Der Bestand der Igel ist immer weiter rückläufig. Gründe dafür sind fehlende Nahrungsquellen und ein Mangel an geeigneten Rückzugsorten. Die größte Gefahr allerdings stellt der Mensch dar. Um darauf aufmerksam zu machen, hat die Deutsche Wildtierstiftung den Igel zum Tier des Jahres 2024 gewählt: Um dem Igel zu helfen, braucht es wenig. In wilden Ecken im Garten findet er Nahrung und Unterschlupf. Außerdem sollten Gifte vermieden und auf Mähroboter verzichtet werden, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung.
Wer einen kranken, verletzten oder hilfsbedürftigen Igel findet, darf ihn für den Zeitraum der Genesung bei sich aufnehmen. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten und Rat bei Experten einzuholen. Ansprechpartner sind hierfür das bundesweite Igelnotnetz, der Tierschutzverein oder die Wildtierbeauftragten der Stadt Freiburg.
Die zunehmende städtische Verdichtung und die Verkleinerung ihres Lebensraums lässt die Zahl hilfebedürftiger Wildtiere, die im Tierschutzverein eintreffen, kontinuierlich steigen. Die Wildtierstation im Tierheim finanziert sich nur über Spenden und ist über jede Unterstützung dankbar.
Bei allgemeinen Fragen zu Wildtieren können sich Bürger an die Wildtierbeauftragten der Stadt werden (Montag bis Freitag 8 bis 16 Uhr). Lea Dieminger (07 61 /2 01 62 17, 01 51/ 72 48 71 46, lea.dieminger@stadt.freiburg.de) ist für geschützte Tierarten zuständig und Andreas Schäfer (0761-201 6213, 01 76/ 63 47 18 64, andreas.schaefer@stadt.freiburg.de) für jagdbare Tierarten.
In Freiburg stehen in den kommenden Jahren viele Bauprojekte an, die die Infrastruktur verbessern sollen. Dafür greift die Stadt tief in die Tasche, doch nicht alle Kosten muss sie alleine stemmen: Fast 2 Millionen Euro soll Freiburg aus Mitteln des Landesgemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetzes erhalten, hat das Land in einer Pressemitteilung bekannt gegeben.
Nach einem Bericht der BZ fließen allein 1,4 Millionen Euro der Fördermittel in die Umgestaltung der Elsässer Straße im Bereich Wirthstraße Nord bis Wirthstraße Süd. Zudem werden rund 200.000 Euro in die Ersatzbrückenbauten über dem Rossgässlebach in der Engesserstraße investiert.
Weitere Brücken werden im Rennweg über dem Gewerbekanal saniert (rund 140.000 Euro) sowie in der Schlierbergstraße im Stadtteil Wiehre (90.000 Euro). Insgesamt kommen der Stadt Freiburg 1.859.840 Euro aus einem Fördervolumen von rund 46 Millionen Euro zugute, die in ganz Baden-Württemberg in verschiedene infrastrukturelle Bauprojekte fließen sollen.
Für ihn war die Anfrage, Regierungspräsident zu werden, „eine Ehre, ich hatte nicht damit gerechnet, habe aber sehr gerne zugesagt“, so Carsten Gabbert. Foto: Schuh
Anfang April hat Carsten Gabbert die Nachfolge von Bärbel Schäfer angetreten. „Die ersten vier Wochen war sehr intensiv und spannend für mich“, sagt er in einem Pressegespräch am Donnerstag im Basler Hof. Der neue Regierungspräsident will Energiewende, Klimaschutz und Digitalisierung voranbringen.
Monatelang war klar, dass Bärbel Schäfer sich nach 16 Jahren in den Ruhestand verabschiedet, doch ihre Nachfolge blieb lange offen. Dann ging alles schnell. „Vor einigen Wochen kam die Anfrage aus dem Staatsministerium in Stuttgart. Für mich war das eine Ehre, ich hatte nicht damit gerechnet, habe aber sehr gerne zugesagt“, erklärte der Regierungspräsident sichtlich gut gelaunt.
„Der Regierungsbezirk Freiburg ist nicht nur wunderschön, sondern auch ungemein lebenswert. Als Regierungspräsident werde ich mich dafür einsetzen, dass die Menschen hier weiterhin gut leben und arbeiten können – dazu zählen Erhalt und Modernisierung der Infrastruktur genauso wie die Entwicklung der Städte und Gemeinden und der Schutz der Natur“, so der 50-Jährige.
Freiburg und die Region sind kein Neuland für ihn: Er hat in Freiburg Germanistik und Geschichte studiert und bringt viel Erfahrung aus der Kommunalpolitik mit – 16 Jahre lang war der gebürtige Lahrer der Bürgermeister der 3.200-Einwohner-Gemeinde Schuttertal im Ortenaukreis. Mit seiner Frau und drei Kindern lebt er dort weiterhin. Bereits im Alter von 30 Jahren ist er Bürgermeister geworden, verzichtete jedoch auf eine dritte Amtszeit, „um etwas Neues kennenzulernen“.
Im Jahr 2020 machte sich Gabbert selbstständig und beriet und unterstützte Verwaltungen in Sachen Digitalisierung. Nun ist er Chef des Regierungspräsidiums Freiburg mit mehr als 1.700 Mitarbeitern – die ersten Wochen hat er vor allem damit verbracht, einen umfangreichen Einblick in die zahlreichen Aufgabenfelder zu bekommen und die Beschäftigten kennenzulernen. Und zeigt sich beeindruckt von deren Kompetenz und Innovationen: Beispielsweise habe man im Referat für Geothermie für das Erdbeben-Monitoring selbst eine Anwendung für Künstliche Intelligenz programmiert.
Die Behörde selbst verstehe sich als Dienstleister: „Wir beraten, begleiten und fördern die Städte und Gemeinden mit dem Ziel, sie für die Zukunft gut aufzustellen.“ Das RP setzt die Politik der Landesregierung in der Fläche um und trägt umgekehrt die Anliegen der Region nach Stuttgart.
Die größte Herausforderung für seine Arbeit als Regierungspräsident sieht er darin, „gemeinsam mit den Landkreisen und Kommunen die Energiewende und damit den Klimaschutz voran zu bringen“, so der Grünen-Politiker. Dafür brauche es mehr innovative Methoden, das Thema sei schon jetzt „mitten im Leben angekommen“. In zahlreichen Bereichen wie Landwirtschaft, Forst oder Geologie bekomme das RP bereits die Folgen des Klimawandels zu spüren.
Eine gute, grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Frankreich und der Schweiz hat er ebenfalls im Fokus: „Ich freue mich sehr darauf, den Austausch und die Kooperationen mit unseren Nachbarn zu vertiefen.“ Auch wenn das RP hier keinen Einfluss habe, wolle er auch das Gespräch zu schwierigen Themen suchen – in Bezug auf ein geplantes Endlager für Atommüll oder das älteste Akw der Welt in Beznau. Mit Blick auf die anstehende Europawahl betonte Gabbert die überragende Bedeutung der EU „als Garant für unsere Zukunft, in der wir zusammenhalten und unsere gemeinsamen Werte verteidigen“.
Garfield und seine Freunde begeben sich auf einen abenteuerlichen Raubzug. Foto: Sony Pictures
„Garfield – Eine extra Portion Abenteuer“: Garfield, der weltberühmten Montage hassenden und Lasagne liebenden Wohnungskatze, steht ein wildes Abenteuer in der großen weiten Welt bevor. N
ach einem unerwarteten Wiedersehen mit seinem lange verschollenen Vater – der struppigen Straßenkatze Vic – und dessen alter Freundin, der Perserkatze Jinx sind Garfield und sein Hundefreund Odie gezwungen, ihr perfektes Zuhause und verwöhntes Leben hinter sich zu lassen und Vic auf einem urkomischen Raubzug, bei dem für sie so einiges auf dem Spiel steht, zu begleiten. In der deutschen Fassung leiht Hape Kerkeling Garfield seine prägnante Stimme und Anke Engelke ist als Perserkatze Jinx zu hören.
Am 16. Mai kommt SC-Spieler Matthias Ginter zum Talk mit Kult-Kommentator Frank Rischmüller zur Schwarzwaldmilch – danach nimmt er sich Zeit für die Fans. Foto: FR
Gute Nachricht für SC-Fans: Matthias Ginter ist von seiner Achillessehnen-OP genesen und auf dem Weg zurück auf den Trainingsplatz. Ihr wollt den Kicker hautnah erleben und ein Autogramm oder Selfie mit dem Fußballer abstauben?
Dann solltet ihr euch den 16. Mai vormerken. 15.30 Uhr kommt der in March aufgewachsene und in der Freiburger Fußballschule ausgebildete Weltmeister von 2014 zum Talk mit RK-Redaktionsleiter und baden.fm-Fußballkommentator Frank Rischmüller in den „Milchladen“ der Schwarzwaldmilch in der Haslacher Straße. Nach dem Talk steht Matthias „Gintes“ Ginter den Fußballfans dann natürlich für Autogramme und Selfies zur Verfügung.
Eines der Motive der Ausstellung: Präsident George Bush will ein weinendes Baby trösten – umringt von Unterstützern bei einem Wahlkampfauftritt in Dolton im Jahr 1992. Foto: AP Photo/Greg Gibson
Die Ausstellung „Citizens and Leaders: A Century of Iconic Presidential Campaign Photography by The Associated Press“ wird im Carl-Schurz-Haus erstmals in Europa gezeigt. Diese eröffnet den Blick auf ein Jahrhundert US-Politik.
Zwischen Woodrow Wilson 1916 und Donald Trump 2016 finden sich Calvin Coolidge im kompletten Cowboy-Look oder John F. Kennedy im Konfettiregen und Barack Obama, fast ganz verborgen, im Bad der begeisterten Menge seiner Wähler. Der Titel der Ausstellung stellt diesen Aspekt ins Zentrum und lädt ein, das Verhältnis zwischen „Citizens“ und „Leaders“ in den USA in einem historischen Bogen zu besichtigen.
Das von jeher hoch emotionale Spektakel des „Presidential Campaigning“ wird in dieser ikonischen Bilderschau der Associated Press fesselnd und umfassend dargestellt. Die Ausstellung ist bis zum 3. August im Carl-Schurz-Haus zu sehen, weitere Infos gibt es unter www.carl-schurz-haus.de.
Gernot Erler (r.) durfte sich zum 80. Geburtstag nicht nur über viele Glückwünsche freuen. Für sein politisches Engagement überreichte ihm Martin Horn das goldene Stadtsiegel. Foto:Rita Eggstein
Viel los war am Freitagnachmittag vor dem Historischen Kaufhaus – hier reihten sich zahlreiche Gratulanten auf, um der Freiburger Politiker-Legende Gernot Erler persönlich zum 80. Geburtstag zu gratulieren. Er war Staatsminister im Auswärtigen Amt und vertrat Freiburg und das Umland 30 Jahre lang im Bundestag.
Der 80-Jährige hatte nun doppelt Grund zur Freude: es gab nicht nur zahlreiche Glückwünsche bei dem Empfang zu seinen Ehren, sondern für seine Verdienste überreichte Rathaus-Chef Martin Horn dem SPD-Mann und Friedenspolitiker das goldene Stadtsiegel der Stadt Freiburg. Und von den Gästen im Kaisersaal gab’s lange Standing Ovations. Herzlichen Glückwunsch!
Die Führungen bieten Einblick in die Historie: Hier Arbeiten in der neuen Freiburger Münsterbauhütte in der Schoferstraße 4 um 1930. Foto: Freiburger Münsterbauverein
Anlässlich der Auszeichnung des Bauhüttenwesens als Immaterielles Kulturerbe hat die Freiburger Münsterbauhütte drei Stadtrundgänge entwickelt, die zu historisch und gegenwärtig relevanten Stationen des Betriebs und des Münsters führen.
In Freiburg gibt es nur eine Münsterbauhütte! Dieser Satz ist richtig und zugleich falsch. Zwar gibt es nur einen Betrieb, der für die steinerne Hülle der Kathedrale zuständig ist; die Münsterbauhütte zog allerdings in ihrer 800-jährigen Geschichte mehrmals um. Somit gibt es nicht nur ein Gebäude, das nach wie vor als Münsterbauhütte bezeichnet wird. Kunsthistorikerin Stephanie Zumbrink stellt diese Stationen und die Hintergründe am 16.05. ab 18 Uhr bei einem Stadtspaziergang vor und wirft dabei zudem einen Blick auf die Anfänge des Freiburger Münsterbauvereins, den Bürgerinnen und Bürger 1890 gründeten und der seither die Münsterbauhütte betreibt. Ein Besuch der aktuellen Werkstatt rundet den Spaziergang ab.
Weitere Touren: Am 27. Juni verfolgt Münsterbaumeisterin Dr. Anne-Christine Brehm die „Spur der Steinmetze“, am 25. Juli geht es mit Hüttenmeister Uwe Zäh auf die „Spur der Steine“, jeweils 18 Uhr. Anmeldungen an muensterladen@muensterbauverein-freiburg.de oder unter 0761/28 53 711, Tickets: 6/4 Euro ermäßigt. Treffpunkt: Münsterladen, Herrenstraße 30. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt (25 Personen).
Alle Rundgänge können zudem selbstständig begangen werden. Infomaterial ist kostenlos im Münsterladen in der Herrenstraße 30 oder in der Tourist-Information am Rathausplatz erhältlich und zudem online unter www.muensterbauverein-freiburg.de/unesco zu finden.
Der Countdown läuft: am Sonntag, 9. Juni, finden die Europawahl, die Gemeinderatswahl sowie in acht Freiburger Ortschaften die Ortschaftsratswahlen statt. Foto: Eggstein
Rund 173.000 wahlberechtigte Freiburger sind am Sonntag, 9. Juni, aufgerufen, einen neuen Gemeinderat zu wählen. Dabei bewerben sich knapp 900 Kandidaten, die sich auf 20 Listen verteilen, um 48 Sitze. Der Wähler hat dabei 48 Stimmen und kann diese entweder auf einzelne Kandidaten oder auf eine ganze Liste verteilen. Ein Überblick:
Eines steht fest: Es wird im Freiburger Stadtparlament ab Juni wohl noch bunter werden. Da es keine 5-Prozent-Hürde gibt, können auch Kleinst-Listen mit weniger als zwei Prozent auf einen Sitz im Gemeinderat hoffen. Ein Novum: Das Mindestalter für Kandidierende beträgt nicht mehr 18, sondern 16 Jahre. Auch das Wahlrecht gilt erstmals ab 16.
Der Freiburger Politikwissenschaftler Michael Wehner sieht in dem breit gefächerten politischen Engagement ein gutes Zeichen. Doch ergebe sich durch die Vielfalt auch eine Problematik: „Die Mehrheitsbildung im Gemeinderat wird dadurch nicht erleichtert, sondern verkompliziert die Entscheidungsfindung.“ Sprich: Das Aushandeln von Kompromissen wird durch die Vielzahl unterschiedlicher Listen komplizierter. Generell zeichne sich die kommunale Ebene dadurch aus, dass die etablierten Parteien bei weitem nicht so dominant sind und andere Gruppierungen wie etwa Freie Wähler und andere parteiungebundene Gruppierungen eine größere Rolle spielen.
Die Themen, die bei der Gemeinderatswahl klassisch im Vordergrund stünden, seien Themen, die mehr oder weniger Daseinsgrundfunktionen bestimmen: Arbeit, Wohnen, Wirtschaft, Verkehr, Bildung, Sicherheit (zum Beispiel: Kommunaler Ordnungsdienst, Videoüberwachung etc.) sowie Lärm- und Klimaschutz. „Bei einer Kommunalwahl kommen neben klassischen Parteipräferenzen, oft noch personale Faktoren dazu“, so Wehner. Aufgrund kommunalpolitischer Eigenheiten spielt die Bundespolitik bei der Wahlentscheidung eine deutlich geringere Rolle als etwa bei der Europawahl, die am selben Tag stattfindet. Dass die AfD, die aktuell über zwei Gemeinderatssitze verfügt, spektakulär zulegen kann, glaubt Wehner nicht. „Generell liegt die Partei in den Umfragen immer noch relativ hoch, aber die Skandalwelle gibt doch einen herben Dämpfer.“
Wahlvorschläge mit dem Kommunal-O-Mat
Auffällig: Während die Stadt einen regelrechten Plakatwahn erlebt, bleiben Originalität und Klickzahlen auf diversen Social-Mediakanälen sehr überschaubar, wenn nicht sogar irrelevant. Wer noch unentschlossen ist und Orientierung sucht. Zum zweiten Mal nach 2019 gibt es für Freiburg einen Wahl-O-Mat. Im Vorfeld der letzten Wahl wurde er von rund 24.000 Usern genutzt. Die Wahlbeteiligung lag damals bei 62 Prozent. „Machen Sie von Ihrem Grundrecht gebrauch und gehen Sie wählen“, appelliert Bürgermeister Stefan Breiter. „Wer sich zeitlich nicht an den Wahltag binden möchte oder verreist ist, kann ganz bequem per Briefwahl seine Stimmen abgeben.“
Gemeinsam mit Badischer Zeitung und Südwestdeutschem Rundfunk hat die Landeszentrale für politische Bildung den Kommunal-O-Mat Anfang Mai online gestellt. Er ermöglicht es, die eigenen politischen Positionen mit denen der 20 zur Wahl stehenden Listen zu vergleichen. Anhand von prozentualer Übereinstimmung mit den Wahlprogramm-Punkten werden dem Nutzer dann Wahlvorschläge unterbreitet. Den Kommunal-O-Mat gibt es online unter www.kommunal-o-mat.de
Sich erneut für große europäische Nächte zu qualifizieren – diese Chance bietet sich dem SC Freiburg in den letzten beiden Saisonspielen. Ein Sieg gegen Heidenheim am Samstag und „es sieht nicht so schlecht aus“, sagt SC-Spieler Maximilian Eggestein (Bildmitte). Foto: Detlef Berger
Die Abschiedstournee von Christian Streich nähert sich ihrem großen Höhepunkt. Am Samstag (15.30 Uhr / Sky) steht der langjährige SC-Trainer ein letztes Mal an der Seitenlinie im heimischen Europa-Park Stadion. Sportlich geht es da noch um sehr viel. Mit etwas Glück von den anderen Plätzen kann der SC bei einem eigenen Sieg bereits am Samstag fest für Europa planen.
Zu einem Wiedersehen mit einem früheren SC-Spieler wird es Samstag auf dem Rasen des Europa-Park Stadions nicht kommen. Tim Kleindienst, von 2015 bis 2019 in Freiburg, wird das Spiel aufgrund seiner fünften Gelben Karte verpassen. „Das war unnötig“, sagte er gegenüber dem Kicker nach dem 1:1 der Heidenheimer gegen die abstiegsbedrohten Mainzer. Aber vielleicht ist das aus Freiburger Sicht auch besser so: Mit bereits zwölf Toren in der laufenden Saison hat sich der 28-Jährige zu einem kleinen Schrecken in den gegnerischen Strafräumen gemausert. Dass ihm so viele Tore mit seinem Aufstiegsteam gelingen würden, „das hatte ich vor der Saison nicht geglaubt“, so Kleindienst.
Verfolger müssen patzen
Tore, die dem SC Freiburg im Schlussspurt um Europa gut zu Gesicht stünden. Nach der Nullnummer in Köln wollen die Breisgauer im letzten Heimspiel von Christian Streich endlich wieder einen Sieg vor heimischen Publikum feiern. Seit sieben Spielen wartet der Sport-Club auf einen Heimerfolg in der Bundesliga. Und ein Dreier gegen den Aufsteiger könnte die Tür nach Europa für Freiburg weit aufstoßen.
Denn sollten die SC-Verfolger Bremen (gegen Leipzig) und Augsburg (gegen Stuttgart) ihre Spiele jeweils nicht gewinnen, könnte der SC mit einem Dreier gegen Heidenheim nicht mehr tiefer als Platz acht rutschen. Da der Bundesliga aufgrund der Reform der Uefa-Wettbewerbe und des guten Abschneidens der deutschen Vereine in den europäischen Wettbewerben ein fünfter Champions-League-Platz bereits sicher ist, berechtigt schon Platz acht für die Teilnahme an der Uefa Conference League. Gegen Heidenheim „sollten wir gewinnen. Dann sieht es, glaube ich, nicht so schlecht aus“, sagt auch Freiburgs Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein nach dem 0:0 in Köln.
Positiv aus Freiburger Sicht ist, dass am Samstag Nicolas Höfler auf den Platz zurückkehren kann, der seine Gelbsperre abgesessen hat. Christian Streich sagt: „Jetzt hoffen wir, dass keine Verletzten dazu kommen und dann wollen wir ein richtig gutes Spiel gegen Heidenheim machen. Dann ist alles möglich“, sagte der 58-Jährige, der sich darüber freut, dass den SC am Samstag eine Art Endspiel um Europa erwartet.
„Das ist verrückt und das ist sehr gut. Es wäre ganz, ganz schrecklich, wenn es ein Endspiel um den Klassenerhalt wäre“, so Streich, der sogleich die Marschroute für die Partie vorgab: „Wir wollen ein tolles Spiel machen. Die Fans haben das verdient“, sagt der SC-Coach. Damit es am Samstag aber mit dem Erfolgserlebnis in seinem letzten Heimspiel auch wirklich klappt, brauche seine Mannschaft vor allem eines: „Ruhe und Klarheit“, so Streich. Emotional und aufwühlend wird es dann vermutlich nach Abpfiff, wenn sich Christian Streich nach 29 Jahren im Verein von den Fans verabschiedet.