bz.medien-logo

News

SC Freiburg: Vor dem Spiel beim BVB hat Nicolas Höfler seinen Vertrag verlängert

Er verdrängte einst Freiburgs heutigen Cheftrainer Julian Schuster aus dem Mittelfeld beim SC Freiburg – und ist nun selbst auf der Zielgeraden seiner Karriere: Nicolas Höfler, der in den vergangenen, hocherfolgreichen Jahren den SC fußballerisch wie kaum ein zweiter Spieler prägte, hat noch einmal seinen Vertrag verlängert – obwohl er unter Schuster selbst meist nur noch auf der Bank sitzt.

Markige Worte oder ausschweifende Reden waren nie die Sache des Nicolas Höfler. Er hatte sie auch nicht nötig, um seiner Rolle beim SC Freiburg Gewicht zu verleihen. Denn wer den Verein im vergangenen Jahrzehnt verfolgt hat, wusste auch so, dass Höfler in fußball-strategischer Hinsicht der Chef auf dem Platz war.

Zurzeit nur Reservist

Vor dem Auswärtsspiel am Samstag in Dortmund (15.30 Uhr/Sky) hat „Chicco“ – wie ihn hier alle nennen – ein weiteres Mal seinen Vertrag verlängert. „Ich habe noch richtig Lust, hier gemeinsam mit den Jungs was zu bewegen und unsere Ziele zu erreichen“, wird Höfler in der offiziellen Mitteilung des Vereins zitiert.
Hölfer, der noch in der vergangenen Bundesligasaison 28 Partien bestritt, die meisten davon als Startelfspieler, findet sich zurzeit in ungewohnter Rolle wieder: Unter Streich-Nachfolger Schuster durfte er in der Bundesliga erst einmal von Beginn an ran, beim 1:3 in Leipzig. Ansonsten hat ihm Neuzugang Patrick Osterhage bis dato den Rang abgelaufen, nicht zuletzt weil Höfler weite Teile der Vorbereitung verletzt verpasst hatte. Und so geht es Höfler aktuell wie einst seinem heutigen Chef, den er als Stammspieler verdrängt hatte.

Als 15-jähriger kam er einst aus Pfullendorf in den Breisgau und blieb dort – unterbrochen nur von einer zweijährigen Ausleihe an Erzgebirge Aue. „Chicco und der Sport-Club – das ist in vielerlei Hinsicht eine außergewöhnliche Verbindung“, sagt Sport-Vorstand Jochen Saier über den 34-Jährigen, der mit 351 Profi-Einsätzen auf Platz 3 der Rekordspieler-Liste des SC Freiburg rangiert.

In Freiburg kennt man den Fünffachvater auch wegen seines sozialen Engagements. Gemeinsam mit
seiner Frau unterstützt er die Freiburger Beratungsstelle Wendepunkt und setzt sich für Kinder- und Jugendrechte ein.

Auch wenn der Moment noch nicht da ist: Für die Zeit nach der Karriere scheint Höfler eine Idee zu haben. Mit SC-Teamkollege Matthias Ginter absolviert er beim südbadischen Fußballverband die Ausbildung zur B-Lizenz. Beide schnupperten bereits bei einem Jugendspiel in den Trainerberuf rein. „Der SC ist seit fast 20 Jahren nicht nur meine sportliche Heimat“, sagt Höfler. „und dennoch geht mein Blick nicht nach hinten, sondern nach vorne.“

Soll sich Freiburg für eine Landes- oder Bundesgartenschau im Jahr 2037 bewerben?

Seeparkgelände als NaherhohlungsgebietLandes- und Bundesgartenschauen sind Impulsgeber für die Stadtentwicklung – wie das 1986 in Freiburg entstandene Seeparkgelände zeigt. Fotos: Schneider

Zwei Millionen Besucher zählte die Landesgartenschau 1986 in Freiburg. Ein Erfolg war sie allein deshalb, weil es das heute noch immer beliebte Seeparkgelände in dieser Form ohne die Gartenschau wohl nicht gegeben hätte. Jetzt schlägt die SPD-Fraktion vor, sich für 2037 erneut zu bewerben – und hat auch eine Idee, mit welchem Standort in Freiburg.

„Wenn uns das 2037 gelingen würde“, sagt Walter Krögner von der SPD-Fraktion im Gemeinderat, dann läge der Termin genau 51 Jahre nach der letzten Gartenschau im Jahr 1986. Freiburgs Sozialdemokraten, die das Thema einer möglichen Bewerbung auf die Tagesordnung des Gemeinderat setzen möchten, sehen vor allem die städtebaulichen Chancen, die darin liegen. „Defacto sind die Gartenschauen in den letzten Jahren immer mehr zu einem Impulsgeber für Stadtentwicklung geworden“, sagt Krögner und nennt beispielhaft die Gartenschauen in Lahr, Neuenburg und Kehl: „Da gab es überall einen Schub und es wurden Flächen für die Bürgerinnen und Bürger geschaffen.“

So war es auch 1986 in Freiburg. Noch immer profitiert die Stadtgesellschaft von der rund 35 Hektar großen Anlage im Seepark, die erst durch die Landesgartenschau zum heutigen Parkgelände umgebaut wurde. Das Bürgerhaus, die Seetribüne, der Seeparkturm, die Pontonbrücke, die Ökostation und wenig später der Japanische Garten – was durch die Schau entstand, wird heute noch rege genutzt. 3.500 Einzelveranstaltungen lockten damals zwei Millionen Besucher an. Gepflanzt wurden über 500.000 Blumen und 3.200 Bäume. Nur die rund 260 Mammutbäume kamen nicht zurecht mit dem Boden des früheren Kiesabbaugeländes. Viele mussten nach und nach gefällt werden.

Die Landesgartenschau 1986 lockte die Menschenmassen auf das Seeparkgelände. Foto: Brigitte Sasse

Als Ort für eine Landes- oder Bundesgartenschau schlägt die SPD die westliche Dreisam zwischen Betzenhausen und dem künftigen Stadtteil Dietenbach vor. Der Vorteil: Hier ist ohnehin eine Renaturierung der Dreisam geplant, wie der Gemeinderat 2023 beschlossen hat. „Wir würden nicht bei Null anfangen“, so Krögner.

Spektakuläre Idee denkbar?

Eine Bewerbung sei allein finanziell sinnvoll, meint die SPD: Zuschüsse von bis zu 5 Millionen Euro könnte die Stadt erhalten. Themen wie gerechter Zugang zu Grün- und Erholungsflächen für alle Bevölkerungsgruppen, innovative Wohnformen oder Klimaanpassung könnten die Schwerpunkte sein. Aber auch Spektakuläres wie 2023 bei der Bundesgartenschau in Mannheim kann sich Krögner vorstellen: „Zwischen den Baugebieten Zinklern und Dietenbach könnte man wie in Mannheim eine Seilbahn bauen und zeigen, wie eine innerstädtische Seilbahn zwei Teilflächen verbinden könnte“, sagt Krögner.

Ulrich von Kirchbach trifft zufällig Chris de Burgh im Freiburger Gasthaus Löwen

Gemeinsames Erinnerungsfoto: Der Erste Bürgermeister Ulrich von Kirchbach und Weltstar Chris de Burgh. Der ging nach seinem Auftritt im Konzerthaus vergangene Woche noch im Gasthaus Löwen essen.Gemeinsames Erinnerungsfoto: Der Erste Bürgermeister Ulrich von Kirchbach und Weltstar Chris de Burgh. Der ging nach seinem Auftritt im Konzerthaus vergangene Woche noch im Gasthaus Löwen essen. Foto: www.instagram.com/ulrichvonkirchbach

Da staunte der Erste Bürgermeister Ulrich von Kirchbach nicht schlecht, als ihm zufällig Weltstar Chris de Burgh in Freiburg begegnete. Der Musiker machte nach seinem ausverkauften Auftritt im Konzerthaus vergangene Woche nämlich noch einen kulinarischen Ausflug in die Stadt – genauer ins Gasthaus Löwen, wo er nicht zum ersten Mal zu Gast war.

Und wie war das Treffen? Das verrät mir der Bürgermeister: „Das war ein schöner Zufall. Ich war an dem Abend im Löwen, als Chris de Burgh gegen halb elf auch in das Lokal kam. Er war dort wohl schon öfter und wollte nach seinem Konzert noch Schnitzel mit Pommes essen. Ich bin dann spontan auf ihn zugegangen und habe ihn begrüßt. Wir haben uns kurz unterhalten, dabei ist auch das Foto entstanden. Der Mann hat keine Starallüren, das war sehr sympathisch. Er erzählte mir, dass er immer wieder gerne nach Freiburg kommt und das er an dem Tag ein tolles Konzert bei uns in der Stadt hatte. Ich selbst war nicht dort, aber ich mag ihn als Künstler und als Mensch. Er kann auf eine wirklich beeindruckende Karriere blicken.“

„Shambhala“ erzählt von einer starken Frau und einer unbekannten Kultur

Pema (Thinley Lhamo) begibt sich auf die Suche nach ihrem verschwundenen Ehemänner.Pema (Thinley Lhamo) begibt sich auf die Suche nach ihrem verschwundenen Ehemänner. Foto: Shooney Films

Die schwangere Pema lebt mit ihren drei Ehemännern in der höchstgelegenen Siedlung der Welt im nepalesischen Himalaya. Es ist einer der letzten Orte, an dem es noch die alte Tradition der Polyandrie gibt. Als ihr erster Ehemann Tashi auf der Handelsroute nach Lhasa verschwindet und das Gerücht umgeht, Pemas Kind wäre von einem fremden Mann, scheint das junge Glück in Gefahr. Zusammen mit ihrem zweiten Ehemann, dem Mönch Karma, begibt sich Pema in die unbarmherzige Wildnis auf die Suche nach ihrem geliebten Tashi. Ihre Reise führt zu einer spirituellen Selbstfindung und Befreiung, an deren Ziel Pemas wahre Bestimmung wartet: Shambhala. Wird sie das alte Königreich finden, in dem laut der Legende Mensch und Natur im Einklang mit dem Geist sind?

Es ist der erste nepalesische Film, der im Wettbewerb der Berlinale lief: Regisseur Min Bahadur Bham vermischt meisterhaft Tradition und Moderne und bringt eine unbekannte Kultur sowie die beeindruckende Himalaya-Landschaft auf die Leinwand. Zugleich zeigt er mit Pema eine unverwechselbare, starke und moderne weibliche Hauptfigur.

7:0-Kantersieg: Freiburg bleibt für die Nationalelf ein gutes Pflaster

Nations League in FreiburgFußballfesttag im Europa-Park Stadion der etwas anderen Art: Wo sonst der SC Freiburg die Fans verzückt zauberte am Samstagabend die deutsche Nationalmannschaft. Foto: FWB / majo

18 Jahre nach dem 7:0 gegen Luxemburg im Dreisamstadion ist die Rückkehr der Nationalmannschaft nach Freiburg geglückt: Bei ihrer Premiere im Europa-Park Stadion ließ die DFB-Elf in der Nations League gegen Bosnien-Herzegowina beim 7:0 (3:0) nichts anbrennen und sicherte sich so auch den Gruppensieg.

Ungewohntes Bild im Europa-Park Stadion am Samstagabend: Die Farben Schwarz-Rot-Gold statt des Freiburg-typischen Weiß-Rot dominierten die Freiburger Heimspielstätte an diesem Fußballabend, an dem die deutsche A-Nationalmannschaft das Team von Bosnien-Herzegowina zu Gast hatte.

Einlaufkinder, Nationalhymne und dazu treibende Beats aus den Stadionlautsprechern sorgten schon vor Anpfiff für heiße Fußballatmosphäre. Zum ersten Mal seit 18 Jahren gastierte die DFB-Elf im Breisgau – das Wiedersehen sorgte für spürbare Euphorie unter den 28.100 Fans auf den natürlich weit im Vorfeld ausverkauften Rängen.

Die deutsche Elf dankte es mit einem Blitzstart: Nach gerade mal 79 Sekunden versenkte Edelkicker Jamal Musiala eine Flanke von Kapitän Kimmich per Kopf unhaltbar im Gästetor. Und die DFB-Torhymne „Major Tom“ verzückte das erste Mal das Freiburger Publikum.

Deutschland blieb in der Folge äußerst präsent und presste aggressiv. Die Gäste näherten sich das erste Mal in der 18. Minute durch Freiburgs ehemaligen Angreifer Ermedin Demirovic dem deutschen Tor: Doch sein Schlenzer flog weit vorbei am Kasten von Oliver Baumann, der in seiner alten Heimat den Vorzug vor Demirovics Stuttgarter Teamkollege Alex Nübel erhalten hatte.

Das 2:0 fiel in der 23. Minute: Robert Andrich zog trocken von der Strafraumgrenze ab – und ein weiterer Ex-Freiburger, Tim Kleindienst, gab dem Flachschuss die entscheidende Richtung ins Tor der Bosnier. Die Chance auf das 3:0 hatte nur drei Minuten später Rüdiger per Kopf nach einer von Andrich verlängerten Ecke – sein Aufsetzer blieb aber letztlich harmlos.

Zu diesem Zeitpunkt war die Stimmung bereits Laola-Reif – nach einer halben Stunde schwappte die Welle das erste Mal durchs SC-Stadion. In der 32. und 33. Minute vergaben erst Kai Havertz und schließlich Musiala Topchancen auf das 3:0. Dieses fiel schließlich in der 37. Minute – Kai Havertz versenkte den Ball im Gästetor.

Einen Positiv-Aufreger aus Freiburger Sicht gab es noch kurz vor der Pause: Oliver Baumann vereitelte die beste Chance der Gäste mit dem linken Fuß im Eins-gegen-eins gegen Gigovic (45.+1).

„Super-Deutschland“ auf Süd

Die zweite Hälfte begann wie die erste mit einem Tor der Deutschen: Florian Wirtz traf per direkt getretenem Freistoß sehenswert zum 4:0 (50.). Sein Flatterball, der sich unhaltbar hinter Bosniens Keeper Nikola Vasilj absenkte, versetzte selbst Bundestrainer Julian Nagelsmann in ungläubiges Kopfschütteln. Und die Fans auf der zur Sitzplatztribüne umfunktionierten Süd? Die sangen „Oh wie ist das schön“ und „Super Deutschland“. In der 57. Minute erhöhte Wirtz sogar auf 5:0, der daraufhin unter Applaus ausgewechselt wurde.

In diesem Tempo ging es weiter: Erst verhinderte Gästekeeper Vasilj nur knapp ein erneutes Gegentor durch den eingewechselten Serge Gnabry. Das 6:0 fiel kurz darauf dann doch – Leroy Sané, der ebenfalls zuvor eingewechselt war und dessen Vater einst beim SC Freiburg spielte, fackelte nicht lange und erhöhte per Schuss von der Strafraummitte auf 6:0.

In der 79. Minute schließlich war es erneut Tim Kleindienst, der per Linksschuss die deutschen Fans zum Jubeln brachte: Er grätschte in eine Flanke von Rüdiger und markierte so das 7:0. Und so sahen die Fans in Freiburg am Ende nicht nur einen Kleindienst-Doppelpack, sondern bejubelten einen nie gefährdeten deutschen Heimsieg, durch den Deutschland sich den Gruppensieg in der Nations League Liga A, Gruppe 3 holte.

Doppelpacker: Der frühere Freiburger Tim Kleindienst feierte gegen Bosnien-Herzegowina seine Torpremiere für Deutschland und traf gleich zweimal. Foto: FWB / majo

Freiburger Pannen-UB: Bücher im Tiefmagazin teilweise von Schimmelbefall betroffen

UB FreiburgNeuer Ärger mit der UB in Freiburg: Jetzt schimmelt’s auch noch in den Tiefenmagazinen. Foto: Schuh

Die Pannen-Serie der Freiburger Universitätsbibliothek hat ein neues Kapitel: Wie die Universität Freiburg am Mittwoch vermeldete, ist es zu einem Schimmelbefall im Tiefmagazin der UB gekommen. Auch Bücher sind betroffen, wieviele ist noch unklar. Eine Gesundheitsgefahr für Angestellte oder Nutzer der UB bestehe jedoch nicht.

Ein Teil der Buchbestände in den Tiefmagazinen der Universitätsbibliothek Freiburg ist von einem Schimmelbefall betroffen. Das gab die Uni Freiburg am Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt.

Auf den circa 13.000 Quadratmetern der Tiefmagazine lagern rund drei Millionen Bände. Die genaue Anzahl der betroffenen Bände stehe derzeit noch nicht fest. „Nach derzeitigen Schätzungen liegt sie im unteren einstelligen Prozentbereich“, schreibt die Uni. Betroffen seien insbesondere Bücher mit Gewebeeinband, in Einzelfällen auch Ledereinbände oder Schuber. Alle Bücher, die einen Schimmelbefall aufweisen, werden umgehend für die Ausleihe gesperrt und gelangen nicht in die Nutzung. In den Tiefmagazinen werden ältere oder besonders schützenswerte Bestände der Universitätsbibliothek aufbewahrt.

Immerhin: Die wertvollsten Altbestände, wie etwa mittelalterliche Handschriften oder Frühdrucke, seien nicht von dem Schimmelbefall betroffen. Sie sind besonders abgesichert in einem abgetrennten Tresorraum untergebracht. Auch im Freihandbereich im ersten Untergeschoss und in den Lesesälen ist kein Schimmelbefall festgestellt worden.

Schimmelbefall wurde frühzeitig entdeckt

Der Schimmelbefall sei aufgrund sorgfältiger Kontrollen, die das Bibliothekspersonal regelmäßig durchführe, bereits sehr frühzeitig entdeckt worden. Eine Gesundheitsgefährdung für Nutzer und Mitarbeitende der Bibliothek bestehe nicht.

Nach einer ersten Einschätzung von herangezogenen Experten sei die Ursache für den Schimmelbefall auf das Raumklima in den Tiefmagazinen zurückzuführen. Die genaue Ursachenanalyse läuft noch. Die Verbesserung der raumklimatischen Verhältnisse sei aber entscheidend, um eine weitere Ausbreitung der Schimmelbildung und Schädigung der Bestände zu verhindern, so die UB. Alle notwendigen Maßnahmen führe die Universität Freiburg gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg und externen Experten durch.

Der Schimmel wird unter Einhaltung geltender Standards und Sicherheitsbestimmungen entfernt werden, um eine weitergehende Schädigung der Bücher zu verhindern und sie wieder nutzbar zu machen. „Die aufwändigen Arbeiten werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen“, schreibt die Universität.

Der erneute Ärger mit der UB reiht sich ein in eine regelrechte Pannenserie, von der der 53 Millionen Euro teure Lesetempel seit seiner Eröffnung im Jahr 2015 heimgesucht wurde. Unter anderem traten Probleme mit der spiegelnden Fassade auf, von der Autofahrer je nach Sonneneinfall geblendet waren. Auch mussten immer wieder Eimer in den Lesesälen aufgestellt werden, weil Wasser durch die Fassade tropfte.


Die Chronik der UB-Pannen:

Mai 2015: Starke Blendeffekte an der Südostseite der UB-Fassade gefährden die Verkehrsteilnehmer. Die Lösung: Die Fassade wird sechs Wochen im Jahr verhüllt.

Oktober 2015: Die UB ist zu klein. Viele Studenten finden keinen Platz. Die UB-Leitung führt rote Pausenuhren ein, damit ungenutzte Arbeitsplätze nicht ständig blockiert sind.

2016: Eine halbautomatische Seitentür, auf die sehbehinderte UB-Nutzer angewiesen sind, lässt sich monatelang nicht öffnen. Eine neue, senkrechte Tür wird eingebaut.

April 2016: Die UB-Fassade ist teilweise undicht. Bei Regen werden deshalb Eimer aufgestellt.

Juli 2016: Wegen eines zu schweren Transportwagens brechen im Erdgeschoss Bodenplatten ein.

Juli 2017: Drei Tage lang fällt die Klimaanlage der UB aus.

August 2018: Ein Blechteil stürzt von der Fassade. Die UB wird weiträumig abgesperrt.

Juli 2024: Nach mehrtägigem Dauerregen traten erneut Undichtigkeiten an der Fassade der UB auf und Wasser tropfte ins Gebäudeinnere

November 2024: Im Tiefmagazin tritt Schimmelbefall auf, von dem ein Teil des Buchbestands betroffen ist

Dreharbeiten für ARD-Film: Andrea Sawatzki spielt Freiburger Anwältin

„Die Verteidigerin: Der Fall Belling“ mit Andrea Sawatzki als Verteidigerin Lou Caspari. Gemeinsam mit Thomas Limpinsel als Roland Bernard führt sie in Freiburg eine Anwaltskanzlei. © SWR/Hardy Spitz„Die Verteidigerin: Der Fall Belling“ mit Andrea Sawatzki als Verteidigerin Lou Caspari. Gemeinsam mit Thomas Limpinsel als Roland Bernard führt sie in Freiburg eine Anwaltskanzlei. Foto: SWR/Hardy Spitz

Freiburg ist der Schauplatz für die neue TV-Reihe „Die Verteidigerin“ für den ARD Film Mittwoch. Darin spielt Andrea Sawatzki eine Freiburger Anwältin. Am vergangenen Freitag endeten die Dreharbeiten zum ersten Teil der Reihe „Der Fall Belling“.

Darum geht’s: Eine Beschuldigte, die aus Reue einen Selbstmordversuch unternimmt und nicht anwaltlich vertreten werden will: Rechtsanwältin Lou Caspari fühlt sich von diesem Pflichtmandat herausgefordert. Ihre neue Mandantin Linda Belling wird beschuldigt, ihren Mann vom Balkon gestoßen zu haben. Die Künstleragentin streitet die Tat auch gar nicht ab, sie ist voller Schuldgefühle und erwartet von dem bevorstehenden Prozess wegen Totschlags einen Schuldspruch. Doch auch wenn Belling nur Gutes über ihren Mann äußert, findet Lou bei der Prozessvorbereitung immer mehr Hinweise darauf, dass die Ehe zerrüttet war und ihre Mandantin von ihrem Mann herabgewürdigt und misshandelt wurde. Unterstützt von eindrucksvollen Zeugenaussagen gelingt es der Anwältin vor Gericht überzeugend darzulegen, dass diese Hintergründe einzuberechnen sind. Belling kommt mit einer Bewährungsstrafe frei, Lou Caspari erntet allgemein Lob.

Lou Caspari ist zwar durchaus zufrieden mit ihrer Arbeit, Linda Bellings anhänglicher Enthusiasmus aber gibt ihr zu denken. Genau wie die Begegnung mit einem Mann aus Bellings Vergangenheit, der Lou gegenüber Zweifel an der Wahrhaftigkeit ihrer Mandantin sät. Was gar nichts mehr ändern kann, das Verfahren ist beendet. Trotzdem lässt die neue Erkenntnis Lou keine Ruhe. Als Linda Belling das bemerkt, lernt Lou eine ganz neue und äußerst beunruhigende Seite an ihrer ehemaligen Mandantin kennen.

An der Seite von Andrea Sawatzki spielen Valery Tscheplanowa, Adriana Altaras, Sarah Bauerett und Thomas Limpinsel.

Zur Filmkulisse wurden zahlreiche Orte in der Stadt, beispielsweise die Fischerau, die Herrenstraße, in der Gerberau, beim Polizeirevier Nord und vor der Gewerbeschule, wie mir der SWR verraten hat. Aber auch in Oberried und Breitnau war das TV-Team unterwegs. Bis zur Ausstrahlung müssen wir uns aber leider noch etwas gedulden, ein Termin steht noch nicht fest, frühestens Ende 2025 soll der Film dann in der ARD zu sehen sein.

Royaler Besuch: Großherzog Henri von Luxemburg in Freiburg

Schnappschuss auf dem Rathaus-Balkon: Großherzog Henri von Luxemburg (2.v.r.) besuchte mit einer Delegation Freiburg. Er wurde unter anderem von OB Martin Horn (r.) und dem Ersten Bürgermeister Ulrich von Kirchbach (3.vl.) empfangen.Schnappschuss auf dem Rathaus-Balkon: Großherzog Henri von Luxemburg (2.v.r.) besuchte mit einer Delegation Freiburg. Er wurde unter anderem von OB Martin Horn (r.) und dem Ersten Bürgermeister Ulrich von Kirchbach (3.vl.) empfangen. Foto: Schuh

Ein Hauch von royalem Glanz wehte vergangenen Freitag in Freiburg: denn seine königliche Hoheit Großherzog Henri von Luxemburg besuchte Freiburg. Für diesen besonderen Anlass legte Rathaus-Chef Martin Horn sogar seine Amtskette um, als er das Staatsoberhaupt von Luxemburg im Rathaus in der Innenstadt in Empfang nahm. „Es ist eine große Ehre, Sie hier begrüßen zu dürfen“, sagte der OB, der tags zuvor seinen 40. Geburtstag gefeiert hatte. Der Großherzog trug sich in das Goldene Buch der Stadt ein und bekam ein besonderes Geschenk: einen original Münster-Stein, über den sich der royale Besuch sichtlich freute.

Das Staatsoberhaupt von Luxemburg trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Foto: Schuh

Danach ging es zu einem Rundgang ins Rathaus im Stühlinger und dann ans Fraunhofer Institut. Hier ging es vor allem um Photovoltaik, die auf bereits genutzten Flächen eingesetzt wird oder um die Herstellung von grünem Wasserstoff. Dabei war neben dem Großherzog eine Delegation aus Politik und Wissenschaft. Die luxemburgische Ministerin für Digitalisierung und Forschung, Stéphanie Obertin, hatte den Besuch organisiert, um die Greencity kennenzulernen und um sich über gemeinsame nachhaltige Projekte in Zukunft auszutauschen.

Der Großherzog durfte sich über ein besonderes Geschenk freuen: einen original Münster-Stein Foto: Schuh

Gelungene Partypremiere: So war der erste „Circus der Getränke“

Aufwendige Deko und tolle Stimmung: Der erste „Circus der Getränke“ im „Purino“ kam sehr gut an.Aufwendige Deko und tolle Stimmung: Der erste „Circus der Getränke“ im „Purino“ kam sehr gut an. Foto: Meyer

Manege frei hieß es am Freitag und Samstag. Da feierte ein grandioser Mix aus Getränkemesse, Netzwerk-Event und Partysause rauschende Premiere: Südstar’s Circus der Getränke freute sich über seine erste, eigene große Veranstaltung im Restaurant Purino auf dem Alten-Güterbahnhofs-Areal. Die vielen hundert Gäste freuten sich über die Darbietung der Getränkezubereitung der besten Bar-Artisten.

Unter den Gästen war praktisch alles, was in der Gastroszene Rang und Namen hat. Die Südstar Getränke GmbH ist der mit Abstand größte Getränke-Fachgroßhandel in der Region. „Einmal im Jahr laden wir unsere Kunden ein, um für die vertrauensvolle Zusammenarbeit danke zu sagen, und um die neuesten Trends aus der Getränkewelt zu präsentieren“, erklärt Geschäftsführer Markus Weiss, der ebenso wie Prokurist Armin Moessinger von der Location völlig begeistert ist: „Ein solches Ambiente muss man lange suchen. Wenn man die Leute so sieht, sind sie alle mega glücklich!“ Stimmt! Entsprechend ausgiebig wurde gefeiert.

Ein solches Ambiente muss man lange suchen. Wenn man die Leute so sieht, sind sie alle mega glücklich!“, schwärmte Prokurist Armin Moessinger vom Veranstalter Südstar Foto: Meyer

Jobmesse: Über 100 Aussteller bei Marktplatz Arbeit Südbaden am Wochenende in Freiburg

Marktplatz Arbeit SüdbadenDie Karrieremesse bietet die ideale Gelegenheit, um sich über potenzielle Arbeitgeber zu informieren. Foto: CSK-Foto

Südbadens führende Messe für Karriere, Studium, Aus- und Weiterbildung, Marktplatz Arbeit Südbaden, setzt ihren Wachstumskurs fort und kann für ihre 20. Ausgabe im November über 100 Aussteller begrüßen. Die Messe bestätigt damit, dass sie dafür sorgt, dass der erste Schritt zum beruflichen Erfolg leicht und schnell getan sein kann.

„Unser Angebot ist breit gefächert“, betont Projektleiterin Stefanie Salzer-Deckert, die die Messe von Anfang an betreut und immer weiter fortentwickelt hat: „Ob es nun Schulabgänger auf der Suche nach Orientierung oder Berufstätige auf der Suche nach Informationen und Kontaktmöglichkeiten sind, bei uns wird jeder fündig!“ Es zeichne die Messe in besonderem Maß aus, dass sie Angebote für viele Besuchergruppen im Portfolio hat. „Dazu kommen spezielle Features und Beratungsangebote, die dem Messebesuch einen weiteren echten Mehrwert verleihen“, so Salzer-Deckert weiter.

Die Messe ist auch im November 2024 wieder eine echte „Zukunftshalle“ voller Chancen, Tipps und Anregungen für Berufseinsteiger und alle, die das berufliche Weiterkommen im Blick haben, so Salzer-Deckert. Die Veranstaltung präsentiert in diesem Jahr über 100 Unternehmen und Institutionen und über 400 Studiengänge, Aus- und Weiterbildungsangebote. „Für junge Leute in der Phase der Berufsorientierung ist Marktplatz Arbeit Südbaden eine ideale Anlaufstation, denn hier werden praktische und theoretische Einblicke praxisnah vermittelt“, so die Projektleiterin.

Kostenlose Vorabregistrierung notwendig

Die beiden Messetage am 15. und 16. November seien eine wirkungsvolle Plattform für erste Kontakte
zu Unternehmen, Berufsfach- und Hochschulen. gewerbliche, kaufmännische, logistische Berufe, Berufe aus der Medienwelt, kreative Berufe, Berufe im Umgang mit Menschen und Pflegeberufe, Studiengänge unter anderem im Ingenieurwesen, Informatik, Erziehung & Bildung und Abschlüsse vom „Bachelor of Arts Data Science & KI“ bis hin zu „BWL Hotelmanagement“ und dem „Master of Arts Maschinenbau“ machen die Bandbreite der Berufschancen bei Marktplatz Arbeit Südbaden riesengroß.

Um Wartezeiten für Besucher zu vermeiden, ist eine kostenlose Vorabregistrierung für den Messebesuch über www.marktplatzarbeit.de notwendig.

Info: Marktplatz Arbeit Südbaden
Messe für Karriere, Studium,
Aus- und Weiterbildung

Messe Freiburg, Halle 1, 15. und 16. November – Freitag: 14 bis 19 Uhr, Samstag: 11 bis 16 Uhr

Eintritt frei