„Das ist Weingenuss par excellence, wo badische Lebenslust gelebt und gefeiert wird“, schwärmt Alixe Winter, Geschäftsführerin der Alten Wache, über das Freiburger Weinfest, das am Donnerstag startet. Foto: Kunz/Fwtm
Ab Donnerstag steht der Freiburger Münsterplatz sechs Tage im Zeichen des badischen Weins: Für viele Freiburgerinnen und Freiburger ist das Freiburger Weinfest inzwischen mehr als nur ein Fest – es ist identitätsstiftend.
Rund 80.000 Besucher können nicht irren: Das Weinfest vom 3. bis 8. Juli ist einer der Höhepunkte eines jeden Freiburg-Jahres. Insgesamt bieten in diesem Jahr über 60 regionale Betriebe mehr als 400 Weine und Sekte an. Zudem sorgen 14 Restaurants und Imbissbetriebe für kulinarischen Genuss.
Die Besucher können sich wieder auf eine große Auswahl hochwertiger Weine und Sekte sowie kulinarische Spezialitäten aus allen Lagen Südbadens vor der historischen Kulisse des Münsters freuen – auch Raritäten werden ausgeschenkt. Aufgeteilt ist das Weinfest in 11 verschiedene Bereiche. Neu dabei ist das Bistro Brasil, das ebenfalls einen Stand in der Markthalle betreibt und im Bereich des Badischen Winzerkellers die Gäste mit Tellergerichten verwöhnt.
In verschiedenen Bereichen des Weinfestes wird den Besuchern außerdem wieder ein abwechslungsreiches Musikprogramm mit Bands, DJs und Straßenmusik geboten. Eröffnet wird das Freiburger Weinfest am Donnerstag, 3. Juli um 18 Uhr vor dem Historischen Kaufhaus durch Oberbürgermeister Martin Horn. Am Eröffnungstag werden die Badische Weinkönigin sowie die beiden Weinprinzessinnen gewählt und im Rahmen der Eröffnungsfeier der Öffentlichkeit vorgestellt.
Bürgermeister Stefan Breiter (CDU) erklärte bei der Vorstellung des Programms: „Dieses Großereigenis wird auch die Innenstadt beleben und für zusätzliche Frequenz im Handel sorgen.“ Das Fest sei ein wichtiger Impulsgeber für die Innenstadt und den Tourismus. Es zeige, wie lebendig und attraktiv Freiburg für Gäste und Einheimische gleichermaßen sei.
Alixe Winter, Geschäftsführerin der Alten Wache, betonte, dass es inzwischen – trotz zahlreicher Touristen – wieder zu dem Fest, der Freiburgerinnen und Freiburger geworden sei. Man feiere sich und die Stadt. Gleichzeitig habe es die Veranstaltung geschafft, modern zu bleiben. „Wir sprechen auch eine jüngere Zielgruppe an. Das zeigt, dass das Weinfest jung geblieben ist. Wir feiern hier alle auch die Kultur des Weins“, so Winter.
Geöffnet hat das Freiburger Weinfest am Donnerstag sowie von Sonntag bis Dienstag jeweils von 17 bis 24 Uhr, am Freitag und Samstag von 17 bis 1 Uhr. Weitere Infos: www.weinfest.freiburg.de
Einmal in den hohen Norden und wieder zurück: Philipp Treu kehrt zum SC Freiburg zurück. Foto: SC Freiburg
Der SC Freiburg baut seinen Kader für die kommende Saison weiter kräftig um. Jetzt ist in Philipp Treu vom FC St. Pauli der nächste Neuzugang gekommen.
Nach Yuito Suzuki, Cyriaque Irié, Anthony Jung und Derry Scherhant hat der SC Freiburg nun auch Philipp Treu verpflichtet. Der gebürtige Heidelberger wechselt vom FC St. Pauli an die Dreisam, also dorthin, wo er im Alter von 16 Jahren schon einmal hingewechselt war. „Philipp hat eine tolle Entwicklung genommen und wir freuen uns total über seine Rückkehr zum SC“, sagt Sportdirektor Klemens Hartenbach über den 24-jährigen Außenbahnspieler. „Philipp verteidigt konsequent und kann zugleich Torgefahr initiieren. Er bringt eine gute Mischung aus Ausdauer und Anzahl der Sprints auf den Platz.“
Für seine Verpflichtung überweist der SC laut Medienberichten eine Summe von fünf bis sechs Millionen Euro Ablöse an St. Pauli. Das macht Treu zum Rekordverkauf der Norddeutschen. Vor allem einen anderen Aspekt des Wechsels hebt Hartenbach aber hervor. „Es ist bestimmt von Vorteil, dass er viele handelnde Personen und Abläufe bei uns kennt.“
In einem Videointerview des SC Freiburg betont Treu dann auch, dass er „Julian Schuster und die anderen Trainer“ bereits aus seiner Zeit an der Freiburger Fußballschule kenne. „Ich weiß, wie hier Fußball gespielt wird“, so Treu. Die Rückkehr in den Breisgau sieht er als nächsten, logischen Karriereschritt. In der abgelaufenen Spielzeit kam Treu in 35 Pflichtspielen für St. Pauli zum Einsatz. „Ich glaube, ich habe mich auf St. Pauli sehr gut weiterentwickeln können und mein erstes Bundesligajahr auf einem guten Level gespielt, jetzt möchte ich mit Freiburg auf die nächste Ebene gehen.“ Dazu gehört auch die Aussicht, mit dem SC europäisch spielen zu können. „Die Europa League konnte ich in Freiburg bisher nur als Fan aufsaugen, hier oben von der Tribüne im Europa-Park Stadion“, erinnert er sich.
In seiner Zeit beim SC-Nachwuchs gewann Treu mit der Freiburger U19 im Jahr 2018 den DFB-Juniorenpokal. Ein Jahr später rückte er in die U23 auf und feierte mit der Mannschaft 2021 den Aufstieg in die 3. Liga. Hier trug Treu in 62 Pflichtspielen das Freiburger Trikot, ehe er 2023 nach der Vizemeisterschaft zum FC St. Pauli wechselte und mit diesem in die erste Bundesliga aufstieg. In Freiburg erhält Treu die Rückennumer 29.
Der Flückiger See im Freiburger Seepark. Foto: Joers
Im Seepark in Freiburg soll ein 27-Jähriger mehrere Jugendliche, die im Flückigersee schwammen, sexuell belästigt haben. Die Polizei nahm den Tatverdächtigen fest und sucht Zeugen des Vorfalls.
Ein 27-Jähriger soll laut Angaben der Polizei Freiburg am vergangenen Samstag im Freiburger Flückigersee „mehrere jugendliche Schwimmerinnen und Schwimmer“ sexuell belästigt haben. Wie die Polizei mitteilt, sei sie um 19 Uhr von einem Zeugen informiert worden, dass eine mehrköpfige Männergruppe im See Mädchen bedrängen würde.
Vor Ort habe die Polizei dann einen Tatverdächtigen vorläufig festnehmen können. Der Mann stehe im Verdacht, mehrere Jugendliche angeschwommen und dabei unsittlich berührt zu haben. Nähere Angaben zu dem Tatverdächtigen machte die Polizei keine. Bislang seien drei Geschädigte bekannt.
Ob weitere Personen an der Tat beteiligt gewesen seien, werde noch ermittelt. Die Kriminalpolizei bittet mögliche Zeugen des Geschehens, sich telefonisch unter 07 61 / 8 82 28 80 zu melden. Auch mögliche weitere Geschädigte werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
Freiburgs Merlin Röhl war nach seiner Einwechslung eine treibende Kraft der deutschen U21-Nationalmannschaft, inklusive Lattentreffer in der 121. Minute. Foto: Detlef Berger
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat das Endspiel bei der U21-Europameisterschaft in der Slowakei gegen England 2:3 (2:2) nach Verlängerung verloren. Es war die erste Niederlage der deutschen U21 nach zwei Jahren. Mit dabei im EM-Finale waren auch Noah Atubolu und Merlin Röhl vom SC Freiburg.
Der dritte Freiburger, Innenverteidiger Max Rosenfelder, verpasste das Finale wegen einer Verletzung, die er beim Halbfinal-Sieg gegen Frankreich erlitt. Schon nach fünf Minuten lag Deutschland durch ein Tor von Harvey Elliott vom FC Liverpool 0:1 hinten. Die erste Halbzeit waren die Engländer aktiver im Spiel und erhöhten nach 24 Minuten auf 2:0 (Omar Hutchinson). England blieb weiterhin brandgefährlich, während Deutschland viele Abspielfehler machte. „Unser größtes Problem war das Spiel gegen den Ball, das war ein bisschen zu statisch. Die Abstände waren zu groß“, lautete die Einschätzung des Gladbachers Rocco Reitz gegenüber Sat.1. Freiburgs Nummer eins Noah Atubolu verhinderte in der 39. Minute mit einer starken Parade das dritte Gegentor. Doch die Elf von DFB-Cheftrainer Antonio di Salvo bewies Kämpferqualitäten: Kurz vor der Pause gelang Deutschland das wichtige 1:2. Der Mainzer Nelson Weiper köpfte nach einer Flanke von Nebel unhaltbar ins Tor der Engländer (45.+1).
In die zweite Halbzeit ging Deutschland personell unverändert. Nach 61. Minuten glich Paul Nebel sehenswert zum 2:2 aus. Der Mainzer war es auch, der fast mit dem Schlusspfiff das Tor zum EM-Titel für Deutschland aufgestoßen hätte – doch sein Schuss prallte von der Querlatte ab (90.+4). „Da sieht man wie knapp es zugeht im Fußball“, sagte U21-Nationaltrainer di Salvo.
Röhl trifft in der 121. Minute an die Latte
Mit Freiburgs Merlin Röhl, der in der 80. Minute ins Spiel gekommen war, ging es in die Verlängerung. Hier erwischte England erneut den besseren Start. Der eingewechselte Jonathan Rowe traf zum 3:2 (92.). „Da waren wir leider nicht aufmerksam“, lautete di Salvos Einschätzung. In der zweiten Hälfte der Verlängerung setzte Deutschland alles auf eine Karte und erhöhte den Druck. Doch der DFB-Elf um den EM-Torschützenkönig Nick Woltemade (6 Tore) wollte kein Tor mehr gelingen. Merlin Röhl verpasste das erlösende 3:3 um Haaresbreite, als er in der Nachspielzeit den Ball per Volleyschuss an die Latte knallte (90.+1). Selbst der vorgerückte Torhüter Atubolu kam mit der letzten Aktion bei einem deutschen Freistoß im englischen Strafraum noch einmal an den Ball. Doch der Sieg in einem umkämpften Finale ging am Ende an die Engländer. „Die Mannschaft ist traurig. Aber ich kann ihr keinen Vorwurf machen. Ich bin ein megastolzer Trainer der U21-Nationalmannschaft“, sagte di Salvo nach dem Abpfiff.
Ein Heimspiel gegen Augsburg wartet am 1. Spieltag auf Matthias Ginter (links) und seine Teamkollegen aus Freiburg. Foto: Detlef Berger
Der SC Freiburg startet am Wochenende des 23. und 24. August mit einem Heimspiel in die 63. Bundesliga-Saison. Gegner ist der FC Augsburg. Nach der Länderspielpause kommt am 3. Spieltag der VfB Stuttgart in den Breisgau.
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat den Spielplan für die 63. Spielzeit der Fubßall-Bundesliga veröffentlicht. Der SC Freiburg startet in die Saison 2025/26 mit einem Heimspiel gegen den FC Augsburg und ihren neuen Trainer Sandro Wagner. Gespiel wird am Wochenende des 23. und 24. August. Eröffnet wird die Saison bereits am Freitagabend (22. August) mit dem Duell zwischen Meister Bayern München und RB Leipzig.
Am zweiten Spieltag reist die Mannschaft von SC-Trainer Julian Schuster zu Aufsteiger 1. FC Köln (29. bis 31. August). Nach den ersten beiden Spieltagen folgt die erste Länderspielpause, bevor es zwischen dem 12. und 14. September mit dem baden-württembergischen Duell vor heimischem Publikum gegen den VfB Stuttgart weitergeht.
Die Hinrunde endet für Freiburg in einer Englischen Woche vom 13. bis 15. Januar 2026 mit einem Auswärtsspiel bei RB Leipzig. Zum Rückspiel gegen RB kommt es damit am 34. und letzten Spieltag am 16. Mai 2026 in Freiburg. Das Heimspiel gegen den Rekordmeister aus München findet am 28. Spieltag am ersten April-Wochenende (4.-5. April 2026) statt.
Noch vor dem Bundesliga-Auftakt steht die erste Runde des DFB-Pokals an. In der ersten Runde muss der SC Freiburg bei den Sportfreunden Lotte (16. August, 18 Uhr) antreten.
Beim Fest können Flugzeuge hautnah erlebt werden. Unter anderem ist das das erste zugelassene Elektroflugzeug zu sehen. Foto: Samira Aline Photography
Flugzeuge bestaunen, Pilotenträume wecken und Spaß für die ganze Familie: Das Fest am Flugplatz Freiburg am Samstag und Sonntag bietet viele Attraktionen – und der Eintritt ist frei.
Der Freiburger Flugplatz feiert seinen 118. Geburtstag und lädt aus diesem Anlass am Samstag, 28. Juni, und Sonntag, 29. Juni, zu einem großen Fest ein. Die Luftsportvereine und Flugschulen öffnen ihre Hallentore. Flugzeuge können hautnah erlebt und die Vereine und Flugschulen kennengelernt werden. Es werden Rundflüge angeboten.
Auch gibt es Informationen zur Pilotenausbildung im Verein oder in der Flugschule, als Segelflieger, Motorflieger oder Tragschrauber-Pilot. Eine Initiative für „Grünes Fliegen“ stellt außerdem das erste zugelassene Elektroflugzeug Velis Electro im Rahmen des Open Airport vor. Das familienfreundliche Fest ist einen Besuch wert! Auch gibt es wieder eine Hüpfburg und andere Attraktionen für Kinder, sowie preiswerte Snacks und Getränke. Jeweils von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Umgekipptes Baustellenfahrzeug im Baugebiet Kleineschholz. Foto: Feuerwehr Freiburg
Bei einem Unfall im Baugebiet Kleineschholz wurde ein Bauarbeiter aus seinem Fahrzeug geschleudert und unter diesem eingeklemmt. Die Feuerwehr konnte den Mann retten, auch weil dessen Bauarbeiter-Kollegen rasch reagierten.
Ein Unfall mit einem Kipplaster im Baugebiet „Kleineschholz“ hatte am Donnerstag gegen 16.01 Uhr einen größeren Rettungseinsatz zur Folge. Laut Angaben der Feuerwehr Freiburg war das Baugerät beim Transport von Erdaushub vom Fahrweg abgekommen und in eine Grube gestürzt.
Der Fahrer wurde dabei aus seinem Fahrzeug geschleudert und blieb unter dem in der Grube hängenden Baugerät liegen. „Umsichtige Bauarbeiter haben die schwere Baumaschine mit einem Bagger gesichert, damit er nicht weiter nachrutscht“, so Andreas Paul vom Direktionsdienst der Feuerwehr.
Von der Feuerwehr seien dann zusätzliche Sicherungsmaßnahmen getroffen worden, um Zugang zum Verletzten zu schaffen. Der Fahrer sei anschließend befreit und dem Rettungsdienst übergeben worden. Im Nachgang sei das Fahrzeug geborgen worden. Die Berufsfeuerwehr war mit 20 Einsatzkräften und neun Fahrzeugen vor Ort.
Das Baustellenfahrzeug wurde von der Feuerwehr gesichert. Foto: Feuerwehr Freiburg
Der ewige Vincenzo Grifo: Vorstand Jochen Saier (links) und Sportdirektor Klemens Hartenbach (rechts) planen auch weiterhin mit dem italienischen Ballkünstler. Foto: Detlef Berger
307 Pflichtspiele für Freiburg und kein Ende: Vincenzo Grifo bleibt dem SC Freiburg auch weiterhin erhalten.
Mit acht Toren und elf Assists war er in der vergangenen Saison (wieder einmal) Freiburgs Topscorer: Jetzt hat Vincenzo Grifo seinen Vertrag mit dem SC Freiburg vorzeitig verlängert. Der 32-Jährige, der 2015 von der TSG Hoffenheim zum SC Freiburg kam, wurde in seiner ersten Saison mit dem Verein Zweitliga-Meister. Nach einem Wechsel zu Borussia Mönchengladbach im Sommer 2017 und einer Rückkehr nach Hoffenheim im Jahr darauf, kehrte er im Januar 2019 zunächst als Leihspieler zum SC Freiburg zurück. Seit Sommer 2019 steht er fest beim SC unter Vertrag. Im März dieses Jahres schob er sich in die Top-5 der SC-Rekordspieler. Aktuell steht er bei 307 Pflichtspielen, 94 Treffern und 88 Vorlagen für den Sport-Club.
SC-Sportdirektor Klemens Hartenbach wird in der Mitteilung zitiert: „Bei Vince ist noch kein Ende in Sicht. Er geht auf und neben dem Platz voran, ist topfit und dieses Jahr in seinem Spiel nochmals umfänglicher geworden. Es ist nicht nur seine Statistik, die für die Mannschaft wichtig ist, er strahlt auch Sicherheit und Souveränität aus, die ansteckend ist und seinen Mitspielern ungemein hilft. So soll es auch die nächsten Jahre weitergehen.“
„Mir geht’s hier sportlich und privat sehr, sehr gut.“
Vincenzo Grifo selbst äußerte sich ebenfalls: „Als ich 2015 herkam, war das alles nicht absehbar. Jetzt ist es meine Heimat, ich habe mein Herz in Freiburg gelassen, habe 307 Pflichtspiele für den SC gemacht. Mir geht’s hier sportlich und privat sehr, sehr gut. Ich möchte den Weg weitergehen, so viele Spiele wie möglich absolvieren, den Jungen helfen und mich auch persönlich noch weiterentwickeln.“ Über die Vertragsinhalte macht der Verein wie üblich keine Angaben.
Der Flückiger See im Freiburger Seepark ist im Sommer ein beliebter Bade-Hotspot. Foto: Joers
Vor einer Woche nahm die Polizei im Freiburger Seepark einen 30-jährigen Mann fest, der mit einer Spiegelreflexkamera heimlich nackte Badegäste fotografiert hatte. Nach der Auswertung von Speichermedien sucht die Polizei nun weitere Geschädigte, darunter auch Männer.
Im Zuge ihrer Ermittlungen gegen den 30-Jährigen hat die Polizei nun auf Speichermedien Bilder von rund 20 verschiedenen, überwiegend nackten Personen festgestellt. Wie die Polizei mitteilt, seien darunter auch Männer gewesen.
Der Vorfall habe sich am vergangenen Mittwochnachmittag (18. Juni) zwischen 15 Uhr und 16.30 Uhr im Uferbereich des Seeparks ereignet. Passanten waren dort auf den Mann aufmerksam geworden, der heimlich Fotos von nackten Badegästen gemacht hatte. Obwohl der Mann von Passanten zunächst festgehalten wurde, konnte er flüchten, wurde wenig später aber beim Bürgerhaus von der Polizei entdeckt und vorläufig festgenommen. Bei der ersten Sichtung der Bilder vor Ort hatte die Polizei 50 bis 60 Fotos von Nackten feststellen können.
Der Polizeiposten Freiburg-Weststadt (Tel.: 07 61 / 8 97 87 80) sucht nun Geschädigte, die sich zu diesem Zeitpunkt dort unbekleidet aufgehalten haben und möglicherweise ebenfalls unbemerkt fotografiert wurden.
Hinweise und Strafanträge nimmt auch das Polizeirevier Freiburg-Nord (Tel.: 0761-882-4221) rund um die Uhr entgegen.
Es ist nicht der erste Fall dieser Art im Seepark. Bereits im Februar war ein älterer Herr vor dem Amtsgericht Freiburg wegen eines ähnlichen Falls zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Er hatte im Juli 2024 heimlich Bikini-Fotos von Frauen im Freiburger Seepark angefertigt und diese Bilder ohne deren Wissen auch noch in sozialen Medien gepostet. Die Anklage lautete auf „Verstoß gegen das Kunsturhebergesetz“.
Das rollt was auf uns zu: Schwerlasttransport mit Rotorblättern für ein neues Windrad (hier ein Bild aus dem Hamburger Hafen). Foto: picture alliance/dpa | Christian Charisius
Auf dem Roßkopf tut sich was, und zwar so richtig: Das sogenannte Repowering der vier alten Windräder läuft auf Hochtouren. Was das an Technik, Verkehrsumleitungen und baulichen Eingriffen für Freiburg mit sich bringt, ist nichts weniger als ein XXL-Kraftakt.
Es ist ein Update für die Energiewende: Vier alte Windräder – Baujahr 2003 – werden ersetzt. An ihre Stelle treten zwei neue Giganten vom Typ Enercon E-138 EP3. Gefertigt werden sie in Portugal. Jedes hat eine Gesamthöhe von je 229 Metern – fast doppelt so hoch wie der Freiburger Münsterturm. Das Duo soll rund 18 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr liefern – mehr als doppelt so viel wie alle vier Bestandsanlagen zusammen.
Rotorblätter im Gegenverkehr
Bereits sichtbar sind die Bauarbeiten an den Fundamenten: 22 Meter Durchmesser, 3 Meter Tiefe, mitten im Wald. So beeindruckend die Technik, so spektakulär die Logistik: In zwei Nächten Anfang und Mitte August werden jeweils die Teile eines Windrades – drei Stahlsegmente und drei Rotorblätter – als Konvoi durch Freiburg transportiert. Ein einzelnes Rotorblatt misst 67,5 Meter – so breit wie ein Fußballfeld.
„Sie sind bereits aus Portugal unterwegs“, sagt Daniela Himbert, Sprecherin der Ökostromgruppe Freiburg. Die Route durchs Stadtgebiet führt von der A5 über die B31a zur Umladefläche in Ebnet. „Teilweise werden Ampeln und Straßenschilder für die Dauer der Fahrt gedreht“, so Himbert. Richtig eng wird es am Ganter-Knoten: Der Kappler Tunnel ist für die Transporte unpassierbar, weshalb ein Überweg über die Straßenbahngleise asphaltiert werden musste. Während die Kolonne die Gleise quert und dann die Schwarzwaldstraße in Gegenverkehrsrichtung befährt, sind die Tunnel stadteinwärts gesperrt. In Ebnet werden die Einzelteile zwischengeparkt, bevor sie mit fernsteuerbaren Schwerlastfahrzeugen über Waldwege zu ihren Standorten fahren. Je Teil dauert das ein bis zwei Tage – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.
Damit diese Transporte überhaupt möglich sind, musste der Forstweg verbreitert werden. Dafür mussten Bäume weichen. Die Stadt genehmigte eine dauerhafte Waldumwandlung von 1.956 Quadratmetern und eine temporäre von 9.303. „Zum Vergleich: Der bestehende Forstweg auf dem Roßkopf hat naturgemäß einen Flächenbedarf von rund 25.000 Quadratmetern“, so Himbert. Dabei bleibt es nicht: 2026 soll mit dem Bau dreier weiterer Anlagen am Standort „Roßkopf Süd“ begonnen werden. Dafür müssen 17.500 Quadratmeter Stadtwald für einen Zeitraum von 25 Jahren weichen und 15.000 für die Bauphase. Als Ausgleich wird woanders aufgeforstet, zum Beispiel im Mooswald. Freiburgs Gemeinderat gab dafür mit breiter Mehrheit grünes Licht. Die neue Querung am Ganter-Knoten werden voraussichtlich auch diese drei Windräder nutzen können.
In rund zweiwöchigen Bauarbeiten entstand am Ganter-Knoten eine Gleis-Querung für die tonnenschweren Windrad-Transporte. Foto: Michael Bamberger
Wieviel Wald gefällt wird, fließt in die Berechnung der Ökobilanz eines Windrads ein: „Als Beispiel: Die Turm-Anlage, die im Frühjahr 2025 auf dem Roßkopf gesprengt wurde, hat innerhalb ihrer mehr als 20-jährigen Laufzeit rund 50,5 Millionen Kilowattstunden Strom produziert, das entspricht etwa einer Einsparung von 50 Millionen Tonnen CO2 und der dafür notwendig gewesenen Ressourcen“, so Himbert.
Voraussichtlich im kommenden Winter werden die beiden verbliebenen Windräder gesprengt. Was dann damit passiert? Der Ökostromgruppe zufolge könnten heutzutage 90 Prozent eines Windrades recycelt werden. Der überwiegende Teil (60 bis 65 Prozent) sei Beton, der als Rohstoff für Recyclingbeton wiederverwendet werde. Die Gondel werde zerlegt und der verwendete Stahl (30 – 35 Prozent) eingeschmolzen. Oder sie erlebt einen zweiten Frühling als Bushäuschen oder Wanderhütte – „wie bei unserer Repowering-Anlage auf dem Schillingerberg in Freiamt“, so Himbert. Die Rotorblätter dagegen würden nur selten recycelt, „weil sie aus einem Verbundstoff bestehen, der aufgrund der Verklebung der einzelnen Materialien nur aufwendig zu trennen ist.“ Sie landen daher meist statt Gas oder Kohle in einer Verbrennungsanlage, z.B. in Zementwerken.
Ob sich all der Aufwand lohnt? „Der Bau ist aufwendig, aber das ist bei Bauprojekten dieser Größenordnung nicht zu umgehen“, sagt Himbert. „Wir stellen uns vielmehr die Frage, ob es sich für die Energiewende in der Region lohnt und da sagen wir ganz klar: ja“. Denn sollte die Stadt Freiburg ihr selbst gestecktes Ziel erreichen, bis 2035 klimaneutral zu werden, dann werden die neuen Anlagen „einen großen Teil dazu beigetragen haben“, so Himbert.