Die Polizei fahndet nach drei Männern, die einen anderen auf der Stadtbahnbrücke in Freiburg ausgeraubt haben sollen. Foto: pixabay.de
Am Montag, 14. Oktober, soll es auf der Stadtbahnbrücke in Freiburg zu einem Raub gekommen sein. Der Geschädigte sei in den frühen Abendstunden in Richtung des Aufzuges an Gleis 1 gelaufen, als er von drei Männern unter Vorhalt eines Messers beraubt wurde.
Ein Tatverdächtiger soll etwa 30 Jahre alt, korpulent und 1,60 Meter groß gewesen sein. Er trug eine blaue Jeans, rote Nikes, einen schwarzen Kapuzenpulli und eine schwarze Kopfbedeckung. Die anderen beiden sollen 17 bis 22 Jahre alt und schlank gewesen sein. Einer hatte schulterlange schwarze Haare, trug schwarze Jeans, einen schwarzen Pullover und weiße Schuhe mit schwarzen Punkten. Der andere trug eine schwarze Hose.
Ist mit seinem Team zurzeit sehr erfolgreich: SC-Torhüter Noah Atubolu. Foto: Detlef Berger
Es läuft zurzeit beim SC Freiburg. Als Tabellendritter reisen die Breisgauer zum Tabellenzweiten nach Leipzig. Ein Härtetest, vor dem sich Julian Schuster und seine Mannen aber keineswegs zu verstecken brauchen – denn sie wissen, was sie können.
Der FC Bayern thront auf Platz eins und direkt dahinter liefern sich Leipzig und Freiburg am Samstag, 15.30 Uhr das Verfolgerduell. So ließe sich das gut verkaufen. Nur die SC-Spieler sehen das naturgemäß etwas anders. „Ich sage mal: die Kirche im Dorf lassen. Wir sind Freiburg“, findet Noah Atubolu mit Blick auf die Tabelle. Die Ausgangslage sei „nicht so schlecht“, sagte der U21-Nationaltorhüter nach dem 3:1 gegen Augsburg. „Aber wir konzentrieren uns auf uns und wollen natürlich jedes Spiel gewinnen“. Bisher klappt das jedenfalls außerordentlich gut. Und dafür gibt es gute Gründe.
Personelle Kontinuität
Verstärkt durch externe (Patrick Osterhage, Eren Dinkci) und interne Neuzugänge (Max Rosenfelder, Junior Adamu), die sich festgespielt haben, reüssieren beim SC alt bekannte Kräfte: Spieler wie Christian Günter, Vincenzo Grifo, Matthias Ginter, Philipp Lienhart, Maximilian Eggestein, Lukas Kübler oder Ritsu Doan geben der Mannschaft seit Jahren ein Gerüst. Das zahlt sich aus – mit großer Selbstverständlichkeit und viel Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten steht das Team auf dem Feld.
Verletzte gut kompensiert
Wie im Vorjahr blieb der SC in der Vorbereitung und auch an den ersten Spieltagen nicht frei von Verletzungen: Doch die zwischenzeitlichen Ausfälle von Nicolas Höfler, Matthias Ginter, Noah Atubolu oder Michael Gregoritsch konnte dank des breit besetzten Kaders gut aufgefangen werden. Aktuellstes Beispiel ist Neuzugang Eren Dinkci, der für den langzeitverletzten Merlin Röhl (Syndesmoseriss) in die Bresche springt.
Lernfähiges Team
Verloren hat der SC bislang nur in München (2:0) und gegen St. Pauli (0:3). Vor allem die Partie gegen St. Pauli „hat uns einige Dinge aufgezeigt, die wir im Nachhinein bearbeiten konnten. Vielleicht haben wir das rückblickend gebraucht“, sagt Maximilian Eggestein. Ähnlich sieht es Julian Schuster. Es gehe für seine Mannschaft um die „Basis“, aber zum Beispiel auch darum „nur die Bälle zu spielen, die auch Sinn machen“. Nun komme in Leipzig „enorme Qualität“ auf sein Team zu. „Da haben wir in der Vergangenheit nicht so gut ausgehen, deshalb wird das eine große Herausforderung für uns – auf die wir uns aber freuen“, so Schuster.
Puma-Junge Carag (Emile Cherif, 2.v.r. ) hat neue Freunde gefunden. Lou (Sophie Lelenta), Brandon (Johan von Ehrlich) und Holly (Lilli Falk) sind ebenfalls Gestaltwandler – gemeinsam müssen sie ihre Welt vor den Menschen geheim halten. Foto: Studiocanal
Erster Teil der langerwarteten Fantasy-Trilogie, die auf den Erfolgsromanen von Katja Brandis beruht: Auf den ersten Blick sieht Carag aus wie ein ganz normaler Junge, doch hinter seinen leuchtenden Augen verbirgt sich ein unglaubliches Geheimnis: Carag ist ein Gestaltwandler und lebt erst seit Kurzem in der Menschenwelt.
Halb Mensch, halb Puma, ist Carag (Emile Cherif) in der Wildnis der Rocky Mountains aufgewachsen. Seine Neugierde, das Leben der Menschen kennenzulernen entzweit ihn von seiner Löwenfamilie und er begibt sich in seiner Jungengestalt in die Menschenwelt. Diese ist für ihn sehr fremd, aber auch faszinierend. Erst als Carag in der Clearwater High aufgenommen wird, einem geheimen Internat für Jugendliche wie ihn, sogenannte „Woodwalker“, verspürt er ein Gefühl von Heimat.
Einen Mentor findet Carag zunächst in Andrew Milling (Oliver Masucci), der sich wie er in einen Berglöwen verwandeln kann. Doch Andrew Milling verfolgt ein übles Ziel, das es bald zu verhindern gilt. In Holly, einem frechen Rothörnchen (Lilli Falk), und Brandon (Johan von Ehrlich), einem schüchternen Bison, findet er schnell Freunde. Und die kann Carag gut gebrauchen – denn die Welt der Woodwalker steckt voller Rätsel und Gefahren – und sie müssen diese vor den Menschen geheim halten.
Die Gestaltwandler-Romane von Katja Brandis wurden bisher über 2,8 Millionen Mal in Deutschland verkauft und in 24 Sprachen übersetzt. Der Fantasy-Film ist der erste Teil einer Kino-Trilogie, die auf den Erfolgsbüchern beruht.
Ein starkes Team für die Großen Spiele (von links): Stefan Breiter (Bürgermeister), Volker Spietenborg (Vorstandsmitglied Volksbank Freiburg), Dietmar Junginger (Jumedia), Chris Billich (EHC), Maja Zeides (HSG), Luisa Nufer (USC), Rebecca Dürr (HSG), Oliver Hein, Lorenz Rudolf (beide FT) und Simon Danner (EHC). Foto: Joers
Die Ticketaktion „Große Spiele“ geht in ihr drittes Jahr. Für die vier Freiburger Hallensportvereine EHC, HSG, FT 1844 und USC werden vergünstigte Kartenpakete angeboten. Außerdem findet am Donnerstag dieser Woche eine Eventnight für Fans der Vereine im Freiburger Friedrichsbau statt – Eintritt frei.
Auf einem Pressetermin in der Volksbank Freiburg fiel am Dienstag der Startschuss für die dritte Auflage der Großen Spiele. Die vier Freiburger Hallensportvereine EHC (Eishockey), FT 1844 (Volleyball), HSG (Handball) und USC (Basketball) gaben dort auch bekannt, dass sie ihre Kooperation für drei weitere Jahre fortsetzen werden. Neue Botschafter sind vier ehemalige Spieler: für den USC Mirna Paunovic, für die FT1844 Oliver Hein, für den EHC Simon Danner und für die HSG Maja Zeides. Ihnen zur Seite stehen die aktiven Spieler Rebecca Dürr (HSG), Lorenz Rudolf (FT), Luisa Nufer (USC) und Chris Billich (EHC).
Freiburgs Sportbürgermeister Stefan Breiter begrüßte das Engagement. Dadurch sei es möglich geworden, dass das Thema Sportstättenausbau auf die Agenda des Gemeinderates komme – auch wenn die Finanzierung schwierig sei: „Als Sportbürgermeister freue ich mich darüber, als Finanzbürgermeister bin ich etwas zurückhaltend“, so Breiter.
Erneut gibt es im Rahmen der Großen Spiele vergünstigte Ticketpakete für alle vier Sportarten zu kaufen. Neue Kooperationspartner der Großen Spiele sind die M.A.K. STUDIOS in Freiburg, die in den Pausen an den Große Spiele Spieltage mit ihren Hip-Hop-Showacts für Furore sorgen und die Große-Spiele-Eventnight mit allen vier Teams und besonderen Gästen am 24. Oktober, ab 18.30 Uhr, kostenlos auch für interessierte Fans, ausrichten werden – erstmals im Freiburger Friedrichsbau. (majo)
Die Freundinnen Ingrid (Julianne Moore) und Martha (Tilda Swinton) hatten sich aus dem Augen verloren und kommen sich nun wieder näher. Foto: Warner Bros.
In ihrer Jugend waren Ingrid (Julianne Moore) und Martha (Tilda Swinton) als Mitarbeiterinnen derselben Zeitschrift eng befreundet. Doch dann verloren sie sich aus den Augen. Inzwischen arbeitet Ingrid als Autorin, Martha als Kriegsreporterin.
Nach Jahren treffen die beiden Frauen in einer schwierigen Situation wieder aufeinander, und die krebskranke Martha bittet Ingrid, sie auf eine letzte Reise zu begleiten. Mit dem Drama bringt Oscar-Preisträger Pedro Almodóvar („Alles über meine Mutter“) seinen ersten englischsprachigen Film ins Kino, der bei den Filmfestspielen von Venedig vom Publikum gefeiert und mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde.
Die Ermittlungen um den Vorfall im „The Fizz“ laufen. Foto: Kathrin Blum
Nachdem in der vergangenen Woche polizeiliche Ermittlungen im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen ausländerfeindlichen Vorfall im privaten Studentenwohnheim „The Fizz“ bekannt geworden sind, hat nun der Wohnheimbetreiber IC International Campus in München mit Hausverboten gegen mehrere ehemalige Bewohner der Einrichtung reagiert. Sollten auch aktuell im „The Fizz“ wohnende Studenten an dem Vorfall beteiligt gewesen sein, werde man mit Abmahnungen und Strafanzeigen reagieren, so ein Sprecher. Auch ein Rauswurf sei im Zweifelsfall denkbar.
Im „The Fizz“ leben laut Betreiber zu zwei Dritteln Studierende aus dem Ausland. Schon allein deshalb verurteile man den mutmaßlichen Vorfall scharf. Das Heim lege großen Wert auf interkulturellen Austausch und ein besonderes Gemeinschaftsgefühl. Jede Party überwachen könne man aber freilich nicht.
Laut einem Polizeibericht soll bei einer Party Ende September das sogenannte „Sylt-Lied“ („L´amour toujours“ von Gigi d’Agostino) mit einem ausländerfeindlichen Text gesungen worden sein. Der Staatsschutz ermittelt zu dem Vorfall, bei dem auch der Hitlergruß gezeigt worden sein soll. Einige Beteiligte seien namentlich bekannt, so die Polizei. Laut IC international Campus sollen das die ehemaligen Bewohner sein, gegen die nun das Hausverbot ergangen ist. Gegenüber dem Wochenbericht sagte Polizeisprecher Michael Schorr am Dienstag, dass die Polizei inzwischen mehrere Zeugenhinweise erhalten habe, die nun ausgewertet würden. „Eigenartig war, dass in der Nacht des Vorfalls selbst keine Zeugen angerufen hatten“, so Schorr.
IC International Campus betreibt an verschiedenen Standorten in Europa vergleichsweise luxuriös ausgestattete hochpreisige Wohnheime für Studenten.
Venom (Tom Hardy) ist auf der Flucht – und muss eine verheerende Entscheidung treffen. Foto: CTMG
Venom: The Last Dance: Tom Hardy kehrt als Venom, einer der bedeutendsten und komplexesten Charaktere aus dem Marvel-Universum, für das große Finale der Trilogie zurück. Eddie und Venom sind auf der Flucht. Gejagt von ihren beiden Welten, wird das Netz immer enger und zwingt das Duo zu einer verheerenden Entscheidung, die den Vorhang für Venoms und Eddies letzten Tanz fallen lassen wird. Die Regie führte Kelly Marcel „Venom: Let There Be Carnage“). Die auf den Marvel Comics basierende Story stammt aus der Feder von Tom Hardy & Kelly Marcel, für das Drehbuch zeichnet Kelly Marcel auch hier verantwortlich.
Tom Hardy („Venom: Let There Be Carnage“) ist erneut in seiner legendären Rolle als Venom zu sehen. Schauspielerisch stehen ihm Chiwetel Ejiofor („Doctor Strange in the Multiverse of Madness“), Juno Temple („Ted Lasso“), Rhys Ifans („The King’s Man“ – The Beginning“), Peggy Lu („Venom: Let There Be Carnage“), Alanna Ubach („Bombshell – Das Ende des Schweigens“), Stephen Graham („The Irishman“) zur Seite.
Hardy Fiebig, begnadeter Erzähler und Arabien-Experte, wird das Publikum mit dem Orient-Flair des Oman verzaubern Foto: Hardy Fiebig
Wer auf Reisen besondere Erfahrungen und tiefere Einsichten sucht, kann sich bei den Referenten der Mundologia die besten Anregungen holen. Von November bis März werden in der Reihe sowie vom 30. Januar bis 2. Februar 2025 auf dem Festival im Konzerthaus Freiburg über 80 herausragende Länder-Porträts, Abenteuer-Reportagen und Naturdokumentationen gezeigt. Zum Saisonstart am 3. November gibt es im Paulussaal Freiburg mit „Die Reise zum Klima“ (11 Uhr) eine faszinierende und bildgewaltige Reportage von Markus Mauthe zu sehen, die inspiriert, sich für den Erhalt unseres Planeten einzusetzen.
Am gleichen Tag wird Hardy Fiebig, begnadeter Erzähler und Arabien-Experte, das Publikum mit dem Orient-Flair des Oman verzaubern (14.30 Uhr. Am Abend sind um 18 Uhr wegen großer Nachfrage noch einmal die vier fantastischen Naturfotografen Ingo Arndt, David Hettich, Markus Mauthe und Bernd Römmelt in Freiburg zusammen und zeigen „Jäger des Lichts 2“. Weitere Vortragshighlights sind Lotta Lubkoll mit „Wandern, Glück und lange Ohren“, Reinhold Messner mit „Über Leben“, Matthias Jungwirths „Wildnis Weltreise“, die einzigartige „Wander Woman“ Christine Türmer, Michael Martin mit seinem neuen Vortrag „Auf zwei Rädern um die Welt“ sowie Gerlinde Kaltenbrunner mit „Die innere Dimension des Bergsteigens“. Weitere Infos unter www.mundologia.de.
Frauenpower in der Wodan Halle am 12. November: Hier tritt Dawn Tyler Watson bei der Lady’s Night auf. Foto: Laura Carbone
Blues ist für viele eine traurige Musik. Dass dieses Schubladendenken nicht mehr zeitgemäß ist, stellen in diesem Herbst die Freiburger Bluesfreunde einmal mehr unter Beweis – bei ihrem elften Freiburg Blues Festival vom 8. bis 15. November. Da wird die südbadische Metropole in viel Spirit, Grooves, Rhythmen und gute Laune getunkt.
Das bunte Happening im Sinne glücklich machender Live-Musik beginnt dort, wo es alle sehen können und der Eintritt frei ist: am Freitag, 8. November, in der Freiburger Markthalle mit der Schweizer Formation „The Big Easy Gators“, die die Markthalle für gute drei Stunden atmosphärisch in ein Stück Nola verwandeln, wie die dort Einheimischen ihr New Orleans gern nennen. In den folgenden Tagen hält der Freiburger Blues-Zug an drei weiteren Stationen, im Gasthaus Schützen und in der Wodan Halle in Freiburg, im Chabah in Kandern und im Birkenmeier Forum in Niederrimsingen.
Aus- und auf die Bühne steigen werden Beth Wimmer & Mike Bischof, Martin Feldmann, Rainer Wöffler & Mojo Kilian, Matthews, Bruce & Lehrmann, Krissy Matthews & Friends, Tia Carroll und Dawn Tyler Watson, Hubert Dorigatti, Lance Lopez, Thorbjørn Risager & The Black Tornado sowie McEbel. Und auch, wenn sich die echten Blues-Fans vielleicht besonders die Lady’s Night in der Wodan Halle am Dienstag, 12. November, mit doppelter Frauenpower von Tia Carroll und Dawn Tyler Watson ganz oben auf den Wunschzettel schreiben oder endlich einmal das dänische Dynamit von Thorbjørn Risager & The Black Tornado (am 14. November im Doppelkonzert mit Lance Lopez Texas-Gitarre) live und in Farbe genießen wollen – die Konzerte sowie eine sehr musikalische Lesung lohnen sich allesamt. Vorverkauf über Freiburg-Blues-Festival.de, Reservix online und bei BZ-Ticket.
Im Freiburger Stadtwald setzt man schon seit über
30 Jahren auf naturnahe Bewirtschaftung und Verjüngung.
Foto: Picture Alliance / Blickwinkel / M. Wuchenauer
Freiburg ist umgeben von Wald, kaum eine andere deutsche Großstadt verfügt über einen solchen Schatz. Über 50 verschiedene Baumarten sind hier angesiedelt. Die Nachricht stand Anfang Oktober auf vielen Titelseiten: „Der Wald hilft nicht mehr beim Klimaschutz“ (FAZ vom 8. Oktober). Erstmals seit Jahrzehnten senkt der Wald hierzulande den Kohlendioxidgehalt nicht mehr, sondern erhöht ihn, steht in der Bundeswaldinventur, die Landwirtschaftsminister Cem Özdemir kürzlich vorgestellt hatte.
Die alarmierenden Schlagzeilen haben das Freiburger Umweltdezernat und das städtische Forstamt veranlasst, die ortsansässigen Medien zu einem Pressetermin in den Stadtwald einzuladen. Dort erklärte Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit: „Klimaschutz ist bei der Pflege und Bewirtschaftung des Freiburger Waldes nicht nur ein willkommener Nebeneffekt. Wir sehen darin, neben dem Schutz der Biodiversität, der Sozialfunktion und der Holznutzung, die vierte, gleichberechtigte Waldfunktion. Das ist unser Ziel und das gelingt uns hier.“
„Wir setzen im Freiburger Stadtwald seit den frühen 90-er Jahren auf den Naturverjüngungsprozess, weil man da extrem viel steuern kann“, erklärte Forstamtsleiterin Nicole Schmalfuß. Dass Freiburg in Sachen Wald besser aufgestellt ist als manch andere Region in der Republik liege aber auch an den äußeren Faktoren: „Wir haben hier einfach sehr gute Voraussetzungen für Waldwachstum, da wir über wasserreiche Böden verfügen“, so Schmalfuß.
Eine Besonderheit, weshalb der Freiburger Stadtwald vergleichsweise gut aufgestellt ist, ist auch seine Zusammensetzung: Keine Baumart ist so dominant, dass sie mehr als 20 Prozent des Bestandes einnimmt. Die Buche kommt mit 17 Prozent auf den höchsten Anteil, gefolgt von Douglasie (12), Eiche (11) und Fichte (10 Prozent). Die klare Marschrichtung: Weniger Monokulturen, stärkere Durchmischung und naturnahe Bewirtschaftung, denn das macht einen Wald in Zeiten des Klimawandels widerstandsfähig. Das Forstamt steuert diesen Wandel.
Natürliche Rückversicherung
Fakt ist: Der Wald bindet und speichert Kohlenstoff. Seine Pflege und Bewirtschaftung kann auf zweierlei Art zum Klimaschutz beitragen: Zum einen, indem sie die Kohlenstoffspeicher im lebenden Baumbestand, im Totholz und im Boden stabilisiert. Zum anderen durch nachhaltige Holznutzung, gezielte Holzvermarktung und kluge Holzverwendung. Beides geschieht im Stadtwald.
Der Fokus auf die natürliche Verjüngung aus den Samen der Altbäume ist die Rückversicherung des Freiburger Stadtwalds. Dabei gedeiht diese Verjüngung schon unter dem Schirm der Altbäume. In deren Schutz wachsen sie und dienen auch dem Bodenschutz. Diese „Naturverjüngungsvorräte“ erlangen im Klimawandel immer größere Bedeutung, selbst wenn die älteren Bäume darüber als Folge von Dürre oder anderen Schäden absterben, steht die nächste Generation in den Startlöchern. Sie haben auch große Bedeutung für die CO2-Bindung im Wald, denn sie mindern die Freisetzung von CO2 aus dem Boden – und sie nutzen unmittelbar das Licht einer entstandenen Lücke, um selbst zu wachsen und so wieder CO2 zu binden.
In Freiburg wurden durch die letzten Jahrzehnte naturnaher Waldpflege auf über 1.700 Hektar solche Naturverjüngungsvorräte unter Schirm aufgebaut. Das entspricht 36 Prozent der gesamten Waldfläche.