Celta Vigos Sturmkante Borja Iglesias und Freiburgs Abwehrchef Matthias Ginter – am Donnerstag kommt es zum Wiedersehen. Foto: Detlef Berger
Den April der Entscheidungen hat der SC Freiburg bislang bravourös gemeistert. Am Sonntag gab es einen 1:0-Auswärtssieg bei Mainz 05 zu feiern – damit bleibt Platz sieben für Freiburg weiterhin in Reichweite. Nun folgt in Spanien das Viertelfinal-Rückspiel bei Celta Vigo. Im Reisegepäck hat der SC den Traum vom Halbfinale.
Für das Europa League-Rückspiel bei den Galaciern von Celta Vigo (18.45 Uhr / Free-TV auf RTL und Stream auf RTL+) steht auch Johan Manzambi wieder zur Verfügung stehen. Der Schweizer Nationalspieler hatte beim knappen 1:0-Sieg in Mainz einen Schlag abbekommen. „Johan hat heute trainiert – und wenn man ihn einsetzen möchte, kann man ihn einsetzen“, sagte SC-Trainer Julian Schuster am Mittwoch. Schuster, der am Mittwoch seinen 41. Geburtstag feierte, hatte über Manzambi bereits am Sonntagabend gesagt. „Die Signale sind so, dass es bei ihm für Donnerstag reichen könnte.“
„Wir können marschieren“
Generell sei die körperliche Verfassung der Mannschaft trotz der englischen Wochen gut, meint SC-Kapitän Christian Günter. „Man hat gesehen, dass wir marschieren können. Wir haben eine Breite im Kader und wir können die Intensität gehen“, sagt der Linksverteidiger. Diese Power wollen die Freiburger auch bei den Spaniern zeigen. „Am Donnerstag wird ein Kader dabei sein, der brennt. Wir wissen, dass Celta Vigo Qualität hat. Wir werden alles reinwerfen und hoffen, dass wir eine Runde weiterkommen“, so Günter.
Der SC Freiburg steht vor der historischen Chance, erstmals in ein europäisches Halbfinale einzuziehen. „Das ist das Ziel“, so Innenverteidiger Matthias Ginter. Das dominante 3:0 aus dem Hinspiel lässt die Freiburger Hoffnungen mehr als berechtigt erscheinen. Trotzdem sind die Breisgauer Akteure gewarnt vor der Begegnung im 24.800 Zuschauer fassenden Estadio Balaídos. „Wir haben eine gute Ausgangssituation. Aber wir wissen natürlich, dass jedes Spiel neue Chancen und Risiken birgt“, so Ginter. Ähnlich sieht es sein Torhüterkollege Noah Atubolu: „Da ist noch gar nichts durch. Man hat in der Vergangenheit gesehen, dass alles passieren kann.“
Unabhängig von der Partie in Spanien wirken die Breisgauer in der entscheidenden Saisonphase fokussiert und hungrig. Auch das Ziel, den für den europäischen Wettbewerb entscheidenden siebten Platz in der Bundesliga noch zu erreichen, haben die Breisgauer weiterhin im Visier. Und am 23. April wird das DFB-Pokal-Halbfinale beim VfB Stuttgart gespielt. „Unser Ziel ist es, in allen Wettbewerben top zu performen“, sagt Angreifer Igor Matanovic, kein Wettbewerb stehe über dem anderen. Diese Konstellation freut auch Trainer Julian Schuster. „Für uns ist es eine super Grundlage, im April in allen drei Wettbewerben vertreten zu sein.“ Das soll nach Möglichkeit weiterhin so bleiben.
ein großes Fest der Bildung für nachhaltige Entwicklung, das zahlreiche Mitmach-Aktionen und Aussteller aus den Bereichen Klimaschutz, Artenvielfalt und soziale Gerechtigkeit
Erdmännchen und Co. sind ein Publikumsmagnet: zum vierten Mal in Folge gab es 2025 einen Besucherrekord auf dem Mundenhof. Mehr als 573.000 Menschen strömten 2025 in den Tierpark. Im Jahr 2022 waren es 486.000, 2023 dann 521.000 und 2024 über 557.000. Damit hat sich die Besucherzahl seit 2013 (296.000) nahezu verdoppelt. „Das ist ein riesiger Erfolg und eine große Auszeichnung für die tolle Arbeit, die am Mundenhof jeden Tag geleistet wird. Gleichzeitig verdeutlichen die Zahlen die Notwendigkeit, auch mit Blick auf den neuen Stadtteil Dietenbach den Mundenhof weiterzuentwickeln, um ihn als lebenswerten Naherholungsraum für die Freiburger in Zukunft zu erhalten“, betonte Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit beim Pressetermin.
Einbruch, Brand und Eierklau
Der Besucherrekord sei aber auch eine Herausforderung, da auch der Vandalismus zunehme. In der neuen Werkstatt wurden im vergangenen Jahr in einer Nacht mehrere Geräte gestohlen. Im Dezember wurde ein Feuer im Eingangsbereich gelegt. Die finanziellen Schäden liegen in manchen Jahren deutlich im fünfstelligen Bereich. „Um alles wieder funktionstüchtig herzurichten, braucht es enorm viele Ressourcen, die uns dann an anderen Ecken fehlen. Das beschäftigt uns und belastet unser Team. Wir spüren das im Arbeitsalltag nachhaltig“, so Mundenhof-Leiterin Birte Boxler. Solche Vorfälle sorgen auch für Verunsicherung bei den Tieren, so wurden beispielsweise bei den Nandus auch im vergangenen Jahr Eier geklaut – insgesamt 16 Stück. „Das sind keine Kavaliersdelikte. Wir erstatten bei Vandalismus, Brandstiftung oder Einbrüchen jedes Mal konsequent Anzeige, aber leider ist die Aufklärungsquote gering“, erklärt Birte Boxler. Man denke darüber nach, das Sicherheitskonzept auszuweiten. Trotzdem soll der Mundenhof weiterhin frei zugänglich sein und es sollen keine Zäune um das Tiergehege gebaut werden.
Ein Problem ist auch, dass Besucher trotz Verbot immer wieder Tiere füttern. Erst kurz vor Ostern wurden in mehreren Gehegen giftige Pflanzen gefunden, die in der Umgebung gepflückt und dann den Tieren gegeben wurden. So hatten beispielsweise die Pferde Durchfall, weil sie von den Besuchern zu stark gefüttert wurden.
Nachwuchs und Neuzugänge
Neben den Erdmännchen sind natürlich auch die Tierbabys ein Publikumsmagnet. Insgesamt erblickten im vergangenen Jahr 76 neue Tiere das Licht der Welt. Nachwuchs gab es unter anderem bei den Straußen, Kamerunschafen und Javaneraffen. Durch Käufe und Schenkungen kamen außerdem zwei Zackelschafe, zwei Kaschmirziegen und ein paar Pfauen neu hinzu. Zudem wurden ein Wasserbüffelbulle und ein Heidschnuckenbock zur Zucht angeschafft.
Seit zwei Monaten ist auch der Lamahengst Ulrich auf dem Mundenhof – der kommt bei den Lamastuten sehr gut an und man hofft, dass er für Nachwuchs im kommenden Jahr sorgt. Getauft wurde er Ulrich aufgrund einer Patenschaft, die Bürgermeisterin Buchheit ihrem bisherigen Amtskollegen Ulrich von Kirchbach geschenkt hat. Die Bisons sind ebenfalls mehr geworden. Insgesamt sind es nun fünf Tiere. Zwei neue Kühe kamen durch eine Schenkung aus einer Privathaltung bei Berlin hinzu.
Nicht nur bei den Besuchern, auch bei immer mehr Störchen ist der Mundenhof begehrt. „Wir haben fast kein freies Dach mehr“, so Mundenhof-Leiterin Susanne Eckert. Deshalb hat sich ein Storchenpaar aktuell einen eher ungewöhnlichen Brutplatz ausgesucht und baut ein Nest auf der Rosenpergola.
Neuer Stall und Picknickhäuschen
Baulich gab es einige Neuerungen. Die Nandus durften sich über einen neuen Stall freuen. Die großen Laufvögel können dort getrennt von Lamas und Heidschnucken, die auf der Koppel nebenan leben, untergebracht werden. Die Nadus sollen dort auch ungestört und geschützt brüten können.
Auf der Kaninchenanlage, der Gibboninsel und der ungarischen Steppenrinderanlage wurden die Gehege neu eingerichtet. Außerdem wurde aus dem alten Kamerunschafstall ein Picknickhäuschen und in der Nähe der Hofwirtschaft entsteht derzeit der Zukunftsgarten, in dem Schüler und Gruppen klimagerechtes Gärtnern lernen können.
Auch in diesem Jahr gibt es auf dem Mundenhof wieder ein vielfältiges Programm. Neu ist dabei der „Markt für Morgen“ am 10. Mai: ein großes Fest der Bildung für nachhaltige Entwicklung, das zahlreiche Mitmach-Aktionen und Aussteller aus den Bereichen Klimaschutz, Artenvielfalt und soziale Gerechtigkeit bietet.
Nachwuchs gab es unter anderem bei den Zackelschafen. Foto: SchuhZuwachs bei den Bisons: hier grasen nun fünf Tiere. Foto: Schuh
Ungewöhnlicher Brutplatz: ein Storchenpaar nistet auf der Rosenpergola. Foto: Schuh
Acht Männer und eine Frau wollen Freiburgs künftiges Stadtoberhaupt werden. Foto: FWB-Grafik
Eine Frau und acht Männer wollen Freiburgs Oberbürgermeister oder Oberbürgermeisterin für die nächsten acht Jahre werden. Hier stellen sich alle neun Kandidierenden vor.
Am 26. April wählt Freiburg einen neuen Oberbürgermeister oder eine neue Oberbürgermeisterin. Neun Kandidierende – eine Frau und acht Männer – stehen auf dem Stimmzettel. Der Freiburger Wochenbericht hat alle neun vorab um ein Statement gebeten. Auf dieser Seite stellen wir die Antworten vor.
Die Kandidaten auf dieser Seite sind alphabetisch nach Nachnamen geordnet.
175.000 Menschen in Freiburg sind wahlberechtigt. Erreicht im ersten Wahlgang keine Person die absolute Mehrheit, folgt am 17. Mai eine Stichwahl mit den beiden Erstplatzierten.
Martin Borgmann
Die Partei Geburtsort: Löningen Alter: 35 Beruf: Doktorand am Universitätsklinikum Freiburg im Fachbereich Biologie, Schwerpunkt Krebsforschung
Wenn ich Oberbürgermeister werde, dann…
„…liefere ich endlich konkrete Lösungen für die alten Probleme: zu hohe Mieten, Stillstand beim Verkehr und Klimaschutz. Ich denke Freiburg neu: Der Rheingraben wird vertieft, damit die Nordsee bis nach Freiburg kommt. So vereinen wir Green City und Küstenstadt. Hausboote, neue Verkehrswege und Energie aus Gezeitenkraft und Offshore-Wind schaffen Wohnraum, Jobs und echten Klimaschutz. Auch überlokale Zukunftsfragen werden beantwortet: Freiburg wird angesichts der weltpolitischen Lage als Marinestandort zukunftssicher. Freiburg kann Meer!“
Foto: Moritz Bross
Florian Braune
Mitglied der Freien Wähler, tritt bei der OB-Wahl aber nicht für diese an, sondern für die eigene Wählergemeinschaft „Freiburg wir lieben dich“ Geburtsort: Freiburg Alter: 48 Jahre Beruf: Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
Wenn ich Oberbürgermeister werde, dann…
„…werde ich das Leben der Menschen in der schönsten Stadt der Welt noch einfacher und besser machen. Eine Politik für die Menschen, die Freiburg am Laufen halten und Verantwortung übernehmen. Seit meiner Geburt in Weingarten lebe ich in Freiburg. Hier bin ich aufgewachsen, habe studiert, meine Familie gegründet und mich beruflich wie ehrenamtlich engagiert. Diese tiefe Verwurzelung prägt mein Handeln. Ich bin der Humanität und den Menschen verpflichtet. Weder links noch rechts, im besten Sinne liberal und wirklich unabhängig – allein dem Wohl Freiburgs verpflichtet. Frei von Angst, aber voller Ideen möchte ich unsere Stadt aktiv gestalten und mit Mut weiterentwickeln.“
Foto: Johann Haas
Martin Horn
Parteilos Geburtsort: Annweiler am Trifels Alter: 41 Jahre Beruf: Oberbürgermeister der Stadt Freiburg im Breisgau
Wenn ich Oberbürgermeister werde, dann…
„…wird Freiburg weiterhin verlässlich geführt und mit Zuversicht gestaltet. In den vergangenen Jahren haben wir Freiburg in vielen unterschiedlichen Bereichen weiterentwickelt. Diese erfolgreiche Arbeit will ich in den kommenden Jahren gerne fortführen. Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, faire Bildungschancen und gute Sport-, Kultur- und Betreuungsangebote. Für bezahlbares Wohnen und faire Mieten. Für die Stärkung unseres Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts. Für wirksamen Klimaschutz und für Nachhaltigkeit für alle Generationen. Gute Politik trifft keine Entscheidungen von oben herab, sondern nimmt die Sorgen der Menschen ernst. Gemeinsam anpacken und gemeinsam gestalten.“
Foto: Fionn Große
Wim Kölker
Parteilos Geburtsort: Sippenaeken Alter: 24 Jahre Beruf: Studium in Sustainable Systems Engineering an der Albert Ludwig Universität
Wenn ich Oberbürgermeister werde, dann…
„…trete ich sofort zurück. Das gleiche erwarte ich von K.S. Mehr Infos zu meiner Satire-Kandidatur vom offenerdiskurs.de auf wimkoelker.de und auf instagram: wim_klr.“
Foto: Privat
Dejan Mihajlović
Parteilos Geburtsort: Strumica (ehem. Jugoslawien, heute Nordmazedonien) Alter: 49 Jahre Beruf: Referent für Demokratiebildung und Digitale Transformation
Wenn ich Oberbürgermeister werde, dann…
„..will ich Freiburgs Selbstbild neu formen. Diese Stadt hat unendlich viel Potenzial, das brachliegt, weil der Bevölkerung sehr wenig Beteiligung zukommt. Ein System als erstarrt und undurchsichtig zu erleben, fördert Frust. Wir sehen es überall. Doch mit Strukturen, die der Zeit entfallen sind, kann man sich dem kaum entgegenstellen. Erst wer die Bevölkerung in die Lage versetzt, Entscheidungen und Maßnahmen wieder nachzuvollziehen, holt sie zurück an Bord. Denn wer ernstgenommen wird, denkt mit und kümmert sich mit, weil Menschen Dinge gern unterstützen, wenn sie Sinn darin sehen. Unsere Chance: die Demokratie-Modellstadt Freiburg.“
Foto: Baschi Bender
Claudio Probst
Arnachistische Pogo Partei Deutschland Geburtsort: Sigmaringen Alter: 35 Jahre Beruf: arbeitlos
Wenn ich Oberbürgermeister werde, dann…
„…dann lasse ich es mir erstmal mit meinem fetten Gehalt für das bisschen in die Kamera grinsen und Hände schütteln gut gehen. Als Pogo-Bürgermeister des Volkes werde ich einen großen Teil davon in regelmäßige, ausschweifende Freibierpartys investieren. Freiburg wird zu einem Paradies für alle Asozialen, in dem das Bier in den Bächle fließt und der Punkrock durch die Straßen schallt! Des Weiteren wird sich durch innovative Ideen wie dem Bau einer U-Bahn und nachhaltigen Konzepten, um die Wohnungsnot und das Clubsterben zu bekämpfen, die Lebensqualität aller Freiburgerinnen und Freiburger mindestens verzehnfachen!“
Foto: Privat
Karl Schwarz
Alternative für Deutschland Geburtsort: Saarlouis Alter: 33 Jahre Beruf: Installateur- und Heizungsbaumeister
Wenn ich Oberbürgermeister werde, dann…
„…dann beende ich das 4-Milliarden-Grab Dietenbach und bewahre Freiburg vor dem Staatsbankrott. Mit einer Rekordverschuldung von 2,3 Milliarden Euro bis 2029 steuern wir auf den finanziellen Abgrund zu. Allein die Zinslast für Dietenbach verfeuert jährlich 128 Millionen Euro, die uns bei Schulen und Sicherheit fehlen. Als Meister saniere ich den Haushalt durch einen radikalen Kassensturz , stoppe den teuren Rathaus-Wasserkopf sowie ideologische Subventionen und entlaste die Bürger um 1,65 Milliarden Euro. Ihr AfD Kandidat. Zuerst für uns!“
Foto: Privat
Monika Stein
Parteilos Geburtsort: Freiburg Alter: 56 Jahre Beruf: Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Wenn ich Oberbürgermeisterin werde, dann…
„…mache ich bezahlbares Wohnen zur Chefinnensache. Ich setze klare Prioritäten, damit die Stadt im Alltag zuverlässig funktioniert: mit schnelleren Entscheidungen, weniger Bürokratie und einer Verwaltung, die unterstützt. Dazu gehören für mich effektiver Klimaschutz, sichere Mobilität und bezahlbare Kitas. Gleichzeitig stärke ich die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt und achte auf solide Finanzen, damit wir uns notwendige Investitionen leisten können. Ich bin überzeugt: Freiburg kann mehr. Deshalb werde ich konsequent, zuverlässig und mit einer Mehrheit im Gemeinderat unsere Stadt voranbringen.“
Foto: Moritz Bross
Achim Wiehle
Parteilos Geburtsort: Freiburg Alter: 54 Jahre Beruf: selbständiger Großhändler / Inhaber des Institut für Reinigungs- und Hygienetechnik
Wenn ich Oberbürgermeister werde, dann…
„…sorge ich dafür, dass unsere wunderschöne Heimatstadt, mit der urigen Altstadt und dem besonderen Flair der Ortschaften erhalten bleibt. Alle Menschen sollen in Freiburg gut leben können. Dafür brauchen wir Wirtschaftskraft, Sicherheit und Ordnung, Schutz unserer Umwelt und starken gesellschaftlichen Zusammenhalt. Bezahlbarer Wohnraum und die Möglichkeit, an der Gesellschaft aktiv teilzuhaben, müssen für alle bezahlbar sein. Als Oberbürgermeister werde ich mit allen Teilen unserer Gesellschaft aktiv zusammenarbeiten, um Freiburg sicher und mit neuen Ideen in die Zukunft führen. Wir brauchen Mut und frischen Wind, um Freiburg zukunftsfest zu machen! Dafür stehe ich bereit! “
Eine Kandidatin und sechs Kandidaten stellten sich am Montag im Seepark den Fragen zur Stadtpolitik. Foto: Maximo-Hans Musielik
Am Montag wurde das Bürgerhaus im Seepark zur Wahlarena: Innerhalb kürzester Zeit war die kostenlose Podiumsdiskussion zur OB-Wahl ausgebucht. Fünf Kandidierende stellten sich den Fragen von BZ- und SWR-Moderatoren.
Alle neun Kandidierenden zur OB-Wahl am 26. April waren von der Landeszentrale für politische Bildung, der Badischen Zeitung und dem SWR eingeladen worden, an der zweieinhalbstündigen Debatte teilzunehmen – sieben waren der Einladung gefolgt: Amtsinhaber Martin Horn sowie seine Mitbewerber Monika Stein, Achim Wiehle, Dejan Mihajlovic, Martin Borgmann, Florian Braune und Karl Schwarz. Nach einer je Kandidat zweiminütigen Vorstellungsrunde war es die Aufgabe des Saal-Publikums, auszusieben: Per QR-Code stimmten die Menschen im Saal darüber ab, welche zwei Bewerber die Bühne vorzeitig wieder verlassen mussten. Es traf AfD-Kandidat Karl Schwarz und Florian Braune.
Somit bestand das Podium in der folgenden Fragerunde aus den ohnehin gesetzten Martin Horn, Monika Stein und Achim Wiehle sowie aus dem vom Publikum gewünschten Dejan Mihajlovic und dem Satirekandidaten Martin Borgmann (Die Partei). Das Publikum stimmte auch darüber ab, welche zwei zusätzlichen Themenblöcke außer der „Wohnungspolitik“ diskutiert werden sollten – der Saal entschied sich für die Themen „Klima und Verkehr“ und „Bildung“. Danach folgte eine fair geführte Debatte, in der sich die Kandidaten aber auch gegenseitig kritisierten. Ausführlich diskutiert wurde unter anderem die Bebauung der Zähringer Höhe, das Für und Wider eines Stadttunnels, das städtische Ziel einer Klimaneutralität bis 2035 und die viel kritisierte Verpackungssteuer.
Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen fehlt von Oliver B. weiterhin jede Spur. Foto: Privat
Der 49-jährige Oliver B. Mann aus Buggingen wird weiterhin vermisst. Die Polizei sucht mit großem Aufwand, zuletzt gesehen wurde der Vermisste in Emmendingen. Noch fehlt jede Spur.
Die Suche nach einem 49-jährigen Mann aus Buggingen läuft weiterhin. Wie die Polizei mitteilt, wurde Olivier B. am Samstag, 11. April, als vermisst gemeldet, nachdem er sich zuletzt in Emmendingen aufgehalten hatte. Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen, bei denen auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt wurde, fehlt bislang jede Spur von dem Vermissten. Die Polizei schließt nicht aus, dass sich der Mann in einer hilflosen Lage befindet.
Olivier B. ist 1,81 Meter groß, hat eine athletische Statur und kurze braune Haare. Zuletzt trug er einen grau-weißen Kapuzenpullover sowie eine beigefarbene Hose.
Die Bevölkerung wird gebeten, Hinweise zum Aufenthaltsort des Vermissten zu melden. Das Kriminalkommissariat Emmendingen nimmt Hinweise zum Aufenthaltsort des Mannes unter der Telefonnummer 0 76 41 / 58 20 entgegen.
Oliver B. wird seit Samstag vermisst. Foto: Polizeipräsidium Freiburg
Beim Inklusiven Sporttag gibt es zahlreiche Mitmachangebote für Kinder. Foto: Rita Eggstein
Das Netzwerk Inklusion und Sport Freiburg lädt am 18. April, 10 bis 13.30 Uhr, zu einem Inklusiven Sporttag vor der alten Stadthalle (Schützenallee 72) ein. Los geht es um 10 Uhr mit der Eröffnung durch Max Grässlin (Organisator des Netzwerks Inklusion und Sport Freiburg) und Sportbürgermeisterin Carolin Jenkner.
Um 10.15 Uhr gibt es eine Gesprächsrunde u.a. mit Esther Weber (mehrfache Medaillengewinnerin & Paralympics-Siegerin im Fechten), um 10.30 Uhr gemeinsames Warm-up mit beneFit. Ab 10.45 Uhr gibt es zahlreiche Mitmachstationen für Kinder, unter anderem mit Bewegungs-Glücksrad (bsj Freiburg), Bike- & Rollstuhlparcours (MTB Freiburg), mobilem Basketball-Korb (Eisvögel Freiburg), Sportbox, Lacrosse & Ultimate Frisbee (PTSV Jahn Freiburg), Bewegungsstation mit dem Ball (SC Freiburg), kick mobil (step stiftung Freiburg), Tischtennis (DIEPLATTENSPIELER.com) Zirkusspektakel, Volleyball und inklusives Kinderturnen (FT 1844), Blindenbiathlon- & Ruderanlage (OSP Freiburg), Kreativangebot T-Shirt Druck (Gemischte Tüte Freiburg). Auch für das leibliche Wohl ist mit Kaffee und Kuchen gesorgt. Die Veranstaltung wird von der Matthias Ginter Stiftung unterstützt.
Freiburgerin Delijah Haile begeisterte mit einem gefühlvollen und starken Auftritt. Foto: RTL / Stefan Gregorowius
Mit Delijah Haile und Jean-Luc Wagner waren am Dienstagabend gleich zwei Freiburger bei „Deutschland sucht den Superstar“ zu sehen. Die 24-Jährige Delijah wurde von einem guten Freund bei DSDS angemeldet. Ihre Songs, die sie selbst schreibt, sind sehr persönlich und ihre große Hoffnung für die Zukunft.
Sie lieferte einen starken, gefühlvollen Auftritt und eroberte den letzten Platz des Tages im Golden Room. Auch bei den Singoffs war sie erfolgreich: Delijah und Mitkandidat Maric kehrten aus dem Golden Room zur Jury zurück und erhielten beide ein Recall -Ticket, ohne erneut singen zu müssen.
Der 20-jährige Lehramtsstudent Jean-Luc Wagner trat mit „Brother Louie“ von Modern Talking und dem eigenen Song „Where Is My Angel“ an und präsentierte einen ungewöhnlichen und äußerst unterhaltsamen Auftritt. Zum Weiterkommen hat es bei der RTL-Show leider nicht gereicht, aber er hat sich einen Traum erfüllt: „Wenn ich einmal vor Dieter Bohlen singen darf, kann ich sagen, das Leben hat sich gelohnt“, sagte er vorab.
Jean-Luc Wagner hat es nicht in die nchste Runde geschafft, aber sich einen Traum erfüllt, indem er für Dieter Bohlen gesungen hat. Foto: RTL / Stefan Gregorowius
Beim Mädelsflohmarkt gibt es wieder viel zu entdecken. Foto: Fetzer Veranstaltungs-GmbH
Was gestern modisch angesagt war, kommt vielleicht erst übermorgen wieder. Aber eins ist klar: Der Zeitpunkt wird kommen, an dem jeder Style von gestern wieder gefragt sein wird. Vintage-Mode, ausgewählte Design-Stücke und gelebte Nachhaltigkeit mit Spaß an neuen alten Klamotten bietet der Mädelsflohmarkt in der Messe Freiburg am 18. April, 11 bis 16 Uhr. Die Mädelsflohmärkte von SüMa Maier und Fetzer Veranstaltungen in Freiburg werden von über 350 Frauen und Mädchen beschickt und locken zahllose modebegeisterte Frauen an.
Zu entdecken gibt es dort trendige Kleidung, Marken- und Designerstücke, Schuhe, Brillen, Handtaschen, Accessoires, Schmuck, Selbstgemachtes und natürlich einzigartige Dinge im Vintage- und Retro-Look. Eintritt 5 Euro.
Einige der Mitglieder der englischen Schülergruppe von 1936. Foto: Stadtarchiv Freiburg M 75-1 K. 1
Am 17. April 1936 gerieten 27 englische Schüler, geführt von ihrem Lehrer, am Schauinsland in Bergnot. Retter aus Hofsgrund eilten ihnen zur Hilfe, doch fünf Schüler kamen ums Leben. Nun treffen sich nach 90 Jahren erstmals die Nachfahren der Geretteten und der Retter in Freiburg und in Hofsgrund.
Unterhalb des Gipfels des Schauinslands erinnert das Engländerdenkmal an die Tragödie, die sich am 17. April 1936 abgespielt hat. Nun kommen auf Initiative von Bernd Hainmüller und des in Hofsgrund aufgewachsenen Journalisten Marius Buhl zum 90. Jahrestag erstmals Nachfahren der Schüler aus England nach Freiburg und Hofsgrund, um die Nachfahren der damaligen Retter zu treffen. Rund 25 Gäste aus Großbritannien, darunter Nachfahren von sieben damals betroffenen Familien, werden in Freiburg erwartet.
Als der Freiburger Soziologe und Erziehungswissenschaftler Bernd Hainmüller vor 27 Jahren zum ersten Mal am 1938 von der Hitlerjugend errichteten Engländer-Denkmal stand, fand er dort nur die Version eines tragischen Bergunglücks. „Es war die Nazi-Sicht der Ereignisse“, sagt Hainmüller. Eine Version, geprägt von der Legende vom unvermeidlichen Unglück, die der Lehrer Kenneth Keast erzählte und die die Nationalsozialisten bereitwillig aufgriffen. Kein kritisches Wort war erlaubt darüber, wie ein Lehrer ihm anvertraute Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren trotz der ihm bekannten schlechten Wetteraussichten und mehreren Warnungen, leicht bekleidet auf eine Wanderung von Freiburg über den Schauinsland nach Todtnauberg führen konnte. Auch kein Wort über die Menschen aus Hofsgrund, ohne deren Rettungseinsatz weitere der erschöpften und unterkühlten Schüler ihr Leben in dieser Nacht verloren hätten.
Das Engländerdenkmal am Schauinsland oberhalb von Hofsgrund. Foto: Schwende
Hainmüller wollte den Geschehnissen auf den Grund gehen und sprach mit den Nachfahren der Retter aus Hofsgrund. „Jede Familie hat Erinnerungen an den Unglücksabend, als der ganze Ort den Schülern geholfen hat.“ Auf der Inschrift des Engländerdenkmals war davon keine Rede. Der Hobby-Historiker erforschte die Geschichtsarchive und konnte nicht nur die eigentlichen Ereignisse am Unglückstag rekonstruieren, sondern auch darlegen, wie das Narrativ vom unvermeidlichen Unglück zur Propaganda der Nationalsozialisten passte. Sein Buch „Tod am Schauinsland“ erschien 2021 und erhielt im Erscheinungsjahr den Landespreis für Heimatkunde.
Bernd Hainmüller Foto: Privat
Das Treffen der Nachfahren zum 90. Jahrestag des Engländerunglücks beginnt auf Einladung des Freiburger Gastronomen Toni Schlegel mit einem gemeinsamen Abendessen in Oberkirchs Weinstuben. Sie freue sich auf den Austausch mit den Nachfahren der am Engländerunglück Beteiligten, sagt Julia Wolrab, Leiterin des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus. Auch die Journalistin Kate Connolly, die 2016 im Guardian über die Ereignisse und ihre Instrumentalisierung durch die NS-Propaganda berichtete, wird am Treffen teilnehmen.
Am Samstag, 18. April, wird es einen Gedenkgottesdienst in Hofsgrund geben. Am Sonntag, 19. April, wird mit einer öffentlichen Ausstellung im Bürgerhaus in Hofsgrund mit historischen Fotos und Vorträgen von Hainmüller die Geschichte rund um das Engländerunglück erlebbar gemacht. Auch der 2022 gedrehte englische Dokumentarfilm „The hike that killed five schoolboys“ wird erstmalig mit deutscher Übersetzung zu sehen sein. Heike Schwende
Bei der Survival-Challenge gingen die Teilnehmer an ihre Grenzen Foto: Lars Konarek
Eine 24-stündige Survival-Challenge im Schwarzwald, die die Teilnehmer an ihre Grenzen bringt. Das ist im neuen YouTube-Format „1vsWOOD24“ von Lars Konarek zu sehen. Der Freiburger ist seit über 20 Jahren Survival Guide und war schon bei mehr als 100 Fernsehproduktionen dabei. Was das Besondere an seinem YouTube-Format ist, erzählt er im Gespräch mit Saskia Schuh.
Wie sind Sie auf die Idee für dieses YouTube-Format gekommen?
Lars Konarek: Es gibt viele ähnliche Formate. Ich wollte jedoch etwas schaffen, das in die Tiefe geht und den Entwicklungsprozess der Teilnehmer zeigt. Bei dieser Challenge sind beispielsweise eine Ingenieurin oder eine Entomologin dabei, die keine Erfahrung im Survival-Bereich haben. Mit dem Format möchte ich zeigen, wie jemand draußen Fortschritte macht, mit einer Ausrüstung, die die Person selbst wählt. Außerdem gibt es in jeder Folge ein Feuergespräch, in dem man den Teilnehmer kennenlernt.
Sie waren bereits bei über 100 Fernsehproduktionen – unter anderem Galileo oder National Geographic – dabei, im Gegensatz zu vielen davon ist Ihr Format nicht inszeniert?
Konarek: Genau, es gibt kein Drehbuch. Als Survival-Guide begleite ich das Projekt persönlich, gebe aber nur wenige Tipps am Anfang. Ich sage zum Beispiel, dass Laub in einer kalten Nacht ein guter Isolator ist und man die Kleidung damit ausstopfen kann, um Körperwärme zu halten.
Gab es Herausforderungen?
Konarek: Wir haben früh im Jahr gedreht: Anfang Februar bis Anfang März, mit nächtlichen Temperaturen teils bis minus zwei Grad. Aus überlebenstechnischer Sicht ist Deutschland mit einer Durchschnittstemperatur von 8,5 Grad Celsius eine Todeszone. Mit Feuchtigkeit, Wind, Niederschlag und Morgentau – das ist eine enorme Herausforderung. Unterkühlung ist lebensbedrohlich. Jeder Teilnehmer hatte diese eine gefährliche Nacht und musste sie mit den gewählten Gegenständen, Wissen oder Improvisation überstehen.
Hat Sie bei den Dreharbeiten etwas überrascht?
Konsarek: Ja. Die Auswahl der Gegenstände hat mich bei fast allen überrascht – ich hätte komplett anders gewählt. Das sagten mir auch Zuschauer. Man muss aber fair sein: Die Teilnehmer wussten nicht, dass sie mit einer Holzwährung – Tokens – spontan einkaufen müssen. Außerdem hat mich beeindruckt, wie zäh die Frauen sind. Alle Teilnehmerinnen hatten enormen Biss. Da kann sich mancher Herr eine Scheibe abschneiden.
Wie fiel das Feedback der Teilnehmer aus?
Konarek: Alle haben mir ein extrem positives Feedback gegeben. Viele sagten danach, sie würden ihr Leben in irgendeiner Weise positiv verändern, die Natur für sich entdecken und den Fokus neu setzen. Das freut mich besonders, weil ich mir genau das gewünscht habe: Menschen zu sensibilisieren, rauszugehen in die Natur.
Haben Sie bereits ein neues Format geplant?
Konarek: Das Format wird gut angenommen. Natürlich habe ich nicht die Reichweite wie Seven vs. Wild mit Millionen Zuschauern – ich stemme das ja allein. Aber wenn es so weitergeht, könnte es eine zweite Staffel geben. Die wäre einen Tick härter und hätte ganz andere Herausforderungen.
Info: Die ersten Episoden der Survival-Reportage „1vsWOOD24“ sind unter www.youtube.com/@larskonarek zu sehen. Insgesamt gibt es acht Folgen, diese werden sonntags um 19 Uhr veröffentlicht.
Survival Guide Lars Konarek gab den Teilnehmern der Challenge nur anfangs wenige Tipps, dann waren diese auf sich allein gestellt. Foto: Lars Konarek