Groß war die Erleichterung beim SC Freiburg über die ersten drei Punkte im neuen Jahr. Auch wenn im Heimspiel gegen den HSV noch nicht alles so funktionierte, wie es sollte – als Auftakt in ein eng getaktetes Rückrunden-Programm konnte den Breisgauern nichts Besseres passieren. Nun stehen zwei Auswärtsspiele an.
„Mit einem Sieg starten ist immer super“, sagte Freiburgs Kapitän Christian Günter zum 2:1 (0:0)-Auftaktsieg gegen den Hamburger SV. Klar habe man in einigen Punkte noch Luft nach oben. Aber der Freiburger Mannschaftsführer sah die positiven Dinge – zum Beispiel, dass das Team im Überzahlspiel dazu gelernt habe. Fast eine ganze halbe Zeit lang standen die Hamburger nach einer Gelb-Roten Karte mit einem Mann weniger auf dem Feld. „Da haben wir uns echt verbessert in der Positionierung und auch darin, die Ruhe zu bewahren“, so Günter. In solchen Phasen müsse man den Ball hin und her spielen, bis sich ein Raum auftue oder auf Standards konzentrieren. „Da ist schon ein Entwicklungsschritt zu sehen“, so der 32-Jährige.
„Möglichkeiten nutzen“
Mit jetzt 23 Punkten auf dem Konto startet der SC Freiburg in eine eng getaktete Phase mit vielen englischen Wochen. Los geht es mit zwei Auswärtsspielen in Leipzig am heutigen Mittwoch (20.30 Uhr / SKY) und am Sonntag beim FC Augsburg (17.30 Uhr / DAZN). Danach folgen die Europa-League-Partien gegen Tel Aviv und in Lille, und zwischendrin das Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln am 25. Januar.
Mit Blick auf die Partie in Leipzig sind die Freiburger eingestellt auf ein schweres Spiel. „Das ist eine hohe Hürde und da haben wir auch noch nicht so oft etwas geholt“, sagt Günter und erwartet ein „komplett anderes Spiel.“ Gegen den Tabellendritten werde es darum gehen, geschlossen und kompakt zu sein. „Die Möglichkeiten, die sich uns bieten müssen wir nutzen“, so Günter. Ja, Leizpig sei ein „dicker Brocken“. „Aber mit dem Sieg im Rücken können wir da mit breiter Brust hinfahren“, so der Kapitän.
Auch der Freiburger Cheftrainer Julian Schuster sieht ein gefährliches Spiel auf die Breisgauer zukommen. Leipzig zeige derzeit ohne die Mehrfachbelastung und mit großer individueller Qualität, wo zu sie in der Lage seien. Am Wochenende war die Partie der Leipziger in St. Pauli schneebedingt abgesagt worden. „Ich weiß noch nicht, ob das positiv oder negativ für uns zu werten ist“, so Schuster. Aber losgelöst davon sei das Spiel „eine hohe Hürde“.


Sommer-Neuzugang Igor Matanovic schoss den SC Freiburg zum Heimsieg gegen den Hamburger SV. Foto: Achim Keller