Zwei Freiburg-Sommer-Trends: Ausflüge gerade an heißen Tagen auf den Schauinsland und Matcha-Tees in allen Varianten. Fotos: Thomas Kunz / Adobe.Stock
Freiburg umarmt den Sommer! Bei warmen Temperaturen lassen Alteingesessene und Freiburg-Gäste in der Breisgau-Metropole die Seele baumeln – mit den Füßen im Bächle, auf einem der vielen Festivals oder mit einem kühlen Drink in der Lieblings-Bar. Aber was sind die absoluten Sommer-Trends in diesem Jahr? Wir haben uns umgehört.
Fragt man Filipos Klein nach dem Sommer-Getränk des Jahres in Freiburg, muss der Gastronom nicht lange überlegen: „Was ein superstarker Trend in Freiburg ist, sind Matcha-Getränke. Das ist der Wahnsinn“, sagt Klein, der in Freiburg sieben Gastronomiebetriebe führt. Der koffeeinhaltige Grüntee aus Asien, ob als Heißgetränk oder gekühlt als „Iced Matcha“, sei vor allem bei jungen Menschen beliebt – „aber auch Gäste der Generation 40plus probieren das mal“, so Klein. Die Gäste bestellten Matcha als Kokos- oder Hafermilch-Drink sowie mit Fruchtpüree von Mango über Blaubeere bis Erdbeere. „Das passt in den vegetarisch-veganen Trend und damit perfekt zu Freiburg“, so Klein. Bei den alkoholischen Getränken ist Aperol Spritz „ein Trend, der nicht enden will“, außerdem Aperol Sour („weil das sehr leicht schmeckt“), Gin Basil Smash mit Basilikum sowie Paloma, ein mexikanischer Cocktail auf Tequila-Basis mit Salzrand. „Der ist dieses Jahr auch sehr beliebt“, sagt Klein.
Gadget für den Sundowner
Wer lieber seine selbst mitgebrachte Limo oder ein kühles Bier an einem seiner Lieblingsplätze genießen möchte, will ausgerüstet sein. Vor allem ein Gadget für den abendlichen Sundowner werde stark nachgefragt, berichtet Laura Lay, Chefverkäuferin bei Schafferer in Freiburg: „Was wir besonders gut verkaufen, sind Silikon-Kronkorkendeckel in bunten Pastellfarben“, sagt Lay. Diese halten das Getränk frisch, schützen vor Bienen und sind so beliebt, dass sie bei Schafferer aktuell ausverkauft sind. Außerdem geht die Nachfrage nach Eiswürfelformen an heißen Tagen durch die Decke. „Das hat dann aber eher mit der ’Not’, als mit einem bestimmten Trend zu tun“, sagt Lay.
Einer der Hotspots des Sommers steht auch fest. „Der Opfinger See ist hotter denn je“, sagt Rathaussprecher Toni Klein. Im Rathaus führt man die Beliebheit des Sees darauf zurück, dass es dort alles an einem Ort gibt: Parkplätze, Grillplätze, Kiosk, öffentliche Toiletten, Sportangebote und nicht zuletzt den Wachdienst des DLRG. „Ingesamt viel familienfreundlicher“ sei der See geworden, so Klein.
Um der Hitze der Stadt zu entfliehen, zieht es viele Freiburger außerdem auf den Schauinsland. Seit der Eröffnung des renovierten Schauinslandturms sei der Hausberg „ein ziemliches Gesamtkunstwerk“, findet Klein. Und erfrischend dazu. Sechs bis acht Grad kühler als in der Stadt ist es dort oben, bei nur 1.000 Metern Höhenunterschied. Viele Besucher registriert das Forstamt außerdem auf den stadtnahen Waldwanderwegen an der Sternwaldwiese und am Rosskopf. Dort könne man stundenlang auf einer Ebene wandern, ohne viel Höhenmeter überwinden zu müssen. Und die Waldrestaurants St. Valentin, St. Ottilien und St. Barbara laden zur Einkehr ein. „Da ist Freiburg schon einzigartig“, sagt Klein.
Und modisch? Laut David Lehr, Geschäftsführer von Breuninger in Freiburg, ist die Farbe Butter Yellow „ein gewaltiger Trend“ in der Damenmode dieses Sommers. Sie lasse sich „wunderbar als Akzentfarbe zu Jeans, zu schwarz oder hellen Tönen kombinieren“, so Lehr. Nachgefragt seien außerdem fließende Stoffe wie Seidenröcke, „und natürlich Sommerkleider mit Boho-Charme.“ Bei den Männern liegen Light-Pastelltöne im Trend und die Silhouetten sind „insgesamt lockerer, die Shirts und Hosen werden weiter. Das Thema New Tailoring ist ein weiterer Trend. Anzüge werden mit Strickpolos oder lässigen Hemden aufgebrochen“, so der Breuninger-Chef. Beim Schuhwerk sind nach wie vor Sneaker „das Statement-Piece“, vom Running-Sneaker bis zum Retro-Look. „Da darf es ruhig knallen“, sagt Lehr.
Fünf Meter stürzte der Mann von der Stadtbahnbrücke in die Tiefe. Symbolfoto: Joers
Ein 20-jähriger Mann ist am Freitagabend von der Stadtbahnbrücke in Freiburg gestürzt und hat sich dabei schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilt, ereignete sich der Vorfall am 11. Juli 2025 gegen 21:40 Uhr.
Nach bisherigen Erkenntnissen sei das Opfer vom Seepark in Richtung Innenstadt unterwegs gewesen, als ihm ein ebenfalls 20 Jahre alter Mann und ein 19-Jähriger entgegengekommen seien. Zwischen den drei Männern sei es aus bislang ungeklärten Gründen zu einem Streit gekommen, in dessen Verlauf der Geschädigte im Bereich des Stühlinger Kirchplatzes von der Stadtbahnbrücke mehr als fünf Meter in die Tiefe gestürzt sei. Ein Messer soll bei der Auseinandersetzung ebenfalls eine Rolle gespielt haben.
Das Opfer habe durch den Sturz schwere Verletzungen erlitten und sei in eine nahegelegene Klinik gebracht worden. Beide Tatverdächtigen hätten zunächst flüchten können, seien jedoch später festgenommen worden. Ein Haftbefehl sei auf Antrag der Staatsanwaltschaft Freiburg vom zuständigen Amtsgericht erlassen und in Vollzug gesetzt worden. Die beiden Tatverdächtigen afghanischer Staatsangehörigkeit befinden sich seitdem in Untersuchungshaft.
Die Kriminalpolizei Freiburg ermittelt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und sucht Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben. Sachdienliche Hinweise werden unter der Telefonnummer 07 61 / 8 82 – 28 80 entgegengenommen.
Der von den Black Forest Labds entwickelte KI-Bildgenerator erstellt täuschend echte Bilder – wie unser Beispiel eines freundlichen Aliens in Freiburg zeigt. Foto: Black Forest Labs / KI-generiert
Es ist die Start-up-Geschichte aus Freiburg schlechthin: Die Black Forest Labs haben einen der besten KI-Bildgeneratoren entwickelt und konkurrieren nun mit den ganz Großen der Branche. Innerhalb kürzester Zeit hat das Unternehmen Millionensummen von Risikokapitalgebern eingesammelt. Kürzlich stellten die Firmengründer in Freiburg weitere Kooperationen und neue Ideen vor.
Kann Europa KI? Robin Rombach und Andreas Blattmann, die gemeinsam mit Patrick Esser das Freiburger Start-up Black Forest Labs gegründet haben, möchten genau das unter Beweis stellen. „Europa ist sehr schlecht darin, groß zu denken“, sagt Blattmann, der aus Elzach stammt. „Groß denken“, sagt Robin Rombach wiederum, sei aber zwingend notwendig, um es mit den KI-Schwergewichten aus den USA und China aufnehmen zu können.
„Wir haben ein sehr starkes Team“
Auf dem Käpsele Innovation Festival in Freiburg erzählten die beiden Start-up-Gründer kürzlich ihre Geschichte. Kennen gelernt hat sich das Trio an der Universität Heidelberg, wo sie ihre Forschungen dann in die Praxis umsetzten. Der von ihnen entwickelte Bildgenerator „Flux“ gilt unter Experten als einer der besten weltweit. Auf der KI-Plattform Huggingface, auf der das Who-is-Who der Szene ihre Tools veröffentlicht, zählt Flux zu den am meisten genutzen Programmen im Bereich KI-erstellter Bilder überhaupt. Das Text-zu-Bild-Programm spukt ins Sekundenschnelle täuschend echte Bilder aus.
Robin Rombach (links) und Andreas Blattmann als Speaker des diesjährigen Käpsele Innovation Festival in Freiburg. Fotos: Joers
Ihr Ziel erreicht haben Blattmann und Rombach, weil sie sich selbst keine Grenzen gesetzt haben. „Unsere Hauptkonkurrenten sind Google und OpenAI, was ziemlich große Firmen sind. Aber wenn man große Ambitionen hat, sieht man auch, dass es möglich ist“, sagt Blattmann. Innerhalb weniger Monate konnten die Black Forest Labs laut Medienberichten bis Ende 2024 rund 200 Millionen Euro von Wagniskapitalgebern einsammeln. Zwischenzeitlich kooperierte das Unternehmen sogar mit der KI-Firma von Elon Musk. Diese Kooperation haben die Black Forest Labs aber wieder beendet.
Inzwischen gilt das Tech-Start-up als „Unicorn“ (dt.: Einhorn) mit einer Bewertung von über eine Milliarde Dollar. Auch hier haben die Start-up-Gründer schnell dazu gelernt. „Wir haben gelernt, dass man beim Fundraising das Momentum nutzen muss“, sagt Blattmann. „Wir haben ein stehr starkes Forschungsteam. Das muss man natürlich verkaufen können“, so Blattmann. Wichtig sei aber genauso, dass man vor lauter Fundraising die Kernaufgabe, die Entwicklung, nicht aus den Augen verliere.
Neue Kooperation mit der Deutschen Telekom
Erst vor wenigen Wochen hat das Unternehmen mit „Flux.1 Kontext“ ein weiteres Tool veröffentlicht. Es ist in der Lage ein Bild zu analysieren und das Gezeigte mittels Texteingabe in einen neuen Kontext zu setzen – gerade für die profesionelle Bildbearbeitung sei das interessant. Außerdem sind die Black Forest Labs eine Kooperation mit der Deutschen Telekom eingegangen, die Flux für Marketing-Aktivitäten einsetzen möchte. Ob Europa in Sachen KI ein ernst zunehmender Player sein kann? Schon in der Internet- und Halbleiter-Branche habe es der Kontinent verpasst, gute Unternehmen zu schaffen, die wettbewerbsfähig seien, sagt Blattmann: „Meine Hoffnung ist, dass wir es bei KI besser machen.“ Dafür brauche es vor allem zwei Dinge: „Das richtige Mindset und Kapital.“
Konstantin Emelianov kommt nach Freiburg. Foto: PR
Seit dem Jahr 2015 gestaltet das Musiker-Ehepaar Uliana und Denis Zhdanov eine außergewöhnliche Kammermusik-Konzertreihe – mitten im Herzen Freiburgs. Das traditionsreiche Priesterseminar Collegium Borromaeum, bietet dafür einen stilvollen Rahmen. Das nächste Konzert findet statt am morgigen Donnerstag, 10. Juli, um 19.30 Uhr.
Zu jedem Konzert laden die Zhdanovs herausragende Musikerinnen und Musiker aus ganz Europa ein. Bei der diesjährigen Jubiläumsausgabe mit dabei ist Pianist Konstantin Emelianov. In der Konzertpause werden ausgewählte Edelweine des mehrfach prämierten Weinguts Bärmann serviert. Die Kombination aus erlesener Musik und edlem Wein macht jeden Konzertabend zu einem Fest für alle Sinne.
Infos: Tickets gibt es ab 32 Euro (online bei BZ-Ticket oder an allen bekannten BZ-Vorverkaufstellen)
„Es muss ein direktdemokratischer Adrenalinstoß durch diese Gesellschaft gehen“, fordert Valerie Tabea Schult. Foto: Deckert
Im kommenden Jahr steht die Oberbürgermeisterwahl in Freiburg an. Dass Amtsinhaber Martin Horn (parteilos) wieder antritt, steht außer Frage. Nun aber kommt eine Gegenkandidatin aus der Deckung: Valerie Tabea Schult (34) ist Politologin ohne Parteibuch. Und sie treibt vor allem das Thema Wohnraum in der Schwarzwaldhauptstadt um.
„Ich musste selbst innerhalb von drei Jahren fünf Mal in Freiburg umziehen und habe viele Vermieter getroffen, die ihre Marktmacht mir gegenüber ausgenutzt haben“, so die Bewerberin. Vielen gehe es ähnlich. „Als Politologin beobachte ich eine große Ratlosigkeit im Gemeinderat in Bezug auf die angespannte Wohnraumlage. Das muss sich ändern!“ Sie habe daher „einen kreativen Diskurs angestoßen, um die angespannte Lage auf dem Freiburger Wohnungsmarkt zu lösen. Dafür habe ich eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die derzeit mit Bürgerbeteiligung und Experten der Wohnpolitik radikale Vorschläge für ein friedlicheres Zusammenleben in Freiburg sammelt und auswertet.“
Auch eine digitale Beteiligungsmöglichkeit habe sie auf ihrer Internetseite (www.oberbuergermeisterin-freiburg.de) eingerichtet. Baumhäuser, sogenannte „Tiny House Areale“ und eine 80-Prozent-Quote für Sozialwohnungen nennt Schult als mögliche Wege aus der Wohnungsnot in Freiburg.
Die Wohnungspolitik benötige „einen fundamentalen Reset“. Auch, um andere Felder zu verändern, die der Bewerberin wichtig sind: Das Glück und die Gesundheit der Menschen. „Die Stadt hat messbar eine großartige Entwicklung gemacht, wenn es darum geht, das Klima ökologisch zu schützen. Und ich sage: Wir müssen ergänzend auch das soziale Klima schützen!“ Jeder Antrag im Gemeinderat müsse erläutern können, ob er dazu beiträgt, dass es den Freiburgern seelisch und körperlich besser geht. Vor allem Mütter sollten dabei eine Rolle spielen, sagt Schult: „Ich glaube, wenn sie einen Kreis stillender Mütter direkt in das Rathaus setzen und sie gemeinsam überlegen lassen, welche Gesetzesvorschläge wirklich sinnvoll wären, gäbe es viel mehr Entspannung und Frieden für alle in dieser Stadt.“
„Fröhliches Freiburg“
Auf ihre Wahlchancen angesprochen, berichtet Valerie Schult, dass sie derzeit Gespräche mit den Fraktionen im Rathaus führe. Ihre Zielgruppe in der Bevölkerung sehe sie in den weniger konsumorientierten, sinnsuchenden Menschen, die auch Amtsinhaber Horn und eine mögliche Bewerberin der Grünen ansprechen wolle. Sie verstehe ihren Wahlkampf als „Communitybuildung“ und trete mit einer Bewegung namens „fröhliches Freiburg“ an, aus der vielleicht auch ein Verein oder eine Partei werden könne. Die Leute sollen mitmachen, so ihr Ziel. „Es muss ein direktdemokratischer Adrenalinstoß durch diese Gesellschaft gehen“, sagt Schult. Wenn es den gebe dank ihrer Kandidatur, habe sie ihr Ziel erreicht, und zwar „egal ob ich gewinne oder nicht“.
„Es muss ein direktdemokratischer Adrenalinstoß durch diese Gesellschaft gehen“, fordert Valerie Tabea Schult. Foto: Deckert
Im kommenden Jahr steht die Oberbürgermeisterwahl in Freiburg an. Dass Amtsinhaber Martin Horn (parteilos) wieder antritt, steht außer Frage. Nun aber kommt eine Gegenkandidatin aus der Deckung: Valerie Tabea Schult (34) ist Politologin ohne Parteibuch. Und sie treibt vor allem das Thema Wohnraum in der Schwarzwaldhauptstadt um.
„Ich musste selbst innerhalb von drei Jahren fünf Mal in Freiburg umziehen und habe viele Vermieter getroffen, die ihre Marktmacht mir gegenüber ausgenutzt haben“, so die Bewerberin. Vielen gehe es ähnlich. „Als Politologin beobachte ich eine große Ratlosigkeit im Gemeinderat in Bezug auf die angespannte Wohnraumlage. Das muss sich ändern!“ Sie habe daher „einen kreativen Diskurs angestoßen, um die angespannte Lage auf dem Freiburger Wohnungsmarkt zu lösen. Dafür habe ich eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die derzeit mit Bürgerbeteiligung und Experten der Wohnpolitik radikale Vorschläge für ein friedlicheres Zusammenleben in Freiburg sammelt und auswertet.“
Auch eine digitale Beteiligungsmöglichkeit habe sie auf ihrer Internetseite www.oberbuergermeisterin-freiburg.de eingerichtet. Baumhäuser, sogenannte „Tiny House Areale“ und eine 80-Prozent-Quote für Sozialwohnungen nennt Schult als mögliche Wege aus der Wohnungsnot in Freiburg.
Die Wohnungspolitik benötige „einen fundamentalen Reset“. Auch, um andere Felder zu verändern, die der Bewerberin wichtig sind: Das Glück und die Gesundheit der Menschen. „Die Stadt hat messbar eine großartige Entwicklung gemacht, wenn es darum geht, das Klima ökologisch zu schützen. Und ich sage: Wir müssen ergänzend auch das soziale Klima schützen!“ Jeder Antrag im Gemeinderat müsse erläutern können, ob er dazu beiträgt, dass es den Freiburgern seelisch und körperlich besser geht. Vor allem Mütter sollten dabei eine Rolle spielen, sagt Schult: „Ich glaube, wenn sie einen Kreis stillender Mütter direkt in das Rathaus setzen und sie gemeinsam überlegen lassen, welche Gesetzesvorschläge wirklich sinnvoll wären, gäbe es viel mehr Entspannung und Frieden für alle in dieser Stadt.“
„Fröhliches Freiburg“Auf ihre Wahlchancen angesprochen, berichtet Valerie Schult, dass sie derzeit Gespräche mit den Fraktionen im Rathaus führe. Ihre Zielgruppe in der Bevölkerung sehe sie in den weniger konsumorientierten, sinnsuchenden Menschen, die auch Amtsinhaber Horn und eine mögliche Bewerberin der Grünen ansprechen wolle. Sie verstehe ihren Wahlkampf als „Communitybuildung“ und trete mit einer Bewegung namens „fröhliches Freiburg“ an, aus der vielleicht auch ein Verein oder eine Partei werden könne. Die Leute sollen mitmachen, so ihr Ziel. „Es muss ein direktdemokratischer Adrenalinstoß durch diese Gesellschaft gehen“, sagt Schult. Wenn es den gebe dank ihrer Kandidatur, habe sie ihr Ziel erreicht, und zwar „egal ob ich gewinne oder nicht“.
Neue Leitungen, Bäder, Küchen und Flure: das Sanierungsprojekt in der Wilmersdorferstraße in Freiburg-Betzenhausen. Foto: Familienheim
Im vergangenen Jahr haben die Investitionen der Familienheim Freiburg in Neubau und Bestand mit 14,3 Millionen Euro den höchsten Stand in den vergangenen zehn Jahren erreicht. Diese und weitere positive Zahlen präsentierte die Baugenossenschaft auf ihrer Bilanz-Pressekonferenz.
Die Familienheim Freiburg ist auch im vergangenen Jahr ihrem genossenschaftlichen Auftrag nachkommen, den Mitgliedern zeitgemäßen und vor allem bezahlbaren Wohnraum zu bieten. Demnach wurde 2024 14,3 Millionen Euro in die Sanierung des Wohnungsbestands und den Neubau investiert und damit rund 2,4 Millionen Euro mehr als 2023. Das genossenschaftliche Gesamtvermögen zum Bilanzstichtag betrug 166,3 Millionen Euro – 3 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. „Wir haben uns solide entwickelt. Die Genossenschaft steht wirtschaftlich und finanziell gut da“, sagt Christian Brokate, Geschäftsführender Vorstand der Familienheim Freiburg. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich erneut und zwar von 47,4 Prozent auf 48,4 Prozent. Insgesamt erwirtschaftete die Baugenossenschaft einen Jahresüberschuss von rund 3,6 Mio. Euro.
Ein Teil des Bilanzgewinns (0,36 Mio. Euro) wird an die 8.180 Mitglieder in Form einer Dividende ausgeschüttet. Das entspricht 4 Prozent je Genossenschaftsanteil. Der weitaus größere Teil des Jahresüberschusses (3,2 Mio. Euro) wurde in die Rücklagen eingestellt. Vorstand und Aufsichtsrat wurden von der Vertreterversammlung entlastet.
Durchschnitts-Miete liegt 31 Prozent unter dem Mietspiegel
Um ihre Mitglieder mit Wohnraum in zeitgemäßem Standard zu versorgen, hat die Familienheim Freiburg 2024 10,96 Mio. Euro in die Instandhaltung und Modernisierung ihres Wohnungsbestands investiert. Damit lagen die Gebäudeerhaltungsinvestitionen bei durchschnittlich 53,54 Euro pro Quadratmeter gegenüber 37,39 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2023. Für 2025 sind nochmals höhere Investitionen in die Instandhaltung vorgesehen. Geplant sind Ausgaben von 60 Euro je Quadratmeter. Bei ihren Sanierungsvorhaben, wie zum Beispiel in der Wilmersdorferstraße 3 und 5 in Betzenhausen, geht die Familienheim strangweise vor – die entlang der Leitungen liegenden Wohnungen werden auf diese Weise komplett saniert. Die Bewohner ziehen hierfür übergangsweise in andere Wohnungen und können nach rund zwei Monaten wieder zurückkehren, zum gleichen Mietpreis wie davor. Die Familienheim übernimmt auch die Kosten und die Organisation des Umzugs. „Da ist betreuungsintensiv. Aber wir machen das schon seit über zehn Jahren so“, sagt die Vorstandsvorsitzende Anja Dziolloß.
Die durchschnittliche Nettomiete lag 2024 bei der Familienheim bei 7,48 Euro pro Quadratmeter und damit 31 Prozent unter dem aktuellen Mietspiegel. Neumitglieder nimmt die Genossenschaft derzeit keine auf. In den Neubau von Mietwohnungen hat die Familienheim Freiburg im Berichtsjahr 3,4 Mio. Euro investiert. Geplante Neubauvorhaben gibt es in Umkirch und im Baugebiet Zinklern.
Uber ist vor allem für die geringen Preise bekannt – in Freiburg fehlt es jedoch an der Zuverlässigkeit. Foto: Uber
Seit vergangenem Jahr ist Uber auch in Freiburg buchbar – zumindest theoretisch. Trotzdem hat das Unternehmen hier noch nicht so Fuß gefasst, wie in anderen Städten. Auch Freiburger Taxifahrer wollen keine Kooperation mit dem Fahrdienstleister. Woran liegt das?
In Freiburg steht Uber in der Entwicklung noch sehr am Anfang, so Oliver Fritz von Uber. Grundsätzlich sei man aber zufrieden. Der Plan, die Abdeckung im gesamten Stadtgebiet weiter auszubauen, laufe in Kooperation mit den lokalen Partnern: Priorität sei, die Verlässlichkeit der Vermittlung weiter auszubauen, so Fritz.
Als solche lokalen Partner gelten bei Uber auch die Taxiunternehmen. Samih Fouani, Inhaber von Taxi Kern, sieht eine Kooperation mit Uber jedoch kritisch: „Für uns ist Uber keine positive Sache“, so Fouani. Die Entwicklung in Freiburg sei jedoch aufgrund der geringen Fahrerzahlen nicht beunruhigend. Generell seien seines Wissens nur wenige Taxiunternehmen in Freiburg zur Kooperation mit Uber bereit. „Wir sehen uns als Partner von Taxis nicht als Konkurrenz“, so Fritz. Man vermittle den Taxifahrern Aufträge, diese müssten keine Grundgebühr bei Uber, sondern nur eine „Service-Gebühr“ pro vermittelter Fahrt zahlen. Dies sagt auch Fouani: Die Provision steige jedoch laut ihm nach dem ersten Jahr deutlich an.
Vor allem die niedrigen Preise bemängelt Fouani: „Mir ist unerklärlich, wie man diese Preise für Strecken verlangen kann, die eigentlich über 120 Euro kosten müssten.“ Spätestens ab Anfang 2026 mit der Mindestlohnerhöhung müssten auch die Preise für Uber-Fahrten steigen – „oder der Mindestlohn wird nicht eingehalten.“
Niedrige Preise rechtens
Im Falle der Taxitarife werden diese von der Stadt Freiburg amtlich festgesetzt, so Toni Klein von der Pressestelle der Stadt. Der Unterschied zwischen Taxi- und Uber-Tarif erkläre sich vor allem in einem: Ersteres sei „eine behördliche Pflichtaufgabe, das Festlegen von Mindestbeförderungsentgelten für den Mietwagenverkehr wie bei Uber dagegen nicht“, so Klein. Ein Einschreiten wäre möglich, wenn „die öffentlichen Verkehrsinteressen leiden würden.“ Dies sei bisher nicht der Fall – vor allem, weil die Zahl der Anträge auf die Erteilung einer Mietwagenkonzession noch nicht signifikant ansteigen.
Auch andere Probleme sieht Fouani bei Uber: Er spricht davon, dass aus dem Umland Fahrer ins Stadtgebiet fahren und dort Kunden bedienen – diese Bereitstellung ist im Taxigewerbe verboten. Bei Uber sei dieses Vorgehen der Fahrer nicht bekannt: Man habe eine technische Lösung zur Einhaltung der Rückkehrpflicht in die App integriert, so Oliver Fritz. Verstöße werden durch ein geschultes Team geprüft und können Konsequenzen bis zur Sperrung der Fahrer haben.
Auf Dauer glaube Fouani, dass Uber nicht auf eine Zusammenarbeit aus sei: Aus anderen Städten sehe man, dass Uber den Taxis das Leben schwer mache. „Das ist eine gefährliche Partnerschaft für die Zukunft“, so Fouani. Solange man nicht von der Marktlage zur Zusammenarbeit gezwungen werde, setze man auf andere Angebote, wie zum Beispiel Freenow. Diese würden nur mit Taxen zusammenarbeiten, so Fouani.
Neuzugang Igor Matanovic – er soll künftig im Freiburger Sturmzentrum für die Tore sorgen. Foto: SC Freiburg
Der SC Freiburg hat einen neuen Angreifer verpflichtet: Wie erwartet wechselt Igor Matanovic von der Eintracht Frankfurt in den Breisgau. Für Michael Gregoritsch stehen die Zeichen dagegen auf Abschied.
„Igor besitzt ein total spannendes Profil. Er ist aufmerksam, hat eine gute Körperlichkeit und strahlt Torgefahr aus. Dazu zeigt er eine gute Haltung und Bereitschaft, für das Team zu arbeiten“, sagt Vorstand Jochen Saier über die Verpflichtung des 22-Jährigen. „In der Vergangenheit haben wir bewiesen, dass wir gemeinsam mit dem Spieler und etwas Geduld die nächsten Entwicklungsschritte einleiten und das zweifelsohne große Potential zur Entfaltung bringen können.“
Medienberichten zufolge überweist der Sport-Club eine Sockelablöse von rund 6,5 Millionen an die Frankfurter. Der gebürtige Hamburger Matanovic wurde fußballerisch beim FC St. Pauli ausgebildet und gab als 17-Jähriger sein Profidebüt in der 2. Bundesliga. Im August 2021 unterschrieb er einen Vertrag bei Eintracht Frankfurt, spielte aber die beiden folgenden Saisons auf St. Pauli. Zur Saison 2023/24 trug der Mittelstürmer ebenfalls auf Leihbasis das Trikot des Karlsruher SC. Für die Nordbadener schoss er in 32 Partien 14 Tore und bereitete sieben Treffer vor.
Im vergangenen Bundesligajahr lief Matanovic für Eintracht Frankfurt auf und kam zu 25 Einsätzen in der Bundesliga, der Europa League und dem DFB-Pokal. Hier schoss der 1,94-Meter-Mann zwei Tore. Im September 2024 gab Igor Matanovic sein Debüt für die kroatische A-Nationalmannschaft und erzielte seither in fünf Länderspielen ein Tor.
„Ich bin überglücklich, dass es geklappt hat“, sagt Matanovic. „Der SC Freiburg wirkt auf mich authentisch, familiär und ambitioniert. Genau so würde ich mich selbst auch beschreiben. Deshalb bin ich überzeugt, dass das sehr gut harmonieren wird.“ Matanovic erhält beim SC das Trikot mit der Rückennummer 31.
Die Verpflichtung des kroatischen Hünen lässt einen Abgang von SC-Angreifer Michael Gregoritsch immer wahrscheinlicher werden. SC-Vorstand Jochen Saier geht auch von diesem Szenario aus. „Er ist mit der Gesamtsituation nicht hundertprozentig zufrieden“, sagte Saier am Sonntag beim Trainingsauftakt des SC Freiburg. Noch steht ein möglicher Abnehmer für den österreichischen Nationalspieler, der mit Blick auf die WM 2026 Spielzeit benötigt, nicht fest.
Jetzt noch anmelden und gemeinsam auf dem Bike das 25-jährige Jubiläum des Black Forest ULTRA Bike Marathons feiern. Foto: Sportograf
Vom 11. bis 13. Juli wird in Kirchzarten wieder ein einzigartiges Mountainbike- und Gravel-Fest gefeiert: der Black Forest ULTRA Bike Marathon wird zum 25. Mal ausgetragen. In der Boomphase des Mountainbike-Sports zog die Veranstaltung im Dreisamtal mehr als 5.000 Teilnehmer an – und ist auch noch heute mit rund 3.000 Startern die größte Marathon-Veranstaltung in Deutschland.
Im Jubiläumsjahr ist der ULTRA Bike mit seiner Langdistanz erstmals Teil der Marathon-Weltcupserie des Weltverbands UCI. Damit werden in Kirchzarten die weltbesten Langstrecken-Spezialisten am Start sein. Bis zum Weltcup-Anmeldeschluss am Freitag hatten sich 76 Männer und 19 Frauen für das Weltcuprennen eingeschrieben. „Dass wir Teil des UCI Hero Marathon Weltcups sind, ist für uns Auszeichnung und Aufgabe zugleich“, sagt ULTRA-Bike-Renndirektor Sebastian Eckmann. Topfavorit ist der Deutsche Andreas Seewald, der die Weltcupwertung nach drei Rennen anführt. Bei den Frauen startet auch Adelheid Morath, aufgewachsen in St. Märgen und jetzt in Stegen zu Hause. Sie ist Sechste der Weltcup-Gesamtwertung.
Jubiläum
Das Hauptevent zum Jubiläum findet am Samstagabend, 12. Juli, um 19 Uhr auf der Bühne im Sportstadion in Kirchzarten statt. Zu Wort kommen die, die den ULTRA Bike aufgebaut haben, wie Erhard „Toni“ Eckmann, aber auch Radsport-Helden früherer Tage wie Mike Kluge oder die Bölts-Brüder Hartmut und Udo. Zu abgespielten Videosequenzen werden sie die Entwicklung des Evens Revue passieren lassen. „es soll ein Abriss über 35 Jahre Mountainbike in Kirchzarten sein“, sagt Erhard Eckmann, der zusammen mit Walter Hasper und Carmen Iber schon 1990 bei der deutschen Cross-Country-Meisterschaft aktiv war und die zusammen den Black Forest ULTRA Bike von 1997 an aufgebaut haben. Mountainbikerinnen und Mountainbiker, die 20 oder 25 Mal beim ULTRA Bike am Start waren, werden an diesem Abend ebenfalls geehrt.
Mountainbike und Gravel
Für die vier Mountainbike-Strecken ULTRA (118 Kilometer/3550 Höhenmeter), Marathon (71 km/1985 Hhm), Speed Track (54 km/1230 Hhm) und Short Track (46 km/943 Hhm) liegen bislang 2.281 Anmeldungen vor (Stand: Freitag, 4. Juli). „Aufgrund des schönen Wetters, das vorausgesagt wird, erwarten wir in der letzten Woche vor der Veranstaltung noch einen extremen Zulauf“, sagt ULTRA-Bike-Geschäftsführerin Britta Schreiber. Mit bis zu 4.000 Bikern (inklusive Bambini-Trophy, MTB-Cup und ULTRA Gravel) rechnet sie für das komplette Wochenende. Beim Gravel am Samstag (ohne Zeitnahme und mit Genuss-Hot-Spots) werden allein 500 Starter erwartet.
Zeitplan
Freitag, 11. Juli: 17 bis 18 Uhr, Bambini-Trophy im Sportstadion Kirchzarten. Samstag, 12. Juli: 8 bis 9 Uhr Startfenster für die 135-km-Gravel-Strecke in der Fußgängerzone von Kirchzarten; 9 bis 10 Uhr Startfenster für die 80-km-Gravel-Strecke. Das Ziel für beide Strecken ist das Sportstadion in Kirchzarten; 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr, Schwarzwälder MTB-Cup für den Nachwuchs im Hexenwald-Trailpark; 19 Uhr, Jubiläumsevent im Sportstadion Kirchzarten. Sonntag, 13. Juli: 7.30 Uhr Start Weltcupfeld der Männer in der Fußgängerzone Kirchzarten; 7.40 Start Weltcup der Frauen in der Fußgängerzone in Kirchzarten; 7.45 Uhr Start ULTRA-Langstrecke (118 Kilometer/3550 Höhenmeter) in der Fußgängerzone; 8.15 Uhr, Start Marathon (71 km/1985 Hhm) in der Fußgängerzone; 12 Uhr, Start Short Track (46 km/943 Hhm) in Hinterzarten; 12.30 Uhr Start Speed Track (54 km/120 Hhm) in Todtnauberg; Ziel für alle Strecken ist das Sportstadion in Kirchzarten.
Informationen und Anmeldung unter www.ultra-bike.de oder www.ultra-gravel.de