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„Kleinkunst im Wohnzimmer“ mit Ansgar Hufnagel am 13. August

Bei Wortakrobat Ansgar Hufnagel trifft Wort auf Witz und Gefühl auf Musik.Bei Wortakrobat Ansgar Hufnagel trifft Wort auf Witz und Gefühl auf Musik. Foto: Stefan Hipp

Ob Poetry, Theater, Comedy oder Singer-Songwriter – bei Ansgar Hufnagel trifft Wort auf Witz, Gefühl auf Musik.

Er hat stets den passenden Kleinkünstler im Gepäck – oder sorgt selbst für die besondere Atmosphäre. Das Café Wohnzimmer in der Rainhof-Scheune (Höllentalstraße 96, Kirchzarten) wird am 13. August, 19.30 Uhr, zur Bühne für einen Abend voller Charme, Tiefgang und Überraschungen. Ein Abend voller Kultur – direkt, nah und lebendig.

Eintritt: 15 Euro an der Abendkasse. Die Plätze sind begrenzt, deshalb wird um eine Voranmeldung unter 07661/ 9886110 oder per Mail an info@rainhofscheune.de gebeten. Weitere Infos unter www.rainhofscheune.de/event.

SC Freiburg leiht Florent Muslija an Zweitligist Düsseldorf aus

Der SC Freiburg macht weiter Fortschritte bei seinem Ziel, den Kader zu verkleinern: Jetzt wechselt Offensivspieler Florent Muslija zu Fortuna Düsseldorf in die 2. Bundesliga. Bei dem Leihgeschäft besteht für die Fortuna eine Kaufoption.

Der SC Freiburg hat am Freitag bestätigt, dass Florent Muslija an den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf verliehen wird. Die Düsseldorfer sicherten sich zudem eine Kaufoption. „Das Konzept der Verantwortlichen und welchen Anteil ich daran haben könnte, hat mir sehr gefallen“, wird der 27-jährige Offensivmann in einem Pressemitteilung der Fortuna zitiert: „Ich möchte mit guten Leistungen dazu beitragen, dass unsere Ziele erreicht werden, und freue mich auf eine geile Stadt, super Fans und ein tolles Stadion.”

Florent Muslija wechselte im Januar 2024 vom SC Paderborn zum Sport-Club. Er kam seither auf 24 Pflichtspieleinsätze in der Bundesliga, dem DFB-Pokal und der UEFA Europa League.

„Nicht zuletzt im Testspiel gegen den HSV hat Florent mit seinen vier Torbeteiligungen gezeigt, dass er die Qualität hat, um Wochenende für Wochenende auf dem Platz zu stehen. Bei uns wäre dies in der kommenden Saison erneut schwierig geworden“, sagt Sportdirektor Klemens Hartenbach. „Wir sind davon überzeugt, dass er mit Fortuna Düsseldorf einen ambitionierten Club gefunden hat, bei dem er eine gute Rolle spielen kann.“

In Düsseldorf wird er auf Kenneth Schmitt treffen, einen weiteren Ex-Teamkollegen aus Freiburg, den der SC verkauft hat. Muslja ist damit der vierte Spieler, der Verein in diesem Sommer verlässt – zuvor wechselten neben Schmitt auch Killiann Sildillia (PSV Eindhoven) und Ritsu Doan (Eintracht Frankfurt) den Arbeitgeber. Als weiterer mögliche Verkaufskandidaten gelten zudem die Offensivkräfte Michael Gregoritsch und Maximilian Philipp.

„Gute Gespräche mit Freiburg“: Ritsu Doan unterschreibt in Frankfurt

Jetzt ist es offiziell: Ritsu Doan vom SC Freiburg spielt ab der neuen Bundesliga-Saison bei Eintracht Frankfurt. Die Breisgauer kassieren einen Millionenbetrag.

Der japanische Nationalspieler erhält bei den Hessen die Rückennummer 20. Eintracht-Sportdirektor Markus Krösche sagt über die Verhandlungen mit dem SC Freiburg: „Es waren sehr gut und konstruktive Gespräche mit Freiburg. Von daher sind wir jetzt froh, dass wir den Durchbruch geschafft haben.“

Die Eintracht überweist für den japanischen Nationalspieler 21 Millionen Euro nach Freiburg, zuzüglich Bonuszahlungen und einer Weiterverkaufsbeteiligung. „Ich hab mich schon vor Monaten dazu entschieden, nach Frankfurt zu gehen. Dass sich der Wechsel aufgrund der Verhandlungen zwischen den Vereinen hingezogen hat, verstehe ich. Das wichtigste für mich war aber, dass ich das Gefühl hatte, dass Frankfurt mich unbedingt verpflichten wollte“, sagte Doan in einem Videointerview der Eintracht.

Zum SC Freiburg kam der 57-fache japanische Nationalspieler im Sommer 2022 von der PSV Eindhoven und machte 123 Pflichtspiele für Freiburg und erzielte dabei 26 Tore. „Ritsu war auf und neben dem Platz ein wirklich besonderer Spieler für uns. Er hat sein Spiel in den letzten drei Jahren eindrucksvoll komplettiert und unseres damit spürbar bereichert. Wir wünschen ihm persönlich, sowie sportlich nur das Beste und sagen von Herzen Danke für die tolle und so erfolgreiche gemeinsame Zeit“, wird Freiburgs Vorstand Jochen Saier in einem Statement des Vereins zitiert.

DM-Gold für Freiburg im 3×3-Basketball

Die Finals25 Dresden 25-6Vor der beeindruckenden Kulisse auf dem Dresdener Neumarkt krönte sich das Freiburger „Birdgang“ zum deutschen Meister. Foto: Die Finals 2025

Freiburg ist jetzt auch im 3×3 deutscher Meister im Frauenbasketball. Die „Birdgang“, ein Team des USC Freiburg, hat sich bei bei den Finals in Dresden Gold erspielt.

Britta Daub, Pauline Mayer, Lea Ouedraogo und Lara Schütze, die anstelle der Freiburgerin Luisa Nufer auflief, legten vor beeindruckender Kulisse auf dem Dresdener Neumarkt zuächst eine blitzsaubere Gruppenphase hin.

Im Halbfinale ging es dann vor der Frauenkirche gegen das Team um Olympiasiegerin Elisa Mevius. In einem äußerst umkämpften, packenden Spiel setzten sich die Freiburgerinnen kurz vor Ende der Spielzeit durch einen Mayer-Dreier und einen Daub-Score entscheidend ab. Der Finaleinzug war dank des 18:15 damit gesichert. Im Endspiel gegen Würzburg setzten sich die Freiburgerinnen nach dem zwischenzeitlichen 5:5 Stück für Stück ab und brachten am Ende ein sicheres 18:10 über die Ziellinie. Der Jubel war riesengroß.

Vor den Augen von Eisvögel-Kapitänin Emi Kapitza, die vom Spielfeldrand angefeuert hatte, lagen sich die vier Damen in den Armen. Nach dem Deutschen Meistertitel 2022 holte die „Birdgang“ nun auch im 3×3 den ersten nationalen Titel nach Freiburg.

„Wir hatten großen Spaß, die Eisvögel bei den Finals in Dresden zu vertreten. Die Stadt hat eine tolle Kulisse mit einer besonderen Atmosphäre geboten und es war schön zu sehen, wie viele Sportbegeisterte zu den Events gekommen sind“, werden die Vier in einer Pressemitteilung des USC zitiert. Dass sie den Titel mit nach Hause bringen konnten, sei „etwas ganz Besonderes“, so das Team. (fwb)

Transfer-Entscheidung: Ritsu Doan vom SC Freiburg ist bald ein Frankfurter

Ritsu DoanDoans Zeit beim SC Freiburg steht vor dem Ende. Der Japaner wechselt nach Frankfurt. Foto: Detlef Berger

Der Poker um Ritsu Doan zwischen dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt ist wohl beendet. Der Japaner wechselt für angeblich 21 Millionen Euro zu den Hessen.

Was ewig währt, wird endlich gut: So läuft es nun offenbar auch im Transferpoker um Ritsu Doan zwischen dem Sport-Club Freiburg und der Frankfurter Eintracht. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge haben sich beide Vereine auf eine Ablöse für den 27-jährigen Flügelspieler geeinigt.

Demnach wechselte der japanische Nationalspieler für angeblich 21 Millionen Euro nach Frankfurt. Auch Bonuszahlungen und eine Weiterverkaufsbeteiligung sollen Teil des Doan-Deals sein. Das Ziel der Freiburger, eine Ablöseumme jenseits der 20-Millionen-Marke für Doan zu kassieren, ist damit erreicht.

Der Abschied des Japaners aus dem Breisgau war seit Wochen erwartet worden. „Es ist kein Geheimnis, dass wir die Tür ein bisschen aufgemacht haben, wenn das Gesamtpaket stimmt“, hatte SC-Vorstand Jochen Saier bereits Anfang Juli gesagt.

„Ich liebe diesen Verein“

Doan war im Sommer 2022 vom PSV Eindhoven und einer einjährigen Leihe zu Arminia Bielefeld im Jahr davor an die Dreisam gewechselt. Für den SC Freiburg absolvierte der quirlige Japaner 123 Pflichtspiele, in denen er 26 Tore schoss und 23 Treffer vorbereitete. Den Abschied vom SC hatte er sich nicht geleicht gemacht. „Ich hatte so ein Gefühl noch nie vorher bei einem europäischen Klub. Die Fans geben mir so viel Liebe und Zuneigung. Ich fühle mich wirklich zu Hause in Freiburg. Ich liebe diesen Verein“, sagte Doan noch am Ende der vergangenen Saison, bevor er sich in den Urlaub verabschiedete.

Jetzt endet seine Zeit im Breisgau. Mit den Frankfurter einigte sich Doan auf einen Fünfjahresvertrag. Bereits am Mittwoch soll Doan den Medizincheck bei der Eintracht absolvieren. Möglicherweise wird der Transfer noch am Donnerstag offiziell bekannt gegeben.

Freiburger Universitätsbibliothek: Das Raumschiff wird zehn Jahre alt

UB-FassadeFuturistisches Gebäude: Der Basler Architekt Heinrich Degelo hat die neue Unibibliothek in Freiburg entworfen. Foto: Rita Eggstein

Ganz neu ist sie nicht mehr, gewöhnungsbedürftig bleibt sie für viele in der Stadt trotzdem: Die Universitätsbibliothek Freiburg (UB) feiert in diesen Tagen den zehnten Jahrestag ihrer Neueröffnung. Die ursprünglich 1978 errichtete UB wurde zwischen 2008 und 2015 für 53 Millionen Euro (geplant waren 20 Millionen weniger) nahezu komplett abgerissen und nach einem Entwurf des Basler Stararchitekten Heinrich Degelo neu aufgebaut.

Noch immer wirkt der futuristische Bau im beschaulichen Freiburg ein wenig wie ein Raumschiff, das hier vor zehn Jahren gelandet ist. Lediglich die unterirdischen Magazine und ein Fahrstuhlschacht blieben von dem Vorgänger-Gebäude erhalten. Mit der Ausstellung „Kontinuität und Wandel“ feiert die Bibliothek, die täglich von bis zu 16.000 Menschen genutzt wird und in den zehn Jahren nach der Einweihung bereits über 25 Millionen Besucherinnen und Besucher zählte, nun sich selbst.

Das Internet vergisst nichts, und so findet man auf YouTube einen satirischen NDR-Beitrag aus dem Jahr 2016, der die Freiburger UB gleich auf die Plätze 1 bis 3 der „irrsten Universitätsbibliotheken Deutschlands“ wählte. Der Beitrag nahm die zahlreichen Kinderkrankheiten des Neubaus aufs Korn: Die Drehtür am Eingang war für Menschen mit Behinderung gefährlich, die spiegelnde Fassade blendete Autofahrer derart, dass zu bestimmten Tageszeiten ein großes Tuch darüber gehängt werden musste, und schon zur Eröffnung gab es zu wenige Sitzplätze.

Ständige Fassadenarbeiten und eindringendes Regenwasser sind bis heute ein Problem. Foto: Eggstein

UB bleibt Dauerbaustelle Diese Liste der Pannen setzte sich in den Folgejahren fort: herabstürzende Fassadenelemente, eindringendes Wasser und Schimmelbefall bei rund 30.000 der drei Millionen Bücher im Keller sorgten wiederholt für negative Schlagzeilen. Die als große Errungenschaft eingeführte Öffnung der UB rund um die Uhr wurde aus Kostengründen bereits nach drei Jahren wieder eingeschränkt.
Die Sanierung der Außenhaut an der Westfassade ist bis heute nicht abgeschlossen, eigentlich hätte sie bereits im Frühjahr 2024 fertig sein sollen. Auch bei der Belüftung der unterirdischen Magazine wurden Nachbesserungen angekündigt, damit keine weiteren Bände Schimmel ansetzen.

Immerhin: Der Rechtsstreit mit dem Architekten über die Kosten des Blendschutzes sei mittlerweile per Vergleich beigelegt worden, wie Ole Nahrwold vom Amt für Vermögen und Bau Baden-Württemberg gegenüber unserer Redaktion betont. Die Kosten für den Blendschutz an der Fassade werden demnach zu zwei Dritteln von den Architekten der UB übernommen. Der zuständige Metallbauer in Umkirch/Breisgau-Hochschwarzwald hatte bereits in der Vergangenheit die Mängel an der Fassade anerkannt. Er sei allerdings „deutlich im Verzug“ mit den Nachbesserungen, so Nahrwold auf Nachfrage. Man habe der Firma eine Frist bis Ende September gesetzt.

Der Abriss des alten Gebäudes sorgte für spektakuläre Bilder. Foto: Stefanie Salzer-Deckert

Doch bereits vor dem Bau gab es Kritik: Ursprünglich war der Neubau 2002 als „Generalsanierung“ beschlossen worden. Von der maroden Bausubstanz der Siebziger blieb jedoch kaum etwas erhalten. Umweltverbände wie der BUND kritisierten die wenig nachhaltige Bauweise des Altbaus und bemängelten das Fehlen einer entsprechenden Weitsicht beim Neubau.

Beliebtes Fotomotiv In den Anfangsjahren klagten Beschäftigte zudem über trockene Augen und Schleimhäute aufgrund schlechter Luft in den Büros. Schon 2016 brach in der Eingangshalle der Boden unter der täglichen Last der Besucher ein. In der Cafeteria mussten nach Schäden durch ein überladenes Lieferfahrzeug ebenfalls Bodenarbeiten durchgeführt werden. Laut einer SWR-Umfrage unter Freiburger Studierenden sind Platzmangel, schlechte Luft und eindringendes Regenwasser bis heute ein Problem. Dennoch punktet die UB bei einer Sache: Sie hat sich zu einem der beliebtesten Fotomotive der Stadt entwickelt und passt dank ihrer optischen Auffälligkeit perfekt ins Instagram-Zeitalter. Bernd Peters

INFO: Die Ausstellung „Kontinuität und Wandel“ ist im Parlatorium der UB Freiburg noch bis zum 7. November täglich von 7 bis 24 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen. Sie beleuchtet den Planungsprozess der UB vor 20 Jahren, die Bauzeit sowie den Wandel der Bibliothek im digitalen Zeitalter.

Freiburger erleben „Let’s Dance“-Stars im Ballhaus hautnah

Patricija und Alexandru Ionel von „Let’s Dance“ luden bei der Freiburg-Edition des Euro Dance Festival zum Nachtanzen der Show--Elemente ein. Foto: Valentin BehringerPatricija und Alexandru Ionel von „Let’s Dance“ luden bei der Freiburg-Edition des Euro Dance Festival zum Nachtanzen der Show–Elemente ein. Foto: Valentin Behringer

Vier Tage lang haben die Tanzfans im Ballhaus die Sohlen ihrer Tanzschuhe auf dem Parkett zum Glühen gebracht und erlebten dabei Stars der beliebten RTL-Show „Let’s Dance“ hautnah. Hier tanzen Promis mit Profitänzerin um den Sieg. Bei der Freiburg-Edition des Euro Dance Festivals gaben sie in Workshops Tipps vom Studio-Parkett direkt weiter.

Oxana Lebedew und Melissa Oritz-Gomez sorgten für den perfekten Hüftschwung und begeisterten die Teilnehmer. Genauso wie die Tanz-Weltmeister Patricija und Alexandru Ionel. Sie waren beide bei der aktuellen „Let’s Dance“-Staffel dabei. Patricija wurde Dritte mit Para-Schwimmer Taliso Engel, Alexandru belegte mit Stuntfrau Marie Mouroum den fünften Platz. Die Tänzer waren bei der Sommer-Edition des Tanzfestivals in Freiburg 2023 zum ersten Mal dabei. Da waren sie schon begeistert von der Veranstaltung und vom Tanzniveau der Freiburger. „Die Teilnehmer lernen sehr schnell. Das ist wirklich super und spricht für Freiburg – denn das heißt, sie haben eine gute Ausbildung“, schwärmte Alexandru Ionel. Kein Wunder, dass sie dieses Jahr wieder unterrichteten und das bestimmt nicht zum letzten Mal.

Auch Melissa Oritz-Gomez gab den Workshop-Teilnehmern persönlich Tipps. Foto: Valentin Behringer

Neben Fernsehprominenz waren im Ballhaus auch internationale Trainer vertreten – so wie „Super Mario“ Hazarika aus Großbritannien, der für seine kreativen Salsa-Kombinationen bekannt ist. Wer nun Lust bekommen hat, bei einem Tanzfestival im Ballhaus dabei zu sein, muss nicht bis nächstes Jahr warten. Schon am 19. September beginnt hier das Line Dance Festival.

Von der Statistin zur Schauspielerin: Freiburgerin ergattert Tatort-Rolle

Schnappschuss bei den Dreharbeiten für „Tiere bis unters Dach“: Freiburgerin Vanessa Hänsler ist in der Serie zu sehen – hier mit Hauptdarsteller Jochen Schropp. Foto: PrivatSchnappschuss bei den Dreharbeiten für „Tiere bis unters Dach“: Freiburgerin Vanessa Hänsler ist in der Serie zu sehen – hier mit Hauptdarsteller Jochen Schropp. Foto: Privat

Die Freiburgerin Vanessa Hänsler habt ihr bestimmt schonmal in einem Film oder einer Serie entdeckt. Sie ist schonm seit Jahren als Statistin bei Produktionen dabei – beispielsweise beim Ludwigshafener oder Stuttgarter Tatort oder sogar in den Kinofilmen „Jesus liebt mich“ oder „Das Leben meiner Tochter“. Angefangen hat alles mit einer Bewerbung als Darstellerin für einen SC-Werbespot. Mittlerweile wird
Vanessa angerufen, ob sie Lust hat mitzumachen. Vor Kurzem war sie mit ihrem Hund wieder zwei Tage lang bei Dreharbeiten für neue Folgen der TV-Serie „Tiere bis unters Dach“ in St. Märgen dabei.

Im Schwarzwald-Tatort „Das jüngste Geißlein“, der im vergangenen Dezember gedreht wurde, hat sie sogar eine kleine Sprechrolle ergattert. „Das ist nochmal etwas ganz anderes, als im Hintergrund dabei zu sein, da ist man schon aufgeregter“, verrät sie mir. Und offensichtlich hat sie überzeugt. Regisseur Rudi Gaul hat sie schon für sein nächstes Projekt eingeplant. Generell freut sie sich „natürlich über jedes Angebot“ und jeder Dreh ist immer etwas anderes. So gebe es bei „Tiere bis unters Dach“ öfter Pausen wegen der jungen Darsteller, beim Tatort ist das „Stresslevel höher. Da schaut man, dass man so viel wie möglich in kurzer Zeit im Kasten hat.“ Ich bin gespannt, bei welchem Film oder in welcher Serie wir sie als nächstes sehen!

Jolanda Kallabis aus Freiburg krönt sich im Fotofinish zur Deutschen Meisterin

Leichtathletik DM 2025 Jolanda Kallabis FT 1844 Freiburg Lauf ins Glück: Jolanda Kallabis von der FT 1844 Freiburg wird erstmals deutsche Meisterin im Freien. Foto: Picture Alliance / Gladys Chan von der Laage

Jolanda Kallabis machte am Wochenende mal wieder Kallabis-Dinge: Bei der deutschen Leichtathletik-Meisterschaft in Dresden lief die Läuferin der Freiburger Turnerschaft (FT) im Rennen über 1.500 Meter als Erste ins Ziel. Für die 20-Jährige ist es der erste Titel bei einer Freiluft-DM.

Als Kallabis den Zielstrich im Heinz-Steyer-Stadion überquert hatte, blickte sie mit ausgestreckten Fäusten und einem breiten Lächeln in die TV-Kameras: Deutsche Meisterin über 1.500 Meter! Ein Triumph, der der 20-jährigen Freiburgerin nicht mehr zu nehmen ist. „Das ist meine erste Outdoor-DM. Direkt Gold zu holen in so einem coolen Rennen wird mir auf ewig in Erinnerung bleiben“, so Kallabis gegenüber leichtathletik.de.

„Versucht, cool zu bleiben“

Das Rennen der Frauen war in einem Fotofinish geendet. Kallabis, die als Profi dem Team des Sportschuh-Ausrüster On (OAC Europe) angehört, hatte das Renngeschehen aber zunächst vom Ende des Feldes aus verfolgt. „Ich habe versucht, die ersten 800 Meter ganz cool zu bleiben. Das hat auch wirklich gut geklappt. Man ist dann nicht im Gedränge drin und kann Kraft sparen. Das hat sich ausgezahlt am Schluss“, schilderte sie ihre Lauftaktik.

Nach den ersten 800 Metern habe sie „intuitiv entschieden, wann ich nach vorne gehe“, so die Tochter des früheren Weltklasse-Hindernisläufers Damian Kallabis. Die U23-Athletin, die vor ihrem Wechsel zum OAC-Proteam über viele Jahre in Freiburg von ihrer Mutter Nina Rosenplänter trainiert wurde, machte alles richtig – auch wenn es richtig knapp wurde.

Denn die Jahresschnellste Nele Weßel aus Wiesbaden kam ihr immer näher, bis die beiden Schulter an Schulter ins Ziel liefen. Zwei Tausendstel betrug Kallabis’ Vorsprung am Ende – beide wurden mit einer Zeit von 4:25,90 Minuten gewertet. Bronze ging an Verena Meisl vom TV Wattenscheid (4:26,50).
„Es ist mega! Natürlich bin ich mit dem Ziel hergekommen, Gold zu holen, aber dass es wirklich so gut aufgeht und ich so eine gute Taktik laufen kann, das ist wirklich überwältigend“, sagte Kallabis, für die es nicht der erste hauchdünne Sieg war: Auch ihr U-20-Hallen-DM-Titel von 2022 war eine Sache von Tausendstelsekunden.

Kallabis, die noch 2023 mit Verletzungssorgen zu kämpfen hatte, erlebt aktuell eine Vorzeigesaison. Im Frühjahr lief sie zu Bronze bei der Hallen-DM. Es folgten eine neue Bestzeit im Juni über 800 Meter. Einzig bei der U23-EM im Juli über 1.500 Meter in Bergen/Norwegen ging der Mittelstreckenläuferin kurz vor dem Ziel die Kraft aus und wurde Achte. Perspektivisch dürfte ihre Zukunft aber ohnehin auf den Hindernisstrecken liegen, mit denen sie bereits liebäugelt.

„Ich bin erst letzte Woche die Hindernisse beim ISTAF gelaufen“, erzählt sie. Vor der großen Kulisse im Berliner Olympiastadion hatte sie ihre Bestzeit aus dem Jahr 2022 über 2.000 Meter Hindernis um 2,93 Sekunden verbessert und wurde Zweite in 5:57,76 Minuten. „Mir macht die Mittelstrecke zwar gerade wirklich sehr viel Spaß, aber die Hindernisse werden für mich immer etwas ganz Einzigartiges bleiben. Das ist so ein tolles Renngefühl.“ In Zukunft werde das bestimmt ein Thema werden, sagt sie. Vorerst jedoch will sie den kürzeren Distanzen treu bleiben. „Da mir die 3.000 Meter Hindernis noch zu lang sind, werde ich zunächst hauptsächlich weiter 1.500 Meter laufen“, so die Freiburgerin.

Vielleicht sogar bei der WM im September in Tokio? Kallabis sagt, dafür fehle ihr noch die Bestätigungsnorm von unter 4:05 Minuten. Ihr bisherige Bestzeit liegt bei 4:07,44 (2024 in Rehlingen). „Das ist eine krasse Zeit. Ich sage nicht, dass es unmöglich ist. Aber da muss schon sehr viel zusammenkommen“, so die neue deutsche Meisterin.

100 Jahre Bergrekord: Impressionen von der Schauinsland Klassik in Freiburg

ADAC Schauinsland Klassik 100 Jahre BergrekordAuf der Sonderausstellung „100 Jahre Bergrekord“ wurden 100 Exponate gezeigt, die von 1925 bis 1985 bei den Schauinsland Bergrennen gestartet sind. Foto: ADAC Südbaden / Markus Nick

Mit einem neuen Teilnehmerrekord und einem großen Festprogramm setzte die Schauinsland Klassik vom 1. bis 3. August 2025 ein eindrucksvolles Zeichen zum 100-jährigen Jubiläum der legendären ADAC Bergrennen am Schauinsland.

„Diese Schauinsland Klassik war in vielerlei Hinsicht ein Meilenstein“, betont Heinrich Lauck, Vorsitzender des ADAC Südbaden e.V. „Die einmalige Ausstellung mit Original- Exponaten der ADAC Bergrennen und Gesprächsrunden mit ehemaligen Rennfahrern haben einen emotionalen Bogen über ein ganzes Jahrhundert Motorsportgeschichte gespannt – so etwas wird es in dieser Form nicht wieder geben.“

ADAC Schauinsland Klassik 100 Jahre Bergrekord
Gut besucht – trotz regnerischen Wetters – war die traditionelle Zielankunft am Freitagabend auf dem Freiburger Münsterplatz. Foto: Joers

Ausgebuchtes Starterfeld

Insgesamt 142 liebevoll gepflegte Oldtimer bis Baujahr 1993 durchstreiften am 1. und 2. August die
Region. Die Teams aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden starteten an beiden Tagen an der Messe Freiburg. Mit dem Bordbuch in der Hand ging es auf zwei jeweils 230 Kilometer langen Etappen durch den Breisgau, den Südschwarzwald und die Ortenau. Den Gesamtsieg sicherten sich Helmut Nigst und Reinhard Moll mit einem Jaguar E-Type FHC Serie 1 Baujahr 1965. Platz zwei ging an Jörg und Fabiola Pöhlemann mit einem Lancia Beta Montacarlo – Replica rally 037 von1978. Platz drei belegten Knuth und Markus Henneke mit einem Porsche 964 Targa, Baujahr 1990.

Gruppenbild mit den Gesamtsiegern (v.l.n.r.): Rüdiger Volk, Sportleiter ADAC Südbaden, Jörg und Fabiola Pöhlemann (Platz 2), Heinrich Lauck, Vorsitzender ADAC Südbaden, Rennfahrer-Legende Mario Ketterer, Gesamtsieger Helmut Nigst, Prinz Leopold von Bayern, Reinhard Moll (Beifahrer Gesamtsieger), Karl Wolber, Oldtimerreferent ADAC Südbaden, Dr. Gerd Ennser, ADAC Sportpräsident, Thilo Führer, Leiter Dekra Freiburg und Enzo Martorana vom FMC Freiburg. Foto: ADAC Südbaden/Marcel Bischler

Starkes Zeichen für Nachhaltigkeit

In diesem Jahr wurde die Oldtimer-Rallye erstmals klimaneutral organisiert. Um die CO-Emissionen der Rallye auszugleichen, war im Nenngeld jedes Oldtimers der Beitrag für eine Baumpflanzung enthalten. „Die ersten Setzlinge für den ADAC Schauinsland Klassik Wald wachsen bereits bei Hofstetten im Kinzigtal“, ergänzt Heinrich Lauck. Weitere Pflanzungen sollen im Herbst 2025 folgen.

Einmalige Jubiläumsschau mit prominenten Gästen

Ein besonderes Highlight war die Jubiläumsausstellung am 2. und 3. August an der Messe Freiburg: Gezeigt wurden 100 Original-Rennfahrzeuge und -Motorräder, die zwischen 1925 und 1985 bei den ADAC Bergrennen gestartet sind. Historische Filme, Plakate und Plaketten bereicherten die eindrucksvolle Schau. Rennfahrer-Legende Mario Ketterer und Oldtimer-Experte Martin Waltz haben maßgeblich dazu beigetragen, dass diese Vielfalt an historischen Raritäten ihren Weg in die Ausstellung fanden. „Die Beschaffung der Fahrzeuge und der Kontakt zu den Menschen, denen die Autos gehören, war für mich eine große Freude und Herzenssache“, berichtet Mario Ketterer.

Das „Grüne Monster“ von Opel fuhr 1925 beim allerersten Bergrennen am Schauinsland – in der Messehalle gehörte es zu den Highlights. Foto: Joers
Auch das Original-Streckenfahrzeug der Schauinsland-Bergrennen – ein Mercedes-Benz 300 SL – war in der Ausstellung zu sehen. Der Kontrollwagen fuhr jeweils am Ende des Feldes, um die Talfahrt wieder freizugeben. Foto: Joers

Das Plakat zur Ausstellung gestaltete der freischaffende Künstler Uli Hack aus Freiburg. Im Rahmen der Ausstellung begeisterte er das Publikum mit einer eindrucksvollen Live-Performance vor Ort, bei der ein Bild entstand. Abgerundet wurde die Ausstellung durch moderierte Gesprächsrunden mit ehemaligen Rennfahrern, darunter Mario Ketterer, Dr. Helmut Mander sowie einer Nachfahrin des britischen Motorradrennfahrers Tom Bullus. Sie gaben Einblicke in ihre Zeit auf der Bergrennstrecke und teilten persönliche Erinnerungen mit dem Publikum.

Treffpunkt für Familien und Oldtimer-Enthusiasten

Den krönenden Abschluss der Jubiläumsveranstaltung bildete das internationale Oldtimertreffen auf dem Parkplatz der Messe Freiburg: Rund 750 historische Automobile aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz – präsentiert von Clubs und Privatbesitzern – verwandelten das Gelände in ein Freiluftmuseum der Automobilgeschichte und boten die perfekte Kulisse für Benzingespräche und Erinnerungsfotos.
Parallel dazu lud die ADAC Erlebniswelt Familien, Kinder und Motorsport-interessierte zum Mitmachen ein: Eine Hüpfburg und ein Bobbycar-Parcours sorgten für Spaß bei den Kleinen, während Rennsimulatoren echten Rennsportflair vermittelten. Der begleitende Street Food Market verwöhnte die Besucher mit kulinarischen Köstlichkeiten.

Ausblick auf 2026

Die Freiburg Schauinsland Klassik zählt zu den größten Oldtimer-Rallyes im Südwesten und genießt hohes Ansehen unter Oldtimer-Liebhabern. Das nächste Mal findet sie vom 31. Juli – 1. August 2026 statt.

Mehr zur Jubiläumsveranstaltung der Freiburg Schauinsland Klassik gibt es unter www.schauinsland-klassik.de