In den neuen, weißen Auswärtstrikots und bei 32 Grad versammelte sich der SC Freiburg am Sonntag zum ersten mannschaftlichen Aufgalopp. Rund 3.000 Fans verfolgten das Anschwitzen im Europa-Park Stadion. Während Torhüter Noah Atubolu separat trainierte, gab es auch Neues zur Situation um Johan Manzambi.
Der SC Freiburg hat sein erstes öffentliches Mannschaftstraining der neuen Saison absolviert. Die neugierigen Blicke der Fans richteten sich vor allem auf die Neuen: Auf das obligatorische Foto der Neuzugänge mit Trainer Julian Schuster gesellten sich Torhüter Mio Backhaus, Rihito Yamamoto, Berkay Yilmaz sowie aus der U23 Karl Steinmann und Rouven Tarnutzer . Nicht mit von der Partie waren die WM-Fahrer Keisuke Goto, Yuito Suzuki, Philipp Lienhart, Igor Matanovic und Johan Manzambi, die ihren wohlverdienten Urlaub genießen.
Stichwort Japan: Da lüftete der SC das Geheimnis, wie man die Vornamen der japanischen Neuzugänge
korrekt ausspricht: Rihito Yamamoto reagiert demnach auf „Lichto“ und Keisuke Goto auf „Keske“.

Mit Spannung erwartet wurden die Ausführungen von Vorstand Jochen Saier zu Johan Manzambi. Der steht kurz vor einem Wechsel zum englischen Premier-League-Klub und Freiburgs Europa-League-Finalgegner Aston Villa. Inklusive Boni winkt dem SC dadurch eine Ablöse von 70 Millionen Euro. Aston Villa sticht damit Newcastle United aus, das als erstess die Fühler laut „Athletic“ nach Manzambi ausgestreckt hatte. „Es gibt die klare Tendenz zur Veränderung und wir sind in Gesprächen“, bestätigt Saier den geplanten Abschied vom Schweizer Shootingstar.
Und auch zu Torhüter Noah Atubolu, der noch keinen neuen Verein gefunden, aber ebenfalls Wechselabsichten hegt, äußerte sich Saier. „Es war immer eine offene Kommunikation und es ist völlig legitim, dass Noah für sich einen anderen Weg eingeschlagen hat. Noah befindet sich in Gesprächen mit anderen Vereinen und ich bin überzeugt, dass wir im sehr Guten auseinandergehen werden“, so Saier. Laut einem Sky-Bericht sollen sowohl Aston Villa wie auch der AFC Bournemouth Interesse an Atubolu zeigen. Sein Nachfolger im SC-Tor, der Deutsch-Japaner Mio Backhaus, versprach derweil vollen Einsatz. „Ich kann nicht versprechen, dass immer alles klappen wird. Aber ich kann versprechen, immer 100 Prozent zu geben“, so Backhaus. (majo)


Rihito Yamamoto und Torhüter Mio Backhaus, der ebenfalls fließend Japanisch spricht, beim Trainingsauftakt am Sonntag. Foto: Detlef Berger