Einer der Welpen fand die Polizei in einer kleinen Transporttasche. Foto: Polizei Freiburg
Bei einer Kontrolle nahe Freiburg stoppt die Polizei einen mutmaßlichen illegalen Welpenhandel. Der Hinweis kam von einem aufmerksamen Zeugen. Die abgemagerten Welpen stammen aus Moldau und sollten ohne Gesundheitszeugnis nach Frankreich gebracht werden. Das Veterinäramt sichert die Tiere.
Die Polizei hat am Freitag, 24. Oktober, auf einem Parkplatz zwischen den Anschlussstellen Freiburg-Mitte und Freiburg-Süd einen mutmaßlich illegalen Welpenhandel gestoppt. Wie die Polizei mitteilt, hatte sich gegen 10 Uhr ein Zeuge gemeldet, der in zwei osteuropäischen Transportern mehrere junge Hunde bemerkt und einen Verdacht auf illegalen Handel geäußert habe. Laut Polizei seien daraufhin Streifenbesatzungen der Verkehrspolizei und der Diensthundestaffel ausgerückt und hätten die beiden Fahrzeuge kontrolliert.
Dabei habe sich der Verdacht bestätigt: In zwei deutlich zu kleinen Transportboxen hätten sich insgesamt sechs abgemagerte Hundewelpen befunden, die weder Wasser noch Futter gehabt hätten. Die Tiere seien stark verschmutzt gewesen und hätten teilweise in ihrem eigenen Kot gelegen. Ein weiterer Welpe habe sich in einer kleinen Transporttasche befunden, in der er sich überhaupt nicht bewegen konnte. Nach Angaben der Polizei seien die Hunde weder gechipt noch gegen Tollwut geimpft gewesen. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass die insgesamt sieben Welpen aus Moldau nach Frankreich gebracht werden sollten.
Insgesamt sieben Welpen stellten die Beamten bei der Kontrolle sicher. Foto: Polizei Freiburg
Die vorgeschriebene Quarantänezeit von vier Monaten für die Einreise aus einem Drittland in die EU sei nicht eingehalten worden. Zudem habe kein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis vorgelegen, und weder das Transportunternehmen noch die Fahrzeuge seien vom Veterinäramt zugelassen gewesen. Das Veterinäramt habe die Welpen sichergestellt und in ein nahegelegenes Tierheim gebracht, wo sie nun unter amtlicher Quarantäne stehen.
Gegen die mutmaßlichen Hundehändler werden Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutz- und Tiergesundheitsrecht eingeleitet. Außerdem wurde eine empfindliche Sicherheitsleistung einbehalten
Die Welpen wurden in ein Tierheim gebracht. Foto: Polizei Freiburg
Im „Muskelshirt“ trat Jan Ullrich gegen Sven Hannawald bei „Schlag den Star“ an. Foto: Joyn/Willi Weber
Duell der Sport-Legenden: Olympiasieger Sven Hannawald und Tour de France-Sieger Jan Ullrich lieferten sich am Samstagabend ein packendes Duell bei „Schlag den Star“. 14 Spiele meisterten die Skisprung-Legende aus dem Schwarzwald und der Ex-Radprofi, der in Merdingen wohnt. Dafür legten sich die beiden aber nicht nur sportlich beim Fußball oder Kartfahren ins Zeug. Sondern auch beim Klassiker „Blamieren oder Kassieren“ – moderiert von Viviane Geppert aus Kirchzarten. Da glänzten sie nicht immer. Beim Erschaffer der „Mona Lisa“ tippte Jan Ullrich auf Picasso und auch Sven Hannawald hat bei dem DaVinci-Gemälde Schwierigkeiten. Auch beim Zuordnen von Staaten wurde es nicht viel besser.
Nach anfänglichen Führungswechseln konnte Jan Ullrich sich in den letzten drei Spielen zurückkämpfen und gewann mit 62:43 Punkten und sicherte sich so die Geldprämie von 100.000 Euro. „Obwohl ich gleich zu Beginn so viele Spiele verloren habe, bin ich relativ locker geblieben. Sven war auch ein geiler Gegner, der es super spannend gemacht hat. Die Spiele waren cool. Aber dann hier zum Schluss vor Familie und Freunden die Show noch zu gewinnen, das war schon richtig geil. Es hat wirklich Spaß gemacht“, so Jan Ullrich nach dem TV-Duell.
Sven Hannawald nahm die Niederlage gefasst auf: „Das, was ich mir im Vorfeld vorgestellt habe, ist eingetroffen. Dass es um Spiele geht, wo es um Kleinigkeiten ging. Vorwiegend um Geschicklichkeit, der Kopf musste mitspielen, man musste sich reindenken und tüfteln. Das ist ja auch typisch und der Grund, warum ich diese Sendung seit Jahren so liebe und mich natürlich gefreut habe, jetzt mit Jan endlich auch mal dabei sein zu dürfen“, sagte er.
VSC-Spieler Vincenzo Grifo und seine Frau Vanessa erwarten ihr drittes Kind. Foto: Instagram/GrifoV32
Tolle Nachrichten gibt es von Vincenzo Grifo und seiner Frau Vanessa. Die beiden erwarten ihr drittes Kind. Ihre Töchter Emilia und Giulia dürfen sich im kommenden Jahr über ein Geschwisterchen freuen. Vanessa Grifo teilte das Foto eines Babystramplers mit der Aufschrift Mini-Grifo und ein Ultraschallbild bei Instagram. Ihr Mann verkündete die Babynews mit seinem Torjubel beim Spiel gegen Frankfurt – mit einem Kuss für den Ball, Daumen im Mund und dem Ball unter dem Trikot. „Das habe ich meiner Frau versprochen“, verriet er danach im Interview.
Grund zur Freude gab es auch bei Ex-SC-Kicker Nils Petersen – denn der Titel „Fußballspruch des Jahres“ 2025 geht an ihn. Mit „Früher hab„ ich 80 Minuten zugeguckt, heute 90“ setzte sich der Bundesliga-Rekordjoker gegen Lothar Matthäus („Dann werden die Würfel neu gemischt“) durch. Herzlichen Glückwunsch auch von uns!
Waren bei der feierlichen Eröffnung der neuen Ausstellung dabei (v.r.): Cartoonist Peter Gaymann, Komiker Emil Steinberger und Europa-Park-Inhaber Roland Mack.
Foto: Europa-Park
Der bekannte Cartoonist Peter Gaymann, der aus Freiburg stammt, hat kürzlich seinen 75. Geburtstag gefeiert. Deshalb gibt es jetzt eine große Ausstellung von ihm im Europa-Park zu sehen. Unter dem Motto „Lachen im Dreiländereck – Peter Gaymanns Zeichnungen im Europa-Park“ können die Besucher im Blue Fire-Dome bis zum 18. Januar 2026 mehr als 80 Originale, signierte Drucke und Skulpturen bewundern. Dabei beleuchtet er die kulturelle Vielfalt der Menschen am Oberrhein – in Baden, dem Elsass und der Schweiz. Mit liebevoll gezeichnetem Hintersinn bringt der Künstler die kleinen Eigenheiten, charmanten Schrullen und überraschenden Gemeinsamkeiten dieser Regionen aufs Papier. Seine Cartoons sind fein beobachtete Miniaturen des Lebens – immer augenzwinkernd, nie verletzend, und oft verblüffend wahr. Seine Zeichnungen feiern das Zwischenmenschliche, das Verbindende und das Gemeinsame. Der Zeichner ist längst zu einem Europa-Park Fan geworden und präsentiert auch viele Arbeiten aus Deutschlands größtem Freizeitpark.
Europa-Park Inhaber Roland Mack: „Peter Gaymann passt mit seinem Humor und seiner Herzlichkeit perfekt zum Europa-Park. Die Besucher lieben seine Zeichnungen, die nie verletzend sind, aber immer auf den Punkt kommen. Er ist eine große Bereicherung für den Park – sympathisch, witzig, heimatverbunden. Ein großartiger Zeichner mit scharfsinniger Beobachtungsgabe.“
Daneben feiert die Ausstellung das beeindruckende Lebenswerk Gaymanns. Ein zentrales Motiv seiner Arbeit sind dabei die berühmten Hühner, mit denen er seit Jahrzehnten den Alltag karikiert. In Gaymanns „Huhniversum“ sind Hühner nicht nur Tiere, sondern Spiegelbilder der menschlichen Welt – mal überfordert, mal verliebt, mal philosophisch. Über 20.000 Zeichnungen hat der Künstler bislang geschaffen, viele davon längst Kult. Die Jubiläumsausstellung versammelt nicht nur bekannte Klassiker, sondern auch viele neue Arbeiten, die der Künstler speziell für den Europa-Park angefertigt hat – voller Witz, Charme und Lokalkolorit.
Die Ausstellung wurde gemeinsam mit Peter Gaymann und dem Schweizer Komiker Emil Steinberger sowie Kunsthistoriker und Kabarettist Jacob Schwerfeger, der das Event moderierte, feierlich eröffnet.
Die Plaza Culinaria kommt wieder nach Freiburg. Foto: Sven Kretz
Zum 20. Mal findet die Plaza Culinaria auf dem Messegelände in Freiburg statt: Die Genussmesse bietet kulinarische Erlebnisse der Extraklasse mit hochwertigen Produkten und spannenden Ausstellern. Dieses Jahr liegt ein Fokus auf bewusster Ernährung und asiatischen Delikatessen.
Workshops, Kochvorführungen und Stargäste: Auf der Plaza Culinaria vom 7. bis 9. November wird auch im 20. Jahr ihres Bestehens wieder einiges geboten. In Halle 4 stehen thailändische, vietnamesische und koreanische Küche im Fokus. Workshops, Matcha-Genuss und Bonsai-Kunstwerke sorgen für ein inspirierendes Erlebnis.
Das Programm für die Plaza Culinaria stellten am Montag Niels Möller (Luisenhöhe Horben), Uwe Baumann (Ideenwerkstatt), Ilka Rossmann (FTWM Abteilungsleiterin), Jenny Santo (Projektentwicklerin) und Carolin Möller (Luisenhöhe Horben) vor (v.l.n.r.). Foto: Enya Steinbrecher
Ebenfalls in Halle 4 stehen bewusste Ernährung und aktuelle Food-Trends im Mittelpunkt bei „Genuss Pur“ – von Superfoods über pflanzliche Proteine bis zu nachhaltiger Ernährung. Jenny Santo, Projektentwicklerin, erklärt, man habe die beiden Themen aufgrund einer Besucherbefragen ins Repertoire aufgenommen: „Hierbei handelt es sich um besonders oft gewünschte Themen.“ Zum 20. Jubiläum wird auf der Plaza Culinaria auch der eigens entwickelte Signature-Drink „Plaza Spritz“ (mit und ohne Alkohol) geboten.
In der Halle befindet sich auch der neue Workshopbereich, so Jenny Santo: Viele der Workshops seien bereits ausgebucht, schnell sein lohnt sich. Bei den Food Rockerz präsentieren junge Start-Ups auch dieses Jahr wieder ihre kulinarischen Innovationen – zum siebten mal in Folge. Profis zeigen in Kochshows, wie gesunde und kreative Gerichte gelingen.
Mit dem Genuss-Pass kann man sich für 74 Euro durch fünf Gerichte zum Vorteilspreis probieren. In der Genusslounge genießen Gäste ein exklusives Fünf-Gänge-Menü für 145 Euro.
Der Vorverkauf für die Plaza Culinaria läuft bereits. Weitere Infos unter www.plaza-culinaria.de
Freiburg zählt zu den lebenswertesten Städten Deutschlands. Bei der objektiven Lebensqualität steht die Stadt weit oben im Ranking, doch bei der subjektiven Zufriedenheit nur im Mittelfeld. Das zeigt der SKL-Glücksatlas 2025, der am Montag von Bernd Raffelhüschen, Professor an der Universität Freiburg und wissenschaftlicher Leiter der Studie, vorgestellt wurde.
„Wir fragen – auf einer Skala von null bis zehn – von absolutem Frust bis hin zu total happy – nach den subjektiven Einschätzungen der Menschen, wie zufrieden sie sind. Wir fragen aber nicht nur, wie es ihnen geht, sondern auch nach den Lebensumständen“, erklärt Bernd Raffelhüschen. Knapp 14.000 Menschen wurden für die Studie monatlich interviewt. Neben diesen subjektiven Einschätzungen wurden auch objektive Kriterien wie Einkommen, Infrastruktur und Umwelt miteinbezogen und der persönlichen Einschätzung gegenübergestellt.
Ungleich verteilt
Freiburg zählt laut dem Glücksatlas zu den lebenswertesten Städten Deutschlands. Die Stadt profitiert insbesondere von hervorragender Gesundheitsversorgung, guter Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur sowie familienfreundlicher Nahversorgung, so die Studie. Bei der Lebensqualität, also den messbaren Wohlfahrtsindikatoren wie Einkommen oder Grünflächen, liegt Freiburg im Städteranking an der Spitze (Rang 2). Bei der subjektiven Zufriedenheit jedoch nur auf Rang 21, also im Mittelfeld der 40 Großstädte. Mit 7,01 Punkten hat sich die Stadt um einen Platz verbessert im Vergleich zum Vorjahr (plus 0,2 Punkte). „Die Freiburger sind deutlich unzufriedener mit ihrem Leben, als es die objektiven Wohlfahrtsindikatoren erwarten lassen. Das nennen wir einen Underperformer“, so Bernd Raffelhüschen.
Auffällig ist die ungleich verteilte Zufriedenheit innerhalb der Stadt: Mit 51,3 Prozent zählt zwar mehr als die Hälfte der Bevölkerung zu den Hochzufriedenen, gleichzeitig ist auch der Anteil der Unzufriedenen mit elf Prozent vergleichsweise hoch. Wohnen bleibt eine der großen Herausforderungen. Freiburg gehört zu den Städten mit den höchsten Mieten im Ranking. Gleichzeitig steht den Bewohnern vergleichsweise wenig Wohnfläche zur Verfügung – das verschärft den Druck auf dem Wohnungsmarkt spürbar, so die Studie. Hinzu komme „eine Zunahme an registrierten Straftaten – ein Trend, der das Sicherheitsgefühl in Teilen der Stadt beeinträchtigen dürfte“.
Deutschlandweit ist die Lebenszufriedenheit mit einem Durchschnitt von 7,09 Punkten (0,03 Punkte höher als 2024) leicht angestiegen. Diese sei auf einem sehr hohen Niveau: Seit 2015 gab es beim „Glücksatlas“ nur zwei Jahre, in denen die Lebenszufriedenheit höher war – 2016 und 2019. Insgesamt zeigt der Trend in den Bereichen Arbeit, Familie und Freizeit nach oben – eine Ausnahme ist das Einkommen. Die untersten 40 Prozent der Einkommensgruppen bewerten ihre finanzielle Situation um 0,42 Punkte schlechter als im Vorjahr, ,,das liegt vor allem an den hohen Ausgaben für Miete und Lebens-mittel“, so Bernd Raffelhüschen.
Die zufriedensten Menschen leben in Hamburg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern. Baden-Württemberg liegt im Ranking auf Platz 9 (Platz 6 im Vorjahr). In Nordwürttemberg und Nordbaden ist die Unzufriedenheit eher groß. In Südbaden ist die Zufriedenheit dagegen hoch und erreicht einen Wert von 7,32 Punkten.
Die Stille gemeinsam genießen – das ist bei manchen der vielen Angebote in der Woche der Stille möglich. Foto: pixabay.de
Die Woche der Stille vom 2. bis 9. November in Freiburg wartet mit einer Vielzahl an Angeboten rund um Ruhe und Entschleunigung auf: Wo und wie sie erlebt werden kann, berichtet Organisatorin Gabriele Hartlieb im Wochenbericht-Interview.
Was genau ist die Woche der Stille und wie kam die Idee auf?
Gabriele Hartlieb: Die „Woche der Stille in Freiburg“ ist ein offenes Mitmachprojekt mit über 100 Veranstaltungen, bei denen die Stille im Mittelpunkt steht und das es inzwischen seit 10 Jahren in Freiburg gibt. Dass sie sich in dieser Zeit so etabliert hat, mit minimalem Budget und einem fast komplett ehrenamtlich arbeitenden Steuerungsteam, darauf sind wir schon ein bisschen stolz. Inzwischen ist es eine große Community, die sich engagiert.
Wie wird die Woche praktiziert und welche Veranstaltungen gibt es?
Hartlieb: Stille ist weitaus vielfältiger, als man es sich vielleicht vorstellt – und in der Woche der Stille wird sie in Workshops, Vorträgen, Konzerten, Filmen, Meditationen, auch outdoor und online aus verschiedenen Perspektiven heraus erfahrbar. Das Programm ist eine Mischung aus Veranstaltungen, bei denen es zentral um Stille geht. Da gibt es ein großes spirituelles und religiöses Feld mit vielen Mediationsangeboten – christliche Kontemplation und Zen, Straßenexerzitien, angeleitete buddhistische Meditation, eine Stilleübung aus der islamischen Sufi-Tradition und die Mittagsbesinnung im Münster.
Stille ist längst ein Gesundheitsfaktor geworden. Musik und Klänge spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Gabriele Hartlieb ist Mitorganisatorin der Woche der Stille. Foto: Gabriele Hartlieb
Bei „The Citizen is present“ im ZO kann man die Erfahrung einer schweigenden Begegnung machen. Außerdem freut es mich, dass wir in diesem Jahr mit Eric Pfeifer jemanden im Programm haben, der die Stille auch wissenschaftlich erforscht hat. Sein Vortrag fragt danach, wie Stille wirkt. Wir haben auch viel „bewegte Stille“ im Programm, mit dem Labyrinth im Stadtgarten, Stille und Tanz, oder dem Gehen im Schweigen vom Kanonenplatz nach St. Ottilien. In der Stadtbibliothek gibt es zudem einen Büchertisch, im Kommunalen Kino wird Wim Wenders Film „Das Salz der Erde“ gezeigt. Es ist also für jeden etwas dabei.
Wieso spricht das so viele Menschen an?
Hartlieb: Weil lebendige Stille zu innerer Ruhe beiträgt. Stille macht gelassener und orientierter. Stille hilft, Prioritäten zu setzen und Wichtiges von Zweitrangigem zu unterscheiden. Das ist eine ungeheure Ressource in einem beschleunigten Alltag und in unserer beunruhigten Welt. In einer Zeit, in der die Welt aus den Fugen zu gehen scheint und viel Angst da ist, öffnet Stille auch die Möglichkeit, einen Anker in sich selbst zu finden – ohne sich abzukapseln.
Stille macht aber auch aufmerksamer und genußfähiger, Stille fördert die Kreativität, gemeinsame Stille gibt Energie und sorgt für Verbundenheit – all das sind Erfahrungen, nach denen sich viele sehnen.
Wer ist die Zielgruppe?
Hartlieb: Alle, denen das Leben immer wieder zu laut, zu schnell, zu unruhig ist. Alle, die sich etwas Gutes tun wollen. Wer keine Ahnung hat, ob Stille etwas für ihn oder sie ist, aber neugierig geworden ist. Wer Ruhe sucht und Gemeinschaft. Alle, für die eine Achtsamkeitspraxis zum Alltag gehört, die Gemeinschaft mit anderen genießen und Lust haben, etwas Neues kennenzulernen. Ja, und alle, die bei sich selbst anfangen, wenn es darum geht, etwas zu verändern.
Die Woche der Stille findet statt vom 2. bis 9. November. Es handelt sich um ein Interreligiöses und in die Zivilgesellschaft offenes Projekt, das von den beiden Kirchen und Spenden getragen wird. Weitere Infos und das volle Programm unter www.stille-in-freiburg.de
Am 12. und 13. Dezember lädt die Tanzschule Gutmann wieder zum
Konzerthausball ein. Foto: Valentin Behringer/Gutmann Events
Fünf Tanzflächen, Hunderte Gäste, ein magisches Showprogramm: Am 12. und 13. Dezember lädt die Tanzschule Gutmann wieder zum Konzerthausball ein. Dieser ist mit zwei Tanznächten die größte Veranstaltung seiner Art in Freiburg und der Region. Die Gäste erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit fünf Tanzflächen, Live- und DJ-Musik, Bars und einem großen Showprogramm.
Vom Ballroom mit Salonorchester über Partysounds bis hin zur Silent Disco ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Höhepunkt ist die große Tanzshow der Tanzschule Gutmann. Hier stehen über 100 Tänzer auf der Bühne und präsentieren das Motto des Abends: „Celi und das verlorene Weihnachten“. Einlass ab 19.30 Uhr, Infos und Tickets ab 35/25 Euro unter www.konzerthausball.de
Freiburgs Sparkassen-Chef Daniel Zeiler (4.r.) und Olaf Tabor (links) vom DOSB überreichten den mit 10.000 Euro dotierten Preis. Weitere 7.700 Euro von der Sparkasse Freiburg gab es für den Olympiastützpunkt. Foto: Joers
Das Freiburger Verbundsystem Schule–Leistungssport wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Sparkassen-Finanzgruppe als „Eliteschule des Jahres“ ausgezeichnet. Es ist das erste Mal, dass der Preis nach Baden-Württemberg geht. Entsprechend begeistert zeigen sich die Verantwortlichen in Freiburg.
Die Fußballballerinnen und Olympiasiegerinnen von 2016 Melanie Leupolz, Sara Däbritz oder Laura Benkarth, Basketball-Superstar Satou Sabally oder Paralympics-Medaillengewinner wie Marco Maier oder Linn Kazmaier haben eines gemeinsam: Sie alle besuchten das Sportinternat am Olympiastützpunkt Freiburg-Schwarzwald (OSP) und legten dort die Grundlage für ihre hocherfolgreiche Sportler- karriere.
Erfolge seit 20 Jahren
Jetzt wurde dem Verbund aus OSP, Sportinternat und den drei Freiburger Partnerschulen (Staudinger Gesamtschule, Max-Weber-Schule und Rotteck-Gymnasium) eine besondere Ehre zuteil: Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Sparkassen-Finanzgruppe kürte den Verbund Freiburg zur „Eliteschule des Jahres 2024“. Die Freiburger Eliteschule ist eine von 43 Eliteschulen des Sports in Deutschland, sieben davon in Baden-Württemberg. „Die Freiburger Eliteschule des Sports setzt sich seit 20 Jahren mit hohem Einsatz dafür ein, dass junge Sporttalente ihren anspruchsvollen Alltag aus Leistungssport und Schule bestmöglich unter einen Hut bringen können“, sagte Olaf Tabor, Vorstand Leistungssport bei der feierlichen Preisverleihung im Freiburger Rathaus.
Aktuell besuchen 135 Kaderathletinnen und -athleten die Freiburger Eliteschule. Zu den allerersten Athletinnen, die das Freiburger Sportinternat besucht hatten, zählt die frühere Junioren-Rad-Weltmeisterin Bianca Purath. „Ich kam damals als 15-Jährige aus einem 400-Seelendorf aus dem Schwarzwald an das Sportinernat in Freiburg. Das war damals ein kleiner Kulturschock für mich. Da wurde man sehr schnell eigenständig in der eigenen Laufbahn“, erinnert sie sich zurück.
Insbesondere der in den vergangen Jahren verstärkte Fokus auf Inklusion und den Parasport hätten den Ausschlag gegeben, dass Freiburg den Preis erhält, berichtet Ministerialdirektor Daniel Hager-Mann vom Land Baden-Württemberg: „Die Eilteschule Freiburg ist damit bundesweit ein Vorbild.“ Entsprechend groß war deshalb die Freude in Freiburg. „Die Eliteschule in Freiburg ist neben dem Skiinternat in Furtwangen die Keimzelle für die sportlichen Erfolge in unserer Region“, sagt Gundolf Fleischer, Vorsitzender OSP Freiburg. Und Freiburgs OB Martin Horn ergänzte: „Diese Auszeichnung ist ein gemeinsamer Erfolg für alle, die sich in Freiburg für den Sport engagieren.“
Philipp Lienhart sah in Leverkusen die Gelb-Rote Karte, dürfte im DFB-Pokal aber auflaufen. Foto: Berger
Im eng getakteten Spielplan geht es für den SC Freiburg am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky) weiter: In der 2. Runde des DFB-Pokals bei Fortuna Düsseldorf steht das Weiterkommen an erster Stelle. Obwohl schon am Samstag das nächste Auswärtsspiel bei Union Berlin ansteht, fühlen sich die Spieler fit genug für die kommenden Aufgaben.
„Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir müde gewirkt haben. Im Gegenteil. Wir waren in der ersten Halbzeit voll da“, sagte Matthias Ginter nach der letztlich verdienten 0:2-Niederlage in Leverkusen. Wobei das Spiel aus Sicht des Freiburger Innenverteidigers durchaus einen anderen Verlauf hätte nehmen können. Scherhant und Adamu hatten beide die Führung auf den Fuß. „Wir haben gut reingefunden in das Spiel. Wir müssen einfach ein Tor schießen, dann wird es ein anderes Spiel“, so Ginter, der aber auch sagte: „Es hat nicht sollen sein. Das wirft uns nicht um.“
Rotieren oder nicht?Chance zur Wiedergutmachung besteht am Mittwoch im DFB-Pokal: Fortuna Düsseldorf, Tabellen-13. der 2. Bundesliga, heißt die Hürde, die die Freiburger im Pokal nehmen müssen. Die Frage, ob es im Pokal eine größere Rotation geben wird, beantwortete SC-Trainer Julian Schuster am Sonntag noch mit Zurückhaltung. „Wir müssen schauen. Der Vorteil ist, dass wir gleich wieder ein Spiel haben. Dann können wir uns nicht so lange über die Niederlage gegen Leverkusen aufregen“, so Schuster. Abwehr-Routinier Ginter spricht sich gegen eine größere Spieler-Rochade aus. „Ich bin ein Fan davon, gerade im Pokal mit der bestmöglichen Aufstellung zu spielen. Natürlich gilt es auf die eine oder andere Sache Rücksicht zu nehmen.“ So wie am Sonntag in Leverkusen, als Niklas Beste nach seiner vorzeitigen Auswechslung gegen Utrecht eine Pause erhielt. Für Ginter gilt aber: „Im Pokal gibt es grundsätzlich nur ein Spiel. Da gibt es auch keine Wiedergutmachung. Deswegen hoffe ich, dass wir eine neue Serie starten können“, so der 31-jährige Fußball-Weltmeister.
Spätestens am Samstag bei Union Berlin (15.30 Uhr / Sky) wird es in der Abwehrzentrale aber ganz sicher einen Personalwechsel geben: Philipp Lienhart, der gegen Leverkusen mit Gelb-Rot vom Platz musste, ist für die Partie in der Hauptstadt gesperrt. Für ihn dürfte Max Rosenfelder in die Startelf und damit an die Seite von Matthias Ginter rücken. Ob Rosenfelder bereits am Mittwoch im Pokal den Vorzug erhalten wird, wollte Julian Schuster am Sonntag noch nicht verraten.