Am Neujahrsmorgen hat ein Feuer Teile des Tierheims in Freiburg-Lehen zerstört. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. Foto: Tierschutzverein Freiburg
Groß war der Schock bei den Mitarbeitern des Freiburger Tierheims in Lehen: am Neujahrsmorgen hat ein verheerendes Feuer Teile des Gebäudes zerstört. Mehrere Babyigel starben, von den 40 Tieren im Vogelhaus überlebten nur drei. Für den Wiederaufbau, der Monate dauern wird, braucht es nun vor allem finanzielle Hilfe.
Das Feuer wütete in den Morgenstunden des 1. Januar, betroffen sind unter anderem die Hunde- und Vogelstation, die Büro- und Aufenthaltsräume und der Eingangsbereich. 37 Vögel und mehrere Babyigel starben. Die anderen Tiere hatten Glück: Die 60 Katzen sind in einem anderen Bereich untergebracht, die Hundehäuser seien „so schlecht isoliert, da ging der Rauch rein und gleich wieder raus“, so Tierheimleiter Marco Marsovszky gegenüber der BZ.
Der Brand vernichtete jedoch auch Hundefutter und Medikamente. Das Dach ist teilweise eingestürzt, Heizungs- und Wasserrohre sind geplatzt, überall klebt schwarzer Ruß. Die Ursache des Brandes ist noch unklar, die Ermittlungen der Polizei laufen. Fest steht mittlerweile jedoch: „Das Feuer wurde nicht von Silvesterfeuerwerk ausgelöst“, so Polizeipressesprecher Johannes Saiger. Das THW hat das Dach so abgedeckt, dass das weitere Gebäude vor Regen oder Schnee geschützt ist und es wurden drei Container aufgestellt, die jetzt als neuer Empfang für Besucher, provisorische Hundeküche und Futterlager dienen. Im Moment läuft hier der Notbetrieb: „Wir arbeiten alle im Team unter Hochdruck, die intensive Versorgung und Betreuung der Tiere hat dabei oberste Priorität“, sagt Marco Marsovszky. Telefonisch und per Mail sind die Mitarbeiter deshalb auch schwer zu erreichen.
Der Schaden ist groß – unter anderem ist das Dach des Tierheims teilweise eingestürzt. Foto: Tierschutzverein Freiburg
Mit den Aufräumarbeiten konnte bisher noch nicht begonnen werden, denn die Ermittler müssen den zerstörten Gebäudeteil erst noch freigeben. Aufgrund des großen Schadens wird der Wiederaufbau voraussichtlich mindestens sechs bis neun Monate dauern. Für den braucht es nun vor allem Spenden. Und die Unterstützung der Freiburger ist groß. „Wir sind total gerührt, wie viel Hilfe wir bekommen. Es ist fantastisch, dass wir so mit finanziellen und Sachspenden unterstützt werden.“ Aber: „Es gibt aktuell sehr viele Spendenaufrufe, die nicht von uns sind, da sollte man kritisch drauf schauen“. Am besten sei es den offiziellen Weg, das PayPal-, das Spendenkonto des Tierheims oder die Online-Plattform „Better Place“ zu nutzen. Allein hier sind bisher schon mehr als 34.000 Euro zusammengekommen.
Der SC Freiburg hat X schon den Rücken gekehrt, das Regierungspräsidium Freiburg dagegen möchte dort weiterhin aktiv bleiben. Foto: joers
Mehrere Institutionen, Firmen, Politiker und Vereine beenden ihre Aktivitäten auf dem Netzwerk X – als Kritik an der inhaltlichen Radikalisierung des früheren Twitters. Die verstörenden Aussagen von X-Eigentümer Elon Musk, der auch Berater der künftigen Trump-Regierung ist, heizen die Debatte weiter an. Andere scheuen einen Ausstieg. Auch in Freiburg sind die Meinungen hierzu geteilt.
Fast kein Tag vergeht, an dem Trump-Berater und X-Eigentümer Elon Musk nicht die Schlagzeilen beherrscht. Zuletzt sorgte der Tesla- und SpaceX-Chef mit einer Wahlempfehlung für die AfD für Aufsehen. Musks Verhalten und die eskalierende Diskussionskultur auf dem früheren Twitter, seit der 53-Jährige dieses übernahm, ist vielen ein Dorn im Auge. Auch in Freiburg werden deshalb Konsequenzen gezogen. So betreibt der Energieversorger badenova seinen X-Account nicht mehr aktiv. „Der ’flexible’ Umgang mit Meinungen auf der Plattform passt nicht zu unseren Werten“, sagt Pressesprecher Daniel Feld.
Statt weiterhin auf X aktiv zu sein, ist der Energieversorger auf andere Netzwerke ausgewichen. Laut Pressesprecher Feld erreiche man die Kunden „besser und direkter über andere Kanäle, um dort in einen respektvollen und fruchtbaren Austausch zu treten.“
So hält es seit Ende November auch der SC Freiburg, der wie zuvor die Fußball-Bundesligavereine aus Bremen und St. Pauli X verlassen hat und auf die Plattform Bluesky umgezogen ist. Die Freiburger Dienstradleasingfirma Jobrad lässt ihren Account sogar schon seit Ende 2023 ruhen.
Alternativen anbieten
Chantal Kopf, Freiburgs grüne Bundestagsabgeordnete, sagt dem Wochenbericht: „Twitter war lange Zeit eine Plattform, die einen fruchtvollen Meinungsaustausch zwischen Politik, Wissenschaft, den Medien und der Zivilgesellschaft ermöglichte. Leider lässt sich an dem Beispiel X sehr gut aufzeigen, was passiert, wenn große Online-Plattformen nicht reguliert werden.“ So habe die EU-Kommission im Juli 2024 festgestellt, dass der Kurznachrichtendienst gegen EU-Recht verstoße und zu wenig gegen Falschinformationen und Hassrede tue. Der 29-Jährigen bereitet es „ernsthafte Sorgen“, dass X-Chef Musk die Plattform für „einseitige politische Einflussnahmen“ auf den deutschen Wahlkampf nutze: „Insbesondere dann, wenn sie Parteien wie der AfD dienen, die unsere Demokratie von innen auszuhöhlen versuchen“, sagt sie. Kopf, die schon seit Längerem auf der X-Alternative Bluesky aktiv ist, wolle ihre „Entscheidung über den Verbleib auf X vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen fällen“, erklärt die Grüne.
Auch das Universitätsklinikum Freiburg beobachte die Entwicklungen auf X laut dem leitenden Pressesprecher Benjamin Waschow „selbstverständlich kritisch“, möchte „aktuell“ aber weiterhin dort aktiv bleiben. Man nutze X vor allem für die Wissenschaftskommunikation, weil nach wie vor viele Wissenschaftler, Politiker und Journalisten weltweit dort vertreten seien. Für die Uniklinik, die auf allen großen Social-Media-Plattformen vertreten sei, spiele X eher eine untergeordnete Rolle in ihrer Kommunikationsstrategie. Aber: „Gerade in Zeiten von vielen Fake News sehen wir es als unsere Aufgabe, ein Gegengewicht zu schaffen und mit seriösen Informationen zur Aufklärung beizutragen“, so der Kliniksprecher. Inzwischen ist das Klinikum aber auch auf Bluesky aktiv.
In der Wissenschafts- und Krisenkommunikation fällt der X-Ausstieg nicht so leicht
Ebenso plant die Universität Freiburg auf Bluesky eine Präsenz aufzubauen. Was X angehe, stelle man fest, dass die Plattform X „zunehmend an Reichweite und Funktionalität für die Hochschul- und Wissenschaftskommunikation“ verliere, sagt die leitende Uni-Pressesprecherin Rimma Gerenstein. Außerdem sei auf X „seit einiger Zeit eine ansteigende Verbreitung von unter anderem gewaltverherrlichenden und demokratiefeindlichen Inhalten zu verzeichnen. Zudem hat die Moderation solcher Inhalte stark nachgelassen“, sagt Gerenstein. Auf der anderen Seite könne die aktuelle Regierungsbildung in den USA neue Fragen aufwerfen. „Vor diesem Hintergrund diskutiert und prüft die Universität Freiburg aktuell, ob die Plattform X im Einklang mit ihrer Ausrichtung, ihrem Auftrag und den Bedarfen ihrer Zielgruppen steht“, so Gerenstein.
Das Regierungspräsidium Freiburg verfügt als hiesige Vertretung der baden-württembergischen Landesregierung ebenso über einen X-Account. „Natürlich diskutieren wir auch in unserem Haus über den Verbleib auf X“, sagt Pressesprecherin Heike Spannagel. Die Entwicklung der Plattform betrachte das RP „mit Sorge“. „Gleichzeitig gilt X weiterhin insbesondere in der Krisenkommunikation als wichtiger Informationskanal. Als höhere Katastrophenschutzbehörde haben wir im Notfall eine besondere Verantwortung und müssen sicherstellen, dass wir mit unseren Informationen möglichst viele Menschen erreichen“, so die RP-Sprecherin. Und auch Spannagel betont, wie wichtig es dem RP sei, in Zeiten zunehmender Desinformation „auf diesem Kanal und anderen sozialen Medien weiterhin seriöse Informationen“ anbieten zu wollen. Gleichzeitig ist das RP auf Mastodon und anderen Netzwerken aktiv. Grundsätzlich orientiere sich das RP aber an der Landesregierung, die mit fast allen Ministerien auf X unterwegs ist.
Dort nicht mehr aktiv ist das Studierendenwerk Freiburg, auch wenn der Account weiterhin existiert. „Wir haben uns schon vor einiger Zeit dafür entschieden, uns mit Instagram und Youtube auf nur zwei Social-Media-Kanäle zu konzentrieren, die unserer Meinung nach für unsere Zielgruppen und unsere Zielsetzungen am besten geeignet sind“, sagt Petra Dobronn, Referentin der Geschäftsführung. Und bei den Klimaaktivisten von Fridays for Future (FFF) Freiburg „finden wir so ziemlich alles was Elon Musk die letzten Jahre gemacht hat, höchst problematisch und das Gesprächs-Klima auf Twitter absolut untragbar“, sagt Merlin Geburek von FFF Freiburg. „Regelmäßig“ werde deshalb darüber diskutiert, den Account zu deaktivieren. „Löschen würden wir ihn wohl nicht, aus Sorge vor Imitationen“, so Geburek.
Die Diskussionskultur auf Plattformen wie X und dem Trump-Netzwerk Truth Social fördert den Zulauf für Bluesky, Mastodon & Co. Foto: Adobe.Stock
Veranstaltungstipps aus Freiburg und der Region. Foto: FWB/Pixabay
•• Konzert: Die Unibigband Freiburg kehrt am Freitag, 17. Januar, mit einem fulminanten Programm um 20 Uhr ins Jazzhaus zurück, bei dem sie gemeinsam mit den Rappern des Saunaclub Hinterzarten eine wilde Mischung aus Saunaclub-Tunes im Bigband-Gewand und funkigen Bigband-Klassikern präsentiert. Tickets ab 16,40 Euro.
•• Workshop: Bei den meisten wird der Christbaum an Dreikönig oder spätestens Anfang Februar abgeholt. Doch das muss nicht sein. Im Sinne von Zero-Waste kann man den Nadelbäumen auch nach den Feiertagen nochmal neues Leben einhauchen. Die vhs Freiburg bietet am 11. Januar von 10 bis 13 Uhr dafür einen Workshop.
•• Folk, Chanson und Pop: Dream Catcher „LIV/F/E in an Empty Space“ – Dream Catcher und The Big Gang Theory feiern am Montag, 20. Januar, 25 Jahre Musikgeschichte mit einem neuen Album, das die Zuhörer auf eine unvergessliche, global inspirierte Reise durch keltischen Folk, französischen Chanson und lebendige Pop-Einflüsse mitnimmt. Los geht es um 20 Uhr im Jazzhaus. Karten gibt es ab 23 Euro im Vorverkauf.
•• Weihnachtskonzert: Am Samstag, 11. Januar, wird in der Evangelischen Kreuzkirche um 14 Uhr ein Weihnachtskonzert unter dem Titel „La adoracion de los pastores – Die Anbetung der Hirten“ gespielt. Eintritt frei, Spenden erbeten
•• Konzert: Unter dem Motto „Passions“ spielt die Harfenistin Julia Weissbarth am Dienstag, 21. Januar, um 20 Uhr in der Christuskirche. Zur Uraufführung kommt an diesem Abend ein neues Werk des englischen Komponisten Luke Bedford. Werke von Edgar Varèse, Igor Strawinsky, David Sawer und Maurice Ravel umrahmen die Uraufführung.
•• Figurentheater: Das Happy-End-Figurentheater spielt am Samstag, 18. Januar, im Haus der Jugend das Stück „Hexenzauber mit dem Drachen Otto“ für Kinder ab vier Jahren. Beginn ist um 16 Uhr, Karten ab 6 Euro.
•• Freies Gamen: In der Gaming-Zone der Stadtteilbibliothek Haslach, Carl-Kistner-Str. 59, stehen vier Konsolen (PS5, PS4, XboxOne, 3DS), dazu iPads und ein Gaming-PC zur Verfügung. Mit einem gültigen Ausweis kann man hier jeden Freitag von 15 bis 18 Uhr eine Stunde spielen, testen und sich austauschen. Konsolenspiele können nach der Altersangabe gespielt werden, am Gaming-PC darf ab 12 Jahren gespielt werden. Der Eintritt ist frei.
Strahlende Sieger: Frank Buschmann feiert mit seinem „Team Buschi“ mit Christine Theiss, Mike Heiter, Mount-Bezwinger Marcel Nguyen und Martin Schmitt seinen Erfolg beim „Ninja Warrior Promi-Special“. Foto: RTL/Markus Hettich
Sie haben sich für den guten Zweck wieder richtig ins Zeug gelegt: Die Skisprung-Legenden Martin Schmitt und Sven Hannawald haben beim „Ninja Warrior Promi Special“ zusammen mit zehn weiteren Athleten mehr als 100.000 Euro erkämpft. Die gehen wieder an die RTL-Stiftung „Wir helfen Kindern“.
Und Martin Schmitt, der im Dreisamtal wohnt, holte mit seinem Team sogar den Sieg. Er sorgte jedoch für einen Schreckmoment: an einem Hindernis rutschte er ab und verletzte sich dabei am Kopf und blutete. Doch zum Glück war es nur eine leichte Verletzung über dem Auge. „Alles okay“, grinste er in die Kamera, bekam ein Pflaster und machte weiter. „ Es war wieder ein harter Fight und hat extrem viel Spaß gemacht“, postete der 46-Jährige bei Instagram & Co. Auch wenn es für Sven Hannawald nicht für den Sieg gereicht hat, ist der Schwarzwälder alles andere als traurig: „Es war einmal mehr ein absolut geniales Gefühl zu Buzzern und wir alle haben eine sensationelle Summe erklommen, ersprungen, erklettert, ertaucht und und und“. Die beiden werden nächstes Mal garantiert wieder dabei sein.
Die SC-Frauen stehen wieder auf dem Trainingsplatz. Archivfoto: Berger
Die SC-Frauen haben am Dreikönigstag wieder mit dem Training begonnen. Zurück an Bord ist auch die Cheftrainerin, die ihre Elternzeit beendet hat. Nun stehen zwei Testspiele an.
Die Erstligafußballerinnen des SC Freiburg sind am Dreikönigstag mit Trainerin Theresa Merk, die ihre Babypause beendete, ins neue Jahr gestartet: „Es ist schön, dass es jetzt wieder losgeht. Ich freue mich, dass ich nach meiner Elternzeit nun auch wieder gemeinsam im Trainerteam auf dem Platz stehen kann“, sagte Merk zum Start der ersten Trainingseinheit.
Zwei Testspiele in FreiburgNicht mehr dabei war Shekiera Martinez. Die Stürmerin ist vorzeitig zu West Ham United zurückgekehrt. Die Engländerinnen reagierten mit dem früheren Leihende auf personelle Ausfälle. Für die SC-Frauen ist die Vorbereitung relativ kurz: Bereits am 26. Januar starten sie mit dem Wiederholungsspiel gegen Leverkusen in den Pflichtspielbetrieb. Zuvor finden gegen Sand (Samstag, 11. Januar, 14 Uhr) und gegen den FC Aarau (Sonntag, 19. Januar, 14 Uhr) zwei öffentliche Testspiele auf dem Trainingsplatz am Dreisamstadion (Eintritt frei) statt.
Sie können bislang mehr als zufrieden sein mit dem Verlauf der bisherigen Bundesliga-Saison: Freiburgs Cheftrainer Jakob Schönhagen und
Co-Trainerin Johanna Ewald. Foto: Detlef Berger
Auftakt ins Jahr 2025 für Freiburgs Erstligavolleyballer: Am Samstag (20 Uhr) hat die FT 1844 Freiburg das Team von Haching München zu Gast. Diese konnten die Freiburger in der Hinrunde 3:0 besiegen. An seine bisherigen Erfolge möchte das Team von Trainer Schönhangen anknüpfen.
Das Kalenderjahr 2025 beginnt für die Freiburger Affenbande mit einem reizvollen Heimspiel: Am kommenden Samstag, 11. Januar, schlagen die Bundesliga-Volleyballer der FT 1844 Freiburg um 20 Uhr in der Act-Now-Halle gegen den TSV Haching München auf. Nach ein paar freien Tagen über den Jahreswechsel wollen die Gastgeber gleich wieder in den Rhythmus kommen. „Wir wollen schnell in unseren Stil und unsere Spielkultur hineinfinden, um dann Richtung März unser bestes Volleyball abzurufen“, gibt Freiburgs Cheftrainer Jakob Schönhagen den Takt für die kommenden Wochen vor. Die trainingsfreien Tage hätten dem Team gut getan, stellte Schönhagen nach dem Wiedereinstieg fest: „Die Jungs sind frisch zurückgekommen.“ Darüber hinaus ist er zuversichtlich, dass die eine oder andere leichte Krankheit bis zum Heimspiel am Samstag überwunden ist.
Zwei Spiele sind in der Rückrunde bereits absolviert – und die Freiburger stehen als Tabellenfünfter hervorragend da. Dennoch gibt es keinen Anlass, sich nun genügsam zurückzulehnen. Im Kampf um einen Playoff-Platz (Ränge eins bis acht) ist es absolut notwendig, weiter regelmäßig zu punkten – am besten schon mit einem Dreier gegen das Team aus der bayerischen Landeshauptstadt.
Haching München hat eine wechselhafte Hinrunde hinter sich. Zu Hause konnte das Team des rumänischen Trainers Mircea Dudas oft überzeugen und setzte mit dem Einzug ins Halbfinale des DVV-Pokals durch einen 3:1-Erfolg gegen den VfB Friedrichhafen ein Ausrufezeichen. Auswärts indes blieben die Spieler um Kapitän Sebastian Rösler häufig hinter ihren Möglichkeiten zurück. So setzte es zwischen den Jahren gegen den SCC Karlsruhe eine deutliche 0:3-Niederlage. Der Tabellenzehnte steht unter Erfolgsdruck. Bei weiteren Misserfolgen droht der Kontakt zu den Playoff-Plätzen schnell abzureißen.
Schönhagen hält die Münchner dennoch für stärker als in den vergangenen Runden. Auf der Diagonalposition ist der Bosnier Marko Milovanovic an guten Tagen nur schwer zu stoppen. Libero Moritz Eckardt ist ebenso ein stabilisierender Faktor bei den Hachingern wie über Außen die US-Amerikaner Austin Matautia und Alginon Lewis-Fregeau. „Beide sind sprunggewaltig und athletisch stark“, sagt Schönhagen. Im Zuspiel wechseln sich Eric Paduretu und der Niederländer Tieme de Jong oft ab. Sebastian Rösler und George Hobern (Kanada) hält der Freiburger Coach für „Top-Mittelblocker“.
In der Hinrunde gelang der Affenbande in München ein 3:0-Erfolg, in dem der zweite und dritte Satz äußerst umkämpft waren. Bei den Freiburgern ragten damals Kevin Kobrine (15 Punkte) als „Spieler des Spiels“ (MVP), Mittelblocker Charles Figy (16) und Anton Jung (12) über Außen heraus. An diese Vorstellung wollen die Freiburger bei ihrem Jahreseinstieg 2025 unmittelbar anknüpfen.
Die Wölfe Freiburg haben am Wochenende in der DEL 2 viel Kampfgeist bewiesen. Foto: Detlef Berger
Erfolgreiches Wochenende für die Eishockey-Cracks des EHC Freiburg in der DEL2: Auf einen 6:5-Heimsieg gegen Crimmitschau folgte ein Auswärtserfolg in Krefeld – trotz eines stark dezimierten Wölfe-Kaders.
Die Wölfe Freiburg kämpfen in der DEL 2 zurzeit mit großen personellen Engpässen. Jüngst verletzten sich der 37-jährige Christian Billich im Heimspiel gegen Ravensburg und der 24-jährige Defensivspezialist Maximilian Leitner gegen Weißwasser jeweils im Oberkörperbereich – beide fehlen dem Wölfen damit mindestens die nächsten zwei Wochen. Der Mangel an einsatzfähigen Spielern scheint den Wölfen aber nicht zu schaden. Erst gewann Freiburg am Freitag das Heimspiel gegen Crimmitschau 6:5. Und am Sonntag setzte das Team von Trainer Mikhail Nemirovsky beim 3:2-Auswärtssieg gegen den Tabellendritten Krefeld ein dickes Ausrufezeichen.
Sprachloser EHC-Coach
Im EHC-Tor trumpfte Fabian Hegmann als Ersatz für den erkrankten Patrik Cerveny auf. Die Wölfe, die mit dem Youngstern Paul Bechtold, Luis Bockstahler und Niclas Hempel auf dem Eis standen, verteidigten vor dem eigenen Tor kompakt und diszipliniert. Für Entlastung gegen die überlegenen Krefelder sorgten immer wieder gelungene Offensivaktionen der Freiburger. EHC-Chefcoach Nemirovsky war in der anschließenden Pressekonferenz nach Spielende „speechless“ (engl. sprachlos) ob der Leistung und des Resultats.
Am kommenden Freitag (19:30 Uhr) empfängt der EHC Freiburg den EV Landshut in der Echte Helden Arena in Freiburg. Am Sonntag (17 Uhr) steht ein Auswärtsspiel in Regensburg an. (fwb)
Auch Sport- und Finanzbürgermeister Stefan Breiter gratulierte Ringer-Legende Adolf Seger persönlich zum 80. Geburtstag. Foto: Privat
Da standen die Gratulanten Schlange, denn kein geringerer als die Freiburger Ringer-Ikone Adolf Seger hat am 2. Januar seinen 80. Geburtstag gefeiert. Seine großen Erfolge bei Welt- und Europameisterschaften und seine Bronzemedaillen bei den Olympischen Spielen haben ihn zur Sportlegende gemacht. Er dominierte über Jahrzehnte seine Sportart und war ein Aushängeschild für das Ringen in Deutschland. Aber auch für den guten Zweck – die Kinderkrebshilfe – setzt er sich ein.
An seinem Ehrentag ließ es sich Sport- und Finanzbürgermeister Stefan Breiter nicht nehmen, Adolf Seger persönlich zu gratulieren und ihm die besten Wünsche der Stadt Freiburg in Form eines Geschenkkorbs zu überbringen. Eine Delegation des AV Germania Freiburg -St. Georgen und der RKG Freiburg 2000 waren ebenfalls mit einem Präsentkorb unter den Gratulanten. Herzlichen Glückwunsch auch von uns!
Ex-Boxerin Regina Halmich wird für ihren Kampf mit Stefan Raab mit der Narrenschelle im Europa-Park ausgezeichnet. Foto: Regina Halmich
Foto: Marc Niemeyer
Ex-Boxweltmeisterin Regina Halmich bekommt in diesem Jahr die Goldene Narrenschelle der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte. Diese wird am 19. Februar im Europa-Park verliehen. „Wohl keine andere deutsche Sportikone hat im vergangenen Jahr wie sie bewiesen, dass sie vom närrischen Schlag ist“, sagt Roland Wehrle, Präsident der Narrenvereinigung. Er bezeichnet es als „Narrheit des Jahres“, dass Halmich Jahre nach ihrer Profikarriere noch ein Mal in den Ring gestiegen ist, um sich mit Stefan Raab zu duellieren. „Dieser kuriose Kampf „hatte ja schon etwas zutiefst Närrisches, sie macht mal eben den Raab zu ihrem ganz persönlichen Quoten-Clown“.
Er würdigt außerdem ihr großes soziales Engagement etwa im Kampf gegen Gewalt an Frauen oder beim Deutschen Kinderhilfswerk. „Da hat sie eine große Gemeinsamkeit mit den Narren. Auch wir wollen anderen eine Freude machen“, erklärt Wehrle. Für den Narrenverband steht fest: Wenn eine Badnerin im Rheinland Stefan Raab die Rückkehr ins Rampenlicht ermöglicht, ist es höchste Zeit, dass sie auch für die schwäbisch-alemannische Fastnacht in den Ring steigt.
Die 48-Jährige ist die dritte Frau, die die Schelle bekommt. Über diese durften sich unter anderem auch schon die Entertainer Thomas Gottschalk und Frank Elstner, Sänger Tony Marshall oder Ex-SC Freiburg-Trainer Christian Streich freuen.
Das TV-Team mit Jacques Lesgardes (Zinedine Soualem), Geoff Mason (John Magaro), Marianne Gebhard (Leonie Benesch) und Carter (Marcus Rutherford) berichtet live über die Geiselnahme. Foto: Constantin Film
Der packenden Thriller erzählt die Geschichte der Geiselnahme israelischer Athleten während der Olympischen Spiele 1972 in München aus einer besonderen Perspektive: die wahre Geschichte eines Fernsehteams, das an diesem Tag von Sportberichterstattung zu Echtzeit-Nachrichten wechseln muss. Erstmals werden Live-Bilder eines Terrorakts in die ganze Welt übertragen.
München, 5. September 1972, zehnter Wettkampftag der Olympischen Sommerspiele. Erstmals seit 1936 wieder in Deutschland, sollten es die „heiteren Spiele“ werden und der Welt das Bild eines neuen, liberalen Deutschlands vermitteln. Doch um 4.40 Uhr hört die Frühschicht des amerikanischen Senders ABC Schüsse aus dem nahe gelegenen Olympischen Dorf. Eine Gruppe palästinensischer Terroristen hat elf Mitglieder der israelischen Mannschaft als Geiseln genommen. Gegen den Widerstand der eigenen Nachrichtenabteilung berichtet das ABC-Sports-Team live über die 21-stündige Geiselnahme.
Erzählt wird die Geschichte von Geoff (John Magaro, „Past Lives“), einem jungen, ehrgeizigen Producer, der sich bei seinem Chef, dem legendären Roone Arledge (Peter Sarsgaard, „Aus Mangel an Beweisen“), beweisen will. Mit Hilfe der deutschen Dolmetscherin Marianne (Leonie Benesch, „Babylon Berlin“) übernimmt Geoff unerwartet die Leitung der Livesendung. Während die Zeit drängt, widersprüchliche Gerüchte die Runde machen und das Leben der Geiseln auf dem Spiel steht, muss Geoff schwierige Entscheidungen treffen und sich mit seinem eigenen moralischen Kompass auseinandersetzen. Wie soll man über eine solche Situation berichten, wenn die Täter die mediale Aufmerksamkeit für ihre Zwecke nutzen?
Der preisgekrönte Regisseur Tim Fehlbaum („Hell“) erzählt die Geschichte des Olympia-Attentats von 1972 aus einer ungewöhnlichen Perspektive. Was als einfache Sportberichterstattung begann, entwickelte sich an diesem Tag zu einer Live-Übertragung, die die Welt für immer verändern sollte. Das Fernsehteam wird zum ersten Mal mit dem journalistischen Dilemma der Terrorberichterstattung konfrontiert und muss sich fragen, inwieweit ihre Arbeit die Ereignisse beeinflusst. Ein Film über die Verantwortung der Medien – nicht nur in den 70er-Jahren.