Begeisterten das Publikum bei den Konzerthausbällen: Die Formation “The Swingin’ Pebs” in der Tanzshow „Celi und das verlorene Weihnachten“. Foto: Valentin Behringer
Mit festlicher Eleganz, ausgelassener Tanzfreude und einem beeindruckenden Showprogramm hat der Konzerthausball der Tanzschule Gutmann am Freitag, und Samstag erneut das Konzerthaus in einen glanzvollen Ballsaal verwandelt. Mehr als 1.900 Gäste pro Abend feierten auf fünf Tanzflächen Freiburgs größten Ball und machten das Konzerthaus für zwei Nächte zum gesellschaftlichen Mittelpunkt der Region.
Bereits der Auftakt des Abends begeisterte das Publikum: Zur Türöffnung des Konzerthauses wurden die Gäste von sogenannten Walking Acts in beeindruckend aufwändiger Kostümierung begrüßt. Ein besonderer Höhepunkt beider Abende war die große Tanzshow der Tanzschule Gutmann. Rund 150 Tänzer wirkten an der etwa 45-minütigen Tanzshow mit, die unter dem Titel „Celi und das verlorene Weihnachten“ eine Geschichte über Zeitdruck, Entfremdung und die Suche nach Gemeinschaft erzählte. Die aufwändig inszenierte Aufführung wurde vom Publikum mit langem Applaus gewürdigt.
Der Freitagabend stand zudem ganz im Zeichen des Nachwuchses: Rund 300 Jugendliche, die in der Tanzschule Gutmann die Grundstufe absolviert hatten, feierten im festlichen Rahmen ihren Premierenball. Beim Jugendturnier konnten die Debütanten außerdem ihr Können unter Beweis stellen. Die Sieger wurden persönlich von Oberbürgermeister Martin Horn sowie der mehrfachen Sportlerin des Jahres, Sabine Storz, geehrt – ein besonderer Moment für die jungen Tänzer. Der Termin für den Konzerthausball im kommenden Jahr steht bereits fest: Tanzbegeisterte sollten sich den 11. und 12. Dezember 2026 vormerken. Der Ticketverkauf startet bereits morgen.
Oberbürgermeister Martin Horn zeichnete jugendliche Tänzer aus – hier mit Christian Spengler, einem der Inhaber der Tanzschule Gutmann. Foto: Valentin Behringer
Die Siegerinnen und Sieger des Grundstufen-Jugendturniers v.l.n.r.: Luise Schöpsdau und Emma Marquart (3. Platz), Tim Trimborn und Charlotte Klink (1. Platz), Florian Gabele und Ayana Schulte (2. Platz). Fotograf: Valentin Behringer
Ex-SC-Kicker Nils Petersen erzählte beim Talkabend von Julica Goldschmidt auch von seinem Alltag als Profispieler. Foto: Maximo-Hans Musielik
Am Theater Freiburg ging am Samstag wieder die Gesprächsreihe „Ein Abend, ein Wort“ über die Bühne. Dieses Mal stand der Begriff „Zämme“ im Fokus des neuen Formats von Radiomoderatorin Julica Goldschmidt. Auch dieses Mal gab es hier viele persönliche Geschichten und Anekdoten der Gäste. Mit dabei waren Ex-SC-Torjäger Nils Petersen, Felix und Till Neumann von der HipHop-Band Zweierpasch, Generalmusikdirektor André de Ridder sowie Robert Klebes und Sarah Gugel von der Bahnhofsmission.
Hier plauderte der ehemalige Bundesliga-Profi auch aus dem Nähkästchen und sorgte damit für Lacher. Er verriet, dass er Mannschaftsbesprechungen beim SC auch mal früher verlassen hatte, um sich die „Fußballgott“-Fangesänge anzuhören. Die haben sein Selbstbewusstsein gestärkt. Das Problem damit habe sich aber erledigt, seitdem er für die Sportfreunde Oberried in der Kreisliga spielt. Ganz offen berichtete er aber auch über mentale Probleme, denn der Konkurrenzkampf in der Bundesliga sei hart gewesen. Das Fazit des Abends: „Zämme“ ist gut, aber genauso wichtig ist es, auch mal alleine sein zu können.
Varang führt die Ash People an – eine gefährliche Bedrohung. Denn deren Konflikt mit dem Na’vi-Stamm eskaliert. Foto: 20th Century Studios
Atemberaubende Bilder, neue Clans und Kreaturen: Oscar-Gewinner und Kultregisseur James Cameron bringt den langerwarteten dritten Teil der epischen Saga ins Kino. Jake und seine Familie müssen sich gegen einen feurigen Na’vi-Stamm – das Volk der Ash People – zur Wehr setzen. Es droht ein Krieg, der ganz Pandora vernichten könnte.
James Cameron nimmt die Zuschauer erneut mit auf ein immersives Abenteuer. Mit dem ehemaligen Marinesoldaten Jake Sully (Sam Worthington, „Kampf der Titanen“), der jetzt der Anführer der Na’vi ist, der Na’vi-Kriegerin Neytiri (Zoe Saldaña, „Emilia Pérez“) und der Sully-Familie geht es zurück nach Pandora. Jake und Neytiri haben gemeinsam mit ihrer Familie im Wasserreich des Metkayina-Clans eine neue Heimat gefunden. Doch die Ruhe ist trügerisch. Sie müssen mit der Trauer um ihren Sohn Neteyam fertig werden und gleichzeitig eine neue, gefährliche Bedrohung abwehren. Ein feuriger Na’vi-Stamm, die sogenannten Ash People, geführt von der charismatischen Varang, erhebt sich in den vulkanischen Regionen Pandoras. Im Zusammenspiel mit Jakes Erzfeind Quaritch eskaliert der Konflikt – und es droht ein Krieg, der nicht nur das Schicksal ihrer Familie, sondern das gesamte Gleichgewicht von Pandora auf die Probe stellt.
Weitere Rollen übernehmen Sigourney Weaver („Sieben Minuten nach Mitternacht“), Stephen Lang („Don’t Breathe“), Oona Chaplin („Game of Thrones“), Cliff Curtis („Meg“), Britain Dalton („Die dunkle Saat“), Trinity Bliss („Schritt für Schritt“), Jack Champion („Scream VI“), Bailey Bass („Interview mit dem Vampir“) und Kate Winslet („Titanic“).
Die ersten Reaktionen sind begeistert: „Ein absoluter Knaller“, „ein phänomenales Kinoerlebnis“ oder „Kühn, brillant und in jeder Hinsicht beeindruckend“, loben die Kritiker.
Nachdem „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ mit einem Einspielergebnis von knapp drei Milliarden Dollar „Titanic“ als erfolgreichsten Film aller Zeiten ablöste, mussten Fans der Reihe drei Jahre auf den dritten Teil warten. Die Starttermine für den vierten und fünften Teil stehen bereits fest, diese sollen am 19. Dezember 2029 und 17. Dezember 2031 ins Kino kommen.
Agnes (Eva Victor) kämpft nach einem traumatischen Erlebnis mit ihrem Leben. Foto: A 24
Agnes (Eva Victor), eine junge Literaturprofessorin in Neuengland, wird nach einem traumatischen Erlebnis aus der Bahn geworfen. Während ihr Umfeld zur Tagesordnung übergeht, kämpft sie mit dem Gefühl, festzustecken.
In fünf Kapiteln und über mehrere Jahre begleitet der Film ihren Weg zurück zu sich selbst – getragen von scharfem Humor und der bedingungslosen Unterstützung ihrer besten Freundin. In ruhigen Bildern und mit feinem Gespür für Zwischentöne erzählt das Spielfilmdebüt von Eva Victor von der Suche nach Orientierung, wenn das eigene Leben aus den Fugen gerät und von der unermesslichen Kraft von Freundschaft.
Cristina (Marion Cotillard) fasziniert als Schneekönigin. Foto: Grandfilm
Kälter als Eis, ihr Kuss trifft mitten ins Herz… Die 1970er Jahre: Getrieben von einer unbestimmten Sehnsucht stößt die 16-jährige Ausreißerin Jeanne in einem verlassen wirkenden Filmstudio auf eine andere Welt. Tagsüber wird hier „Die Schneekönigin“ gedreht – und die rätselhafte Hauptdarstellerin Cristina zieht Jeanne sofort in ihren Bann. Zwischen Bewunderung, Verführung und subtiler Bedrohung entwickelt sich eine intensive Faszination zwischen Jeanne und Cristina, während die Grenzen zwischen Realität und Film, Traum und Leinwand zunehmend verschwimmen. Die wachsende Obsession treibt Jeanne immer tiefer in das Reich der Schneekönigin, das sich auf geheimnisvolle Weise über die Welt zu legen scheint.
Inspiriert von Hans Christian Andersens Märchen „Die Schneekönigin“ erzählt die preisgekrönte französische Regisseurin Lucile Hadžihalilović ein poetisches Kinoerlebnis voller betörender Bilder und dunkler Anziehungskraft. Nach „Innocence“ besetzt Hadžihalilović erneut Frankreichs Superstar Marion Cotillard in einer vielschichtigen Doppelrolle. Die junge Clara Pacini brilliert in ihrer ersten großen Rolle, flankiert von August Diehl als Cristinas rätselhaftem Begleiter.
Wer Spermüll abholen lassen möchte, kann das in Freiburg künftig nur noch per App oder online in die Wege leiten. Foto: Joers
In Freiburg wird es künftig keine Spermüllkarte aus Papier mehr geben. Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) stellt demnach zum Jahresende auf ein vollständig digitales Angebot bei Abfallkalendern und Sperrmüllkarten um.
Laut ASF soll der straßenindividuelle Abfallkalender für 2026 online unter abfallwirtschaft-freiburg.de sowie über die kostenlose ASF-Abfall-App abrufbar sein. Die Sperrmüllkarte wird für 2026 nicht mehr produziert, da sie für die Sperrmüllentsorgung nicht mehr benötigt wird.
Laut ASF-Angaben erfolgten schon jetzt bereits über 80 Prozent der Anmeldungen online, was zeige, dass die digitalen Angebote von den Freiburgerinnen und Freiburgern bereits „zum Großteil“ genutzt würden. Die Umstellung sei aus ökologischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Gründen beschlossen worden.
Für Bürgerinnen und Bürger, die keine digitalen Angebote nutzen möchten, wird weiterhin ein gedruckter Kalender mit allen Abholterminen ab Montag, 15. Dezember an öffentlichen Stellen wie Ortsverwaltungen, Rathäusern, der ASF-Verwaltung und Recyclinghöfen ausgegeben.
Rückfragen zur Sperrmüllanmeldung beantwortet die ASF telefonisch unter 07 61 / 76 70 71 72. Weiterhin besteht die Möglichkeit, Sperrmüll formlos per E-Mail an sperrmuell@abfallwirtschaft-freiburg.de oder per Briefpost anzumelden.
Moderiert von zwei jungen AOK-Führungskräften diskutierten in Freiburg die Landtagskandidierenden Viviane Sigg (SPD/Freiburg, 2.v.l.), Stefanie Wernet (CDU/Emmendingen, 3.v.l.), Matthias Mand (FDP/Emmendingen, 4.v.l.) und Nadyne Saint-Cast (Grüne/Freiburg, 5.v.l.). Foto: Joers
Die Landtagswahl 2026 wirft Schatten voraus: In Freiburg sprechen Kandidierende über Finanzierung und Pflegeproblematik. Innovative Ideen für die Gesundheitspolitik in Baden-Württemberg kommen zur Sprache.
Die Landtagswahl am 8. März 2026 in Baden-Württemberg wirft ihre Schatten voraus, auch in Freiburg. Mit Viviane Sigg (SPD/Freiburg), Stefanie Wernet (CDU/Emmendingen), Matthias Mand (FDP/Emmendingen) und Nadyne Saint-Cast (Grüne/Freiburg) stellten sich vier Kandierende am vergangenen Mittwoch in Freiburg den Fragen junger AOK-Führungskräfte. Zur Begrüßung der rund 40 Zuhörer setzte Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer AOK Südlicher Oberrhein, den Ton und sagte: „Deutschland zählt nach den USA und der Schweiz zu den drei Volkswirtschaften, die am meisten Geld für das Gesundheitwesen ausgeben. Gleichzeitig liegt die Lebenserwartung bei uns unter dem EU-Durchschnitt.“
Fragen des Fachkräftemangels, der aus dem Ruder laufenden Finanzierung des Gesundheitswesens aber auch der Pflegeproblematik und der Digitalisierung kamen auf den Tisch. Während Matthias Mand „schmerzhafte Einschnitte“ beim Leistungskatalog der Krankenkassen anmahnte, und Stefanie Wernet die Bedeutung von „gesundheitlicher Bildung und Prävention“ hervorhob, sprach Viviane Sigg Lösungsansätze wie sogenannte „Community Health Nurses“ an – also Gemeindeschwestern, die in ländlichen Regionen aufsuchende Pflegearbeit verrichten könnten. „Wir sind der Ansicht, dass das landesweit geregelt gehört“, so Sigg. Genauso fordere die SPD ein Gehalt für pflegende Angehörige, „weil dadurch Kosten gesenkt werden“, so Sigg. Und Stefanie Wernet schlug beim Thema Pflege vor, Angehörige beim Antragswesen besser zu unterstützen.
Das Anreizsystem der Kassenbeiträge gehöre überprüft, sagte dagegen die Freiburger Grünen-Landtagsabgeordnete Nadyne Saint-Cast. Menschen, die regelmäßig Sport machten gehörten bei den Beiträgen entlastet. Mit Blick auf Freiburg betonte Saint-Cast, wie stark das Land die hiesige Region unterstütze – von den zusätzlich 800 Millionen Euro für die Universititäts kliniken gingen allein 200 Millionen Euro nach Freiburg (mehr dazu hier). Zur vom Bund angestoßenen Krankenhausreform sagte sie: „Es wird weniger Betten geben, aber in Baden-Württemberg sind wir bereits gut aufgestellt, was die Strukturreform angeht.“ Kosteneinsparungen könnten zudem durch nachhaltige Nutzung von Ressourcen erreicht werden, hier gebe es in Freiburger Krankenhäusern bereits gute Beispiele.
Info: Zur Landtagswahl 2026 stellt die AOK Video-Statements der Kandidierenden zur Gesundheitspolitik auf www.gesundewahl-bw.de bereit.
Die Freiburger Uniklinik (im Bild das Interdisziplinäre Tumorzentrum) erhält vom Land 200 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes. Foto: Joers
Aus dem Sondervermögen des Bundes erhält Freiburg 200 Millionen Euro für Projekte des Universitätsklinikums. Das hat der Finanzausschuss des baden-württembergischen Landtags am vergangenen Freitag beschlossen. Von den Mitteln kommen 40 Millionen Euro dem Neubau der Tageskliniken der Kinder- und Jugendpsychiatrie zugute. Der Neubau soll im Garten hinter dem Gebäude der Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Hauptstraße entstehen und den großen Bedarf an Tagesklinikplätzen decken. Seit Jahren gibt es lange Wartelisten für eine Behandlung.
Die Zahn-, Mund- und Kieferklinik der Uniklinik erhält 100 Millionen Euro. Mit den restlichen 60 Millionen Euro soll die Wärmeversorgung der Universität und des Universitätsklinikums klimaneutral werden. Voraussichtlich am 11. Dezember werde der Landtag den Nachtragshaushalt verabschieden, wie die Freiburger Landtagsabgeordnete Nadyne Saint-Cast (Grüne) in einer Pressemitteilung erklärte. Für Kritik sorgt der Standort des geplanten Neubaus. „In Herdern zeigt man sich entsetzt darüber“, dass das Land den Diakonissengarten dafür opfern wolle, schreibt Stadtrat Wolf-Dieter Winkler (Freiburg Lebenswert) an OB Martin Horn. Bei der Nachverdichtung sei „eine Schmerzgrenze“ erreicht, so Winkler.
Die Schusterstraße ist nicht
nur weihnachtlich geschmückt, sondern lockt auch musikalisch. Foto: Bernd Wolf
Rennomierte Chöre singen beim „Weihnachtserlebnis Schusterstraße“ in der Freiburger Innenstadt auch an diesem Adventswochenende.
Die Geschäfte und Gastronomen der Schusterstraße in Freiburg präsentieren ein ganz besonderes musikalisches Adventsprogramm: Am Freitag, 12. Dezember, singt „Soulfamily“ im Rahmen des „Weihnachtserlebnisses Schusterstraße“ ab 17 Uhr.
Am Samstag, 13. Dezember folgt der vorläufige Höhepunkt. Sieben Chöre treten gegenüber dem Juweliergeschäft Bernd Wolf bei Galeria und neben dem Hotel Oberkirch auf. Um 11 Uhr beginnt „Chormunity Freiburg“. Die Femmes Vocales Freiburg übernehmen ab 13 Uhr mit einem Programm von Renaissance bis Chanson und Jazz bis hin zu „rocken bis jodeln“. Weiter geht es mit dem Junior Jazz Chor, bei dem ausgewählte, talentierte Sänger von 11 bis 24 mitwirken. Ab 15 Uhr begeistert der studentische Chor Broadway Freiburg mit Filmmusik und Musicals, gefolgt von Soulfamily. Um 17 Uhr folgt mit mehr als 60 Sängern der „Contrappunto Bestiale“, ab 18 Uhr schließt der Junior Jazz Chor den Konzerttag in der Schusterstraße ab. Der Knabenchor der Chorakademie singt ab 18 Uhr am Freitag, 19. Dezember. Mit drei Chören schließt das „Weihnachtserlebnis Schusterstraße“ am Samstag, 20. Dezember, ab: Von 15 bis 17 Uhr geht es hier noch einmal mit der Chorakademie und Soulfamily musikalisch hoch her.
„Mir hat die Arbeit immer Freude gemacht“: Nach fast 50 Jahren bei Omega electronic übergibt Ulrich Allgaier die Verantwortung an seinen langjährigen Mitarbeiter und Nachfolger Marc-Oliver Böhme (links). Foto: Joers
Abschied nach 47 Jahren: Ulrich Allgaier, Geschäftsführer von „Omega electronic“ übergibt zum 1. Januar die Ladenschlüssel an seinen Nachfolger Marc-Oliver Böhme. Der 1978 eröffnete Elektro-Fachhandel zieht schon seit Jahrzehnten Generationen von Hobbybastlern und Hilfesuchenden an. Die fundierte Beratung bleibt auch unter Allgaiers Nachfolger das große Alleinstellungsmerkmal von Omega.
Seit Mai 2007, als die Innenstadt-Filiale von „Omega electronic“ in der Raustraße eröffnet wurde, ist Marc-Oliver Böhme der dortige Filialleiter. Zum 1. Januar 2026 wird der 56-Jährige von Firmengründer Ulrich Allgaier die Verantwortung für das traditionsreiche Unternehmen und die rund 25 Mitarbeiter übernehmen. „Mir war schon lange klar, dass ich meine Zeit bei Omega irgendwann zu Ende bringen werde“, sagt Allgaier über die bevorstehende Übergabe. Sein Nachfolger sollte jemand sein, den er gut kenne und der das Unternehmen mit der nötigen Ernsthaftigkeit weiterführen könne. In Böhme habe er diese Lösung endlich gefunden. „Wir sind uns soweit einig und ich bin sehr zufrieden, wie es gelaufen ist“, sagt Allgaier.
Seinem Nachfolger wird er noch einige Zeit beratend zur Seite stehen, sich ansonsten aber aus dem Geschäft zurückziehen. Beide betonen zudem, wie gut die Sparkasse Freiburg und das involvierte Steuerberaterbüro die Übergabe sowohl fachlich als auch in den Finanzierungsfragen begleitet haben. „Das hat uns beide sehr entlastet“, sagt Allgaier. Und Böhme wiederum dankt seinem Vorgänger und dessen Familie für das in ihn gesetzte Vertrauen.
„Wir sind Problemlöser“
Computer- und Handy-Zubehörteile, Leuchtmittel, Akkus und Batterien, Kabel, Stecker, Druckerpatronen – rund 10.000 Artikel führt das Fachgeschäft auf 300 Quadratmetern. Der Beratungsbedarf der Kunden ist groß und genau hier spielt das Omega-Team seine Stärken aus. „Wir verstehen uns als Problemlöser“, sagt Marc-Oliver Böhme.
Dieses Prinzip galt schon in den Anfängen im Stühlinger, wo Allgaier – damals noch Physikstudent – gemeinsam mit einem Kommilitonen das Unternehmen gründete. Bis August 1982 war das Geschäft zuerst in der Eschholzstraße 68 beheimatet, ehe es ein paar Hausnummern weiter an die Ecke Eschholzstraße/Wannerstraße zog. Die Geschäftseröffnung sei damals „genau zum richtigen Zeitpunkt“, erfolgt, erinnert sich Allgaier. Anstatt als Berufeinsteiger für ein anonymes Großunternehmen zu arbeiten, erschien ihm der Gang in die Selbstständigkeit damals deutlich verlockender.
„Ich habe das nie bereut“, sagt Allgaier heute. Gerade der Kontakt zu jungen Menschen habe ihm bei der Arbeit am meisten Freude bereit und ihn jung gehalten. Inzwischen gibt es zwar nur noch die Omega-Filiale in der Innenstadt. „Doch der Bedarf ist nach wie vor da“, sagt der 69-Jährige. Omega electronic hat mit seiner kundenorientierten Herangehensweise eine Nische besetzt, die auch – oder gerade – in Zeiten des Online-Handels weiterhin funktioniert. Dieses Vermächtnis möchte Marc Böhme mit seinem Team nun weiterführen.