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Schnitzelparadies: Franziska Friedrich übernimmt die „Zähringer Burg“ in Freiburg

Gasthaus Zähringer Burg - PächterwechselFranziska Friedrich (ganz links) mit einem Teil ihres Teams in der Reutebachgasse. Die Schnitzel im „Gasthaus Zähringer Burg“ genießen in Freiburg Legendenstatus (hier eine Fotografie von Dennis Grasse aus dem Buch „So isst Freiburg“). Fotos: Dennis Grasse / Joers

Als vor vier Jahren der legendäre „Ochsen“ in Freiburg-Zähringen schließen musste, führte Wirt Michael Winterhalter das Konzept im „Gasthaus Zähringer Burg“ weiter. Schon damals mit an Bord war Franziska Friedrich. Sie hat nun zum 1. Juni die alleinige Führung in dem Wirtshaus übernommen. Das Konzept – saftige Schnitzel mit Brägele und eine gutbürgerliche Küche – bleibt wie bisher.

„80 Prozent unserer Gäste sind Stammkunden“, berichtet Friedrich beim Gespräch in dem eichenholzvertäfelten Gastraum in der unteren Reutebachgasse, der 120 Gästen Platz bietet. Weitere 30 Plätze gibt es draußen. Seit der umfassenden Renovierung im Jahr 2022 durch Architektin Karin Bayer erstrahlt der historische Charakter des früheren Bauernhauses aus dem 19. Jahrhundert in neuem Glanz.

Es war der perfekte Ort für Michael Winterhalter, um den für seine Schnitzel berühmten „Ochsen“ weiterzuführen. Seit 1999 hatte er das kultige Gasthaus geleitet. Mit dem Ortswechsel ins „Gasthaus Zähringer Burg“ (nicht zu verwechseln mit dem Waldrestaurant Zähringer Burg) kam Franziska Friedrich zum Team dazu. Sie stand davor 22 Jahre lang im „Gleis 1 Hugstetten“ hinter der Theke.

Schon mit dem Umzug des Ochsen in die Zähringer Burg war klar, dass Friedrich eines Tages Winterhalters Nachfolge antreten werde. Dieser Wechsel wurde zum 1. Juni vollzogen. Gemeinsam mit ihrer Familie, die tatkräftig mithilft, und den rund 20 Angestellten, kümmert sie sich im gewohnten Stil um die Gäste. „Wir haben durch die Bank weg tolle Gäste. Die kommen natürlich vorwiegend wegen der Schnitzel“, sagt Friedrich.

Die kleine, aber feine Karte bietet dünne, knusprige Schnitzel mit Brägele, Cordon bleu und im Winter Wildspezialitäten. Salate werden – typisch für das Lokal – in einer großen Schüssel serviert. Die Weine kommen ausschließlich aus der Region. Und das Wirtshaus ist das einzige Lokal in der Stadt, das Andechser Hefeweizen vom Fass anbietet. „Eine Augenweide sind auch unsere Desserts“, sagt Friedrich und schwärmt von ihrem Team um Küchenchef Thee Narasak Suksandaw. „Wir haben klasse Mitarbeiter“, so Franziska Friedrich.

Der Gastraum in der „Zähringer Burg“ wurde zum Umzug 2022 behutsam von Architektin Karin Bayer modernisiert. Viele Kunden aus dem früheren „Ochsen“ in Zähringen halten dem Restaurant auch am neuen Standort die Treue – darunter, laut Franziska Friedrich, gleich drei Stammtische. Foto: Joers

Geändert haben sich die Öffnungszeiten – der neue Ruhetag ist der Sonntag, sonst hat das Lokal ab 17.30 Uhr immer geöffnet. Für größere Gruppen oder Familienfeiern ab 30 Personen öffnet das Wirtshaus auf Wunsch auch zur Mittagszeit. Einen barrierefreien Zugang gibt es auf der Gebäuderückseite. Franziska Friedrich überlegt zudem ab Herbst einen Mittagstisch einzuführen. Bei ihr – so viel scheint klar – ist die Zähringer Burg in guten Händen.

Info: Gasthaus Zähringer Burg, Reutebachgasse 19. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag ab 17.30 Uhr. Warme Küche jeweils bis 20.45 Uhr. Sonntag Ruhetag. Telefon: 07 61 / 55 38 60.

Hinweis der Redaktion: In der Printversion dieses Artikels steht bei den Öffnungszeiten eine fehlerhafte Uhrzeit. Das Gasthaus „Zähringer Burg“ öffnet um 17.30 Uhr, nicht um 17 Uhr. Wir haben den Fehler auf dieser Seite korrigiert.