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Vandalismus am Mundenhof: Vermummte zertrümmern Glasscheibe am Javaneraffen-Stall und brechen bei Erdmännchen ein

Unbekannte sind in das Erdmännchengehege auf dem Mundenhof eingebrochen. Archibfoto: SchuhUnbekannte sind in das Erdmännchengehege auf dem Mundenhof eingebrochen. Archivfoto: Schuh

Auf dem Freiburger Mundenhof hat es einen ungewöhnlichen Fall von Vandalismus gegeben. Am heutigen frühen Dienstagmorgen gegen 6 Uhr haben Unbekannte zunächst versucht, die große Glasscheibe des Javaneraffen-Stalles zu zertrümmern. „Die Scheibe muss nun ersetzt werden, doch zum Glück hielt das Sicherheitsglas, so dass kein Affe entweichen konnte“, berichtet Toni Klein, Pressesprecher der Stadt.

Es wurde auch versucht, die Glasscheibe des Stalles der Javaneraffen zu zertrümmern. Archivfoto: Joers

Ebenso wurde in das Erdmännchengehege eingebrochen. Die Überwachungskamera zeigt einen vermummten Mann, der mit einem Stein versucht, auf die Kamera einzuschlagen. Auch hier kam kein Tier zu Schaden. Eine Tierpflegerin, die vor Ort wohnt, hat auf ihrem morgendlichen Spaziergang ein Auto wegfahren sehen und umgehend die Polizei verständigt. Der Mundenhof hat Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Wer Hinweise zum Sachverhalt geben kann, kann sich an das zuständige Polizeirevier Freiburg-Süd (07 61 / 8 82 44 21) wenden. (fwb)

Im Horrorschocker „Afraid“ übernimmt die KI die Kontrolle

AfraidDer Familienassistent macht sich selbstständig – das beunruhigt auch Meredith (Katerine Waterston). Foto: CTMG

In „Afraid“ werden Curtis (John Cho) und seine Familie ausgewählt, um ein revolutionäres neues Haushaltsgerät zu testen: einen digitalen Familienassistenten namens AIA. Sobald das Gerät mit all seinen Sensoren und Kameras in ihrem Haus installiert ist, scheint AIA einfach alles zu können. Sie lernt die Verhaltensweisen der Familie und beginnt, ihre Bedürfnisse zu erkennen. Und sie kann dafür sorgen, dass ihrer Familie nichts – und niemand – in die Quere kommt..

Was anfangs wie ein wahr gewordener Traum erscheint, entpuppt sich bald als Albtraum, als die künstliche Intelligenz ihre Aufgaben zu ernst nimmt und übers Ziel hinausschießt. Neuester Horrorschocker von „Blumhouse“ („Get Out“), bei dem Chris Weitz („Operation Finale“) Regie führte und das Drehbuch schrieb.

Pergolaplatz: Stadt reagiert auf untragbare Verhältnisse und richtet zweiten Platz für Drogensüchtige ein

Der Pergolaplatz wird künftig zwei Stunden früher geschlossen.Der Pergolaplatz wird künftig zwei Stunden früher geschlossen. Foto: Kunz

Die Zustände vor Ort sind für die Anwohner eine Zumutung: Der für eine Summe von über zwei Millionen Euro konzipierte „Pergolaplatz“ im hinteren Teil des Colombi-Parks sorgt für Lärm, Verschmutzung, verbale Belästigung und Szenen, die an einen offenen Drogenumschlagsplatz erinnern. Die Stadt Freiburg reagiert nun und richtet an der Stefan-Meier- Straße, nahe des Bahnhofs, einen zweiten Platz für Drogensüchtige ein. Er soll den Pergolaplatz entlasten und die negativen Auswirkungen auf das umliegende Viertel verringern.

„Das Konsumverhalten suchtkranker Menschen hat sich in den vergangenen Jahren, also während der Planungsphase des Pergolaplatzes, deutlich verändert“, heißt es in der städtischen Pressemitteilung. Neu sei ein Fokus auf Kokain mit hohem Reinheitsgehalt, was zu Aggressivität und Hyperaktivität führe. Nun sollen die Öffnungszeiten des Pergolaplatzes von 22 auf 20 Uhr verkürzt werden. Tagsüber sollen Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst den Platz stärker kontrollieren. Außerdem soll der Sichtschutz des Pergolaplatzes zu den umliegenden Balkonen hin verbessert und die Abfallbeseitigung verbessert werden. Weniger aufbauend ist für Anwohner die Tatsache, dass Drogenhilfe und Sozialamt Flyer mit Verhaltenstipps für die Anwohner erarbeiten.

Der zweite Drogenkonsumplatz werde nun auf dem südlichen Teil des Parkplatzes an der Ecke Stefan-Meier-Straße/Unterführung, direkt gegenüber der Walter-Rathenau-Gewerbeschule entstehen. Bis Ende September soll er umzäunt sein und mit Müllbehältern, Toiletten und Spritzenabwurfbehälter ausgestattet werden. Anwohner gibt es dort nicht. (fwb)

„Die Unzertrennlichen“: Fantasievolles Animationsabenteuer von den „Toy“-Story-Machern

Don und DJ Doggie Dog erleben eine aufregende Reise, die sie nach New York führt. Foto: Inwave Pictures.Don und DJ Doggie Dog erleben eine aufregende Reise, die sie nach New York führt. Foto: Inwave Pictures.

Lustiger Animationsfilm von den „Toy Story“-Machern mit einer bezaubernden Botschaft über die Kraft von Fantasie und Freundschaft: In „Die Unzertrennlichen – Zwei durch dick und dünn“ erleben die Freunde Don und DJ Doggie Dog eine aufregende Reise. Vor der aufregenden und modernen Kulisse von New York City inszeniert der französische Regisseur Jérémie Degruson ein Abenteuer zwischen Realität und zauberhafter Fantasie für die ganze Familie – in der deutschen Synchronfassung perfekt besetzt mit Star-Comedian Chris Tall als Sprecher des sympathisch-humorvollen DJ Doggie Dog.

Schusters Debüt macht Lust auf mehr

Kapitän und Anführer der Mannschaft: Christian Günter wurde für 400 Pflichtspiele ausgezeichnet. Foto: Detlef Berger

Es begann mit einer kalten Dusche und endete mit einem heißen Dreier: Der SC Freiburg hat am vergangenen Samstag nach einem frühen Rückstand das Spiel gedreht und den Ländle-Rivalen aus Stuttgart mit 3:1 deklassiert. Mit diesem Resultat steht das südbadische Team an der Tabellenspitze der Bundesliga.

Dies hat nach dem ersten Spieltag natürlich noch keine Aussagekraft. Ein kleines Signal ist es aber schon: Mit dem Sportclub wird diese Saison zu rechnen sein – und Julian Schuster kann Bundesliga. Natürlich freut man sich im Europa-Park-Stadion über den Erfolg, mit dem die Ära Schuster begonnen hat: Im Pokal ist man eine Runde weiter und den heimischen Fans hat man vor ausverkauftem Haus ein emotionales High beschert. Aber naturgemäß drücken die Freiburger gleichzeitig auf die Euphoriebremse: „Es sind erst zwei Spiele gespielt. Wir wissen, was noch vor uns liegt“, sagte Torwart Florian Müller, der den Stammkeeper Noah Atubolu (Trainingsrückstand nach Blinddarm-OP) solide vertritt.


Das kommende Auswärtsspiel wird kein Spaziergang. Ausgerechnet beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München muss der Sportclub am kommenden Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) antreten. Müller empfiehlt folgende Herangehensweise: „Wir müssen versuchen, unsere Stärken durchzusetzen. Keine Angst haben, mutig spielen – und dann schauen, was geht.“


Kapitän Christian Günter, der am Samstag sein 400. Pflichtspiel für den SC bestritt und gegen Stuttgart den zweiten Treffer durch Ritsu Doan sehenswert auflegte, weiß aus eigener Erfahrung, dass man nicht mit zu hohen Erwartungen in die bayerische Landeshauptstadt reisen sollte: „Wir sind schon ein paar Mal hingefahren, waren Zweiter oder so, und wurden dann mit einer schönen Packung heimgeschickt. Deshalb machen wir da keine Kampfansage an Bayern.“


Gleichwohl betont Günter: Wenn jeder Spieler an sein Limit geht, kann man selbst in der Allianz-Arena bestehen. Jüngstes Beispiel: Der glorreiche 2:1-Sieg der Freiburger beim FC Bayern am 4. April 2023 im Viertelfinale des DFB-Pokals. Der verwandelte Handelfmeter von Lucas Höler in der fünften Minute der Nachspielzeit besiegelte den Bayern-Knockout und wird wohl für immer im kollektiven Gedächtnis der SC-Fans bestehen bleiben.


Personell ist das Team gut gerüstet. Fast alle Feldspieler sind voraussichtlich einsatzbereit, nur Verteidiger Manuel Gulde (Rückenprobleme) und Stürmer Michael Gregoritsch (Muskelfaserriss) müssen passen. Wegen der Größe des Kaders hatte Schuster gegen Stuttgart die Qual der Wahl und konnte es sich leisten, Routiniers wie Roland Sallai und Matthias Ginter als Einwechselspieler von der Bank zu bringen.


Gleichzeitig gaben Youngster wie Max Rosenfelder (Innenverteidiger) und Bruno Ogbus (Rechtsverteidiger) ein starkes Liga-Debüt. Überhaupt stimmte im Derby die Gesamtleistung, so dass Schuster resümierte: „Ich will da gar keinen herausheben, denn es haben wirklich viele auf Top-Niveau gespielt. Das Kollektiv war entscheidend, dass wir das Spiel drehen konnten. Ich bin froh, dass wir uns gegen einen guten Gegner mit so einer Leistung belohnt haben.“ Der Fußball der Marke Schuster macht Spaß – und Lust auf mehr.

Autor: David Weigend

Kinotipp: In der Komödie „Alles Fifty Fifty“ herrscht Patchwork-Chaos in den Ferien

Ex-Paar im unfreiwillig gemeinsamen Familienurlaub: Andi (Moritz Bleibtreu) und Marion (Laura Tonke).Ex-Paar im unfreiwillig gemeinsamen Familienurlaub: Andi (Moritz Bleibtreu) und Marion (Laura Tonke). Foto: Leonine Filmvererleih

Von den Produzenten von „Wochenendrebellen“ kommt eine Komödie voller Scharfsinn, Humor und Herzenswärme: „Alles Fifty Fifty“ erzählt von Familie, Erziehung und erster Liebe, von Unabhängigkeit und Zusammenhalt – eben all das, worauf kein Erziehungsratgeber der Welt einen vorbereiten kann.Marion (Laura Tonke) und Andi (Moritz Bleibtreu) halten sich trotz Trennung für Vorzeigeeltern und kümmern sich fifty-fifty um ihren elfjährigen Sohn Milan (Valentin Thatenhorst).

Der gemeinsame Sommerurlaub in Italien, bei dem auch Marions neuer Freund (David Kross) dabei ist, zeigt jedoch überraschende Erziehungslücken auf: Milan ist ein verwöhntes Einzelkind, der gezielt seine Eltern gegeneinander ausspielt, Espresso trinkt, aber noch nicht mal schwimmen kann. Zeit für ein neues Kapitel elterlicher Fürsorge. Marion und Andi beschließen, die Versäumnisse ihrer Erziehung nun gemeinsam anzugehen und kommen sich dabei wieder näher. Während Milan auf dem Campingplatz neben dem Luxushotel seine erste zarte Liebe erlebt und die Eltern sich neu entdecken, wächst die Hoffnung, wieder zu einer Familie zusammenzufinden

„Alles Fifty Fifty“ geht mit Herz und Humor den Erziehungsfragen unserer Zeit auf den Grund: Wie viele Grenzen braucht mein Kind und sollten Eltern sich nicht grundsätzlich etwas lockerer machen, damit Kinder eigene Erfahrungen sammeln? Wie viel Zeit mit digitalen Geräten ist noch gesund? Können unterschiedliche Erziehungsstile dem Kind schaden? Und ist der Wunsch nach Familienharmonie in Patchworkfamilien realistisch?

Der preisgekrönte Filmemacher Alireza Golafshan („JGA – Jasmin. Gina. Anna.“) blickt liebevoll und klug auf seine Figuren, die herausragend besetzt sind, allen voran mit Moritz Bleibtreu („Ich war noch niemals in New York“), Laura Tonke („Mängelexemplar“), David Kross („Der Pfau“), Axel Stein („Die Goldfische“) und Nachwuchstalent Valentin Thatenhorst.

Spannende historische Einblicke am Tag des Denkmals in Freiburg

Rund um die Gaskugel in Betzenhausen wird anlässlich des Tags des offenen Denkmals Musik und mehr geboten.Rund um die Gaskugel in Betzenhausen wird anlässlich des Tags des offenen Denkmals Musik und mehr geboten. Foto: Rita Eggstein

Der bundesweite Tag des Denkmals am 8. September steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte“. Hier können Interessierte sonst Verschlossenes und Unbekanntes entdecken.

In Freiburg gibt es unter anderem Führungen in Museen und ein buntes Programm bei der Gaskugel in Betzenhausen. Der Eintritt ins Archäologische Museum Colombischlössle und ins Museum für Stadtgeschichte sind an diesem Tag frei. In beiden Museen gibt es ein spannendes Programm für Groß und Klein. Im Museum für Stadtgeschichte finden die Führung „Christian Wentzinger und sein Künstlerhaus“ sowie die Familienführung „Vom Ritter mit dem dicken Bauch im Künstlerhaus“ für Familien mit Kindern ab fünf Jahren statt. Im Archäologischen Museum Colombischlössle gibt es die Führung „Das Colombischlössle: Vom Traumhaus zum Museum“ und „Vom Eiszeitstar zu keltischen Promis – Berühmte Gäste im Colombischlössle“.

Auch bei der Gaskugel in Betzenhausen wird ein buntes Programm veranstaltet. Den Auftakt macht die Band „Unscheinbar“ um 16 Uhr, gleichzeitig beginnt eine Führung im Außenbereich mit Infos rund um das Industriedenkmal (30 Minuten). Um 17 Uhr spricht unter anderem Oberbürgermeister Martin Horn. Für den stimmungsvollen musikalischen Ausklang sorgt „Sonny Erixxon“ mit seiner Gitarre ab 18 Uhr. Wer Teil des Bürgerprojekts „Die Kugel“ werden möchte, kann hier Kugelpate oder -Patin werden, Infos hierzu gibt es um 18.45 Uhr. Eine Klanginstallation von Elena Ralli an der Dreisam thematisiert die Gaskugel als Sonne und wandelt irrlichternde Photons in Bassklänge um, eine Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Freiburg, die von 16 bis 20 Uhr zu hören ist. Leider ist das Gaskugel-Gelände am „Tag des offenen Denkmals“ wie in den Vorjahren wieder ein „Tag des geschlossenen Denkmals“. Der Gasbehälter selbst und das Grundstück sind nicht zugänglich. Weitere Infos unter www.gaskugel-freiburg.de.

Im Erzbischöflichen Ordinariat in der Schooferstraße in Freiburg sind Interessierte von 15 bis 18 Uhr zu einem historischen Rundgang eingeladen. In Zusammenarbeit mit dem Erzbischöflichen Archiv ist zudem eine Ausstellung entstanden, die Einblicke in die Geschichte des Hauses eröffnet. Im Freiburger Münster gibt es Führungen, die Evangelische Christuskriche ist von 12 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet, genauso wie das Haus der Badischen Heimat von 11 bis 17 Uhr mit Kaffee, Kuchen und Bücherbasar.

Weitere Teilnehmer und mehr zum Programm unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

Zeitgenössischer Tanz im Freiburger Seepark und auf dem Schlossberg

Im Seepark gibt es wieder eine Open-Air-Veranstaltung für zeitgenössischen TanzIm Seepark gibt es wieder eine Open-Air-Veranstaltung für zeitgenössischen Tanz Foto: Marc Doradzillo

Nach dem Erfolg von „Tanz zu Dir“ 2021 und dem „Nexo“-Festival 2022 präsentieren die beiden international wirkenden Freiburger Tanzensembles „Vaya Art of Human Movement“ (Tina Halford) und Nadine Gerspacher als „Nexo e.V.“ am 31. August und 1. September eine weitere Auflage der sommerlichen Open-Air-Veranstaltung für zeitgenössischen Tanz.

Bei freiem Eintritt und mit musikalischem Rahmenprogramm werden ab 18 Uhr auf der Seebühne im Seepark (31. August) und auf dem Kanonenplatz am Schlossberg (1. September) vier Kurzstücke internationaler Kompanien unterschiedlicher Stilrichtungen präsentiert. Eintritt frei, Spenden erwünscht. Ergänzt werden die Aufführungen von einem Workshop-Angebot der Mitwirkenden für semi-professionelle und professionelle Tänzer. Infos: https://n-e-x-o.de.

Straffreiheit für Schwarzfahrer?

Die SPD und die linksgerichtete Fraktion „Eine Stadt für Alle“ im Freiburger Stadtrat wollen eine politische Debatte in Freiburg anstoßen: Das Schwarzfahren in Bussen und Bahnen der städtischen Verkehrsgesellschaft VAG soll entkriminalisiert werden.

„Einige Kommunen“ in Deutschland hätten ein Ende der Strafverfolgung von Leuten, die ohne Fahrkarte im ÖPNV unterwegs sind, bereits beantragt und durchgesetzt. Darüber solle nun auch im Stadtrat in Freiburg diskutiert werden.Bundesweit würden jedes Jahr bis zu 7.000 überwiegend arme und ohnehin in ihrer Mobilität benachteiligte Menschen ins Gefängnis gehen, weil sie ihre Strafzettel fürs Schwarzfahren nicht bezahlen können. Wissenschaftler und Kriminologen würden dies kritisieren und fordern, den Straftatbestand des Schwarzfahrens abzuschaffen, so die beiden Fraktionen. Zuletzt hatten sich auch Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) dafür ausgesprochen, den Straftatbestand des Schwarzfahrens in eine weniger schwerwiegende Ordnungswidrigkeit umzuwandeln. Ein wichtiges Motiv dabei: Die Justiz soll entlastet werden, um sich um Dringenderes zu kümmern.

Doch gibt es auch kritische Stimmen: Bei den Freiburger Verkehrsbetrieben VAG sieht man das Thema mit gemischten Gefühlen. Prinzipiell sei die Debatte „ein politisches Thema“, so VAG-Sprecher Andreas Hildebrandt. Wichtig sei aus VAG-Sicht, dass die Entkriminalisierung nicht zu Lasten der Verkehrsbetriebe durchgesetzt werde. Grundsätzlich sei es wichtig, eine Sanktionierungsmöglichkeit für Fahrgäste zu haben, die ohne Fahrkarte unterwegs sind. Solange Schwarzfahren eine Straftat sei, könne man Fahrgäste bis zum Eintreffen der Polizei festhalten, wenn sie ihre Personalien nicht herausgeben wollen. Sollte aus der Straftat Schwarzfahren eine Ordnungswidrigkeit werden, sei diese Möglichkeit nicht mehr gegeben, so Hildebrandt. Der Straftatbestand sei „prinzipiell sinnvoll“, angezeigt werde in der Regel ohnehin nur, wer mehrfach beim Schwarzfahren erwischt werde.

Die Freiburger Stadtverwaltung hat als Reaktion angekündigt, dass sie einer politischen Debatte im Stadtrat nicht mit einer Positionierung vorgreifen will. Und diese Debatte könnte sich bin in den Spätherbst hinziehen: Mitte September wird das Thema erstmals in Form eines „Aufsetzungsantrags“ im Gemeinderat auf der Tagesordnung erscheinen. Sollte dieser Antrag angenommen werden, werde man eine inhaltliche Vorlage erstellen und die Position der Stadtverwaltung aufarbeiten, so Rathaussprecherin Tabea Krauss. Wichtig sei aber, dass der Stadtrat die politische Debatte zu dem Thema führen und die Faktenlage zum Thema Schwarzfahren kenne, bevor eine politische Festlegung erfolge.

Bernd Peters

Starkoch Johann Lafer serviert feine Gerichte bei Breuninger in Freiburg

Stoßen auf ein schönes Sommer-Dinner auf der Breuninger Rooftop-Bar an: Jens Szabo (v.l.), Teamleiter der Breuninger-Confiserie, Matthias Schwarz, Abteilungsleiter Breuninger, Peter Lammer, F&B-Manager Breuninger, Hannah Oberbauer von Geldermann und Fernsehkoch Johann Lafer.Stoßen auf ein schönes Sommer-Dinner auf der Breuninger Rooftop-Bar an: Jens Szabo (v.l.), Teamleiter der Breuninger-Confiserie, Matthias Schwarz, Abteilungsleiter Breuninger, Peter Lammer, F&B-Manager Breuninger, Hannah Oberbauer von Geldermann und Fernsehkoch Johann Lafer. Foto: Schuh

Ein Sommer-Dinner mit feinen Kreationen von Starkoch Johann Lafer mit Blick aufs Münster genießen: das durften am Montagabend die Gäste eines nationalen „Breuninger“-Events. An einer langen sommerlich geschmückten Tafel auf der Rooftop-Bar wurde ein Vier-Gänge-Menü mit Sekt und Champagner serviert – denn das Event wurde unter anderem von Geldermann gesponsert.

Zuvor begrüßte der Fernsehkoch jeden Gast auf dem Münsterplatz bei einem kleinen Umtrunk persönlich, nahm sich Zeit zum Plaudern und natürlich auch für das eine oder andere Selfie. „Freiburg ist eine sehr schöne Stadt, ich war schon öfter da und gehe hier auch sehr gerne Essen“, verrät er mir. Mit dem Elzacher Fotograf Michael Wissing hat er schon für einige Bücher zusammengearbeitet und wenn er dort zu Besuch war, hat der Fernsehkoch auch immer gerne in Freiburg vorbeigeschaut. Denn er ist „ein Fan der badischen Küche“.

Für die Gäste gab’s nicht nur leckeres Essen wie ein Duett von Shortribs und Rinderfilet mit Aubergine oder Kabeljau in Zedernholz mit gegrilltem Gemüse, sondern auch zahlreiche Anekdoten vom Starkoch. Gut gelaunt plauderte er aus dem Nähkästchen. Beispielsweise, dass er in einem Restaurant natürlich immer gefragt werde, wie es geschmeckt hat. Wenn es nicht so besonders war, antwortete er oft einfach nur „interessant“. Oder bei der ZDF-Show„Lafer! Lichter! Lecker!“ lobte er dann doch lieber einfach „Horst Lichters schönes Porzellan.“