Nach dem historischen Erfolg in der Europa-League konnten sich die Anhänger des SC Freiburg auch am Sonntag über einen Sieg in der Bundesliga gegen Heidenheim freuen. Trotzdem rückte das Sportliche an diesem Spieltag nahezu in den Hintergrund. Denn eine Nachricht hatte bei den Fußballfans schon im Vorfeld für Betroffenheit gesorgt. Cinja, die Partnerin von SC-Kicker Eren Dinkçi, der leihweise bei Heidenheim spielt, ist an Blutkrebs erkrankt. Deshalb gab es vor dem Heimspiel eine Typisierungsaktion für potenzielle Stammzellenspender im Europa Park-Stadion. 688 Fans haben sich laut SC vor Ort registrieren lassen – dazu kommen bisher mehr als 1.100 Personen, die das online gemacht haben. In Heidenheim findet die Aktion am 25. April ebenfalls statt.
Die Diagnose war ein Schock für das Paar: „Von einem Moment auf den anderen steht alles still und gleichzeitig beginnt ein Weg, den man sich so nie hätte vorstellen können“, sagen Eren Dinkçi und seine Partnerin Cinja, bei der Ende Januar Leukämie diagnostiziert wurde. Der Fußballer war angeschlagen und deshalb am Sonntag nicht im Einsatz. Vor dem Spiel sagte er bei DAZN: „Uns geht es den Umständen entsprechend gut. Wir sind beide relativ positiv. Es muss einfach so weitergehen. Sie ist zu Hause. Eigentlich wollte sie unbedingt zum Spiel kommen, aber ich habe es ihr verboten, weil es einfach zu riskant ist“, so Dinkçi.
Am Anfang sei es relativ schwer gewesen, das Ganze zu realisieren. „Ich versuche, jede freie Sekunde mit ihr zu verbringen – nach dem Training mit FaceTime oder einfach an freien Tagen zu ihr zu fahren.“ Wer nicht im Stadion war, kann trotzdem helfen. Online können sich alle gesunden Menschen zwischen 17 und 55 Jahren unter www.dkms.de/cinja registrieren.


Cinja, der Partnerin von SC-Kicker Eren Dinkçi ist an Blutkrebs erkrankt. Die Diagnose war für die beiden ein Schock Foto: privat