Mit einem aufwendigen Zugverfahren war die Stabilität der ebenso betagten wie beliebten Linde getestet worden. Foto: Sven Meyer
Rettung unter Vorbehalt für ein Freiburger Wahrzeichen: Die Ergebnisse des Zugversuchs an der Linde in Oberlinden haben ergeben, dass der Baum nach wie vor ausreichend standsicher ist. Spätestens 2027 soll ein neues Gutachten erstellt werden.
Ende April hatten Forstexperten mittels eines Zugversuchs die Standfestigkeit des fast 300 Jahre alten Baums im Zentrum der Freiburger Altstadt getestet. Nun liegen die Ergebnisse der Messung vor: Der Zugversuch habe ergeben, dass die Linde aktuell „noch ausreichend standsicher“ sei und „vorerst stehen bleiben“ könne, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Freiburg. Allerdings gehe die Stand- und auch die Bruchsicherheit des Baums seit Jahren zurück und werde weiter abnehmen, heißt es.
Die Werte aus den Messungen verdeutlichten, dass die Linde in den letzten Jahrzehnten „immer wieder statisch relevante Wurzeln“ verloren haben müsse. Dadurch habe die Verankerung und somit auch die Standsicherheit deutlich abgenommen. Aufgrund ihrer vergleichsweise kleinen Krone und des Stamms, der die Dimensionen eines Altbaumes habe, sei die Linde aber „ausreichend“ standsicher. Zudem drohe der Stamm nicht zu brechen, obwohl er bereits sehr ausgehöhlt sei, wie die Bohrmessungen ergeben hätten.
Den Zugversuch will das zuständige Garten- und Tiefbauamt (GuT) spätestens im Jahr 2027 wiederholen. Auch das Fortschreiten der Fäule solle weiter beobachtet werden. „Es ist nur schwer abzuschätzen, wie schnell die Stand- und Bruchsicherheitsreserven weiter abnehmen. Das müssen jährliche Untersuchungen zeigen“, heißt es in der Pressemitteilung. Ob der Baum seinen 300. Geburtstag im Jahr 2029 erleben werden, sei daher nur schwer zu prognostizieren.
„Sobald die Standsicherheit nicht mehr gegeben ist, muss das Amt den Baum fällen.“
Garten- und Tiefbauamt
Die hohe Versiegelung und die viele baulichen Eingriffe am Oberlindenplatz seien über die Jahre mit Stress für den Baum verbunden gewesen. Der Baum hat einen Großteil seiner Krone verloren und der Stamm ist durch Pilze stark ausgehöhlt. In den vergangenen trockenen Sommern sei die Linde aber sowohl vom Garten- und Tiefbauamt als auch von Anwohnern intensiv gewässert worden, so dass sich die Vitalität stabilisiert habe. Weil die Linde aber an einem zentralen und stark besuchten Ort stehe, würden besonders hohe Ansprüche an die Verkehrssicherheit gelten. Deshalb stellt das städtische Garten- und Tiefbauamt unmissverständlich klar: „Sobald die Standsicherheit nicht mehr gegeben ist, muss das Amt den Baum fällen.“ Ob und wann es dazu kommen werde, müssten die regelmäßigen Untersuchungen in den kommenden Jahren zeigen.
Neuer Schwarzwald-Tatort: Franziska Tobler (Eva Löbau) und Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) führen ihre Ermittlungen auf den
Schauinsland. Foto: SWR/Christian Koch
Nachschub für Krimifans: am kommenden Pfingstmontag feiert der neue Schwarzwald-Tatort „Letzter Ausflug Schauinsland“ (20.15 Uhr, ARD) seine TV-Premiere.
Darum geht’s: Grausiger Fund auf einem Parkplatz nahe des Freiburger Ausflugsziels Schauinsland: Im Kofferraum eines Pkws liegt die Leiche von Lisa Schieblon. Die Psychologin hat sich einige Feinde gemacht, weil sie ihren Patienten Hansi Pagel, vorbestrafter Gewalttäter und Insasse einer Psychiatrie, für genesen hält. Doch sowohl die Klinikärzte als auch Hansis Ex-Frau und sein Sohn wollen ihn am liebsten für immer weggesperrt wissen. Musste Lisa deshalb sterben?
Zur Krimi-Kulisse wurden unter anderem die Berg- und Talstation der Schauinslandbahn – in der Gondel geschieht ein Mord und da sind die Freiburger Tobler und Berg (Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner) gefragt.
Auch Fahrgeschäfte-Klassiker wie Breakdance haben wieder einen festen Platz auf der diesjährigen Frühjahrsmess‘. Foto: Joers
Musik, schnelle Fahrgeschäfte, bunte Lichter und Zuckerwatte – am Freitag startet auf dem Messegelände die Freiburger Frühjahrsmess’ mit zahlreichen Familienangeboten und Aktionstagen. Auch in diesem Jahr sind an elf Tagen vom 17. bis 27. Mai mehr als 100 Schausteller vor Ort.
Es wird fleißig gewerkelt auf dem Freiburger Messegelände. Die Vorbereitungen für die 44. Ausgabe der beliebten Großveranstaltung laufen auf Hochtouren. „Vor allem seit am Montag die ersten Schausteller von den Cannstatter Wasen aus Stuttgart in Freiburg ankamen, hat sich viel getan“, sagt Thomas Barth von der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH. Der Projektleiter ist zuversichtlich, dass bis Freitag um 17 Uhr, wenn die Messe mit Freifahrten in der ersten halbe Stunde startet, alles perfekt hergerichtet sein wird.
Beliebe Aktionstage
Längst sind die Organisatoren ein eingespieltes Team. „Wir haben eine Top-Festplatz, da ist für alle was dabei“, sagt Damian Treiber, Vorsitzender des Schaustellerverbands Freiburg e.V. „Jetzt hoffen wir, dass viele Besucher kommen“, sagt sein Stellvertreter Benjamin Buhmann, der sein top gepflegtes Kinderkarussell, Baujahr 1983, bereits aufgebaut hat.
Hoffen auf reichlich Besucher für die Frühjahrsmess’: FWTM-Chefin Hanna Böhme und ihre Mitorganisatoren Damian Treiber, Cathrin Faller-Roos, Thomas Barth und Benni Buhmann (von links) in dem 1983 erbauten Kinderkarussell. Foto: Joers
Über 100 Schausteller haben sich vor Ort eingefunden, darunter auch 23 Betriebe auf dem für die Freiburger Mess’ typischen Warenmarkt. „Wir sind stolz, dass uns das wieder gelungen ist“, berichtet Barth über das große Angebot an Kleidung, Schmuck, Gewürzen oder Haushaltswaren. Selbstverständlich sei das nicht, weil gerade diese Stände mit der Konkurrenz aus dem Internet zu kämpfen hätten. Das größte Problem für alle Schausteller sei aber die Personalsuche, so Damian Treiber. „Wir finden ab und zu noch neue Angestellte. Aber das ist leider sehr rückläufig“, sagt er.
Cannabis-Konsum ist verboten
FWTM-Chefin Hanna Böhme hofft, dass die Marke von 180.000 Messebesuchern erreicht wird. „Es dürfen aber gerne mehr werden“, sagt sie. Die Hauptreisezeit rund um Pfingsten kostet der Frühjahrsmess’ so manchen Besucher. Dabei ist das Angebot so attraktiv wie eh und je: Neben Fahrgeschäfte-Klassikern wie der Wilden Maus oder Breakdance sind erstmals der hohe Kettenflieger „Aviator“ und das Fahrgeschäft Happy Sailor dabei.
Cathrin Faller-Roos, die schon in der fünften Generation Schaustellerin ist, schätzt an der Freiburger Mess’ vor allem das Rahmenprogramm. „In Freiburg wird fast jeden Tag ein Highlight geboten“, sagt die zweite Vorsitzende des Landesverbands der Schausteller und Marktkaufleute in Freiburg und verweist auf die Aktionstage, wie den Kinder- und Familientag (21. Mai), den Studententag (22. Mai) oder den Oma-Opa-Enkel Tag (24. Mai). Und weil die Freiburger Mess’ eine Familienveranstaltung sei, gilt auf dem Messegelände auch ein Konsumverbot von Cannabis. Das, sagt FWTM-Chefin Böhme, werde vor Ort auch kontrolliert.
In dem Fantasyfilm werden unsichtbare Freunde – wie das riesige Kuschelmonster – real. Foto: Paramount Pictures
Der Fantasyfilm erzählt die magische Geschichte eines jungen Mädchens, das sich auf eine einmalige Reise begibt und dabei ihre Vorstellungskraft wiederentdeckt. Mit der Hilfe eines Nachbarn taucht sie ein in die unglaubliche Welt der imaginären Freunde, kurz: IFs. Voller Herz und Humor, spannend und einfallsreich.
Die Zuschauer erwartet eine magische Reise mit einem hochkarätigen Cast, allen voran Ryan Reynolds („Free Guy“) und Cailey Fleming („Star Wars – Episode IX: Der Aufstieg Skywalkers“), sowie fantastischer Animations-Charaktere. Regie und Drehbuch stammen von John Krasinski („A Quiet Place“), der sich mit der Verfilmung seinen Kindheitstraum erfüllt: imaginäre Freunde zum Leben zu erwecken.
Bea (Cailey Fleming) entdeckt unerwartet, dass sie die Fähigkeit besitzt, all die imaginären Freunde ihrer Mitmenschen zu sehen. Genauso wie ihr Nachbar Cal (Ryan Reynolds). Foto: Paramount Pictures
Wein-Genuss im Ballhaus-Garten: „Wir hoffen natürlich auf schönes Wetter, ein lauer Sommerabend passt perfekt zu dem Event“, sagt Wine a’ Fair-Projektleiterin Sheila Maier (l.). Foto: Valentin Behringer
Nach dem Erfolg der Gin a‘ Fair bringt Gutmann Events eine neue Genussveranstaltung ins Ballhaus Freiburg: Am Freitag, 24. und Samstag, 25. Mai findet erstmals die Wine a’ Fair statt. Mehr als 100 Weine von über 20 Winzern können probiert werden. Was die Besucher bei dem Event erwartet, erklärt Wine a’ Fair-Projektleiterin Sheila Maier im Gespräch mit Saskia Schuh.
Frau Maier, warum veranstalten Sie nun auch ein Wein-Event?
Sheila Maier: Wir veranstalten ja schon seit fünf Jahren die beliebte Gin a’ Fair und wollen nun ein ähnliches Veranstaltungskonzept ausprobieren. Wir leben ja in einer Weinregion, da passt das sehr gut. Dieses neuartige Wein-Event ist für ein breitegefächertes Publikum gedacht. Weine und Winzer sollen den Gästen in einem entspannten Ambiente näher gebracht werden.
Was erwartet die Besucher?
Maier: Bei dem zweitägigen Weinevent sind regionale, überregionale aber auch internationale Aussteller dabei. Die Besucher dürfen sich auf eine große Auswahl an Weinen in besonderer Atmosphäre freuen. Die Gäste können flanieren, sich mit Freunden und neuen Bekanntschaften austauschen und entdecken dabei womöglich ganz nebenbei einen neuen Lieblingswein. An den Pop-up-Bars erfährt man von den Winzern selbst viel Interessantes über den jeweiligen Wein und kann diesen natürlich auch direkt kostenlos probieren. Hier kann man dann auch direkt ein Glas oder eine Flasche ordern, und sich gemütlich draußen in dem Garten des Ballhauses auf Bänke oder Picknickdecken setzen und den Wein und gemeinsam mit Freunden zu genießen. Denn das Ganze wird abgerundet, durch eine Foodtruck- und Chillout-Area draußen. Wir hoffen natürlich auf schönes Wetter, ein lauer Sommerabend passt perfekt zu dem Event. Sollte es damit jedoch nicht klappen, bietet das Ballhaus reichlich Platz, um zu flanieren und zu probieren.
Welche Weine oder auch neue Trendgetränke werden geboten?
Maier: Unter den Ausstellern sind unter anderem namhaften Weingüter und Winzergenossenschaften wie Fritz Waßmer und das Staatsweingut. Mit der Linie ’Vulkangewächs’ aus Oberrotweil und der Generation Pinot ist auch die junge Generation an Winzern vertreten. Gespannt sind wir unter anderem auch auf die Burgunder-Cuvées der neuen Marke Pino Magma. Wein ist auch bei jüngeren Leuten immer beliebter, aber auch alkoholfreie Alternativen sind immer mehr im Kommen. Diese werden von den Winzern ebenso angeboten. Für alle, die auf Alkohol verzichten und trotzdem das einmalige Ambiente genießen möchten.
Nach der Wine a’Fair ist der Abend aber noch nicht vorbei oder?
Maier: Genau. Wenn man nach dem Event noch Lust zum feiern hat, muss man nicht weiterziehen, sondern kann das bei unserer Aftershowparty in der der Jack’n’Jill Lounge des Ballhaus tun. Hier können die Gäste den Abend mit coolen Beats und Drinks ausklingen lassen.
Die erste Wine a’Fair im Ballhaus der Tanzschule Gutmann (Leo-Wohleb-Straße) findet am 24. und 25. Mai jeweils 17 bis 23 Uhr statt, Aftershowparty bis3Uhr.Die Tickets kosten im Vorverkauf 12/14 Euro, Aftershowparty 5 Euro, und sind unter www.wineafair.de erhältlich.
Am Museumstag am 19. Mai gibt es auch im Museum Natur und Mensch ein vielfältiges Programm. Foto: Marc Doradzillo
Das Augustinermuseum präsentiert vom 18. Mai bis 3. November, die Ausstellung „Bellissimo! Italienische Malerei von der Gotik bis zur Renaissance aus dem Lindenau-Museum Altenburg“. Prächtige Goldgründe und leuchtende Farben, elegante Linienführung und raffinierte künstlerische Techniken – so begeistern kostbare italienische Malereien von Fra Angelico, Guido da Siena oder Sandro Botticelli. Anlässlich der Sanierung des Lindenau-Museums Altenburg ist seine herausragende Sammlung italienischer Gemälde des 13. bis frühen 16. Jahrhunderts zu Gast in Freiburg.
Die Ausstellung „Bellissimo“ zeigt ab dem 18. Mai im Augustinermuseum italienische Malereien – beispielsweise „Umkreis des Pinturicchio, Madonna, um 1500“. Fotos: Bertram Kober/Punctum
Am Sonntag, 19. Mai, ist außerdem der Internationale Museumstag. Auch in diesem Jahr nehmen die Städtischen Museen mit einem vielfältigen Programm teil. Der Eintritt in alle Häuser ist an diesem Tag frei. Mehr unter www.freiburg.de/museumstag.
Anlässlich 75 Jahre Grundgesetz gibt es in Freiburg zahlreiche Veranstaltungen. Foto: Adobe Stock
Am 23. Mai wird das Grundgesetz 75 Jahre alt. Und die Landeszentrale für politische Bildung feiert den ganzen Tag mit. Außerdem gibt es bis zum 9. Juni, dem Vorabend der Europa- und Kommunalwahlen, Veranstaltungen in der Innenstadt und den Stadtteilen.
Aktiv werden bei dem Programm unter dem Motto „Alles Gute zum Grundgesetz“ Bürger aller Altersstufen, dahinter steckt ein breites Bündnis – von der Freiburger Bürgerstiftung über die Omas gegen Rechts bis hin zum Mehrgenerationenhaus Weingarten. So gibt es beispielsweise die Ausstellung „Freiheit und ich“ der Bürgerstiftung, Aktionen auf Märkten am Münsterplatz und in den Stadtteilen, die Mitmachaktion „Freiburg steht für Demokratie“ und vieles mehr.
Die Landeszentrale für politische Bildung würdigt den Grundgesetz-Geburtstag mit einem ganztägigen Programm. Los geht es dort am 23. Mai um 10 Uhr mit einem Vortrag über das Besondere an der Verfassung. Auch „Consti“, die lebendige Verfassung, ist in der Freiburger Innenstadt unterwegs. Sie freut sich auf Begegnungen und Diskussionen mit Passanten und verteilt Grundgesetze.
Bei einem Stadtrundgang um 13 Uhr wird mit viel Freiheitsgeist und Gleichheitsanspruch die Geschichte des Grundgesetzes erklärt. An ausgewählten Stationen wird über Grundrechte, Gewaltenteilung, Gesetzgebungen informiert. Ab 15 Uhr gehen Gruppen von bis zu vier Personen auf Artikeljagd. Mit spannenden Rätseln und interaktiven Aktionen auf der Suche nach dem Grundgesetz.
Um 19 Uhr lädt die Landeszentrale für politische Bildung zum Politik-Pub ein: Beim Grundgesetz-Pubquiz können die Teilnehmer ihr Wissen über die spannendsten Fun Facts und die kuriosesten Geschichten rund um das Grundgesetz unter Beweis stellen. Bier, Getränke und Snacks sorgen für einen unterhaltsamen Abend in entspannter Atmosphäre.
Sichtlich gerührt und mit Tränen in den Augen bedankte sich Christian Streich bei den Fans. Foto: Tom Weller (dpa)
Ein Heimspiel voller Gänsehautmomente: „Christian Streich, du bist der beste Mann“, schallte es am Samstag von den Tribünen des Stadions. Die Fans des SC verabschiedeten Christian Streich bei seinem letzten Heimspiel als Coach – seit 29 Jahren ist er Trainer beim SC, fast 13 davon bei den Profis – lautstark.
Da wurde das Unentschieden gegen Heidenheim zur Nebensache. Sichtlich gerührt bedankte er sich mit seiner typischen Verbeugung bei den Fans und hatte mehr als einmal Tränen in den Augen. Auch typisch für Streich: Als ein Flitzer auf den Rasen stürmt und von den Ordnungskräften zu Boden gebracht wird, hilft der SC-Trainer dem aufgelösten Fan hoch, nimmt in den Arm und tröstet ihn.
Nach dem Spiel gingen die Lobeshymnen weiter: „Er ist ein Stück weit außergewöhnlich, hat eine andere Art. Er ist nicht nur Trainer, er interessiert sich auch für den Mensch. Fußball ist ein hartes Geschäft, aber er kennt jeden Spieler auch privat. Man hat viele tolle Gespräche mit ihm, so baust du ein großes Vertrauen auf“, sagte Vincenzo Grifo. „Man kann es nicht genug wertschätzen, was er für diesen Verein geleistet hat, auch für uns als Mannschaft. Wir hätten ihm gerne einen Sieg geschenkt, weil wir wissen, dass es für ihn das Schönste gewesen wäre“, so Kapitän Christian Günter.
Auch Ex-Spieler erinnerten sich an gemeinsame Momente: so wie Nils Petersen, als er 2018 nach einem Platzverweis vom Feld musste. „Irgendwie fand ich es schön, wie sehr er sich über meine Gelb-Rote Karte aufgeregt hat und deshalb von der Bank verwiesen wurde. Wie ein Vater, der sich mit seiner rosaroten Brille bedingungslos für seinen Sohn einsetzt“.
Für Ex-Freiburger Oliver Baumann war Streich eine große Stütze: „Er ist eine Vaterfigur für mich. In meiner schwersten privaten Zeit, als mein Vater starb, war er für mich da. Ohne ihn wäre ich nie so weit gekommen“, so der Torhüter. Das beste Abschiedsgeschenk, das die Spieler ihrem Trainer machen könnten, steht noch aus: bei der Qualifikation für Europa ist am Samstag noch alles drin.
Freiburgs Sedanviertel: dichte Urbanität mit Dorfstrukturen. Foto: Eggstein
Das Sedanquartier mausert sich immer mehr zu Freiburgs urbanstem Trendviertel. Das durch hohe Stadthäuser geprägte Quartier direkt hinter der Uni-Bibliothek verströmt eine Lässigkeit und Weltläufigkeit wie man sie in der Stadt selten antrifft. Doch auch im coolsten Kiez verläuft das Leben nicht vollkommen konfliktfrei.
Kaum ist die Sonne raus, belebt sich das Straßenbild: Vor allem junge Leute sind unterwegs. Viele Grüppchen sind international. Der Eindruck: Englisch wird fast genauso oft gesprochen wie Deutsch. Inzwischen ist das Viertel vor allem als Hotspot für unzählige Cafés mit teils sehr originellen und ungewöhnlichen Menükarten sowie Bars und Restaurants bekannt. Auf einschlägigen Internetseiten wird es als Geheimtipp gepriesen.
Für Einheimische ist es das längst nicht mehr. Nachtschwärmer und alternative Geister kommen etwa im legendären Litfass zusammen, das täglich bis mindestens 3 Uhr geöffnet hat. Darüber hinaus gibt es Einzelhandel, Tätowierer, Tanzschulen, Shisha-Bars, Clubs, kleine Werkstätten und mehr.
Nicht zuletzt bilden das Sedanquartier und das alternativ geprägte Viertel Im Grün mit seinem selbstverwalteten Wohnprojekt das größte Wohngebiet der Freiburger Altstadt. Christian Dicken, Teil des Sprecherteams beim „Bürgerforum Sedanquartier und Im Grün“ gehört dem Forum seit 25 Jahren an und hat die Entwicklung hautnah miterlebt. Als das Rathaus die Sperrung des Rotteckrings und die Ausweitung der Innenstadt Richtung Bahnhof beschloss, war es dem Forum ein großes Anliegen, den Geist des Viertels zu bewahren.
„Womit wir immer wieder zu kämpfen haben, ist, dass es sich hier vor allem um ein Wohngebiet handelt, in dem die Bewohner auch einen Schutz vor unverhältnismäßiger Lärmbelästigung haben müssen“, betont Dicken. Es handele sich um einen ständigen Spagat, denn für meisten abendlichen Besucher sei das Viertel einfach nur Innenstadt, wo man von Lärmschutz nichts wissen wolle. Nach wie vor lebten aber auch viele Familien im Viertel und dies gelte es, zu berücksichtigen. „Ich selbst habe vier Kinder hier großgezogen und lebe unglaublich gerne in dem Viertel, aber es gibt eben nicht nur Licht, sondern auch Schatten. Probleme können nicht unter den Tisch gekehrt werden. Zum Beispiel muss die generell begrüßenswerte Ausweitung der Außengastronomie auch mit den Menschen, die dort leben abgestimmt werden. Gerade in der Sedan- und Moltkestraße ist die Lärmbelastung sehr hoch“, so Dicken.
Im Vordergrund stehe aber das Positive, was den Reiz dieses Viertels ausmache, so Dicken: „Es ist ein kunterbuntes Miteinander verschiedenster Menschen und Lebensentwürfe. Gleichzeitig gibt es unter vielen Bewohnern Strukturen wie in einer Dorfgemeinschaft: Man kennt und hilft sich untereinander. So unterschiedlich die Leute sind, es herrscht ein freundschaftlicher Grundton vor.“
Auch Nana, eine der Servicekräfte im angesagten Sedan-Café, schwärmt vom besonderen Flair des Viertels: „Für mich ist es vor allem das Studentenviertel, das zwar zentral liegt, aber kein typischer Tourispot ist. Ich würde nicht sagen, wir seien ein Hipsterspot – aber man weiß, dass es hier cool ist. Darüber hinaus ist es ein Begegnungsort für Freiburger. Hier trifft man sich und kommt ins Gespräch. Untereinander herrscht eine sehr familiäre Wohlfühlatmosphäre.“
Waren einst ein Paar: Bill (David Duchovny) und Willa (Meg Ryan) sitzen gemeinsam am Flughafen fest. Foto: Universal Pictures
Über Nacht am Flughafen eingeschneit – so haben sich Bill (David Duchovny) und Willa (Meg Ryan) ihr Wiedersehen nicht vorgestellt. Als mit den Erinnerungen an ihre große Liebe am College auch längst erloschen geglaubte Gefühle zurückkommen, liegt ein Hauch von Magie in der Luft.
„Was wäre gewesen, wenn?“ Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als Willa und Bill vor schwierigen persönlichen Entscheidungen stehen, kommt diese Variante ins Spiel. Als am Flughafen nichts mehr geht und man im Wartebereich nichts tun kann, außer reden, wird aus harmlosem Geplänkel ein Abend voller Anschuldigungen, Geständnissen und der Erkenntnis, dass die Leidenschaft, die sie einst zusammenbrachte, nie wirklich erloschen ist.
Die zuvor undurchdringlichen Mauern zwischen Bill und Willa fangen an zu bröckeln, und es scheint fast so, als ob nicht nur die Sterne, sondern sogar die Lautsprecheranlage sie wieder zusammenbringen will. Die unverhoffte Begegnung bringt schließlich die Gelegenheit, die Vergangenheit aufzuarbeiten und sich Jahre später nocheinmal ganz neu kennenzulernen.
Meg Ryan („Schlaflos in Seattle“) spielt nicht nur eine der beiden Hauptrollen, sondern führt auch Regie bei der humorvollen romantischen Komödie. Das Drehbuch von Steven Dietz, Kirk Lynn (Rules for Werewolves) und Ryan basiert auf dem Theaterstück „Shooting Star“ von Dietz. In der männlichen Hauptrolle ist David Duchovny („Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“) zu sehen. (fwb)