Die Freiburger a cappella-Band „Anders“präsentiert Songs, die berühren und sich mit den großen Momenten des Lebens befassen. Foto: Anders
Die Freiburger a cappella-Band „Anders“ präsentiert am Freitag, 6. März, im Rahmen eines Mitsingkonzerts ihr aktuelles Programm „So kurz davor“ im Jazzhaus. Bei diesem besonderen Konzertformat soll die Tanztauglichkeit und Mitsingfreude des Publikums getestet werden.
Die fünf Sänger sind musikalische Erzähler, die ihre eigenen Geschichten schreiben, mal melancholisch-tiefsinnig, mal humorvoll-ironisch und mitunter auch herzzerreißend komisch. Auf poetische Weise werden sie so zu Beobachtern des ganz normalen Wahnsinns, der sich Leben nennt. Da geht es um Liebe, Verlust, Trauer, Herzschmerz, aber auch um Freundschaft, Hoffnung und den unerschütterlich optimistischen Blick nach vorne – kurz: um die großen und kleinen Gefühle, die uns zu Menschen machen. All dem begegnen die fünf Sänger mit einer unverwechselbar selbstironischen und humorvollen Art, die offenbart, dass sie ihre Kunst sehr wohl, sich selbst jedoch nicht ganz so ernst nehmen.
Mit ihrem neuen Programm „So kurz davor“ präsentieren die Freiburger, das, was sie am besten können: Songs, die berühren. Und das erneut auf ganzer Linie. Wer kennt sie nicht? Diese Momente, in denen das Herz rast. Den ersten Kuss wagen? Vom Zehn-Meter-Brett springen? Kurz: Momente, in denen es ums Ganze geht. Mit ihrem neuen Programmm gehen die fünf Sänger aufs Ganze und besingen das Leben in all seinen Facetten auf ihre eigene poetische Weise.
Alexander Eischeid berichtet von seiner abenteuerlichen Reise mit der Vespa von Alaska nach Feuerland. Foto: Alexander Eischeid
Am 9. März berichtet Martin Böhm im Bürgerhaus Seepark in seiner Multivisionsshow „Up North“ von seinem Weg aus dem beschaulichen Südbaden bis in die raue Wildnis Skandinaviens. Mit „Abenteuer Sibirien“ nimmt Richard Löwenherz das Publikum am 11. März mit auf eine 5.000 Kilometer lange Expedition durch Taiga, Gebirge und Arktis. Er erzählt von Grenzerfahrungen, stiller Einsamkeit und der überwältigenden Kraft einer ursprünglichen Natur.
Am 12. März geht es mit Alexander Eischeid bei „Vesparicana“ mit der Vespa von Alaska nach Feuerland. 22 Monate, 71.000 Kilometer und 19 Länder liegen hinter ihm. Die abenteuerliche Reise führt ihn durch Wälder und Wüsten, über Andenpässe, tiefe Täler und Salzseen und auf einem Segelboot sogar übers Meer. Alle Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr.
Das Waldhaus zeigt ab 6. März faszinierende Naturaufnahmen Foto: Staffan Widstrand
Das Waldhaus Freiburg darf sich über einen Rekord freuen: Mehr als 49.000 Besucher waren hier im vergangenen Jahr zu Gast. Und auch das neue Programm bietet viele Highlights: über 100 Exkursionen, Vorträge, Workshops und mehr. Vom 6. März bis 14. Oktober zeigt das Waldhaus wieder preisgekrönte Naturfotografien aus den renommierten Wettbewerben „Europäischer Naturfotograf des Jahres“ und „Fritz Pölking Preis“ der Gesellschaft für Naturfotografie. Dieses Mal ist eine Auswahl an Bildern aus dem Wettbewerb 2023 zu sehen. Die Schau richtet sich an Naturfans und Fotobegeisterte aller Altersklassen. Die öffentliche Vernissage findet am 5. März um 18 Uhr statt.
Das RP Freiburg prüft offenbar mehrere Beiträge, darunter von einem Besuch des OB beim Deutschen Roten Kreuz und beim Kältebus. Foto: Joers
Freiburgs OB Martin Horn gerät unter Beobachtung wegen möglicher Wahlkampfwerbung auf städtischen Social-Media-Kanälen. Das Regierungspräsidium Freiburg klärt den Sachverhalt.
Das Regierungspräsidium Freiburg (RP) überprüft derzeit, ob Oberbürgermeister Martin Horn die Social-Media-Kanäle der Stadt widerrechtlich für seine Eigenwerbung im OB-Wahlkampf genutzt haben könnte. Das bestätigte RP-Sprecherin Heike Spannagel : Es habe eine Medienanfrage gegeben, was die Überprüfung in Gang gesetzt habe. Wann das Verfahren abgeschlossen sei, könne man derzeit nicht sagen. Zuvor hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) über das Thema berichtet.
Brisantes Spannungsfeld
Das Verfahren bewegt sich in einem brisanten Spannungsfeld: Einerseits darf Horn sich im Wahlkampf für die OB-Wahl im April keinen Vorteil verschaffen, indem er städtische Instagram-Konten, auf denen auch das Social-Media-Team im Rathaus seine Arbeit als OB dokumentiert, für Eigenwerbung nutzt. Andererseits muss er weiter seine Arbeit machen können: „Für die Nutzung sozialer Medien im Wahlkampf bestehen derzeit keine konkreten Vorgaben aus der Rechtsprechung“, so Spannagel. „Auch während des Wahlkampfs darf der Bürgermeister die ihm obliegenden Repräsentationsaufgaben wahrnehmen, auch dann, wenn sein Auftritt den Anschein von Wahlwerbung erwecken könnte“, so die RP-Sprecherin.
Martin Horn zeigte sich vor allem irritiert darüber, dass die FAZ ihn selbst nicht um ein Statement zum Thema gebeten hat. Es sei „bemerkenswert“, dass der Autor des Artikels das RP um die Überprüfung seiner Social-Media-Aktivitäten gebeten habe und nun den Eindruck erwecke, das RP habe eine Überprüfung angestrengt. Damit, dass das RP nun tätig wird, habe er keine Probleme. Für den OB-Wahlkampf habe er zusätzliche Social-Media-Kanäle ins Leben gerufen.
Im Sommer 2025 durfte Verleger Manuel Herder (links) dem gerade frisch zum Papst gewählten Leo XIV. dessen erste Biografie in Rom persönlich übergeben. Foto: Vatican Media
In sechster Generation ist Manuel Herder Verleger des traditionsreichen Freiburger Herder-Verlags. Am heutigen 4. März feiert er seinen 60. Geburtstag. Im Interview mit Matthias Joers blickt der vierfache Familienvater auf prägende Momente zurück, spricht über Audienzen bei Päpsten, über den stationären Buchhandel und die Zukunft des Herder-Verlags.
Herr Herder, Sie sind in Freiburg in einer traditionsreichen Verlegerfamilie aufgewachsen. Wie hat diese Kindheit zwischen Büchern und Autoren Sie geprägt?
Manuel Herder: Für ein Kind ist sein Leben ja normal. Insofern war es nichts Besonderes, wenn mein Vater gelegentlich Autoren mit nach Hause brachte. Natürlich durften wir nicht den ganzen Abend dabei sein. Erst später, als wir älter wurden, durften wir bei Gästebesuch gelegentlich kellnern – bis es dann Zeit war, ins Bett zu gehen. Da hatten wir Kinder immer enorm viel Spaß.
Und wie sind Sie als junger Mann mit der Aussicht umgegangen, eines Tages unternehmerische Verantwortung zu übernehmen?
Herder: Das hat sich im Lauf der Zeit herauskristallisiert. Wir haben eine Familientradition, dass im Grunde jeder erst mal einen eigenen Weg geht. Ich habe mich ja sehr stark mit Japan beschäftigt, also lag mein Fokus auf Japanologie, neben den anderen Fächern, die ich studiert habe. Irgendwann war klar, dass die Chance besteht, ins Familienunternehmen einzusteigen. Das habe ich dann gemacht und habe es auch gerne gemacht.
Wenn Sie auf Ihren persönlichen Werdegang zurückblicken: Welche Meilensteine waren entscheidend für Ihren Weg als Verleger?
Herder: Wichtig waren die vielen Begegnungen mit interessanten Menschen. Auch Menschen, die einen kritisch begleiten – Kritik ist wertvoll. Wichtig war zudem mein Studium. Einerseits habe ich sowohl Theologie als auch Philosophie und Erziehungswissenschaften studiert, auf der anderen Seite BWL-Vorlesungen gehört und später eine Controller-Ausbildung absolviert. Das prägt und bringt einen im Leben voran.
Gibt es Bücher, die Sie selbst über Jahrzehnte begleitet und vielleicht sogar in Ihrer verlegerischen Haltung beeinflusst haben?
Herder: Ich nenne mal eines von einem Konkurrenzverlag, damit es auch Spaß macht (schmunzelt). Wegweisend fand ich „Die Torheiten der Regierenden“ von Barbara Tuchman. Sie analysiert, wo Entscheidungsträger in der Geschichte Torheiten begingen. Was in Troja oder Vietnam galt, gilt auch für das eigene unternehmerische Handeln. Also: Wenn ich Entscheidungen treffe, habe ich wirklich an alles gedacht? Alle gefragt? Alle Informationen, die es geben könnte, gesucht? Torheiten sind Fehler, die man vermieden hätte, wenn man alle Informationen, die zur Verfügung standen, genutzt hätte.
Die Digitalisierung hat den Buchmarkt grundlegend verändert. Was war die größte Herausforderung?
Herder: Wenn ich in die Vergangenheit zurückblicke, war es die größte Herausforderung, wie eine analog arbeitende Mannschaft digital werden kann. Und das im Grunde so schnell wie möglich. Wie konnten wir also genug Digital Natives ins Team integrieren und uns das auch leisten? Ein weiteres Riesenthema war unsere Beteiligung bei Thalia als Mehrheitsgesellschafter. Das hat unser unternehmerisches Leben sehr gewandelt.
Nun gab es die Investition in den Umbau der gerade wiedereröffneten Herder & Thalia-Buchhandlung in der Innenstadt. Ist das auch ein Statement für den stationären Einzelhandel?
Herder: Für uns ist das ein klares Bekenntnis zu Freiburg und seinen Menschen. Wichtig war uns aber, dass es nicht nur ein Ort zum Einkaufen wird. Auf jeder Etage gibt es Orte zum Verweilen. Es soll ein Treffpunkt sein, der die Liebe zu Büchern und zum Lesen erlebbar macht. Die Rückmeldungen sind sehr ermutigend.
Manuel Herder bei der Wiedereröffnung der umgebauten Herder & Thalia-Buchhandlung mit Weltmeister-Coach Joachim Löw. Foto: Rita Eggstein
Sie hatten zahlreiche Audienzen im Vatikan und 2018 sogar bei der japanischen Kaiserin Michiko – was nimmt man persönlich mit von Begegnungen wie diesen?
Herder: Letztes Jahr konnte ich Papst Leo XIV. seine erste Biografie persönlich überreichen. Auch die Begegnung mit der japanischen Kaiserin Michiko war ein wirklich sehr sympathisches und persönliches Gespräch. Menschen sind aber Menschen, und so wie wir beide gerade ganz normal miteinander sprechen, so redet man auch mit diesen Menschen ganz normal, aber das Drumherum ist vollkommen anders. Aber ja, es waren für mich immer sehr inspirierende Treffen, die mich jedes Mal tief beeindruckt haben.
Ist dieser direkte Zugang zu den Päpsten natürlich gewachsen?
Herder: Dadurch, dass wir im deutschen Sprachraum Marktführer im Bereich wissenschaftliche Theologie und Religion sind, gibt es da einfach gewachsene Strukturen und Kontakte. Ich erinnere mich zum Beispiel noch gut daran, wie mich mein Vater schon als Jugendlicher mit in den Vatikan genommen hat. Er war mindestens einmal im Jahr da, und somit sind uns die Wege dort einigermaßen vertraut.
Zum Abschluss: Welche Projekte oder Themen liegen Ihnen für die kommenden Jahre besonders am Herzen – für Ihr Unternehmen und für den Standort Freiburg?
Herder: Ich finde es wichtig, dass unser Verlagshaus mit seinem Programm am Puls der Zeit bleibt. Ebenso wollen wir uns als Unternehmen den Herausforderungen stellen, die das ganze Thema digitale Beschleunigung durch künstliche Intelligenz mit sich bringt. Es gibt dadurch sehr viel mehr Wissen, und sehr viel mehr Prozesse finden in sehr viel kürzerer Zeit statt. Wir befinden uns als Gesellschaft in einem unglaublichen Wandel. Hier die richtigen Themen und die richtigen Autoren zu finden, das begeistert mich, und es macht mir Freude, daran weiterzuarbeiten.
Zum zweiten Mal schwänzen Schülerinnen und Schüler am Donnerstag die Schule, um gegen die Wehrpflicht zu demonstrieren. Foto: Rita Eggstein
Am 5. März gehen schon zum zweiten Mal Schülerinnen und Schüler in Freiburg gegen die Wehrpflicht auf die Straße. Zum letzten Streik kamen 1.000 Personen – die Veranstalter rechnen diesmal mit ähnlich vielen. Emma (Nachname ist der Redaktion bekannt) vom Streikkommitee erklärt die Hintergrunde.
Am 5. März rufen Schülerinnen und Schüler erneut zum Schulstreik gegen die Wehrpflicht auf – es ist bereits der zweite derartige Streik in Freiburg. Beim ersten Streik am 5. Dezember seien nach Angaben der Organisatorinnen und Organisatoren rund 55.000 Jugendliche in 90 Städten deutschlandweit auf die Straße gegangen – 1.000 allein in Freiburg. In der Zwischenzeit habe sich die Bewegung weiter vergrößert. „Seitdem haben sich an Schulen überall in Deutschland neue Streikkomitees gegründet, und es kommen immer noch mehr dazu“, erklärt Emma vom Streikkomitee. Ziel sei es, den Protest dauerhaft an den Schulen zu verankern: „Mit diesen Streikkomitees bilden wir eigenständige Schülerorganisationen und tragen unsere Anliegen direkt dahin, wo wir einen großen Teil unserer Zeit verbringen: nämlich in unsere Schulen.“
Die Erfahrungen aus dem ersten Streik seien gemischt gewesen. Neben großer Motivation habe es auch Widerstände gegeben. „Eine Erfahrung, die wir beim letzten Streik gemacht haben, ist, dass viele Schulleitungen und Lehrpersonen oft nicht hinter uns stehen“, sagt Emma. So berichtet sie, es seien keine Räume für Treffen zur Verfügung gestellt oder Plakate abgerissen worden. Mancherorts seien politisch engagierte Schülerinnen und Schüler beobachtet oder zu Gesprächen mit der Schulleitung gebeten worden, in Stuttgart habe es sogar Verwarnungsgelder gegeben. Dennoch zeigt sich Emma entschlossen: „Davon lassen wir uns aber nicht einschüchtern, sondern machen nur umso motivierter weiter. Die Einschüchterungsversuche zeigen, dass unser Protest einen wunden Punkt trifft.“
Der Ablauf am 5. März ist klar geplant: Bereits am Morgen soll es einen Infostand geben, um 10 Uhr startet die Demonstration durch die Stadt, bei der auch Schulen angesteuert werden. Schon beim letzten Mal sei die Stimmung sehr kraftvoll gewesen. Man habe gemerkt, „wie wütend alle auf die Politik sind, aber auch wie viel Motivation da ist, gemeinsam diesen Protest auf die Straße und in unsere Schulen zu tragen“.
Inhaltlich richtet sich der Streik vor allem gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht und gegen Aufrüstung insgesamt. „Es gibt ganz viele Gründe, warum wir uns als Jugendliche gegen die Wehrpflicht wehren sollten“, betont Emma. Viele wollten nicht „ein Jahr lang in der Kaserne von Vorgesetzten angeschrien werden oder zum Sterben in den Krieg ziehen“. Aus Sicht des Streikkomitees liege die Bundeswehr und die Aufrüstung „nicht in unserem Interesse“. Statt junge Menschen zum Militärdienst zu verpflichten, fordern die Organisatorinnen und Organisatoren „eine Zukunft ohne Zwangsdienst und ohne Militarisierung der Gesellschaft“.
Die Demo beginnt am Donnerstag, 5. März um 10 Uhr auf dem Platz der Alten Synagoge in Freiburg. Davor sind die Organisatoren mit einem Infostand vor Ort.
Ausgezeichnete Kardiologie am St. Josefkrankenhaus (v.l.n.r.): Dr. Luca Trolese, Prof. Dr. Dr. Michael Brunner, Dr. Shota Tohoku. Foto: Artemed Kliniken Freiburg
Die Kardiologie am St. Josefskrankenhaus Freiburg gehört zu den Top-Zentren für Vorhofflimmern in Baden-Württemberg. Das wurde nun durch eine DGK-Zertifizierung offiziell bestätigt.
Das St. Josefskrankenhaus Freiburg ist nach einem erfolgreich bestandenen Audit von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) als eines von nur zehn Vorhofflimmerzentren in Baden-Württemberg zertifiziert worden. Das geht aus einer Pressemitteilung des St. Josefskrankenhauses hervor. Die Auszeichnung, die üblicherweise Universitätskliniken und großen Maximalversorgern verliehen wird, bestätigt laut Klinikleitung den hohen Spezialisierungsgrad des Hauses auf dem Gebiet der Herzrhythmusstörungen und unterstreicht den über die Region hinaus wirkenden Erfolg des ganzheitlichen Ansatzes in der Patientenversorgung.
„Die DGK-Zertifizierung sowie die vor wenigen Monaten von der DGK bestätigte Zusatzqualifikation ‚Spezielle Rhythmologie‘ belegen die fundierte Fachkompetenz unseres seit vielen Jahren eng zusammenarbeitenden Teams im Bereich Vorhofflimmern und Rhythmologie“, betont Professor Michael Brunner, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Rhythmologie und Internistische Intensivmedizin. Für Patientinnen und Patienten bedeute dies eine Behandlung auf hohem medizinischem Niveau, die einen „ganzheitlichen Ansatz“ verfolge und auch „begleitende internistische Erkrankungen wie Diabetes, COPD oder Magen-Darm-Erkrankungen“ berücksichtige – von der Diagnostik bis zur Nachsorge.
Die rhythmologische Sektion der Klinik untersucht die elektrischen Eigenschaften des Herzens und ist auf die Diagnose und Behandlung von Herzrhythmusstörungen spezialisiert. Das Leistungsspektrum reicht von präziser Diagnostik und Elektrokardioversion über medikamentöse Therapien bis hin zu komplexen Verfahren wie Katheterablationen und Implantationen von Herzschrittmachern oder Event-Recordern.
„Unsere Aufgabe ist es, die individuelle Herzrhythmusstörung genau zu analysieren und Risiken abzuwägen“, so Luca Trolese, Sektionsleiter Rhythmologie, um so gemeinsam mit den Patienten ein „passgenaues Therapiekonzept“ zu entwickeln. Oberarzt Dr. Shota Tohoku ergänzt: „Dabei verlieren wir nie den Menschen aus dem Blick: medizinische Qualität und persönliche Betreuung gehen bei uns Hand in Hand.“
Das St. Josefskrankenhaus wurde 1886 von den Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul gegründet und ist heute zentrale Anlaufstelle für die Grund-, Regel- und Spezialversorgung im Freiburger Raum. Weitere Informationen unter www.josefskrankenhaus-freiburg.de.
Wer macht das Rennen? Die CDU um Manuel Hagel (links) oder Cem Özdemir mit den Grünen? Foto: Picture Alliance, DPA / Marijan Murat
Es läuft auf ein Fotofinish hinaus bei der Landtagswahl am kommenden Sonntag, 8. März. Vor allem im Lager der CDU herrscht Nervosität. Rund 7,7 Millionen Wahlberechtigte entscheiden, wer das Land künftig regiert. Der Freiburger Wochenbericht hat einen Politikexperten zur Ausgangslage befragt.
Die Umfragen kurz vor dem Wahltag deuten auf ein enges Rennen hin: Laut dem ZDF-Politbarometer (Forschungsgruppe Wahlen) hat die über Wochen komfortabel in Führung liegende CDU um Manuel Hagel noch einen zarten Vorsprung und liegt bei 27 Prozent. Die dahinterliegenden Grünen mit Spitzenkandidat Cem Özdemir kämen derzeit auf 25 Prozent. Dahinter folgen die AfD mit 19 Prozent und die SPD mit 9 Prozent. FDP und Linke kämen jeweils auf 6 Prozent.
Scharfe Attacken
„Noch vor wenigen Wochen hätte man nicht geahnt, dass das Rennen so eng wird. Es ist wie ein Fußballspiel, das erst kurz vor der 90. Minute entschieden wird“, sagt Politikexperte Michael Wehner, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung in Freiburg. Seit Cem Özdemirs öffentlichkeitswirksamer Hochzeit mitten im Wahlkampf und der Rehaugen-Affäre von Manuel Hagel herrscht Nervosität im Lager der Konservativen. „Die CDU hat bislang keine größere Wahlkampfdynamik entfacht, und Manuel Hagel gerät in Schlagzeilen, die er sich nicht gewünscht hat. Entsprechend zeigt die Umfragekurve der Grünen nach oben, während die der CDU stagniert oder mit leichten Minuswerten zu kämpfen hat“, so Wehners Analyse.
CDU-Mann Hagel reagiert seit dem Wochenende darauf mit scharfen Attacken gegen seinen Kontrahenten von den Grünen. Özdemir verspreche „Dinge, die seine eigene Partei niemals mitgehen wird. Das ist nicht ehrlich“, sagte Hagel der „Welt“. Laut Wehner ein deutlicher Strategiewechsel: „In der CDU hatte man gehofft, den Wahlkampf vor allem über die Abgrenzung von der AfD zu führen – idealerweise, um die AfD schrumpfen zu lassen. Nun merkt man aber, dass auch bürgerliche, der CDU zuneigende Wähler Richtung Grüne tendieren“, so Wehner.
Ob Özdemirs Bekanntheit und Erfahrung gepaart mit der Strategie, CDU-eigene Themen wie innere Sicherheit und Migrationspolitik für sich zu beanspruchen, am Ende den Ausschlag geben, sei Wehner zufolge aber alles andere als ausgemacht. „Die Zuschreibung von Wirtschaftskompetenz geht nach wie vor eher auf das Konto der Union als auf das der Grünen. Zudem sind bis zu 30 Prozent der Wählerinnen und Wähler noch nicht festgelegt, und es gibt Unschärfen in der Umfragequalität.“ Hinzu komme der Iran-Krieg, der sich in „einem stark exportorientierten Wirtschaftsland wie Baden-Württemberg“ ebenfalls auf die Landespolitik auswirken werde.
Am Ende kommt es also auf jede Stimme an. Die Koalitionsfrage hängt vom Abschneiden der kleineren Parteien ab – aktuell sieht es aber so aus, dass FDP und Linke den Sprung ins Parlament schaffen. „Insofern bleibt im Moment die spannende Frage: Wird es eine grün-schwarze Regierung unter Özdemir oder eine schwarz-grüne Regierung unter Hagel?“, so Wehner.
Das Moderatoren-Duo „Let’s Dance“-Juror Joachim Llambi (r.) und Ex-„Miss Germany“ Babett Konau (l.) mit den „Face of Europe“-Gewinnern Jennifer Teles aus Österreich und Max de Boer aus den Niederlanden.
Foto: Europa-Park
Im Europa-Park Teatro ging wieder die exklusive „Face of Europe-Gala“ über die Bühne. 20 Kandidaten aus ganz Europa präsentierten sich selbstbewusst und authentisch. Sie standen stellvertretend für ihre jeweiligen Länder. Die Jury, unter anderem mit Claudia Effenberg und Ex-Miss Germany Lena Bröder, kürte die 19-jährige, sieben Sprachen sprechende Jennifer Teles aus Österreich und den zwei Meter großen Max de Boer aus den Niederlanden zu den Siegern.
Neben der Show mit Künstlern und Artistik-Darbietungen begeisterte auch das Moderatoren-Duo des Abends – Ex-Miss Germany Babett Konau und „Let’s Dance“-Juror Joachim Llambi – das Publikum. „Face of Europe“ steht für Persönlichkeit, Haltung und europäische Verbundenheit. Dieser Abend hat gezeigt, welches Potenzial in diesem Format steckt“, so Veranstalter Ralf Klemmer. Danach wurde bei der After-Show-Party weitergefeiert – unter den Gästen war unter anderem SC-Kicker Matthias Ginter.
Bei der Erstauflage des vhs Männerkochkurses ging es fröhlich lecker zu. Foto: vhs/D.Koev
Dieser neue Kurs macht Männer zum Helden am Herd: Mitte Februar gab es bei der vhs Freiburg erstmals ein Kochangebot nur für Männer. Hier wurde gezeigt, wie schnell man einfache und leckere Gerichte zubereiten kann. Da das Angebot bei den Herren der Erstauflage so große Begeisterung hervorgerufen hat, legt die vhs am 11. März, 18 Uhr, gleich einen Termin nach.
„Selbst wer noch nie einen Kochlöffel in der Hand hatte, kann hier die Freude am Kochen entdecken. Es ist also auch ein ideales Geschenk zum Beispiel für den Freund oder Ehemann, der sich bislang eher zurückhält“, verrät der Dozent Desko Koev (Koch und Hotelfachmann) und fährt mit einem Augenzwinkern fort: „Gemeinsam entdecken wir die Freude am Kochen und zeigen, dass auch Männer an den Herd gehören.“ Wobei viele der Neuköche besonders schätzen, dass alles gestellt wird und man nur eine Tupperdose für mögliche Reste mitbringen muss. Wer sich oder dem Partner einen Platz im nächsten Kurs sichern möchte, kann sich unter www.vhs-freiburg.de oder Tel. 0761-3689510 anmelden.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Foto: vhs/D.Koev