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Sieben Tage, Sieben Termine in Freiburg und der Region

Sieben Termine aus Freiburg und der RegionVeranstaltungstipps aus Freiburg und der Region. Foto: FWB/Pixabay

•• Videospiel-Nachmittag: Altersgerechte Spiele ausprobieren und Fragen an Medienexperten stellen: Das ist am 12. Juli zwischen 14 bis 17 Uhr im Jugendhilfswerk Freiburg in der Konradstraße 14 kostenlos möglich. Weitere Informationen unter: jugendarbeit-jhw.de oder 0761-70361-440.

•• Bierverkostung: Volker Quante liest am Donnerstag, 17. Juli,um 19 Uhr im Pop-Up Café THE NAKED APE, Schlossbergring 1 sechs originelle Biergeschichten und begleitet sie mit sieben passenden Bieren – jeweils stilistisch abgestimmt auf die Atmosphäre der Erzählungen.

•• Wochenende der Begegnung: Im Haus der Graphischen Sammlung steht von Freitag bis Sonntag, 11. bis 13. Juli, das Wochenende der Begegnung der Generationen im Mittelpunkt. Die dreitägige Veranstaltungsreihe bietet Impulse zur Auseinandersetzung mit Altersbildern.

•• Konzert: Ab dem 11. Juli findet das „Spektrum“-Festival für Blasinstrumente und Schlagzeug der Hochschule für Musik Freiburg statt. In drei Konzerten gibt es Stücke von Komponistinnen wie Florence Price oder Louise Farrenc, Bernd Alois Zimmermanns sowie ein Bläser-Repertoire aus Barock und Klassik.

•• Vernissage: Die Ausstellung „Stille im Weiß“ wird bis zum 8. August im depot.K e.V. Kunstprojekt gezeigt. Mit einer Vernissage eröffnet sie am Freitag, 11. Juli, um 19 Uhr. Gezeigt werden Werke von Antje Gärtner (Malerei), Elke Muche (Origami) und Helmut Vogt (Grafik).

•• Französischer Nationalfeiertag: Das Centre Culturel Français Freiburg plant am 14. Juli anlässlich des französischen Nationalfeiertages einen Pétanque-Nachmittag von 14 bis 16 Uhr auf der Boule-Anlage des TSV Alemannia Freiburg-Zähringen sowie eine Karaoke-Party ab 19 Uhr im Center. Eintritt frei.

•• Geigenabend: Maxim Kosinov ist stellvertretender Konzertmeister des SWR Symphonieorchesters. Am 16. Juli spielt der Ausnahmekünstler im Seminarraum des sanierten Wieselhofs in Kirchzarten-Neuhäuser Werke für Violine solo von J.S. Bach und erzählt von seinem Musikerleben. Anmeldung zur Veranstaltung unter www.wieselhof.de/15/15-vortragsreihe

Kinotipp: „Superman“ ist wieder da

SupermanJetzt sogar mit Hund: Superman (David Corenswet) im Kampf gegen das Böse – mit Krypto als treuem Begleiter. Foto: Warner Bros.

Mit „Superman“ kommt der meist erwartete Superhelden-Film des Jahres ins Kino. In seinem unverkennbaren Stil nimmt sich James Gunn („Guardians of the Galaxy“) des legendären Mann aus Stahl im neu konzipierten DC-Universum an und liefert eine einzigartige Mischung aus epischer Action, Humor und Herzlichkeit.

Clark Kent (David Corenswet), Journalist bei der Zeitung Daily Planet bekämpft inkognito als Superman Verbrechen in seiner Heimatstadt Metropolis. Die ehrgeizige Reporterin Lois Lane (Rachel Brosnahan) entdeckt sein Geheimnis.

Sein Antrieb sind Mitgefühl und der Glaube an das Gute im Menschen – er ist hin und her gerissen zwischen dem Erbe seines Heimatplaneten und seiner menschlichen Erziehung. In seinem neuesten Abenteuer sieht sich Superman außerdem der Schurkin Angela Spica (María Gabriela De Faría) alias The Engineer gegenübergestellt. An seiner Seite kämpfen altbekannte Charaktere wie Green Lantern, Mister Terrific, Hawkgirl, Metamorpho oder Hund Krypto.

Anstelle von Henry Cavill übernimmt erstmals David Corenswet („Twisters“) die Doppelrolle von Superman/Clark Kent. Als Lois Lane ist Rachel Brosnahan („The Marvelous Mrs. Maisel“) zu sehen, in die Rolle des Lex Luthor schlüpft Nicholas Hoult („X-Men“-Filme). Edi Gathegi („For All Mankind“), Anthony Carrigan („Gotham“), Nathan Fillion („Guardians of the Galaxy“-Filme), Isabela Merced („Alien: Romulus“), Skyler Gisondo („Booksmart“), Sara Sampaio („At Midnight“), María Gabriela de Faría („Weihnachten bei den Moodys“), Wendell Pierce („Jack Ryan“), Alan Tudyk („Andor“), Pruitt Taylor Vince („Bird Box: Schließe deine Augen“) und Neva Howell („Greedy People“) gehören ebenfalls zur Riege der Darsteller.

Superman bekommt Unterstützung von Green Lantern (Nathan Fillion), Hawkgirl (Isabela Merced) und Mr. Terrific (Edi Gathegi). Foto: Warner Bros.

Die britische Komödie „The Ballad of Wallis Island“

The Ballad of Wallis IslandDie zerstrittenen Bandmitglieder Herb McGwyer (Tom Basden) und Nell Mortimer (Carey Mulligan) nähern sich wieder an. Foto: Universal Studios

Der kauzige Lotteriegewinner Charles (Tim Key) träumt davon, seine Lieblingsband McGwyer Mortimer wieder zusammenzubringen. Sein exzentrischer Wunsch nimmt endlich Gestalt an, als die zerstrittenen Bandmitglieder und ehemaligen Liebhaber Herb McGwyer (Tom Basden) und Nell Mortimer (Carey Mulligan) zustimmen, ein Privatkonzert auf der abgelegenen Insel Wallis Island zu spielen. Doch unausgesprochene verletzte Gefühle und die Erinnerung an vergangene Zeiten bringen die Mini-Reunion zwischen Herb und Nell aus dem Takt.

James Griffiths („A Million Little Things“) inszeniert eine Geschichte über langjährige Missverständnisse, verlorene Liebe und neue Hoffnung. Die Hauptdarsteller – das Komiker-Duo Tim Key und Tom Basden – schrieben auch das Drehbuch.

Ein turbulentes Wochenende in „Vier Mütter für Edward“

Vier Mütter für EdwardEdward (James McArdle) kümmert sich liebevoll um seine Mutter Alma (Fionnula Flanagan). Foto: Pandora Film

Edward ist Schriftsteller, Mitte Dreißig und steht kurz vor seinem literarischen Durchbruch. Wenn da nicht seine Mutter wäre, mit der er zusammenwohnt und um die er sich liebevoll kümmert. Und dann ist da noch Edwards Verlag, der ihn auf eine große Lesereise in die USA schicken will.

Das Letzte, was er jetzt brauchen kann, sind seine besten Freunde, die spontan ihre Mütter auch noch bei ihm abladen. An einem turbulenten Wochenende muss Edward seine Karriere und die Betreuung von vier exzentrischen, streitlustigen und vollkommen unterschiedlichen Damen unter einen Hut bringen.

Die herzerwärmende und liebevolle Komödie wirde beim London Film Festival mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Coming-of-Age-Film im Kino: „Der Fleck“

Der FleckDer Fleck: Simon verbringt einen Sommertag am Flussufer mit einer Clique aus der Nachbarschaft. Foto: Grandfilm

Simon verbringt einen Sommertag am Flussufer mit der Clique von Enes, den er aus der Nachbarschaft kennt. Zwischen Momenten der Unsicherheit und trägen Gesprächen rinnen die Stunden dahin. Dann taucht Marie auf und Simon ist plötzlich hellwach.

Die beiden ziehen gemeinsam los, holen Pommes und lassen sich durch den Wald treiben. Sie vergessen die Zeit und tauchen immer tiefer in die verwunschene sommerliche Landschaft ein…ein Coming-of-Age-Film.

Architekturfilm: „Sep Ruf – Architekt der Moderne“

Sep Ruf„Sep Ruf – Architekt der Moderne“ jetzt im Kino. Foto: Alpenrepublik

Sep Ruf (1908 – 1982) schuf mit lichtdurchfluteten, offenen Gebäuden eine Architektur, die Natur und Mensch in Einklang bringt – modern, elegant und ihrer Zeit voraus. Damit hat er die Wahrnehmung Deutschlands in der Nachkriegsarchitektur entscheidend geprägt.

Der Film zeigt seine bekanntesten Bauten: den Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung 1958 in Brüssel, den Kanzlerbungalow in Bonn, die Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, die Neue Maxburg in München und viele mehr.

Am Samstag wird die Eschholzstraße gesperrt und zum Fest-Boulevard

100 Jahre EschholzstraßeZum letzten Mal fand das Fest mit viel Musik 2004 statt. Foto: Thomas Kunz

Nach 21 Jahren wird es am Samstag, 12. Juli wieder ein Eschholzstraßenfest geben. Dafür wird die Straße den ganzen Tag für den Verkehr gesperrt, und drei Bühnen mit Flohmarkt, Spielmobil und mehr aufgebaut.

Erstmals fand 2004 unter dem Motto „100 Jahre Eschholzstraße – der Boulevard feiert“ ein Eschholz-straßenfest statt. Einen ganzen Tag lang war die viel befahrene Eschholzstraße für das Festprogramm gesperrt. Jetzt kommt es nach 21 Jahren zur Neuauflage: Beim Eschholzstraßenfest am kommenden Samstag, 12. Juli von 8 bis 23 Uhr. Veranstaltet wird das Fest vom Stühlinger Magazin zusammen mit Gastronomen und kulturellen Einrichtungen des Stadtteils.

Zwischen Engelberger- und Lehenerstraße entsteht eine Festmeile – dafür wird die Eschholzstraße am frühen Samstagmorgen ab 5 Uhr bis in die Nacht auf Sonntag, 4 Uhr für den Verkehr gesperrt. Die offizielle Eröffnung des Festes erfolgt durch den Schirmherrn Oberbürgermeister Martin Horn um 11 Uhr auf der Bühne von Multicore e.V. bei der Filiale der Sparkasse Freiburg. Zwei weitere Bühnen gibt es an der Hebelschule (Corner e.V.) und der Egonstraße (Stühlinger Friends). Den ganzen Tag gibt es Live-Musik aus allen Sparten. Um 18 Uhr ist ein musikalischer Flash Mob geplant.

Darüber hinaus gibt es Angebote für Kinder und Jugendliche vom Spielmobil, den Ribblinghielern, dem Bewegungsbus des SC Freiburg und von Corner e.V. auf dem Hebelschulhof. Zwischen Engelberger- und Wannerstraße gibt es ab 8 Uhr einen ganztägigen Flohmarkt. Infostände gibt es unter anderem von der Jugendberatung, Südwind und s’Einlädele. Die Stadt Freiburg stellt von 10 bis 18 Uhr an ihrem Stand eine Konzeptidee vor, wie der Straßenraum in der Eschholzstraße sicherer und attraktiver umgebaut werden könnte. Auf die Besucher wartet außerdem ein breites gastronomisches Angebot.

Weitere Informationen unter www.eschholzstrassenfest.de

Die Deutsche Bahn hat in Freiburg einen neuen Schulungsstandort eröffnet

Deutsche Bahn eröffnet neuen Schulungsstandort in FreiburgAusbildung in der Zugverkehrssteuerung: Im neuen Schulungszentrum in Freiburg ist das möglich. Foto: Deutsche Bahn AG

In Freiburg ist ein neuer Schulungsstandort für 70 Nachwuchskräfte der Deutschen Bahn eröffnet worden. Dort lernt der Bahn-Nachwuchs zum Beispiel mit Augmented Reality, wie sich Zugverkehre steuern lassen.

Mit der Eröffnung des neuen Standorts in Freiburg erweitert die Deutsche Bahn (DB) nach eigenen Aussagen das bestehende Schulungsnetzwerk in Baden-Württemberg und schafft zusätzliche Kapazitäten für Auszubildende und Quereinsteiger in der Zugverkehrssteuerung. „Wir bringen die Ausbildung zu den Menschen und haben deshalb heute ein Schulungszentrum in Freiburg eröffnet“, sagt Clarissa Freundorfer, DB-Konzernbevollmächtigte für Baden-Württemberg, bei der Eröffnung am Dienstag. Die Bahn ermögliche damit die Ausbildung auch für junge Menschen und Quereinsteiger, die vor Ort „örtlich gebunden“ seien, so Freundorfer.

Der neue Schulungsstandort ist ein High-Tech-Ort: Die Räumlichkeiten ermöglichen eine moderne Stellwerk-Simulation, bei der auch Augmented-Reality (AR) zum Einsatz kommt sowie innovative Lehrmethoden. Am Standort selbst werden 30 Auszubildende und 40 Quereinsteiger in der Zugverkehrssteuerung eine neue Heimat finden. „Allein in Baden-Württemberg stellt die DB InfraGo AG in diesem Jahr 180 Auszubildende in der Zugverkehrssteuerung ein“, berichtet Clarissa Freundorfer.

Die Eröffnung ist der Auftakt der Job-Events in der Region Freiburg. So finden in den kommenden Wochen Veranstaltungen an verschiedenen DB-Standorten statt mit Einblicken hinter die Kulissen. In den kommenden Wochen will die Deutsche Bahn außerdem bei regionalen Bewerbetagen in Basel (10. Juli) und in Offenburg (24. Juli) über Ausbildungsmöglichkeiten informieren (mehr unter db.jobs/regionenwochen).

Vereint für besseren Biomüll: Plastik raus aus der Tonne

In die Biotonne darf nur rein, was wirklich hineingehört: Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit und ASF-Chef Michael Broglin wollen die Freiburger sensibilisieren. Foto: Sven Meyer

Biomüll ist ein echtes Recyling-Wunder – wenn er richtig getrennt wird. Damit aus organischen Resten wertvoller Kompost oder klimafreundliches Biogas entsteht, muss in der Biotonne die Qualität stimmen – es darf nur rein, was wirklich hineingehört. Leider landen immer noch zu häufig auch Plastik und Co. darin. Die Stadt Freiburg wil das ändern und hat sich der bundesweiten Kampagne #wirfuerbio angeschlossen.

Anlässlich des Kampagnenstarts am Montag bekräftigte Freiburgs Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit, wie wichtig es ist, Müll richtig zu trennen: „Wir alle produzieren jeden Tag viel Biomüll – seien es die Kartoffelschalen, Kaffeesatz, Eierschalen und vieles mehr. Dieser Müll ist viel zu kostbar für die Restmülltonne. Denn mit Bioabfall können wir Kompost für die Landwirtschaft produzieren oder in Biogasanlagen klimaneutrales Biogas gewinnen. Daher sollten alle organischen Reste in die Biotonne wandern – allerdings ohne Plastikzusätze. Mit der Kampagne „#wirfuerbio“ wollen wir die Aufmerksamkeit der Bürger für dieses Thema gewinnen.“


Alle Freiburger können also ganz einfach einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Positiv ist, dass Freiburg im landesweiten Pro-Kopf-Vergleich mit 67 kg Bioabfall sehr gut dasteht. Das heißt: Freiburg produziert schon viel Biomüll. Allerdings landen Plastiktüten, Verpackungen und andere Fremdstoffe immer wieder in der Biotonne. Auch sogenannter „kompostierbarer Bioplastik“ (beispielsweise kompostierbare Bioplastiktüten) stört in den Vergärungs- und Kompostieranlagen die Technik, verunreinigt den Kompost und reduziert die produzierte Biogasmenge. Schlimmer noch: Plastikschnipsel und Mikroplastik lagern sich in Böden, Nahrungsketten und Gewässer ein. Um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen, müssen die Fehleinwürfe verringert werden.


„Wir haben schon sehr gute Ergebnisse in Freiburg, aber darauf ausruhen möchten wir uns nicht. Man kann immer etwas verbessern und deshalb ist es unser Anliegen, die Bürger zu sensibilisieren, was wirklich in die Tonne gehört. Aktuell ist im Restmüll noch relativ viel Bioabfall enthalten. Dort sollte er nicht landen, denn dann wird er verbrannt“, sagt Michael Broglin, Geschäftsführer der ASF gegenüber dem Wochenbericht. Seit 1. Mai gilt außerdem eine neue gesetzliche Vorgabe, wonach nur noch drei Prozent Fremdstoffe im Biomüll sein dürfen – anderenfalls darf er nicht als Biomüll weiterverarbeitet werden. Aktuell steht Freiburg bei über fünf Prozent.


Christine Buchheit betonte, dass die Stadt mit dieser Kampagne ihre Bürgerinnen und Bürger nicht von oben herab erziehen wolle, sondern den Zeigefinger mit einem Augenzwinkern erhebe. Man wolle die Menschen erreichen – zur Motivation, damit „wir alle zusammen dauerhaft das Ziel erreichen“.

Mit dem Beitritt zur bundesweiten Kampagne „#wirfuerbio“ setzt die Stadt auch ein Maßnahmenpaket um:

Auf alle Biotonnen kommen leicht verständliche Hinweise. So weiß jeder, was hineindarf und was nicht.

Die ASF kontrolliert stichprobenartig den Inhalt, bevor der Behälter geleert wird.

Gelbe Aufkleber machen auf falsch befüllte Biotonnen aufmerksam. Haushalte und Hausverwaltungen werden angeschrieben und über die richtige Abfalltrennung informiert.

Noch im Juli startet der Verkauf von Papiertüten für den Bioabfall. Die kompostierbaren Tüten gibt es bei der ASF-Verwaltung, auf allen städtischen Recyclinghöfen und an ausgewählten Verkaufsstellen. Eine Übersicht findet sich auf der Website der ASF (www.abfallwirtschaft-freiburg.de) und in der Abfall-App.

Zur städtischen Aufklärungsoffensive erklärt Michal Broglin, Geschäftsführer der ASF: „Wir möchten das Wissen zur richtigen Abfalltrennung direkt dort vermitteln, wo es gebraucht wird: an der Tonne. Denn wer weiß, wie Bioabfall richtig getrennt wird, macht es automatisch besser und mehr.“ Broglin ist von einem Erfolg der Kampagne überzeugt.

Das erleichtert auch den Unternehmen die Arbeit, weil weniger Aufwand und Kosten für das Entfernen von Fremdstoffen anfallen. Eine richtige Abfalltrennung hilft, wertvolle Ressourcen und schädliche Treibhausgasemissionen zu sparen. Das gewonnene Biogas versorgt in Freiburg jährlich bis zu 2.000 Haushalte. Der Großteil aber geht als Kompost in die Landwirtschaft.

Im Jahr 2024 waren von den insgesamt in Freiburg gesammelten 16.000 Tonnen Bioabfall 800 Tonnen verunreinigt mit Dingen, die dort nicht reingehören. Wenn man sich die Menge von 800 Tonnen vergegenwärtig, ist das ein gewaltiger Müllberg, der mit ein bisschen mehr Achtsamtkeit zum Beispiel in grünen Strom hätte umgewandelt werden können. Darum geht es letztlich.

Während andere noch suchen hat der SC Freiburg sein Wunschtransfers schon an Bord

SC Freiburg NeuzugängeCheftrainer Julian Schuster (links) und sein neuer Individualtrainer Felix Roth (rechts) mit vier von fünf Neuzugängen (Yuito Suzuki fehlt hier noch): Philipp Treu, Derry Scherhant, Cyriaque Irié und Anthony Jung (v.l.n.r.). Und im Frankfurter Igor Matanovic soll noch ein sechster Spieler hinzukommen. Foto: Detlef Berger

Fußball-Bundesligist SC Freiburg ist am Sonntag vor 3.000 Fans in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet. Mit dabei waren vier von fünf Neuzugängen. Und im Frankfurter Igor Matanovic wird noch ein weiterer Sommertransfer erwartet. Das offizielle Saisonziel formuliert der SC wie üblich eher vorsichtig.

Kurz vor Ende des öffentlichen Trainings am Sonntag im Europa-Park Stadion flogen die Bälle im Sekundentakt in Richtung Torlatte. „Klatsch“ machte es – und jedes Mal wenn ein Freiburger Spieler mit dem Ball das Alu traf, brandete Jubel unter den 3.000 Fans auf. „Wenn das Lattenschießen schon so gefeiert wird, macht das allen viel Spaß“, freut sich SC-Trainer Julian Schuster. So kann ein Auftakttraining in eine neue Fußball-Saison also auch starten.

„Da passiert noch etwas“

Bemerkenswert war der Aufgalopp des Freiburger Erstligisten aber vor allem aufgrund der Personalfragen. Wer geht und wer kommt noch, und nicht zuletzt: Wer ist schon da? Denn für eine Rekordsumme von 24,5 Millionen Euro hat der SC Freiburg bereits fünf Neuzugänge an Land gezogen. Und ein sechster soll mit dem Frankfurter Angreifer Igor Matanovic noch hinzu kommen. „Ich glaube schon auch, dass da noch etwas passieren wird“, sagt Sportvorstand Jochen Saier, der außerdem verriet, dass Michael Gregoritsch im Gegenzug den Verein wohl verlassen wird: „Er ist mit der Gesamtsituation nicht hundertprozentig zufrieden“, sagt Saier.

Bis auf den Japaner Yuito Suzuki, der wie die anderen Länderspieler erst am 14. Juli ins Training einsteigen soll, waren alle Neuen bereits da: Philipp Treu, Derry Scherhant, Cyriaque Irié und Anthony Jung. Alle vier berichteten, wie gut sie von der Freiburger Mannschaft empfangen worden sind. „Der Kontakt war nie ganz weg, man hat sich immer wieder ausgetauscht“, sagt zum Beispiel Rückkehrer Philipp Treu über seine besondere Beziehung zum Sport-Club. Ihn hatten die Freiburger einst zum FC St. Pauli ziehen lassen, wo er sich herausragend entwickelte. Ob der Außenverteidiger in Freiburg künftig eher links oder rechts zum Einsatz kommen wird? „Ich kann auf beiden Seiten spielen und habe da keine Vorlieben“, sagt der 24-Jährige.

Nicht minder selbstbewusst was das eigene Können angeht tritt der Franzose Cyriaque Irié auf. Er sagt auf Französisch und simultan übersetzt von Stefanie von Mertens, die seit vielen Jahren beim SC den Profis Deutschunterricht gibt: „Ich bin relativ kraftvoll und habe eine gute Technik. Ich glaube, ich kann manchmal auch ein bisschen den Unterschied machen“, so 20-Jährige, der sich beim SC bereits wohl fühlt. „Ich fühle mich hier schon wie in einer Familie. Ich glaube, das ist so ein bisschen der Geist von Freiburg“, sagt Irié.

Die Laune könnte besser kaum sein bei Freiburgs Sportdirektor Klemens Hartenbach (links) und Vorstand Jochen Saier (rechts) – seine Transferziele hat der SC Freiburg zu großen Teilen erreicht, zumindest was die Neuzugänge angeht. Foto: Detlef Berger

Aber auch der familiärste Geist vermag es vermutlich nicht, Freiburgs derzeit wohl besten Mann, den Japaner Ritsu Doan, vom Verbleib zu überzeugen. „Ich will den Wechsel nicht herbei schreien. Aber natürlich haben wir uns personell auf einen möglichen Wechsel von Ritsu vorbereitet“, sagt Jochen Saier. „Es ist kein Geheimnis, dass wir die Tür ein bisschen aufgemacht haben, wenn das Gesamtpaket stimmt“, sagt er mit Blick auf potenzielle Abnehmer wie zum Beispiel Eintracht Frankfurt oder Vereine aus der Premier League.

Saier ist es am Sonntag auch, der das offizielle Saisonziel in Worte fasst. Es gehe darum, sich „die Bundesliga mit einer guten Art und Weise zu verdienen.“ Freiburgs Kapitän Christian Günter weiß warum: „Das haben die letzten Jahre gezeigt, dass Mannschaften, die in der Europa League oder sogar in der Champions League sind, im Jahr darauf Probleme kriegen können.“ Das wollen sie in Freiburg mit einem erneuerten Kader möglichst wieder vermeiden.