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Der SC Freiburg will den 1. FC Heidenheim endlich knacken

Junior Adamu vom SC FreiburgDoppelpacker: Junior Adamu traf gegen Bochum gleich zweimal. In Heidenheim möchte er nachlegen. Foto: Detlef Berger

Bundesliga-Newcomer Heidenheim ist der nächste Gegner des SC Freiburg: Am Samstag, 15.30 Uhr (Sky) geht es gegen die Schmidt-Elf auch ein bisschen um Wiedergutmachung. Doch der FCH geht ausgeruht in die Partie und will selbst unbedingt punkten. Der Respekt vor Freiburg ist zudem groß.

Im Breisgau wird die Frage diskutiert, ob der SC beim Trip auf die Ostalb dieses Mal das Glück auf seiner Seite haben wird. Immerhin: An der Dartscheibe hat der Sport-Club den 1. FC Heidenheim bereits übertrumpft. Als Freiburg-Cheftrainer Julian Schuster am Sonntag in der SWR-Sendung „Sport im Dritten“ zu Gast war, schob er sich in der internen Darts-Rangliste der Studiogäste mit 101 Punkten auf den ersten Platz – und damit vor „Mister Heidenheim“, dem langjährigen Klubchef Holger Sanwald (86 Punkte).

Auf dem grünen Bundesligarasen allerdings hatte das Team von Frank Schmidt zuletzt die Nase vorn. „In Heidenheim haben wir ganz ärgerlich verloren letztes Jahr“, sagt SC-Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein über das Hinspiel im Winter 2023. Im Rückspiel folgte ein 1:1 und am am Saisonende schnappte der FCH den Freiburgern sogar noch das Europa-Ticket weg. „Im Heimspiel haben wir Europa nicht liegen lassen, aber da hätten wir es klar machen können. Deswegen ist Heidenheim in nicht ganz so guter Erinnerung“, sagt Eggestein.

Von Revanche-Gedanken will SC-Verteidiger Matthias Ginter zwar nicht sprechen. „Was letztes Jahr war, das kann man nicht wieder gut machen“. Doch der 30-Jährige outet sich als Heidenheim-Fan: „Weil sie es echt richtig gut machen und auch bei der Verabschiedung von Christian Streich alle draußen auf dem Platz geblieben sind“, sagt Ginter und lobt „die Gemeinschaft“ der Gastgeber vom kommenden Samstag. „Vom Sportlichen her, ist es mittlerweile ein Konkurrent. Deswegen kommt ein ordentliches Brett auf uns zu“, so Ginter.

Der Respekt beruht auf Gegenseitigkeit. Heidenheim-Trainer Frank Schmidt sagt im SWR, Freiburg sei „eine Mannschaft mit viel offensiver Qualität.“ Für sein eigenes Team gelte daher nach der 2:4-Niederlage in Dortmund: „Wir müssen kompakter, aggressiver verteidigen und wir müssen uns in der Offensive wieder mehr zutrauen in Sachen erster Kontakt, Ballhalten und Durchsetzungsvermögen.“ Auch Heidenheims Innenverteidiger Benedikt Gimber ist sich sicher: „Freiburg ist auf jeden Fall ein Gegner, der uns alles abverlangen wird.“

Die Breisgauer fahren aber mit viel Selbstvertrauen zum FCH, wenn auch ohne Merlin Röhl, der sich gegen Bochum verletzte. Dafür ist Junior Adamu, der zwei Tore erzielte, umso besser drauf – und sagt über sich selbst: „Ich stelle mich darauf ein, dass ich in Heidenheim auch treffe. Ich werde mein Bestes geben, dass wir den Sieg holen.“

Kultsnack: Die Currywurst wird 75 – auch aus Südbaden ist sie nicht wegzudenken

CurrywurstDie Soße macht’s: Currywurst ist der generationenübergreifende Lieblingssnack der Deutschen. Foto: Pixabay /noxoss

Keine Frage, die Currywurst ist das inoffizielle Nationalgericht Deutschlands und hat Geschichte. Der deftige Snack hat nämlich Geburtstag. Vor genau 75 Jahren erblickte der Fastfood-Klassiker das Licht der Welt. 800 Millionen Portionen werden heute laut Schätzungen pro Jahr verzehrt. Und auch wenn der Südwesten nicht gerade als Hochburg der Imbissbudenkultur gilt, auch hier hat die C-Wurst viele Fans.

Die Wurst mit der berühmten Soße drauf, für die gute Imbissbetreiber immer ein Geheimrezept haben, daneben Pommes und Mayo, und der berühmte würzige Duft, der hochsteigt – für viele Menschen ist die Welt in diesem sinnlichen Moment in Ordnung. Ein weiterer Popularitätsfaktor ist der Preis. Jeder kann sich eine Currywurst leisten.


Ein guter Indikator, wie unglaublich beliebt der Snack ist, sind Autobahnraststätten. Laut Tank & Rast wird nach wie vor nichts von Reisenden mehr gegessen als Currywurst. Und auch in Kantinen ist der Kult-snack der große Renner. „Currywurst ist für uns als Kantinenbetreiber Pflicht. Immer, wenn es Mantaplatte gibt, also Currywurst mit Pommes Frites und Mayonnaise, stehen die Leute schon früh Schlange. Kein Gericht läuft besser“, erklärt Kantinenkoch Michael Weiher von BZ.medien, der im Verlagsgebäude der Badischen Zeitung regelmäßig am Herd steht. Aber warum ist das so? „Weil es so unkompliziert und direkt ist. Fast jeder mag Wurst. Und die Mischung mit pikanter Soße und knusprigen Pommes reizt die Geschmacksknospen“, so Weiher.


Der bekannte Metzgermeister Dirk Licht, der unter anderem einen Wurststand auf dem Münstermarkt betreibt, kann dies bestätigen: „Currywurst geht immer! Das wird immer so bleiben, weil es einfach Kult ist.“ Seiner Meinung nach mögen es die Gäste, dass dieser simple Snack frisch vor ihren Augen zubereitet werden kann. „Natürlich ist eine gute Wurst das entscheidende. Aber eine gute Soße mit Currypulver drauf sorgt für den gewissen Kick“, so Dirk Licht. Der regionalen Besonderheit – die für Zugezogene wie ein schwerer Kulturschock anmutet – ist sich der Metzgermeister voll bewusst: „Der Südbadener isst sie am liebsten mit der Langen Roten, aber eigentlich serviert man sie mit einer weißen Bratwurst ohne Haut – zumindest in ihrer Herkunftsstadt Berlin. Das bieten wir selbstverständlich auch an und so wird es bei uns am Stand auch sehr häufig gewünscht – Tendenz steigend“, so Licht. Er selbst variert gerne bei der Wurst. „Nichts spricht für mich dagegen, für die Currywurst auch mal eine scharfe Wurst zu verwenden. So wie man gerade Lust hat.“


Currywurstfans in Freiburg pilgern gerne zur Kantine West oder Curry&Fritz, zwei Imbisse, die sich auf das Kultgericht spezialisiert haben. Thomas Meier, Geschäftsführer von Curry&Fritz betreibt auch noch einen Münsterplatz-Wurststand, der dieses Jahr ebenfalls 75 wird. „Das Gericht wird auch noch meine Enkelgeneration lieben, weil nichts eine gute Wurst mit einer pikanten Currysoße schlagen kann. Der Preis macht es zudem zu einem Essen für alle“, erklärt Meier. Auch, wenn seine Imbisse verschiedene Schärfegerade anbieten, bevorzugt er selbst eher die dezente Soßenvariante. „Sonst schmeckt die gute Wurst nicht mehr“, so der Profi.

Info: Als die Erfinderin des Kultsnacks, die auch das Patent angemeldet hat, gilt Herta Heuwer aus Berlin, die die Currywurst im Jahr 1949 erfunden haben soll. Angeblich habe sie sich in ihrer Imbissbude am Stuttgarter Platz eines Tages so gelangweilt, dass sie anfing, mit Tomatenmark und Gewürzen eine Soße zu kreieren. Tatsächlich gibt es regionale Unterschiede. Ob sie nun aus Brüh- oder Bratwurst, mit oder ohne Darm, geräuchert oder gepökelt angeboten wird – eines bleibt gleich: auf die Sauce kommt es an.

Syndesmoseriss: Merlin Röhl beim SC Freiburg vor langer Pause

Merlin Röhl vom SC FreiburgMerlin Röhl vom SC Freiburg muss nach einem Syndesmoseriss vorerst aussetzen. Foto: Detlef Berger

Schlechte Nachricht für den SC Freiburg: Merlin Röhl wird nach seiner Sprunggelenksverletzung, die er sich im Heimspiel gegen Bochum zuzog, länger ausfallen.

Der SC Freiburg bestätigte am Mittwoch, dass sich Röhl im Heimspiel gegen den VfL Bochum einen Syndesmoseriss im Sprunggelenk zugegezogen hatte. Er werde „bis auf weiteres“ ausfallen, so der Verein. Ein konkretere Ausfalldauer nennt der SC nicht. In der Regel gilt ein Syndesmoseriss jedoch als komplizierte Sportverletzung, bei der das Bein über Wochen ruhig gestellt werden muss. Das Fachmagazin „Kicker“ schreibt von einem „monatelangem Ausfall“.

Eren Dinkci ersetzt den verletzten Röhl im Heimspiel gegen Bochum. Foto: Detlef Berger

Im Heimspiel gegen Bochum war Neuzugang Eren Dinkci nach der Verletzung des 22-Jährigen in der 39. Minute eingewechselt worden. Schon am Samstag ahnte SC-Trainer Julian Schuster nichts Gutes, als er sagte: „Merlins Verletzung tut sehr weh“.

Flashmob im Faulerbad: Gemeinsam oben ohne ins Schwimmbad

Magdalena Baumann (links) und Lena Finsterwalder. Foto: Privat

Oben ohne ins Schwimmbad – in Freiburg ist das seit zwei Jahren auch Frauen erlaubt. Genutzt wird die Möglichkeit jedoch nur selten. Magdalena Baumann und Lena Finsterwalder organisierten aus diesem Grund am vergangenen Samstag einen Flashmob im Faulerbad. Im Interview mit Enya Steinbrecher berichtet Finsterwalder, wie der Flashmob ablief.

Der „Oben-Ohne“-Flashmob am Samstag fand im Faulerbad statt wie zunächst geplant im Strandbad statt. Wie war es?

Lena Finsterwalder: Für das Strandbad war das Wetter zu schlecht, weshalb wir ins Faulerbad ausgewichen sind. Gekommen sind 20 Personen: In unserer Gruppe sind wir eigentlich 150, mitgemacht haben allerdings nur die 20.

Worauf wollten Sie aufmerksam machen?

Finsterwalder: Frauen dürfen in Freiburg seit zwei Jahren ohne Oberteil ins Schwimmbad, aber nur wenige machen das tatsächlich. Wir haben daher die Initiative ergriffen und gemerkt, dass das Thema viele Frauen interessiert, diese aber oft gehemmt sind: Sie haben Angst, von Arbeitskollegen und -kolleginnen gesehen zu werden oder fürchten unangenehme und anstößige Blicke – vor allem, wenn sie alleine sind.

Und wie war das am Samstag?

Finsterwalder: Die Reaktionen waren gut. Wir haben mit einer größeren Menschenmasse gerechnet, aber das Gemeinschaftsgefühl war auch bei 20 Personen gegeben. Es reicht für das Sicherheitsgefühl, nicht ganz alleine zu sein, sondern vielleicht ein oder zwei weitere Frauen zu haben. Wir haben unsere Gruppe beibehalten, sodass wir uns auch in Zukunft untereinander verabreden können.


Waren Sie davor schon einmal barbusig schwimmen?

Finsterwalder: Vor dem Flashmob haben wir es alle einmal ausprobiert. Ich bin selbst eigentlich keine Person, die damit Probleme hat, habe aber gemerkt, dass das im Schwimmbad etwas anderes ist als am See. Man erntet mehr Blicke und die Leute starren – viele ziehen ihr Bikini-Oberteil daher erst im Wasser aus.

Wie können Frauen, die oben ohne schwimmen wollen, Hemmungen überwinden?

Finsterwalder: Sich mit anderen zusammenzutun hilft, um sich nicht allein zu fühlen. Weitere Schritte könnten die Bäder unternehmen: Zum Beispiel mit Piktogrammen darauf aufmerksam machen, dass hier alle Geschlechter oberkörperfrei sein können und fotografieren verboten ist. Eine Idee wäre auch ein Awareness-Team oder eine Einzelperson, die man ansprechen kann, wenn man belästigt wird – und, dass dann auch Konsequenzen folgen.

Widerstand gegen Windkraft auf dem Freiburger Illenberg

Dieser Anblick gefällt vielen Günterstälern nicht: so könnten die geplanten Windräder auf dem Illenberg aussehen.Dieser Anblick gefällt vielen Günterstälern nicht: so könnten die geplanten Windräder auf dem Illenberg aussehen. Foto: Fotosimulation Ökostromgruppe Freiburg

In unmittelbarer Umgebung Günterstals sind mehrere Windkraftanlagen geplant. Dagegen formiert sich Widerstand: Die Bürgerinitiative Windkraft-Günterstal hat sich nun mit der Gegenwind-Ilenberg-Initiave Au zusammengetan. Man sehe den Ausbau erneuerbarer Energien zwar grundsätzlich positiv, setze sich aber für den Schutz des Waldes ein – und dafür, dass die Betroffenen mehr in die Planung einbezogen werden.

Sieben Gebiete hat der Regionalverband Südlicher Oberrhein in Freiburg als geeignete Standorte eingestuft. Hintergrund dafür ist ein neues Windenergie-Gesetz, dass das Land Baden-Württemberg verpflichtet bis 2032 1,8 Prozent seiner Flächen fürr Windkraftanlagen auszuweisen. Das ist die Aufgabe des Regionalverbands. Gemeinsam wollen die beiden Initiativen gegen das Vorhaben „kämpfen flächenintensive, Schall emittierende Großindustrieanlagen inmitten sensibler Ökosysteme zu stellen und dafür ökologisch wertvolle Ressourcen dauerhaft zu zerstören“, heißt es in einer gemeinsamen Mittelung. Allein im Stadtkreis Freiburg wären davon 300 Hektar Wald betroffen, das ginge aus dem Offenlage-Entwurf des Regionalverbands hervor.

„Der Wald ist unser wichtigster Verbündeter im Kampf gegen den Klimawandel. Unseren Waldtieren wird mit jeder neuen Anlage großer Schaden zugefügt. Wir geben beiden eine Stimme und setzen unsere ganze Kraft dafür ein“, betont der Vorstand der Bürgerinitiative, Andreas Leipold-Weißenfels aus Günterstal. Man sei nicht generell gegen die Windkraft, „aber es kann ja nicht sein, dass man die bereits versiegelten Flächen außen vor lässt und sich nur auf den Staatswald konzentriert“, sagt Claudia Fell von der Bürgerinitiative Windkraft-Günterstal. Man wünsche sich, dass viel mehr „Standorte an Schnellstraßen, Autobahnen oder in reinen Industriegebieten in Betracht gezogen werden.“
Der Ortsverein Günterstal hatte in einem Schreiben an den Gemeinderat kritisiert, dass geplant sei, den Ortsteil „mit Windkraftanlagen einzukreisen“ – außerdem sei man als Ortsteil nicht in die Planungen eingebunden gewesen. Das kritisiert auch die Bürgerinitiative: „Wir fühlen uns übergangen“, sagt auch Claudia Fell.

Gemeinsam mir der Gegenwind-Initiative will man sich speziell gegen den von der Gemeinde Au geplanten Bau der Windräder auf dem Illenberg einsetzen.
Vor allem die Lärmbelastung spiele für die Günterstäler eine große Rolle: Der Wind komme in Freiburg hauptsächlich aus Südwesten und damit in Günterstal genau aus Richtung Illenberg. Dass der Ortsteil im Tal liege, könnte den Schall zusätzlich verstärken, so die Bürgerinitiative. Auch der Prangenkopf und der Ochsenberg östlich des Ortsteils sind potenzielle Gebiete für den Bau neuer Windräder.
Auf Anfrage der Badischen Zeitung bestätigt die Stadtverwaltung, dass die Windräder in Günterstal hörbar sein werden. Es gebe jedoch gesetzliche Grenzwerte. Wenn diese nicht eingehalten würden, werde es keine Genehmigung der Anlagen geben.

Claudia Fell ist wichtig: „Wir wollen sachlich und objektiv über das Thema informieren, damit sich jeder seine Meinung bilden kann“, dafür seien bis Ende des Jahres einige Aktionen geplant – auch landesweit. Es gebe zwei Infoveranstaltungen, eine am 14. November von der Stadt Freiburg, bei dem auch der Ortsverein und Mitglieder der Bürgerinitiative als Referenten dabei seien und „wir planen im Vorfeld noch eine weitere.“ Aktuell hat die Bürgerinitiative in Günterstal um die 150 Mitglieder, „Tendenz steigend, wir sind ja erst am Anfang“, so Claudia Fell.

Auftakt für die Freiburger Affenbande in der Volleyball-Bundesliga

Ligacup mit der FT 1844 FreiburgDer Ligacup war der erste Härtetest für die FT 1844 Freiburg. Foto: Stephan Tapken / FT

Am kommenden Samstag startet die FT 1844 Freiburg mit einem Auswärtsspiel in die neue Spielzeit der 1. Volleyball-Bundesliga. Erster Gegner ist Bitterfeld-Wolfen, gegen das die Schönhagen-Equipe bereits beim Ligacup siegreich war.

Die Spiele beim Ligacup am vergangenen Wochenende nutzten auch die Erstliga-Volleyballer der FT 1844 Freiburg, um auf dem Feld die Abstimmung zu verbessern, neue Kombinationen auszuloten und nicht zuletzt allen Akteuren aus dem Kader Spielpraxis zu geben. Denn schon am kommenden Samstag geht’s los mit der zweiten Erstliga-Saison in Folge für die Affenbande: Der erste Freiburger Aufschlag fliegt um 19 Uhr in der Bernsteinhalle Friedersdorf beim VC Bitterfeld-Wolfen übers Netz. Bereits beim Ligacup besiegte die FT Bitterfeld mit 2:1 (19:25, 25:13, 15:12). In der zweiten Runde knöpften die Freiburger dann den Gastgebern von den Grizzlys Giesen beim 1:3 (19:25, 20:25, 26:24, 22:25) einen Satz ab. Es folgten zwei Platzierungsspiele für Freiburg, erst gegen die Powervolleys Düren (19:25, 21:25, 20:25), dann gegen den SSC Karlsruhe (23:25, 21:25).

„In den Spitzen waren unsere Leistungen schon sehr gut“, urteilte FT-Trainer Jakob Schönhagen über die vier Spiele an drei Tagen beim gemeinsamen Vorbereitungsturnier von zwölf Bundesligisten in Hildesheim. „Wir haben mit unserem neuen Team ganz viele wertvolle Erkenntnisse gewonnen, es ging hier in erster Linie nicht darum, Siege einzufahren.“

Nach der Auftaktpartie am Samstag folgt eine Woche später, am Samstag, 28. September, um 20 Uhr gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen das erste Heimspiel in der Act-Now-Halle der FT 1844.

Freiburg in den Top Ten der digitalen Städte: So smart wie noch nie

Die Stadt Freiburg ist Vorreiter bei der DigitalisierungFreiburg ist der Spitzenreiter unter den Städten in Baden-Württemberg, was die Digitalisierung angeht – und deutschlandweit sogar in den Top Ten. Foto: Joers

Freiburg gehört zu den zehn am besten digitalisierten Städten in ganz Deutschland. Das geht aus dem jährlichen Smart City Index des IT-Branchenverbands Bitkom hervor. In Freiburg ist die Freude darüber groß. Doch die Stadt plant in Zukunft noch mehr.

Die Gegenwart und die Zukunft sind digital – und Freiburg spielt auf diesem Feld ganz vorne mit. Das hat der IT-Branchenverband Bitkom der Stadt Freiburg in seinem neuesten Smart City Index schwarz auf weiß bescheinigt. Freiburg landet auf Platz sechs von 82 Städten in ganz Deutschland. Im Vorjahr war es noch der 14. Platz. In Baden-Württemberg liegt Freiburg sogar auf Platz eins.

Entsprechend war der Jubel am Montag im Rathaus groß: „Wir arbeiten seit Jahren sehr konsequent daran, unsere digitalen Services auszubauen und weiterzuentwickeln. Umso mehr freut es uns, dass das Früchte trägt und bundesweit wahrgenommen wird“, freut sich Oberbürgermeister Martin Horn.
Freiburgs Digitalstrategie zählt zu den Schwerpunkten in Horns Amtszeit. Eigens dafür schuf die Stadt 2019 ein Amt für Digitalisierung. und nimmt für diesen Weg viel Geld in die Hand. Rund 27 Millionen Euro verteilt über fünf Jahre bewilligte der Gemeinderat bereits Ende 2019. Vor zwei Jahren dann wurde Freiburg als eine der Modellstädte „Smart City“ ausgewählt und erhielt weitere acht Millionen Euro an Fördermitteln des Bundes.

„Die wichtigsten Familienleistungen online anzubieten, muss zur Grundausstattung einer jeden Stadt oder Gemeinde gehören.“
Michael Pfefferle, Experte für Smart City bei Bitkom

Für Städte und Kommunen seien Investitionen wie diese unverzichtbar, sagt Michael Pfefferle, Bitkom-Experte für Smart City und Smart Region. „Zentrale Portale für die Vergabe von Kita- und Schulplätzen sparen nicht nur Familien viel Zeit und Nerven, sondern sie entlasten auch die Behörden. Wir müssen dafür sorgen, dass das Leben für Familien bürokratieärmer und damit leichter wird. Die wichtigsten Familienleistungen online anzubieten, muss zur Grundausstattung einer jeden Stadt oder Gemeinde gehören“, so Pfefferle, der auch den aktuellen Smart City Index erarbeitet hat.

In Freiburg zum Beispiel können die Bürger seit dem letzten Jahr Fahrzeuge komplett online anmelden. Fahrzeugbrief und Plaketten werden dann per Post zugeschickt. Auch der Bauantrag läuft bereits digital. Seit kurzem gibt es zudem die Online-Wohnungsanmeldung. Und erst seit wenigen Tagen können alle Sportvereine der Stadt ihre Anträge komplett online stellen. All diese Schritte würdigt der IT-Verband Bitkom. Dafür, dass etwa freie Parkplätze in Freiburgs Parkhäusern und auf Park+Ride-Plätzen online einsehbar sind, erhält die Stadt mit 100 Punkte die volle Punktzahl fürs Parken im neuen Smart City Index. Für die Online-Terminvergabe gab’s wiederum nur 66,7 von 100 möglichen Punkten. „Im Mittelpunkt steht für uns, bürgerfreundliche Angebote zu entwickeln und die Verwaltung zu modernisieren. Doch gibt es noch viel Luft nach oben“, sagt Horn.

Aktuell arbeitet Freiburg an weiteren smarten Anwendungen, die in Zukunft kommen sollen. Bündeln will die Stadt diese bis Ende 2025 im sogenannten „Daten:Raum:Freiburg“, einer smarten Plattform, die verschiedene Daten vereint und zur Nutzung öffentlich bereit gestellt werden soll. Geplant ist etwa ein Mobilitätsdashboard. Dieses soll in Echtzeit die Verkehrslage, die Parkhausbelegung oder die Abfahrtszeiten des ÖPNV zur Verfügung stellen. Ein weiteres Beispiel ist ein KI-gestützter Chatbot, der in Zukunft die Nutzung des Ratsinformationssystems deutlich vereinfachen könnte. Eher an Stadtplaner richten sich geplante Tools wie ein automatisiert erstellter Nachhaltigskeitsbericht oder die Simulation von Auslastung in Schulen basierend auf demographischen Daten.

Mit ihre Vorreiterrolle unterstreicht die Stadt Freiburg das, was laut Bitkom-Experte Pfefferle längst
bundesweit Standard sein sollte: „Verwaltungen auf dem Stand von vor zehn Jahren verschwenden die Zeit der Bürgerinnen und Bürger, führen bei Unternehmen zu hohen Kosten und lassen bei den Beschäftigten Frust entstehen.“

Erste Freiburger Chorgala am 22. September im Konzerthaus

Auch der Popchor „Twäng!“ ist Teil des abwechslungsreichen Programms der Chorgala am kommenden Sonntag im Konzerthaus.Auch der Popchor „Twäng!“ ist Teil des abwechslungsreichen Programms der Chorgala am kommenden Sonntag im Konzerthaus. Foto: Fabio Smitka

„Freiburg ist eine Chorstadt!“ – so eröffnete der erste Bürgermeister Ulrich von Kirchbach 2018 den Deutschen Chorwettbewerb in Freiburg. In über 235 Chören und Ensembles singen rund 9.000 Menschen, die mit ihren kulturellen Angeboten in Konzerten, Gottesdiensten und Festivitäten rund 400.000 Zuhörende jährlich begeistern. Das zeigen Zahlen der Evaluation „Chorwärts! – Freiburg singt“ von 2021.
Seit 2016 präsentieren sich die Chöre der Öffentlichkeit auch in der jährlich stattfindenden Freiburger Chornacht, die seit 2018 vom eigens gegründeten Verein „Chorstadt Freiburg e.V.“ getragen wird – und 2022 wurde mit dem Festival „Chorwärts!“ gleich drei volle Tage am Stück die Innenstadt zum Singen und Klingen gebracht.

In diesem Jahr richtet „Chorstadt Freiburg e.V.“ nun erstmals eine Chorgala im Freiburger Konzerthaus aus. Diese wird von Oberbürgermeister Martin Horn mit einem Grußwort eröffnet. Angelehnt an die Idee der „Galanacht des Sports“ werden hier sechs Chöre und Ensembles die Vielfalt der Freiburger Chorszene aufzeigen: vom traditionsreichen großen Freiburger Oratorienchor mit seinen rund 80 Sängern über die bei zahlreichen Wettbewerben ausgezeichneten Ensembles Mädchenkantorei am Freiburger Münster, John Sheppard Ensemble, Voice Event und Senior Jazzchor bis hin zu einem der jüngsten Ensembles, dem Popchor Twäng!, der 2024 sein zehnjähriges Bestehen feiert. Ein abwechslungsreiches und buntes musikalisches Programm ist also für alle Zuhörer garantiert.

Bei der Chorgala sollen aber auch Menschen, Vereine und Projekte ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise um die Freiburger Chorszene verdient gemacht haben. Neben persönlichen Auszeichnungen in den Kategorien Lebenswerk, Nachwuchstalent, Ehrenamt sollen besonders innovative und prägende Vereine/Chöre und Projekte ausgezeichnet werden. Für alle Kategorien konnten die Chöre Nominierungen einreichen. Die Auszeichnung erfolgt dann im Rahmen der Gala. Alle Auszeichnungen sind mit Geld- oder Sachpreisen dotiert. Karten gibt es im Vorverkauf unter www.chorstadt-freiburg.de, bei Reservix und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Rapper Kontra K und der finnische Rockstar Samu Haber kommen zu I EM MUSIC 2025

Kontra K tritt im kommenden Jahr bei I EM MUSIC in Emmendingen auf. Foto: Universal Music/Niculai ConstantinescuKontra K tritt im kommenden Jahr bei I EM MUSIC in Emmendingen auf. Foto: Universal Music/Niculai Constantinescu

Neben seiner großen Arena-Tour spielt Rapper Kontra K im Sommer auch unter freiem Himmel – er tritt am 20. Juli bei I EM MUSIC auf dem Emmendinger Schlossplatz auf. Der Vorverkauf für die Tickets startet am morgigen Donnerstag. Ein weitere Act für das kommende Jahr, der nun bekanntgegeben wurde: Der finnische Rockstar und Ex-Frontmann von Sunrise Avenue, Samu Haber, kommt am 19. Juli zu I EM MUSIC.

Bald ist Samu Haber wieder als Juror bei „The Voice of Germany“ zu sehen – nächsten Sommer tritt er in Emmendingen auf. Foto: Janitaautio

Für sein Konzert läuft der Vorverkauf bereits. Tickets unter 07641 / 96 28 28 40, www.karoevents.de sowie in den Geschäftsstellen der Badischen Zeitung und bei allen bekannten (ReserviX-) Vorverkaufsstellen. Weitere Infos unter www.iemmusic.de.

Kinotipp: In „The Substance“ erschafft eine Schauspielerin eine jüngere Version von sich

keine Rolle mehr – eine mysteriöse Droge macht sie vorübergehenden wieder zur jungen Frau. Doch das hat fatale Konsequenzen.keine Rolle mehr – eine mysteriöse Droge macht sie vorübergehenden wieder zur jungen Frau. Doch das hat fatale Konsequenzen. Foto: Mubi Filmverleih

Heiß erwartete Horror-Satire, die bei den Filmfestspielen in Cannes gefeiert wurde: Schauspielerin Elisabeth soll durch eine jüngere Darstellerin ersetzt werden. Verzweifelt greift sie auf eine mysteriöse Substanz zurück, die eine bessere Version von ihr erschafft.

In einem der besten Auftritte ihrer Karriere brilliert Demi Moore („Ghost“) als Elisabeth Sparkle, eine ehemalige A-Prominente, die ihre Blütezeit kurz vor ihrem 50. Geburtstag hinter sich hat. Der einstige Hollywood-Star bekommt keine Rollen mehr angeboten. Plötzlich wird sie auch noch vom widerlichen Fernsehchef Harvey (Dennis Quaid, „The Day After Tomorrow“) aus der eigenen Fitness-Fernsehsendung gefeuert. Damit verliert sie endgültig die Kontrolle über ihr Leben und ihr Abstieg eskaliert schließlich bei einem schlimmen Autounfall.

Im Krankenhaus kommt sie in Kontakt mit einer Firma, die ihr ein verlockendes Angebot macht, um sich wieder in eine jüngere Version von sich selbst zu verwandeln. Sie ergreift sie die Chance, die ihr die mysteriöse neue Droge „The Substance“ bietet. Eine einzige Injektion genügt und sie wird – vorübergehend – als wunderschöne Mittzwanzigerin namens Sue (Margaret Qualley, „Poor Things“) wiedergeboren. Die einzige Regel? Sie und ihr Klon müssen sich die Zeit teilen: genau eine Woche im einen Körper, dann eine Woche im anderen. Ohne Ausnahme. Die perfekte Balance. Was kann schon schiefgehen? So einiges, denn wenn der Rhythmus gebrochen wird, drohen schlimme Konsequenzen.

Nach ihrem gefeierten Debütfilm „Revenge“ meldet sich Regisseurin Coralie Fargeats mit einem blutigen Body-Horror-Film zurück. Die unterhaltsame und schonungslos satirische Cannes-Sensation (begeisterte bei der Premiere und wurde mit dem Preis für das beste Drehbuch ausgezeichnet) nimmt den toxischen Schönheitskult auf die Schippe. „The Substance“ ist explosiv, provokant und abgedreht.
In weiteren Rollen sind Hugo Diego Garcia („Death and other Details“), Joseph Balderrama („The Batman“), Oscar Lesage („Forever Young“) und Matthew Géczy („Dear Wendy“) zu sehen.