Festivalstimmung auf dem Münsterplatz gibt es im September auf dem Fashion & Food Festival. Foto: FWTM
Das Fashion & Food Festival Freiburg kehrt zurück und verwandelt die Freiburger Innenstadt erneut in einen lebendigen Hotspot für Fashion, Food und Lifestyle.
Am 26. September 2024 stimmt das Pre-Opening in der Konviktstraße auf die Veranstaltung ein. Am 27. und 28. September findet das Festival dann in der gesamten Innenstadt statt.
Besucher erwartet ein vielfältiges Programm, mit Fashion Shows, musikalischen Acts, Tanz und Akrobatikdarbietungen sowie einem vielfältigen Food-Angebot. Neu dabei ist in diesem Jahr ein Matchmaking-Format, das junge Labels, Designer_in-nen und Food & Drink-Start-ups mit Einzelhändlern vernetzt.
Interessierte Labels und Start-ups haben hier die Möglichkeit, sich auf den Flächen der Einzelhandelsgeschäfte zu präsentieren. Dadurch profitieren nicht nur die Newcomer, sondern die Zusammenarbeit verspricht frische Impulse und einzigartige Entdeckungen für alle Beteiligten. In Kooperation mit der Gastro- und Clubszene der Freiburger Innenstadt wird das Tagesprogramm dieses Jahr durch Aftershow-Partys ergänzt, die die Festivalstimmung bis spät in die Nacht tragen.
Kostenloser ÖPNV
Am Samstag, 28. September ist anlässlich des Festivals die Nutzung des ÖPNV der VAG kostenfrei. Organisiert wird das Fashion & Food Festival Freiburg durch die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM), unterstützt durch die Badische Zeitung, z´Friburg in der Stadt e.V., Herzschlag Freiburg, der Schneckenvorstadt, sowie die Händler-Initiativen der Konviktstraße und der Rathausgasse. Darüber hinaus beteiligen sich zahlreiche regionale Kooperationspartner aus unterschiedlichen Branchen, beispielsweise FAEX aus Berlin/Bremen.
Als Sponsoren unter dem Motto #gemeinsamfürdieinnenstadt-freiburg sind auch dieses Jahr wieder die Volksbank Freiburg und die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau dabei.
Weitere Informationen sind auf der Website www.fashion-food-festival.de und dem Instagram-Kanal @fashion_food_festival_freiburg. verfügbar. Interessierte, die das Festival mit einem eigenen Angebot mitgestalten möchten, können das Festival-Team unter city@fwtm.de erreichen.
Schöne Aktion: SC-Kicker Noah Weißhaupt (Mitte) und seine Freundin setzen sich für den Tierschutz ein. Der Freiburger Tierheim-Leiter Marco Marsovszky durfte sich über eine Spende freuen. Foto: Marcel Bischler
SC-Spieler Noah Weißhaupt und seine Freundin Jana haben nicht nur selbst zwei Straßenhunde aus Griechenland adoptiert, sondern engagieren sich auch darüber hinaus für den Tierschutz. „Ein persönliches Thema, welches uns sehr am Herzen liegt“, schreibt der Fußballer auf seiner Instagram-Seite. Hier macht er nun mit einem Video auch Werbung für das Freiburger Tierheim.
Mit Tierheimleiter Marco Marsovszky wirft er einen Blick hinter die Kulissen. Dabei geht es um die großen Baustellen, beispielsweise neue Hundehäuser, die mindestens drei Millionen Euro kosten werden. Und er ruft auf, das Tierheim zu unterstützen, durch eine Mitgliedschaft beim Tierschutzverein Freiburg, eine Patenschaft für einen Vierbeiner oder Spenden. Den Anfang machte Noah Weißhaupt selbst und überreichte eine Spende über 5.000 Euro.
Rund 4.500 Kilo weggeworfener Abfall werden in Freiburg täglich gesammelt. Aus diesem Grund kommt das Thema Verpackungssteuer erneut auf die Tagesordnung des Gemeinderats in seiner Sitzung am kommenden Dienstag, 23. April. Die Einführung von Mehrwegangeboten habe laut Beschlussvorlage nicht den gewünschten Erfolg gebracht.
Neben einer Verbesserung der Müllsituation verspricht sich die Stadtverwaltung davon einen besseren Kostendeckungsgrad bei der Müllentsorgung: Vorreiter ist die Stadt Tübingen, die 2022 eine Verpackungssteuer einführte. Hier sei laut der Stadt Freiburg die Mehrwegquote auf rund 50 Prozent gestiegen.
Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte die Einführung der Verpackungssteuer trotz der Klage einer Betreiberin einer Fastfoodketten-Filiale.
Trotzdem sind die Reaktionen im Gemeinderat teilweise verhalten – die Freien Wähler warnten zum Beispiel vor „übereiltem Aktionismus“. Hintergrund ist eine noch ausstehende Klage vor dem Bundesverfassungsgericht. Auch die Stadtverwaltung hatte den Antrag der Grünen-Fraktion im Jahr 2021, eine Verpackungssteuer zu prüfen, vorerst zurückgestellt.
„Die Einführung einer kommunalen Steuer zulasten der Branche sehen wir kritisch“, sagt auch die stellvertretende Geschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga in Freiburg, Doris Hertweck.
Durch einen Flickenteppich mit unterschiedlicher Besteuerungsgrundlage werde zudem die Arbeit überregionaler Unternehmen erschwert und der Wettbewerb verzerrt. Einen wichtigen Punkt sieht sie auch in der nach wie vor fehlenden Rechtssicherheit.
Als möglichen Zeitpunkt zur Einführung der Steuer sieht die Stadt frühestens Juli 2025. Grund dafür sind neben dem Umstellungsprozess der Betriebe in Buchhaltung und Kassensystem auch Personalkapazitäten und der zeitliche Vorlauf, den das Umweltschutzamt und die Stadtkämmerei benötigen, sowie ein notwendiges IT-Verfahren zur Veranlagung der Verpackungssteuer.
Auch sei das oberste Ziel der Steuer die Eindämmung der Vermüllung des öffentlichen Raumes: Diese soll durch die Umstellung auf Mehrweg erreicht werden. Zuvor sollen die Firmen die Möglichkeit haben, sich intensiv über verschiedene Systeme beraten zu lassen.
Bürokratischer AufwandAuch Hertweck sieht den großen bürokratischen Aufwand, der an den Betrieben hängen bleibt: Sie spricht von einer Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflicht, außerdem könnten Kommunen eine Meldepflicht sowie Steuervorauszahlungen festlegen. „Das ist ein erheblicher bürokratischer Mehraufwand“, so Hertweck.
Derzeit kämpfe die Gastronomie ohnehin mit großen Herausforderungen, sagt Hertweck: Dazu gehören neben steigenden Energie- und Personalkosten auch die spürbare Zurückhaltung beim Konsumenten. Eine einseitige Belastung sei ungerecht für die Branche und bestrafe zudem die Falschen: „Der Gastronom kann nichts dafür, wenn die Menschen ihren Müll auf die Straße werfen“, so Hertweck.
Sie sieht vor allem die Stadt in der Pflicht, Mehrweg zu fördern. Der Dehoga unterstützt die Betriebe mit Rahmenvereinbarungen mit führenden Mehrwegsystemanbietern bei der Umsetzung der Mehrwegsangebotspflicht: „Am Ende entscheidet aber der Verbraucher“, so Doris Hertweck. Außerdem bliebe abzuwarten, ob eine Verpackungssteuer tatsächlich Müll vermeide. Generell profitiere natürlich auch die Gastronomie von einer sauberen und nicht vermüllten Innenstadt.
Um eine positive Aufnahme der Verpackungssteuer zu ermöglichen, möchte die Stadt Förderprogramme konzipieren: Die Stadt Tübingen gewährte zum Beispiel einen Zuschuss zur Anschaffung einer Spülmaschine in Höhe von 500 Euro.
Um 20.45 Uhr findet ein Lindy Hop-Workshop für Einsteiger statt. Die Fans
lateinamerikanischer Rhythmen dürfen sich parallel über eine neue Salsa-Figur freuen. Foto: Valentin Behringer
Beschwingt im wahrsten Sinn des Wortes beginnt in Freiburg der Mai: Die Tanzschule Gutmann lädt am Samstag, 4. Mai zum Maiball ins Ballhaus Freiburg. Highlights sind das Tanzkonzert mit dem „Cotton Club Swing Orchestra“, eine Silent-Party und mehr.
Dank dem Line-Orchester „Cotton Club Swing Orchestra“ werden die Roaring Twenties und Swingin‘ Thirties des letzten Jahrhunderts wieder lebendig. Auch alle, die am Ball-Abend lieber Musik von ihrem Platz aus genießen möchten, dürfen sich auf das 14-köpfige Orchester, das bundesweit den Swing bringt, freuen.
Neben Swing gibt es Latino-Musik und auch alle, die sich auf Standard-/Latein-Tänze freuen, sind am 4. Mai im Ballhaus richtig. Eine ganz besondere Tanzparty gibt es nach dem Gang über den roten Teppich, der in der Villa Ganter und auf einem Silent-Floor endet: Am Kopfhörer stellt sich jeder aus drei Kanälen seinen eigenen Musikmix zusammen.
Zum Ankommen und Aufwärmen bietet das Team der Tanzschule um 20.45 Uhr einen Lindy Hop- Workshop und parallel für die Latino-Fans einen Salsa-Workshop. Und auch während des Balls wird mit Shows und Partytanzrunde einiges geboten sein.
Lee (Kirsten Dunst), eine hartgesottene Kriegsfotografin, reist zum Weißen Haus, um den Präsidenten zu interviewen. Foto: A 24 Filmverleih
Die USA in naher Zukunft: Das Land ist tief gespalten und zerrüttet – ein Bürgerkrieg tobt. Der Präsident kämpft mit Luftangriffen gegen Aufständische in Texas und Kalifornien. Zwei Kriegsjournalisten werden Zeugen von desaströsen Entwicklungen, denn der brutale Konflikt droht ein gänzlich unvorbereitetes Land in Schutt und Asche zu legen.
Der Film spielt in einem Amerika, das sich in zahlreiche Gruppierungen aufgespalten hat, die sich nun in einem Bürgerkrieg gegenseitig bekämpfen. Die „Westlichen Streitkräfte“, ein bewaffnetes Bündnis von Staaten, die gegen die föderale Regierung rebellieren, werden das Kapitol in wenigen Tagen zur Kapitulation zwingen und unter ihre Kontrolle bringen. Denn die Regierung hat sich in eine Diktatur verwandelt und die abtrünnigen Staaten werden mit Waffengewalt bekämpft. Regierungstruppen greifen Zivilisten an, Journalisten werden im Kapitol erschossen.
In der Hoffnung auf ein letztes Interview mit dem Präsidenten (Nick Offerman, „Parks and Recreation“) reist Lee (Kirsten Dunst, „Spider Man“-Reihe, Foto), eine hartgesottene Kriegsfotografin, die auf der ganzen Welt Gräueltaten und Destabilisierungsprozesse festgehalten hat, mit einer kleinen Truppe von Journalisten und Zivilisten zum Weißen Haus. Auf ihrem Weg erleben sie die neue Realität hautnah. Wem können sie inmitten des Kriegs noch vertrauen? Denn in diesem Amerika, in dem das gesellschaftliche Gefüge auseinandergerissen wurde, gibt es nur noch den individuellen, unerbittlichen Willen zu überleben.
Temporeicher Actionthriller von Kultregisseur Alex Garland („28 Days Later“), der ebenfalls das Drehbuch verfasst hat. Intensive und nicht loslassende Bilder nehmen die Zuschauer mit auf eine Reise durch eine düstere Zukunftsvision, mit – jedenfalls bislang – undenkbaren Folgen.
Der Film vereint einen hochkarätigen Cast. In weiteren Rollen sind unter anderem Wagner Moura („Narcos“), Stephen McKinley Henderson („Dune“), Cailee Spaeny („Priscilla“), Jesse Plemons („Breaking Bad“) und Sonoya Mizuno („La La Land“) zu sehen (fwb).
Feierten am Wochenende auf dem legendären Coachella-Festival in Kalifornien. Der Freiburger Internet-Star Vally (r.) und Influencerin Payton Ramolla. Da durfte ein gemeinsames Foto vor dem Riesenrad natürlich nicht fehlen. Foto: www.instagram.com/vallixpauline
Am Wochenende wurde die kalifornische Wüste wieder zum Promi-Hotspot, denn hier ging das kultige Coachella-Festival über die Bühne. Mittendrin Valerie aus Freiburg, besser bekannt als Internet-Star Vally. Bei Instagram hat sie rund 600.000 Follower, bei TikTok hat sie rund 28 Millionen Likes. Sie begeistert ihre Follower mit Beauty, Lifestyle und Unterhaltung durch Tutorials und auch regelmäßig mit Schnappschüssen aus Freiburg. Jetzt schickte sie Fotogrüße via Instagram mit zahlreichen Eindrücken vom Festival, aber natürlich auch von ihren schicken Outfits – die in den Kommentaren gefeiert wurden.
Ganz in weiß posiert sie gemeinsam mit Influencerin und Schauspielerin Payton Ramolla (850. 000 Follower bei Instagram). Neben Musicacts wie Lana Del Rey oder No Doubt ließen sich beim Festival unter der kalifornischen Sonne zahlreiche weitere Stars blicken.
Sängerin Taylor Swift und Football-Spieler Travis Kelce haben sich turtelnd unter die Leute gemischt. Auch Hotelerbin Paris Hilton und die Schauspielerinnen Megan Fox und Halle Bailey ließen sich die Party des Jahres nicht entgehen. Damit nicht genug, als Überraschungsgäste tauchten Sängerin Shakira oder Schauspieler Will Smith als „Men in Black“ auf der Bühne auf. Was für eine Show!
Die Videoüberwachung in der Innenstadt wirkt: dank der Kameras konnten Straftaten aufgeklärt oder sogar verhindert werden.Insgesamt ist die Zahl der Straftaten im öffentlichen Raum jedoch gestiegen. Foto: Michael Bamberger
Unrühmlicher Spitzenplatz: Freiburg ist weiterhin die kriminellste Stadt im Land. Das zeigen die Ergebnisse der Kriminalstatistik, die die Polizei am Freitag vorgestellt hat. Hier wird am häufigsten eine Straftat begangen – vor allem Diebstähle haben deutlich zugenommen. Deshalb soll es mehr Polizei auf den Straßen geben – und der Vollzugsdienst wird verdoppelt.
Mehr als 26.600 Straftaten gab es laut Polizei im vergangenen Jahr im Stadtkreis Freiburg – ein Plus von 15,1 Prozent im Vergleich zu 2022. Das liegt besonders an einem „massiven Anstieg von Diebstählen“ (26,5 Prozent), so Polizeivizepräsident Matthias Zeiser. Vor allem Laden- (plus 42,8 Prozent) und Taschendiebstähle (plus 41,3 Prozent), aber auch der Fahrrad- (plus 44,9 Prozent) und der Moped-Klau (plus 35 Prozent) haben deutlich zugenommen.
Die meisten Straftaten gab es in der Altstadt (6.668), in Haslach (3.015), dem Stühlinger (2.005) und in der Wiehre (1.879). Ein Anstieg zeigte sich bei den nicht-deutschen Tatverdächtigen, deren Anteil lag erstmals bei über 50 Prozent. Ein bundesweiter Trend zeigt sich auch in Freiburg: die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die eine Straftat begehen, ist im Vergleich zum Vorjahr größer geworden – allerdings nur leicht. Einen Rückgang gab es dagegen in anderen Bereichen: bei Sexualstraftaten (minus 8,8 Prozent) und der Rauschgiftkriminalität (4,6 Prozent weniger).
Für die Videoüberwachung in der Innenstadt, die seit über einem Jahr in den Nächten am Wochenende läuft, zieht die Polizei ein positives Fazit. „Diese zeigt Wirkung, wir konnten Taten verhindern und aufklären“, erklärte Zeiser. 370 Ereignisse seien so entdeckt worden,324 davon nur dank der Kameras. Insgesamt sind die Straftaten im öffentlichen Raum im Vergleich zum Vorjahr jedoch um rund 15 Prozent angestiegen – deshalb wird es mehr Polizeipräsenz auf den Freiburger Straßen geben. Personell „werde aufgestockt, das wird man in Freiburg stark merken“, sagte Zeiser. In den kommenden drei Jahren soll es mehr als 100 neue Stellen im Polizeipräsidium Freiburg geben.
Um die Kriminalität in der Stadt zu senken und das Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken, wird auch die Sicherheitspartnerschaft zwischen dem Land und der Stadt fortgesetzt. Eine Maßnahme: der städtische Vollzugsdienst wird verdoppelt. „Die aktuellen Zahlen zeigen leider, dass es wichtig und richtig war, ist und bleiben wird, die Sicherheitspartnerschaft weiter fortzuschreiben. Stadt, Land und Polizei arbeiten seit Jahren eng zusammen, diese Kooperation werden wir fortsetzen und weiter ausbauen. Beim Thema Sicherheit setzen wir in Freiburg auf klassische Elemente, der Vollzugsdienst wird verdoppelt, die Stellenausschreibungen dafür laufen bereits. Zudem erwarten wir eine Verstärkung der Polizeikräfte im Polizeipräsidium Freiburg. Gleichzeitig stärken wir die Bereiche Dialog und Prävention. Klares Ziel ist es, die Kriminalität in Freiburg nachhaltig einzudämmen.“
Einer der Schwerpunkte: die Drogenkriminalität eindämmen. Besonders Kinder und Jugendliche sollen davor geschützt werden. Neben gezielten Kontrollen soll in Schulen aufgeklärt werden. Um Jugendkriminalität einzudämmen, arbeiten Staatsanwaltschaft, Stadt und Polizei am Aufbau eines Hauses des Jugendrechts in Freiburg, noch ist man auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Für den Stühlinger Kirchplatz ist indes ein „sozio-kulturelles integratives Gesamtkonzept“ geplant, um den Lärmschutz zu verbessern und Feiernde zu sensibilisieren, sollen auch die Nachtmediatoren aufgestockt werden.
Ein Beispiel für eine positive Entwicklung: Die Konviktstraße erlebt derzeit eine Renaissance. Foto: eggstein
Die Innenstadt ist tot – von wegen! Es lebe die Innenstadt. Offenbar stimmt der Mix in Freiburg: Neben großen attraktiven Ketten gibt es viele kleine, individuelle Einzelhändler, dazu die schöne Architektur, malerische Gassen und ein vielfältiges Gastronomieangebot, das sich nicht zuletzt aufgrund vieler Neueröffnungen ständig weiter verbessert. Ein gelungenes Beispiel für die Wiederbelebung einer einst kriselnden Ecke ist die jüngste Entwicklung in der Konviktstraße.
Vorbei sind dort die Zeiten des Leerstands, viele kleine, inhabergeführte Läden locken die Kunden mit besonderen Produkten und familiärer Atmosphäre. Einer, der sich getraut hat, ist der studierte Modedesigner Karl Sütterlin. Im ehemaligen Schiemann hat er mit viel Herzblut und Auge fürs Detail den Herrenausstatter „Colorful Neighbourhood“ aufgebaut, der seit dieser Woche offiziell eröffnet ist. In einem Ladengeschäft mit Bar und heller Atmosphäre, was so auch in einem Trendviertel in San Francisco oder London zu Hause sein könnte, verkauft er zusammen mit seinen Geschäftspartnern acht eigene Labels sowie ein paar externe Marken und einen Maß-Service für Anzüge. Damit steht es stellvertretend für eine neue Generation von Einzelhändlern.
„Ich habe mich in diese Immobilie verliebt und hatte direkt vor Augen, wie meine Partner und ich das gestalten werden“, berichtet Sütterlin. „Wir wollen hier etwas Besonderes schaffen, was nicht 08/15 ist. 70 Prozent unserer Ware sind Eigenproduktionen. Die Leute sollen sich hier wohlfühlen und gerne Zeit verbringen, darum haben wir auch die Bar gebaut: Wir haben sogar unsere eigene Kaffeeröstung“, so der 33-Jährige.
Die Besucherfrequenz in der Konviktstraße bezeichnet Sütterlin als „sehr gut“. Für ihn war immer klar, dass er seinen Traum verwirklichen wollte. Wenn das Konzept stimme, dann könne man als Einzelhändler erfolgreich sein. „Man merkt, die Leute schätzen Beratung und Qualität. Ich sehe die Zukunft des Einzelhandels positiv – insbesondere in einer Stadt wie Freiburg mit dem Umland und Touristen. Ein glücklicher Kunde kommt immer wieder“, ist der Jungunternehmer überzeugt.
Was in der Konviktstraße passiert, könnte demnächst auch in der Rathausgasse folgen. Auch hier tut sich etwas: Neue Ladengeschäften kommen und generell soll die Gasse auch baulich aufgewertet werden. „Insgesamt können wir schon jetzt positive Entwicklungen in der Rathausgasse feststellen. Im Schnitt verzeichnen wir hier 20 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr“, berichtet FWTM-Sprecher René Derjung.
Eine positive Entwicklung attestiert auch der Freiburger Breuninger-Geschäftsführer der Innenstadt, David Lehr, der im Vorstand der Händlergemeinschaft z’Friburg in der Stadt sitzt: „Es gibt viele positive Ansätze in Freiburg. Die Gemeinschaft ist an vielen Stellen spürbarer als in der Vergangenheit – ob kleine diverse Ladenkonzepte oder das Interesse an dem Fashion & Food Festival oder Leerstände, an denen sichtbar gearbeitet wird, da passiert etwas, das wird gut, das spüre ich.“
„Es gibt immer Optimierungsmöglichkeiten – auch in einer wunderschönen Stadt wie Freiburg“, sagt Jungunternehmer Karl Sütterlin. Insgesamt aber stehe die Innenstadt gut da. „Auf relativ überschaubarer Fläche bieten wir hier in Freiburg ein sehr breites Angebot. Man kennt sich und ist vielleicht etwas familiärer und herzlicher als in den richtig großen Städten.“
Ein essenzieller Faktor für die Attraktivität der Innenstadt ist das Restaurantangebot, das durch die Freigabe zusätzlicher Außenbestuhlungsflächen nochmals aufgewertet wurde: „Es steht außer Frage: Die Nachfrage nach Gastronomie ist groß, die meisten Betriebe sind voll“, sagt Alexander Hangleiter, Dehoga-Geschäftsführer in Freiburg. „Es ist sehr erfreulich, dass trotz schwieriger Zeiten, sehr viel Bürokratie und einiger Schließungen, jetzt wieder Unternehmer den Mut haben, in die Selbstständigkeit zu gehen“, so der Dehoga-Chef.
Als richtige Maßnahme, um zusätzliche attraktive Akzente zu setzen, werden Spezialevents wie das Fashion & Food Festival im September (mehr auf Seite 7) bewertet. Auch ein Lichterfestival für die dunkle Jahreszeit würden viele Händler und Gastronomen begrüßen. Breuninger-Chef David Lehr appelliert: „Auf die Zusammenarbeit kommt es an: Eine Innenstadt machen ganz viele Akteure aus und die müssen wir zusammenbringen, nur dann kann man nachhaltig etwas entwickeln, da braucht man wirklich jeden!“
Täuschend echtes Szenario: Ein Arzt begleitet eine kleine Schauspielpatientin bei der Evakuierung aus der neuen Kinder- und Jugendklinik. Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg
Am Samstag wurde in Freiburg der Ernstfall im Neubau der Kinder- und Jugendklinik mit mehr als 300 Personen geprobt. Es war die bislang größte Notfallübung dieser Art auf dem Gelände des Universitätsklinikums.
Um 10 Uhr wurde im Neubau der Kinder- und Jugendklinik ein fiktiver Feueralarm ausgelöst. Damit begann das Übungsszenario, an dem über 300 Personen beteiligt waren. „Als der Feueralarm in zwei Patientenzimmern der neuen Kinder- und Jugendklinik aktiviert wurde, waren Feuerwehr und Rettungsdienst binnen weniger Minuten vor Ort. Gleichzeitig hat die Klinikeinsatzleitung zusammengefunden und ihre Arbeit – wie im Ernstfall – übernommen“, erklärt PD Dr. Thorsten Hammer, Leiter der Stabsstelle Katastrophenschutz, Risiko- und Gefahrenabwehr am Universitätsklinikum.
Gemeinsam mit dem ABK, der Feuerwehr, den Rettungsdiensten und der Polizei haben er und sein Team diese Notfallübung seit Monaten geplant – akribisch bis ins letzte Detail und streng geheim. Die Feuerwehr musste rund 50 Kinder und weitere Schauspielpatienten durch komplett verrauchte Gänge evakuieren. Das Szenario war professionell vorbereitet: Die Kinder, fast alle von Mitarbeitern, im Alter zwischen fünf und 14 Jahren, wurden im Vorfeld auf die Geschehnisse vorbereitet und am Übungstag von Maskenbildnern geschminkt: mit täuschend echten Brandverletzungen unterschiedlicher Schweregrade. Im Vorfeld wusste niemand, was passieren würde, sondern es musste vor Ort mit den Gegebenheiten spontan agiert werden.
„Es war eine einmalige Chance, die noch nicht bezogene neue Kinder- und Jugendklinik für die bislang größte Notfallübung am Universitätsklinikum Freiburg zu nutzen“, sagt Professor Dr. Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums. „Es wurde alles minutiös geplant, es gab eine absolut realistische Situation und die Zusammenarbeit hat sehr gut funktioniert.“
Die Gänge wurden für die Übung komplett verraucht – hier trägt ein Feuerwehrmann einen „jungen Patienten“ ins Freie. Foto: Patrick Seeger / Stadt Freiburg
Weiße Weste: Neunmal schon blieb SC-Torhüter Noah Atubolu mit seiner Mannschaft in dieser Saison ohne Gegentor – das ist ein Top-3-Wert der Bundesliga hinter Leverkusen (14 Mal) und Stuttgart (auch neun). Foto: Detlef Berger
Der SC Freiburg lechzt mal wieder nach einem Heimsieg: Nach zuletzt zwei Niederlagen vor eigenem Publikum (gegen Leverkusen und Leipzig), soll im Abendspiel gegen Mainz am Sonntag (19.30 Uhr / DAZN) ein Erfolgserlebnis her. Trotz ihrer aktuellen Stärke ist das gegen die Gäste vom Rhein nicht ausgeschlossen.
Zuletzt ging es beim SC Freiburg mal wieder um die Basics. Er dürfe die Mannschaft „auch loben, dass sie in Darmstadt nach der Enttäuschung gegen Leipzig standgehalten und das Spiel gewonnen haben“, sagte SC-Trainer Christian Streich nach dem 1:0-Auswärtserfolg. Es lief nicht alles perfekt bei den Lilien, Streich sprach von einem „Arbeitssieg“. Doch am Ende wurde es das bereits neunte Zu-Null-Spiel der Freiburger in dieser Saison. „Nach letzter Woche, wo wir gerade auch defensiv einige Fehler gemacht haben, war es wichtig, dass die Null steht. Das haben wir geschafft“, freute sich SC-Kapitän Christian Günter.
Mainz ohne Auswärtssieg
Und so sind die Aussichten vor dem Abendspiel gegen Mainz am kommenden Sonntag nicht die Schlechtesten. Auch wenn es, wie Günter sagt, „gefühlt gegen die Mannschaft der Stunde geht.“ Seit dem 1:8-Debakel beim FC Bayern München haben die Mainzer seit vier Spielen nicht verloren (drei Siege und ein 0:0 gegen Leipzig). Streich sagt, es komme die Mainzer Mannschaft, „die noch nie so gut war wie in dieser Saison, mit viel Energie“. Da müsse sein Team mit Energie dagegengehalten. Das aber werde von Spieltag zu Spieltag schwerer, ließ Streich durchblicken. Aufgrund der kräftezehrenden Saison gehe es deshalb darum, das Training richtig zu dosieren. Spieler wie Maximilian Eggestein, Nicolaus Höfler oder auch Christian Günter hätten „viele Spiele in den Beinen und wir hatten auch Verletzte“, so Streich. „Wir brauchen jetzt Frische.“
Zur statistischen Wahrheit vor dem Duell mit den Mainzern gehört, dass die Gäste vom Rhein in dieser Saison noch kein einziges Auswärtsspiel gewinnen konnten. Auch nicht unter ihrem neuen Trainer Bo Henriksen. Der SC war dagegen mit drei Siegen auswärts zuletzt besonders erfolgreich (Streich: „Drei Auswärtssiege, kaum zu glauben“), verlor dafür seine beiden letzten Heimspiele gegen Leverkusen und Leipzig. Nun tritt das Team gegen Mainz und Wolfsburg zweimal im heimischen Europa-Park Stadion an. „Jetzt haben wir zwei Heimspiele, die wollen wir maximal gut gestalten“, so Günter.
Auch, um die aussichtsreichen Chancen, zum dritten Mal in Folge das internationale Geschäft zu erreichen, weiter am Leben zu halten. Auch wenn Streich sagt: „Ich finde nicht, dass wir so viel träumen sollten, ich finde, dass wir gut regenerieren sollen. Aber die anderen“, so Streich, „dürfen träumen.“
Info: Restprogramm des SC Freiburg und seiner direkten Konkurrenten um die Europapokal-Plätze:
Platz 6 – Frankfurt (42 Punkte): Augsburg (H), München (A), Leverk. (H), Gladb. (A), Leipzig (H)