Kleine Revolution: Die Stadtbahnlinien 3 und 4 tauschen Mitte Dezember die Linienäste. Foto: Michae Bamberer
Die Freiburger Verkehrs AG optimiert ihr Liniennetz zum Fahrplanwechsel im Dezember: Vom Tausch der Linienäste auf den Stadtbahnlinien 3 und 4 profitieren zahlreiche Fahrgäste, da in vielen Fällen künftig ein Umstieg entfällt.
Ab dem 15. Dezember verkehrt die Linie 3 zwischen den Haltestellen „Gundelfinger Straße“ in Zähringen und der „Munzinger Straße“ auf der Haid. Die Linie 4 wird die Strecke zwischen der Endhaltestelle „Messe Freiburg“ in Brühl und der „Innsbrucker Straße“ im Vauban verbinden.
„Die bisherige Streckenführung ist historisch gewachsen. Mit der Umstellung kreuzen die beiden Linien zukünftig die Stadt und viele Fahrgäste kommen künftig schneller an ihr Ziel“, ist VAG-Vorstand Oliver Benz überzeugt. „Die Endhaltestellen der Linie 3 sind rund drei Kilometer voneinander entfernt. Das gleiche gilt für die Linie 4. Mit den neuen Linien kommen Fahrgäste ab Dezember von einem Ende Freiburgs ohne Umstieg ans ganz andere Ende der Stadt“, veranschaulicht Benz.
„Da es außer dieser Umstellung zum Fahrplanwechsel nur wenige andere Änderungen geben wird, ist nun ein passender Zeitpunkt, diesen Schritt umzusetzen“, ergänzt VAG-Vorstand Stephan Bartosch. „Zahlreiche Rückmeldungen von Fahrgästen sowie aus dem Fahrgastbeirat haben uns in dieser Entscheidung bestärkt“, führt Bartosch weiter aus.
Die VAG-Vorstände betonen verschiedene Vorteile der neuen Streckenführung: So wird es mehr Direktverbindungen und verbesserte Umsteigemöglichkeiten zwischen Bus und Bahn insbesondere für St. Georgen geben. Eine umsteigefreie Verbindung von der Johanneskirche zur Messe Freiburg wird damit möglich, nennt die VAG ein Beispiel für die Optimierung. Auch die Verbindung von Zähringen zum Gewerbegebiet Haid wird ohne Umstieg machbar sein – davon profitieren zahlreiche Pendlerinnen und Pendler. Und auch das Industriegebiet Nord wird durch die Änderungen künftig besser angebunden. Firmen, Hotels, Arztpraxen und anderen Institutionen empfiehlt die VAG, rechtzeitig die Anfahrtsbeschreibungen auf ihren Webseiten, Flyern oder in Broschüren zu aktualisieren.
Lernen sich in der psychiatrischen Anstalt Arkham kennen: Arthur Fleck alias der Joker und Harley Quinn, gespielt von Lady Gaga. ?Joker: Folie À Deux
Kinotipp: Mit „Joker: Folie À Deux“ präsentiert der gefeierte Autor, Regisseur und Produzent Todd Phillips die mit Spannung erwartete Fortsetzung des Oscar-prämierten „Joker“ (2019), der weltweit mehr als eine Milliarde US-Dollar an den Kinokassen einspielte.
Der 2019 erschienene „Joker“ war bis vor Kurzem der erfolgreichste Film aller Zeiten, der die Altersempfehlung „R-Rated“ erhielt. In der nun erscheinenden Fortsetzung „Joker: Folie À Deux“ übernimmt Joaquin Phoenix einmal mehr die Doppelrolle des Arthur Fleck/Joker, für die er mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. An seiner Seite ist Mega-Popstar und Oscar-Preisträgerin Lady Gaga („A Star Is Born“) zu sehen.
Seinen Titel hat der Film aus dem Französischen erhalten und bedeutet so viel wie „Wahnsinn zu zweit“. Die Zahl zwei deutet auch darauf hin, dass der Joker nicht mehr die alleinige Hauptfigur ist.
Der zweite Teil des Joker erzählt, wie Arthur Fleck in der psychiatrischen Anstalt Arkham auf den Prozess für seine Verbrechen als Joker wartet. Dort trifft er das erste Mal auf die ebenso zerstörerische Harleen Quinzel alias Harley Quinn, gespielt von Lady Gaga. Während Fleck im Konflikt mit seiner doppelten Identität steht, begegnet er in Arkham nicht nur seiner wahren Liebe, sondern findet auch zur Musik, die schon immer in seinem Inneren schlummerte.
Weitere Rollen in Joker 2 übernehmen die Oscar-nominierten Brendan Gleeson („The Banshees of Inisherin“) und Catherine Keener („Get Out“, „Capote“) sowie Zazie Beetz, die erneut in ihre Rolle als Flecks Nachbarin aus „Joker“ schlüpft.
Phillips erhielt für die Regie, das Drehbuch und die Produktion von „Joker“ jeweils eine Oscar-Nominierung. Bei „Joker: Folie À Deux“ führte er Regie nach einem Drehbuch, das er gemeinsam mit dem ebenfalls Oscar-nominierten Scott Silver verfasst hat. Das Skript basiert auf Figuren von DC. Produziert wurde der Film von Phillips, Oscar-Kandidatin Emma Tillinger Koskoff und Joseph Garner. Lady Gaga übernahm für den Musical-ähnlichen Film nicht nur eine Hauptrolle, sondern fungierte auch als Music Consultant. Die ausführenden Produzenten des Films waren Michael E. Uslan, Georgia Kacandes, Scott Silver, Mark Friedberg und Jason Ruder.
„Der wilde Roboter“ jetzt im Kino. Foto: Universal Pictures
Das epische Kino-Abenteuer „Der wilde Roboter“ folgt der Reise eines Roboters – der ROZZUM-Einheit 7134, kurz „Roz“ -, der auf einer unbewohnten Insel Schiffbruch erleidet und lernen muss, sich an die raue Umgebung anzupassen. Doch leichter gesagt als getan, denn die tierischen Inselbewohner scheuen die Anwesenheit des metallenen Neuankömmlings. Selbst als sich Roz (deutsche Stimme: Judith Rakers) die Sprache der pelzigen und gefiederten Insulaner aneignet, ändert dies nichts an ihrem angespannten Verhältnis. Doch als er ein verwaistes Gänseküken findet, bekommt das Dasein des Roboters eine neue Berechtigung.
Mit Oscar-Preisträgerin Jessica Chastain und Peter Sarsgaard ist „Memory“ hochkarätig besetzt. Foto: Teorema
Was als Thriller beginnt, entwickelt sich zu einer zarten Liebesgeschichte mit Happy End. Die New Yorkerin Sylvia und den Eigenbrötler Saul verbindet eins: die Erinnerung. Während sie versucht, ihre schmerzliche Vergangenheit zu vergessen, kämpft er mit dem beginnenden Verlust seines Gedächtnisses. Ihr Weg kreuzt sich durch eben diese Umstände. Wider jegliche Erwartung, gegen alle Vernunft und Hindernisse finden die beiden zueinander… – „Zärtlich und gefühlvoll!“, urteilt das Wall Street Journal, „Fesselnd!“ der Hollywood Reporter. (fwb)
Martin Schindler hat als erster Deutscher sein zweites PDC-Turnier gewonnen. Foto: Jan Thoden / PDC Europe
Historischer Erfolg für den deutschen Darts-Sport am Basler Rheinknie: Bei der Premiere der European Tour in der Basler St. Jakobshalle feierte Martin Schindler als erster Deutscher überhaupt seinen zweiten PDC-Turniersieg in einer Saison.
Als niemand mehr es für möglich gehalten hatte, schlug Martin Schindler zu: 1:4 und 4:7 hatte der Brandenburger im Finale der Swiss Darts Trophy in Basel gegen Ryan Searle zurück gelegen. Doch er arbeitete sich zurück, während der Engländer sieben Championshipdarts nicht zum Sieg nutzen konnte.
Schindlers 8:7-Sieg im Decider war eine Premiere: Als erster Deutscher überhaupt hat der 28-Jährige damit zwei PDC-Turniere in einer Saison auf der European Tour gewonnen. „Ich hatte mein Timing, auch hinten raus, aber er war eigentlich lange der bessere Spieler. Das ist Darts. So ist Darts“, sagte Schindler, der seinen Triumph bei der PDC-Premiere in der Basler St. Jakobshalle kaum fassen konnte. Mehr als 20.000 Fans besuchten das dreitägige Turnier.
Martin Schindler kämpfte sich im Finale an Kontrahent Ryan Searle heran und gewann am Ende den Titel. Foto: Jan Thoden / PDC Europe
Mehr als 20.000 Fans sorgten an drei Tagen in der Basler St. Jakobshalle für allerbeste Darts-Atmosphäre. Foto: Jan Thoden / PDC Europe
Diese Broschüre ließ der SC Freiburg unter anderem erarbeiten. Foto: Joers
Kinder und Jugendliche auf breiter Basis zu schützen – das ist das Ziel einer neuen Initiative, die der SC Freiburg am Wochenende vorstellte. Mit der Hilfe des Fußball-Bundesligisten und seiner Kooperationspartner sollen 60 Vereine eigene Konzepte für den Kinder- und Jugendschutz entwickeln.
Bereit seit 2020 arbeitet der SC Freiburg mit dem Freiburger Verein Wendepunkt e.V. zusammen, einer Fachstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen. Eine Kooperation, die beim Sport-Club inzwischen zu einem umfassenden Gesamtkonzept zum Schutz von Kindern und Jugendlichen geführt hat. „Jeder in unserem Verein soll sich wohl und sicher fühlen“, sagt Niklas Ziegler vom SC Freiburg. Der Verein ließ alle seine rund 1.300 Angestellten von Experten schulen und einen Verhaltenskodex für den Umgang mit Kindern erarbeiten. Ein Kinderschutzteam dient als Anlaufstelle für alle Kinder- und Jugenschutzfragen. Welche Grundrechte Kinder und Jugendliche haben, brachte der Verein außerdem in einer Broschüre zu Papier, die die Eltern der Kinder unterschreiben und den Trainern vorliegen müssen.
Seine Strahlkraft will der Fußball-Bundesligist aber vor allem nutzen, um das Thema Kinder- und Jugendschutz in die Breite zu tragen. Gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern wie Wendepunkt, dem Badischen Sportbund, und der Kindernothilfe e.V. will er Breitensportvereine in Baden dabei unterstützen, eigene Kinder- und Jugendschutzkonzepte zu entwickeln. Im Februar 2025 starten acht Veranstaltungen für 60 ausgewählte Vereine, die ausdrücklich auch andere Sportarten neben dem Fußball miteinschließt. Bis zum 17. November 2024 können sich alle Vereine aus dem Verbandsgebiet des Badischen Sportbundes auf einen der 60 Plätze bewerben. Am Ende einer Reihe von Workshops und Schulungen erhalten die Vereine das Siegel „Schutzschild im und für den Sport“ der Badischen Sportjugend. (majo)
Sie stellten im Rahmen des Bundesliga-Heimspiels des SC Freiburg gegen den FC St. Pauli die neue Kinder- und Jugendschutz-Initiative vor, für die sich Sportvereine aus Baden noch bis zum 17. November bewerben können (von links): Niklas Ziegler (SC Freiburg), Niklas Alof (Kindernothilfe), Marcel Drayer (Badische Sportjugend), Anja Menner (Wendepunkt) und Dorinja Weizel (SC Freiburg). Foto: Joers
Die Siegerin der Tennis-Stadtmeierschaften in Freiburg: Die erst 15-jährige Mannheimerin Mariella Thamm kämpfte sich souverän durchs Tableau und hatte auch im Finale die Nase vorn. Foto: Freiburger TC
Ein vom Regen geplagtes Tennisturnier fand am Ende doch noch ein Happy End: Die Mannheimerin Mariella Thamm und Justin Schlageter aus Pforzheim sind die Titelträger der 19. Freiburger Tennis-Stadtmeisterschaften. Auch die Lokalmatadoren schlagen sich gut auf den Courts des Freiburger TC.
Die diesjährigen offenen Freiburger Stadtmeisterschaften verzeichneten einerseits das stärkste Teilnehmerfeld ihrer Geschichte, hatten andererseits aber auch die größten Wetterprobleme zu bewältigen, die Organisatoren, Helfern und Teilnehmern alles abverlangten. Die ersten drei Tage des viertägigen Turniers waren von anhaltend starkem Regen bestimmt, so dass auf der Anlage des FTC lange Zeit gar nicht und nur auf wenigen Plätzen gespielt werden konnte. Gespielt werden musste daher auch auf den Plätzen der Uni Freiburg und des SC Freiburg sowie in den Tennishallen in Hugstetten und des FTC – und das teilweise bis spät in die Nacht hinein.
Erfolgreiches Turnier trotz aller Widrigkeiten: Mariella Thamm (2.v.l./rundes Foto) und Justin Schlageter (4.v.l.) hatten die Nase vorn vor Noah Müller (5.v.l.) und Nicole Rivkin (6.v.l.). Den Finalisten gratulierten als städtische Vertreterin die CDU-Stadträtin Carolin Jenkner (li.), Wochenbericht-Geschäftsführer Martin Zenke als längjähriger Mediensponsor des Turniers (3.v.l.), Hauptsponsor Cornelius Mertzlufft-Paufler von der Kanzlei Maucher Jenkins (3.v.r.) sowie rechts daneben Clubmanagerin Eva Birkle-Belbl und der FTC-Vorsitzende Burkhard Poschadel. Foto: Freiburger TC
Das Feld der Frauen, in dem allein vier Spielerinnen aus den deutschen Top-50 gemeldet waren, dominierte die erst 15-jährige Mannheimerin Mariella Thamm. Sie kämpfte sich in klaren Zwei-Satz-Siegen bis ins Finale. Dort lieferte sie sich einen engen Fight mit Nicole Rivkin aus Hannover, den Thamm nach Match-Tiebreak 1:6, 7:6, 10:3 für sich entschied. Philippa Drees vom FTC schied in Runde eins gegen die Sindelfingerin Anna Ceuca aus. Auch die amtierende deutsche AK30-Meisterin Dorothea Saar vom FTC verpasste beim 6:1, 6:3-Erfolg von Jana Leder (Karlsruhe) den Einzug ins Achtelfinale. Dort wiederum musste sich Polina Renzhyna vom TC Hochdorf der Drees-Bezwingerin Ceuca geschlagen geben. Auch Stella Schwörer vom Freiburger TC erreichte das Achtelfinale, unterlag dann aber der Müncherin Sabrina Rittberger.
Bei den Männern setzte sich Justin Schlageter vom TC Wolfsberg Pforzheim im Finale 4:6, 6:2, 10:7 gegen Noah Müller von der TuS Neunkirchen durch. Im Hauptfeld tummelten sich zahlreiche Tennisspieler von Freiburger Vereinen. Maximilian Schollmeyer vom FTC überwand in Runde eins TC-Schönberg-Spieler Jakob Joggerst 6:2, 6:1, scheiterte aber in Runde zwei an Jannik Maute aus Weissenhof – dem als 38. der deutschen Rangliste nominell stärksten Spieler des Turniers. Noch besser schlug sich FTC-Athlet Paulin Schirmann, der es bis ins Viertelfinale schaffte, dort aber im Grenzacher Dario Huber seinen Meister fand. Für Stefano Grosse, Georg Vladimirov, Noah Schindler, Jan Scholz (alle TC Schönberg) sowie Robin Spengler und Martin Bürkle (beide Freiburger TC) war das Turnier jeweils in der ersten Runde vorbei. In Luis Denda und Lukas Künze erreichten zwei Athleten vom TC Hochdorf das Achtelfinale. Dort schieden sie dann ebenso aus wie zuvor schon ihr Teamkollege Enrico Haas in Runde zwei. Auch Moritz von Hirschhausen und John Dick Fleming (beide FTC), der im Auftaktmatch Vladimirov besiegt hatte, scheiterten in Runde zwei.
Augen auf: Das Frauen-Finale zog zahlreiche Zuschauer an. Foto: Freiburger TC
Hoffen auf eine Lösung, die die Situation rund um die Drogenszene beruhigen kann: Ulrich von Kirchbach,
Erster Bürgermeister, Ulrich Hildenbrand, Polizei-Revierleiter FR-Nord und Frank Ueckermann, Leiter Garten- und Tiefbauamt. (v.l.n.r.) bei der Begehung des neuen Platzes für Suchtkranke an der Stefan-Meier-Straße. Foto: Bernd Peters
Es ist ein heißes Eisen: Freiburg eröffnet einen zweiten Platz für Suchtkranke. Es ist die Reaktion auf die massiven Probleme am sogenannten „Pergolaplatz“ im Colombipark, wo sich Anwohner stark gestört fühlen. Auch der neue Platz ist im Vorfeld Gegenstand von hitzigen Debatten gewesen, da er in unmittelbarer Nähe zu Einrichtungen der Uni und einer Gewerbeschule liegt.
Einen Beteiligungsprozess habe es zwar nicht gegeben, so Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach (SPD). Allerdings werde man mit dem Umfeld alle zwei Wochen eine Evaluierung der Situation vornehmen. Von Kirchbach hofft auf mehr Sachlichkeit in der Debatte. Er habe zum Teil furchtbare Briefe bekommen, in denen Suchtkranke als „Ungeziefer“ bezeichnet worden seien. „Das hat mich sehr belastet, das nehme ich nicht hin“, so der Bürgermeister.
Suchtkranke zu verdrängen sei keine Alternative, so Ulrich Hildenbrand, der Leiter des Reviers Nord in der Freiburger Innenstadt. Daher sei ein Aufenthaltsplatz wie nun am Bahnhof sinnvoll. Es gebe aber „Rote Linien“, die nicht überschritten werden dürften. So bleibe es verboten, hier mit Drogen zu dealen. „Und natürlich muss der Jugendschutz gewährt bleiben.“ Aufgabe der Polizei sei es, hier nun einen Balanceakt aus Kontrolle und Akzeptanz der Drogenszene zu finden. Wie die Szene sich entwickle, sei schwer zu sagen: „Vor vier, fünf Jahren war das eher sedierende, also ruhig stellende Heroin angesagt, jetzt haben wir eine regelrechte Kokainwelle“, so Hildenbrand. Man könne nur mutmaßen, dass Crack und Fentanyl, wie in den USA, auch in Freiburg die nächste Drogenwelle beherrschen könnten.
Die Signale aus der Szene, dass der neue Platz angenommen werde, seien jedenfalls vielversprechend. Man habe dafür gesorgt, dass die verschiedenen Nutzergruppen hier auf mehr als 600 m2 genug Platz haben, um Konflikten aus dem Weg zu gehen, so der Leiter des städtischen Tiefbauamts (GuT), Frank Ueckermann. Einmal am Tag komme die Stadtreinigung vorbei. Und man habe einen Trinkwasserbrunnen mit angrenzendem Unisex-Klo eingerichtet.
Der Platz werde, anders als der Pergolaplatz, rund um die Uhr von zwei Seiten zugänglich sein. Der Platz im Colombipark werde künftig abends um 20.00 Uhr geschlossen. Mit den betroffenen Anrainern des neuen Platzes habe man bei einem Treffen vor einer Woche ein Notfallkonzept erörtert, falls es zu Konflikten mit den Nutzern des Platzes kommen sollte, so Boris Gourdial, Leiter des Ordnungsamtes in Freiburg. Die große Skepsis ist bei ihnen jedoch spürbar.
Ein städtischer Friedhofsmitarbeiter soll in Freiburg über Jahre Leichen das Zahngold und Schmuckstücke gestohlen haben. Das genaue Ausmaß ist noch unklar. Foto: FWB
Unfassbare Vorwürfe gegen einen Angestellten der Freiburger Friedhöfe: Wie jetzt bekannt wurde, soll der Mann über Jahre von Verstorbenen das Zahngold sowie Wertgegenstände gestohlen haben. Das genaue Ausmaß der schrecklichen Taten ist noch unklar. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Durch einen anonymen Brief wurde der schockierende Verdacht an die Stadt Freiburg herangetragen. Ein beim städtischen Eigenbetrieb Friedhöfe angestellter Mann soll von Verstorbenen das Zahngold und Wertgegenstände entnommen und dieses verkauft haben. „Diese Vorwürfe erschüttern die Stadtverwaltung und den Eigenbetrieb Friedhöfe zutiefst“, schreibt die Stadt Freiburg in einer Pressemitteilung vom Freitag.
Auch die Polizei Freiburg und die Staatsanwaltschaft äußern sich zu dem Fall. Der Mann steht im Verdacht, „über einen längeren, noch unbestimmten Zeitraum“ Schmuckstücke und Zahngold von Verstorbenen entwendet und dieses in Teilen veräußert zu haben, schreibt die Staatsanwaltschaft. Nach Eingang des anonymen Hinweises und folgenden, polizeilichen Ermittlungen sei am vergangenen Mittwoch das private Anwesen und der Arbeitsplatz des Mitarbeiters durchsucht worden. Im Rahmen der Durchsuchung konnten Gegenstände und Aufzeichnungen beschlagnahmt werden, deren Auswertung nun Teil der weiteren Ermittlungen einer eingerichteten Ermittlungsgruppe seien. Auch zum Umfang der möglichen Taten und zur Schadenshöhe lassen sich derzeit noch keine Angaben machen.
Die Stadtverwaltung arbeitet nach eigenen Angaben vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden zusammen. „Alle notwendigen arbeitsrechtlichen Konsequenzen wurden bereits eingeleitet“, so die Stadtverwaltung. Auf Grund der laufenden Ermittlungen und aus Gründen des Datenschutzes könne die Stadt zum jetzigen Zeitpunkt jedoch keine weiteren Angaben machen.
Viele Fans, die beim Deutschland-Spiel im November in Freiburg live dabei sein wollten, schauen jetzt in die Röhre. Foto: Joers
Wer das Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Bosnien-Herzegowina am 16. November live im Freiburger Europa-Park Stadion erleben wollte, musste sehr, sehr schnell sein und vor allem Glück haben. Am Donnerstagmorgen gingen die Tickets in den Verkauf – und waren schon nach 45 Minuten vergriffen. Bei den Fans ist der Frust groß.
Das Heimspiel der deutschen Nationalmannschaft in der Nations League gegen Bosnien-Herzegowina am 16. November im Europa-Park Stadion in Freiburg ist ausverkauft. Die Tickets seien nach dem Vorverkaufsstart am Donnerstag um 10 Uhr „bereits nach knapp 45 Minuten vergriffen“ gewesen, meldet der Deutsche Fußball-Bund (DFB). Teilweise berichten Nutzer, dass die Tickets schon nach rund 20 Minuten ausverkauft gewesen seien. Die offiziellen Tickets gingen zu Preisen zwischen 25 Euro und 476 Euro über den virtuellen Verkaufstresen.
Vorsicht vor Fake-Tickets
Auf einschlägigen Ticketbörsen werden Karten für das Spiel bereits zum Verkauf angeboten. Hier müssen Käufer jedoch oft deutlich tiefer in die Tasche greifen als bei offiziellen Anbietern, warnt die Verbraucherzentrale. So sind im Internet bereits Oberrang-Tickets zu Preisen zwischen 120 und 200 Euro zu finden. Außerdem kassierten die Verkaufsbörsen oft undurchsichtige Gebühren ab. Zudem warnt die Verbraucherzentrale vor Fake-Tickets: So bieten zwielichtige Verkäufer häufig personalisierte Tickets an, die nur für die benannten Personen gültig und damit für den Käufer wertlos sind.
Unter den Fans, die in Freiburg ins Stadion gehen wollten und die Nagelsmann-Elf einmal live erleben wollten, ist der Ärger jetzt groß. „Frechheit“, schreibt ein User. „Das ist echt ein Witz…nach 10 Minuten alle Karten weg“, so ein Kommentar. Ein anderer ärgert sich darüber, das nach 20 Minuten in der Warteschlange nur noch teure VIP-Tickets zu haben gewesen sein. Die Social-Media-Abteilung des DFB bittet in einem Facebook-Post um „Verständnis“ bei den Fans. Sollten in Zukunft noch Restkontingente zu haben sein, werde man die Fans darüber informieren, so der DFB.
Es ist das erste Mal, dass die DFB-Auswahl im Europa-Park Stadion zu Gast sein wird. Für die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann ist es das letzte Heimspiel in der Gruppenphase der Nations League, in der die Deutschen mit vier Punkten auf Platz eins liegen. Bosnien-Herzegowina ist mit einem Zähler Dritter. Das letzte Mal spielte die DFB-Elf – damals noch im Dreisamstadion – am 27. Mai 2006 in Freiburg beim 7:0 gegen Luxemburg.