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Gleissanierung in Freiburg: In den Herbstferien fahren keine Straßenbahnen am Stadttheater

Gleise StadttheaterDas Gleiskreuz am Stadttheater wird ab Montag eine Woche lang zur Baustelle. Foto: Joers

Ab Montag wird der Stadtbahnverkehr in Freiburg auf allen Linien umgeleitet wird. Der Grund: Die Freiburger Verkehrs-AG erneuert von Montag, 27. Oktober, bis Sonntag, 2. November das Gleiskreuz am Stadttheater. Fahrgäste müssen mit längeren Wegen und geänderten Fahrplänen rechnen.

Jeden Tag wird das Gleiskreuz am Stadttheater von rund 1.200 Fahrzeugen befahren. Wie die Freiburger Verkehrs AG (VAG) mitteilt, ist nun aufgrund von Verschleiß eine Erneuerung der Gleise nn notwendig. Am Montag beginnen die Arbeiten und dauern bis zum Sonntag, 2. November.

Während der Bauarbeiten kann das Gleiskreuz nicht überfahren werden, weshalb alle Straßenbahnlinien betroffen sind, die Buslinien jedoch regulär verkehren. Zur Sicherung der Anschlüsse und des Betriebs soll der Takt tagsüber angepasst werden. Die VAG empfiehlt den Fahrgästen, auf den betroffenen Abschnitten mehr Zeit einzuplanen.

Laut VAG werden die Linien wie folgt umgeleitet: Die Linie 1 fährt von Littenweiler über Bertoldsbrunnen weiter als Linie 5 ins Rieselfeld, während Fahrten aus Landwasser am Stadttheater enden. Die Linie 2 verkehrt von Günterstal bis Europaplatz, Rückfahrten von Hornusstraße enden am Stadttheater. Die Linie 3 fährt von Zähringen über Bertoldsbrunnen weiter als Linie 4 ins Vauban, Fahrten aus der Haid enden ebenfalls am Stadttheater. Die Linie 4 fährt von Vauban über Bertoldsbrunnen weiter als Linie 3 nach Zähringen, während Fahrten von der Messe am Stadttheater enden. Die Linie 5 fährt von Rieselfeld über Erbprinzenstraße und Bertoldsbrunnen weiter als Linie 1 nach Littenweiler. Die Haltestelle Fahnenbergplatz entfällt während der gesamten Bauzeit. Da der Abschnitt zwischen Bertoldsbrunnen und Stadttheater nicht befahrbar ist, müssen Fahrgäste je nach Verbindung etwa 300 Meter zu Fuß zurücklegen.

So werden die Linie der VAG während der Arbeiten in den Herbstferien umgeleitet. Foto: VAG

Als Alternativen empfiehlt die VAG unter anderem die Nutzung der Höllentalbahn, der Elztalbahn, Regionalbusse oder bestimmter Buslinien. Die lauteren Bauarbeiten finden jeweils zwischen 7 und 20 Uhr statt. Für den Individualverkehr sowie für Rad- und Fußverkehr am Rotteckring und in der Innenstadt gibt es kaum Einschränkungen.

Weitere Informationen unter www.vag-freiburg.de/

Brand in Seniorenwohnanlage in Freiburg: Familie hilft den Bewohnern

DRK FreiburgGrößerer Eimsatz im Stadtteil Waldsee: Insgesamt mussten acht Menschen medizinisch untersucht werden. Foto: DRK Freiburg / Reinbold

Ein Brand hat am Donnerstagmorgen in einer Wohnanlage an der Heinrich-Heine-Straße im Freiburger Stadtteil Waldsee einen größeren Einsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst ausgelöst. Wie die Polizei mitteilt, wurde das Feuer gegen 7 Uhr gemeldet. Nach ersten Erkenntnissen sei der Brand in einer Wohnung des Gebäudes ausgebrochen. Die Feuerwehr habe die Flammen kurze Zeit später löschen können und sei gegen 9 Uhr wieder abgerückt.

Wie das Deutsche Rote Kreuz in Freiburg meldet, habe eine junge Familie den Brand bemerkt und sofort reagiert: Sie sei in die betroffene Wohnung geeilt und habe Nachbarn gewarnt, damit diese sich in Sicherheit bringen konnten. Insgesamt mussten acht Menschen medizinisch untersucht werden, ein Mensch wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht worden.

Die Höhe des Schadens und die genaue Brandursache sind laut Polizei noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

SC Freiburg gegen Utrecht: Wer startet – Grifo oder Scherhant?

Der SC Freiburg trifft am Donnerstag im Europa-League-Heimspiel auf den FC Utrecht (21 Uhr) und ist am Sonntag bei Bayer Leverkusen (15.30 Uhr) gefordert. In beiden Spielen spielt die Frage mit, wer von Beginn an auf der linken Seite startet – Youngster Scherhant und Routinier Grifo?

Beim 2:2 gegen Eintracht Frankfurt glänze die linke Seite mit einer Arbeitsteilung. Schon in der 2. Minute waren die Breisgauer durch Derry Scherhant in Führung gegangen. Für ihn war es das erste Mal, dass er von Spielbeginn aufs Feld durfte. „Ich bin sehr happy über meinen Startelfeinsatz und dass ich der Mannschaft helfen konnte.“

In der zweiten Halbzeit kam dann der große Moment des eingewechselten Vincenzo Grifo, der in der 75. Minute für Scherhant aufs Feld durfte. Grifo versenkte einen herrlichen Freistoß-Schlenzer außen um die Zwei-Mann-Mauer herum und vorbei am überrumpelten Frankfurt-Keeper Santos im Tor der Gäste. „Ich habe gesehen, wie der Torwart einen Schritt nach rechts gemacht“, schilderte Grifo seinen Geniestreich. „Wer nicht wagt, kann solche Tore nicht schießen. Der Torwart wäre aber fast dran gewesen. Ein bisschen Glück für mich war also dabei.“

Neuzugang Derry Scherhant (Mitte) überzeugte bei seinem Startelfdebüt am Sonntag. Foto: Detlef Berger

SC-Trainer Julian Schuster versetzt die starken Darbietungen der beiden Offensivkräfte in eine schwierige Lage. Wer von beiden darf am Donnerstag in der Europa League gegen Utrecht starten? „Ich habe zurzeit sehr viel Kraft. Und jeder, der mich kennt, weiß, dass es an mir nagt, wenn ich von der Bank komme“, sagt Grifo dazu. Über seinen Positionskontrahenten sagt er aber: „Derry hat es sehr gut gemacht in den letzten Wochen und er hat es sich auch verdient. Das gilt es zu akzeptieren.“

Über Utrecht, den Achten der niederländischen Liga, auf den Freiburg am Donnerstag trifft, sagt der SC-Routinier: „Wir werden niemanden unterschätzen und schauen, dass wir mit Vollgas in dieses Spiel
gehen“, so Grifo.

Nach Brand in Hochdorf: Polizei schließt technischen Defekt als Ursache aus

Brand Industriegebiet HochdorfAnfang Oktober kam es zu dem Großbrand im Hallenkomplex in Freiburg-Hochdorf. Foto: Bamberger

Nach dem Großbrand am 1. Oktober in Freiburg-Hochdorf läuft die Suche nach der Brandursache weiter. Jetzt gibt es erste Erkenntnisse. Die Polizei startet einen Zeugenaufruf.

Am Dienstag äußerte sich das Polizeipräsidium Freiburg zu den Ermittlungen. Ein Brandsachverständiger schließt demnach aufgrund der vorhandenen Spurenlage einen technischen Defekt derzeit nahezu aus. Auch lassen die vorliegenden Ermittlungsergebnisse nicht auf eine absichtliche Brandlegung schließen. Der Gesamtschaden steht nach wie vor noch nicht abschließend fest.

Zur Klärung der Brandursache hat die Kriminalpolizei eine Ermittlungsgruppe eingerichtet und sucht nun Zeugen, die am Mittwoch, 1. Oktober, zwischen 18 und 21 Uhr verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt haben, welche sich im nördlichen Außenbereich des betroffenen Gebäudekomplexes aufgehalten haben könnten. Hinweise nimmt die Polizei rund um die Uhr unter der 07 61 / 8 82 – 59 91 oder online über die Onlinewache der Polizei Baden-Württemberg entgegen.

Die Ermittler gehen davon, dass im nördlichen Teil der Halle ausbrach. Die Polizei sucht nach Zeugen, die am Abend des 1. Oktobers dort (gelb markierter Bereich) verdächtige Personen wahrgenommen haben. Foto: Polizei

Von der Notwendigkeit zur Haltung: Was die Kundschaft von Second-Hand-Shops bewegt

Den eigenen Stil finden mit individuellen Stücken – das macht für viele Second-Hand-Kunden den Reiz aus. Foto: Goffkein / Adobe stock

Ob aus finanzieller Not, dem Wunsch nach Individualität oder einem echten Nachhaltigkeitsbewusstsein – Second-Hand-Mode liegt im Trend. Doch was treibt die Menschen wirklich in die Läden mit gebrauchter Kleidung? Anbieter aus Freiburg geben Einblick in eine Branche im Wandel.

„Der Wunsch, Kleidung zu finden, die es so nicht überall gibt, bleibt konstant“, sagt Marcel van Haaren, Inhaber des Second-Hand-Ladens Schlepprock. Was sich allerdings verändert hat, ist die Zusammensetzung der Kundschaft – und ihre Motive. Die Spinnwebe, ein soziales Second-Hand-Kaufhaus in Weingarten, spürt, dass Nachhaltigkeit für viele ein echtes Kaufargument ist. „Unsere Kundschaft ist in den letzten Jahren jünger und diverser geworden – das liegt vor allem am wachsenden Bewusstsein für Nachhaltigkeit“, berichtet Hermann Assies von der Spinnwebe. Eine Kundenumfrage im Sommer 2025 zeigt: 39 Prozent der Käuferinnen und Käufer sind unter 30 Jahre alt, 70 Prozent sind weiblich, 5 Prozent divers. Für viele spielt auch der Preis eine Rolle.

Die Erfahrung macht auch Heike Breitzke: Sie ist mit dem XXL FrauenStammtisch und dem K.I.O.S.K. im Rieselfeld Veranstalterin des XXL Kleidermarktes, der dieses Jahr zum zweiten Mal stattfindet und sich vor allem an mehrgewichtige Menschen richtet. „Oftmals müssen Mehrgewichtige auf den Internethandel zurück greifen um eine Kleiderauswahl an Qualität, Stoffen und Farben zu haben“, so Breitzke.

Sparen, retten – oder beides?

Viele Menschen auf dem XXL Kleidermarkt müssen auf das Budget achten, denn Kleider in großen Größen sei häufig sehr teuer, so Breitzke. „Hier kostet alles gerne Mal 20 Prozent mehr.“
Bei Schlepprock steht beides im Vordergrund: „Der Nachhaltigkeitsgedanke und das Sparen gehen Hand in Hand.“ Doch es geht auch um Stil und Individualität: „Viele suchen gezielt nach Kleidung, die nicht von der Stange ist.“ Etwa 70 Prozent der Artikel stammen aus dem Großhandel, der Rest wird von Privatpersonen angekauft. Van Haaren übt aber auch Kritik am Wirtschaftssystem: „Wirklich nachhaltiges Wirtschaften ist in einem System, das auf ständigem Konsum basiert, kaum möglich.“ Und: „Nachhaltig wäre es, eine Hose zu reparieren, statt sie wegzuwerfen.“ Für ihn ist der Begriff oft zu naiv verwendet – echte Nachhaltigkeit sei radikaler als das bloße Einkaufen im Second-Hand-Laden.

Auch die Stadt Freiburg möchte Waren eine zweite Chance geben: Noch dieses Jahr soll die „Fundfabrik“ eröffnet werden. Viele Dinge würden im Sperrmüll landen, obwohl sie noch gut sind, so Pressesprecher Kolja Mälicke: „Mit der Fundfabrik setzen wir da an und hoffen, dass die oft noch guten Gebrauchtgegenstände künftig ihren Weg in andere Haushalte und nicht in den Müll finden.“

„Viele Menschen mit ausreichend Geld kaufen aus Überzeugung bei uns ein“, so auch Assies. Ein Beispiel: Beim Neujahrsempfang in Weingarten trugen mehrere Frauen ihre Outfits fast komplett aus der Spinnwebe – mit Stolz. „Auch die Qualität unserer Waren spielt eine Rolle.“
Die Spinnwebe lebt fast ausschließlich von Spenden, oft begleitet von persönlichen Geschichten. Dabei geht es vielen nicht nur um Nachhaltigkeit, sondern auch um das soziale Element – etwas weiterzugeben, das anderen helfen kann. Doch die wirtschaftliche Lage macht sich auch in der Spinnwebe bemerkbar: „Aktuell erleben wir einen Rückgang der Verkaufserlöse. Die schwierige wirtschaftliche Situation trifft vor allem Menschen mit wenig Geld – und das spüren wir.“

Der nächste XXL Kleidermarkt findet am 2. November von 11 bis 15 Uhr im Glashaus im Rieselfeld mit über 30 Ständen statt. Eintritt frei.

Was wird aus der Waldarbeiter-Siedlung in Freiburg-Günterstal?

Waldarbeiter-Siedlung in GünterstalDie um 1921 errichtete Waldarbeitersiedlung diente als Heimat für Holzhauerfamilien. Gegen die Verkaufspläne der Stadtbau regt sich Protest. Foto: Thomas Kunz

In der Diskussion um die Waldarbeiter-Siedlung in Günterstal hat die Freiburger Stadtbau (FSB)
inzwischen das Gespräch mit den Mietern gesucht. Auch ein Angebot eines Bieters liegt vor, der die Sanierung des historischen Ensembles übernehmen möchte.

Von den zwölf denkmalgeschützten Reihenhäusern in Günterstal stehen sechs inzwischen leer. Vor Ort regt sich Protest seitens der verbliebenen Mieter, dem Bürgerverein und auch der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Stadtbild (ARGE), wie es mit dem sanierungsbedürftigen Ensemble weitergehen soll. Denn die Freiburger Stadtbau möchte die Siedlung in Erbpacht an mögliche Interessenten verkaufen. Bis zum 30. September hatten mögliche Interessenten Zeit, ihre Angebote abzugeben. Matthias Müller, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtbau sagte dem Wochenbericht: „Im Rahmen dieses Verfahrens ist aktuell ein Angebot eingegangen, das sowohl den Erhalt der Siedlung sicherstellt – d.h. durch geeignete Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen – als auch Rückkehrmöglichkeiten für die bisherige Mieterschaft vorsieht.“

Entscheidung erst 2026

Die Eckpunkte des vorliegenden Angebots stellt die FSB in der vergangenen Woche den Mietern und auch dem Bürgerverein vor. „Wir hatten ein sehr konstruktives Gespräch mit der Mieterschaft“, sagt Müller. Gegenstand des Gesprächs seien auch etwaige anfallende Umzugskosten gewesen, „die wir im Zuge des Umzugsmanagements übernehmen würden“, so Müller. „Was uns ganz wichtig ist: Es ist nicht so, dass die Flächen verkauft werden, sondern wir geben die Waldarbeiter-Siedlung im Erbbaurecht ab.“

In einer Presseerklärung äußert sich die ARGE Freiburger Stadtbild zu den Stadtbau-Plänen. „Klimaneutralität und bezahlbarer Wohnraum lassen sich an diesem Ort nur durch eine behutsame, ressourcenschonende Sanierung erreichen – nicht durch Abriss oder Neubau“, so die ARGE. Es bestehe die Gefahr eines Abrisses der Gebäude „unter dem Vorwand wirtschaftlicher Unzumutbarkeit“, heißt es weiter.

„Es wird natürlich vertraglich so geregelt, dass ein Abriss ausgeschlossen ist. Das wird nicht passieren. Das ist auch nicht im Interesse des Anbietenden“, entgegnet Matthias Müller. Wer der potenzielle Bieter ist, sagt die Stadtbau dagegen noch nicht. „Das Angebot, das uns vorliegt, werden wir weiter vertieft prüfen müssen, bevor eine abschließende Entscheidung ergeht“, so der FSB-Geschäftsführer. Dazu werde die Stadtbau externe Gutachter ins Boot holen, um die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens zu prüfen. „Das Ganze wird eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, weshalb wir mit einer finalen Entscheidung erst im kommenden Jahr rechnen.“ Müller sei, aber „guter Dinge“, dass eine Lösung gefunden werde.
Den Mietern sei außerdem zugesichert worden, sie vor einer Entscheidung des FSB-Aufsichtsrats „in gleicher Runde nochmals einzuladen“, um sie über den Stand des Verfahrens zu informieren.

Jetzt gegen Grippe impfen? Das rät ein Freiburger Experte

Die Grippeschutzimpfung schützt gegen Influenzaviren und wird für alle Menschen ab dem 60. Lebensjahr und für Menschen mit einem höheren Risiko für besonders schwerverlaufende Influenzainfektionen empfohlen.Die Grippeschutzimpfung schützt gegen Influenzaviren und wird für alle Menschen ab dem 60. Lebensjahr und für Menschen mit einem höheren Risiko für besonders schwerverlaufende Influenzainfektionen empfohlen. Foto: Adobe Stock

Husten, Fieber, der Hals kratzt und die Glieder schmerzen: Der Herbst ist da und Erkältungen und Grippe sind wieder auf dem Vormarsch. Hartmut Hengel, Ärztlicher Direktor am Institut für Virologie der Freiburger Uniklinik, erklärt im Interview, für wen eine Grippeimpfung Sinn macht und wann der richtige Zeitpunkt dafür ist.

Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen und ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür?

Hartmut Hengel: Die Grippeschutzimpfung schützt gegen Influenzaviren und wird für alle Menschen ab dem 60. Lebensjahr und für Menschen mit einem höheren Risiko für besonders schwerverlaufende Influenzainfektionen empfohlen. Dies betrifft konkret Menschen mit Herzkreislauferkrankungen, Schlaganfall, Lungenerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes Mellitus, aber auch Patienten mit Autoimmunerkrankungen und Krebs. Außerdem sollten sich Pflegende und alle MitarbeiterInnen im Gesundheitssystem zum Schutz ihrer Patientinnen und Patienten impfen lassen. Da die Grippeviren in der Regel erst ab Dezember zirkulieren, ist der November der optimale Zeitpunkt für die Impfung.

Warum sollte man die Impfung jährlich auffrischen?

Hengel: Grippeviren haben die fatale Eigenschaft, sich durch Mutationen beständig zu verändern, um dem Immungedächtnis der Menschen ein Schnippchen zu schlagen. Daher profitiert das Immungedächtnis von Auffrischungsimpfungen gegen die aktuell zirkulierenden Grippevirustypen, die der jährlich angepasste Impfstoff bietet.


Eine Grippeimpfung schützt aber nicht nur vor einer Viruserkrankung, richtig?

Hengel: Die Grippeschutzimpfung erreicht im Mittelwert einen Schutz von 50 bis 60 Prozent gegen die akute Influenza. Das ist ein Wert, den wir z.B. bei einer Krebserkrankungen sofort akzeptieren würden. Aber leider schützt die Impfung nicht in allen Fällen. Viele Studien zeigen andererseits einen weiteren, unerwarteten Schutzeffekt der Grippeimpfung, nämlich eine Reduzierung des Risikos für Herzinfarkt und Schlaganfall. Daher der Appell an alle Menschen mit Risikofaktoren für diese Erkrankungen, wie z.B. Personen mit Bluthochdruck oder Übergewicht, sich impfen zu lassen.

Corona gibt es auch noch – wie verbreitet sind die Infektionen derzeit und macht eine
Auffrischungs-Impfung Sinn?

Hengel: Die Zahl der Coronavirusinfektionen ist in Deutschland aktuell wieder deutlich im Steigen. Eine Auffrischungsimpfung macht daher Sinn, lieber gleich als später

Eine jährliche Auffrischung der Impfung wird empfohlen, „denn Grippeviren haben die fatale Eigenschaft, sich durch Mutationen beständig zu verändern“, so Hartmut Hengel, Ärztlicher
Direktor am Institut für Virologie der Freiburger Uniklinik. Foto: privat

Promis feiern bei der Ginter-Gala in Freiburg: 125.000 Euro für den guten Zweck

Feierten mit Christina und Matthias Ginter (r.) bei der Ginter-Gala im SC Stadion für den guten Zweck: Die SC-Kicker Maximilian Philipp (v.l.), Niklas Beste und Eren Dinkci mit ihren Partnerinnen. Foto: JoersFeierten mit Christina und Matthias Ginter (r.) bei der Ginter-Gala im SC Stadion für den guten Zweck: Die SC-Kicker Maximilian Philipp (v.l.), Niklas Beste und Eren Dinkci mit ihren Partnerinnen. Foto: Joers

Groß gefeiert für den guten Zweck wurde wieder bei der Ginter-Gala. Bei der sechsten Charity Night der
Matthias-Ginter-Stiftung kamen stolze 125.000 Euro an Spenden zusammen. Die gehen an Projekte für benachteiligte Kinder und Jugendliche in der Region Freiburg. In der festlich geschmückten Business Lounge im Europa-Park Stadion des SC Freiburg kamen 250 Persönlichkeiten aus Sport, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen.

Darunter Rathaus-Chef Martin Horn, Ex-Bundestrainer Jogi Löw, Ex-Leipzig-Coach Marco Rose, Breuninger-Geschäftsführer David Lehr oder auch TV-Köchin und Influencerin Mira Maurer. Ex-Radsport-Star Simon Geschke brachte sogar die kleine Leonie mit – er und seine Sophie sind vergangenes Jahr zum ersten Mal Eltern geworden. Auch Maximilian Philipp hatte neben seiner Partnerin den Nachwuchs dabei – einen sechs Wochen alten Jungen im Kinderwagen – das verzückte natürlich die Gäste. Auch die Mannschaftskollegen Niklas Beste, Eren Dinkci und SC-Trainer Julian Schuster waren dabei. Tolles Engagement!

Foodbloggerin Mira Maurer hat eigens für die Breuninger Confiserie Macarons kreiert – ein Teil des Verkausfserlöses ging an die Matthias Ginter Stiftung. Mit Breuninger-Geschäftsführer David Lehr überreichte sie den Ginters einen Spendenscheck über 2.000 Euro. Foto: Joers

Ex-Nationaltrainer Jogi Löw und SC-Kicker Maximilian Philipp nahmen sich auf dem roten Teppich Zeit zum Plaudern. Foto: Joers
Ex-Leipzig-Coach Marco Rose war auch bei den Journalisten gefragt. Foto: Joers
Freiburgs Rathaus-Chef Martin Horn ließ sich die feierliche Sause ebenfalls nicht entgehen. Foto: Joers
Natürlich hatten sich die Gäste – hier SC-Trainer Julain Schuster für das Event in Schale geworfen. Foto: Joers

Dieter Bohlen-Konzert in der Sick-Arena: Teil des Erlöses geht ans Freiburger Tierheim

Dieter Bohlen tritt Ende Januar 2026 in der Sick-Arena auf.Dieter Bohlen tritt Ende Januar 2026 in der Sick-Arena auf. Foto: Stephan Pick

Am 31. Januar 2026 kommt Pop-Titan Dieter Bohlen zum Konzert in die Sick-Arena nach Freiburg. Manch’ einer wird jetzt sagen, der kann gute Sprüche reißen, aber Singen na ja. Deshalb hat er Verstärkung im Gepäck. Seinen neuen Thomas Anders – Sänger Joyello Sabatelli, mit dem er Modern Talking Songs auf die Bühne bringt. Es sind aber auch Nummer 1-Hits zu hören, die Bohlen geschrieben hat. Weitere musikalische Unterstützung kommt von „DSDS“. Mit Show-Gewinnerin Marie Wegener, Kandidat und „Dschungelkönig“ Prince Damien, den Finalistinnen Aileen Sager und Paulina Wagner und Gewinner Daniel Schuhmacher.

„Das wird die Party des Jahres, ich zähle auf euch“, verspricht Dieter Bohlen per Videobotschaft beim Pressetermin vergangene Woche. Und auch die Veranstalter Wolfgang Kaiser, Hartwig und Kevin Bächle sind sicher, dass das Konzert ein Erfolg wird. Der Vorverkauf laufe „sensationell“. Kalkuliert wird mit 3.500 Besuchern – das Kontingent könne aber auf 5.000 erhöht werden. Danach darf bei der After Show Party bis 2 Uhr mit den DSDS-Stars gefeiert werden.

Eine Besonderheit: ein Teil des Konzerterlöses geht an das Freiburger Tierheim, das noch mit den Folgen des Brandes Anfang des Jahres kämpft. „Wir freuen uns sehr über diese Kooperation, die Not ist riesig. Dieses Jahr beherbergen wir mehr Hunde und Katzen als je zuvor“, so Tierheim-Leiter Marco Marsovszky. Und das sind immer mehr kranke Tiere, die Spezialfutter oder Operationen brauchen. Zur Kooperation kam es unter anderem auch durch den ehemaligen SC-Spieler Noah Weißhaupt, ein Verwandter von Veranstalter Hartwig Bächle von Blackforest Eventservice aus Umkirch. Und auch der Pop-Titan freut sich darüber, denn Dieter Bohlen hat selbst zwei Hunde. Wie hoch die Spende fürs Tierheim wird, steht noch nicht fest – das richtet sich nach der Zahl der Konzertbesucher.

Die Veranstalter Wolfgang Kaiser (li., hinten) und Hartwig (re. vorne) und Kevin Bächle (re.) freuen sich auf das Konzert – so wie Marco Marsovszky (li. vorne), der Leiter des Freiburger Tierheims. Dem wird ein Teil des Erlöses gespendet. Foto: Schuh

Fußballspruch des Jahres: Wird Nils Petersen Nachfolger von Christian Streich?

Mit dem Zitat „Früher hab' ich 80 Minuten zugeguckt, heute 90“ über seine Rolle als Top-Jocker. steht Nils Petersen im Finale für den Fußballspruch des Jahres. Foto: RTL/Uwe Köhn Mit dem Zitat „Früher hab‘ ich 80 Minuten zugeguckt, heute 90“ über seine Rolle als Top-Jocker. steht Nils Petersen im Finale für den Fußballspruch des Jahres. Foto: RTL/Uwe Köhn 04.09.2024, FWB – LOKALES: In der neuen Saison verstärkt Nils Petersen die Expertenriege der Euro League bei RTL

Habt ihr ihn im Stadion entdeckt? SC-Trainerlegende Christian Streich fieberte beim SC-Heimspiel am Sonntag auf der Haupttribüne mit. „Ich glaube, das ist das erste Mal, dass er wieder hier ist. Aber er schaut immernoch wie früher“, kommentierte Ex-SC-Kicker Nils Petersen, der als Experte beim DAZN-Livestream dabei war, mit einem Schmunzeln.

Der könnte in die Fußstapfen von Christian Streich treten. Zumindest, wenn es um den Fußballspruch des Jahres geht. 2024 ging der Titel an die Trainerlegende für seine Aussage: „„Jagger, Keith Richards, Ron Wood – die sind Kult. Ich bin ein Kültle“.“ Dieses Jahr steht Nils Petersen im Finale. Mit dem Zitat „Früher hab‘ ich 80 Minuten zugeguckt, heute 90“ über seine Rolle als Top-Jocker. Gegenkandidat ist Lothar Matthäus mit „Dann werden die Würfel neu gemischt“ über die Torhüter der Nationalelf. Die Entscheidung, wer von beiden gewinnt, fällt per Publikumsvoting bei der Gala des Deutschen Fußball-Kulturpreis am 24. Oktober.