Auftakt vor 12.000 Fans

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SC-Frauen eröffnen mit einem Heimspiel gegen den FC Bayern die Bundesligasaison

Fußballfest im Dreisamstadion: Am kommenden Freitag ist der SC Freiburg Gastgeber für das Saisoneröffnungsspiel der Frauen-Fußballbundesliga. Anstoß gegen die Stars vom Deutschen Meister FC Bayern München ist um 18.15 Uhr (live in der ARD). SC-Managerin Birgit Bauer-Schick hofft auf viele Zuschauer und eine spannende Saison.

Weit mehr als 10.000 Eintrittskarten sind bislang für das Bundesligaeröffnungsspiel verkauft worden, so dass bis Freitag noch die Marke von 12.000 Fans erreicht werden könnte. Zu sehen bekommen die Fans nicht nur Frauenfußball auf Topniveau und Bayern-Stars wie     Pernille Harder, die einst teuerste Fußballspielerin der Welt. Zu rechnen ist auch mit einem bis in die Haarspitzen motiviertem SC Freiburg. „Die Lust auf das Spiel ist riesengroß. Und manchmal sind die Großen – und da gehören die Bayern zweifellos dazu –  am Saisonbeginn noch nicht auf ihrem höchsten Level. Wenn wir dann richtig gut drauf sind, und die Zuschauer uns mit ihrer Unterstützung pushen, gelingt es uns vielleicht eine Überraschung“, sagt die Abteilungsleiterin der SC-Frauen, Birgit Bauer-Schick.

„Es ist ein Highlight“

Das Saisonauftaktspiel sei nicht irgendeine Partie, so Bauer-Schick, die seit 1991 im Verein ist.  „Es ist ein Highlight für die Bundesliga. Wir sind deshalb stolz darauf, dass wir das ausrichten dürfen.  Wir versuchen das Stadion möglichst voll zu bekommen.“ Der Kartenvorverkauf dürfte aus ihrer Sicht aber gerne noch ein wenig besser laufen. Sie verweist zum Beispiel auf das Pokalderby zwischen Drittligist FC St. Pauli und Zweitligist Hamburger SV, das am Freitag mehr als 19.700 Fans ins Millerntorstadion lockte.  Ein Grund, wieso die SC-Frauen solche Zahlen bislang nicht erreichen, könnte im reichhaltigen Sportangebot in der Stadt liegen. Neben den SC-Bundesligamännern buhlen in Freiburg unter anderem ein Eishockey-Zweitligist, ein Frauen-Basketballerstligist, ein Volleyball-Erstligist, ein Frauen-Handballzweitligist und ein Ringer-Zweitligist um die Gunst der Sportfans. „Es gibt in Freiburg sehr viele andere Vereine, die auch hochklassigen Sport anbieten, und zu denen ich selbst sehr gerne hingehe.“ Dennoch hoffe sie, dass der SC vom anhaltenden Boom des Frauenfußballs weiter profitieren werde – trotz der teilweise zahlungskräftigeren Konkurrenz. Hinzu kommt, dass nun mit RB Leipzig und dem 1. FC Nürnberg zwei ambitionierte Aufsteiger der Bundesliga angehören. „Das sind keine normalen Aufsteiger, vor allem Leipzig nicht“, sagt Bauer-Schick und fügt an: „Wir sind ein Bundesligaverein mit einer stolzen Historie im Frauenfußball. Wir waren zweimal im DFB-Pokal-Endspiel. Das kann auch nicht jeder vorweisen. Wenn ich aber sehe, was die großen Vereine investieren, müssen wir aufpassen, dass wir den Anschluss nicht verpassen.“

Kader klug verstärktFür die nun anstehende Saison aber scheint der SC auf dem Transfermarkt klug agiert zu haben. Bis auf wenige Abgänge konnte der Kader zusammengehalten werden. „Wir haben mit Ally Gudorf aus Köln eine richtig Gute dazubekommen“, so die SC-Managerin.  „Für die Breite im Kader haben wir  Milla Punsar verpflichtet. Und mit Julia Kassen haben wir außerdem eine gute Torfrau bekommen“. Die feierte beim Pokalsieg  gegen Sand  ihr Pflichtspieldebüt im SC-Tor. Und wohin geht die Reise für das Team von Cheftrainerin Theresa Merk in dieser Saison? Bauer-Schick sagt: „Ich hoffe einfach, dass wir immer in den vorderen Rängen sind, in einer spannenden Saison, die für uns gut verläuft.“ Matthias Joers

Tickets für das Auftaktspiel am kommenden Freitag,  18.15 Uhr (Liveübertragung im ZDF) gibt es online unter www.scfreiburg.com/tickets