Die Vorstände der Freiburger Verkehrs-AG, Oliver Benz und Stephan Bartosch, zogen eine positive Bilanz fürs vergangene Jahr. Foto: Schuh
Die Freiburger Verkehrs-AG hat im Jahr 2024 ihren Wachstumskurs fortgesetzt und Erfolge im Kampf gegen den Fachkräftemangel erzielt. „Das ist ein Thema, das uns bewegt hat. Das Senken der Hürden beim Einstieg in den Fahrdienst war hier der Game-Changer“, sagte VAG-Vorstand Oliver Benz bei einem Pressetermin am vergangenen Donnerstag.
Seit 2023 ist der Einstieg in den Fahrdienst ohne Busführerschein möglich, wenn die Bewerber mindestens 24 Jahre alt sind und einen Autoführerschein mitbringen. Mit dem Start des Ausbildungsjahrs 2024 wurde erstmals die Marke von 1.000 Mitarbeitern überschritten – trotzdem bleibe der demografische Wandel „weiter eine enorme Herausforderung.“
Die Umstellung der Busflotte auf Elektroantrieb geht weiter voran. Bis zum Herbst werden insgesamt 45 E-Busse im Liniennetz der VAG unterwegs sein. Das entspricht rund zwei Dritteln der gesamten eingesetzten Flotte. „Damit ist es nicht getan. Wir müssen parallel die nötige Ladeinfrastruktur auf dem Betriebshof und entlang der Strecke schaffen, die Arbeitsabläufe und -ausrüstungen in der Buswerkstatt auf zwei unterschiedliche Antriebssysteme umstellen, die Stromverteilung sicherstellen – und auch noch unser Fahrpersonal für die neue Technik qualifizieren“, so VAG-Vorstand Stephan Bartosch. Ziel ist es, bis Anfang der 2030er-Jahre voll elektrisch unterwegs zu sein.
Die hohe Dichte an Baustellen in Freiburg mache „die Abstimmung zwischen den verschiedenen Akteuren zum Puzzlespiel“ bei Sanierungen. Aktuell geht man jedoch davon aus, dass die Linie 1 bis Paduaallee nach den Sommerferien wieder fahren wird, bis Landwasser dann Anfang Oktober. In den Herbstferien steht die nächste Baumaßnahme an, dann werden die Gleise an der Kreuzung am Stadttheater saniert. Einen Ausblick gab es auf das Jahr 2026. Dann liegt der Schwerpunkt auf der Linie 3 in der Zähringer Straße auf dem Abschnitt von der Hornusstraße bis kurz nach der Querung der Isfahanallee/B3.
Zufrieden zeigte man sich mit der Jahresbilanz – mit 28,7 Millionen fiel das Minus rund zehn Millionen Euro geringer aus als erwartet. Viele Anfragen gab es, wann man wieder historische Straßenbahnen für Sonderfahrten mieten kann. Dieses Angebot musste wegen der Pandemie und des Personalmangels pausieren. „Jetzt können wir den Partywagen wieder anbieten“, so Oliver Benz. Auch dank einer Kooperation mit dem Verein Freunde der Freiburger Straßenbahnen
Zum 100. Geburtstag des Romans von F. Scott Fitzgerald präsentiert das Theater der Immoralisten im Stühlinger „Der große Gatsby“ als Sommer Open-Air Foto: Vicky Hallmann
Zum 100. Geburtstag des Romans von F. Scott Fitzgerald präsentiert das Theater der Immoralisten im Stühlinger „Der große Gatsby“ als Sommer Open-Air : Eine schillernde Parabel über Luxus und unerfüllte Liebe in den Kulissen der Reichen und Schönen von New York. „Wir erzählen diese zeitlose Parabel über die Projektionen der Liebe und den Größenwahn des ’American way of Life’ in einer eigenen Dramatisierung neu. Ein traumhaftes Sommervergnügen mit großem Ensemble und Musik“, so die Veranstalter.
Freie Sitzwahl, teilweise überdacht. Bei leichtem Regen wird normal gespielt, bei starkem wird die Aufführung ins Theater verlegt. Eintritt ab 16 Uhr. Die nächsten Aufführungen sind am 7., 8., 9. sowie 14., 15., und 16. August, jeweils 20,30 Uhr. Weitere Termine und Infos gibt es online unter www.immoralisten.de.
Den krönenden Abschluss der Sommernachtspartys bildet eine atemberaubende Show im Außenbereich. Foto: Europa-Park
Der Europa-Park wird 50 Jahre alt – und Rulantica feiert mit. Bei den Sommernachtspartys ist eine Extraportion Sommerspaß angesagt, denn die Wasserwelt bleibt an diesen besonderen Tagen bis 24 Uhr geöffnet. Zusätzlich zu über 14 Stunden Rutschen-Action und Wasserspaß erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm – gekrönt von einem spektakulären Highlight.
Am 8. und 9. August sowie am 15. und 16. August verwandelt sich die Wasserwelt Rulantica in eine stimmungsvolle Sommerbühne. Bereits ab 9 Uhr für die Gäste des Europa-Park Hotel-Resorts und ab 9.30 Uhr für alle weiteren Besucher öffnet die Wasserwelt ihre Tore – und das bis Mitternacht. Ob auf über 50 Rutschen und Attraktionen oder bei den vielen Aktionen im weitläufigen Außenbereich. Ganz neu ist dort der 660 Quadratmeter große „Svømmepøl. Das mystisch nordisch gestaltete Outdoor-Becken im Bereich „Dynstrønd“ ist ideal zum Schwimmen oder für genussvolles Verweilen unter freiem Himmel – besonders in den langen Sommernächten.
Ein abwechslungsreiches Programm sorgt für beste Stimmung. Zu den Höhepunkten zählen die „Rulantica Vibes XXL“ mit mitreißenden Beats, „Snorris Kinderdisco“ und kreative Angebote wie das Gestalten eigener Sonnenbrillen oder wasserfeste Airbrush-Tattoos. Für Spielfreudige findet im „Frigg Tempel“ ein Wasserbingo statt. Zudem dürfen sich Actionfans auf ein Wasserduell mit Freunden in einer Wasserarena freuen. Den krönenden Abschluss bildet eine atemberaubende Show im Außenbereich, bei der die Meeresschlange Svalgur zum Leben erwacht. Die Sommernachtspartys sind im regulären Eintrittspreis enthalten.
Die Organisatoren des Heavy Metal-Festivals freuen sich auf zahlreiche Besucher. Foto: Veranstalter
Ein Freundeskreis von Heavy Metal-Fans aus Freiburg St. Georgen mit vielen Helfern organisieren dieses Jahr zum zweiten Mal das Heavy Metal Festival „Metal Hell“, bei dem regionale Bands spielen. Eingeläutet wird das Festival am Vorabend, 8. August, ab 19 Uhr, mit der Sommerparty „Everybody’s Hell“ für alle – auch diejenigen, die kein Metal mögen. Hier spielt die St. Georgener Band „Ghost Notes“. Im Anschluss legt „DJ Axel“ auf. Eintritt frei, Spenden erwünscht.
Beim Festival „Metal Hell“ spielen „Psylence“, „Elephant in a Pitcher“, „Black Heart Prophet“ und „Inner Sanctum“ am Samstag, 9. August, ab 17 Uhr. Das Festivalgelände befindet sich von St. Georgen kommend an der Basler Landstraße B3 Richtung Leutersberg, hinter dem Reiterhof. Der Unkostenbeitrag beträgt 15 Euro. Nur Barzahlung möglich. Weitere Infos unter metal-hell-festival.de
Für Tess Coleman (Jamie Lee Curtis) und ihre Tochter Anna (Lindsay Lohan) kommt es erneut zu einem unerwarteten Körpertausch – doch sie sind nicht die einzigen. Foto: Disney Enterprises
In der Fortsetzung der Kultkomödie von 2003 „Freaky Friday – Ein voll verrückter Freitag“ sind Jamie Lee Curtis und Lindsay Lohan erneut als irrwitziges Mutter-Tochter-Gespann zu sehen. Sie müssen feststellen, dass auch die unwahrscheinlichsten Dinge zweimal passieren können.
Vor 22 Jahren war es für Psychiaterin Tess Coleman (Jamie Lee Curtis, „Everything Everywhere All At Once“) und ihre damalige Teenie-Tochter Anna (Lindsay Lohan, „Mean Girls“) ein Schock, als sie nach dem Verzehr von magischen Glückskeksen für einige Zeit die Körper getauscht haben. Doch erst als sie lernten, selbstloser zu sein und sich jeweils in ihre Mutter beziehungsweise Tochter hineinzuversetzen, gelang es ihnen, den Zauber zu beenden.
Die Geschichte setzt Jahre nach dieser Identitätskrise ein – Anna hat jetzt eine eigene Tochter und eine baldige Stieftochter, denn sie plant ihren Verlobten Eric (Manny Jacinto, „The Good Place“) zu heiraten. Doch die beiden Teenager können sich nicht nicht ausstehen. Als wäre diese künftige Herausforderung einer Patchwork-Familie nicht schon stressig genug, müssen Tess und Anna feststellen, dass auch die unwahrscheinlichsten Dinge zweimal passieren können. Durch einen magischen Zwischenfall kommt es zu einem unerwarteten Körpertausch – und dieses Mal nicht nur für Tess und Anna. Damit ist das Chaos perfekt.
Zahlreiche Stars der erfolgreichen Komödie aus dem Jahr 2003 sind bei der Fortsetzung wieder mit dabei. Oscarpreisträgerin Jamie Lee Curtis und Lindsay Lohan schlüpfen erneut in ihre Rollen. Ein Wiedersehen gibt es auch mit Mark Harmon („Navy CIS“), Chad Michael Murray („One Tree Hill“), Haley Hudson („Marley & Ich“) und Rosalind Chao („Sweet Tooth“). In weiteren Rollen sind Julia Butters („Once Upon a Time… in Hollywood“), Sophia Hammons („The Social Dilemma“), und Maitreyi Ramakrishnan („Never Have I Ever“) zu sehen.
Sogenannte Tags tragen in Freiburg nicht gerade zu einem schöneren Stadtbild bei.
Foto: thomas kunz
Sogenannte „Graffiti-Tags“ sind ein ständiges Ärgernis im Freiburger Stadtbild. Das Wort Tags steht dabei für oft eher kryptische Schriftzeichen, die ein spezifisches Erkennungsmerkmal ihres Urhebers darstellen. In Freiburg macht die Unsitte selbst vor historischen, touristisch wertvollen Fassaden nicht halt.
Das Sprühen und Kritzeln auf nicht genehmigten Flächen stellt in der Regel eine Sachbeschädigung dar und kann strafrechtlich verfolgt werden. Doch es gibt ein großes Problem: Die Täter sind meist nicht zu ermitteln, sie verschwinden im Dunkel der Nacht.
Städtische Gebäude werden regelmäßig und wiederholt gereinigt, betont Rathaus-Sprecherin Linda Widmann auf Anfrage. Ruck zuck geht es, wenn es sich um diskriminierende Botschaften handelt – diese werden umgehend von kommunalen Flächen entfernt. Zur Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen Institutionen besteht seit Juli 2019 die „Kooperation gegen illegale Graffiti Freiburg“. Über 20 Institutionen haben sich zusammengeschlossen mit dem Ziel, eine flächendeckende, konsequente Entfernung von Graffiti zu gewährleisten, die Anzeigenerstattung zu erhöhen und sich über effektive Maßnahmen auszutauschen (z. B. technische Präventionsmöglichkeiten wie etwa Kameraüberwachung). „Zudem sind wir im Austausch mit anderen Städten, um über effektive Handlungsmöglichkeiten und Strategien zu beraten, und nehmen auch Vorschläge und Anregungen aus der Bevölkerung auf“, erklärt Widmann.
Generell seien die Schäden, die durch Tags und illegale Graffiti entstünden, in den letzten zehn Jahren auf einem hohen Niveau geblieben und die Bereitschaft zur Anzeigenerstattung sei nach wie vor gering. Zudem gebe es häufiger Schäden durch Attacken mit Farbbeuteln an Häuserfassaden im Vergleich zu früher. Auch Permanentmarker und Lackstifte würden öfter eingesetzt. „Überall, wo sich eine geeignete Fläche anbietet, wird gesprayt, getaggt und geklebt. Häufig sind es politische Aussagen und Botschaften; inhaltlich vor allem auch zu den weltweiten Krisen und Konflikten“, so Widmann.
Die sinnlosen Kritzeleien machen selbst vor touristischen Attraktionen nicht halt, wie Gastronom Toni Schlegel, und Vorsitzender des Kuratoriums Freiburger Schlossberg, beklagt. „Eigentlich ist der Schlossberg mit seinem Weinreben ein Freiburger Postkartenmotiv, doch die Verschandelung durch sinnlose Sprayereien trübt das Bild. Eigentlich ist der gesamte Schlossberg vollgesprayt. Selbst vor den Infotafeln wird nicht halt gemacht. Es wäre schön, wenn sich die Stadt da mal drum kümmern würde und schneller reinigt, sonst geht das immer weiter und wir haben hier Verwahrlosung“, so der Gastronom.
Um dem Bedürfnis nach Graffiti Raum zu geben, hat die Stadt 14 legale Graffitiflächen ausgewiesen. Außerdem fördert der Verein Sicheres Freiburg legale Sprayaktionen und bietet damit Alternativen zum illegalen Sprayen. Offensichtlich spricht dieses Angebot nur eine Minderheit an. Somit bleibt vorerst die rasche Entfernung neben greller Beleuchtung und Videoüberwachung wohl das wirksamste Mittel.
Hat Lehrerin Miss Gandy ((Julia Garner) etwas mit dem Verschwinden ihrer Schulklasse zu tun? Foto: Warner Bros.
Mit „Weapons: Die Stunde des Verschwindens“ präsentiert „Barbarian“-Regisseur Zach Cregger, seinen neuen Horrorthriller.
Eines Nachts verschwinden alle Kinder aus der Schulklasse von Miss Gandy (Julia Garner, „Ozark“) zur exakt gleichen Zeit auf mysteriöse Weise. Bis auf Schüler Alex Lilly (Cary Christopher, „High Potential“). Die Bewohner der betroffenen Gemeinde stehen vor der Frage, wer oder was hinter dem Verschwinden steckt. Die Polizei ermittelt fieberhaft, während die Eltern verzweifelt nach Antworten suchen. Zur hochkarätigen Besetzung gehören Josh Brolin („No Country for Old Men“), Alden Ehrenreich („Solo: A Star Wars Story“), Austin Abrams („Euphoria“), Benedict Wong („Doctor Strange“) und Amy Madiga („Field of Dreams“). Zach Cregger führte Regie und verfasste das Drehbuch.
Das Leben von Marlies (Johanna Wokalek, l.) und ihren Töchtern auf dem Bauernhof ist nicht leicht. Foto: BauerCarnicer/Filmperlen
In ihrem mehrfach ausgezeichneten Debütfilm erzählt Justine Bauer von einem Sommer auf dem Land – sinnlich, still und voller Fragen nach Herkunft, Verantwortung und Zukunft.
Katinka (Karolin Nothacker) ringt darum, den Bauernhof ihrer Familie weiterzuführen. Mit ihr treten weibliche Figuren in den Vordergrund, die die landwirtschaftliche Realität nicht nur bewältigen, sondern prägen – allen voran Mutter (Johanna Wokalek) und Großmutter (Lore Bauer) sowie Katinkas Schwestern und Anna (Pauline Bullinger), mit denen sie jede freie Minute im Fluss verbringt.
Der Film schöpft aus Bauers eigener Kindheit auf einer Straußenfarm und wirft einen ungewöhnlich intimen Blick auf das Leben junger Landwirtinnen.
Der Stühlinger Kirchplatz, der bei Familien und Studenten sehr beliebt ist und auf dem ein gut besuchter Wochenmarkt stattfindet, hat seit Längerem ein Kriminalitätsproblem. Deshalb kommt jetzt das Messerverbot. Foto: Joers
Ab dem 10. August gilt auf dem Stühlinger Kirchplatz ein allgemeines Waffen- und Messerverbot. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf die hohe Zahl von Messerstechereien rund um den Platz. Taschenmesser bleiben erlaubt – vorausgesetzt, sie sind gut verstaut. Auch für Marktbeschicker gibt es Ausnahmen.
„Mit der Waffen- und Messerverbotszone für den Stühlinger Kirchplatz schaffen wir einen weiteren Baustein, um diesen wichtigen zentralen Ort aufzuwerten“, sagt Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn. Ende Mai hatte die Rathausspitze die Einrichtung der Zone angekündigt. Bislang fehlten aber die rechtlichen Voraussetzungen seitens der Landesregierung, damit das Verbot in Kraft treten konnte. Nun liegt die neue Landesverordnung vor. Sie erlaubt es Kommunen, Verbotszonen mit allgemeingültigen Messerverboten eigenständig einzurichten – „unabhängig von der Art des Messers und der Klingenlänge“.
Was genau ist verboten?
Ab 10. August tritt die Verordnung in Kraft (sie ist ab Samstag online auf freiburg.de/bekanntmachungen). Die Maßnahme erfolge „in enger Abstimmung“ mit der Polizei im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft mit dem Land. Verboten ist dann das Mitführen von Waffen im Sinne des Waffengesetzes, Elektroschockgeräte sowie Messer aller Art. Dabei spielt es keine Rolle, um was für ein Messer es sich handelt oder wie lang dessen Klinge ist. Das Messerverbot betrifft also auch Taschenmesser, Küchenmesser und Teppichmesser.
Diese Ausnahmen gibt es
Taschen- oder Küchenmesser, die so verstaut sind, dass sie nicht zugriffsbereit sind, sind von dem Verbot ausgenommen. Als nicht zugriffsbereit gilt ein Messer dann, wenn es nur mit mehr als drei Handgriffen erreicht werden kann.
Ausnahmen gelten außerdem für den Sicherheitsdienst der Kirche, Rettungskräfte, Einsatzkräfte, sowie Marktbeschicker und Betreiber von Gastronomieständen. Auch Kunden, die bei einem Imbissstand zu einem Gericht ein Messer ausgehändigt bekommen, müssen laut Verordnung nicht mit Bußgeldern rechnen.
Was droht bei Verstößen und wo und wann gilt das Verbot?
Bei Verstößen gegen das Verbot drohen Bußgelder bis maximal 10.000 Euro. Die Verbotszone umfasst den gesamten Kirchplatz, die zum Platz hin offenen Schulhöfe sowie den Bereich um die Herz-Jesu-Kirche. Das Verbot gilt rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche.
Warum kommt das Verbot?
Mit der Maßnahme reagiert die Stadt auf die zunehmenden Messerstechereien rund um den Platz. Allein 2024 kam es auf dem Stühlinger Kirchplatz zu insgesamt 19 Taten, bei denen ein Messer im Spiel war, davon elf Messerangriffe.. „In einer freiheitlichen und liberalen Gesellschaft, wie sie in Freiburg in den letzten Jahrzehnten gewachsen ist, bedarf es für den Aufenthalt auf öffentlichen Plätzen keiner Waffen und Messer“, sagt Ordnungsbürgermeister Stefan Breiter (CDU).
Wer kontrolliert das Verbot?
Kontrolliert werden soll die Einhaltung des Messerverbots von der Landespolizei. Diese erhält mit der Verordnung die Möglichkeit, Personen innerhalb der Zone verdachtsunabhängig zu kontrollieren. Die notwendigen Kontrollen rufen auch Kritiker der Maßnahme hervor.
Das sagen der Bürgerverein und die Ratsfraktionen
In Baden-Württemberg können solche Verbote durch den Oberbürgermeister ohne vorherigen Beschluss des Gemeinderates angeordnet werden. Das sorgt für Kritik. Die Gemeinderatsfraktion Freiburg for You (4 Sitze) sieht einen „sicherheitspolitischen Alleingang“. Die Fraktion von „Eine Stadt für alle“ (7 Sitze) kritisiert die Maßnahme als „reine Symbolpolitik mit stigmatisierendem Charakter und mit einem Pauschalverdacht gegenüber bestimmten Personengruppen“. Kai Veser von den Freien Wählern (3 Sitze) moniert: „Ein Verbot allein bringt wenig, wenn es nicht regelmäßig und konsequent kontrolliert wird.“
OB Horn hält dagegen: „Mit der Zone tragen wir auch den Erfordernissen der Polizei Rechnung, die neue Verordnung ist die Grundlage für noch wirksamere Kontrollen. Es ist ein wichtiges Signal – wir wollen und werden der Kriminalität etwas entgegensetzen.“
Beim Bürgerverein Stühlinger sieht man dem Verbot mit gemischten Gefühlen entgegen. „Unsere Haltung ist zumindest nicht ablehnend“, sagt der Interims-Vorsitzende des Bürgervereins, Jörg Ritzel. „Aber es kann nur ein Schritt von vielen sein“, so Ritzel. Vor allem brauche es „verstärkte Kontrollen“, gerade in den Nachtstunden.
Hinweis: In der Ursprungsversion des Artikels haben wir für das Jahr 2024 die Zahl von elf Messerangriffen und 19 weiteren Taten, bei denen ein Messer im Spiel war, vermeldet. Richtig ist aber: 2024 kam es auf dem Stühlinger Kirchplatz Platz zu insgesamt 19 Taten, bei denen ein Messer im Spiel war, elf davon waren Messerangriffe. Wir haben die entsprechende Passage korrigiert.
Sehnsuchtsort Holzschlägermatte: Der Mythos Bergrennen am Schauinsland feiert in diesem Jahr 100 Jahre. Foto: ADAC Südbaden
Ab heute bis Sonntag, 3. August 2025 wird die Messe Freiburg wieder zu einem besonderen Treffpunkt für Oldtimerfans. Die Veranstaltergemeinschaft ADAC Südbaden e.V. und Freiburger Motorsport-Club e.V. feiert das 100-jährige Jubiläum der legendären ADAC Bergrennen am Schauinsland mit der 18. Schauinsland Klassik Rallye, einer Jubiläumsausstellung und einem internationalen Oldtimertreffen. Der Eintritt zu Ausstellung und Treffen ist frei.
1.-2. August: Schauinsland Klassik
Den Mittelpunkt der Feierlichkeiten bildet die zweitägige Schauinsland Klassik Rallye am 1. und 2. August 2025. Mehr als 140 Oldtimer bis Baujahr 1993 legen über beide Tage eine jeweils 230 Kilometer lange Route durch den Südschwarzwald zurück. Rallyezentrum ist wie jedes Jahr die Messe Freiburg. Gestartet wird am Freitag, 1. August um 12:30 Uhr. Ein besonderes Highlight erwartet das Publikum am Freitagabend, wenn die Oldtimer ab 19:30 Uhr auf den Freiburger Münsterplatz rollen. Am Samstag, 2. August starten die Teams um 8:30 Uhr erneut an der Messe Freiburg, wo sie am Nachmittag zurückkehren.
Parallel zur Rallye findet unter dem Motto „100 Jahre Bergrekord Schauinsland“ eine außergewöhnliche Ausstellung an der Messe Freiburg statt: Präsentiert werden 100 Exponate, darunter 73 Autos und 27 Motorräder, die während der ADAC Bergrennen von 1925 bis 1985 am Schauinsland gestartet sind. Zu sehen ist unter anderem der Opel 12,3 Liter Rekordwagen, der am ersten Bergrennen im Jahr 1925 teilgenommen hat. Neben Fahrzeugen, Pokalen und Plaketten werden Bilder und Filme zu den historischen Renntagen mit ihren bis zu 100.000 Besuchern gezeigt. Ergänzt wird die Ausstellung am Samstag und Sonntag von Gesprächsrunden mit Rennlegenden wie Mario Ketterer, Eckhard Schimpf und dem Europabergmeister aus dem Jahr 1972, Dr. Helmut Mander.
Die Ausstellung ist am Samstag von 10 bis 17 Uhr und am Sonntag von 10 bis 19 Uhr geöffnet.
Sehenswerte Fahrzeuge wie dieser Ferrari Dino 206 S Spyder aus dem Jahr 1966, der einst am Schauinsland von Lodovico Scarfiotti gefahren wurde und von dem lediglich 18 Exemplare gebaut wurden, sind am Samstag und Sonntag in der Messe Freiburg ausgestellt. Foto: ADAC Südbaden
3. August: Internationales Oldtimertreffen
Den krönenden Abschluss der Jubiläumsveranstaltung bildet ein internationales Oldtimertreffen am 3. August. Ab 10 Uhr verwandelt sich das Gelände der Messe Freiburg in den Oldtimer-Hotspot Südbadens. Hier haben Clubs und Privatbesitzer Gelegenheit, ihre automobilen Schmuckstücke zu zeigen und sich auszutauschen. Besucherinnen und Besucher können eine Vielzahl an beeindruckenden Fahrzeugen aus nächster Nähe bewundern.
ADAC Erlebniswelt und Street Food MarketNeben der Ausstellung und dem Oldtimertreffen erwartet Kinder und Erwachsene ein vielfältiges Rahmenprogramm an der Messe Freiburg: Familien und Motorsportfans kommen am Samstag und Sonntag in der ADAC Erlebniswelt auf ihre Kosten. Die Jüngsten können sich auf einer Hüpfburg austoben und im Bobbycar-Parcours erste Erfahrungen auf vier Rädern sammeln. Auf Motorsportfans erwartet ein actionreiches Fahrvergnügen an den Rennsimulatoren.
Der an der Messe Freiburg parallel stattfindende Street Food Market bietet an beiden Tagen kulinarische Köstlichkeiten.
PROGRAMM:
Freitag, 1. August START der Schauinsland Klassik an der Messe Freiburg 12:30 Uhr Wertungsprüfung Holzschlägermatte mit Anmoderation 13:15 Uhr ZIEL Münsterplatz 19:30 Uhr
Samstag, 2. August START 2. Etappe Messe 8:30 Uhr Große Jubiläumsausstellung in der Messe Freiburg, Halle 3 und ADAC-Themenwelt 10 – 17 Uhr Talkrunde mit ehemaligen Fahrern, Messehalle 3 12 Uhr NSU-Legende Tom Bullus: Eine Nachfahrin erzählt, Halle 3 14 Uhr Helmut Mander, Europabergmeister 1972 zu seiner Zeit am Schauinsland, Messehalle 3 15 Uhr Rennfahrer Eckhard Schimpf über die Geschichte von Jägermeister Motorsport, Messehalle 3 16 Uhr ZIEL Messe Freiburg 15:30 Uhr
Sonntag, 3. August Große Jubiläumsausstellung in der Messe Freiburg, Halle 3 und ADAC-Themenwelt 10 – 19 Uhr Oldtimertreffen auf dem Freigelände der Messe Freiburg 10 – 19 Uhr Talkrunde mit ehemaligen Fahrern, Messehalle 3 12 Uhr Eckhard Schimpf über Jägermeister Motorsport, Halle 3 13 Uhr NSU-Legende Tom Bullus: Eine Nachfahrin erzählt, Halle 3 14 Uhr Helmut Mander, Europabergmeister 1972 zu seiner Zeit am Schauinsland, Halle 3 15 Uhr Talkrunde mit ehemaligen Fahrern, Messehalle 3 16:30 Uhr
Weitere Informationen zur Jubiläumsveranstaltung der Freiburg Schauinsland Klassik gibt es online unter www.schauinsland-klassik.de