Die Pistazie erlebte mit der Dubai-Schokolade eine Renaissance – jetzt findet sie sich auch in den Bäckereien in Freiburg. Foto: Sven Meyer
Mit der Dubai-Schokolade erlebte die Pistazie einen rasanten Aufschwung auf der Beliebtheitsskala. In der Zwischenzeit ist der Hype um die Dubai-Schokolade am Abklingen, der um die Pistazie jedoch bleibt. Dies spiegelt sich auch in den Sortimenten der Bäckereien in Freiburg wider.
Dass die Pistazie gerade einen Hype erlebt, merkt man in der Markt-Bäckerei des E-Centers in der Lörracher Straße: Neben Pistazienschnecken – also einer Heferolle mit Pistazien drin – hat die Backstube seit kurzem auch Buttercroissants mit Pistaziencreme und gehackten Pistazien in ihr Sortiment aufgenommen. Diese seien ganz neu, so Alexander Albert, Abteilungsleiter der Markt-Bäckerei.
Er selbst ist seit sechs Monaten Abteilungsleiter – „da hatte das mit dem Pistazien-Hype bereits angefangen“, so Albert. Auf die Idee, die Croissants ins Sortiment seiner Filiale aufzunehmen, sei man über eine andere Markt-Bäckerei-Filiale gekommen: Diese hatte eine Rezeptur dafür angelegt und Erfolge vermeldet. „Wir haben das dann so auch für uns übernommen“, sagt Albert.
Im Moment müssten die Croissants erst noch anlaufen. Dass Pistazie auf jeden Fall der Renner ist, zeigt sich aber an den Pistazienschnecken: „Die kommen sehr gut an“, so Albert.
Selbst geht der Abteilungsleiter allerdings davon aus, dass es sich bei dem Hype um die Pistazie – die streng genommen keine Nuss, sondern eine Steinfrucht ist – um einen eher kurzen Hype handelt: „Ich kann natürlich nicht in die Zukunft sehen, aber ich denke, das ist ähnlich dem Chia-Trend vor einigen Jahren – der war dann plötzlich auch weg“, so Albert.
„Ich kann nicht in die Zukunft sehen, aber ich denke, das ist ähnlich dem Chia-Trend vor einigen Jahren – der war dann plötzlich auch weg.“ Alexander Albert, Abteilungsleiter Mark-Bäckerei E-Center
Auch die Bäckerei Platzer hat Pistaziengebäck in ihr Sortiment aufgenommen: „Aktuell bieten wir zur Faschingszeit Berliner mit Pistazienfüllung an, eine besondere Variation, die bei unseren Kunden sehr gut ankommt“, so Levin Platzer.
Auch Pistazienschnecken habe man im Sortiment, so Platzer. Diese seien durch ihre Saftigkeit besonders beliebt. Derzeit sei diese Geschmacksnote sehr gefragt, so Levin Platzer. Manche Kunden würden gezielt nach ihr Fragen.
Um die Backwaren moderner und attraktiver zu machen, habe man Backwaren mit der Steinfrucht ins Sortiment aufgenommen. Sehr gut angenommen würden die Pistazien-Berliner. Auch die Pistazienschnecken seien bei den Kunden beliebt. Zum Klassiker mit Zimt greifen die Kunden jedoch noch häufiger.
Die Pistazienschnecke aus der Bäckerei Platzer erfreut sich großer Beliebtheit. Foto: Bäckerei Platzer
Schon lange vor dem Hype hatte das Café Fili das Pistaziencroissant eingeführt. Seit etwa vier Jahren geht es bei Michael Matzkeit über die Ladentheke. Zehn Stück backt das Café am Tag auf. Diese seien dann auch schon immer recht schnell weg und daran habe sich in der letzten Zeit nichts verändert.
„Die Pistaziencroissants sind ein bisschen wie Aprikosencroissants – entweder man liebt sie, oder man hasst sie“, so Matzkeit. Sie kommen vor allem bei eingefleischten Liebhabern gut an. Neu probieren würden die Leute sie hingegen selten, dafür seien sie zu speziell.
Gefragter als zuvor sind jedoch die Cannoli – das mit einer süßen Crème gefüllte sizilianische Gebäck biete das Café Fili auch mit Pistazie an. „Hier merken wir schon, dass die deutlich stärker nachgefragt werden“, sagt Matzkeit.
Beim Bäcker hätte die Verpackungssteuer ihre Tücken – das wurde beim Vor-Ort-Termin bei Beckesepp deutlich. Bei Fleischkäsweckle und Co. müsste Filialleiterin Anne Kresk hinter der Theke beim Kunden nachfragen.. Foto: Schuh
„Essen Sie das Fleischkäsweckle warm oder kalt – unterwegs oder zuhause?“: Wenn eine kommunale Verpackungssteuer in Freiburg eingeführt wird, könnten Kunden beim Bäcker oder Metzger diese oder so ähnliche Frage gestellt bekommen. Denn davon hängt ab, ob die Steuer fällig wird. Bei einem Pressetermin stellte die IHK Südlicher Oberrhein in der Beckesepp-Filiale am Holzmarkt mögliche Auswirkungen im Alltag vor.
Rund 4.500 Kilo weggeworfener Abfall werden in Freiburg täglich gesammelt. Im April 2024 hat der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, die Einführung einer kommunalen Verpackungssteuer in diesem Jahr vorzubereiten. Zuvor hatte das Bundesverwaltungsgericht die von der Stadt Tübingen eingeführte Verpackungssteuer überraschend für zulässig erklärt. Bei einem Pressetermin der IHK Südlicher Oberrhein am Montag in der Beckesepp-Filiale wurde gezeigt, welche Auswirkungen eine solche Steuer im Alltag haben könnte.
„Das Thema beschäftigt uns schon länger, wir lehnen eine kommunale Verpackungssteuer entschieden ab. Für Unternehmen nimmt die Bürokratie aufgrund komplizierter Vorschriften zu und für die Verbraucher werden die Produkte teurer. Stattdessen sollte die Mehrwegpflicht gefördert werden und Müllsünder sollten stärker geahndet werden“, so Alwin Wagner, der Stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Südlicher Oberrhein. Die Verpackungssteuer soll den Müll im öffentlichen Raum reduzieren. Pro Einwegverpackung für Pizza, Döner und mehr werden 50 Cent fällig. Ebenso für den Kaffee-Pappbecher – für Einwegbesteck und Trinkhalme sind es 20 Cent. Die Steuer gilt für die Betriebe, könnte aber an die Kunden weitergegeben werden, um Kosten zu decken.
Im Alltag könnte dies zu einem deutlich höheren Aufwand führen, das zeigt der Vor-Ort-Termin in der Bäckerei. Hier könnten die Kunden dann öfter die Frage hören: „Essen Sie das Fleischkäsweckle sofort oder zuhause?“ Denn ein kaltes würde – ebenfalls wie normal belegte Brötchen – nicht besteuert, ein warmes bei gleicher Verpackung dagegen schon. Aber: Entscheidend ist der sofortige Verzehr: Deshalb müsste das Verkaufspersonal im Prinzip auch beim kalten Fleischkäsweckle fragen, ob das gleich gegessen wird – falls ja wäre die Verpackungssteuer fällig. Ein weiteres Beispiel: holt man eine Pizza ab, müsse man die Steuer für den Karton bezahlen, wird die Pizza jedoch nach Hause geliefert, gelte dies nicht.
20 Cent fürs Einwegbesteck – aber wenn es größer als 10 Zentimeter ist
Wird Salat oder Müsli Besteck hinzugefügt – egal aus welchem Material – greift die Steuer, aber nur wenn das Besteck größer als zehn Zentimeter ist. „Solche Vorschriften haben schon dazu geführt, dass eine Großbäckerei in Tübingen ihr Sortiment bereinigt hat,“, so Christina Gehri von der IHK Südlicher Oberrhein. „Diese Beispiele zeigen, wie komplex die geplanten Regelungen sein können – für kleine Imbisse bis hin zu großen Supermärkten“, erklärte Alwin Wagner. Die Steuer würde außerdem zu hohem Schulungsbedarf bei den Mitarbeitern führen. „Ich glaube, dass das der falsche Weg ist, das ist so viel zu komplex“, so Beckesepp-Geschäftsführer Johannes Ruf. Allein in seiner Filiale am Hauptbahnhof wäre dies bei so vielen Reisenden nicht umsetzbar. Würde die Steuer eingeführt brauche er außerdem zwei getrennte Kassensysteme für die Standorte in Freiburg und im Dreisamtal. „Wir müssen kleinere und mittlere Unternehmen entlasten und nicht noch Bürokratie schaffen und dafür sorgen, dass die Produkte teurer werden“, betont auch Christopher Glück, Dehoga-Kreisvorsitzender für Freiburg-Stadt.
Auch in diesem Jahr wird es zum Jahrestag des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine eine Kundgebung auf dem Platz der Alten Synagoge geben. Foto: Rita Eggstein
Anlässlich des dritten Jahrestages des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine lädt die Deutsch-Ukrainische Gesellschaft Freiburg e.V. am 24. Februar zur Kundgebung auf dem Platz der Alten Synagoge, zum Friedens- und Freiheitsmarsch zum Münsterplatz und zur Gedenkveranstaltung im Kaisersaal des Historischen Kaufhauses ein..
Am Montag, 24, Februar, jährt sich der russische Angriffskrieg auf die Ukraine schon zum dritten Mal. In Freiburg wird an diesem Tag der Opfern des Krieges und der Menschen in der Ukraine sowie der Partnerstadt Lviv gedacht. Auf dem Platz der Alten Synagoge wird dafür um 17.30 Uhr eine Solidaritätskundgebung stattfinden. Es gibt ein Grußwort von Oberbürgermeister Martin Horn und weiteren Vertretern aus Politik und Gesellschaft. Um 17.45 Uhr findet zudem eine Gedenkminute statt.
Um 17.50 Uhr beginnt der Friedens- und Freiheitsmarsch durch die Kaiser-Josef-Straße zum Münsterplatz, um neben dem Münster gemeinsam die ukrainische Hymne zu singen. Ab 18 Uhr kommen die Mitglieder der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft Freiburg und alle Helfer im Kaisersaal des Historischen Kaufhauses zusammen. In Würdigung der besonderen Leistungen und Hilfe für die Deutsch-Ukrainische Gesellschaft e. V., sowie für die Ukraine wird eine Dankesurkunde überreicht. Ukrainische klassische und Volksmusik rundet das Programm ab.
„Nach der Annexion der Krim im Jahr 2014 und den seither andauernden Kämpfen im Donbass begann Putins Russland am Morgen des 24. Februar 2022 mit der großflächigen Invasion in der gesamten Ukraine. Hunderttausende haben seitdem ihr Leben verloren – und unsere Welt ist eine andere. Europa und Freiburg stehen fest an der Seite der Ukrainer, die mutig für eine Zukunft ihres Landes in Freiheit, Sicherheit und in einem friedlichen Europa kämpfen. Wir dürfen uns nicht an den Krieg gewöhnen“, so die Veranstalter von der die Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft.
Derzeit läuft die Montage der Rolltreppe an Gleis 1 des Hauptbahnhof – OB Martin Horn präsentierte am Mittwoch die neue Farbgebung. Fotos: Instagram, martinhornfrbg / Thomas Kunz
Sie wiegt 17 Tonnen, wurde sehnlichst erwartet – und ist auch noch knallbunt: Die neue Rolltreppe an Gleis 1 des Freiburger Hauptbahnhofs ist endlich an ihrem Bestimmungsplatz. Ende Februar soll sie in Betrieb gehen. Der Regenbook-Look der Stufen erfüllt dabei nicht nur Schönheitszwecke, sagt die Stadt.
Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn hat am Mittwoch auf seinen Social-Media-Kanälen ein Foto der neuen Brücke gepostet. Was sofort ins Auge fällt ist die farbenfrohe Gestaltung der Treppenstufen. Eine „neue bunte Rolltreppe für den Freiburger Hauptbahnhof – passend zu unserer vielfältigen und weltoffenen Stadt“, schreibt Horn dazu.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde die Rolltreppe angeliefert worden, die von Gleis 1 des Hauptbahnhofs auf die Stadtbahnbrücke führt. Ein Spezialkran der Kehler Firma MSG hievte das 17 Tonnen schwere Ungetüm etwa 50 Meter in die Höhe und über die Brücke an ihren Bestimmungsort. Eigens für diese Aktion musste ein Zeitfenster abgepasst werden, in dem keine Stadtbahnen über die Brücke fuhren. Voraussichtlich Ende Februar soll die neue Rolltreppe, für die die Freiburger Verkehrs AG verantwortlich ist, in Betrieb gehen.
Der neue Regenbook-Look, der aus der tristen Rolltreppe einen echten Hingucker machen, erfüllt im Übrigen nicht nur Schönheitszwecke, sagt die Stadt. Bei dem „Anstrich“ handele es sich genau genommen um einen Einklemmschutz, der den Verschleiß der Rolltreppe verringern soll. „Bei der bunten Vorderseite der 112 Treppenstufen handelt es sich um einen optimierten, farbigen Einklemmschutz, der aufgrund seiner glatten Oberfläche die Reibung reduziert und damit Verschleiß und Energieaufwand verringert“, so die Stadt Freiburg.
Im Internet gibt es Kritik an der nagelneuen Rolltreppe
In den Kommentarspalten unter dem Foto des Oberbürgermeisters regt sich aber auch laute Kritik an der bunten Rolltreppe. Während einige Nutzer sich an der reinen Symbolik stoßen, kommentieren andere, die Farbgebung sei Geldverschwendung. Die Stadt Freiburg sagt zu der aufkeimenden Online-Kritik, es spiele für die Kosten „quasi keine Rolle“, ob der Einklemmschutz bunt sei oder nicht.
Die alten, häufig störungsanfälligen Rolltreppen am Hauptbahnhof werden von der dafür verantwortlichen VAG Freiburg durch neue Rolltreppen ersetzt. Im Juni wird auch an den Gleisen 2 und 3 eine neue Rolltreppe installiert. Auch alle Aufzüge auf die Stadtbahnbrücke ließ die VAG durch neue ersetzen. Die Arbeiten für den letzten neuen Aufzug sollen in den nächsten Wochen abgeschlossen sein, heißt es bei der Stadt.
Auch die Deutsche Bahn selbst plant auf dem Hauptbahnhof längst überfällige Verbesserungen (mehr dazu hier). So soll ab Ende 2026 für 19 Millionen Euro ein barrierefreier Umbau der Gleise 4 bis 8 mit zusätzlichen Aufzügen in der nördlichen Unterführung starten. Dafür werde die Nord-Unterführung bis zur Wentzingerstraße verlängert und die Bahnsteige so ausgebaut werden, dass künftig ein stufenfreier Einstieg in die Nahverkehrszüge möglich sei, so die Bahn. Nähere Details zu diesem Vorhaben sind aber noch keine bekannt.
An der neuen Rolltreppe, die am Donnerstag mit einer Plane abgedeckt war, laufen noch die letzten Arbeiten bis zur Inbetriebnahme. Foto: Joers
Am Freitag fahren wegen des Streiks auch keine Straßenbahnen der VAG Freiburg zum Europa-Park Stadion. Foto: Detlef Berger
Am Freitag kommt es – auch in Freiburg – zum mittlerweile dritten Verdi-Warnstreik im Nahverkehr innerhalb kürzester Zeit. Neben den Bussen und Bahnen der VAG Freiburg sind nun zusätzlich der Nachtverkehr und der Stadionverkehr zum SC-Heimspiel betroffen. Die VAG rechnet deshalb mit einem Frelo-Engpass.
Die Dienstleistungs-Gewerkschaft Verdi hat im laufenden Tarifkonflik erneut zum Warnstreik aufgerufen. Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) wird am kommenden Freitag, 21. Februar erneut bestreikt. Von Betriebsbeginn bis Betriebsschluss am Samstag, 22. Februar, um 5 Uhr, fahren deshalb im VAG-Liniennetz an beiden Tagen keine Straßenbahnen und mit wenigen Ausnahmen keine Busse. Ein Notfallfahrplan sei nicht möglich, so die VAG.
Damit sind am Freitag auch die Heimspiele von Fußball-Bundeligist SC Freiburg gegen Werder Bremen (Anpfiff: 20.30 Uhr) und von Eishockey-Zweitligist EHC Freiburg von dem Streik betroffen. Der Straßenbahn-Verkehr der VAG in Richtung Europa-Park Stadion fällt aus. Das wiederum dürfte sich auf das Frelo-Radverleihsystem auswirken. Die VAG weist darauf hin, dass aufgrund des Streiks voraussichtlich weniger Frelo-Leihfahrräder zur Verfügung stehen werden, mit denen in der Regel viele SC-Fans zum Stadion kommen.
Betroffen vom Streik ist in der Nacht von Freitag auf Samstag dieses Mal auch der durchgehende Nachtverkehr im Stadtbahnnetz, die Nachtbuslinie N40 sowie die dazugehörigen Anschlusstaxi-Angebote in die angeschlossenen Umlandgemeinden. Die Linie N41 ist nicht betroffen.
Auch die Schauinslandbahn sowie das Kundenzentrum pluspunkt, das VAG-Fundbüro und die Abteilung für das erhöhte Beförderungsentgelt bleiben am Freitag geschlossen. Im Omnibusbereich bleiben lediglich die Linien 15 und 32 weitgehend in Betrieb sowie etwa die Hälfte der Fahrten auf den Linien 24, 33 und 34, weil diese von privaten Auftragsunternehmen gefahren werden. Alle anderen VAG-Buslinien fahren nicht.
Innerstädtische Haltepunkte wie zum Beispiel die Uniklinik, die Messe Freiburg oder der Hauptbahnhof seien aber über die Linien der Breisgau-S-Bahn sowie über den Regionalverkehr der Deutschen Bahn und mit einigen Linien der im Umland verkehrenden Busgesellschaften erreichbar. Die VAG weist darauf hin, dass die trotz des Streiks verkehrenden Buslinien keinen Anschluss an andere Stadtbahn- oder Buslinien der VAG bieten.
VAG-Vorstand reagiert verständnislos
Die VAG-Vorstände Oliver Benz und Stephan Bartosch zeigen reagieren mit Unverständnis auf den dritten Warnstreiktag im Freiburger ÖPNV. „Besonders hart trifft der erneute Streik von Verdi die Fans des SC Freiburg, für die es an diesem Tag besonders ärgerlich ist, wenn sie nicht wie gewohnt bequem mit der Straßenbahn zum Stadion anreisen können“, so Bartosch. „Ich glaube nicht, dass die betroffenen Fußballfans Verständnis für die hohen Forderungen von Verdi haben.“ Aber auch die Geduld zahlreicher Pendlerinnen und Pendler werde erneut auf die Probe gestellt, so Oliver Benz.
Die zweite Tarifrunde für mehr als 2,5 Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen blieb bislang ergebnislos. Die Gewerkschaften fordern ein Lohnplus von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro monatlich mehr an Gehalt.
Undichtes Dach: Pfützen und Wassereimer auf dem Hallenboden der Wentzingerhalle. Foto: Carsten Reich
Die Fraktionen des Gemeinderats legen in diesen Tagen ihre Entwürfe für den neuen Doppelhaushalt 2025 / 2026 vor, der am 8. April beschlossen wird. Dabei zeichnet sich ab, dass die Parteien bei einzelnen Punkten gemeinsame Sache machen möchten – wie das Beispiel des Sanierungsstaus in den Freiburger Sporthallen zeigt.
Eine undichte Decke in der Wentzingerhalle, durch die bei Starkregen die Wassermassen eindringen, fiese Löcher im Hallenboden der Gerhard-Graf-Halle, durch die Verletzungsgefahr droht oder ekliger Schimmel in den Kabinen der Jahnhalle. Diese und weitere Horrorbeschreibungen stehen in einer siebenseitigen Mängelliste für die 15 Freiburger Sporthallen, die das „Bündnis Hallensport“ Anfang Februar in aktualisierter Version dem Rathaus vorgelegt hat. Carsten Reich, Handballtrainer bei Alemannia Zähringen, zeigt sich besonders vom Zustand der Wentzingerhalle schockiert: „Leider muss nun nicht nur das Dach erneuert werden, sondern auch der Hallenboden, die Deckenbeleuchtung und der Trennvorhang u.v.m. Durch die jahrelange aufgeschobene Sanierung sind erhebliche Mehrkosten entstanden“, sagt Reich. Das Bündnis Hallensport, dem derzeit zwölf Sportvereine angehören, hat deshalb angesichts der laufenden Haushaltsberatungen mit Nachdruck dafür geworben, die Probleme in den Freiburger Sporthallen endlich anzupacken. Mit Erfolg.
Zusätzlich zu den ohnehin für den Bauunterhalt städtischer Gebäude vorgesehenen rund 41 Millionen Euro wollen die Grünen (13 von 40 Sitzen), SPD/Junges Freiburg (7 Sitze), CDU (6) und FDP (3) das Budget um weitere 1,5 Millionen Euro für die Sanierung der Sporthallen aufstocken. „Sporthallen sind zentrale Orte des sozialen Miteinanders. Ihre marode Infrastruktur ist nicht nur ein riesiges Ärgernis, sondern gefährdet aktuell den Sportbetrieb“, sagt Stefan Schillinger von der SPD/JF-Fraktion. Die Investitionen seien „aufgrund des Zustands der Freiburger Sporthallen dringend erforderlich“, erklärt auch die FPD.
Den Haushalt entlasten
Das „Bündnis Hallensport“ wertet den fraktionsübergreifenden Schulterschluss als Erfolg. Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung den Vereinen eine engere Zusammenarbeit angeboten, zum Beispiel bei der Optimierung von Hallenzeiten, bei einem mit den Vereinen abgestimmten Sanierungsplan oder der Einführung einer Mängelmelder-App. Und die Wentzingerhalle soll laut dem Bündnis noch dieses Jahr für rund 2,8 Millionen Euro saniert werden. Das alles sei aber nur ein Etappensieg. „Die Freigabe weiterer Mittel zur Sanierung muss in den kommenden Jahren fortgeführt werden, um den Investitionsstau abzubauen“, so Carsten Reich.
Abseits des Hallenthemas lassen die Fraktionen viele weitere Ideen in die Haushaltsverhandlungen einfließen. So soll ein anderer interfraktioneller Antrag eine Effizienzsteigerung im Personalbereich der Stadt bringen – diese sogenannte Reduzierung der Bewirtschaftungsobergrenze soll allein 2026 rund 1,5 Millionen Euro einsparen. „Unser Ziel ist es, den Haushalt langfristig zu entlasten und finanzielle Spielräume für kommende Jahre zu sichern“, sagt Carolin Jenkner, Fraktionsvorsitzende der CDU.
Einzelstadtrat Wolf-Dieter Winkler von Freiburg Lebenswert fordert dagegen den Stopp des neuen Stadtteils Dietenbach – allein die dort geplante Hochspannungsleitung würde 24,1 Millionen Euro kosten. Dagegen schlägt er den Einbau einer Orgel ins Konzerthaus für 2,5 Millionen Euro vor. Und Freiburg for You (Volt, Urbanes Freiburg, Die PARTEI – 4 Sitze) möchte bis zu 100 neue Sitz- und Aufenthaltsflächen im öffentlichen Raum schaffen. Ein Vorschlag mit Satirecharakter hat Freiburg for You ebenfalls in petto: 10.000 Euro könnte eine Versteigerung der getragenen Socken von Oberbürgermeister Martin Horn in die Kassen spülen.
Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels haben wir geschrieben, die im Entwurf für den neuen Doppelhaushalt eingeplanten rund 41 Millionen Euro seien ausschließlich für die Sanierung der Sporthallen vorgesehen. Richtig ist, dass diese Summe die Bauunterhaltungsmittel für alle städtischen Gebäude ist, also auch für Schulen, Kitas, Museen, usw. Wir haben die Passage korrigiert und bitten den Fehler zu entschuldigen.
Johann Sundermeier und Max Gerwien sind das Musikerduo „Swift“ und präsentieren ein besonderes Konzert im Planetarium. Foto: Ellen Schmaus/Valentin Behringer/PXHere
Das Planetarium Freiburg, Bismarckallee 7, lädt am Donnerstag, 20. Februar, um 19.30 Uhr zu etwas Besonderem ein: Unter der Fulldome-Kuppel, in der sonst die Sterne funkeln, gibt das frischgegründete Duo „Shift“ ein Livekonzert unter dem Sternenhimmel. Tickets kosten 24 Euro, ermäßigt 18 Euro. Johann Sundermeier steht für Klang- und Stilvielfalt mit Blockflöten jeder Art. Er singt oder beatboxt spielend. Ebenso virtuos ist Max Gerwien: Er beherrscht eine enorme Palette an Percussion-Instrumenten. Mit der Handpan, dem Didgeridoo oder der Framedrum erzeugt er alles – von gefühlvoll-ruhigen Klängen bis zu frenetisch-wilden Rhythmen. Karten können unter 0761-3890630 oder auf www.planetariumfreiburg.de reserviert werden.
Veranstaltungstipps aus Freiburg und der Region. Foto: FWB/Pixabay
•• Lichtbildvortrag: „Der Schwarzwald im Klimawandel – ein Grund schwarz zu sehen?“ am 20. Februar, 18 Uhr, im Waldhaus, ohne Anmeldung. Wie wird der Klimawandel die Heimat von Schwarzmilan, Schwarzwild, Schwarzstorch, Schwarzdorn und Schwarzkehlchen verändern? Dieser Frage geht der Artenschutzexperte Frank Hohlfeld auf den Grund. Eintritt 7 Euro.
•• Ausstellung: Im Atelier Hans Rath im Pförtner haus Freiburg (Kartäuserstraße 64a) werden Arbeiten von Jürgen Oschwald, Hans Rath und Florian Thate unter dem Titel „Ort“ präsentiert. Die Ausstellung ist bis zum 28. Februar zu sehen. Öffnungszeiten nach Vereinbarung: rath.hans52@yahoo.com
•• Lesung und Kurzführung: Im Fokus der Veranstaltung am 21. Februar, 17.30 Uhr im Haus der Graphischen Sammlung, stehen die Gedichte von Fritz Ascher: Der Künstler schrieb sie während der NS-Zeit und sie gelten als seine „ungemalten Bilder“. Schauspieler Helmut Stanke trägt die Texte vor, Kunsthistorikerin Ruth Hötzel-Dickel stellt die Verbindung zu den Grafiken her. Tickets: www.museen-freiburg.de/shop.
•• Gamingtag: In der Computerspielschule Freiburg findet am 21. Februar, 15.30 bis 18 Uhr, ein Gamingtag für Kinder statt. Veranstaltungsort: Jugendhilfswerk Freiburg e.V, Konradstraße 14, kostenlos und ohne Anmeldung.
•• VHS-Kurs: „Geometrische Origami-Hingucker“ entstehen im einem Kurs der VHS Freiburg am 22. Februar, 14 bis 17 Uhr (VHS im Schwarzen Kloster). Hier entstehen ganz besondere, mathematisch-anmutende Dekostücke, die zeigen, dass Mathematik auch sehr kreativ sein kann.
•• Ausstellung: Bei der Ausstellung „in situ – ex situ“ im depot. K in Herdern (Hauptstraße 82) sind vom 22. Februar bis 23. März Werke der Freiburger Künstlerinnen Monika Sebert (Zeichnung, Textilkunst) und Ulrike Wardenberg-Deutsch (- Malerei, Zeichnung, Collage, Fotografie) zu sehen. Vernissage am 21. Februar, 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
•• Konzert: Die Haiducken aus Freiburg sind am 22. Februar, 20 Uhr, im Jazzhaus zu Gast. Sie spielen eine bunte Mischung aus temporeichen und träumerischen Klezmer- und Balkanstücken. Von rebellischen Eigenkompositionen bis hin zu bekannten Klassikern. Als Support sind die Weltbildhauer:innen dabei. www.jazzhaus.de
Marie aus Ehrenkirchen hat es bei GNTM in die nächste Runde geschafft. Foto: Pro Sieben/Daniel Graf
Am vergangenen Donnerstag ist die neue Staffel der beliebten TV-Show „Germany’s next Topmodel“ gestartet. 100 junge Frauen wurden zum Casting mit Heidi Klum und ihrer Tochter Leni eingeladen – aber nur 49 Kandidatinnen kamen in Runde zwei.
Die 24-jährige Anna Himmelspach aus Freiburg und die 21-jährige Marie aus Ehrenkirchen konnten überzeugen und stellen sich am Donnerstag (20.15 Uhr, Pro Sieben) erneut spannenden Model-Challenges. Unter anderem müssen sie auf dem Laufsteg in Kleidern von Star-Designerin Lessja Verlingieri überzeugen. Deren Kreationen trugen bereits Lady Gaga, Jennifer Lopez oder Cardi B.
Anna aus Freiburg macht auf dem Laufsteg im Kleid von Star-Desginerin Lessja Verlingieri in der morgigen Folge eine gute Figur – ob das zum Weiterkommen reicht? Foto: Pro Sieben/Daniel Graf
Die männlichen Nachwuchsmodels bekommen mittwochs (20.15 Uhr, Pro Sieben) ihre eigene Show. „Zum ersten Mal in der Geschichte von GNTM – eine ganze Folge nur mit Boys“, so Heidi Klum. Dafür holte sie sich Supermodel Naomi Campbell an ihre Seite. Auch hier betreten 100 Kandidaten die Bühne, nur die Hälfte kommt weiter. Mit dem 27-jährigen Nawin ist hier auch ein Freiburger dabei. Seine Chancen Mittwochabend weiter zu kommen stehen gut, denn auf den Plakaten, mit denen in zahlreichen Städten – auch in Freiburg – für die TV-Show geworben wird, ist er zu sehen. Mit zwölf weiteren Kandidaten hat ihn Heidi Klum persönlich dafür ausgewählt. Ich bin gespannt!
Der 27-jährige Nawin (links) aus Freiburg ist Mittwochabend bei „Germany’s next Topmodel“ zu sehen. Foto: Pro Sieben/Nadine Rupp
Es ist schon eine ganze Weile her, dass ein Freiburger Nachwuchsmodel bei „Germany’s next Topmodel“ für Gesprächsstoff gesorgt hat. Zuletzt war hier Valeria Zock vor fünf Jahren zu sehen – sie galt als Heidi Klums Favoritin, flog jedoch relativ schnell wieder aus der Show. Besser lief es 2019 für Cäcilia Zimmer – die Freiburgerin schaffte es sogar ins Finale. Ganz ohne Zickereien und Drama überzeugte sie hier. Mal sehen, ob das unsere aktuellen Kandidaten auch schaffen.
Viel los war am Sonntag im Francek-Salon: Francek Prsa und sein Team sorgten bei dem Miss Germany-Kandidatinnen vor dem Finale im Europa-Park wieder für den perfekten Look.
Gefeiert wurde außerdem 20 Jahre Miss Germany Umstyling. Foto: Privat
20 Jahre Miss Germany-Styling bei Francek – das wurde am Sonntag groß gefeiert. Denn auch in diesem Jahr waren die Kandidatinnen in Freiburg zu Gast. Starfriseur Francek Prsa und sein Team sorgten bei jeder der Titel-Anwärterinnen für den perfekten individuellen Look. Es wurde entspannt geplaudert und gescherzt. „Es sind alles unglaublich tolle Persönlichkeiten“, so Francek Prsa. Das Miss Germany Finale geht am Samstag im Europa-Park über die Bühne.
Dieses Jahr ist alles anders: Zum ersten Mal entscheidet das Publikum vor Ort, wer mit dem Titel ausgezeichnet wird und zum ersten Mal gibt es die Show live auf TikTok, wo ebenfalls gevotet werden kann, und zum letzten Mal findet die Show im Europa-Park statt. Moderatorin des Abends ist TV-Moderatorin, Lola Weippert. Mit dabei: 500 Gäste vor Ort und die neun Finalistinnen aus über 1.000 Bewerbungen. Von der KI-Ärztin, der Patentanwältin und der Zimmerin über die Unternehmensberaterin, der CEO mit über 300 Mitarbeitenden bis hin zu Frauen mit einer Online-Konditorei, einem Inklusion-Fashion-Label und einer Frauen-Gesundheits-App.