschaft will die Vitalisierung der Innenstadt stärker voranbringen, indem sie Kräfte bündelt. Foto: Thomas Kunz
Neuer Schwung für die Innenstadt: Die Gewerbetreibenden der Freiburger Innenstadt schließen sich neu zusammen. Um die Interessen zur Belebung der Innenstadt in Zukunft noch besser zu bündeln, hat sich die Initiative „Gemeinsam Freiburg e.V.“ gegründet. Es wird professionelle Strukturen geben und einen kurzen Draht ins Rathaus.
„Gemeinsam Freiburg“ tritt die Nachfolge der Händlergemeinschaft „Z’Friburg in der Stadt“ an. Es sind alle Händler vertreten. Nach Auskunft des neuen Vorstands markiert dieser Schritt einen Wendepunkt in der Organisation und Vernetzung der Innenstadtakteure. Als übergreifende Organisation aller Gewerbetreibenden soll „Gemeinsam Freiburg“ künftig die Anliegen des Handels, der Gastronomie, der Dienstleistungen, der Immobilienbesitzenden und der Kultur gemeinsam vertreten.
„Als zentrale Interessenvertretung verstehen wir uns gegenüber Politik, Stadtverwaltung und FWTM als Ideengeber, Sparringspartner und Umsetzungs-Unterstützer für alle gemeinsamen Innenstadt-Themen“, erklärt Breuninger-Geschäftsführer David Lehr, der zum ehrenamtlichen Vorsitzenden gewählt worden ist.
Die Stadtinitiative wird ihren Aufgaben entsprechend ausgestattet sein: Mehrere Köpfe werden neben dem hauptamtlichen Geschäftsführer, der noch gesucht wird, tätig sein, darunter ein Projektmanager. Auch sollen neue Kommunikationskanäle zur Stadtverwaltung künftig Prozesse vereinfachen und beschleunigen. Jeweils 150.000 Euro jährlich wird die Stadt Freiburg über ihre Tochter FWTM in den nächsten drei Jahren aus den Mitteln der Bettensteuer beisteuern, der Rest kommt aus Mitgliedsbeiträgen.
Der Vorstand von „Gemeinsam Freiburg“: Filipos Klein, Lena Sutter-Kiefer, Jörg Gisinger, David Lehr, Uli Steinfels, Stefan Schupp und Matthias Sasse (von links). Foto: Privat
Im Gegenzug wird die Initiative die Großveranstaltung „Fashion & Food Festival“ verantworten und finanzieren. Das Konzept zur Initiative wurde gemeinsam mit Vertretern der verschiedenen Branchen, der FWTM und der Agentur Stadt und Handel erarbeitet. Ermöglicht wurde es durch das Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“.
Positive Dynamik entfesseltFür David Lehr ist die Gründung von „Gemeinsam Freiburg“ eine klare Verbesserung: „Gemeinsam erreicht man mehr, das hat die immer stärkere Vernetzung in den letzten Jahren gezeigt. Künftig sprechen wir mit einer Stimme, wir wollen ganz nah an den Akteuren sein, deren Interessen kommunizieren und viel Präsenz zeigen.“
Und weiter: „Wir sind gerade intensiv dabei eine geeignete Geschäftsführung zu finden und können aus über 40 Bewerbungen auswählen. Am 14. Oktober wird es zudem gemeinsam mit Oberbürgermeister Martin Horn eine Veranstaltung geben, auf der wir unsere Maßnahmen vorstellen werden. Es ist gerade sehr viel positive Dynamik drin“, so Lehr.
Auch für die Zukunft der Freiburger Innenstadt ist Lehr optimistisch gestimmt: Dass die populäre spanische Modekette Zara ins bis dato leerstehende Modehaus Kaiser einziehe, sei ein sehr positives Zeichen. „Das bringt Frequenz in die Innenstadt. Das tut allen gut. Und ich weiß, dass demnächst noch mehr kommt: attraktive gute Geschäfte, die auch nochmal Frequenz bringen. Ich denke, man kann positiv nach vorne schauen.“
Laura Lay, Head of Sales beim Traditionshaus Schafferer, ist ebenfalls zuversichtlich gestimmt: „Freiburg ist eine super schöne Stadt. Es tut einem weh, wenn es hier in zentraler Lage Leerstand gibt. Daher bin ich sehr froh, dass sich da etwas bewegt. Dass sich die bestehenden Händler mit so viel Herzblut für die Innenstadt einsetzen und am gleichen Strang ziehen, sehe ich sehr positiv. “
Aus Sicht von Lay gebe es aber noch einige Hausaufgaben, denen man sich im Rathaus annehmen sollte: „Einmal im Jahr ein Festival und ein paar neue Geschäfte dürfen erst der Anfang sein. Ich denke zum Beispiel, dass bezahlbare und ausreichende Parkmöglichkeiten ein großer Faktor sind. Das darf man nicht unterschätzen. Wenn das nicht gegeben ist, hält das Leute davon ab, in die Stadt zu kommen. Auch kostenfreien Nahverkehr könnte man auch an weiteren Wochenenden anbieten.“
Kein Zutritt: Die Alte Stadthalle in Freiburg ist einsturzgefährdet. Foto: Michael Bamberger
Ein einsturzgefährdetes Dach sorgt für Kopfzerbrechen im Freiburger Rathaus: Seit bald zwei Jahren ist die Alte Stadthalle im Freiburger Osten wegen Statikproblemen gesperrt. So ist der aktuelle Stand.
70 Jahre ist sie alt – und fristet derzeit ein Schattendasein im Freiburger Stadtbild: Die Alte Stadthalle, die seit bald zwei Jahren niemand mehr betreten darf. Im Dezember 2022 war das Bauwerk wegen Problemen mit der Statik aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Nach einer Begutachtung hatte ein Tragwerksplaner damals die Tragfähigkeit des Dachs in Frage gestellt und ein sofortiges Begehungsverbot ausgesprochen. An diesem Zustand hat sich seitdem nicht viel geändert.
Auf Anfrage des Wochenberichts teilt die Pressestelle der Stadt Freiburg jetzt mit, dass derzeit Sicherungsmaßnahmen in der Halle laufen würden. „Unter anderem werden zwei Sicherungstürme aufgebaut“, berichtet Pressesprecher Toni Klein. Seit der aufwändigen Räumung im Frühjahr 2023, bei dem unter anderem Musiker ihre in der Halle gelagerten Instrumente herausholen durften, ist die Halle für die Öffentlichkeit tabu. Unter der Regie des städtischen Gebäudemanagement (GMF) war in der Folge ein Sicherungs- und Untersuchungskonzept erstellt worden.
Gutachten wird erstellt
Nun geht die Stadt davon aus, dass die derzeit laufenden Sicherungsmaßnahmen an der Halle bis Ende Oktober abgeschlossen seien. „Dann folgt eine Begehung der Dachkonstruktion durch den Tragwerksplaner. Er wird ein Gutachten erstellen, aus dem sich dann die weiteren Schritte ergeben“, so Rathaussprecher Toni Klein.
Auch Abstimmungen in Sachen Denkmalschutz hätten in der Vergangenheit bereits stattgefunden. Über allem steht die Frage, wie und ob das 1954 eröffnete Gebäude in Zukunft noch genutzt werden könnte. Vorschläge dafür gab es viele in der Vergangenheit – von der Verwendung der Stadthalle als Groß-Gerichtssaal, über einen Mobilitätspark bis hin zu einem Filmstudio für die Kirchzartener Black Forest Studios. Allesamt Pläne, die sich aufgrund der weiterhin unsicheren Lage an der Alten Stadthalle vorerst zerschlagen haben.
Am Donnerstag finden alle Aktionen des Pre-Openings des Fashion & Food Festival wie geplant in der Zeit 15:00 – 22:00 Uhr statt. Nur die Fashion Show auf der Schlossbergtreppe entfällt wetterbedingt. Foto: FWTM
Aufgrund der aktuellen Wetterlage muss das Programm des diesjährigen Fashion & Food Festivals Freiburg am Donnerstag, dem 26. September, kurz fristig angepasst werden. Die Änderung betrifft eine geplante Modeschau am Schlossberg. Das Programm am Freitag und Samstag bleibt unverändert.
Die für das diesjährige Fashion & Food Festival geplante Fashion-Show auf der Schlossbergtreppe kann leider nicht stattfinden. Aufgrund der Wetterlage entfällt der Programmpunkt. Stattdessen werden in einzelnen Geschäften Fashion-Shows angeboten, bei denen Mode hautnah erlebt werden kann.
Alle weiteren Aktionen der teilnehmenden Einzelhandelsgeschäfte und der Gastronomie werden wie geplant durchgeführt. Auch das Programm am Freitag, dem 27. September, und Samstag, dem September, bleibt unverändert. Auf die Besucher wartet eine Vielzahl von Fashion-Shows, gastronomische Highlights und ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm in der Freiburger Innenstadt freuen.
Ritsu Doan (hier gegen Bochum) gelang mit seinem sehenswerten Tor in den linken Torwinkel der Dosenöffner gegen Heidenheim. Foto: Detlef Berger
Julian Schuster und der SC Freiburg ernten auch am vierten Spieltag die verdienten Früchte ihrer Arbeit: Erneut konnte der SC ein Spiel im zweiten Durchgang für sich entscheiden und ist damit jetzt schon so erfolgreich in die Bundesliga gestartet wie zuvor nur in den Jahren 2011, 2019 und 2022. Diese Erfolgsbilanz ist wohl alles andere als Zufall – und soll am Samstag gegen Aufsteiger St. Pauli möglichst so weitergehen.
Erst ein sehenswertes Tor von Ritsu Doan, danach der Doppelpack von Vincenzo Grifo – zweite Halbzeiten scheinen dem SC Freiburg bislang besonders gut zu liegen: Wie schon beim Auftaktsieg gegen Stuttgart und zuletzt gegen Bochum machte der SC Freiburg auch beim Gastspiel in Heidenheim mit Toren im zweiten Durchgang alles klar.
„Zu unsauber am Ball“„Wir haben wiederbelebt, dass man uns nicht abschreiben darf“, sagt Maximilian Eggstein über ein Spiel, das der SC nach dem 0:0 zur Pause am Ende überzeugend auf seine Seite zog. Das kommt vermutlich nicht von ungefähr. Von einem „sehr intensiven Training“ in der Saisonvorbereitung hatte Freiburgs Florent Muslija vor der Saison im SWR berichtet, verbunden mit der Überzeugung, „dass wir dadurch wissen, dass wir einfach mehr Körner haben“. SC-Angreifer Michael Gregoritsch pflichtete ihm bei. Das Training unter Trainer Julian Schuster sei bislang anstrengender als das unter Vorgänger Christian Streich. „Wenn sich das nicht auszahlt, dann weiß ich auch nicht“, so der Österreicher.
Bis jetzt zahlt es sich aus. Drei Siege und neun Punkte aus vier Spielen – nur in den Saisons 2010/11, 2019/20 und 2022/33 ist der SC Freiburg genauso gut in eine Bundesligasaison gestartet. Ein weiterer Dreier am Samstag gegen St. Pauli und auch der Allzeit-Rekord aus dem Jahr 22/23 (4 Siege, 1 Niederlage nach fünf Spielen) ist erreicht.
Der Ball ist sein Freund: Vincenzo Grifo gelangen in Heidenheim gleich zwei Treffer. Foto: Berger
Fragt man aber den Trainer, heißt das nicht, dass vor der anstehenden Partie gegen St. Pauli alles perfekt läuft im Breisgau. „Wir waren ein Stück weit zu unsauber mit dem Ball“, so das Fazit von Julian Schuster über die erste Halbzeit beim FCH: „Wir müssen präziser sein in der Ballablage und haben teilweise zu früh den finalen Pass gespielt.“ In der zweiten Halbzeit habe seine Mannschaft das viel besser gelöst, auch weil das Trainerteam in der Pause mit der Mannschaft über genau diese Defizite gesprochen habe. Sorge, dass die Mannschaft aus dem traumhaft erfolgreichen Saisonstart die falschen Schlüsse für das Spiel gegen den Vorletzten St. Pauli ziehen könnte, hat der SC-Trainer nicht: „Diese Jungs muss ich nicht auf den Teppich runterholen. Das sind ganz tolle Persönlichkeiten, die genau einschätzen können, wie man in das nächste Spiel startet.“
Nach der digitalen Taxivermittlung Freenow ist in Freiburg nun auch Uber offiziell gestartet. Foto: Adobe.Stock
Wer in Freiburg ein Taxi braucht, kann dafür seit Neuestem auch die App des US-Fahrdienstvermittlers Uber verwenden. Was in anderen deutschen Städten schon länger möglich ist, ist jetzt auch in Freiburg offiziell gestartet. Dafür kooperiert Uber mit lokalen Taxibetrieben.
Der sogenannte „Softlaunch“ von Uber lief schon seit einigen Tagen, jetzt ist der Taxi-Vermittler auch ganz offiziell mit seiner App in Freiburg angekommen. Dass der Fahrtdienst auch hier gestartet ist, lag nicht zuletzt an der hohen Nachfrage. „Mehr als 50.000 Bestellversuche“, so Oliver Fritz von Uber Deutschland habe man über die App in den letztem 12 Monaten in Freiburg registriert. Das, und die Tatsache, dass man nun lokale Taxibetriebe für eine Kooperation gefunden habe, habe den Ausschlag für einen Launch in Freiburg gegeben.
Es gilt der lokale Taxitarif
Abgerechnet wird hier allerdings nicht nach einem Festpreis. Darin unterscheidet sich das Freiburger Uber von Städten wie Berlin oder München, wo die Kommunen sogenannte „flexible Vorab-Festpreise“ eingeführt haben. In Freiburg hängt der Fahrtpreis statt dessen vom lokalen Taxitarif ab und wird wie üblich mit einem Taxameter abgerechnet. In der App wird den Nutzern daher nur ein geschätzter Fahrpreis angezeigt. Für eine Fahrt vom Hauptbahnhof zum Europa-Park Stadion zeigt Uber zum Beispiel Kosten zwischen 17 und 21 Euro an. Außer dem Preis sehen die Fahrgäste in der App den Namen des durch Uber vermittelten Taxiunternehmens, das Profil des professionellen Fahrers mit Foto, das Kennzeichen und eine Service-Bewertung. Nach Abschluss der Fahrt wird automatisch bargeldlos bezahlt.
Uber-Deutschlandchef Christoph Weigler sagt, dass auch die lokalen Taxi-Partner vor Ort profitieren würden. „Mit der Vermittlung über die Uber-App bringen wir ihnen zusätzliche Aufträge“, außerdem würden neuen Zielgruppen angesprochen.
Martin Wohlleber von der Freiburger Taxi-Vereinigung ist davon weniger überzeugt. Er sagt gegenüber der BZ, der größte Teil der Kundschaft in Freiburg sei „mobilitätseingeschränkt und telefoniert lieber“.