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Partnerin von Eren Dinkçi hat Leukämie: Zahlreiche SC Freiburg-Fans machen bei Registrierungs-Aktion mit

Cinja, der Partnerin von SC-Kicker Eren Dinkçi ist an Blutkrebs erkrankt. Foto: Instagram/eren_dinkciCinja, der Partnerin von SC-Kicker Eren Dinkçi ist an Blutkrebs erkrankt. Die Diagnose war für die beiden ein Schock Foto: privat

Nach dem historischen Erfolg in der Europa-League konnten sich die Anhänger des SC Freiburg auch am Sonntag über einen Sieg in der Bundesliga gegen Heidenheim freuen. Trotzdem rückte das Sportliche an diesem Spieltag nahezu in den Hintergrund. Denn eine Nachricht hatte bei den Fußballfans schon im Vorfeld für Betroffenheit gesorgt. Cinja, die Partnerin von SC-Kicker Eren Dinkçi, der leihweise bei Heidenheim spielt, ist an Blutkrebs erkrankt. Deshalb gab es vor dem Heimspiel eine Typisierungsaktion für potenzielle Stammzellenspender im Europa Park-Stadion. 688 Fans haben sich laut SC vor Ort registrieren lassen – dazu kommen bisher mehr als 1.100 Personen, die das online gemacht haben. In Heidenheim findet die Aktion am 25. April ebenfalls statt.

Die Diagnose war ein Schock für das Paar: „Von einem Moment auf den anderen steht alles still und gleichzeitig beginnt ein Weg, den man sich so nie hätte vorstellen können“, sagen Eren Dinkçi und seine Partnerin Cinja, bei der Ende Januar Leukämie diagnostiziert wurde. Der Fußballer war angeschlagen und deshalb am Sonntag nicht im Einsatz. Vor dem Spiel sagte er bei DAZN: „Uns geht es den Umständen entsprechend gut. Wir sind beide relativ positiv. Es muss einfach so weitergehen. Sie ist zu Hause. Eigentlich wollte sie unbedingt zum Spiel kommen, aber ich habe es ihr verboten, weil es einfach zu riskant ist“, so Dinkçi.

Am Anfang sei es relativ schwer gewesen, das Ganze zu realisieren. „Ich versuche, jede freie Sekunde mit ihr zu verbringen – nach dem Training mit FaceTime oder einfach an freien Tagen zu ihr zu fahren.“ Wer nicht im Stadion war, kann trotzdem helfen. Online können sich alle gesunden Menschen zwischen 17 und 55 Jahren unter www.dkms.de/cinja registrieren.

Freiburgerin Delijah Haile hat es bei „DSDS“ in die Live-Shows geschafft – wird aber nicht dabei sein

Delijah Haile sang im Recall ein Duett mit Menowin Fröhlich.Delijah Haile sang im Recall ein Duett mit Menowin Fröhlich. Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Delijah Haile aus Freiburg hat auch beim DSDS-Recall überzeugt, der am gestrigen Dienstag bei RTL zu sehen war. Für sie war die Anreise zu den Dreharbeiten wohl die Kürzeste, denn die fanden im Europa-Park statt. Hier wurde das 4D-Kino zur TV-Kulisse. Dort mussten die 30 Kandidaten vor der gesamten Gruppe antreten und markante Refrains bekannter Songs performen – von der Jury kurz, präzise und gnadenlos bewertet. Der Druck war enorm, denn für die Hälfte von ihnen war die DSDS-Reise nach diesem Auftritt schon beendet. 15 schafften es ins Kandidaten-Camp in „Silver Lake City“ einzuziehen und stellten sich einer Gruppen-Challenge.

Die 24-Jährige performte mit vier weiteren Sängern „What Was I Made For“ von Billie Eilish und sang das Duett „At Last“ (Etta James) mit Menowin Frühölich. Und auch dieses Mal konnte die Freiburgerin die Jury überzeugen und schaffte es eine Runde weiter in die Live-Shows, die am 28. April und 2. Mai ausgestrahlt werden.

Doch hier tritt Delijah nicht mehr an. In der Begleitshow „DSDS Reality“ (verfügbar auf RTL +) begrüßt Isi Glück die Talente, die bei den Live-Shows dabei sind. Aber es sind nur neun anwesend.  „Seit dem Recall ist viel Zeit vergangen. Zeit, in der sich Delijah dazu entschieden hat, die Show freiwillig zu verlassen“, erklärt die DSDS-Jurorin. In einer Videobotschaft für die anderen Kandidaten sagte die Freiburgerin:  „Ich hatte eine unfassbare Zeit, ich hatte sehr viel Spaß und habe sehr viel dazugelernt. Danke für alles.“ Für sie rücken Noemi Stefaniak und Tyrell Hagedorn nach.

Ausfahrt der Retro Bike-Fans: Dritter Vintage Bike Ride Out am 1. Mai in Freiburg

Am 1. Mai gibt es wieder eine kollektive Spaß-Fahrt. Foto: Dietmar vom BergAm 1. Mai gibt es wieder eine kollektive Spaß-Fahrt. Foto: Dietmar vom Berg

Am 1. Mai um 12 Uhr findet der „Free Wheelie“ – der dritte Vintage Bike Ride Out Freiburg statt. Eine kollektive Spaß-Ausfahrt für Vintage-Bike Radler – von Bonanza über BMX, Fatbike, Stahlrahmen-Rennrad, Beach- und City-Cruiser bis hin zum Camping-Klapprad. Die Teilnehmer treffen sich im Stadtgarten.
Jeder – ausgestattet mit einem dem Motto entsprechenden Bio-Vehicle – kann mitfahren. Nach einer kurzen Begrüßung und einer aufwärmenden Ehrenrunde ums Münster geht es in unsortierter Kolonne ab auf den von diversen gastronomischen Stopps gespickten Parcours durch die Stadt.

Am Ende der 20-Kilometer-Strecke wird beim After-Ride-Cornern noch das lässigste Bike, die krasseste Bremsspur und der Gewinner des Slow Bike Race (wer fährt am langsamsten, ohne abzusteigen?) gekürt. Für Entertainment sorgen The Bellboys TWC & subculture urban media.

Jochen Breyer zu Gast im Ebneter Schloss: Doku über den deutschen Adel am 28. April im ZDF

Für seinen Film über den deutschen Adel war Jochen Breyer auch im Schloss Ebnet zu Gast.Für seinen Film über den deutschen Adel war Jochen Breyer auch im Schloss Ebnet zu Gast. Foto: ZDF/Nicolai Mehring

Hier ein TV-Tipp für alle, die einen Blick hinter die Kulissen des deutschen Adels werfen wollen. Am 28. April, 20.15 Uhr, wird die Doku „Die geheime Welt des Adels – mit Jochen Breyer“ im ZDF (danach in der ZDF-Mediathek abrufbar) ausgestrahlt (wir berichteten). Der bekannte TV-Moderator war auch bei Nikolaus von Gayling-Westphal, dem 26. Herrn von Schloss Ebnet, zu Gast. Er lebt in einem 276 Jahre alten Schloss, das nie richtig warm wird und monatlich rund 10.000 Euro Nebenkosten verursacht. Trotz eines Sturzes empfängt er Breyer bei den Dreharbeiten vor einem Jahr zum Interview im Himmelbett

.Seit der Abschaffung der Monarchie 1919 ist der Adelsstand rechtlich bedeutungslos. Und doch prägen adelige Familien bis heute Teile des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in Deutschland. Der Film von Jochen Breyer beobachtet diesen Spagat zwischen Tradition und Moderne.

Verwaltungsgericht weist Klage gegen Parkraumordnung in der Wiehre zurück

Durch die geänderte Parkplatzordnung gibt es in der Reichsgrafenstraße nun weniger Parkplätze. Foto: Thomas KunzDurch die geänderte Parkplatzordnung gibt es in der Reichsgrafenstraße nun weniger Parkplätze. Foto: Thomas Kunz

Wer im Stadtteil Wiehre in Freiburg einen Parkplatz sucht, muss Zeit und Geduld mitbringen: Das altehrwürdige Villenviertel stammt eben aus einer Zeit, als Autos im Leben der Freiburger noch keine große Rolle spielten. Entsprechend eng geht es zu. So zum Beispiel in der Reichsgrafenstraße, wo bis vor einem Jahr auf beiden Straßenseiten bewirtschaftete Parkplätze eingerichtet waren, bei denen es seit Jahrzehnten geduldet wurde, dass Autos auch teilweise auf dem Gehweg stehen.

Doch dann erließ die Stadt eine Anordnung zur verkehrsrechtlichen Neuordnung des Parkraums: mehr Platz für Fußgänger, keine Autos mehr auf dem Gehsteig und Parkplätze nur noch auf einer Straßenseite auf der Fahrbahn am Straßenrand. Dagegen klagte nun ein Anwohner und zog vor das Verwaltungsgericht. Seine Argumentation: Die bisherige Parkplatzregelung sei für ihn und die Menschen in der Wiehre unverzichtbar. Die Stadt habe bei ihrer Entscheidung nicht alle bestehenden Interessen ausreichend gegeneinander abgewogen und gewichtet. Das Gericht sah das anders und wies die beiden Klagepunkte gegen das nun herrschende einseitige absolute Halteverbot in der Reichsgrafenstraße und gegen das Verbot des jahrelang geduldeten Gehwegparkens ab.

Revision nicht zugelassen

Eine Berufung wurde nicht zugelassen. Sollte der Kläger, der in einer Parallelstraße der Reichsgrafenstraße wohnt, dennoch Rechtsmittel einlegen wollen, müsste er zunächst eine Zulassung der Berufung einklagen. Dafür gelten die juristischen Hürden allerdings als hoch. Die neu geregelte Parkraumgestaltung durch die Stadt in diesem Teil der Wiehre dürfte damit Bestand behalten.

Einen dritten Anklagepunkt, in dem es um eine Parkbucht über einem unterirdischen Hydranten ging, der im Brandfall nicht für die Feuerwehr nutzbar gewesen wäre, weil er immer zugeparkt war, zog der Kläger selbst zurück. Im Zuge der Neuregelung ist dieser Hydrant nun auch erreichbar geworden.

Bernd Peters

Kampfsport-Boom: Immer mehr Frauen wagen sich auf die MMA-Matte

Von links: Madita Boddien, Nadja Bach, Redakteurin Enya Steinbrecher, Alexandra Schäfholz und Sophie R. Fotos. Enya Steinbrecher

Lange war die Kampfsportdisziplin Mixed-Martial-Arts – kurz MMA – mit Vorurteilen belastet. Heute erfährt sie einen Beliebtheitsaufschwung – vor allem unter jungen Männern. Doch auch Frauen interessieren sich zunehmend für die Vollkontaktsportart. Ein Selbstversuch.

Ob Selbstverteidigung oder fit werden: Kampfsport hat gleich mehrere Vorteile. Kein Wunder also, dass die Matte am Mittwochabend in der Freiburger Kampfsportschule ExitAsia brechend voll ist. Vorwiegend Männer, aber auch vier Frauen stehen beim MMA-Training auf der Matte.

Nach einem kurzen Aufwärmen geht es direkt los: Schläge, Tritte, Würfe und Hebel – bis auf wenige Ausnahmen ist alles erlaubt. Selbst am Boden liegende Kämpfer dürfen noch angegriffen werden. Im Training kommt es dazu jedoch nicht – hier geht es vor allem um Technik und Ausdauer. Doch wenn die Technik fehlt, hilft letztlich nur rohe Gewalt.

Fallen will gelernt sein

Um schwere Verletzungen möglichst zu vermeiden, werden im Training nicht nur Mundschutz, Schienbeinschoner und Handschuhe getragen – ähnlich wie beim Boxen oder Kickboxen, nur dass die Finger für Würfe und Griffe frei bleiben –, sondern auch das Fallen gelernt. Auch das Training in gemischten Gruppen funktioniert gut. Nils Loton, Standortleiter im Exit Asia, legt Wert darauf, dass sich auch Frauen wohlfühlen: „Bei uns gilt die Regel, wer nicht mit Frauen im Team trainiert, trainiert gar nicht.“ Seit 2014 bietet das Exit Asia in Freiburg MMA an. Schon 2008 gewann eine Sportlerin aus dem Exit Asia die deutsche Meisterschaft der ISKA. „Respektvoller Umgang und Förderung im gleichen Maße sind bei uns selbstverständlich“, so Loton.

Seit zwei Jahren interessieren sich auch immer mehr Frauen für den zuvor von Männern dominierten Sport, so Nils Loton. Kampfsport allgemein ist schon lange kein Männerthema mehr: Gerade im Kickboxen oder auch im Thaiboxen sei der Frauenanteil hoch, so Loton. Damit einher geht auch ein großer Erfolg weiblicher Kämpferinnen bei Wettbewerben. „Im MMA ist das derzeit noch zurückhaltend“, so Loton. Das steigende Interesse an Vollkontaktsportarten bei Frauen habe schon vor Corona begonnen und ziehe sich über mehrere Kampfsportarten.

Vier Frauen stehen am Mittwochabend im Exit Asia auf der Matte – und auch für sie ist der Sport eher neu. Sophie R. kommt ursprünglich aus dem Kickboxen und hat vor einem halben Jahr mit MMA begonnen. „Der Sport ist unglaublich vielseitig und vereint Elemente von allen Kampfsportarten.“ Ihr gefällt, dass nicht nur die körperliche Komponente, sondern auch die geistige im Vordergrund steht. Ihr Umfeld reagiere oft überrascht, wenn sie von dem männerdominierten Sport erzähle, die Reaktionen seien aber durchweg interessiert und positiv. Vorurteile gegenüber dem Sport kämen vor allem von Leuten, die sich nicht damit befassen: „Daher ist es mir wichtig, mich dafür stark zu machen und Vorurteile aus dem Weg zu räumen.“ Sophie R. zieht eine klare Linie zwischen MMA als männerdominiertem Sport und als Männersportart: „MMA ist für jeden geeignet, der Lust drauf hat.“

„Das ist ein Sport, in dem man sehr viel Kopf und einen extremen Fokus braucht – sonst landet man am Boden.“ Madita Boddien, MMA-Sportlerin

Anfangs habe sie im Training Berührungsängste gehabt, diese seien jedoch schnell abgebaut gewesen: „Die Männer bei uns sind sehr lieb und viele sind schon sehr lange dabei – da kann man viel lernen.“
Dass wenige Frauen im Training waren, hatte bei Madita Boddien zunächst dazu geführt, dass sie vom MMA ins Kickboxen gewechselt habe. Seit letztem Sommer kommt sie jedoch wieder regelmäßig. Inspiriert zu der Sportart habe sie „eine krasse Marvel-Phase“: „Ich wollte das auch können“, sagt sie.

An MMA schätzt sie vor allem eines: „Das ist ein Sport, in dem man sehr viel Kopf und einen extremen Fokus braucht – sonst landet man am Boden“, so Madita Boddien. Im Kampf gegen die Männer im Training sieht sie als Vorteil, dass sie nicht automatisch Rücksicht nehme. Stattdessen wolle sie sich beweisen und traue sich auch mehr. Gleichzeitig wolle sie für das Training anderer Männer keine Bremse sein – das komme jedoch auch in anderen Kampfsportarten vor. Unterschiedliche Gewichtsklassen im MMA würden sich dafür schnell bemerkbar machen. Die Männer im Training seien jedoch „total lieb und unterstützend“, sagt sie: „Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich in keinem anderen Sport so eine Gemeinschaft erlebt habe wie im MMA.“

Trotzdem handle es sich bei MMA um keinen ungefährlichen Sport – „Plus die Option, dass man mit dem Gesicht in irgendjemandes verschwitzter Achselhöhle hängt, ist nicht für jeden was.“ Auch sie würde sich wünschen, dass MMA nicht mehr als Männersportart angesehen wird. „Es sollte komplett normal sein, dass Frauen im MMA sind.“

Artenvielfalt bei der City-Nature-Challenge erleben

Die City-Nature-Challenge kommt am Wochenende nach Freiburg. Foto: Adobe Stock

Gemeinsam Artenvielfalt erforschen: Das ist das Ziel der City-Nature-Challenge. Am kommenden Wochenende findet sie erstmals auch in Freiburg statt. Mitmachen kann jeder. Organisator Elias Freyhof im Interview.

Worum geht es bei der City Nature Challenge?

Elias Freyhof: Bei der City Nature Challenge geht es darum, Naturbeobachtungen zu machen und diese mit anderen zu teilen. Dabei werden am kommenden Wochenende in über 600 Städten weltweit im Rahmen eines freundschaftlichen Wettbewerbs Tier- und Pflanzenarten fotografiert und auf der Meldeplattform iNaturalist hochgeladen. Die so entstandenen Daten tragen zum Verständnis und Schutz der Natur weltweit bei.

Elias Freyhof.


Wie kam sie nach Freiburg und welche Erfahrungen konnte man damit bereits in anderen Städten sammeln?

Freyhof: Ich habe vor zwei Jahren in Berlin zum ersten Mal teilgenommen und war beeindruckt, wie viele Arten an nur einem Wochenende beobachtet wurden und welche inspirierenden Menschen ich dadurch kennengelernt habe. Deswegen dachte ich, das kann Freiburg auch. Ich freue mich, dass die City Nature Challenge, das weltweit größte Naturbeobachtungs-Event, 2026 erstmals auch in Freiburg stattfindet.

Wie kann man mitmachen?

Freyhof: Mitmachen ist ganz leicht. Man braucht nur sein Handy, die iNaturalist-App und ein Stück Natur in Freiburg oder dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Vom 24. bis 27. April fotografiert man dann so viele Arten wie möglich und lädt sie auf iNaturalist hoch.

Infobox: Die City-Nature-Challenge wurde von der California Academy of Sciences ins Leben gerufen und findet am kommenden Wochenende (24. bis 27. April) statt. Im Anschluss können die Fotos bei iNaturalist hochgeladen werden, die Ergebnisse sind ab 13. Mai zu sehen.

SC Freiburg vor Pokal-Halbfinale in Stuttgart: „Es kribbelt brutal“

SC Freiburg StuttgartDer SC Freiburg will im DFB-Pokal gegen Stuttgart den Einzug ins Finale klar machen. Foto: Detlef Berger

Jede Woche ein Halbfinal-Spiel – das ist die neue Realität des SC Freiburg in den kommenden zwei Wochen: Den Anfang macht das Pokalduell beim VfB Stuttgart am Donnerstag (20.45 Uhr / ARD). Das Spiel ist auch eine Reise in die Vergangenheit, als der SC schon einmal ein Halbfinale beim VfB spielte. Doch dieses Mal sind die Vorzeichen ganz andere.

Julian Schuster und Matthias Ginter erlebten das Ausscheiden im Jahr 2012 auf dem Platz und Kapitän Christian Günter von der Auswechselbank. Die Erinnerungen an das damalige Halbfinale beim VfB gehören zu „den Voraussetzungen, die unsere Vorfreude auf das Spiel groß werden lassen“, sagt zum Beispiel Trainer Schuster. Aber sind Revanche-Gedanken auch in den Köpfen jüngerer Spieler im SC-Kader präsent? „Es wird vielleicht teilweise eine Rolle spielen. Aber wir haben genug Spieler, die sich vielleicht gar nicht daran erinnern können. Wir wollen einfach ins Finale einziehen. Und Stuttgart ist ein besonderer Ort dafür“, sagt zum Beispiel Maximilian Eggestein, der in der Saison 2012/13 noch für die B-Jugend des SV Werder Bremen auflief.

Dass der SC Freiburg sich gleichzeitig auch den Halbfinal-Einzug in der Europa League sichern konnte, lässt das Freiburger Fußballfrühjahr umso besonderer werden – findet SC-Eigengewächs Bruno Ogbus. „Das ist ein sehr, sehr cooles Gefühl. Es gibt uns Energie für die letzten Wochen, jetzt solche coolen Spiele spielen zu können“, sagt der Verteidiger, der am Sonntag beim 2:1-Bundesligasieg in Heidenheim auf dem Feld stand.

Derselbe Spirit, den die Freiburger zuletzt in den Spielen gegen Celta Vigo sowie bei den Bundesligassiegen gegen St. Pauli, Mainz und Heidenheim zeigten, sei nun auch in Stuttgart gefordert, so Angreifer Igor Matanovic. „Diese Intensität müssen wir einfach weiterfahren. Das ist intensiv. Aber wenn du dem Gegner wirklich nonstop keine Luft lässt, dann wird es schwer und unangenehm gegen uns zu spielen“, so der kroatische Nationalspieler. Wie alle im SC-Tross verspürt er eine riesige Vorfreude auf die Begegnung. „Es kribbelt brutal, ich habe so etwas ja noch nie erleben dürfen“, sagt Matanovic.

Personell werden die Breisgauer nur auf Max Rosenfelder (Oberschenkelprobleme) und Patrick Osterhage (Knie-OP) verzichten müssen. Jetzt gilt es, den letzten Schritt gegen den Titelverteidiger aus Stuttgart zu gehen. Ein Pokalfinale, „das ist einmalig und das will ich auf jeden Fall erreichen“, sagt Igor Matanovic.

Neuer Kunstrasenplatz im Freiburger Osten eröffnet

Neuer Kunstrasenplatz an der Sportachse Ost feierlich eröffnetVon Lacrosse bis Football: Neuer Kunstrasenplatz an der Dreisam. Foto: FT

Die FT 1844 Freiburg und der PTSV Jahn Freiburg nutzen eine neu geschaffene Sportfläche künftig gemeinsam. Auch ein neuer Verbindungsweg entstand für die Sportachse Ost entstand in diesem Zuge.

Am vergangenen Freitag wurde der neue Kunstrasenplatz an der Sportachse Ost bei bestem Frühlingswetter feierlich eröffnet. Zahlreiche Gäste nahmen an der Eröffnung teil, darunter Oberbürgermeister Martin Horn, Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderats, des Badischen Sportbunds, des Sportkreises, des Sportreferats Freiburg, des PTSV Jahn Freiburg, der FT 1844 Freiburg, weiterer Verbände sowie die am Bau beteiligten Firmen.

FT-Vorstandsvorsitzender Detlef Frankenberger und PTSV-Präsident Jürgen Bengel hoben jeweils die große Bedeutung des neuen Platzes für den Breiten- und Jugendsport in Freiburg hervor. Der neue Kunstrasenplatz sei das Ergebnis eines langen und intensiven Abstimmungsprozesses und stehe beispielhaft für die gute Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Stadt und Förderern.

Der Platz wird künftig gemeinsam von der FT 1844 Freiburg und dem PTSV Jahn Freiburg genutzt. Mit dem neuen Verbindungsweg wird zudem ein Abschnitt der Sportachse Ost geschlossen und die Sportflächen zwischen Universität, FT und PTSV miteinander verbunden.

Sportlich eingeweiht wurde der Platz durch die Jugendfußballer der FT und des PTSV sowie durch Lacrosse und Ultimate Frisbee des PTSV und die American Footballer der FT – jene Sportarten also, die den Platz künftig hauptsächlich nutzen werden.

OB-Wahl am Sonntag: Freiburg hat die Wahl

OB-Wahl FreiburgAus neun mach eins: Freiburg sucht einen neuen Oberbürgermeister oder eine neue Oberbürgermeisterin. Foto: Thomas Kunz

Seit sechs Wochen hängen die Plakate zur OB-Wahl im Stadtgebiet. Am kommenden Sonntag, 26. April entscheiden 175.000 Freiburgerinnen und Freiburger darüber, wer die nächsten acht Jahre als Oberbürgermeister oder Oberbürgermeisterin regieren soll. Acht von neun Kandidierenden wollen an die Macht. Die große Frage ist: Reicht ein Wahlgang?

Die Argumente sind ausgetauscht, jetzt geht es an die Wahlurnen. Was sich bereits sagen lässt: Das Interesse der Freiburger an der kommunalpolitischen Richtungsentscheidung war auch dieses Mal überraschend groß. Die Podiumsdiskussionen waren teilweise weit im Vorfeld ausgebucht. Bei einer Debatte in der Aula der Hebelschule blieben die Menschen, die keinen Platz mehr fanden, sogar draußen in der Kälte stehen und verfolgten die Debatte durch die geöffneten Fenster.

Neun Kandidierende stehen auf dem Stimmzettel. Die drei aussichtsreichsten Kandidaten, die allesamt parteilos sind, haben jeweils viel Rückenwind durch die Unterstützung von Parteien und Wählerinitiativen: Amtsinhaber Martin Horn wird von der SPD, der FDP, der Volt-Basis und der Initiative „Wir für hier“ getragen. Monika Stein wird von den Grünen, Linke Liste, Grüne Alternative, Urbanes Freiburg, Unabhängige Frauen, der Liste Inklusion und den beiden Volt-Stadträtinnen unterstützt. Der Freiburger Unternehmer Achim Wiehle erhält Unterstützung durch die CDU sowie von der Wählerinitiative „Aus der Mitte für Freiburg“. Parteilos ist auch Kandidat Dejan Mihajlović. Florian Braune wiederum ist zwar Mitglied der Freien Wähler, tritt aber für die eigene Wählergemeinschaft „Freiburg wir lieben dich“ an. Die Freien Wähler im Gemeinderat sprechen ausdrücklich keine Wahlempfehlung für einen der Kandidierenden aus. Stadtrat Karl Schwarz von der AfD dürfte ebenso nur Außenseiterchancen haben wie auch die Satire-Kandidaten Claudio Probst (APPD), Martin Borgmann (Die Partei) und Student Wim Kölker. Letzterer will sogar ausdrücklich gar nicht gewählt werden, sondern wollte nur unter Beweis stellen, dass er die nötigen Unterstützerunterschriften für eine Kandidatur schneller zusammenbekommt als der AfD-Vertreter (was ihm gelungen ist).

Was auffiel: Freiburg erlebte einen sachlichen und fair geführten Wahlkampf. Die Fetzen flogen nie. Einzig Achim Wiehle kritisierte den Oberbürgermeister mehrmals direkt auf offener Bühne, während sich Monika Stein mit Attacken auf Horn erstaunlich zurückhielt. Wie wird die Wahl ausgehen? Eine „ausgeprägte Wechselstimmung“ sei laut dem Freiburger Politikwissenschaftler Ulrich Eith jedenfalls nicht wahrnehmbar. Eine repräsentative Umfrage der BZ sieht OB Horn sogar klar vorne, auch was die Sympathiewerte angeht. Und so ist die spannende Frage, ob es schon im ersten Wahlgang eine Entscheidung geben wird – oder ob sich die beiden Stimmenbesten in einem möglichen zweiten Wahlgang am 17. Mai erneut gegenüberstehen. Freiburg hat die Wahl.

Info: Unsere Übersicht mit allen Kandidierenden gibt es hier.