Baustellen-Panorama: So sieht der Blick durch die neue Webcam auf den künftigen Stadtteil Dietenbach aus. Foto: Screenshot PanoCloud / Freiburg im Breisgau – Dietenbach
Wer wissen möchte, wie es aktuell auf der Baustelle für den geplanten Stadtteil Dietenbach in Freiburg aussieht, kann dies aber sofort per Webcam nachschauen. Die Stadt Freiburg ließ dort in den vergangenen Tagen eine Kamera installieren, die stündlich aktualisierte Panoramabilder von der Baustelle ins Internet überträgt.
In Freiburgs künftigem Stadtteil Dietenbach, wo eines Tages 16.000 Menschen leben sollen, wurde in den vergangenen Tagen eine Webcam installiert. Damit ist ab sofort der Baufortschritt auf der 107 Hektar großen Fläche im Freiburger Westen auf Panoramabildern zu sehen.
Die rotierenden Bilder zeigen einen Rundumblick über die riesige Baustelle. Die wichtigsten Hotspots wie das Erdhaushublager am Zubringer, der erste Bauabschnitt sowie der Stadtteil Rieselfeld im Bildhintergrund sind extra markiert. Es besteht die Möglichkeit, den Bildausschnitt frei hin- und her zu bewegen oder sogar in das Bild zu zoomen. Die Stadt Freiburg weist allerdings darauf hin, dass hierbei keine personenbezogenen Daten ersichtlich sein werden.
Die Panoramaansichten werden stündlich zwischen 6 und 22 Uhr aktualisiert und in einem Archiv zugänglich gemacht. An nebligen Tagen könne die Sicht allerdings eingeschränkt sein, so die Stadt.
Info: Unter diesem Link erreicht man die neue Dietenbach-Webcam
SC-Trainer Julian Schuster warnt seine Mannschaft vor den offensivstarken Bayern. Foto: Detlef Berger
Das erste Heimspiel der Bundesliga-Rückrunde beschert dem SC Freiburg am Samstag, 15.30 Uhr ein Duell mit Rekordmeister FC Bayern München. Freiburg-Trainer Julian Schuster rechnet im ausverkauften Europa-Park Stadion mit giftigen Bayern, die am Mittwoch in der Champions League 0:3 verloren haben. Das Heimspiel in der Kurzvorschau.
Wo wird das Spiel übertragen?
Das Spiel zwischen dem SC Freiburg und dem FC Bayern München am Samstag, 25. Januar im Europa-Park Stadion (Anpfiff: 15.30 Uhr) wird live vom Pay-TV-Sender Sky übertragen. Sky zeigt das Spiel im TV und als Livestream, dafür ist ein kostenpflichtiges Abonnement notwendig.
Das Personal beim SC Freiburg
Freiburgs Trainer Julian Schuster stehen gegen die Bayern neben Stammtorwart Noah Atubolu auch wieder Kiliann Sildillia sowie Abwehrchef Matthias Ginter zur Verfügung. Florent Muslija fällt dagegen mit Sprunggelenksproblemen aus. Über Innenverteidiger Manuel Gulde (Rückenprobleme) sagt Schuster: „Manu hat die eine oder andere Trainingseinheit mitgemacht. Wir freuen uns, dass er mehr und mehr wieder am regulären Trainingsbetrieb teilnimmt.“
So sieht Julian Schuster die Lage
Freiburgs Cheftrainer zeigt sich gewarnt angesichts der 0:3-Niederlage des Rekordmeisters in der Champions League bei Feyenoord Rotterdam. „Es wissen alle, was es bedeutet, wenn der FC Bayern verliert“, so der 39-Jährige. Auf der anderen Seite zeige die Bayern-Niederlage, „wie man ihnen weh tun und Lücken finden kann.“ In seiner eigenen Mannschaft seien unter anderem die frühen Gegentore beim 0:4 in Stuttgart ein Thema gewesen. „Was können wir tun, um von Anfang präsenter zu sein? Auch das war ein Punkt“, sagt Schuster.
Gegen die offensivstarken Bayern, die in Rotterdam 30 Torschüsse produzierten, müsse seine Mannschaft selbst in „Phasen mit Ballbesitz“ kommen, „um den Druck nicht immens groß werden zu lassen. Und trotzdem wird es diese Phasen im Spiel geben, wo du diesen Druck akzeptieren musst.“
Das sagt der Gegner
Bayern-Trainer Vincent Kompany lobte den Sport-Club vor der Partie in den höchsten Tönen: „Sie sind eine Mannschaft mit Intensität und Geschwindigkeit, eine Mannschaft die kämpft.“ Dass Freiburg in der Bundesliga „die letzten Jahre oder vielleicht schon länger“ so stabil sei, zeige laut Kompany, „dass nicht nur die Mannschaft, sondern der Verein gesund ist“. Außerdem sagte er: „Jeder weiß, dass Freiburg gerade in den Heimspielen sehr stark ist.“ In diesem Punkt machte Kompany den SC aber besser als er ist und bezeichnet Freiburg als „Tabellenzweiten“ der Heimtabelle. Tatsächlich sind die Breisgauer „nur“ die sechstbeste Heimmannschaft der Liga.
Dass seine Bayern unter der Woche in der Champions League verloren haben, lässt den Bayern-Coach nun hoffen, „dass die Antwort auf dem Platz kommt. Das ist wichtig. Unsere ganze Saison muss eine Reaktion sein. Wenn du die Preise gewinnen willst, musst du da sein.“ Personell verzichten müssen die Bayern auf den gelbgesperrten Konrad Laimer sowie die verletzten Alphonso Davies, Hiroki Ito und Ersatztorwart Daniel Peretz.
Der SC Freiburg im TV
Zwei SC-Protagonisten haben am Wochenende TV-Auftritte: Rechtsverteidiger Lukas Kübler ist Interviewgast in der Sendung SWR Sport am Sonntag, ab 21.45 Uhr. Und Vorstand Jochen Saier wird ebenfalls am Sonntag, 26. Januar ab 11 Uhr im Sport1-Doppelpass zu sehen sein.
Abseits des Rasens
Wie unter anderem der TV-Sender Sky und der Kicker berichten, hat der SC Freiburg mit Flügelspieler Jan-Niklas Beste einen möglichen Neuzugang ins Visier genommen. Der 26-Jährige von Benfica Lissabon war im vergangenen Sommer aus Heidenheim nach Portugal gewechselt, konnte sich dort bislang aber nicht durchsetzen. Auch Gladbach soll im Rennen um einen Beste-Transfer sein. Als Knackpunkt für einen möglichen Wechsel gilt die Ablösesumme. Angeblich verlangt Benfica 12 Millionen Euro für den Spieler.
Die Rotteckgarage in Freiburg bleibt bis 10. März komplett gesperrt. Foto: FKB
Ab Montag gibt es eine sechswöchige Vollsperrung der zentral gelegenen Rotteckgarage in der Freiburger Innenstadt. Die Fahrbahnbeschichtung muss erneuert werden. Ab 10. März wird die Tiefgarage teilweise wieder für Autofahrer geöffnet, im Mai soll alles fertig sein.
Die Freiburger Kommunalbauten (FKB) betreibt in Freiburg acht städtische Parkhäuser. Eines davon, die Rotteckgarage in der Freiburger Innenstadt, muss jetzt sechs Wochen lang voll gesperrt werden. Grund dafür ist eine geplante Fahrbahnsanierung, die am kommenden Montag beginnt. Bis zum 10. März bleibt die Tiefgarage daher zu. In diesem ersten Abschnitt werden die Fahrbahnen des ersten Untergeschosses sowie der Spindel neu beschichtet.
Ab dem 10. März werden dann zwei Ebenen wieder befahrbar sein. Jeweils einen Ebene muss dann bis einschließlich 13. Mai wegen der Fahrbahnarbeiten geschlossen bleiben. Die anderen Geschosse sind in dieser Zeit aber befahrbar, sodass knapp dreiviertel der Stellplätze in der Rotteckgarage wieder zur Verfügung stehen.
Für die Zeit der Sanierungsarbeiten schlägt die FKB als Ausweichmöglichkeiten die Konzerthausgarage oder die Schlossberggarage vor.
Die 1971 eröffnete Rotteckgarage war erst im Sommer 2013 nach einer 17-monatigen Generalsanierung wiedereröffnet worden. Im Zuge der damaligen Arbeiten, die 8,8 Millionen Euro kosteten, erhielt die Tiefgarage unter anderem helle, moderne Parkebenen sowie großzügigere Parkplätze. Die Tiefgarage am Rotteckring hat eine Gesamtkapazität von insgesamt 350 Stellplätzen, darunter vier E-Ladestationen.
Deutschlands politische Landschaft ist in diesem Wahlkampf von großer Unruhe geprägt. Foto: Pixabay / Fietzfotos
Der Countdown zur Bundestagswahl am 23. Februar 2025läuft und der Wahlkampf nimmt immer mehr Fahrt auf. Michael Wehner, Leiter der Freiburger Außenstelle der Landeszentrale für politische Bildung, spricht im Wochenbericht-Interview über die beherrschenden Themen im Wahlkampf, ob Kanzler Olaf Scholz überhaupt noch eine Chance hat und stellt sich der Frage, ob die politische Bildung in Deutschland versagt hat.
Wie beurteilen Sie als Politikwissenschaftler ganz generell die aktuelle Lage in Deutschland wenige Wochen vor der Bundestagswahl?
Michael Wehner: Dieser Wahlkampf wird kurz und heftig sein. Und er vollzieht sich vor dem Hintergrund eines Landes, das durch Krisen und Unsicherheiten derzeit nicht mehr so recht an sich selbst glauben mag. Es herrscht eine Unruhe, die mit Ängsten und Zukunftssorgen, auch im wirtschaftlichen Bereich, verbunden ist. Hinzu kommen die Entwicklungen in anderen Ländern wie etwa Österreich oder den USA, die zu der Verunsicherung beitragen.
Welche Themen werden über den Wahlausgang entscheiden?
Wehner: Der alte Clinton-Slogan „It’s the economy, stupid“ gilt in diesem Wahlkampf mehr denn je. Die anhaltende ökonomische Schwäche prägt die aktuelle Stimmung. Daher wird das Thema Wirtschaftspolitik eine übergeordnete Rolle spielen, wovon die Union profitieren könnte, der laut Umfragen am meisten wirtschaftliche Kompetenz zugeschrieben wird. Darüber hinaus werden auch die Themen Migration, die Zukunft der Europäischen Union, der Ukrainekrieg und weltpolitische Verunsicherungen eine Rolle spielen.
Beim Thema Migration scheint der Ton rauer geworden zu sein. Hat sich da etwas verschoben?
Wehner: Definitiv haben sich die Positionen nach rechts verschoben. In dem die anderen Parteien sich von der AfD treiben lassen, befördern sie das Thema weiter und helfen somit indirekt der AfD, die als einzige davon profitiert. (Restriktive) Migrationspolitik ist immer noch deren Alleinstellungsmerkmal.
Der Freiburger Politikwissenschaftler Michael Wehner von der der Landeszentrale für politische Bildung. Foto: Patrick Seeger/dpa
Es wird oft behauptet, dass diese Wahl eine Richtungsentscheidung sei. Wenn man sich nun aber die Programme der etablierten Parteien anschaut, sind die Unterschiede eher nuancenhaft. Trifft es nicht vielmehr zu, dass es die letzte Chance für die demokratischen Parteien ist, das Ruder rumzureißen?
Wehner: Zumindest Stand heute ist davon auszugehen, dass es zu einer Großen Koalition von CDU/CSU und SPD, vielleicht auch zu Schwarz-Grün kommt, ansonsten sind die Koalitionsmöglichkeiten für die Parteien der Demokratischen Mitte sehr begrenzt. BSW und AfD sind auf Bundesebene auf keinen Fall koalitionsrelevant. Sie können allerdings Verhinderungsmacht bekommen, indem sie sehr stark abschneiden. In Österreich hat man gesehen, wie schnell ein Herbert Kickl nun Kanzler werden kann, dazu kommt die Rolle von meinungsmachenden Netzwerken wie X – all das deutet daraufhin, dass auch unsere Demokratie fragil ist. Daher stimmt es: Auf der kommenden Regierung lastet viel Druck, sie muss die wichtigsten Themen angehen und sollte liefern.
Trauen Sie das denn einer der beiden möglichen Koalitionen zu, das Ruder rumzureißen?
Wehner: Das wäre wünschenswert, aber letztlich ist das nur bedingt beeinflussbar, da weltpolitische Dinge ebenfalls eine große Rolle spielen – etwa, welches Porzellan Trump zerschlagen wird oder auch nicht, wie wird Putin agieren, was bedeutet das für die Militärausgaben, wie wird sich die Weltwirtschaft entwickeln etc. Und die Chancen für den ganz großen Neustart sind ebenfalls begrenzt, da eine Koalition immer aus Kompromissen besteht. Auch der Bundesrat muss in diese Kompromissfindung einbezogen werden und das BSW hat durch die Beteiligung an zwei Landesregierungen nun Mitsprachemöglichkeiten.
Die Unionsparteien dürfen nicht dem Fehler erliegen, zu glauben, das Rennen sei gelaufen. Öffentliche Patzer oder unglückliche Kommunikation können sehr schnell Dynamiken auslösen, die im Zeitalter Sozialer Medien nur schwer wieder einzufangen sind
Michael Wehner, Freiburger Politikwissenschaftler
Würden Sie sagen, dass der amtierende Kanzler Olaf Scholz, in Anbetracht der miserablen Umfragen überhaupt noch eine realistische Chance hat?
Wehner: Im Vergleich zu 2021 ist die Ausgangslage eine ganz andere und ja, es wird sehr schwer, diesen Rückstand noch irgendwie aufzuholen. Aber die Unionsparteien dürfen nicht dem Fehler erliegen, zu glauben, das Rennen sei gelaufen. Öffentliche Patzer oder unglückliche Kommunikation können sehr schnell Dynamiken auslösen, die im Zeitalter Sozialer Medien nur schwer wieder einzufangen sind. Daher kann in den kommenden vier Wochen durchaus noch einiges passieren und der Kanzlerkandidat der Union ist nicht viel beliebter.
Nicht nur in den Sozialen Medien geht es auffallend hitzig und unversöhnlich zu. Wie erklären Sie sich diese aggressive Stimmung?
Wehner: Es ist eine Gemengelage aus vielen Dingen. Angefangen bei Corona und seinen unaufgearbeiteten Folgen, über den Ukrainekrieg bis hin zum Klimawandel handelt es sich um Mega-Themen der Politik, die mit sehr unterschiedlichen Einstellungen verbunden sind. Das hat zur Folge, dass konträre oder differenziertere Meinungen nur schwer akzeptiert werden können. Insgesamt ist das Klima gereizter. Man spricht dabei auch von einer sogenannten Erregungsdemokratie. Das hat sicher auch mit den Sozialen Medien zu tun, Dinge rauszuhauen, ohne dass Fakten gegeben sind, und das alles meist nur in einer Echokammer mit Gleichgesinnten. In dieser ganzen Erregungsspirale wird man dann noch provokativer und tabubrechender und kommt gar nicht mehr auf die Idee, dass vielleicht auch der andere recht haben könnte. Das gefährdet unser bisher gewohntes Kompromissfindungsmodell.
Wenn nur noch Tiraden und schrille Thesen gehört werden und Fakten keine Rolle mehr spielen, hat dann beispielsweise der ruhige Erklärton eines Olaf Scholz überhaupt noch eine Wirkung?
Wehner: Vielleicht ist ein sachliche, zurückhaltende Moderation in einer übererregten Gesellschaft gerade notwendig. 2021 hat das ja mit einer Kopie des Merkel-Stils funktioniert, auch wenn die Dynamik sich seither verschärft hat. Aber natürlich ist es so, wenn gesellschaftliche Institutionen, wie etwa auch die klassischen Medien, weniger stark wahrgenommen werden und vieles nur noch in den Filterblasen stattfindet und Dreistigkeit immer öfter siegt, wird es schwierig, eine breite Öffentlichkeit nur mit Sachlichkeit zu erreichen.
Vor einigen Jahren schien die Zukunft noch Fridays for Future zu gehören, heute ist es nicht mehr Klimapolitik, sondern der Ruf nach Law and Order, Aufrüstung und einer gänzlich anderen Migrationspolitik, was die Debatten beherrscht. Einige Wahlprogramme erkennt man kaum mehr wieder. Was ist da los?
Wehner: Was wir gerade sehen, erscheint mir zum einen als Anpassung an realpolitische Zwänge und gesellschaftliche Strömungen. Es ist legitim, veränderten Rahmenbedingungen mit veränderten politischen Programmatiken zu begegnen. Aber natürlich verunsichert diese Disruption auch viele Wählerinnen und Wähler und sie wird von jenen befördert, die nach dem Prinzip „Provokation siegt“ handeln, also vor allem der AfD. Zum anderen ist der Zeitgeist, auch durch Protagonisten wie Trump und Putin, nationalistischer geworden.
Der Zeitgeist spielt der AfD ganz offenbar in die Karten.
Wehner: Es ist die Sehnsucht nach einfachen Lösungen und einer Verherrlichung einer Vergangenheit, in der die Probleme der Welt angeblich noch einfach zu lösen waren, in der alles steuerbar und kontrollierbar war und in der der Nationalstaat die Insel des Wohlstands bildete. Diese „Zukunft der Vergangenheit“ verspricht die AfD und natürlich speist sich ihr Erfolg aus dem gefühlten Kontrollverlust. Auch das BSW spielt mit der Sehnsucht nach einfachen Lösungen.
Wird die „Brandmauer“ auf Dauer aufrechtzuerhalten sein?
Wehner: Ja, die Brandmauer wird auf Bundesebene bis mindestens zur nächsten Bundestagswahl voraussichtlich 2029 halten, und auch auf Landesebene sehe ich bis zum Ende dieses Jahrzehnts kein Bundesland, in dem sich ein solches Szenario abzeichnet. Auf kommunaler Ebene könnte sich das anders entwickeln.
Laut Umfragen hadern die Bundesbürger so stark wie noch nie seit Gründung der BRD mit der Demokratie. Hat die Politische Bildung da nicht auch versagt?
Wehner: Natürlich ist es beunruhigend, wenn Institutionen in Frage gestellt werden und das auf Resonanz trifft. Aber wir brauchen in unserer Gesellschaft und in der politischen Bildung kritische Bürger, die Dinge hinterfragen und in Frage stellen. Demokratien brauchen aber auch das Vertrauen ihrer Bürger in ihre Problemlösefähigkeit. Interessanterweise war das Vertrauen in den Bundestag und in die Medien am höchsten während der Pandemie. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass auch bei dieser Bundestagswahl die Parteien der Mitte und nicht die Extreme mehrheitsfähig sein werden. Wie sich das in Zukunft entwickeln wird, wird sich zeigen. Ich kann mir aber unter keinen Umständen vorstellen, dass eine Mehrheit eine Abkehr von der Demokratie mit ihrer Vielfalt möchte und bereit ist, die eigenen Freiheitsrechte aufzugeben.
Ausbleibender Erfolg: Der EHC Freiburg und sein Cheftrainer gehen getrennte Wege. Foto: Patrick Seeger
Der EHC Freiburg steht erneut ohne Cheftrainer da: Wie der Verein am Donnerstag bekannt gab, ist Mikhail Nemirovsky nicht länger Trainer der Wölfe Freiburg. Sportdirektor Peter Salmik trainiert das Team wie schon im Frühjahr 2023 vorübergehend.
Erst im Oktober vergangenen Jahres war Mikhail Nemirovsky als Nachfolger des kurz zuvor geschassten Timo Saarikoski vorgestellt worden. Jetzt ist das Kapitel schon wieder beendet. Die Vereinsführung und Nemirovsky seien „in einem gemeinsamen Gespräch“ zu dem Entschluss gekommen, „den Cheftrainer mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben freizustellen“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Nach zuletzt sieben Niederlagen in den letzten neun Spielen stehe der Verein sportlich unter Druck. Trotz der angespannten Kadersituation sei dabei „auch die Entwicklung der Mannschaft auf und neben dem Eis hinter den Erwartungen zurückgeblieben“, so der Verein. Der EHC Freiburg sehe sich „in der Verantwortung, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den Negativtrend zu stoppen und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen“, heißt es weiter.
Bis Saisonende übernimmt nun Sportdirektor Peter Salmik die Leitung des Wolfsrudels. Salmik hatte zuletzt im März 2023 die Mannschaft interimsmäßig trainiert, nachdem der damalige Cheftrainer Robert Hoffmann den Verein vorzeitig verlassen musste. Bereits am heutigen Vormittag werde Salmik die erste Trainingseinheit leiten und im Heimspiel am Freitag (19.30 Uhr) gegen die Kassel Huskies hauptverantwortlich hinter der Bande stehen.
Beim Brand im Freiburger Tierheim verendeten zahlreiche Vögel wegen des Rauchs – die anderen Tiere wie die Hunde und Katzen kamen mit dem Schrecken davon und blieben unverletzt. Foto: Stefanie Salzer-Deckert / Adobe.Stock
Am Neujahrsmorgen hat ein Brand in der Futterküche des Freiburger Tierheims Teile des Gebäudes zerstört. Seit dem Brand wird improvisiert. Doch die Solidarität ist groß. Und auch aus der Landespolitik gibt es Unterstützung.
Am Neujahrsmorgen hat ein Brand in der Futterküche des Freiburger Tierheims Teile des Gebäudes zerstört. Zahlreiche Vögel und Igel-Babys verendeten im Rauch, andere Tiere, darunter rund 100 Hunde und Katzen, kamen mit dem Schrecken davon und blieben unverletzt. Der Brand wurde morgens gegen 7 Uhr entdeckt, die Löscharbeiten waren nicht einfach. Bis heute sind die genaue Brandursache wie auch die Schadenshöhe durch das Feuer unklar. Man wisse aber, so ein Sprecher der Freiburger Polizei, dass eine Silvesterrakete oder Brandstiftung als Ursache des Unglücks ausgeschlossen werden können. Ein technischer Defekt sei hingegen nicht unwahrscheinlich.
Ironie des Schicksals: Die Verantwortlichen des Heims waren gerade dabei, mit einem Sachverständigen – und ohne dass der Gesetzgeber es verlangen würde – ein Brandschutzkonzept für das Heim zu erarbeiten, als es zu dem Feuer kam. Seit dem Brand ist für die haupt- und ehrenamtlich aktiven Tierschützer nichts mehr so, wie es vorher war, bestätigt Thomas Bierer, der Vorsitzende des Tierschutzvereines Freiburg. Die Solidarität sei enorm und es sei wunderbar zu sehen, wie viel der Tierschutzverein und das Tierheim der Bevölkerung in Freiburg und den umliegenden Gemeinden bedeuten. Wie viel genau gespendet wurde, sei derzeit noch unklar, da die Dateninfrastruktur des Tierheims erst wieder hochfahren müsse. Man sei aber derzeit „gut versorgt“ mit Geld- und Futterspenden. „Wir haben Tausende E-Mails erhalten“, freut Bierer sich über die große Solidarität mit dem Tierheim. Dennoch sei es natürlich furchtbar gewesen, am Neujahrsmorgen vor dem brennenden Gebäude zu stehen und nichts tun zu können. „Darauf hätte ich gut verzichten können“, so Bierer, der den Freiburger Verein ehrenamtlich leitet und eine Hundeschule in Riegel am Kaiserstuhl betreibt.
Tierheim „am Anschlag“
Seit dem Brand wird improvisiert: Drei Büro-Container, die binnen weniger Tage nach dem Feuer vom Hersteller Würzburger aus dem Markgräflerland zur Verfügung gestellt wurden, ersetzen nun auf dem Gelände des Tierheims den Eingangsbereich der Verwaltung und die Hundeküche, die komplett ausgebrannt und verrußt sind. „Das war auch so eine phänomenale Sache, wie schnell diese Container kamen“, blickt Bierer im Gespräch dankbar zurück. Die Container seien auch perspektivisch sehr wichtig für das Tierheim: „Es wird ja noch Monate oder das ganze Jahr dauern, bis der Gebäudeschaden repariert ist“. Was mit dem vom Brand betroffenen Gebäude passieren wird, ist derzeit noch unklar, sagt der Vereinsvorsitzende. „Aber wir haben ja für unsere Tiere eine Aufgabe zu erfüllen.“
Dass dies auch über den Tag hinaus passieren muss, hat auch die Freiburger SPD-Landtagsabgeordnete Gabi Rolland erkannt, die nun für Unterstützung für den Tierschutzverein wirbt. „Ich habe dem Freiburger Tierschutzverein empfohlen, einen Förderantrag für das Programm ’Förderung von Tierschutzmaßnahmen’ zu stellen“, so Rolland in einer Mitteilung. „Hier können für die Sanierung von Tierheimen bis zu 150. 000 Euro beantragt werden.“ Land und Regierungspräsidium müssten so einen Förderantrag schnell bearbeiten, findet Rolland: „Das Freiburger Tierheim war bereits vor dem Brand stark ausgelastet.“ Das betont auch Thomas Bierer: Letztlich seien alle Tierschutzvereine und Tierheime in Deutschland „am Anschlag“ mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Daher sei er froh über Rollands Einsatz.
Info: Spenden kann man auf das Konto des Tierschutzvereins Freiburg im Breisgau e.V. bei der Sozialbank, IBAN: DE64 3702 0500 0008 7736 00, BIC: BFSWDE33XXX überweisen.
„Momentan sind wir in einer Phase, wo viel über den langen Ball oder zweite Bälle geht, wo Du nicht in den Spielfluss kommst“, sagt Max Rosenfelder (hier rechts hinter Merlin Röhl) über die Schwächen im Freiburger Spiel. Foto: Detlef Berger
Es gibt bessere Zeitpunkte, um in einem Pflichtspiel auf den FC Bayern München zu treffen. Nach zwei hohen Niederlagen darf das für den SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr / Sky) jedoch keine Rolle spielen. Denn die vielen Fehler, die dem Sport-Club gegen Frankfurt und Stuttgart unterlaufen sind, haben Zweifel an der defensiven Stabilität der Freiburger gesät. Ein Eindruck, den das Team schnell zurecht biegen sollte.
Viel war in der vergangenen Woche von der Freiburger Auswärtsschwäche gegen die Topmannschaften die Rede. Und zwar schon bevor es nach Frankfurt und Stuttgart ging. Als quasi selbsterfüllende Prophezeiung verloren die Freiburger beide Parteien dann mit 1:4 und 0:4. „Wir werden versuchen, gewisse Dinge abzustellen. Gerade gegen diese Topgegner. Ansonsten war in der Vorrunde alles in Ordnung“, sagte Kapitän Christian Günter nach dem Derby im Schwäbischen. Die ganz große Schwarzmalerei brach auch bei SC-Trainer Julian Schuster nicht aus, der seine Spieler für ihren selbstkritischen Umgang untereinander lobte. „Einerseits ist es ein Luxusproblem, gegen diese Mannschaften nicht in der Lage zu sein, zu bestehen. Auf der anderen Seite spricht es für den Charakter und die Qualität der Mannschaft, dass sie in den anderen Spielen genügend Punkte sammeln kann“, sagte er.
Eine Portion Selbstverständlichkeit schein verloren gegangen
Und doch ist es offenkundig, dass dem Sport-Club eine gute Portion an Selbstverständlichkeit verloren gegangen ist. Vor allem was das Tore-Verhindern angeht. An den ersten zehn Spieltagen haben die Breisgauer viermal Zu-null gespielt (Heidenheim, Bremen, Mainz, Union). Doch in den acht Partien seit dem 23. November kassierte der SC jeweils mindestens ein Gegentor (Gladbach, Hoffenheim), eher sogar zwei (Wolfsburg, Kiel) oder mehr (Dortmund, Leverkusen, Frankfurt, Stuttgart).
Und das, obwohl die Probleme erkannt sind, wie zum Beispiel das Fehlen einer bissigeren Zweikampfführung: „Das war eines der Dinge, die wir uns vorgenommen haben – dass wir von Anfang an da sind, dass wir in den Zweikämpfen hart sind. Das haben wir nicht immer geschafft, viele zweite Bälle nicht bekommen“, sagte Youngster Max Rosenfelder.
Rosenfelder legte noch bei einer anderen Schwäche den Finger in die Wunde. „Momentan sind wir in einer Phase, wo viel über den langen Ball oder zweite Bälle geht, wo Du nicht in den Spielfluss kommst. Dann läufst Du viel hinterher“, sagte der 21-Jährige. Was es da brauche sei „Mut“, so Rosenfelder. Die eigenen Fehler im Spielaufbau sind wie ein Gift für das in der Regel passintensive Freiburger Spiel. Zwar steht der SC mit einer Passquote von 82,1 Prozent im Ligamittelfeld. Aber nur noch St. Pauli und Mainz 05 spielen mehr Fehlpässe als Freiburg. Es hapert an der Präzision.
Daheim gegen die Bayern bekommt der SC also die dritte Chance das zu probieren, was schon gegen Frankfurt und Stuttgart nicht klappen wollte – nämlich „ein Zeichen zu setzen, dass wir auch gegen die Großen gewinnen können“, so Rosenfelder. Dabei muss es am Ende gar nicht mal ein Sieg sein gegen den Titelanwärter aus München. Aber „bewusst“ sei der Mannschaft laut Kapitän Günter durchaus, „dass wir nicht jedes mal vier oder fünf Tore bekommen können. Das ist nicht unser Anspruch. Das ist auch nicht das, was wir auf dem Platz können.“ Und nichts anderes gilt es am Samstag zu zeigen.
Jonny Clayton hieß der Sieger des Abends im Europa-Park. Foto: Jan Thoden
Spannende Matches und Partystimmung waren bei der PDC Europe Darts Gala im Europa-Park garantiert. Topfavorit Jonny „The Ferret“ Clayton schnappte sich den Sieg in Rust.
Völlig aus dem Häuschen waren die rund 2.500 Zuschauer bei der Darts Gala im Europa-Park am Freitag. Das von der PDC Europe organisierte Event hatte ein illustres Teilnehmerfeld zu bieten, darunter einen mehrfachen Weltmeister (Raymond van Barneveld), einen amtierenden Major-Champion (Mike De Decker) und als Publikumsliebling den Deutschen Gabriel „Gaga“ Clemens. Der nominell beste Spieler des Abends, der Weltranglistensiebte Jonny „The Ferret“ Clayton, war der Sieger des Abends. Er bezwang in einem engen Finale den Niederländer Dirk van Duivenbode.
PDC Europe „sehr zufrieden“ Dunja Fadel, Pressesprecherin der PDC Europe zeigte sich „sehr zufrieden“ mit der Darts Gala – auch weil sie von deutlich mehr Zuschauern besucht wurden als die parallel stattfindenden Bahrain Darts Masters. Die Spieler im Europa-Park gaben sich sehr nahbar und machten viele Selfies mit den Fans. Das Publikum war Darts-typisch bunt verkleidet und zwei Zuschauer durften sogar auf der Bühne mit den Darts-Profis im Doppel gegeneinander spielen.
Die 2.500 Fans im Europa-Park sorgten für die Darts-typische Partystimmung. Foto: Jan Thoden
Der Deutsche Gabriel Clemens schied schon in der Vorrunde nach zwei 3:4-Niederlagen aus, erfüllte aber bereitwillig die Selfie- und Autogrammwünsche seiner zahlreichen Fans. Foto: Jan Thoden.
Die Weihnachtsspende und die Restcentspende des Freiburger Energieversorgers badenova kommen in diesem Jahr sechs Organisationen und Einrichtungen aus der Region zugute.
Seit 24 Jahren unterstützt die badenova mit ihrer Weihnachtsspende jährlich eine Vielzahl von sozialen Projekten aus der Region. Seit Beginn sind bereits rund 400.000 Euro an etwa 800 Organisationen ausgeschüttet worden. Auch 2024 kamen bei der Weihnachtssepnde sowie der „Restcentspende“, die die Belegschaft ins Leben gerufen hat, wieder sechs Mal 2.500 Euro zusammen.
„Wir wollten nicht mehr Weinflaschen an Kunden verschenken, sondern das Geld für gute Zwecke nutzen“, so Vorstandsvorsitzender Hans-Martin Hellebrandt zur Initiierung der Weihnachtsspende. Mit der Weihnachtsspende von insgesamt 10.000 Euro unterstützt die badenova vier Einrichtungen, die sich mit verschiedenen Hilfsangeboten für erkrankte Menschen engagieren. Dieses Jahr sind die Begünstigten die Tagesstätte „Mittendrin“ des Psychosozialen Freundeskreises Tuttlingen e. V., der Freiburger Verein „Schwere(s)los“, die „leben+wohnen gGmbH“ aus Lörrach und der Freundeskreis der psychiartrischen Tagesklinik Lahr e. V. Pläne haben die Vereine und Einrichtungen bereits für das Geld: „Schwere(s)los“ will einen Kulturkiosk auf dem Stühlinger Kirchplatz gründen, um den Platz zu beleben, der Beirat Wohnen von „leben+wohnen“ in Lörrach möchte den Grillplatz neugestalten und um einen Sonnenschutz erweitern. In der Tagesstätte „Mittendrin“ soll ein zweiter Tagesstättenraum für gezieltere Angebote geschaffen werden.
Besonders stolz zeigte sich Hans-Martin Hellebrandt über den Betrag der Restcentspende: Diese von den Mitarbeitenden initiierte Spende erlaubt es den Beschäftigten, am Monatsende von der Gehaltsabrechnung die Centbeträge abzurunden, die am Jahresende gesammelt einem guten Zweck zugeführt werden. Über die Jahre hätten sich immer mehr Beschäftigte zur Teilnahme entschlossen, sodass die Beträge immer größer geworden wären, so Hellebrandt. 2024 Jahr kamen 5.000 Euro zusammen, die zur gleichen Teilen an „Tigerherz – wenn Eltern Krebs haben“ des Tumorzentrums Freiburg CCCF und die Reha-Zentrum Werkstätten Christiani in Waldshut / Lörrach gehen. Bianca Czichy von Tigerherz möchte mit dem Geld vor allem Materialien wie Farben, Papier und Leinwände für den monatlichen Malkurs beschaffen.
Roxanne Lickert, Projektleiterin aus der Abteilung People & Culture bei badenova, erläutert die Motivation ihrer Kolleginnen und Kollegen: „Die wenigen Cent in Summe gesehen können schon Großes bewirken. Die freiwillige Unterstützung von uns geht an Menschen in unserer Region, denen bereits kleine Beträge enorm weiterhelfen können. Mit der Restcentspende können Mitarbeitende von badenova aktiv und auf einfache Art und Weise Gutes tun.“
„Dass wir als relativ kleine südbadische Agentur den international aufgestellten Netzwerk-Agenturen ein Schnippchen schlagen konnten, erfüllt uns ein wenig mit Stolz“, erklären die Geschäftsführer Ben Waschk, Michael Schleiner und Prof. Dr. Martin Ludwig Hofmann. Foto: Schleiner + Partner
Europameisterschaft der Werbeagenturen: Die Freiburger PR-Agentur Schleiner + Partner darf sich über internationale Auszeichnungen freuen.
Strahlende Gesichter: Die Agentur Schleiner + Partner gewinnt drei Mal internationales Gold. Die höchste PR-Auszeichnung Europas, der European Excellence Award, und zwei International Creative Media Awards in Gold gehen nach Freiburg.
Die Freiburger Werber gewinnen die „Europameisterschaft der Kommunikatoren“, wie das PR-Journal den European Excellence Award einmal nannte, für die von ihr entwickelte Naturschutzkampagne des Bayrischen Umweltministeriums. Die digitale Kampagne sorgte für ein Rekordergebnis: Während des Kampagnenzeitraums konnten 200 Millionen Quadratmeter ökologisch wertvoller Flächen neu hinzugewonnen werden. So viel wie noch nie innerhalb eines Jahres. Insgesamt werden jetzt in Bayern mehr als 1,6 Milliarden Quadratmeter artenreiche Wiesen, Weiden, Äcker und Teiche besonders naturverträglich bewirtschaftet.
Für diese Leistung erhielt Schleiner + Partner zudem den International Creative Media Award in Gold in der Kategorie „Impact“. Eine dritten Gold-Award erhielten die Freiburger in der Kategorie „Magazingestaltung“ für das „Museumsmagazin“, das sie für das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn gestalten und herausgeben.