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Wäschemarke Mey eröffnet Filiale in der Freiburger Innenstadt

Ins Modegeschäft Damen-Kaiser zieht die Wäschemarke MeyIns Erdgeschoss des ehemaligen Modegeschäfts Damen-Kaiser zieht die Wäschemarke Mey. Foto: MSI Gewerbeimmobilien GmbH

In der Freiburger Innenstadt ist ein Nachmieter für den ehemaligen Damen-Kaiser gefunden. Wie der zuständige Makler bestätigte, eröffnete die schwäbische Bekleidungsmarke „Mey dort eine Filiale.

Für die Räume des früheren Damen-Kaiser ist ein Nachnutzer gefunden: Direkt neben Zara wird die schwäbische Bekleidungsmarke „Mey“ in die rund 70 Quadratmeter große Gewerbefläche im Erdgeschoss des Gebäudes ziehen. Das teilt der Freiburger Makler MSI Gewerbeimmobilien mit, der die Mietfläche erfolgreich vermitteln konnte.

Der Zugang zum künftigen Mey-Geschäft befindet sich seitlich Richtung Schwarzwald City, beim Kartoffelmarkt. Mey sei „eine hervorragende Ergänzung für die Gebäudeeinheit und trägt dazu bei, die Attraktivität der Freiburger Innenstadt nachhaltig zu stärken“, so MSI Gewerbeimmobilien.

Für 10 Oscars nominiert: „Der Brutalist“ zeigt das Leben des Architekten László Toth

Architekt László Toth (Adrien Brody) wird mit einem großen Projekt beauftragt – und stößt dabei an seine Grenzen.Architekt László Toth (Adrien Brody) wird mit einem großen Projekt beauftragt – und stößt dabei an seine Grenzen. Foto: Universal Pictures

Im Amerika der 50er-Jahre wagt László Toth (Oscar-Preisträger Adrien Brody, „Der Pianist“) einen Neuanfang. Ein Land, das ihn aufnimmt, aber seine künstlerische Integrität bedroht. Auf sich allein gestellt, versucht er sich in seiner neuen Heimat zu behaupten und die Beziehung zu seiner Frau Erzsébet (Felicity Jones) wieder aufzubauen, die durch den Krieg auf eine harte Probe gestellt wurde.

Als der wohlhabende Industrielle Harrison Lee Van Buren (Guy Pearce, „The King’s Speech“) Toths Talent erkennt, beauftragt er ihn mit einem Mammutprojekt: Zu Ehren seiner verstorbenen Mutter soll er ein Institut errichten, bestehend aus einer Bibliothek, einer Sporthalle, einem Auditorium und einer Kapelle.
„Der Brutalist“ erzählt die epische Geschichte des jüdisch-ungarischen Architekten László Toth, der nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs alles riskiert, um sein Leben in den USA neu aufzubauen. Auf dem Fundament vom Schmerz und Verlust findet Toth in der kalten und wuchtigen Kraft des Brutalismus den künstlerischen Ausdruck für seine zerrissene Seele. Dabei ist seine Architektur so kompromisslos wie er selbst, getrieben vom unbändigen Willen, die Welt zu prägen – selbst wenn sich sein bedeutendstes Werk als sein größter Fluch erweisen könnte.

Der Film wurde mit drei Golden Globes und mit dem Silbernen Bären für die beste Regie in Cannes ausgezeichnet und ist für 10 Oscars nominiert – unter anderem als bester Film.

Beauty-Boom in Freiburg

Boom der Schönheits-OP„Die Menschen, die zu uns kommen, kommen quer aus allen Altersklassen und sozialen Schichten“, sagt Andreas Dorow, Gründer und Chefarzt der Dorow Clinic. Foto: Picture Alliance / Shotshop

In Zeiten von Zoom-Konferenzen, Instagram-Inszenierungen, Influencern und Online-Dating-Profilen hat sich etwas verändert – ein makelloses Äußeres ist wichtiger denn je. Kein Wunder, dass auch in Freiburg seit einigen Jahren die Schönheitsmedizin boomt.

Wer „Botox“, „Schönheitsklinik“ oder ähnliches in Google eingibt und die Suche auf Freiburg begrenzt, kann sich lange durch die Trefferanzahl scrollen. Das Angebot an Praxen und Kliniken ist enorm und wächst immer weiter. Quer durch alle Altersklassen gilt es fast schon als Routine, das eigene Aussehen mit minimalinvasiven Eingriffen wie etwa Botox zu optimieren. Aber auch klassische OPs sind gefragt.

„Die Menschen, die zu uns kommen, kommen quer aus allen Altersklassen und sozialen Schichten“, berichtet Andreas Dorow, Gründer, Chefarzt und ärztlicher Direktor der auch in Freiburg ansässigen Dorow Clinic, die eine von Deutschlands größten Kliniken für Zahnmedizin und plastische Chirurgie ist. „Der Markt ist viel größer geworden. Viel mehr Leute wollen inzwischen etwas für ihr Aussehen machen. Das ist eine ganz normale Klientel und hat mit Promis oder Paradiesvögeln wenig zu tun“, sagt Dorow. Kleine Beauty-Eingriffe wie auch Schönheitschirurgie seien in Deutschland längst hoffähig geworden. Man verheimlicht nicht mehr, dass man etwas hat machen lassen, sondern spricht offen darüber – und dann überlegt sich der eine oder andere im Bekanntenkreis, auch was machen zu lassen. „Durch Social Media hat sich das Bewusstsein sicher verändert, aber ich würde sagen, die Entwicklung verläuft eher kontinuierlich seit dem Aufkommen des Fitnessbooms in den 80er Jahren“, berichtet Dorow.

Mit der Freundin zum Botox

Filip Simunovic, Plastischer und Ästhetischer Chirurg bei der Freiburger Klink Aesthemedica im Stühlinger, berichtet ebenfalls, dass die Hemmschwelle, einen Eingriff zu wagen, deutlich gesunken sei: „Man geht viel offener damit um und spricht im Freundeskreis darüber und oft kommt es sogar vor, dass Freundinnen dann zusammen zu uns kommen – zum Beispiel zur Botox-Behandlung“, so der Mediziner.

Bei Botox handelt es sich um ein Nervengift, das unter die Haut injiziert wird und die Muskelkontraktionen reduziert, die Falten verursacht. Dies führt zu einer glatteren und jüngeren Haut. Der Effekt dauert bis zu einem halben Jahr. Kostenpunkt: in der Regel 200 bis 300 Euro. Es gehe dabei, so die Experten, darum, Mimikfalten zu dämpfen. Der Trend gehe ganz eindeutig zur dezenten Auffrischung. Neben Botox, so berichtet Filip Simunovic, sei auch die Behandlung mit Hyaluronsäure sehr gefragt. Bei diesem körpereigenen Stoff, der mit den Jahren bei jedem Menschen abnimmt, geht es darum, Volumenverluste wieder aufzufüllen – zum Beispiel, um Mundwinkelfalten verschwinden zu lassen. Laut Filip Simunovic würde in seiner Klinik auch immer öfters nach Eigenblut-Therapie nachgefragt, die verschafft der Haut ein jüngeres, frischeres und strafferes Aussehen.

Andreas Dorow berichtet, dass die Wünsche nach übertriebenen anmutenden Beautytrends wie XXL-
Po-Vergrößerungen, Cat-Eyes oder exorbitanten Lippenaufpolsterungen ganz selten vorkommen würden und es der überwiegenden Mehrheit nach verjüngenden Effekten oder dauerhaft schönen Proportionen gehe. „Oft geht es nur um Kleinigkeiten, die am Selbstbewusstsein kratzen. Letztlich ist es eine Feelgoodgeschichte, die dauerhaft funktioniert“, betont Dorow. Auffällig sei, dass die Patientinnen und Patienten heute sehr informiert zum ersten Gespräch kämen – dem Internet sei dank.

Das Verhältnis Frauen/Männer bewege sich etwa bei 80:20 – wobei der Anteil der Männer wachse. Neben Oberliedstraffungen und Fettabsaugungen, sei ein sehr häufiger Grund in die Schönheitsklinik zu kommen, der sogenannte „Herrenbusen“, unter denen junge wie auch ältere Männer sehr leiden würden. Das klassische Facelifting sei hingegen bei beiden Geschlechtern ab 50 aufwärts beliebt und kostet zwischen 8.000 und 20.000 Euro. Bei Frauen sei neben Brustvergrößerung und
-verkleinerung auch der Wunsch nach Schamlippenkorrektur sehr beliebt.

Eine ausführliche Beratung vor einem Eingriff der plastischen und ästhetischen Chirurgie sei essenziell, erklären die befragten Mediziner. Aber auch vor Botox und Co. gibt es vorab ein Aufklärungsgespräch. Wer etwas machen lassen will, muss dafür in die eigene Tasche greifen. Denn für ästhetische Operationen oder minimalinvasive Faltenbehandlung, die medizinisch nicht erforderlich sind, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen keine Kosten. Zu den wenigen Ausnahmen gehört etwa das Anlegen von abstehenden Ohren bei Kindern, wenn diese zu psychosozialen Problemen führen.

Die Brustvergrößerung mit Implantat ist nach wie vor der unangefochtene Klassiker der ästhetischen Brustchirurgie. Foto: stock.adobe.com / St. Kolesknikov

Eine beständig große Gruppe bilden Patientinnen und Patienten, die nach einer starken Gewichtsabnahme unter Hautlappen leiden würden, berichtet Filip Simunovic, Plastischer und Ästhetischer Chirurg bei der Freiburger Klink Aesthemedica. Auch Bruststraffungen nach abgeschlossener Familienplanung seien alltägliche Eingriffe, die inzwischen bei vielen fast zum Standard gehörten. Auch die Unzufriedenheit mit der eigenen Nase sei ein typischer Grund, einen chirurgischen Eingriff vornehmen zu lassen. Auch eine Brustverkleinerung – oder bei Frauen mit sehr kleinen Brüsten eine Vergrößerung – könne ein Leben verändern.

„Wenn das Leben auf einmal um zwei Kilo leichter ist und man ganz andere Kleider tragen oder Sport machen kann, verändert das für manche alles. Ebenso, wenn eine Frau die Brust als zu klein empfindet, kann eine Vergrößerung zu einem ganz neuen Körper- und Lebensgefühl verhelfen. Das Ziel ist es immer, dass Leute ein besseres Lebensgefühl und mehr Selbstbewusstsein bekommen. Wenn jemand etwas über lange Zeit als Problem wahrnimmt und wir das beheben können, ist das auch für uns jedesmal sehr erfüllend“, erklärt Simunovic. Umgekehrt gilt: „Wenn etwas absolut keinen Sinn macht, lehnen wir es ab“, versichert sein Kollege Andreas Dorow

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Im dem erotischen Psychothriller „Babygirl“ gerät eine Affäre außer Kontrolle

Theaterregisseur Jacob (Antonio Banderas) ahnt nichts von der heißen Affäre seiner Frau Romy (Nicole Kidman). Foto: Constantin FilmTheaterregisseur Jacob (Antonio Banderas) ahnt nichts von der heißen Affäre seiner Frau Romy (Nicole Kidman). Foto: Constantin Film

Romy Miller (Nicole Kidman) ist Gründerin und CEO eines Unternehmens, das an der Börse durchstartet. Privat ist sie glücklich verheiratet mit einem Theaterregisseur (Antonio Banderas) und Mutter zweier Töchter. Unter den neuen Praktikanten in Romys Firma ist auch Samuel (Harris Dickinson), der sich über alle Regeln hinwegsetzt, Romys Dominanz herausfordert und unterdrückte Leidenschaften in ihr entfacht. Sie beginnen eine Affäre, die bald alle Grenzen sprengt. Gesellschaftliche Tabus, heimliche Sehnsüchte, Machtspiele und Kontrollverlust sind die Themen des erotischen Psychothrillers von Regisseurin Halina Reijn („Instinct“).

In der Titelrolle stellt Nicole Kidman („Big Little Lies“) einmal mehr ihre außergewöhnliche Schauspielkunst unter Beweis. An ihrer Seite brillieren Antonio Banderas („Leid und Herrlichkeit“) als ihr Ehemann Jacob und Harris Dickinson („A Murder at the End of the World“) als unverschämt souveräner Praktikant
Samuel.

Warnstreik: In Freiburg fahren am Donnerstag keine Busse und Bahnen der VAG

VAG Freiburg StreikDie Gewerkschaft Verdi ruft die VAG-Beschäftigten zum Warnstreik auf. Foto: Joers

Am Donnerstag fahren in Freiburg keine Busse und Bahnen der Freiburger Verkehrs AG (VAG). Grund ist ein Streik, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hat. Für Kritik sorgt der Zeitpunkt des Warnstreiks. Die FWTM reagiert kurzerhand mit einem kostenlosen Bus-Shuttle.

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten der Freiburger Verkehrs AG (VAG) am kommenden Donnerstag, 30. Januar, zu einem Warnstreik auf. Rund 800 Beschäftigte sind von dem Aufruf, der von Donnerstagmorgen 3 Uhr bis Freitagmorgen 3 Uhr andauert betroffen.

Damit fahren am Donnerstag keine Straßenbahnen im gesamten Stadtgebiet.  Laut VAG-Angaben bleiben von den Omnibuslinien in Freiburg lediglich die Linien 15 und 32 weitgehend in Betrieb sowie etwa die Hälfte der Fahrten auf den Linien 24, 33 und 34, weil diese von privaten Auftragsunternehmen gefahren werden. Alle anderen VAG-Buslinien fahren nicht. Ein Notfallfahrplan sei nicht möglich, so die VAG.

Innerstädtische Haltepunkte wie zum Beispiel die Uniklinik, die Messe Freiburg oder der Hauptbahnhof seien aber über die Linien der Breisgau-S-Bahn sowie über den Regionalverkehr der Deutschen Bahn und mit einigen Linien der im Umland verkehrenden Busgesellschaften erreichbar.

In der Tarifrunde fordern die Verdi-Beschäftigten attraktive Arbeitsbedingungen für Bus- und Bahnfahrer, sowie für die Beschäftigten in Reparatur, Werkstatt und Büro. „Immer mehr offene Stellen können nicht von uns wenigen kompensiert werden“, heißt es von der Beschäftigtenseite.

Terminkolission mit der Jobstart-Messe sorgt für Kritik, FWTM reagiert mit Shuttle-Service

Für Kritik sorgt unter anderem der Zeitpunkt des Warnstreiks. Denn parallel zum Streik findet in Freiburg die Jobmesse „Gesundheit & Pflege“ statt, ebenso wie die beliebte Job-Start-Börse (mehr dazu hier). „Dass Verdi ausgerechnet am Tag der Jobstart-Messe zum Streik aufruft, zeugt von schlechtem Stil. Die Messe ist für viele Schülerinnen und Schüler ein extrem wichtiger Termin für die Berufswahl“, bedauerten die VAG-Vorstände Oliver Benz und Stephan Bartosch. „An einem Gelingen der Veranstaltung sollte auch die Gewerkschaft ein Interesse haben.“

Die Freiburger Messegesellschaft FWTM hat als Veranstalterin der Messen darauf nun reagiert und einen kostenfreien Bus-Shuttle-Service organisiert. Dieser verkehrt ab 8:20 Uhr in 40-minütigem Takt von folgenden Haltestellen: Konzerthaus Freiburg – Messe – Konzerthaus Freiburg Maria-von-Rudloff-Platz – Messe – Maria-von-Rudloff-Platz Karlsplatz – Messe – Karlsplatz

Mit Blick auf die bundesweiten Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Potsdam sorgen sich die VAG-Vorstände vor weiteren hohen Folgekosten für die Verkehrsbetriebe. „Der Manteltarifvertrag mit Arbeitszeitreduzierungen, einer Nahverkehrszulage und zahlreichen kostenintensiven Zuschlägen ist gerade erst final besiegelt worden. Dieser Abschluss bedeutet für die VAG allein in diesem Jahr schon Mehrkosten in Höhe von mehreren Millionen Euro. Und nun stehen weitere nicht unerhebliche Mehrausgaben zur Diskussion“, erklärte VAG-Vorstand Oliver Benz.

500.000 Stellen im Öffentlichen Dienst unbesetzt

Der südbadische ver.di-Geschäftsführer, Reiner Geis, weist dagegen darauf hin, dass es spürbare Entlastung der Beschäftigten und deutlich höhere Gehälter brauche. Nur so könne der Öffentliche Dienst attraktiver gemacht und mehr Arbeits- und Fachkräfte gewonnen werden. Im Öffentlichen Dienst seien aktuell rund 500.000 Stellen unbesetzt.

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen findet am 17./18. Februar 2025 in Potsdam statt. Die dritte Runde ist vom 14. – 16. März 2025 ebenfalls in Potsdam angesetzt

Medienbericht: Wechsel von Jan-Niklas Beste zum SC Freiburg steht wohl kurz bevor

Jan-Niklas BesteDer frühere Heidenheimer Jan-Niklas Beste soll kurz vor einem Wechsel zum SC Freiburg. Foto: X / BenficaSL

Der frühere Heidenheimer Jan-Niklas Beste steht offenbar kurz vor einem Wechsel zum SC Freiburg. Wie die portugiesische Sportzeitung „Record“ berichtet, ist Bestes Wechsel von Benfica Lissabon zum Sport-Club so gut wie perfekt.

Wie die portugiesische Zeitung „Record“ vermeldete, soll sich der SC Freiburg im Transferpoker um den 26-Jährigen durchgesetzt haben. Demnach werde der SC eine Ablöse von rund zehn Millionen Euro an den portugiesischen Rekordmeister überweisen. Schon am Mittwoch soll der frühere Heidenheimer daher nicht mehr im Kader für die Champions-League-Partie gegen Juventus Turin stehen.

Der linke Außenbahnspieler und ausgewiesene Standardspezialist war erst im vergangenen Sommer für eine ähnliche Ablösesumme vom 1. FC Heidenheim zu Benfica gewechselt. Dort war Beste bislang aber nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinausgekommen. Auch soll er sich Medienberichten zufolge in Portugal nicht heimisch gefühlt haben.

Neben den Breisgauern sollen auch andere Bundesliga-Klubs sich um eine Verpflichtung Bestes bemüht haben, darunter Mainz 05, RB Leipzig, VfB Stuttgart sowie Borussia Mönchengladbach.

Webcam zeigt ab sofort Fortschritt der Dietenbach-Baustelle in Freiburg

Dietenbach WebcamBaustellen-Panorama: So sieht der Blick durch die neue Webcam auf den künftigen Stadtteil Dietenbach aus. Foto: Screenshot PanoCloud / Freiburg im Breisgau – Dietenbach

Wer wissen möchte, wie es aktuell auf der Baustelle für den geplanten Stadtteil Dietenbach in Freiburg aussieht, kann dies aber sofort per Webcam nachschauen. Die Stadt Freiburg ließ dort in den vergangenen Tagen eine Kamera installieren, die stündlich aktualisierte Panoramabilder von der Baustelle ins Internet überträgt.

In Freiburgs künftigem Stadtteil Dietenbach, wo eines Tages 16.000 Menschen leben sollen, wurde in den vergangenen Tagen eine Webcam installiert. Damit ist ab sofort der Baufortschritt auf der 107 Hektar großen Fläche im Freiburger Westen auf Panoramabildern zu sehen.

Die rotierenden Bilder zeigen einen Rundumblick über die riesige Baustelle. Die wichtigsten Hotspots wie das Erdhaushublager am Zubringer, der erste Bauabschnitt sowie der Stadtteil Rieselfeld im Bildhintergrund sind extra markiert. Es besteht die Möglichkeit, den Bildausschnitt frei hin- und her zu bewegen oder sogar in das Bild zu zoomen. Die Stadt Freiburg weist allerdings darauf hin, dass hierbei keine personenbezogenen Daten ersichtlich sein werden.

Die Panoramaansichten werden stündlich zwischen 6 und 22 Uhr aktualisiert und in einem Archiv zugänglich gemacht. An nebligen Tagen könne die Sicht allerdings eingeschränkt sein, so die Stadt.

Info: Unter diesem Link erreicht man die neue Dietenbach-Webcam

Alles Wichtige vor dem Heimspiel des SC Freiburg gegen Bayern München

Julian SchusterSC-Trainer Julian Schuster warnt seine Mannschaft vor den offensivstarken Bayern. Foto: Detlef Berger

Das erste Heimspiel der Bundesliga-Rückrunde beschert dem SC Freiburg am Samstag, 15.30 Uhr ein Duell mit Rekordmeister FC Bayern München. Freiburg-Trainer Julian Schuster rechnet im ausverkauften Europa-Park Stadion mit giftigen Bayern, die am Mittwoch in der Champions League 0:3 verloren haben. Das Heimspiel in der Kurzvorschau.

Wo wird das Spiel übertragen?

Das Spiel zwischen dem SC Freiburg und dem FC Bayern München am Samstag, 25. Januar im Europa-Park Stadion (Anpfiff: 15.30 Uhr) wird live vom Pay-TV-Sender Sky übertragen. Sky zeigt das Spiel im TV und als Livestream, dafür ist ein kostenpflichtiges Abonnement notwendig.

Das Personal beim SC Freiburg

Freiburgs Trainer Julian Schuster stehen gegen die Bayern neben Stammtorwart Noah Atubolu auch wieder Kiliann Sildillia sowie Abwehrchef Matthias Ginter zur Verfügung. Florent Muslija fällt dagegen mit Sprunggelenksproblemen aus. Über Innenverteidiger Manuel Gulde (Rückenprobleme) sagt Schuster: „Manu hat die eine oder andere Trainingseinheit mitgemacht. Wir freuen uns, dass er mehr und mehr wieder am regulären Trainingsbetrieb teilnimmt.“

So sieht Julian Schuster die Lage

Freiburgs Cheftrainer zeigt sich gewarnt angesichts der 0:3-Niederlage des Rekordmeisters in der Champions League bei Feyenoord Rotterdam. „Es wissen alle, was es bedeutet, wenn der FC Bayern verliert“, so der 39-Jährige. Auf der anderen Seite zeige die Bayern-Niederlage, „wie man ihnen weh tun und Lücken finden kann.“ In seiner eigenen Mannschaft seien unter anderem die frühen Gegentore beim 0:4 in Stuttgart ein Thema gewesen. „Was können wir tun, um von Anfang präsenter zu sein? Auch das war ein Punkt“, sagt Schuster.

Gegen die offensivstarken Bayern, die in Rotterdam 30 Torschüsse produzierten, müsse seine Mannschaft selbst in „Phasen mit Ballbesitz“ kommen, „um den Druck nicht immens groß werden zu lassen. Und trotzdem wird es diese Phasen im Spiel geben, wo du diesen Druck akzeptieren musst.“

Das sagt der Gegner

Bayern-Trainer Vincent Kompany lobte den Sport-Club vor der Partie in den höchsten Tönen: „Sie sind eine Mannschaft mit Intensität und Geschwindigkeit, eine Mannschaft die kämpft.“ Dass Freiburg in der Bundesliga „die letzten Jahre oder vielleicht schon länger“ so stabil sei, zeige laut Kompany, „dass nicht nur die Mannschaft, sondern der Verein gesund ist“. Außerdem sagte er: „Jeder weiß, dass Freiburg gerade in den Heimspielen sehr stark ist.“ In diesem Punkt machte Kompany den SC aber besser als er ist und bezeichnet Freiburg als „Tabellenzweiten“ der Heimtabelle. Tatsächlich sind die Breisgauer „nur“ die sechstbeste Heimmannschaft der Liga.

Dass seine Bayern unter der Woche in der Champions League verloren haben, lässt den Bayern-Coach nun hoffen, „dass die Antwort auf dem Platz kommt. Das ist wichtig. Unsere ganze Saison muss eine Reaktion sein. Wenn du die Preise gewinnen willst, musst du da sein.“ Personell verzichten müssen die Bayern auf den gelbgesperrten Konrad Laimer sowie die verletzten Alphonso Davies, Hiroki Ito und Ersatztorwart Daniel Peretz.

Der SC Freiburg im TV

Zwei SC-Protagonisten haben am Wochenende TV-Auftritte: Rechtsverteidiger Lukas Kübler ist Interviewgast in der Sendung SWR Sport am Sonntag, ab 21.45 Uhr. Und Vorstand Jochen Saier wird ebenfalls am Sonntag, 26. Januar ab 11 Uhr im Sport1-Doppelpass zu sehen sein.

Abseits des Rasens

Wie unter anderem der TV-Sender Sky und der Kicker berichten, hat der SC Freiburg mit Flügelspieler Jan-Niklas Beste einen möglichen Neuzugang ins Visier genommen. Der 26-Jährige von Benfica Lissabon war im vergangenen Sommer aus Heidenheim nach Portugal gewechselt, konnte sich dort bislang aber nicht durchsetzen.  Auch Gladbach soll im Rennen um einen Beste-Transfer sein. Als Knackpunkt für einen möglichen Wechsel gilt die Ablösesumme. Angeblich verlangt Benfica 12 Millionen Euro für den Spieler.

Rotteckgarage in Freiburg bleibt wegen Sanierung sechs Wochen lang zu

RotteckgarageDie Rotteckgarage in Freiburg bleibt bis 10. März komplett gesperrt. Foto: FKB

Ab Montag gibt es eine sechswöchige Vollsperrung der zentral gelegenen Rotteckgarage in der Freiburger Innenstadt. Die Fahrbahnbeschichtung muss erneuert werden. Ab 10. März wird die Tiefgarage teilweise wieder für Autofahrer geöffnet, im Mai soll alles fertig sein.

Die Freiburger Kommunalbauten (FKB) betreibt in Freiburg acht städtische Parkhäuser. Eines davon, die Rotteckgarage in der Freiburger Innenstadt, muss jetzt sechs Wochen lang voll gesperrt werden. Grund dafür ist eine geplante Fahrbahnsanierung, die am kommenden Montag beginnt. Bis zum 10. März bleibt die Tiefgarage daher zu. In diesem ersten Abschnitt werden die Fahrbahnen des ersten Untergeschosses sowie der Spindel neu beschichtet.

Ab dem 10. März werden dann zwei Ebenen wieder befahrbar sein. Jeweils einen Ebene muss dann bis einschließlich 13. Mai wegen der Fahrbahnarbeiten geschlossen bleiben. Die anderen Geschosse sind in dieser Zeit aber befahrbar, sodass knapp dreiviertel der Stellplätze in der Rotteckgarage wieder zur Verfügung stehen.

Für die Zeit der Sanierungsarbeiten schlägt die FKB als Ausweichmöglichkeiten die Konzerthausgarage oder die Schlossberggarage vor.

Die 1971 eröffnete Rotteckgarage war erst im Sommer 2013 nach einer 17-monatigen Generalsanierung wiedereröffnet worden. Im Zuge der damaligen Arbeiten, die 8,8 Millionen Euro kosteten, erhielt die Tiefgarage unter anderem helle, moderne Parkebenen sowie großzügigere Parkplätze. Die Tiefgarage am Rotteckring hat eine Gesamtkapazität von insgesamt 350 Stellplätzen, darunter vier E-Ladestationen.

Freiburger Politikwissenschaftler: „Auf der kommenden Regierung lastet viel Druck“

Reichstag BundestagswahlDeutschlands politische Landschaft ist in diesem Wahlkampf von großer Unruhe geprägt. Foto: Pixabay / Fietzfotos

Der Countdown zur Bundestagswahl am 23. Februar 2025 läuft und der Wahlkampf nimmt immer mehr Fahrt auf. Michael Wehner, Leiter der Freiburger Außenstelle der Landeszentrale für politische Bildung, spricht im Wochenbericht-Interview über die beherrschenden Themen im Wahlkampf, ob Kanzler Olaf Scholz überhaupt noch eine Chance hat und stellt sich der Frage, ob die politische Bildung in Deutschland versagt hat.

Wie beurteilen Sie als Politikwissenschaftler ganz generell die aktuelle Lage in Deutschland wenige Wochen vor der Bundestagswahl?

Michael Wehner: Dieser Wahlkampf wird kurz und heftig sein. Und er vollzieht sich vor dem Hintergrund eines Landes, das durch Krisen und Unsicherheiten derzeit nicht mehr so recht an sich selbst glauben mag. Es herrscht eine Unruhe, die mit Ängsten und Zukunftssorgen, auch im wirtschaftlichen Bereich, verbunden ist. Hinzu kommen die Entwicklungen in anderen Ländern wie etwa Österreich oder den USA, die zu der Verunsicherung beitragen.

Welche Themen werden über den Wahlausgang entscheiden?

Wehner: Der alte Clinton-Slogan „It’s the economy, stupid“ gilt in diesem Wahlkampf mehr denn je. Die anhaltende ökonomische Schwäche prägt die aktuelle Stimmung. Daher wird das Thema Wirtschaftspolitik eine übergeordnete Rolle spielen, wovon die Union profitieren könnte, der laut Umfragen am meisten wirtschaftliche Kompetenz zugeschrieben wird. Darüber hinaus werden auch die Themen Migration, die Zukunft der Europäischen Union, der Ukrainekrieg und weltpolitische Verunsicherungen eine Rolle spielen.

Beim Thema Migration scheint der Ton rauer geworden zu sein. Hat sich da etwas verschoben?

Wehner: Definitiv haben sich die Positionen nach rechts verschoben. In dem die anderen Parteien sich von der AfD treiben lassen, befördern sie das Thema weiter und helfen somit indirekt der AfD, die als einzige davon profitiert. (Restriktive) Migrationspolitik ist immer noch deren Alleinstellungsmerkmal.

Der Freiburger Politikwissenschaftler Michael Wehner von der der Landeszentrale für politische Bildung. Foto: Patrick Seeger/dpa

Es wird oft behauptet, dass diese Wahl eine Richtungsentscheidung sei. Wenn man sich nun aber die Programme der etablierten Parteien anschaut, sind die Unterschiede eher nuancenhaft. Trifft es nicht vielmehr zu, dass es die letzte Chance für die demokratischen Parteien ist, das Ruder rumzureißen?

Wehner: Zumindest Stand heute ist davon auszugehen, dass es zu einer Großen Koalition von CDU/CSU und SPD, vielleicht auch zu Schwarz-Grün kommt, ansonsten sind die Koalitionsmöglichkeiten für die Parteien der Demokratischen Mitte sehr begrenzt. BSW und AfD sind auf Bundesebene auf keinen Fall koalitionsrelevant. Sie können allerdings Verhinderungsmacht bekommen, indem sie sehr stark abschneiden. In Österreich hat man gesehen, wie schnell ein Herbert Kickl nun Kanzler werden kann, dazu kommt die Rolle von meinungsmachenden Netzwerken wie X – all das deutet daraufhin, dass auch unsere Demokratie fragil ist. Daher stimmt es: Auf der kommenden Regierung lastet viel Druck, sie muss die wichtigsten Themen angehen und sollte liefern.

Trauen Sie das denn einer der beiden möglichen Koalitionen zu, das Ruder rumzureißen?

Wehner: Das wäre wünschenswert, aber letztlich ist das nur bedingt beeinflussbar, da weltpolitische Dinge ebenfalls eine große Rolle spielen – etwa, welches Porzellan Trump zerschlagen wird oder auch nicht, wie wird Putin agieren, was bedeutet das für die Militärausgaben, wie wird sich die Weltwirtschaft entwickeln etc. Und die Chancen für den ganz großen Neustart sind ebenfalls begrenzt, da eine Koalition immer aus Kompromissen besteht. Auch der Bundesrat muss in diese Kompromissfindung einbezogen werden und das BSW hat durch die Beteiligung an zwei Landesregierungen nun Mitsprachemöglichkeiten.

Die Unionsparteien dürfen nicht dem Fehler erliegen, zu glauben, das Rennen sei gelaufen. Öffentliche Patzer oder unglückliche Kommunikation können sehr schnell Dynamiken auslösen, die im Zeitalter Sozialer Medien nur schwer wieder einzufangen sind

Michael Wehner, Freiburger Politikwissenschaftler

Würden Sie sagen, dass der amtierende Kanzler Olaf Scholz, in Anbetracht der miserablen Umfragen überhaupt noch eine realistische Chance hat?

Wehner: Im Vergleich zu 2021 ist die Ausgangslage eine ganz andere und ja, es wird sehr schwer, diesen Rückstand noch irgendwie aufzuholen. Aber die Unionsparteien dürfen nicht dem Fehler erliegen, zu glauben, das Rennen sei gelaufen. Öffentliche Patzer oder unglückliche Kommunikation können sehr schnell Dynamiken auslösen, die im Zeitalter Sozialer Medien nur schwer wieder einzufangen sind. Daher kann in den kommenden vier Wochen durchaus noch einiges passieren und der Kanzlerkandidat der Union ist nicht viel beliebter.

Nicht nur in den Sozialen Medien geht es auffallend hitzig und unversöhnlich zu. Wie erklären Sie sich diese aggressive Stimmung?

Wehner: Es ist eine Gemengelage aus vielen Dingen. Angefangen bei Corona und seinen unaufgearbeiteten Folgen, über den Ukrainekrieg bis hin zum Klimawandel handelt es sich um Mega-Themen der Politik, die mit sehr unterschiedlichen Einstellungen verbunden sind. Das hat zur Folge, dass konträre oder differenziertere Meinungen nur schwer akzeptiert werden können. Insgesamt ist das Klima gereizter. Man spricht dabei auch von einer sogenannten Erregungsdemokratie. Das hat sicher auch mit den Sozialen Medien zu tun, Dinge rauszuhauen, ohne dass Fakten gegeben sind, und das alles meist nur in einer Echokammer mit Gleichgesinnten. In dieser ganzen Erregungsspirale wird man dann noch provokativer und tabubrechender und kommt gar nicht mehr auf die Idee, dass vielleicht auch der andere recht haben könnte. Das gefährdet unser bisher gewohntes Kompromissfindungsmodell.

Wenn nur noch Tiraden und schrille Thesen gehört werden und Fakten keine Rolle mehr spielen, hat dann beispielsweise der ruhige Erklärton eines Olaf Scholz überhaupt noch eine Wirkung?

Wehner: Vielleicht ist ein sachliche, zurückhaltende Moderation in einer übererregten Gesellschaft gerade notwendig. 2021 hat das ja mit einer Kopie des Merkel-Stils funktioniert, auch wenn die Dynamik sich seither verschärft hat. Aber natürlich ist es so, wenn gesellschaftliche Institutionen, wie etwa auch die klassischen Medien, weniger stark wahrgenommen werden und vieles nur noch in den Filterblasen stattfindet und Dreistigkeit immer öfter siegt, wird es schwierig, eine breite Öffentlichkeit nur mit Sachlichkeit zu erreichen.

Vor einigen Jahren schien die Zukunft noch Fridays for Future zu gehören, heute ist es nicht mehr Klimapolitik, sondern der Ruf nach Law and Order, Aufrüstung und einer gänzlich anderen Migrationspolitik, was die Debatten beherrscht. Einige Wahlprogramme erkennt man kaum mehr wieder. Was ist da los?

Wehner: Was wir gerade sehen, erscheint mir zum einen als Anpassung an realpolitische Zwänge und gesellschaftliche Strömungen. Es ist legitim, veränderten Rahmenbedingungen mit veränderten politischen Programmatiken zu begegnen. Aber natürlich verunsichert diese Disruption auch viele Wählerinnen und Wähler und sie wird von jenen befördert, die nach dem Prinzip „Provokation siegt“ handeln, also vor allem der AfD. Zum anderen ist der Zeitgeist, auch durch Protagonisten wie Trump und Putin, nationalistischer geworden.

Der Zeitgeist spielt der AfD ganz offenbar in die Karten.

Wehner: Es ist die Sehnsucht nach einfachen Lösungen und einer Verherrlichung einer Vergangenheit, in der die Probleme der Welt angeblich noch einfach zu lösen waren, in der alles steuerbar und kontrollierbar war und in der der Nationalstaat die Insel des Wohlstands bildete. Diese „Zukunft der Vergangenheit“ verspricht die AfD und natürlich speist sich ihr Erfolg aus dem gefühlten Kontrollverlust. Auch das BSW spielt mit der Sehnsucht nach einfachen Lösungen.

Wird die „Brandmauer“ auf Dauer aufrechtzuerhalten sein?

Wehner: Ja, die Brandmauer wird auf Bundesebene bis mindestens zur nächsten Bundestagswahl voraussichtlich 2029 halten, und auch auf Landesebene sehe ich bis zum Ende dieses Jahrzehnts kein Bundesland, in dem sich ein solches Szenario abzeichnet. Auf kommunaler Ebene könnte sich das anders entwickeln.

Laut Umfragen hadern die Bundesbürger so stark wie noch nie seit Gründung der BRD mit der Demokratie. Hat die Politische Bildung da nicht auch versagt?

Wehner: Natürlich ist es beunruhigend, wenn Institutionen in Frage gestellt werden und das auf Resonanz trifft. Aber wir brauchen in unserer Gesellschaft und in der politischen Bildung kritische Bürger, die Dinge hinterfragen und in Frage stellen. Demokratien brauchen aber auch das Vertrauen ihrer Bürger in ihre Problemlösefähigkeit. Interessanterweise war das Vertrauen in den Bundestag und in die Medien am höchsten während der Pandemie. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass auch bei dieser Bundestagswahl die Parteien der Mitte und nicht die Extreme mehrheitsfähig sein werden. Wie sich das in Zukunft entwickeln wird, wird sich zeigen. Ich kann mir aber unter keinen Umständen vorstellen, dass eine Mehrheit eine Abkehr von der Demokratie mit ihrer Vielfalt möchte und bereit ist, die eigenen Freiheitsrechte aufzugeben.