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Abenteuerreise durch das Land der aufgehenden Sonne bei der Freiburger Mundologia

Marcus Haid entführt sein Publikum in den geheimnisvollen Inselstaat vor der Ostküste Asiens – nach Japan.Marcus Haid entführt sein Publikum in den geheimnisvollen Inselstaat vor der Ostküste Asiens – nach Japan. Foto: M.Haid/www.mundologia.de

m 18. Januar steht gleich zweimal der beeindruckende Vortrag „Japan“ im Paulussaal Freiburg auf dem Mundologia-Programm. Um 12 Uhr und um 15.30 Uhr entführt Marcus Haid sein Publikum in den geheimnisvollen Inselstaat vor der Ostküste Asiens – nach Japan. Reisende erwartet dort ein Kaleidoskop aus Mythos und Realität, Tradition und Moderne, gigantischen Metropolen und unberührter Natur.

Fotograf Marcus Haid reist von der Urwaldinsel Yakushima im Süden bis in den äußersten Norden auf die Insel Hokkaido und hat seine Eindrücke zu einem beeindruckenden Länderporträt zusammengefügt. Fesselnde Fotos, Filme und ausgewählte Musik von japanischen Künstlern machen diese Abenteuerreise durch das Land der aufgehenden Sonne zu einem Erlebnis. Mehr unter www.mundologia.de

Sparkasse Freiburg unterstützt die Alemannische Bühne zum 100-jährigen Jubiläum

Sparkasse Freiburg spendet an Alemannische BühneBeate Schwarz, stellvertretende Vorständin der Sparkasse, übergab den symbolischen Scheck an Sandra Jettkandt, Geschäftsführerin der Alemannischen Bühne, sowie Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach, zugleich 1. Vorsitzender der Alemannischen Bühne. Foto: Sparkasse Freiburg

Das 100-jährige Jubiläum der Alemannischen Bühne nimmt die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau zum Anlass für eine Spende über 3.000 Euro. Nun wurde der Scheck überreicht.

Die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau würdigt das kulturelle Engagement der Alemannischen Bühne und unterstützt den Verein mit einem Jubiläumssponsoring. Beate Schwarz, stellvertretende Vorständin der Sparkasse, übergab den symbolischen Scheck über 3.000 Euro an Sandra Jettkandt, Geschäftsführerin der Alemannischen Bühne, sowie Ulrich von Kirchbach, 1. Bürgermeister für Kultur, Jugend, Soziales und Integration der Stadt Freiburg und zugleich 1. Vorsitzender der Alemannischen Bühne.

„Die Alemannische Bühne ist ein wichtiger Teil der Freiburger Kulturszene und leistet mit ihrem Mundarttheater einen wertvollen Beitrag zur Pflege der alemannischen Sprache. Wir freuen uns, das 100-jährige Bestehen dieses Vereins unterstützen zu können,“ betonte Beate Schwarz bei der Übergabe.

Ulrich von Kirchbach hob die Bedeutung der Alemannischen Bühne hervor: „Dieser Verein zeigt, wie lebendig und vielseitig unsere regionale Kultur ist. Die Aufführungen sind nicht nur ein kultureller Genuss, sondern auch ein Beitrag zur Bewahrung unserer sprachlichen Wurzeln.“

Die Alemannische Bühne ist eine gemeinnützige Institution, die sich der Erhaltung und Pflege der alemannischen Sprache verschrieben hat. Mit ihren regelmäßigen Aufführungen und Gastkünstlern hat sich die Bühne zu einer festen Größe in der Freiburger Kulturlandschaft entwickelt.

SC Freiburg: Kaltstart gegen Holstein Kiel ins neue Jahr

SC FreiburgAm Samstag geht es für den SC mit einem Heimspiel gegen Holstein Kiel in die englische Woche. Foto: Detlef Berger

Ohne Testspiel ging am Mittwoch das kurze, aber knackige Trainingslager des SC Freiburg im spanischen Sotogrande zu Ende. Für mehr war keine Zeit, denn schon am Samstag (15.30 Uhr / Sky) startet mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger Holstein Kiel eine englische Woche. Zwei Spieler haben den Verein indes verlassen.

Mit 28 Spielern war der SC Freiburg vergangene Woche ins traditionelle Traininslager im Süden Spaniens gereist. Nicht mit an Bord befanden sich Noah Weißhaupt und Kenneth Schmidt, die jeweils eine Leihe an den FC St. Pauli (Weißhaupt) und an Zweitligist Hannover antraten. Viel Zeit blieb dem SC nicht in Spanien, auch ein Testspiel fand – anders als sonst üblich – nicht statt.

„Nicht überladen“

Bestmöglich nutzen wollte das Freiburger Trainerteam um Cheftrainer Julian Schuster die Zeit auf den Polofeldern in Sotogrande aber dennoch. Schließlich geht es danach nahtlos weiter mit einer englischen Woche mit den Spielen gegen Holstein Kiel, in Frankfurt und dem Derby in Stuttgart. „Die Challenge ist, nicht zu überladen, aber die Zeit gut und zielgerichtet zu nutzen“, sagt Co-Trainer Patrik Grolimund.

Youngster Max Rosenfelder, der zu den Entdeckungen dieser Saison zählt, sieht in dem knapp gehaltenden Programm und dem fehlenden Testspiel kein Problem. In einem SC-Interview sagt er mit Blick auf die englische Woche: „Wir haben nur die knappe Woche hier in Sotogrande uns darauf vorzubereiten. Auch wenn die Zeit kurz ist, ist das Trainingslager eine gute Sache. Es ist nochmal intensiver als eine normale Woche in Freiburg, wo jeder nach dem Training nach Hause geht. Hier ist die Mannschaft sehr eng beisammen und wir werden gut vorbereitet in die kommenden Spiele gehen.“

Während die Freiburger also nur intern testeten, absolvierte der kommende Gegner aus Kiel einen XXL-Test bei Liga-Konkurrent Union Berlin. Über 120 Minuten setzten sich die Kieler Störche dort nach Treffern von Armin Gigovic und Fiete Arp mit 2:1 (1:1) durch.

Domkapellmeister-Entlassung: Kein Ende des Streits in Sicht

Nach der umstrittenen Freistellung des Freiburger Domkapellmeisters Boris Böhmann kommt das Erzbistum nicht zur Ruhe. Proben und Auftritte des Domchors wird es aus Protest vorerst nicht geben.

Beim Gottesdienst am Montagmorgen, dem Dreikönigstag, war der Domchor nicht mehr vertreten, obwohl ein Auftritt geplant gewesen war. Mit einem Banner und Gesang protestierten mehrere Dutzend Menschen nach dem Gottesdienst erneut gegen das Erzbistum. Auf dem Banner stand: „Wir wollen unseren Domkapellmeister behalten!“ Böhmann war ursprünglich zu Ende Februar 2025 gekündigt worden – dies gilt als der Auslöser der Spannungen.

Dagegen hatte Böhmann, der seit 2003 Domkapellmeister ist, erfolglos vor dem Arbeitsgericht geklagt. Mit Verweis auf den Datenschutz nennt das Erzbistum keine Gründe für die Entlassung Böhmanns. In einer Mitteilung werfen die Elternvertreterinnen Erzbischof Stephan Burger vor, einen Konflikt „auf dem Rücken der Kinder“ auszutragen, „um eigene Interessen durchzusetzen“.

Vernichtende Bilanz: Vor 25 Jahren wütete der Jahrhundertsturm Lothar im Schwarzwald

Orkan Lothar FreiburgDie Vogelsang-Hütte inmitten umgeknickter Bäume im Ottilienwald nach dem Sturm. Archivfoto: Hayn

25 Jahre ist es her, dass der Orkan Lothar im Südwesten gewütet hat. Als am zweiten Weihnachtstag 1999 Lothar durch den Schwarzwald fegte, maß die Wetterstation auf dem Feldberg Böen mit einer Geschwindigkeit von 212 Kilometern pro Stunde. Der damalige Forstamtsleiter HansUlrich Hayn erinnert sich an das Jahrhundertereignis.

Als am zweiten Weihnachtstag 1999 Lothar durch den Schwarzwald fegte, maß die Wetterstation auf dem Feldberg Böen mit einer Geschwindigkeit von 212 Kilometern pro Stunde. In weiten Landesteilen wurden innerhalb weniger Stunden große Waldgebiete vernichtet – so auch im Freiburger Staatswald.

Vernichtende Bilanz

„Am Tag nach dem Sturm konzentrierten wir uns darauf, die öffentlichen Straßen freizuräumen, die vielerorts durch umgestürzte Bäume unpassierbar waren. Danach mussten wir die Waldwege frei bekommen, um uns überhaupt ein Bild des Ausmaßes der Schäden zu machen“, sagt Hans-Ulrich Hayn, Leiter des Forstbezirks Breisgau-Hochschwarzwald und damals als Forstamtsleiter für den Wald in Freiburg verantwortlich. Damals habe es noch keine Drohnen gegeben, mit denen man die Waldgebiete mal schnell hätte abfliegen können.

Kaum noch vorzustellen, dass hier vor 25 Jahren kein Baum mehr stand. Foto: Schwende

Das Ergebnis war vernichtend: Am Rosskopf hatte Lothar in einem 2,4 Hektar großen Waldstück praktisch alle Bäume umgelegt. In einem anderen Areal am Rosskopf wurde auf neun Hektar einer der ältesten Douglasienmischwälder des Forstbezirks bis auf wenige Bäume ausradiert.

Der Markt für Holz bricht ein

Für Hayn und seine Kollegen ging es nun darum, das Holz möglichst schnell aus dem Wald zu schaffen und zu verkaufen. „Ich habe Tag und Nacht versucht, zu verkaufen“, sagt Hayn. Durch das plötzliche Überangebot sei der Holzmarkt damals komplett eingebrochen. „Wir hatten auf einen Schlag dreimal so viel Holz wie sonst in einem Jahr.“ In der Not wurden Douglasienstämme sogar bis nach Japan verkauft. Doch neben dem Problem, das Holz loszuwerden, musste Hayn auch die Frage lösen, wie man mit den kahlen Flächen verfahren sollte. „Normalerweise hätten wir dort neue Bäume gepflanzt, aber da es so viele Flächen gab und Neupflanzungen auch viel Geld kosten, haben wir beschlossen, erstmal der Natur ihren Lauf zu lassen.“

Behutsame Nachhilfe

Als Hayn nach zehn Jahren wieder nach dem Waldstück schaute, war er überrascht, was sich in der Zwischenzeit ganz ohne Zutun der Förster alles getan hatte. Ein Jungwald, wenn auch noch mit einigen Lücken, mit vielen Buchen, Weiden und Ahorn war entstanden. Auch andere Baumarten wie Kirschen und Douglasien waren schon zu erkennen. Hayn war begeistert, aber als Förster hatte er auch den Wunsch, der Natur noch etwas nachzuhelfen. „Wir wollten Douglasien und Kirschen als wirtschaftlich wertvolle Baumarten fördern und für noch mehr Vielfalt sorgen.“ Auch mit Blick auf den Klimawandel beschloss Hayn einzugreifen und Douglasien, Kirschen und Esskastanien zu helfen, die mit den Klimaveränderungen gut zurechtkommen und CO2 langfristig binden können. Dafür wurden Weiden und einige andere Laubbäume an manchen Stellen geopfert, die drohten, den gewünschten Baumarten das Licht und den Platz zum Wachsen zu nehmen. Die Stämme ließ man bewusst im Wald liegen, um als Totholz Käfern, Pilzen und anderen Arten Lebensraum zu bieten.

Mehrere Joker

Wenn Hayn heute, 25 Jahre nach Lothar, durch den Wald am Rosskopf geht, ist er mit dem Ergebnis zufrieden. „Wir habe jetzt einen schönen Mischwald mit ungefähr elf verschiedenen Baumarten. Rund die Hälfte sind wertvolle Douglasien, aber wir haben auch Ahorn, Eiche, Kirsche und viele andere Baumarten.“ Für Hayn liegt in der Vielfalt der Baumarten und der Mischung aus jungen und alten Bäumen der Schlüssel zu einem stabilen Wald, der nicht nur dem Klimawandel, sondern auch Stürmen trotzen kann. „Die Dürrejahre 2018 bis 2023 haben in der Summe dem Wald mehr geschadet als Lothar.

Als Förster ist es wichtig, dass ich mehrere Joker im Wald habe. Wenn eine Baumart beispielsweise durch Trockenheit oder Schädlinge gefährdet ist, habe ich nun schon genügend andere Arten im Wald, die für Ausgleich sorgen.“ Auch nach Jahrhundertstürmen könne ein artenreicher Jungwald innerhalb weniger Jahre selbst große Lücken schließen. Aus Lothar hat Hayn Lehren gezogen: „Jungen Kollegen sage ich manchmal: Ihr müsst den Wald auch mal machen lassen.“ Das hieße aber nicht, dass man nachlässig sein dürfe. „Wir beobachten und wenn nötig, greifen wir ein.“

Autorin: Heike Schwende

Joe Di Nardo bietet Comedy al Dente im Bürgerhaus in Zähringen

Rund 800.000 Follower hat Comedian Joe Di Nardo in den Sozialen Medien – nun kommt der Italo-Schwabe auch nach Freiburg ins Bürgerhaus in Zähringen.Rund 800.000 Follower hat Comedian Joe Di Nardo in den Sozialen Medien – nun kommt der Italo-Schwabe auch nach Freiburg ins Bürgerhaus in Zähringen. Foto: Patrick Liste

Bei ihm steht italienisch-deutsche Comedy auf dem Programm: Joe Di Nardo unterhält mit Sketchen unter anderem als Italo-Kellner in den sozialen Medien insgesamt rund 800.000 Follower auf Tik Tok, Facebook und Instagram. Am Freitag kommt er nach Freiburg auf die große Bühne.

„Tschonporno – ähm, Buongiorno!“ Es grüßt Joe Di Nardo – Italo-Schwabe, Comedian und Gesangstalent in einer Person! Joe Di Nardo – der Mann, der auf sozialen Medien mit seinen charmanten Italo-Kellner- Sketches für Aufsehen sorgt, ist auch live ein Comedian al dente. Mit einem ständigen Lächeln im Gesicht und einem Arsenal an Witzen im Ärmel liefert Joe Di Nardo Comedy, die primär die kulturellen Unterschiede zwischen Italienern und Deutschen auf die Schippe nimmt.

Seine Sketche auf Social Media sind ein wahres Feuerwerk der Komik und bringen Menschen weltweit zum Lachen. Aber das ist noch nicht alles! Neben seiner Comedy-Karriere hat Joe eine geheime Waffe: seine Stimme. Dieser Mann war sogar bei Stefan Raabs Casting Show SSDSDSSWEMUGABRTLAD – ja, genau, dem musikalischen Wettbewerb, bei dem er bewies, dass seine Gesangskünste genauso beeindruckend sind wie seine Pointen.

Und jetzt kommt das Beste: Joe Di Nardo geht auf Tour! Die Bühne wird sein Spielplatz, auf dem er sein Publikum mit einer explosiven Mischung aus Comedy und Gesang verzaubern wird. Von Sketchen bis hin zu italienischen Balladen ist in seiner Show alles dabei. „Ich möchte das Publikum in eine Welt voller Amore, Dolce Vita und Bidets mitreißen“, scherzte Joe Di Nardo. Seine Zuschauer können sich auf eine unvergessliche Show vorbereiten, wenn Joe Di Nardo kommenden Freitag, 10. Januar, in Freiburg auftritt. Los geht es um 20 Uhr im Bürgerhaus in Zähringen. Tickets gibt es ab 29,95 Euro.

Nach Brand: Große Unterstützung fürs Freiburger Tierheim – Jetzt braucht es vor allem Spenden

Am Neujahrsmorgen hat ein Feuer Teile des Tierheims in Freiburg-Lehen zerstört. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. Foto: Tierschutzverein Freiburg

Groß war der Schock bei den Mitarbeitern des Freiburger Tierheims in Lehen: am Neujahrsmorgen hat ein verheerendes Feuer Teile des Gebäudes zerstört. Mehrere Babyigel starben, von den 40 Tieren im Vogelhaus überlebten nur drei. Für den Wiederaufbau, der Monate dauern wird, braucht es nun vor allem finanzielle Hilfe.

Das Feuer wütete in den Morgenstunden des 1. Januar, betroffen sind unter anderem die Hunde- und Vogelstation, die Büro- und Aufenthaltsräume und der Eingangsbereich. 37 Vögel und mehrere Babyigel starben. Die anderen Tiere hatten Glück: Die 60 Katzen sind in einem anderen Bereich untergebracht, die Hundehäuser seien „so schlecht isoliert, da ging der Rauch rein und gleich wieder raus“, so Tierheimleiter Marco Marsovszky gegenüber der BZ.

Der Brand vernichtete jedoch auch Hundefutter und Medikamente. Das Dach ist teilweise eingestürzt,
Heizungs- und Wasserrohre sind geplatzt, überall klebt schwarzer Ruß. Die Ursache des Brandes ist noch unklar, die Ermittlungen der Polizei laufen. Fest steht mittlerweile jedoch: „Das Feuer wurde nicht von Silvesterfeuerwerk ausgelöst“, so Polizeipressesprecher Johannes Saiger. Das THW hat das Dach so abgedeckt, dass das weitere Gebäude vor Regen oder Schnee geschützt ist und es wurden drei Container aufgestellt, die jetzt als neuer Empfang für Besucher, provisorische Hundeküche und Futterlager dienen. Im Moment läuft hier der Notbetrieb: „Wir arbeiten alle im Team unter Hochdruck, die intensive Versorgung und Betreuung der Tiere hat dabei oberste Priorität“, sagt Marco Marsovszky. Telefonisch und per Mail sind die Mitarbeiter deshalb auch schwer zu erreichen.

Der Schaden ist groß – unter anderem ist das Dach des Tierheims teilweise eingestürzt. Foto: Tierschutzverein Freiburg

Mit den Aufräumarbeiten konnte bisher noch nicht begonnen werden, denn die Ermittler müssen den zerstörten Gebäudeteil erst noch freigeben. Aufgrund des großen Schadens wird der Wiederaufbau voraussichtlich mindestens sechs bis neun Monate dauern. Für den braucht es nun vor allem Spenden. Und die Unterstützung der Freiburger ist groß. „Wir sind total gerührt, wie viel Hilfe wir bekommen. Es ist fantastisch, dass wir so mit finanziellen und Sachspenden unterstützt werden.“ Aber: „Es gibt aktuell sehr viele Spendenaufrufe, die nicht von uns sind, da sollte man kritisch drauf schauen“. Am besten sei es den offiziellen Weg, das PayPal-, das Spendenkonto des Tierheims oder die Online-Plattform „Better Place“ zu nutzen. Allein hier sind bisher schon mehr als 34.000 Euro zusammengekommen.

Info: Spenden an das Tierheim Freiburg unter IBAN: DE64 3702 0500 0008 7736 00, BIC: BFSWDE33XXX
BANK: SozialBank, per Pay Pal oder bei der Spendenaktion unter www.betterplace.org/de/projects/147882-wiederaufbau-tierheim-nach-brand-am-neujahresmorgen-01-01-2025

Weitere Infos: www.tierschutzverein-freiburg.de/spenden.

Wegen Hassrede und Elon Musk: So läuft die Debatte über einen X-Ausstieg in Freiburg

Diskussion über X-AusstiegDer SC Freiburg hat X schon den Rücken gekehrt, das Regierungspräsidium Freiburg dagegen möchte dort weiterhin aktiv bleiben. Foto: joers

Mehrere Institutionen, Firmen, Politiker und Vereine beenden ihre Aktivitäten auf dem Netzwerk X – als Kritik an der inhaltlichen Radikalisierung des früheren Twitters. Die verstörenden Aussagen von X-Eigentümer Elon Musk, der auch Berater der künftigen Trump-Regierung ist, heizen die Debatte weiter an. Andere scheuen einen Ausstieg. Auch in Freiburg sind die Meinungen hierzu geteilt.

Fast kein Tag vergeht, an dem Trump-Berater und X-Eigentümer Elon Musk nicht die Schlagzeilen beherrscht. Zuletzt sorgte der Tesla- und SpaceX-Chef mit einer Wahlempfehlung für die AfD für Aufsehen. Musks Verhalten und die eskalierende Diskussionskultur auf dem früheren Twitter, seit der 53-Jährige dieses übernahm, ist vielen ein Dorn im Auge. Auch in Freiburg werden deshalb Konsequenzen gezogen. So betreibt der Energieversorger badenova seinen X-Account nicht mehr aktiv. „Der ’flexible’ Umgang mit Meinungen auf der Plattform passt nicht zu unseren Werten“, sagt Pressesprecher Daniel Feld.

Statt weiterhin auf X aktiv zu sein, ist der Energieversorger auf andere Netzwerke ausgewichen. Laut Pressesprecher Feld erreiche man die Kunden „besser und direkter über andere Kanäle, um dort in einen respektvollen und fruchtbaren Austausch zu treten.“

So hält es seit Ende November auch der SC Freiburg, der wie zuvor die Fußball-Bundesligavereine aus Bremen und St. Pauli X verlassen hat und auf die Plattform Bluesky umgezogen ist. Die Freiburger Dienstradleasingfirma Jobrad lässt ihren Account sogar schon seit Ende 2023 ruhen.

Alternativen anbieten

Chantal Kopf, Freiburgs grüne Bundestagsabgeordnete, sagt dem Wochenbericht: „Twitter war lange Zeit eine Plattform, die einen fruchtvollen Meinungsaustausch zwischen Politik, Wissenschaft, den Medien und der Zivilgesellschaft ermöglichte. Leider lässt sich an dem Beispiel X sehr gut aufzeigen, was passiert, wenn große Online-Plattformen nicht reguliert werden.“ So habe die EU-Kommission im Juli 2024 festgestellt, dass der Kurznachrichtendienst gegen EU-Recht verstoße und zu wenig gegen Falschinformationen und Hassrede tue. Der 29-Jährigen bereitet es „ernsthafte Sorgen“, dass X-Chef Musk die Plattform für „einseitige politische Einflussnahmen“ auf den deutschen Wahlkampf nutze: „Insbesondere dann, wenn sie Parteien wie der AfD dienen, die unsere Demokratie von innen auszuhöhlen versuchen“, sagt sie. Kopf, die schon seit Längerem auf der X-Alternative Bluesky aktiv ist, wolle ihre „Entscheidung über den Verbleib auf X vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen fällen“, erklärt die Grüne.

Auch das Universitätsklinikum Freiburg beobachte die Entwicklungen auf X laut dem leitenden Pressesprecher Benjamin Waschow „selbstverständlich kritisch“, möchte „aktuell“ aber weiterhin dort aktiv bleiben. Man nutze X vor allem für die Wissenschaftskommunikation, weil nach wie vor viele Wissenschaftler, Politiker und Journalisten weltweit dort vertreten seien. Für die Uniklinik, die auf allen großen Social-Media-Plattformen vertreten sei, spiele X eher eine untergeordnete Rolle in ihrer Kommunikationsstrategie. Aber: „Gerade in Zeiten von vielen Fake News sehen wir es als unsere Aufgabe, ein Gegengewicht zu schaffen und mit seriösen Informationen zur Aufklärung beizutragen“, so der Kliniksprecher. Inzwischen ist das Klinikum aber auch auf Bluesky aktiv.

In der Wissenschafts- und Krisenkommunikation fällt der X-Ausstieg nicht so leicht

Ebenso plant die Universität Freiburg auf Bluesky eine Präsenz aufzubauen. Was X angehe, stelle man fest, dass die Plattform X „zunehmend an Reichweite und Funktionalität für die Hochschul- und Wissenschaftskommunikation“ verliere, sagt die leitende Uni-Pressesprecherin Rimma Gerenstein. Außerdem sei auf X „seit einiger Zeit eine ansteigende Verbreitung von unter anderem gewaltverherrlichenden und demokratiefeindlichen Inhalten zu verzeichnen. Zudem hat die Moderation solcher Inhalte stark nachgelassen“, sagt Gerenstein. Auf der anderen Seite könne die aktuelle Regierungsbildung in den USA neue Fragen aufwerfen. „Vor diesem Hintergrund diskutiert und prüft die Universität Freiburg aktuell, ob die Plattform X im Einklang mit ihrer Ausrichtung, ihrem Auftrag und den Bedarfen ihrer Zielgruppen steht“, so Gerenstein.

Das Regierungspräsidium Freiburg verfügt als hiesige Vertretung der baden-württembergischen Landesregierung ebenso über einen X-Account. „Natürlich diskutieren wir auch in unserem Haus über den Verbleib auf X“, sagt Pressesprecherin Heike Spannagel. Die Entwicklung der Plattform betrachte das RP „mit Sorge“. „Gleichzeitig gilt X weiterhin insbesondere in der Krisenkommunikation als wichtiger Informationskanal. Als höhere Katastrophenschutzbehörde haben wir im Notfall eine besondere Verantwortung und müssen sicherstellen, dass wir mit unseren Informationen möglichst viele Menschen erreichen“, so die RP-Sprecherin. Und auch Spannagel betont, wie wichtig es dem RP sei, in Zeiten zunehmender Desinformation „auf diesem Kanal und anderen sozialen Medien weiterhin seriöse Informationen“ anbieten zu wollen. Gleichzeitig ist das RP auf Mastodon und anderen Netzwerken aktiv. Grundsätzlich orientiere sich das RP aber an der Landesregierung, die mit fast allen Ministerien auf X unterwegs ist.

Dort nicht mehr aktiv ist das Studierendenwerk Freiburg, auch wenn der Account weiterhin existiert. „Wir haben uns schon vor einiger Zeit dafür entschieden, uns mit Instagram und Youtube auf nur zwei Social-Media-Kanäle zu konzentrieren, die unserer Meinung nach für unsere Zielgruppen und unsere Zielsetzungen am besten geeignet sind“, sagt Petra Dobronn, Referentin der Geschäftsführung. Und bei den Klimaaktivisten von Fridays for Future (FFF) Freiburg „finden wir so ziemlich alles was Elon Musk die letzten Jahre gemacht hat, höchst problematisch und das Gesprächs-Klima auf Twitter absolut untragbar“, sagt Merlin Geburek von FFF Freiburg. „Regelmäßig“ werde deshalb darüber diskutiert, den Account zu deaktivieren. „Löschen würden wir ihn wohl nicht, aus Sorge vor Imitationen“, so Geburek.

Die Diskussionskultur auf Plattformen wie X und dem Trump-Netzwerk Truth Social fördert den Zulauf für Bluesky, Mastodon & Co. Foto: Adobe.Stock

Sieben Tage, Sieben Termine

Veranstaltungstipps aus Freiburg und der Region. Foto: FWB/Pixabay

•• Konzert: Die Unibigband Freiburg kehrt am Freitag, 17. Januar, mit einem fulminanten Programm um 20 Uhr ins Jazzhaus zurück, bei dem sie gemeinsam mit den Rappern des Saunaclub Hinterzarten eine wilde Mischung aus Saunaclub-Tunes im Bigband-Gewand und funkigen Bigband-Klassikern präsentiert. Tickets ab 16,40 Euro.


•• Workshop: Bei den meisten wird der Christbaum an Dreikönig oder spätestens Anfang Februar abgeholt. Doch das muss nicht sein. Im Sinne von Zero-Waste kann man den Nadelbäumen auch nach den Feiertagen nochmal neues Leben einhauchen. Die vhs Freiburg bietet am 11. Januar von 10 bis 13 Uhr dafür einen Workshop.


•• Folk, Chanson und Pop:
Dream Catcher „LIV/F/E in an Empty Space“ – Dream Catcher und The Big Gang Theory feiern am Montag, 20. Januar, 25 Jahre Musikgeschichte mit einem neuen Album, das die Zuhörer auf eine unvergessliche, global inspirierte Reise durch keltischen Folk, französischen Chanson und lebendige Pop-Einflüsse mitnimmt. Los geht es um 20 Uhr im Jazzhaus. Karten gibt es ab 23 Euro im Vorverkauf.


•• Weihnachtskonzert: Am Samstag, 11. Januar, wird in der Evangelischen Kreuzkirche um 14 Uhr ein Weihnachtskonzert unter dem Titel „La adoracion de los pastores – Die Anbetung der Hirten“ gespielt. Eintritt frei, Spenden erbeten


•• Konzert: Unter dem Motto „Passions“ spielt die Harfenistin Julia Weissbarth am Dienstag, 21. Januar, um 20 Uhr in der Christuskirche. Zur Uraufführung kommt an diesem Abend ein neues Werk des englischen Komponisten Luke Bedford. Werke von Edgar Varèse, Igor Strawinsky, David Sawer und Maurice Ravel umrahmen die Uraufführung.


•• Figurentheater: Das Happy-End-Figurentheater spielt am Samstag, 18. Januar, im Haus der Jugend das Stück „Hexenzauber mit dem Drachen Otto“ für Kinder ab vier Jahren. Beginn ist um 16 Uhr, Karten ab 6 Euro.


•• Freies Gamen: In der Gaming-Zone der Stadtteilbibliothek Haslach, Carl-Kistner-Str. 59, stehen vier Konsolen (PS5, PS4, XboxOne, 3DS), dazu iPads und ein Gaming-PC zur Verfügung. Mit einem gültigen Ausweis kann man hier jeden Freitag von 15 bis 18 Uhr eine Stunde spielen, testen und sich austauschen. Konsolenspiele können nach der Altersangabe gespielt werden, am Gaming-PC darf ab 12 Jahren gespielt werden. Der Eintritt ist frei.

Skisprunglegende Martin Schmitt gewinnt „Ninja Warrior“-Special – dabei fließt sogar Blut

Strahlende Sieger: Frank Buschmann feiert mit seinem "Team Buschi" mit Christine Theiss, Mike Heiter, Mount-Bezwinger Marcel Nguyen und Martin Schmitt seinen Erfolg beim "Ninja Warrior Promi-Special". foto: RTL/Markus HettichStrahlende Sieger: Frank Buschmann feiert mit seinem „Team Buschi“ mit Christine Theiss, Mike Heiter, Mount-Bezwinger Marcel Nguyen und Martin Schmitt seinen Erfolg beim „Ninja Warrior Promi-Special“. Foto: RTL/Markus Hettich

Sie haben sich für den guten Zweck wieder richtig ins Zeug gelegt: Die Skisprung-Legenden Martin Schmitt und Sven Hannawald haben beim „Ninja Warrior Promi Special“ zusammen mit zehn weiteren Athleten mehr als 100.000 Euro erkämpft. Die gehen wieder an die RTL-Stiftung „Wir helfen Kindern“.

Und Martin Schmitt, der im Dreisamtal wohnt, holte mit seinem Team sogar den Sieg. Er sorgte jedoch für einen Schreckmoment: an einem Hindernis rutschte er ab und verletzte sich dabei am Kopf und blutete. Doch zum Glück war es nur eine leichte Verletzung über dem Auge. „Alles okay“, grinste er in die Kamera, bekam ein Pflaster und machte weiter. „ Es war wieder ein harter Fight und hat extrem viel Spaß gemacht“, postete der 46-Jährige bei Instagram & Co. Auch wenn es für Sven Hannawald nicht für den Sieg gereicht hat, ist der Schwarzwälder alles andere als traurig: „Es war einmal mehr ein absolut geniales Gefühl zu Buzzern und wir alle haben eine sensationelle Summe erklommen, ersprungen, erklettert, ertaucht und und und“. Die beiden werden nächstes Mal garantiert wieder dabei sein.