Große Warteschlangen und viel positiver Zuspruch: Die Lange Rote gab es vergangene Woche in einer Gratisaktion an der Kinderklinik. Foto: Thomas Kunz
Der Freiburger Metzgermeister Dirk Licht hat mit einer schönen Aktion an der neuen Kinder- und Jugendklinik in Freiburg für Freude gesorgt. Frisch gegrillte Gratis-Würstchen sorgten für zahlreiche Abnehmer.
Tolle Benefizaktion vor der Uni-Kinderklinik: Der Metzger Dirk Licht hat seinen Wurststand für zwei Tage vor der neuen Unikinderklinik geparkt. Und dort frisch vom Grill gratis Lange Rote für Klinikbeschäftigte und Patienten serviert. Der Andrang war enorm und die Beschäftigten sowie Patientenangehörigen und Kinder zeigten sich äußerst angetan von der Aktion.
Er wollte, so sagte es Metzgermeister Dirk Licht gegenüber der Badischen Zeitung, ein Zeichen setzen und den Patientinnen und Patienten der Kinderklinik, aber auch den Beschäftigen dort etwas Gutes tun. „Es hat mir große Freude gemacht, den Leuten hier etwas Gutes zu tun, das haben sie wirklich auch verdient“, meinte Licht nach der Ende der Aktion. Er selbst lag im vergangenen Jahr vier Wochen im Krankenhaus und wollte auf diese Weise Danke sagen. Knapp 4.000 Würste sind an den beiden Tagen über die Ausgabetheke seines Wagens gegangen.
Groß war die Freude über die Weihnachtsgeschenke bei den Kindern in der Ukraine. Foto: S’Einlädele
Die jährliche Weihnachtspäckchenaktion des Freiburger s’Einlädele hat in diesem Jahr ein Rekordergebnis erzielt. Mehr als 11.000 Geschenke für bedürftige Menschen in der Ukraine kamen vor Weihnachten zusammen.
Im November und Dezember 2024 lief die Weihnachtspäckchenaktion des S’Einlädele für bedürftige Kinder, Familien und SeniorInnen in der Ukraine: „Der Karton mit Herz“. 11.007 Päckchen kamen zusammen, das ist die größte Anzahl seit es die Freiburger Hilfsaktion gibt.
Auf fünf LKW verteilt, die neben den Weihnachtspäckchen noch weitere, essentielle humanitäre Hilfsgüter enthielten, wurden die Pakete im Dezember in die Ukraine geschickt, wo sie an tausende Bedürftige verteilt wurden: Kinder, Familien und und Senioren.
Gefeiert wurde der Rekord in den neuen Räumlichkeiten
Gefeiert wurde der Rekord bei der Neueröffnung des S’Einlädele nach dem Umzug am vergangenen Samstag in den neuen Räumlichkeiten in der Wentzingerstraße 36. „Der Karton mit Herz“ ist nur eine von vielen Hilfsaktionen des S’Einlädele für die Ukraine. Denn die Not und das Leid vor Ort sind nach wie vor groß, besonders jetzt im mittlerweile dritten Kriegswinter. Aus diesem Grund freut sich die gemeinnützige Einrichtung weiterhin über Unterstützung:
In Frankfurt gab es für die Mannschaft von Julian Schuster nicht zu holen. Foto: Detlef Berger
Der SC Freiburg ist im letzten Hinrundenspiel bei Eintracht Frankfurt mit 1:4 (1:1) deutlich unter die Räder geraten. Gegen die Mannschaft der Stunde um die Topstars Omar Marmoush und Hugo Ekitiké sahen die Breisgauer vor allem in der zweiten Halbzeit kein Land. So fallen die Reaktionen aus.
Die Freiburger 1:0-Führung im Deutsche-Bank-Park durch Ritsu Doan (37. Minute) weckte die Hoffnung, dass der SC Freiburg auch im zweiten Spiel der Englischen Woche eine Punkteerfolg erzielen könnte. Doch auf den 3:2-Erfolg vom Samstag gegen Kiel folgte am Ende eine deutliche 1:4-Niederlage in der Bankenmetropole. Der Ex-Freiburger Robin Koch (43.) kurz vor der Halbzeitpause, Shootingstar Omar Marmoush (65.), Hugo Ekitiké (71.) und Nnamdi Collins (81.) machten für die Frankfurter alles klar.
„Die erste Halbzeit war ok. In der zweiten Halbzeit haben wir es nicht mehr so geschafft eigene Situationen zu kreieren und kriegen dann bittere Gegentore“, sagte SC-Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein nach der Partie, und zeigte sich trotz der an diesem Abend klar besseren Qualität der Hessen zerknirscht. „Dass Frankfurt besser war, muss man anerkennen. Aber damit leben können wir nicht wirklich. Wir haben schon den Anspruch das Spiel ausgeglichener zu gestalten.“
In der ersten Halbzeit konnte Freiburg die Gastgeber noch vom eigenen Tor weghalten, analysierte Innenverteidiger Matthias Ginter. „Frankfurt hatte schon in der ersten Hälfte immer wieder gute Chancen, gerade über die Außen. Das haben wir versucht wegzuverteidigen und zu blocken. In der zweiten Halbzeit haben sie gedrückt und am Ende auch verdient gewonnen.“
Plant Schuster gegen Stuttgart personelle Veränderungen?
Freiburgs Trainer Julian Schuster nannte das Ergebnis „definitiv nicht zufriedenstellend“ und sagte: „In der ersten Halbzeit haben wir es noch phasenweise so verteidigt, dass Frankfurt nicht viele klare Chancen hatte. In der zweiten Halbzeit war es dann definitiv zu wenig, um gegen Frankfurt hier bestehen zu können.“
Ob Schuster angesichts der Niederlage und der offensiv schwachen Darbietung seiner Elf für das anstehende Auswärtsspiel am Samstag beim VfB Stuttgart (15.30 Uhr / Sky) personelle Änderungen plant, ließ er am Abend noch offen: „Wir haben generell unterschiedliche Optionen, wie wir aufstellen können. Je nach dem, was wir planen und was zum nächsten Gegner passt. Das Gute ist, dass wir in ein paar Tagen schon wieder spielen“, sage er. „Umso schneller“ müsse man das Spiel in Frankfurt verarbeiten. Dennoch sei es für die Entwicklung seine Mannschaft „wichtig“ daraus zu lernen, „dass wir gegen die Topmannschaften auswärts Dinge verändern müssen, um bestehen zu können. Das wird die Herausforderung sein“, so der Freiburger Chefcoach.
Die „World Press Photo Exhibition“ zeigt eindrucksvolle Momentaufnahmen. Foto: Eddie Jim, The Age/Sydney Morning Herald
Die „World Press Photo Exhibition“ ist die Wander-Fotoausstellung zum weltweit größten und renommiertesten Wettbewerb für Pressefotografie. Im Januar ist die Ausstellung in der Meckelhalle der Sparkasse Freiburg und anschließend auf dem Mundologia-Festival im Konzerthaus zu sehen. Bereits vor fünf Jahren begeisterte die Ausstellung 10.000 Besucher in Freiburg. In acht Kategorien beleuchtet die Ausstellung eindrucksvolle, oft erschütternde Momentaufnahmen unserer Welt.
Die Ausstellung gastiert seit dem 13. Januar in der Meckelhalle und bleibt dort bis zum 29. Januar. Anschließend wechselt sie für das Wochenende vom 31. Januar bis 2. Februar ins Konzerthaus auf das Mundologia-Festival.
Bilder aus Kanada gibt es in der Schwarzwald City zu sehen.
Foto: Pascal Violo
Noch bis zum 28. Januar ist in der Schwarzwald City eine Fotoausstellung mit Motiven von Fotografinnen und Fotografen des 21. Mundologia-Festival zu sehen. Das größte Vortragsfestival der Welt, welches vom 31. Januar bis 2. Februar im Konzerthaus stattfindet, präsentiert im Vorfeld 26 Motive der diesjährigen Festival-Highlights.
Zu sehen sind Bilder des US-Fotografen Art Wolfe aus seinem neuen Projekt mit dem Titel „Wild Lives – Die außergewöhnlichste Tierwelt unseres Planeten“. Einmalige Motive gibt es auch von Christian Klepp, der „Wunderwerk Erde“ in Szene gesetzt hat. Abgerundet wird die Ausstellung mit Motiven von Vollblutabenteurerinnen. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Schwarzwald City zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Erstes Halbjahr als Bundesligatrainer? Check! Julian Schuster macht bisher in seiner neuen Rolle beim SC eine gute Figur. Foto: Joachim Hahne
Die Hinrunde der Fußball-Bundesliga beendete der SC Freiburg mit einer größeren Punktausbeute als im Vorjahr. Ein Erfolg, den sich auch Streich-Nachfolger und Chefcoach-Novize Julian Schuster ans Revers heften darf – trotz der gefestigten Mannschaftsstruktur, die er beim SC vorgefunden hat. Wie Schuster als Trainer tickt, zeigte ganz besonders das erste Spiel des Jahres.
Als am letzten Samstag nach dem Abpfiff gegen Holstein Kiel die Fehleranalyse im Freiburger Lager begann, stand der Trainer schnell im Kreuzfeuer der Kritik. Hat Julian Schuster durch seine fünf Auswechslungen innerhalb von 13 Minuten das flatterhafte Verhalten seiner Mannschaft in den Schlussminuten begünstigt und so die bis dato komfortable 3:0-Führung in Gefahr gebracht? Und ist er sogar Wiederholungstäter, weil genau so etwas kurz vor Weihnachten gegen Wolfsburg schon einmal passierte?
Höflich und klar
Seit einem halben Jahr ist der 39-Jährige nun als hauptverantwortlicher Cheftrainer des SC Freiburg im Amt. Teil der Jobbeschreibung eines so exponierten Trainerdaseins ist es, sich in der Öffentlichkeit unbequemen Fragen zu stellen. Die Art und Weise, wie ein Bundesligatrainer mit kritischen Fragen umgeht, sagt viel über dessen Persönlichkeit aus. Der eine reagiert darauf pikiert, den nächsten lässt es kalt, ein anderer wiederum geht in den Gegenangriff über. Und Schuster? Der reagiert eben wie Julian Schuster: Höflich, unprätentios, aber klar in der Sache.
Selbstkritik als Basis
„Natürlich suchen wir die Gründe bei uns. Ich fange immer bei mir an“, sagte Schuster in gewohnt ruhigem Ton am Samstag auf der Pressekonferenz. Ein Satz, den man dem gebürtigen Bietigheimer, der schon in seiner Zeit als SC-Kapitän stets voranging, sofort abkauft. „Ich versuche, jederzeit so zu sein, wie ich bin“ ist noch eines dieser Schuster-Zitate, mit dem man vielleicht nicht die Schlagzeilen im Boulevard dominiert, die aber zeigen, dass er sich von seinem Vorgänger Christian Streich so einiges abgeschaut hat. Das eigene Hinterfragen, die Selbstreflexion, die Schuster sich selbst abverlangt, fordert er auch von seinen Spielern ein. „Wir müssen die Dinge selbstkritisch aus den unterschiedlichsten Sichtwinkeln betrachten“, sagt der vierfache Familienvater und nimmt die Spieler in die Pflicht.
Klare Linie, klare Worte
Unbequeme Entscheidungen zu treffen und klar zu kommunizieren ist ein anderer Aspekt, den der Trainerjob mit sich bringt. Auch hier scheint Schuster seine Hausaufgaben gemacht zu haben. Vor klaren Ansagen, auch in der Öffentlichkeit, schreckt er nicht zurück, achtet dabei aber auf den richtigen Ton: „Die Jungs, die auf dem Platz stehen, haben eine gewisse Verantwortung, die Jungs zu unterstützen, die reinkommen“, so Schuster zur Wechsel-Causa vom Samstag.
Eine klare Linie fährt der Trainerneuling auch in einem besonders diffizilen Fall: Spieler, denen er keine oder zu wenig Einsatzzeiten gibt, gesteht er zu, unzufrieden sein zu dürfen und das auch zu zeigen – unter einer Bedingung, wie er im Interview mit der Badischen Zeitung erläuterte: „Ich brauche keine zufriedenen Spieler, keine die mit mir lachend über den Trainingsplatz laufen. Entscheidend ist, dass ihre Unzufriedenheit keinen Einfluss auf ihre Trainingsleistungen hat“, so Schuster. Punkt.
Und so hat das erste Spiel des Jahres viel von dem gezeigt, was Julian Schuster als Trainer ausmacht und was ihn auch in der Rückrunde auszeichnen dürfte. „Ich freue mich über die Entwicklung der Mannschaft und die Art und Weise, wie wir spielen.“ Da sei die erreichte Punktzahl „ein Spiegelbild“ dieser Entwicklung. „Wichtig“ sei ihm vor allem, „dass die Jungs über unsere Spielweise diskutieren, sich darüber austauschen. Sie sind diejenigen, die die Entscheidungen auf dem Platz treffen und das auf dem Platz bringen müssen.“ Und nach seinem ersten Halbjahr als Chefcoach gebe es viele Dinge, „dich mich sehr positiv stimmen und auf die wir aufbauen können.“
Und was sagen die Spieler?
In der SC-Kabine kommt Schusters Art offensichtlich an – anders ist die bisherige Erfolgsbilanz auch kaum zu erklären. Kapitän Christian Günter sagt: „Ich glaube damit haben viele nicht gerechnet. Auch bei uns war ein gewisses Fragezeichen vor der Saison da, nach 12 Jahren Christian Streich und dem Wechsel zu Julian. Aber er macht es herausragend gut und das Trainerteam macht es herausragend gut“, so Günter. Dem ist – fürs Erste – nichts hinzuzufügen.
So ist der EHC Freiburg künftig aufgestellt: Der neue Vorsitzende Michael Müller (links), sein Stellvertreter Marc Esslinger, der neue Nachwuchsleiter David Danner sowie Schatzmeister Jens Ziser (v.l.n.r.). Foto: EHC Freiburg
Nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Werner Karlin hat sich der Vorstand des EHC Freiburg bei seiner Mitgliederversammlung neu aufgestellt. Michael Müller, bisher Präsident, wurde zum neuen Ersten Vorsitzenden des Eishockeyvereins gewählt. Das Präsidentamt bleibt dadurch unbesetzt. Ex-Profi David Danner tritt die Nachfolge des bisherigen Nachwuchsleiters Toni Klein an.
Michael Müller ist neuer Erster Vorsitzender des EHC Freiburg. Das ist das Ergebnis der Vorstandswahlen auf der Mitgliederversammlung des DEL-2-Klubs, die am Montagabend im VIP-Raum der Echte Helden Arena stattfand. Mehr als 140 Mitglieder waren der Einladung gefolgt.
Nachfolgesuche für das Präsidentenamt kann beginnen
Durch Müllers Wahl bleibt die Position des Präsidenten, die laut Statuten des Vereins eine „Kann-Besetzung“ ist, fortan unbesetzt. Der Vorstand möchte den vakanten Posten laut einer Pressemitteilung aber „sehr gerne“ neu besetzen. Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten – oder einer Kandidatin – könne nun beginnen.
Die zweite personelle Neuerung ergab sich aus der Ankündigung des langjährigen Nachwuchsleiters Toni Klein, dass er nicht zur Wiederwahl zur Verfügung stehen würde. Seit 2016 war er im Amt, entsprechend emotional verlief Kleins Abschied, der lang anhaltendem Applaus erhielt. Einstimmig zum neuen Jugendleiter wurde der frühere Wölfe-Profi David Danner gewählt, der einst selbst als Knirps im EHC-Nachwuchs seine Eishockeykarriere begonnen hat. Gegenkandidaten zur Wahl des Ersten Vorsitzenden sowie der Nachwuchsleitung gab es keine.
Goalie Fabian Hegmann verlängert beim EHC Freiburg
Im Rahmen des Tätigkeitsberichts des sportlichen Leiters Peter Salmik verkündete dieser auch die vorzeitige Vertragsverlängerung von EHC-Goalie Fabian Hegmann. Der 24-jährige Torhüter kam kurz vor Saisonbeginn vom Oberligaklub aus Duisburg in den Breisgau und wusste hinter Patrik Cerveny als Backup von Beginn an voll zu überzeugen. „Fabian ist und war ein echter Glücksgriff für uns. Er wurde ein Stück weit in das kalte Wasser geworfen und hat dabei eindrucksvoll gezeigt, zu was er in Stande ist“, sagte Salmik.
Mit Hegmann, Tomas Schwamberger, Eero Elo und Sameli Ventelä haben bereits vier Spieler aus dem aktuellen Kader ihren Vertrag für die kommende Saison bei den Wölfen verlängert.
Darts-WM im legendären Ally Pally, Sehnsuchtsort für die Freunde des Dartssports. Foto: Jan Thoden
Darts-Gala im Europa-Park Rust, ein Freiburger im Ally Pally und erfolgreiche Vereinssportler aus Freiburg – auch in Freiburg hat das Darts-Fieber längst um sich gegriffen.
Raymond „Barney“ van Barneveld, Jonny „The Ferret“ Clayton oder der „German Giant“ Gabriel Clemens – Namen wie diese klingen Darts-Fans wie Musik in den Ohren. Am Freitag geben sich diese und andere Darts-Profis im Europa-Park Rust die Ehre. Seit Wochen ist die „Europa-Park Darts Gala 2025“ so gut wie ausverkauft. Der Boom des Dart-Sports – in unserer Region ist er längt angekommen ist, wie sich auch an anderer Stelle zeigt.
Der Freiburger Jan Thoden (links) in London an der Seite des besten deutschen Spielers der diesjährigen WM, Ricardo „Pikachu“ Pietreczko. Foto: Thoden
Der Alexandra Palace in London, vor rund drei Wochen – Darts-WM im legendären „Ally Pally“. Mittendrin ist Jan Thoden, der eigentlich Internist in einer Freiburger Arztpraxis ist. Doch wie schon vor einem Jahr ist der 50-Jährige auch bei der diesjährigen WM vor Ort, um als Gastkommentator für den Sport 1 Darts-Podcast „Checkout“ das Turnier zu begleiten.
Die WM sei laut Thoden ein „riesiges Event“. „Alle sind verkleidet, eine Mischung aus Ballermann und Karneval. Das sind vier Stunden Party. Dann wird einmal durchgewischt. Und danach steigt die identische Party wieder“, sagt der Freiburger, der für den Podcast Matthew Porter interviewen konnte, den CEO des Weltdartsverbands PDC. Porter sei es laut Thoden vor allem wichtig, dass die Darts-WM, bei allen Expansionsplänen, „immer gleich aussieht und gute Stimmung bietet“.
Auch vor dem „Ally Pally“ in London herrschte bei der diesjährigen Darts-WM wie immer Partystimmung. Foto: Jan Thoden
Dass die WM so boomt, liege nicht zuletzt am Zeitpunkt zwischen den Jahren ohne größere Konkurrenzevents. „Das ist der PDC wichtig, dass sie quasi den ersten Weltmeister des neuen Jahres präsentieren kann“, sagt Thoden. Der kultige und enge „Ally Pally“ ist mit seinen 3.200 Plätzen an 16 Tagen immer ausverkauft, egal ob es ein Mittwoch oder ein Samstag ist. „Aus der Zuschauerperspektive ist das der Reiz. Die 90.000 Tickets waren im Juli in einer Viertelstunde vergriffen. Die Menschen buchen das, ohne zu wissen, welche Session sie sehen werden“, so Thoden. Eine ähnliche Stimmung bietet in einem kleineren Rahmen auch die Darts-Gala der PDC Europe im Europa-Park, die Thoden wie in den Vorjahren journalistisch begleiten wird.
Auch beim ESV Freiburg, für den der 17-jährige Felix Söllner (rechts) regelmäßig bei Jugendranglistenturnieren antritt, boomt die Darts-Abteilung. Foto: Thomas Kunz
In Freiburg, wo Dartsspieler nicht nur in Kneipen wie dem Dartstüble, dem Darts Treff, dem Come Inn oder dem Flamingo ihr Hobby ausüben können, boomt Darts auch auf der Leistungssportebene. Die junge Dartsabteilung des ESV Freiburg erlebt mit ihren rund 50 Mitgliedern eine große Nachfrage. In Eigenbau entstand in den letzten Jahren eine komplett digitalisierte Dartsanlage. „Wir sind mit der Entwicklung unserer Dartsabteilung sehr zufrieden und sie wächst weiter“, sagt Martin Kraus vom ESV. So überzeugt der 17-jährige Felix Söllner auf Landesebene und gehört zu den fünf besten Nachwuchs-Dartspielern in Baden-Württemberg. Zur Saison 2025/26 will der ESV auch ein Erwachsenen-Team beim Landesverband BWDV anmelden.
Der Freiburger Jan Thoden spielte schon online gegen WM-Held „Pikachu“
Für den Freiburger Arzt Jan Thoden liegt der Reiz des Darts-Sports in seiner Einfachheit. „Es ist ein Sport, der relativ schnell zu erlernen ist“, sagt Thoden, dessen Interesse am Darts die WM 2007 geweckt hat, als seine Frau mit seiner ältesten Tochter schwanger war. Das richtige Darts-Fieber habe ihn aber erst in den Corona-Jahren gepackt, als er während des Lockdowns anfing, online per Videocall Darts gegen wildfremde Menschen zu spielen. Einer der Kontrahenten, gegen die er damals Pfeile geworfen hat, ist Ricardo „Pikachu“ Pietreczko, bester Deutscher der diesjährigen WM. „Der war schon vor zehn Jahren gut“, sagt Thoden über den 30-jährigen Berliner und berichtet, dass „viele junge, deutsche Spieler, die heute bei Turnieren spielen, aus dieser Corona-Phase kommen“. Dass es eines Tages ein Deutscher auf den WM-Thron schafft, davon ist auch Thoden überzeugt.
Der Mord passierte in einem Haus in einer ruhigen Wohnstraße auf dem Freiburger Lorettoberg. Foto: Bamberger
Am Dienstag hat am Landgericht Freiburg der Prozess gegen einen 22-jährigen algerischen Flüchtling, der wegen des Lorettoberg-Mordes und weiterer schwerer Straftaten angeklagt ist, begonnen. Er soll im Juli in ein Haus eingebrochen sein und einen 77-jährigen Bewohner mit mindestens 17 Messerstichen getötet haben.
Die Anklage lautet: Mord in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge, Privatwohnungseinbruchsdiebstahl und Sachbeschädigung. Der Angeklagte soll sich am 14. Juli 2024 von der Innenstadt auf den Weg in die Wiehre gemacht haben – auf der Suche nach einem Haus, in das er einbrechen kann, um Schmuck und Bargeld zu stehlen. Als Tarnung hatte er einen Sack und eine Zange dabei und wollte sich so als Müllsammler ausgeben.
Vor dem Landgericht Freiburg wird seit heute der Lorettoberg-Mord verhandelt. Foto: Schuh
Bei einem Wohnhaus auf dem Lorettoberg schlug er gegen sieben Uhr morgens mit einer Axt, die er im Garten fand, ein Fenster ein. Nachdem er zunächst das Erdgeschoss nach Wertsachen durchsucht hatte, habe er im Obergeschoss Geräusche gehört. Daraufhin bewaffnete er sich in der Küche mit einem 33 Zentimeter langen Messer und ging nach oben. Von hinten stach er mindestens 17 Mal brutal auf den 77-jährigen Hausbewohner ein – mit einer derartigen Wucht, dass die Messerspitze im Hals des Opfers stecken blieb, das an seinen schweren Verletzungen starb, so die Anklage. Anschließend ließ er den Mann im Wohnzimmer zurück, durchsuchte akribisch alle Räume und entwendete unter anderem einen Laptop, Schmuck und Silbermünzen. Danach soll er sein Opfer in einen Teppich eingewickelt und unter dem Bett verstaut haben, damit dieser nicht so schnell gefunden werde. Anschließend durchsuchte er noch die Kellerwohnung und erbeutete elektronische Geräte, Kleidung und Uhren. Gegen 15 Uhr verließ er dann laut Anklage das Haus.
Ruhig und mit gesenktem Kopf und in einem schlichten, blauen T-Shirt gekleidet, verfolgte der 22-Jährige von schmächtiger Statur die Schilderungen der Staatsanwaltschaft, die für ihn von einem Dolmetscher übersetzt wurden. Mit leiser Stimme machte er beim gestrigen Prozessauftakt Angaben zu seiner Person, zur Tat selbst wollte er sich jedoch nicht äußern. Erst im Mai 2024 war er als Flüchtling nach Deutschland gekommen, seit der Tat sitzt er in Untersuchungshaft. Die Verhandlung am Landgericht geht am kommenden Dienstag weiter, für den Prozess sind acht Termine angesetzt.
Erst im Mai 2024 kam er nach Freiburg
Der Angeklagte schilderte, wie er in ärmlichen Verhältnissen mit Vater, Mutter und sechs Geschwistern in einer Küstenstadt in Algerien aufgewachsen sei. Hier kam er bereits in Kontakt mit Drogen und Alkohol. In der Hoffnung auf eine bessere Zukunft machte er sich im Dezember 2023 gemeinsam mit anderen Flüchtlingen in einem Boot nach Spanien auf, mit dem Zug reiste er weiter nach Frankreich, in die Schweiz, Belgien und die Niederlande. Nach dem Grund gefragt, warum er von Stadt zu Stadt zog, antwortete der Angeklagte, „weil er Zugfahren beruhigend finde“. Hier nahm und verkaufte er auch Drogen. Mehrmals habe er versucht, sich umzubringen. Im Mai 2024 kam der 22-Jährige über die Schweiz nach Freiburg, fuhr durch zahlreiche deutsche Städte, bevor er im Juli zurückkehrte und in der LEA aufgenommen wurde.
Schon im Vorfeld des Einbruchs soll er durch mehrere Eigentumsdelikte aufgefallen sein. Auch in Freiburg sei sein Leben bestimmt von Drogen gewesen, gemeinsam mit zwei Flüchtlingen habe er Sachen aus Autos geklaut, so der 22-Jährige. Unterwegs waren sie mit Tüten und Zangen – getarnt als Müllsammler, falls die Polizei auf sie aufmerksam werden würde.
Nach der Tat war der Angeklagte in die Schweiz geflüchtet. Nach einer internationalen Fahndung konnte er in Bern festgenommen werden. Am Tattag war der Mann auf dem Stühlinger Kirchplatz noch von Zeugen beobachtet worden, wie er einen Teil der Beute aus dem Anwesen am Lorettoberg in einem Gebüsch versteckte. Wie der Mann aussah, wusste die Polizei durch Aufnahmen privater Sicherheitskameras auf dem Lorettoberg.
Die anderen Geschworenen sind von der Schuld des Angeklagten überzeugt – doch Justin (Nicholas Hoult) hat Zweifel. Foto: Warner Bros.
Ein Familienvater ist Geschworener in einem aufsehenerregenden Mordprozess und macht eine schockierende Entdeckung. Ist er selbst in die Tat verwickelt? Nun hat er mit einem moralischen Dilemma zu kämpfen, das er nutzen könnte, um das Urteil zu beeinflussen und den angeklagten Mörder zu verurteilen – oder freizulassen.
Der Lifestyle-Autor Justin Kemp (Nicholas Hoult, „The Menu“) steckt gerade inmitten der Vorbereitungen für die bald anstehende Familienerweiterung – seine Frau Allison (Zoey Deutch, „The Politician“,) ist im neunten Monat schwanger – als er zum Geschworenen in einem Mordprozess berufen wird.
In diesem Prozess wird ein schreckliches Verbrechen verhandelt: James Sythe (Gabriel Basso, „The Night Agent“) wird beschuldigt, seine Freundin Kendall (Francesca Eastwood, „Clawfoot“) umgebracht und ihre Leiche in eine Straßenschlucht geworfen zu haben. Eigentlich sprechen alle Beweise gegen den Angeklagten, aber der Pflichtverteidiger Erik Resnick (Chris Messina, „Air – Der große Wurf“) ist dennoch von der Unschuld seines Mandanten überzeugt. Für die Staatsanwältin Faith Killebrew (Toni Collette, „The Sixth Sense“) ist die Sache klar. Mit zunehmender Verhandlungsdauer kommt Justin ein schrecklicher Verdacht: Könnte er selbst etwas mit dem Fall zu tun haben?
Regielegende und Oscarpreisträger Clint Eastwood inszenierte den packenden Thriller nach einem Drehbuch von Jonathan Abrams („Escape Plan“) mit einem hochkarätigen Hollywood-Cast. In weiteren Rollen sind Kiefer Sutherland („Designated Survivor“), Cedric Yarbrough („Unfrosted“), Leslie Bibb („Catch Me“), Amy Aquino („Bosch“) und Adrienne C. Moore („Orange Is the New Black“) zu sehen.