Erwachsene Zeckenweibchen leben im Eschholzpark in Freiburg vor allen in den Büschen, weniger auf den Rasenflächen im Park. Foto: Jerzy Gorécki / Pixabay
Schon seit Jahrzehnten ist das Risiko einer FSME-Erkrankung in Freiburg besonders hoch. Martin Komorek ist Geschäftsführer von Tick-Radar und betreibt Zeckenforschung. Vor Kurzem war Komorek im Freiburger Eschholzpark unterwegs und untersuchte dort die Zeckenpopulation. Wie diese aussieht und wo sich die Zecken am liebsten aufhalten, berichtet er im Gespräch mit Enya Steinbrecher.
Gerade in Südbaden ist das Zecken-Risiko besonders hoch – Sie waren im Eschholzpark unterwegs, wie sieht es denn in Freiburg aus?
Martin Komorek: Im Grunde ist es so, dass im Vergleich zu Norddeutschland nicht besonders viele oder andersartige Zecken vorkommen, sondern das FSME-Risiko besonders hoch ist. In Norddeutschland gibt es dieses Virus viel seltener. Wer sich also in Freiburg draußen bewegt und die Wahrscheinlichkeit hat, von Zecken gestochen zu werden, hat auch ein erhöhtes Risiko einer schweren Folgeerkrankung.
Welche Entdeckungen haben Sie im Eschholzpark gemacht?
Komorek: Wir haben im Eschholzpark adulte Zeckenweibchen nachgewiesen: Diese haben wir gefangen, indem wir ein weißes Baumwollflanelltuch hinter uns hergezogen haben. Dabei machen wir uns das natürliche Fangverhalten von Zecken zunutze: Sie springen ihre Wirte nicht an, sondern werden abgestreift und bleiben durch die Krallen an ihren Beinen am Wirt hängen. Der Eschholzpark ist ein typischer Park mit kurzem Gras und starker Sonneneinstrahlung: Wenn man da auf dem Gras steht, hat man eher ein geringes Risiko. Anders ist das, wenn man zum Beispiel beim Public Viewing ein paar Bierchen getrunken hat und mal austreten muss – dann geht man ja meist in die Büsche oder die Vegetation. Da ist die Zeckengefahr dann tatsächlich am größten.
Im Freiburger Eschholzpark sind die Zeckenforscher fündig geworden. Foto: majo
Wie schütze ich mich denn am effektivsten gegen Zecken?
Komorek: Gegen Zeckenstich kann man sich im Grunde kaum sicher schützen. Wenn man zurück im Haus ist, sollte man sich nach Zecken absuchen. Es gibt Repellents, die jedoch nur eine bedingte Wirkung haben und Zecken meist auch nur recht kurz vom Leib halten.
Der effektivste Schutz gegen FSME ist definitiv die Impfung. In Freiburg sollte jeder gegen FSME geimpft sein, denn Freiburg ist seit Jahrzehnten FSME-Hochrisikogebiet in Baden-Württemberg. Ich hoffe, dass die Durchimpfungsraten in Freiburg dementsprechend hoch sind – alles andere wäre leichtsinnig.
Und wie sieht es damit bei der Borreliose aus?
Komorek: Das Gute hier ist, dass selbst wenn die Zecke zugestochen hat, es viele Stunden dauert, bis die Erreger auf den Menschen übergehen. Wenn man eine Zecke findet, sollte man sie sofort sachgemäß entfernen – hier wird heute nicht mehr zum Ziehen, sondern zum vorsichtigen Herausdrehen geraten. Das ist sanfter und funktioniert auch ohne das Abreißen des Stechrüssels. Von langer Kleidung bin ich persönlich kein Fan: Wenn man bei 35 Grad Celsius draußen unterwegs ist und dann so angezogen ist, bleibt man doch wahrscheinlich lieber drinnen. Es bleibt also nur, achtsam zu sein.
Inmitten der „Vier Jahreszeiten“ von Johann Christian Wentzinger können alle Besucher im Innenhof des Hauses kreativ werden und sich als Andenken ein kleines Schatzkästchen gestalten. Foto: Axel Killian
Am Sonntag, 28. April, 10 bis 17 Uhr, wird der 30. Geburtstag des Museums für Stadtgeschichte gefeiert. Für große und kleine Freiburg-Fans bieten kurze Zeitreisen durch die Stadtgeschichte(n) die Möglichkeit, wichtige Persönlichkeiten und Ereignisse von der Stadtgründung bis zum Bau der Vaubaun’schen Festung kennenzulernen.
Familien mit Kindern ab fünf Jahren sind eingeladen, bei Führungen auf den Spuren von Rittern und Edeldamen zu wandeln oder die mittelalterliche Baustelle zu erkunden. Inmitten der „Vier Jahreszeiten“ von Johann Christian Wentzinger können alle Besucher im Innenhof des Hauses kreativ werden und sich als Andenken ein kleines Schatzkästchen gestalten. Wer mag, stärkt sich zwischendurch an einer mobilen Kaffeebar. Anlässlich des Jubiläums ist der Eintritt frei.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann überreichte SC-Spieler Matthias Ginter den Verdienstorden des Landes.
Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg/Uli Regenscheit
SC-Trainer Christian Streich hat sie schon – jetzt durfte sich auch Kicker Matthias Ginter über die höchste Auszeichnung des Landes freuen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann überreichte dem Fußballer aus March bei einem Festakt am Freitag den Verdienstorden. Der 30-Jährige Abwehrspieler wurde für sein soziales Engagement mit der Matthias-Ginter-Stiftung ausgezeichnet. Diese unterstützt benachteiligte Kinder und Jugendliche im Raum Freiburg.
„Es ist mir eine große Ehre gewesen, den Verdienstorden entgegen zu nehmen“, so der Fußballer bei Instagram und Co. Der Ministerpräsident lobt in seiner Laudatio die Projekte der Stiftung – beispielsweise das inklusive Fußballcamp. Glückwunsch!
Der Chor präsentiert Popsongs und eine mitreißende Performance. Foto: Fabio Smitka
Ein Geburtstag will gefeiert werden – auch das zehnjährige Jubiläum des Freiburger A-cappella Popchors Twäng. So bunt, glitzernd und energiegeladen wie die Musik und Mitglieder des Chores sind, wird auch der Auftakt des Jubiläumsjahres mit dem großen Konzert am 4. Mai um 20 Uhr im Paulussaal.
All die Liebe und Leidenschaft für Musik, durch die Twäng in den letzten zehn Jahren gewachsen ist, soll an diesem Abend erneut in Form von musikalischer Perfektion und Komplexität, energetischen Choreographien und glitzernder Bühnenpräsenz für das Publikum spürbar werden. Dafür hat der preisgekrönte Chor ein paar aufpolierte, längst vergessen geglaubte Songs aus den Anfängen im Gepäck, aber auch ganz viel frischen Wind und neu einstudierte Stücke.
Die Vielfältigkeit bleibt durch die speziell für die achtstimmige Besetzung arrangierten Popsongs von Chorleiter Adrian Goldner erhalten. Das Repertoire des Freiburger A-cappella-Popchores umfasst Songs von Joni Mitchell über Rag’n’Bone Man bis hin zu Peter Fox oder Sia. Von gefühlvollen Gänsehaut-Sounds über gewaltige Bass-Klänge bis hin zu Guter-Laune-Musik ist alles dabei – untermalt mit satten Beatbox-Sounds von Johannes Jäck (Beatbox) und Julian Knörzer (Co-Chorleiter und Beatbox). Tickets bei Reservix, weitere Infos unter twaeng.de.
Machte auf dem Roten Teppich und auf der Bühne eine gute Figur:
Comedian Mirja Boes moderierte erstmals die Show. Foto: Schuh
Zahlreiche Stars aus dem Musik- und Showbiz feierten am vergangenen Freitag wieder eine große Party im Europa-Park, denn hier ging wieder der Radio Regenbogen Award über die Bühne. 1.200 Gäste erlebten eine mitreißende Show. Ob Autogramme schreiben, für Selfies posieren oder sich für die Fotografen im Blitzlichtgewitter von der besten Seite zeigen – die prominenten Gäste hatten auf dem Roten Teppich schon vor der Preisverleihung viel zu tun – und waren trotz kaltem Schmuddelwetter sichtlich gut drauf.
Für eine Überraschung sorgte Comedian Bülent Ceylan zu Beginn der Show. Sein Auftritt wurde geheim gehalten und er heizte dem Publikum mit Heavy-Metal-Songs ein. Und gleich noch eine Premiere: Mirja Boes moderierte erstmals die Gala – und stellte prompt „Bedingungen“: „Ich will auch einen Preis. Meinen letzten eigenen Comedy-Preis bekam ich 2008 – und das auch nur, weil Anke Engelke nicht konnte“, sagte sie.
Comedian Bülent Ceylan eröffnete überraschend die Show – als Heavy-Metal-Banger. Später mischte er sich unter die Gäste und machte jede Menge Selfies mit den Fans. Foto: Schuh
Ausgezeichnet wurden unter anderem Star-Musiker David Garrett (Crossover), der für seinen Auftritt aus zehn Metern Höhe spektakulär auf die Bühne schwebte, TV-Moderatorin Dunja Hayali (Medienfrau),Schauspieler Hannes Jaenicke (Medienmann) oder die Sänger James Arthur (Künstler International) und Alvaro Soler (Pop National). Ein Highlight für die Fans: Die bekannten Gäste mischten sich nach der Show unters Publikum und feierten auf der Tanzfläche.
Auf dem Roten Teppich unauffällig und in Schwarz, der Auftritt von Star-Geiger David Garrett war dagegen spektakulär. Foto: Schuh
Verstehen sich blendend: Schauspieler Hannes Jaenicke und TV-Moderatorin Dunja Hayali plauderten nach der Verleihung noch entspannt auf der Bühne. Foto: Schuh
Die Stimmung ist ausgelassen: die Sänger Alvaro Soler (l.) und Michael Schulte wurden ausgezeichnet – das wurde im Anschluss ordentlich gefeiert. Foto: Detlef Berger
Beim europaweiten „Blitzer-Marathon“ am vergangenen Freitag, 19. April, hat der Gemeindevollzugsdienst bei Geschwindigkeitskontrollen im Stadtgebiet 329 Verstöße festgestellt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt Freiburg hervor. Insgesamt wurden demnach 7126 Fahrzeuge kontrolliert. Davon waren 4,62 Prozent zu schnell unterwegs.
Mit vier Messfahrzeugen haben an neun Messstellen Geschwindigkeitskontrollen stattgefunden. 49 Mal wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 15 Stundenkilometer überschritten, die Fahrerinnen und Fahrer müssen mit einer Anzeige rechnen. Die höchste Überschreitung wurde mit 73 Stundenkilometern im Tempo-50-Bereich gemessen.
Mit einem aufwendigen Zugverfahren wurde am Dienstag die Stabilität der ebenso betagten wie beliebten Linde überprüft. Foto: Sven Meyer
Oberlinden gilt zurecht als eines der schönsten und ältesten Stadtviertel Freiburgs. Als Wahrzeichen und Namensgeber steht die markante fast 300 Jahre alte Linde gegenüber vom Schwabentor. Doch die Freiburger sind in großer Sorge um ihr Naturdenkmal. Ein aufwendiges Gutachten wird nun darüber entscheiden, ob die Linde noch eine Zukunft hat.
Leider schwächelt die Linde seit vielen Jahren und das Garten- und Tiefbauamt (GuT) musste die Krone bereits mehrfach zurückschneiden, um den Baum zu erhalten. Nun gab es Hinweise, dass der Baum nicht mehr sicher steht. Wegen der besonderen Bedeutung der Linde soll ein Fachgutachten zeigen, wie standsicher der Baum noch ist und ob es eine Möglichkeit gibt, ihn zu erhalten.
Am Dienstagmorgen wurde vor Ort, der für die Maßnahme abgesperrt wurde, ein sogenanntes Zugverfahren durchgeführt. Zuerst wurde ein Ankerpunkt in die Krone gesetzt. Dann wird mithilfe eines im Kronenbereich befestigten Seilzuges stufenweise eine Kraft in den Baum eingebracht. Diese Kraft entspricht der Windlast, welcher der Baum an diesem Standort in Zukunft bei Stürmen ausgesetzt sein könnte. Durch sensible Messgeräte wird dabei die Neigung ermittelt und diese mit dem generellen Neigungsverhalten windbelasteter Bäume verglichen. Diese Daten lassen dann Rückschlüsse darüber zu, wie fest der Baum noch im Boden verankert ist. „Es muss sichergestellt sein, dass der Baum nicht bei starker Windlast auf Passanten kippt“, erklärt Rathaussprecherin Linda Widmann.
Der anwesende Baumexperte und Diplom-Forstwirt Simon David Ferner zeigte sich nach den Belastungstests verhalten zuversichtlich: „Wir haben bei dem ersten Zug Richtung Nordosten keine so schlechten Werte festgestellt, so dass wir uns gemeinsam überlegt haben, wir ziehen auch noch in die andere Süd-Richtung, um dort das Kippverhalten zu testen. Wäre der erste Zug kritisch ausgefallen, hätten wir keinen zweiten mehr gemacht. Unter Vorbehalt ist unser heutiger erster Befund besser als befürchtet.“ Das genaue Ergebnis muss jedoch noch ausgewertet werden und wird dann in rund drei Wochen bekannt gegeben.
„Das große Ziel ist es, diese Linde mindestens so lange an diesem Standort halten zu können bis sie ihren runden Geburtstag feiert.“
Simon David Ferner, Diplom-Forstwirt
Der Stadt ist der kritische Zustand der alten Linde schon länger bekannt. Die Ursachen für das kränkliche Erscheinungsbild liegen laut dem Garten- und Tiefbauamt nicht zuletzt am Standort. Als Ursache gilt der Untergrund. Es haben dort in der Vergangenheit viele Aufschüttungen und Verdichtungsmaßnahmen stattgefunden. Vermutlich, so die Experten vor Ort, wurde dabei das Wurzelwerk mehrfach beschädigt.
Die Forst-Experten bei der Arbeit an der Linde am Dienstagmorgen. Foto: Sven Meyer
Auch für den Fall, dass der Baum so instabil ist, dass er Gefahr für Leib und Leben darstellt, gibt es ein Szenario: Die alte Linde müsste dann gefällt werden und würde durch eine neue ersetzt. „Aufgrund der sehr prominenten Stelle würden wir da natürlich klotzen und einen größeren Baum aus der Baumschule nachpflanzen, als dies normalerweise der Fall ist, aber natürlich wäre der trotzdem viel kleiner“, sagt Linda Widmann. Der Ersatz wäre dann zirka 6 Meter hoch und hätten einen Stamm von rund 45 cm Durchmesser. Bis sich irgendwann eine stattliche Krone bilden würde, würden Jahrzehnte vergehen.
Dass ein Nachfolgebaum kommt, so weit ist es zum Glück noch nicht: Im Jahr 2029 würde die Linde 300 Jahre alt werden. „Das große Ziel ist es, diese Linde mindestens so lange an diesem Standort halten zu können, bis sie ihren runden Geburtstag feiert“, sagt Forstwirt Ferner. Sollte die Linde noch ausreichend standsicher sein, könnte man sie zusätzlich stützen – um auf Nummer sicher zu gehen.
Wichtig ist, was der Trainer sagt: Das gilt auch in diesem speziellen Freiburger Fall, bei dem Christian Streich seinen Torwart Noah Atubolu gegen Kritik aus dem Internet in Schutz nimmt. Foto: Detlef Berger
Das musste mal raus. Als Christian Streich nach dem 1:1 gegen Mainz seine Stimme in der Causa Noah Atubolu erhob, wurde einmal mehr deutlich, wie sehr den SC-Trainer die gestiegenen Ansprüche rund um den Verein beschäftigen – mit all ihren unschönen Begleiterscheinungen.
Noah Atubolu, 21 Jahre alt, geboren in Freiburg, seit bald neun Jahren beim SC und seit dieser Saison die Nummer eins zwischen den Pfosten „seines“ Vereins stand vom ersten Spieltag an unter Beobachtung. Vor allem in den Sozialen Medien werden bisweilen unfaire Maßstäbe an den deutschen U21-Nationaltorwart angelegt, der gerade seine erste komplette Bundesligasaison inklusive DFB- und Europapokaleinsätzen absolviert. Sein Vorgänger? Mark Flekken, niederländischer Nationaltorhüter und Stammtorwart beim englischen Premier-League-Klub FC Brentford. In dieser Saison spielte Atubolu bereits neunmal zu null: Nur zwei andere Bundesliga-Keeper blieben genauso oft (VfB Stuttgart/Nübel) oder noch häufiger (Leverkusen/Hradecky) ohne Gegentor.
Und doch entbrennt in den SC-Fanforen nach beinahe jedem Spiel eine leidenschaftliche, haarklein geführte Diskussion darüber, wie Atubolus Leistung zu bewerten wäre. Jeder vermeintliche Wackler, jedes Zögern des Keepers im Strafraum oder bei der Ballabgabe werden seziert. Diskutiert wird auch, ob der Verein sich einen Gefallen damit getan hat, Atubolu in seinen jungen Jahren ins Rampenlicht der Bundesliga zu stellen. Selbst professionelle Medien schlagen bisweilen mit ihren Zeilen über die Stränge: Von „Einer geht Noah rein!“ (11Freunde) bis „Mit diesen Torwartpatzern wird das nichts“ (Sport1) war schon einiges zu lesen, was einen 21-Jährigen zum Grübeln bringen könnte.
Aber vor allem die Diskussionen in den Sozialen Medien missfallen Streich, weil er weiß, dass sein junger Torwart dem kaum entgehen kann. Besonders gravierend: In den Kommentaren einiger Unbelehrbarer driftet die Atubolu-Kritik nicht selten in Richtung knallhartem Rassismus ab. „Das ist Wahnsinn, was der Kerl mitkriegt. Das geht nicht“, sagt der Freiburger Trainer.
Gefährdet sieht der SC-Coach vor allem die seit Jahren erfolgreich praktizierte Philosophie des Vereins, jungen Eigengewächsen den Weg ins Profigeschäft zu ebnen. Streich fragt zu Recht, warum der Verein bei einem Torhüter anders handeln solle als bei einem jungen Feldspieler. „Das ist der Freiburger Weg“, sagt er. „Der SC Freiburg entscheidet sich für einen Torwart aus der eigenen Jugend, aus der eigenen Stadt. Genau das ist unser Weg. Die Leute sollten jubeln“, so Streich.
Für Atubolu ist ein Zu-Null-Rekordwert in Reichweite
Dass er durch seine öffentlichen Worte fürs Erste das Gegenteil erreicht und die von ihm beklagte Unruhe nicht verschwindet, sondern Atubolu weiter im Fokus stehen wird, das dürfte dem Medienprofi Streich klar gewesen sein. Aber der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel und auch hier hat der Verein längst vorgebaut: Im üblichen Frage-und-Antwort-Spiel der Medien darf der Torwart (noch) nicht mitspielen, Interviews gibt er keine. Für Medienvertreter eine schmerzhafte, aber aus Vereinssicht nachvollziehbare Entscheidung.
Zumindest in einem Videointerview des SC Freiburg kam der Keeper vor der Saison zu Wort: „Es ist meine erste Bundesligasaison“ und es gehe für ihn erstmal darum „Spiel für Spiel zu absolvieren und mit den Jungs da weiter zumachen, wo sie letzte Saison aufgehört haben.“ Bei seinen Zielen und denen des Vereins liegt Atubolu also vollständig im Soll. Mit jetzt 40 Punkten und Platz sieben hat der SC auch dank Atubolu alle Möglichkeiten, zum dritten Mal in Folge das europäische Geschäft zu erreichen.
Und das nach einer komplizierten, von Verletzungen und Ausfällen geprägten Saison. Während er sich in der Abwehr häufig auf wechselnde Vorderleute einzustellen hatte, spielte Atubolu fast immer. Gegen den Heimspielgegner Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr / Sky) wird Atubolu bereits seinen 42. Pflichtspieleinsatz absolvieren. Sollte er die Saison wie geplant zu Ende spielen, wird er mit dann 45 Einsätzen der SC-Torhüter mit den meisten Spielen in einer Saison überhaupt sein und sogar Mark Flekken (44 Einsätze/ Saison 22/23) überholen.
Auch den wettbewerbsübergreifenden Zu-Null-Rekordwerten aller Freiburger Profi-Torhüter in einer Saison (Mark Flekken: 16 weiße Westen / Oliver Baumann: 15 weiße Westen) kommt der 21-Jährige mit 14 Zu-Null-Spielen nahe, bei noch vier ausstehenden Spielen. Die Zahlen sprechen also für ihn und Atubolu hat gute Gründe, selbstbewusst zu sein. Egal, was das Internet sagt.
Noah Atubolu kann in seiner ersten kompletten Saison als Nummer eins beim SC Freiburg Topwerte vorweisen. Foto: Detlef Berger
Frederik Schäfer vom LAC Freiburg lief bei der Berglauf-DM auf Platz sechs. Foto: Joers
Erfolgreiche Berglauf-DM: Dank des sechsten Platzes von Frederik Schäfer, Platz sieben für Yannik Fuchs und Platz 17 für Simon Pfleiderer gewinnt der Leichtathletik Club Freiburg die Teamwertung in Zell am Harmersbach.
Die Deutsche Meisterschaft im Berglauf in Zell am Harmersbach endete mit einem Teamerfolg für den Leichtathletik Club Freiburg (LAC). In 3:34:27 Stunden gewann der LAC Freiburg nach 16 Kilometern und 890 Höhenmetern den Mannschaftstitel.
Das LAC-Team bestand aus Frederik Schäfer, Yannik Fuchs und Simon Pfleiderer: Schäfer als Sechster (1:09:36 Stunden) und Fuchs als Siebter (1:09:37) überquerten das Ziel gemeinsam, Pfleiderer wurde 17. (1:15:14). Den Tagessieg holte Lukas Ehrle (LG Brandenkopf) in 1:04:53.
Bei den Frauen schied Stefanie Doll vom SV Kirchzarten vorzeitig aus, den Sieg holte die Tübingerin Hanna Gröber in 1:16:40 Stunden. (fwb)
Stuntman Colt Seavers (Ryan Gosling) will seine Ex-Freundin Jody Moreno (Emily Blunt) zurückgewinnen – doch erst muss er einen verschwundenen Filmstar wiederfinden. Foto: Universal Studios
„The Fall Guy“ ist die actionreiche Neuauflage des 80er-Jahre-Hits „Ein Colt für alle Fälle“: Ryan Gosling schlüpft in die Rolle des Stuntmans Colt Seavers. Der muss einen vermissten Filmstar aufspüren, eine Verschwörung aufklären, die Liebe seines Lebens zurückgewinnen – und ganz nebenbei seinen normalen Job machen. Was soll da schon schiefgehen?
Man sprengt ihn in die Luft, schießt auf ihn, zerschmettert ihm die Knochen und wirft ihn aus großer Höhe aus dem Fenster – alles zu unserer Unterhaltung. Der von unzähligen Jobs gezeichnete Stuntman Colt Seavers (Ryan Gosling, „Barbie“) hatte sich eigentlich ein Jahr zuvor aus dem aktiven Dienst zurückgezogen, um sich körperlich und geistig von seinem Knochenjob zu erholen. Doch dann verschwindet Tom Ryder (Aaron Taylor-Johnson, „Bullet Train“), Star eines millionenschweren Filmprojekts, spurlos. Bei dem Film führt Colts Ex Jody Moreno (Emily Blunt, „Oppenheimer“) Regie – und ehe er sich versieht, befindet sich Colt wieder im Dienst.
Während die abgebrühte Produzentin des Films (Hannah Waddingham, „Ted Lasso“) versucht, das Verschwinden ihres Stars vor dem Studio und den Medien geheim zu halten, übernimmt Colt die haarsträubenden Stunts und versucht mehr oder weniger erfolgreich, Jodys Gunst zurückzugewinnen. Doch schon bald werden die Geheimnisse um den verschwundenen Star immer mysteriöser, und Colt sieht sich in eine finstere Verschwörung verwickelt, die gefährlicher ist als jeder Stunt.
Inspiriert von der erfolgreichen Fernsehserie „Ein Colt für alle Fälle“ legt David Leitch („Bullet Train“) seinen bisher persönlichsten Film vor. Leitch, selbst ehemaliger Stuntman, hat damit nicht nur ein spektakuläres Actionfeuerwerk mit zahlreichen Stars geschaffen, sondern auch eine Liebeserklärung an das Actionkino ansich – und an die hart arbeitenden Menschen, die es überhaupt erst möglich machen. In weiteren Rollen sind Winston Duke (Black Panther-Filme) und Stephanie Hsu („Everything Everywhere All at Once“) zu sehen.