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Besonderes Konzert: Freiburger Barockorchester lädt zu „Hear! we move“ ein

Für das Sonderkonzert wird bereits seit Januar geprobt.Für das Sonderkonzert wird bereits seit Januar geprobt. Foto: Andreas Heideker

Am 21. März bringt das Freiburger Barockorchester (FBO) im Konzerthaus Freiburg das Sonderkonzert „Hear! we move“ auf die Bühne. Ein Format, in dem Kinder mit und ohne Hörbeeinträchtigung selbst zu aktiven Gestaltern auf der Bühne werden und zu den Klängen von Freiburger Barockorchester und Ensemble Recherche performen. In Kooperation mit dem Freiburger Institut für Musikermedizin (FIM) und dem musikalischen Partner Ensemble Recherche entsteht ein Konzertprojekt, das barocke und zeitgenössische Musik in inklusiven Formen zusammenführt. Die gemeinsame Arbeit mit rund 120 beteiligten Schülern begann bereits im Januar.

Schüler der Klassenstufen fünf bis zehn – darunter Kinder mit Cochlea-Implantaten, Hörhilfen und weiteren Herausforderungen – erarbeiten gemeinsam mit der Berliner Choreografin Ece Bodo-Çınar und den beteiligten Musikern ein Programm zwischen barocker Musik und zeitgenössischen Werken, mit dem besonderen Highlight einer Uraufführung: Die Komponistin Kathrin Denner hat eigens für Hear! we move die beiden Stücke „Zustand 1“ und „Zustand 2“ komponiert, die im Konzert FBO, Ensemble Recherche und die Schüler vereint aufführen werden und so die Idee des Zusammenklangs unterstreichen.
Thematisch nimmt das Projekt die antike Vorstellung des Sphärenklangs auf – die Idee einer harmonischen Ordnung, in der Bewegung, Musik und Menschlichkeit miteinander in Resonanz treten. Weitere Infos unter barockorchester.de.

Himalaya, Kuba und Costa Rica: Drei Mundologia-Voträge in Freiburg

Tobias Hauser zeigt bei „Costa Rica – Reise in den tropischen Garten Eden“ die beeindruckende Artenvielfalt des Landes. Hier eine Aufnahme aus einem Krankenhaus für Faultiere.Tobias Hauser zeigt bei „Costa Rica – Reise in den tropischen Garten Eden“ die beeindruckende Artenvielfalt des Landes. Hier eine Aufnahme aus einem Krankenhaus für Faultiere. Foto: Tobias Hauser

In „Zwischen Himmel und Erde – Meine Wege durch den Himalaya“ führt Abenteurer und Autor Bruno Baumann am 13. März in die entlegensten Regionen des höchsten Gebirges der Erde. Seine Expeditionen reichen von den tiefen Schluchten Osttibets bis zu den Klöstern in Ladakh, von alten Karawanenrouten nach Mustang und durch Nepals wilden Westen bis zum sagenumwobenen Reich Guge. Eindrucksvolle Bilder und Begegnungen mit Menschen, die inmitten dieser extremen Landschaft leben, machen sichtbar, wie sehr der Himalaya nicht nur geografische Grenze, sondern auch kultureller Korridor ist. Start ist um 19:30 Uhr.

Am 14. und 15. März, jeweils um 19:30 Uhr, richtet der Fotojournalist Tobias Hauser seinen Blick auf zwei Welten jenseits des Atlantiks. In „Kuba – zwischen Traum und Wirklichkeit“ spürt er seit über 30 Jahren den Veränderungen auf der Karibikinsel nach – zwischen sozialistischem Erbe, Alltagssorgen und der Hoffnung auf Neues. Dabei integriert er auch seine jüngsten Eiblicke in die Veränderungen im Land, erst im Februar diesen Jahres war er wieder vor Ort. Mit „Costa Rica – Reise in den tropischen Garten Eden“ eröffnet er das Panorama einer Natur voller Artenvielfalt: von Regen- und Nebelwäldern über aktive Vulkane bis hin zu Begegnungen mit Meeresschildkröten, Haien und der indigenen Bevölkerung.
Online-Tickets sowie ausführliche Informationen zum Programm und zu den Vorverkaufsstellen unter www.mundologia.de


Der Freiburger Münsterplatz als Serienkulisse: Hier wird die TV-Produktion „Tamim“ gedreht

Auf dem Münsterplatz entstehen Aufnahmen für eine SWR/ARTE-Miniserie.Auf dem Münsterplatz entstehen Aufnahmen für eine SWR/ARTE-Miniserie. Eine romantische Komödie, die in Freiburg spielt. Foto: Joers

Habt ihr schon die Dreharbeiten auf dem Münsterplatz entdeckt? Hier entstanden Aufnahmen für die SWR/ARTE-Miniserie „Tamim“ für die Nachwuchsreihe „Debüt im Dritten“. Darum geht es in der sechsteiligen romantischen Komödie: Tamim stammt aus Syrien und arbeitet seit zehn Jahren in seiner neuen Heimat Deutschland als Ingenieur. Endlich bekommt er seinen deutschen Personalausweis und will nun unbedingt eine Frau finden und heiraten. Nach einigen Fehlversuchen mit Dating-Apps verliebt er sich unsterblich in Laura. Sie ist chaotisch, charmant und schwer zu beeindrucken. Aber sie mag ihn, lässt sich sogar zu einem Date überreden. Schon beim zweiten Treffen offenbart Tamim ihr, sie gerne heiraten zu wollen. Doch so selbstverständlich dieser Antrag für Tamim ist, so selbstverständlich ist für Laura ihre On-/Off-Beziehung mit ihrem besten Freund, dem Fußballtrainer Max, und ihre Ablehnung gegen alles, was sie irgendwie festlegen könnte.

Regisseurin ist Christina Tournatzés, Tamim wird gespielt von Aziz Dyab, den wir aus dem Kinofilm „One Hit Wonder“ oder der Netflix-Serie „Unorthodox“ kennen. Jaëla Probst schlüpft in die Rolle von Laura – die Schauspielerin war schon in der „Netflix“-Serie „Alphamännchen“ oder bei der Serie „4 Blocks“ zu sehen.

„Tamim“ spielt in Freiburg, hier wird 25 Tage lang gedreht und noch einige Tage in München. Direkt auf dem Münsterplatz wurde eine Szene mit Tamim und Laura als frisch verliebtem Paar gedreht. Und unmittelbar in Münsterplatznähe auch noch eine Szene, die aus einer späten Folge stammt, da geht es um eine Begegnung zwischen Tamim, Laura und Lauras Ex-Freund Max (Dennis Mojen), der sich noch nicht damit abgefunden hat, dass sie mit einem anderen zusammen ist.

„Das ganze Team ist sehr gern in Freiburg, freut sich, dass es von der Bevölkerung so entspannt und freundlich aufgenommen wird und so viele gute Motive gefunden hat“, betont Annette Gilcher vom SWR. Ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis. Wann die Serie ausgestrahlt wird, ist noch nicht bekannt. Ich halte euch auf dem Laufenden!

Jaëla Probst spielt die chaotische und charmante Laura… Foto: Alexander Schank
… in die sich Tamim (Aziz Dyab) Hals über Kopf verliebt. Foto: Aziz Dyab

Comedy-Star Max Giermann ist in neuem Pixar-Kinohit „Hoppers“ zu hören

Sie leihen Animationsfiguren im Kinofilm „Hoppers“ ihre Stimme: die Comedians (v.l.) Max Giermann, Alina Khani und Martina Hill. Hier bei der Deutschlandpremiere des Films in Berlin.Sie leihen Animationsfiguren im Kinofilm „Hoppers“ ihre Stimme: die Comedians (v.l.) Max Giermann, Alina Khani und Martina Hill. Hier bei der Deutschlandpremiere des Films in Berlin. Foto: www.instagram.com/alinakhani

Der neue Pixar-Animationsspaß „Hoppers“ ist schon jetzt ein Kinohit: In Deutschland und den USA hat der nach dem Start vergangene Woche direkt den ersten Platz in den Kinocharts erobert. In dem Film schlüpft ein Mädchen dank einer neuartigen Technik in den Körper eines Roboter-Bibers und taucht so in die Tierwelt ein.

Für die deutsche Version sind die Sprechrollen prominent besetzt, unter anderem mit den Comedians Martina Hill, Alina Khani und Max Giermann, der in Freiburg wohnt. Die drei ließen sich die offizielle Kinopremiere in Berlin natürlich nicht entgehen. Max Giermann spricht in dem Film gleich zwei Rollen, die des Vogel- und des Amphibienkönigs. „Ich habe generell eine große Affinität zu Animationsfilmen. Ich wollte lange selber Animationszeichner werden. Ich liebe das einfach, auch Zeichentrick habe ich früher geliebt. Insofern ist es eine tolle Verbindung zwischen dieser Leidenschaft und eben auch dem Arbeiten mit Stimmen, was ich ja auch ganz gerne mache“, verrät Max Giermann im Interview mit moviepilot.de. Seine Pixar-Lieblingsfilme sind übrigens „Ratatouille“ und „Toy Story“.

Neue Staffel von DSDS startet an Ostern: Recall erstmals im Europa-Park

Suchen einen neuen „Superstar“: Dieter Bohlen, Isi Glück und Bushido. Suchen einen neuen „Superstar“: Dieter Bohlen, Isi Glück und Bushido. Foto: RTL/Stefan Gregorowius

DSDS kehrt Ostern 2026 mit Staffel 22 zurück: RTL geht damit erneut auf die unterhaltsame und spannende Suche nach „Deutschlands Superstar“. In diesem Jahr werden die Talente von Chefjuror Dieter Bohlen, Ballermann-Königin Isi Glück und Rap-Legende Bushido gecastet. Ausgestrahlt werden die insgesamt zehn neuen Folgen der Casting-Show, inklusive drei Live-Shows in Köln, ab dem 4. April, immer samstags und dienstags um 20:15 Uhr bei RTL.

Folge bildet einen vollständigen Tag ab – vom Eintreffen der Kandidatinnen und Kandidaten bis zur finalen Juryentscheidung. Mitfiebern ist angesagt: Talente, die überzeugen, dürfen in den “Golden Room“ und dort entscheidet sich, ob sie erneut vor der Jury antreten müssen oder direkt weiterkommen. Statt der gewohnten Recall-Zettel werden erstmals “Recall-Tickets“ vergeben und aufgrund des neuen Konzepts kommen keine Goldenen CDs mehr zum Einsatz.

DSDS goes back to Europa-Park: Die beiden Recall-Folgen dieser Staffel (Ausstrahlung am 21.4. und 25.4. bei RTL) wurden im Europa-Park in Rust in Szene gesetzt. Mit seinen abwechslungsreichen Themenbereichen und spektakulären Achterbahnen ist der beliebte Freizeitpark die perfekte Bühne für die DSDS-Dreharbeiten. Eine Altersgrenze gibt es weiterhin nicht: Die Kandidatinnen und Kandidaten sind zwischen 16 bis 70 Jahre alt. Auch in diesem Jahr gingen wieder mehrere Tausend Bewerbungen ein.

57-Jähriger filmt mehr als 800 junge Frauen mit Kameras im Badezimmer

Mit einer versteckten Kamera (kleines Bild, Symbolbild) hatte ein Vermieter über 15 Jahre junge Mieterinnen im Badezimmer seiner Wohnung im Rieselfeld gefilmt. Der Prozess wurde am Montag vor dem Amtsgericht verhandelt. Foto: Adobe Stock

Mit einer Kamera hatte ein Vermieter in Freiburg seine Mieterinnen – vornehmlich junge Studentinnen – im Badezimmer gefilmt. 60 Taten zwischen 2019 und 2024 werden ihm zur Last gelegt – der Rest ist verjährt. Das Amtsgericht verurteilte ihn zu einer Haftstrafe auf Bewährung.

Seit 2009 vermietete ein 57-Jähriger im Rieselfeld eine 7-Zimmer-Wohnung – hauptsächlich an junge Frauen. Mit einer im Badezimmer verbauten Kamera hatte der Mann, der laut eigener Aussage an einer Sexsucht leide, seine Mieterinnen gefilmt. Doch auch in den Toiletten seiner Arbeitsstelle sowie auf Dienstreisen kam es zu Filmaufnahmen von Kolleginnen. Der Fall wurde am vergangenen Montag vor dem Amtsgericht Freiburg verhandelt.

Angeklagter spricht von „Teufelskreis“

Überhaupt auf die Idee gekommen sei er nach der Trennung von seiner ersten Ehefrau: Seine Frau sei mit den gemeinsamen Kindern 2009 aus der Ehewohnung im Rieselfeld ausgezogen. Er habe Depressionen entwickelt, die ständigen Spannungen habe er „abbauen müssen“, so der Angeklagte, und dafür Bewältigungsstrategien gesucht. Die Angst, entdeckt zu werden, habe zusätzliche Spannungen erzeugt. „Es war ein Teufelskreis“, so der Angeklagte. Mit der Entdeckung schließlich habe er auch Erleichterung verspürt.

In drei Ordnern hatte der 57-Jährige das Bildmaterial auf seinem Computer gespeichert und sortiert. Er hatte sie nach Namen und Nationalität der Geschädigten sortiert sowie einen Ordner mit dem Namen „Specials“ angelegt. Insgesamt werden ihm im Zeitraum zwischen 2019 und 2024 60 Taten vorgeworfen, die Taten der zehn Jahre zuvor sind bereits verjährt. Rund 70 Geschädigte sind ermittelt – die Ordner auf der Festplatte des Angeklagten enthalten jedoch über 800 verschiedene Namen. Um regelmäßig wechselndes Bildmaterial zu bekommen, hatte er die Mietverträge auf ein Jahr begrenzt.

Entgegen der Staatsanwaltschaft, die davon ausgeht, dass die Kamera durchgängig lief und das Bildmaterial geschnitten wurde, gab der Angeklagte an, die Kamera reagiere auf einen Sensor und zeichne nur auf, wenn jemand das Bad betritt. Zum Speicherkartenwechsel habe er regelmäßig unter einem Vorwand die Wohnung betreten – manchmal wöchentlich, manchmal mehrere Monate gar nicht. Auf die Frage der Staatsanwaltschaft, wie viel Zeit er damit verbracht habe, antwortete der Angeklagte: „Zu viel.“

Im September 2022 filmte der Angeklagte zudem Arbeitskolleginnen in einem angemieteten Airbnb auf einer Tagungsreise. Schon zuvor hatte er auf den Bürotoiletten Filmaufnahmen von ihnen angefertigt. Bei einem privaten Spieleabend mit seinen Kolleginnen hatte er zudem eine Kamera in seinem Badezimmer versteckt. Obwohl er seine Kolleginnen „menschlich gemocht“ habe und täglich mit ihnen zusammengearbeitet habe, habe ihn dies nicht von den Taten abgehalten, so der Angeklagte. Seine Sexsucht lasse er seit April vergangenen Jahres bei zwei Therapeutinnen behandeln. Die Wohnung habe er 2025 verkauft: „Ich hatte das Gefühl, ich habe meine Macht als Vermieter missbraucht.“ Seinen Job verlor er 2024, als die Vorwürfe bekannt wurden. In der Zwischenzeit befindet sich der Angeklagte in einem neuen Arbeitsverhältnis.

Auf zivilrechtlichem Weg sind derzeit Entschädigungszahlungen in Höhe von 3.500 Euro pro Person an 30 Geschädigte ausgezahlt worden. Weitere Zahlungen stehen noch aus.

Die Staatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren – verurteilt wurde der Angeklagte schließlich zu einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung.

Wärmepumpen-Infotag in Freiburg bietet Tipps für den Heizungstausch

WärmepumpeAlle wichtigen Informationen rund um Wärmepumpen gibt es am 12. März im Paulussaal in Freiburg. Foto: Pixabay

In Freiburg dreht sich beim Wärmepumpen-Infotag am 12. März alles um den Heizungsumstieg. Experten geben Tipps zum Heizungstausch und beantworten Fragen direkt vor Ort.

Wie der Umstieg zur Wärmepumpe gelingen kann, zeigt die Stadt Freiburg beim Wärmepumpen-Infotag am Donnerstag, 12. März, im Paulussaal (Dreisamstraße 3). Die Veranstaltung startet um 16 Uhr mit Informationsständen und Beratungsangeboten. Um 18 Uhr eröffnet Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit das Bühnenprogramm mit einem kurzen Einblick in den kommunalen Wärmeplan.

Der Wärmepumpen-Infotag tourt durch ganz Deutschland und fand bereits in acht Kommunen großen Anklang. Von der ersten Orientierung bis zur konkreten Umsetzung – das Programm deckt alle wichtigen Aspekte des Heizungstausches ab und bietet neben Informationen auch den direkten Kontakt zu Handwerksbetrieben. Es richtet sich vornehmlich an Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern. Zur Unterstützung holt sich das Umweltschutzamt zwei Fachleute auf die Bühne: Ab 18 Uhr informieren „Energiesparkommissar“ Carsten Herbert, bekannter YouTuber und Spiegel-Bestsellerautor, und Anja Floetenmeyer-Woltmann, Wärmepumpen-Beirätin der EU-Kommission, in Vorträgen über den Heizungstausch. Carsten Herbert zeigt mit einer praktischen Anleitung auf, woran Hausbesitzende erkennen, welchen Energiebedarf das eigene Haus hat, wie man Heizkosten spart und wie man das richtige System wählt. Anja Floetenmeyer-Woltmann informiert über gesetzliche Vorgaben, den wirtschaftlich besten Zeitpunkt und wie man ein solches Projekt angeht.

Info: Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung unter www.waermepumpen-infotag.de ist nötig.

Als erster in Europa führt Freiburg Notrufe per Live-Video ein – Kooperation mit Google

Freiburg Integrierte Leitstelle Live-Video Notruf GoogleHenning Schmidtpott von der Leitstelle demonstriert die Live-Video-Notrufe per Smartphone. Foto: Joers

Die USA haben es, Teile von Mexiko haben es – und jetzt auch Freiburg: Das Amt für Brand- und Katastrophenschutz (ABK) hat gemeinsam mit Google die Anwendung „Live-Video“ entwickelt. Das Tool ermöglicht Live-Videoübertragung von Notrufen direkt in die Integrierte Leitstelle (ILS) in Freiburg – für Rettungskräfte ein erheblicher Vorteil, um Menschenleben retten zu können.

Henning Schmidtpott hat sein Smartphone in der Hand, als plötzlich ein Pop-up-Fenster mit der Frage auftaucht: „Live-Video teilen?“ Das Fenster ploppt auf, weil die Leitstelle das Videobild angefordert hat. Schmidtpott, der Systemadministrator der Leitstelle, klickt auf seinem Handy auf „Teilen“ – und schon steht die Videoverbindung in die Integrierte Leitstelle (ILS) in der Freiburger Eschholzstraße. Was bisher nur umständlich über einen SMS-Link funktionierte, der den Kontakt zu einer Webseite herstellte, funktioniert nun bei Android-Handys mit einem einzigen Klick. Nur bei Apple-Handys sei nach wie vor ein Umweg nötig.

„Bei Notrufen stehen die Disponenten vor einer großen Herausforderung. Innerhalb von Sekunden müssen sie am Telefon eine Notfallsituation richtig einschätzen und den Notrufenden schnellstmöglich die passende, qualitativ beste Hilfe zukommen lassen“, erklärt Christian Emrich. Nun könne der Disponent die Bilder der Handykamera in seine Entscheidung mit einbeziehen, „ein riesiger Innovationsschritt“, so der Leiter des Amtes für Katastrophenschutz. „Und zwar datenschutzkonform“, wie Feuerwehr-Bürgermeister Stefan Breiter (CDU) betont. Die Live-Videos würden nirgends gespeichert und würden komplett verschlüsselt übertragen, erläutert Benjamin Löhner, Entwickler bei US-Konzern Google. Löhner bestätigt auch noch einmal, was alle Beteiligten sichtlich stolz macht: „Freiburg ist die erste Leitstelle in ganz Europa, die Live-Video offiziell einsetzt. Bislang gab es das nur in den USA und in Teilen Mexikos.“ Dass Freiburg bei der Technik in Europa vorangehe, sei „vielleicht Zufall oder ein bisschen Glück, steht uns aber sehr gut zu Gesicht“, so Bürgermeister Breiter.

Denn schon 2020 war Freiburg bundesweit Vorreiter bei der automatischen Übertragung der GPS-Standorte von Smartphones an die Integrierte Leitstelle (genannt AML – „Advanced Mobile Location“). Nun folgt mit Live-Video die nächste Innovation. Seit drei Monaten lief der Freiburger Testlauf mit Google. Als konkrete Anwendungsbeispiele nennt Schmidtpott zum Beispiel einen Fahrzeugbrand, bei dem sich erst durch die Videoübertragung herausstellt, dass das Auto in einer Garage steht – „das macht einen Riesenunterschied, denn jetzt handelt es sich um einen Gebäudebrand und wir können direkt deutlich mehr Löschfahrzeuge schicken“.

Ein anderes Anwendungsfeld seien Reanimationen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Durch die Nutzung von Live-Video kann die Leitstelle direkt mitverfolgen, wie Ersthelfer eine Wiederbelebung umsetzen. „Falls nötig, kann der Disponent korrigierend eingreifen“, sagt Christian Emrich. Das gebe den Menschen, die einen Notruf absetzen, „auch ein gutes Gefühl“, so Bürgermeister Breiter. Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn betont, dass die Integrierte Leitestelle nicht nur „Leben rettet und Einsätze koordiniert, sondern auch sehr innovativ unterwegs ist. Dafür bin ich sehr dankbar“, so Horn, der hofft, „dass nun viele weitere Leitstellen unserem Beispiel folgen werden.“

Die neue Technik ist ab sofort auf allen Android-Geräten nutzbar, ohne dass Änderungen an den Einstellungen notwendig sind. Wann Apple-Handys die Technik erhalten, sei noch offen.

Kinotipp: Die Romanverfilmung „Für immer ein Teil von dir – Reminders of Him“

Kenna Rowan (Maika Monroe) und Ledger Ward (Tyriq Withers) kommen sich näher – doch das macht alles noch komplizierter.Kenna Rowan (Maika Monroe) und Ledger Ward (Tyriq Withers) kommen sich näher – doch das macht alles noch komplizierter. Foto: Universal Studios

Das Drama erzählt die bewegende Geschichte von Kenna (Maika Monroe), die einen Unfall verursacht, bei dem sie ihre große Liebe verliert, und einen Neuanfang wagt. Ein berührender Film über Vergebung und die Kraft einer Liebe, die selbst die hoffnungslosesten Herzen wieder heilen kann.

Nach fünf Jahren im Gefängnis kehrt Kenna Rowan (Maika Monroe) in ihre Heimatstadt zurück, um ihre kleine Tochter wiederzusehen. Doch die Großeltern des Kindes haben das Sorgerecht (Lauren Graham und Bradley Whitford) und sind fest entschlossen, Kenna von dem Mädchen fernzuhalten. Auch im Rest der Stadt trifft sie auf Ablehnung und hat es schwer, mit ihrer Vergangenheit einen Job zu finden. Nur der Betreiber der örtlichen Bar, Ledger Ward (Tyriq Withers), unterstützt sie – doch der hat eine besondere Beziehung zu ihrer Tochter. Während Kenna um eine zweite Chance kämpft, kommen sie und Ledger sich langsam näher. Doch durch die Romanze geht Kenna ein hohes Risiko ein und könnte alles verlieren.

Das Drehbuch wurde von der Bestsellerautorin Colleen Hoover gemeinsam mit Lauren Levine („Brücke nach Terabithia“) verfasst und basiert auf Hoovers gleichnamigem Bestseller, der weltweit für Begeisterung sorgte.

Der Erfolgsroman „Für immer ein Teil von dir“ wurde erstmals 2022 veröffentlicht, in 45 Sprachen übersetzt und für den TikTok Book Award des Jahres 2023 nominiert. Colleen Hoover zählt zu den erfolgreichsten Autorinnen unserer Zeit – ihre Werke wie „Nur noch ein einziges Mal“, „All das Ungesagte zwischen uns“ und „Verity“ erzählen Geschichten, die ebenso berührend wie herzzerreißend sind und weltweit Millionen von Menschen zu Tränen rühren.

„The Testament of Ann Lee“ erzählt die Geschichte der Anführerin der Shaker

Amanda Seyfried spielt die willensstarke Anführerin der Shaker Amanda Seyfried spielt die willensstarke Anführerin der Shaker. Foto: Searchlight Pictures

Die preisgekrönte Regisseurin und Drehbuchautorin Mona Fastvold („Der Brutalist“) erzählt die außergewöhnliche und wahre Geschichte von Ann Lee, der Gründerin der Glaubensgemeinschaft der Shaker. Amanda Seyfried spielt die willensstarke Anführerin der Shaker, die die Gleichberechtigung der Geschlechter und soziale Gleichheit predigte und von ihren Anhängern verehrt wurde.

„The Testament of Ann Lee“ fängt Ekstase und Seelenqual ihres Strebens nach einer Utopie ein und präsentiert mehr als ein Dutzend historischer Shaker-Hymnen, die von Celia Rowlson-Hall („Vox Lux“) choreografiert und vom Oscar-prämierten Komponisten Daniel Blumberg („Der Brutalist“) mit eindrucksvoller Intensität neu interpretiert wurden.