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Neues Sport-Quartier: Kick-Mobil am Mittwoch in Landwasser

Kick Mobil Step Stiftung FreiburgDas Kick-Mobil kommt jetzt auch nach Landwasser. Foto: Kick-Mobil / Step Stiftung

Doppelter Saisonstart auf dem Bolzplatz: Am Mittwoch, 7. Mai erfolgt der Auftakt des Sport-Quartiers Landwasser und gleichzeitig der diesjährige Startschuss für das Kick-Mobil.

Zum Start des neuen Sport-Quartiers Landwasser ist am Mittwoch (7. Mai) das Kick-Mobil als kostenfreies Sportangebot vor Ort. Ab 16 Uhr erwartet Kinder und Jugendliche auf dem Bolzplatz der Albert-Schweitzer-Schulen Spiel- und Sportstationen des Kick-Mobils, des SC Freiburg und der USC Eisvögel. Bereits um 15:30 Uhr eröffnet eine kurze Ansprache symbolisch die neue Saison.

Das Kick-Mobil ist wöchentlich auf Bolzplätzen unterwegs – in Weingarten, der Unterwiehre, in Zähringen und nun auch neu in Landwasser. Die Sport-Quartiere Freiburg verfolgen das Ziel, allen Kindern und Jugendlichen Zugang zu Sport- und Bewegungsangeboten zu ermöglichen.

Neuer Bericht: Der Druck auf Freiburgs Immobilienmarkt bleibt hoch

Baugebiet "Im Zinklern" Visualisierung Link 3DDie Nachfrage nach Immobilien bleibt hoch, auch wenn Baugebiete wie „Im Zinklern“ in Lehen neu auf den Markt kommen. Visualisierung: Link 3D

Wieviele Immobilien sind im vergangenen Jahr in Freiburg tatsächlich verkauft worden? Die Antwort auf diese Frage gibt der neue Immobilienmarktbericht des Gutachterausschusses in Freiburg. Die Nachfrage bleibt hoch, das Angebot knapp – Besserung sei aber in Sicht, verspricht der Baubürgermeister.

„Bauen ist ein wahnsinnig großer Wirtschaftsfaktor in Freiburg“, sagt Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag am Montag auf der Pressekonferenz im Rathaus im Stühlinger. Kaufinteressenten, private Eigentümer, Makler, Banken, Notare, Investoren und Bauträger – sie alle schauen deshalb genau hin, wenn der städtische Gutachterausschuss seinen jährlichen Immobilienmarktbericht vorlegt. „Die ganz große Trendwende können wir noch nicht vermelden“, so Haags Fazit. Freiburg „ist und bleibt attraktiv“, sagt der Bürgermeister – und Hugo Sprenker, Vorsitzender des Gutachterausschusses ergänzt: „Es gibt eine hohe Nachfrage nach allen Arten des Wohnens.“

Neue Baugebiete kommen911 Millionen Euro – das war der Geldumsatz der in Freiburg tatsächlich getätigten Immobilienkäufe. Gegenüber dem Vorjahr ist der Umsatz noch einmal um rund 19 Prozent gestiegen. Erstmals seit 2021 gab es wieder einen Anstieg der Verkaufszahlen. Insgesamt wurden 2024 nur neun Bauplätze für Ein- und Zweifamilienhäuser im gesamten Stadtgebiet gehandelt. Bei den Bauplätzen für mehrgeschossige Bauweise waren es fünf Verkäufe – 2023 kein einziger. Bei neugebauten Einfamilienhäusern gab es zwei Kauffälle.

Das teuerste Eigenheim wurde für 3,5 Millionen Euro verkauft (2023: 5,4 Mio). Der höchste Einzelpreis für eine Wohnung lag 2024 in Freiburg bei 2,5 Millionen Euro. Ein Käufer bezahlte für eine Immobilie sogar einen Quadratmeterpreis von 16.000 Euro – „da haut es einen um“, so Haag.

Durchschnittlich wurden für gebrauchte Reihenendhäuser und Doppelhaushälften rund 722.180
Euro bezahlt, was einem Quadratmeterpreis von 5.080 Euro entspricht. Freistehende gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser lagen mit 5.270 Euro pro QuadratmeterWohnfläche knapp darüber. Insgesamt wurden 177 Ein- und Zweifamilienhäuser (2023: 140) und rund 87 Mehrfamilienhäuser verkauft (2023: 72).
Kurzfristige Entspannung für die Zukunft verspricht sich Martin Haag von neuen Baugebieten wie „Im Zinklern“ in Lehen oder „Hinter den Gärten“ in Tiengen, mittelfristig ruhen die Hoffnungen auf Kleineschholz und vor allem auf dem Stadtteil Dietenbach. „Wir sind zum ersten Mal in der Situation, dass wir aus mehreren Baugebieten Angebote machen können und haben die Hoffnung auf eine Stabilisierung“, so Haag.

„Stricken im Kino“ jetzt auch in Freiburg: Event im Kandelhof am Donnerstag

Gemeinsam im Kino stricken – dieses Event ist in zahlreichen Städten bereits ein Erfolg.Gemeinsam im Kino stricken – dieses Event ist in zahlreichen Städten bereits ein Erfolg. Foto: Adobe Stock

Statt dem Rascheln von Popcorn-Tüten liegt am Donnerstag im Kandelhof vor allem das sanfte Klappern von Stricknadeln in der Luft. Denn hier feiert „Stricken im Kino“ seine Premiere. Dabei kommen Handarbeitsfans zusammen, um einen Film anzuschauen und währenddessen eben gemeinsam zu stricken. Ein Trend, der aus Skandinavien stammt und auch in Deutschland immer mehr Kinosäle füllt. Nach München, Hamburg oder Karlsruhe jetzt auch in Freiburg.

Am 8. Mai, 17.45 Uhr wird der Berlinale-Preisträger „Oslo-Stories: Träume“ des norwegischen Filmemachers Dag Johan Haugerud gezeigt. Die Vorführung findet extra bei gedimmtem Licht statt – ideal zum entspannten Stricken. „Dieser Film ist für den Auftakt perfekt, denn darin kommen sich die Protagonisten beim Stricken näher – das spielt also eine wesentliche Rolle und ist natürlich eine Steilvorlage für uns“, sagt Kinobetreiber Ludwig Ammann.

Ob das kreative Event auch in Freiburg für einen vollen Kinosaal sorgt: Die Nachfrage ist da – auch in Freiburg ist das kreative Event laut der Theaterleitung in den Kinos gefragt. „Sie meinten, das wäre eine gute Sache und man sollte es mal probieren. Außerdem haben Michael Isele, der für die Programmdirektion verantwortlich ist, Kollegen schon berichtet, dass sie solche Veranstaltungen das mit großem Erfolg machen.“

Wenn „Stricken im Kino“ gut ankommt, soll es ein festes Event werden. „Dann werden wir es sicherlich öfters machen, auch unabhängig vom Filminhalt“, so Ludwig Ammann. Der Blick auf die vollen Kinosäle in anderen Städten zeigt: Meist sind es vor allem Frauen, die ihrem Hobby gemeinsam beim Filme schauen nachgehen. Dank Social Media ist Stricken und Co. bei den Jüngeren aktuell wieder ziemlich angesagt. Auf Instagram und TikTok gehen Designs viral. Beispielsweise der „Sophie Scarf“ der Dänin Mette Wendelboe Okkels alias „Petiteknit“, der allein bei Instagram mehr rund 1,3 Millionen Menschen folgen.

Eine Verbraucherstudie des Branchenverbands Initiative Handarbeit aus dem vergangenen Jahr zeigt: 85 Prozent aller Frauen in Deutschland beschäftigen sich mit Handarbeiten, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 76 Prozent 2021. Während es vor vier Jahren hauptsächlich über 50-Jährige waren, die diesem Hobby nachgehen, ist es nun die große Mehrheit der 18- bis 29-Jährigen.
Auch Ludwig Ammann rechnet mit einem gemischten Publikum: „Wir glauben, dass es bei den Jüngeren, beispielsweise bei den Studenten in Freiburg, die Nachfrage gibt und wir sind gespannt, wie der Abend ankommt.

Kinotipp: „Islands“ – Packender Thriller im Urlaubsparadies Fuerteventura

Tom (Sam Riley) ist von Annes (Stacy Martin) Verhalten irritiert, denn nach dem Verschwinden ihres Mannes verstrickt sie sich in Widersprüche.Tom (Sam Riley) ist von Annes (Stacy Martin) Verhalten irritiert, denn nach dem Verschwinden ihres Mannes verstrickt sie sich in Widersprüche. Foto: Leonine Filmverleih

Tom (Sam Riley) arbeitet als Tennistrainer in einem All-Inclusive-Hotel auf Fuerteventura. Was auf den ersten Blick wie der Traum vom endlosen Sommer wirkt, ist für den ehemaligen Profi längst monotone Routine geworden. Er füllt die Leere mit flüchtigen Affären und Alkohol. Doch dann taucht die geheimnisvolle Anne (Stacy Martin) im Hotel auf.

Anne, ihr Mann Dave (Jack Farthing) und ihr siebenjähriger Sohn Anton (Dylan Torrell) entsprechen nicht dem Bild der üblichen Pauschaltouristen, die in einem nicht endenden Strom kommen und gehen. Schnell kommt Tom der Familie näher: Er gibt Anton Tennisstunden und lädt sie zu einem Ausflug ein, um ihnen die raue Schönheit der Insel zu zeigen. Am nächsten Tag ist Dave spurlos verschwunden. Ebenso mysteriös wie Daves Verschwinden ist Annes Verhalten, das Tom vor Rätsel stellt. Ein beunruhigender Verdacht keimt in ihm auf.

Jan-Ole Gerster („Oh Boy“, „Lara“) inszeniert einen vielschichtigen Thriller unter der gleißenden Sonne Fuerteventuras. Mittendrin Sam Riley („Control“) als Tennislehrer Tom, der aus einem monotonen Alltag vermeintlicher Freiheit und Sorglosigkeit herausgerissen wird. An seiner Seite begeistern Stacy Martin („Der Brutalist“) als geheimnisvolle Femme Fatale, die sich in Widersprüchen verstrickt und Jack Farthing („Rain Dogs“) als Ehemann, der Tom um seine Freiheit beneidet und mit seinem spurlosen Verschwinden die Geschehnisse in Gang setzt.
In seinem dritten Kinofilm spielt der Deutsche Filmpreis-Gewinner mit klassischen Anleihen des Film Noirs und erzählt in diesem vielschichtigen Thriller von der Sehnsucht nach dem Leben des Anderen.

Das intensive Drama „Last Breath“ um die Rettung eines Tauchers nach wahren Begebenheiten

Trotz eines Sturms starten die Taucher Chris (Finn Cole, v.l.), Duncan (Woody Harrelson) und Dave (Simu Liu) ihre Mission unter Wasser – bis Teile des Schiffssystems ausfallen.Trotz eines Sturms starten die Taucher Chris (Finn Cole, v.l.), Duncan (Woody Harrelson) und Dave (Simu Liu) ihre Mission unter Wasser – bis Teile des Schiffssystems ausfallen. Foto: Focus Features

Chris Lemons (Finn Cole, „Fast & Furious 9“) ist Berufstaucher und noch am Anfang seiner Karriere. Im Gegensatz zu seiner Verlobten Morag, die sich den Risiken des Jobs sehr bewusst ist, freut er sich auf den nächsten Auftrag weit vor der Küste von Aberdeen/Schottland. Seine Teamkollegen für die geplanten 28 Tage auf hoher See sind der erfahrene Duncan (Woody Harrelson, „Venom: Let There Be Carnage“), eine Vater-figur für Chris, und der professionelle, aber unnahbare Dave (Simu Liu, „Barbie“).

Kaum hat ihr Begleitschiff Tharos den Tauchplatz in der Nordsee erreicht, braut sich ein Sturm zusammen Dennoch begeben sich die Drei mit der Tauchglocke über 90 Meter in die Tiefe. Zuerst läuft alles nach Plan, doch plötzlich fallen Teile des Schiffssystems aus und machen einen Abbruch notwendig. Während Dave sich in die Glocke retten kann, reißt Chris’ Versorgungsleine und er strandet auf dem Meeresgrund – in eisiger Schwärze und mit nur zehn Minuten Notsauerstoff. Das gesamte Team ist im Ungewissen, ob Chris überhaupt noch lebt, aber sie tun alles, um ihn retten.

Regisseur Alex Parkinson („Leben mit Leoparden“) erzählt die hochspannende und emotionale wahre Geschichte einer beispiellosen Rettungsmission. Quasi in Echtzeit und in immersiven Unterwasserbildern entfesselt das intensive Actiondrama dabei eine faszinierende Sogwirkung.

Unerfüllte Sehnsüchte und große Gefühle: Der Berlinale-Preisträger „Oslo-Stories: Träume“

Die 16-jährige Johanne ((Ella Øverbye) ist unsterblich in ihre Lehrerin verliebt. Foto: Alamode FilmDie 16-jährige Johanne ((Ella Øverbye) ist unsterblich in ihre Lehrerin verliebt. Foto: Alamode Film

Die 16-jährige Johanne ((Ella Øverbye) verliebt sich zum ersten Mal – in ihre Lehrerin. Ihre intensiven Fantasien und Gefühle hält sie schriftlich fest. Als ihre Mutter und Großmutter die Texte lesen, sind sie zunächst schockiert, erkennen aber bald das literarische Potenzial. Während sie darüber debattieren, ob sie es veröffentlichen sollen, werden alle drei Frauen mit ihren eigenen unerfüllten Träumen und Sehnsüchten konfrontiert.

Mit den dreiteiligen „Oslo Stories“ legt der norwegische Filmemacher Dag Johan Haugerud sein Meisterwerk vor. Liebe, Träume und Sehnsucht hinterfragen Identität und Sexualität, entwerfen mit faszinierenden Charakteren und klugen Dialogen gewitzt und nahbar Utopien des Zusammenlebens. Für seine intime Studie einer ersten Liebe erhielt der Norweger den Goldenen Bären 2025.

Das Klaraquartier kommt: Uniklinik Freiburg investiert 125 Millionen Euro

Klaraquartier Uniklinik FreiburgDurch die von der Lehener Straße etwas zurückgesetzten Gebäude entsteht ein öffentlicher Platz mit gastronomischen Angeboten und Nahversorgung. Visualisierung: Grauwald Studio

Am Dienstag hat das Universitätsklinikum Freiburg den Siegerentwurf für ein neues Wohnquartier für seine Mitarbeitenden vorgestellt. Für 125 Millionen Euro entstehen bis 2030 mehr als 740 Wohnungen im Stadtteil Stühlinger. Baubeginn ist im Herbst 2026.

Vorausgegangen war ein europaweites Auswahlverfahren, in dem das Freiburger Architekturbüro Sacker den Zuschlag als Generalplaner erhielt. Bauherr ist das Uniklinikum Freiburg. Insgesamt rund 125 Millionen Euro fließen in das Bauprojekt, das die Freiburger Uniklinik eigenständig über Kreditaufnahmen finanziert. Das Land Baden-Württemberg überlasst das Grundstück der Uniklinik für eine symbolische Erbpacht von 52 Euro im Jahr.

„Das Klaraquartier ist unsere strukturelle Antwort auf die Wohnraumbedürfnisse unserer Mitarbeitenden“, sagt Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor des Klinikums. Derzeit übersteige die Nachfrage nach Mitarbeiterwohnungen das Angebot um das Zehnfache. „Wir schaffen mit dem Klaraquartier ein zielgerichtetes, funktionales Angebot für Auszubildende und Fachkräfte: bezahlbar, in direkter Kliniknähe und mit hoher Aufenthaltsqualität“, so Wenz.

Mikroapartments und Kitas

Das Klaraquartier entsteht auf einem rund 14.700 Quadratmeter großen Grundstück im Bereich Lehener Straße / Löhrstraße im Stadtteil Stühlinger. Durch die zurückgesetzten Gebäude entsteht ein öffentlicher Platz mit gastronomischen Angeboten und Nahversorgung – als sozialer Treffpunkt für das Quartier. Auch zwei Kindertagesstätten sind eingeplant. Die meisten der 740 Wohneinheiten sind als Mikroapartments, aber auch als Ein- und Dreizimmerwohnungen vorgesehen. Die Gebäude werden energieeffizient in Holz-Hybrid-Bauweise errichtet und an das Fernwärmenetz des Uniklinik angeschlossen. 740 Fahrradabstellplätze und nur 75 Pkw-Stellplätze unterstreichen den Anspruch an klima- und stadtgerechtes Bauen.

„Das neue Wohnquartier der Uniklinik passt hervorragend zum benachbarten gemeinwohlorientierten Quartier Kleineschholz. Beide Projekte ergänzen sich und tragen zur Aufwertung des gesamten Stühlinger bei“, sagt Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn.

OB Martin Horn, Architekt Christoph Höfler und der Leitende Ärztliche Direktor der Uniklinikum, Frederik Wenz. Foto: Uniklinik Freiburg
Die Gebäude werden energieeffizient in Holz-Hybrid-Bauweise errichtet und an das Fernwärmenetz des Uniklinik angeschlossen. Visualisierung: Lindenkreuz Eggert

Neun Igel in Papiertonne „entsorgt“: Im Tierheim Freiburg werden die Tiere nun aufgepäppelt

Die Igel waren dehydriert und geschwächt, als sie im Tierheim ankamen. "Sie sind mittlerweile etwas agiler und nicht mehr so lethargisch wie am Anfang und fressen auch selbst", so Tierheimleiter Marco Marsovszky. Foto: Adobe StockDie Igel waren dehydriert und geschwächt, als sie im Tierheim ankamen. „Sie sind mittlerweile etwas agiler und nicht mehr so lethargisch wie am Anfang und fressen auch selbst“, so Tierheimleiter Marco Marsovszky. Foto: Adobe Stock

Sie wurden einfach „entsorgt“: Im Stadtteil Haslach hat ein Anwohner eines Mehrfamilienhauses vergangene Woche neun Igel in einer Papiertonne entdeckt. Versteckt unter Kartons. Die dehydrierten und geschwächten Tiere werden jetzt im Tierheim Freiburg aufgepäppelt. Hier laufen nach dem Brand am Neujahrsmorgen die Bauarbeiten – der Schaden liegt bei mehr als einer Million Euro.

Die Polizei hat die Igel aus der Tonne befreit und ins Freiburger Tierheim gebracht. „Die Igel waren dehydriert und voller Zecken und Flöhen. Sie haben Infusionen bekommen und wurden von den Parasiten befreit, damit sie wieder zu Kräften kommen“, sagt Tierheimleiter Marco Marsovszky. Zwei der Tiere brauchen Antibiotika, trotzdem versuche man den Igeln „so wenig wie möglich auf die Pelle zu rücken“, denn für die ängstlichen Wildtiere bedeute der Kontakt mit Menschen natürlich Stress und „sie wollen nur flüchten“. „Sie sind mittlerweile etwas agiler und nicht mehr so lethargisch wie am Anfang und fressen auch selbst.“ Die Prognose, dass es alle geretteten Igel schaffen und wieder zu Kräften kommen, sei mittlerweile gut, sodass diese zeitnah wieder ausgewildert werden könnten.

Einen solchen Fall hat der Tierheim-Leiter noch nicht erlebt: „Das ist ungewöhnlich, es werden vielleicht ein oder zwei Tiere hergebracht. Neun Stück ist eine Menge. Das ist ein Hinweis darauf, dass die Tiere systematisch eingesammelt wurden. Vielleicht auch über Tage, so dehydriert wie sie waren“.
Die Polizei ermittelt in dem Fall wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. „Noch ist nicht bekannt, durch wen und warum die Tiere in der Mülltonne abgelegt wurden“, so Özkan Cira, Pressesprecher von der Freiburger Polizei. Es handele sich um eine Straftat, die mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden kann. Zeugenhinweise nimmt der zuständige Fachdienst der Polizei Gewerbe/Umwelt unter 0761/21689-200 entgegen. Außerhalb der Bürozeiten können Hinweise auch an das Polizeirevier Freiburg-Süd unter 0761/882-4421 übermittelt werden. Um den Fall aufzuklären, bietet Tierschutzorganisation Peta eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise auf den Täter.

Millionenschaden nach Brand

Ein Brand – ausgelöst durch einen technischen Defekt – hatte am Neujahrsmorgen für große Schäden im Freiburger Tierheim gesorgt. Mittlerweile läuft der Alltag wieder halbwegs normal. „Die Container sind Routine geworden, mittlerweile haben wir wieder alles, damit es den Tieren gut geht. Das Gebäude wurde gereinigt, die Bauarbeiten schreiten zum Glück voran.“ Derzeit werde geschaut, wie es mit dem Boden weitergeht und wann das beschädigte Dach erneuert wird. „Mittlerweile kennen wir auch die gesamte Schadenssumme durch den Brand, das Löschwasser und den Regen, der durch das beschädigte Dach ins Gebäude kam. Die eine Million Euro werden wir wahrscheinlich überschreiten“, erklärt Marco Marsovszky.

Was den Tierschützern derzeit Sorgen macht: „Wir haben viel zu meistern, kriegen mehr und mehr Katzen, aber vor allem haben wir aktuell mehr Hunde als je zuvor. Und die sind oft krank, was zu enormen Tierarztkosten führt. Wir merken, dass sich weniger Menschen den Gang zum Tierarzt leisten können. Wenn die Tiere bei uns landen, haben viele bereits kaputte Zähne, Hüftgelenke oder Knie.“
Unterstützung ist immer willkommen, „beispielsweise hilft uns eine Patenschaft für ein Tier sehr, damit wir die Kosten gestemmt bekommen.“ Am 10. Mai, 10 bis 13, Uhr veranstaltet das Tierheim auch wieder seinen beliebten Bücherflohmarkt – Gespendete Krimis, Romane, historische Romane und Fantasybücher werden dafür gerne entgegen genommen.

Kinotipp: In Marvels „Thunderbolts*“ müssen sich die Antihelden ihrer dunklen Vergangenheit stellen

Bucky Barnes (Sebastian Stan, v.l.), Ghost (Hannah John-Kamen), Yelena Belova (Florence Pugh), John Walker (Wyatt Russell) und Red Guardian (David Harbour) bekämpfen gemeinsam eine große Bedrohung.Bucky Barnes (Sebastian Stan, v.l.), Ghost (Hannah John-Kamen), Yelena Belova (Florence Pugh), John Walker (Wyatt Russell) und Red Guardian (David Harbour) bekämpfen gemeinsam eine große Bedrohung. Foto: Marvel Studios

Sie sind nicht super. Sie sind keine Helden. Aber sie ziehen es durch. Im neuen Marvel-Blockbuster muss sich ein unkonventionelles Team von Antihelden zusammentun, um eine gefährliche Mission zu bestehen. Dabei stellen sie sich ihrer dunklen Vergangenheit. Yelena Belova (Florence Pugh) nimmt einen Auftrag ihrer Arbeitgeberin Valentina Allegra de Fontaine (Julia Louis-Dreyfus) an – in der Hoffnung, dass diese Mission ihrem Leben wieder einen Sinn gibt. In einer Welt ohne die Avengers kämpft Bucky Barnes (Sebastian Stan) als Abgeordneter von Brooklyn für das Gute. Als er jedoch von De Fontaines Plänen erfährt, will er sie aufhalten.


Da sie ihre Kräfte nun unter Kontrolle hat, hat Ava Starr (Hannah John-Kamen) alias Ghost ein neues Leben gefunden und arbeitet als Auftragskillerin. All das ändert sich, als Ava von ihrer Arbeitgeberin zum Sterben zurückgelassen wird. Seit den Ereignissen von Black Widow will Alexei Shostakov (David Harbour) an seine glorreichen Tage als Red Guardian anschließen. Als er von Valentina Allegra De Fontaines Plan erfährt, Yelena zu töten, ergreift er die Gelegenheit, sie zu retten.

Nachdem er seinen Titel als Captain America verloren hat, beginnt für John Walker (Wyatt Russell) ein neues Leben – bis sich eine verdeckte Mission in etwas Unheilvolles verwandelt. Nachdem sie aus den Fängen des „Roten Raums“ befreit wurde, hat Antonia Dreykov (Olga Krylenko), auch bekannt als Taskmaster, ein neues Leben begonnen – doch dann geht eine Routine-Mission schief. Der geheimnisvolle Bob (Lewis Pullman) gerät in Valentinas Kreuzfeuer und muss sich einer Gruppe zwielichtiger Attentäter anschließen, um sich in Sicherheit zu bringen. Doch insgeheim besitzt Bob die Macht, der Wächter, Sentry, zu werden – der stärkste Held, den die Welt je gesehen hat.

Nachdem sie in die Todesfalle von Valentina Allegra de Fontaine geraten sind, müssen sich die hoffnungslosen Außenseiter auf eine gefährliche Mission begeben, die sie zwingt, sich den dunkelsten Ecken ihrer Vergangenheit zu stellen. In weiteren Rollen sind Geraldine Viswanathan, Chris Bauer und Wendell Edward Pierce zu sehen. Die ersten Kritiker feiern den neuen Superhelden-Blockbuster: „Der Film läutet eine neue Ära für Marvel ein“ oder „Ganz klar einer der besten MCU-Filme seit Langem“.

So geht Freiburg gegen Mülltourismus und Ratten vor

MüllSo wie hier sieht es an manchen Müllcontainern in Freiburg aus. Foto: Rita Eggstein

Freiburg kämpft gegen den Müll. Gerade an den Osterfeiertagen kam es wieder zu wilden Müllablagerungen in den Stadtteilen. Besonders betroffen: Weingarten, Landwasser und Haslach. Der Müll sieht nicht nur unschön aus, sondern zieht auch unerwünschte Besucher an. Gegen diese möchte die Stadt nun vorgehen.

Wie wird man der Ratten Herr? Mit dieser Frage beschäftigte sich am Montag der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt. Klar ist: Ein Wundermittel gibt es nicht.

Sie leben dort, wo es Müll – und damit Nahrung – gibt: Über die Osterfeiertage kam es vor allem in den Stadtteilen Weingarten und Landwasser zu Müllablagerungen in Wohngebieten. Besonders betroffen war ein Wohnblock des Wohnungsunternehmens Vonovia im Auggener Weg.

Das Rattenproblem in den eigenen Wohnhäusern ist dem Vonovia-Konzern nicht neu: Bereits vor einem Jahr hat Vonovia hier ein Konzept erarbeitet. In den Stadtteilen Weingarten und Landwasser hat das Wohnungsunternehmen geschlossene Müllcontainer, unterirdische Abfallsysteme und dichte Einhausungen errichtet, Büsche wurden gestutzt und Rattenbehausungen mit Kies verschlossen. Seit der Corona-Lockdowns bedienen sich die Ratten vermehrt an falsch entsorgten Müllsäcken, da Restaurants und Picknickwiesen während des Lockdowns kein Nahrungsangebot mehr bereithielten.

Mülltourismus als ProblemDoch nicht nur Bewohner entsorgen den Müll auf falsche Art und Weise: Im Auggener Weg habe man direkt nach den Osterfeiertagen reagiert, so Vonovia-Sprecher Olaf Frei: „Bereits am Dienstag wurde der Müllplatz geräumt“, so Frei. Durch Kartonagen und Briefe mit fremden Adressen konnten drei Strafanzeigen gestellt werden. „Das sind zum Teil Adressen aus umliegenden Straßen, aber auch 15 Autominuten entfernt“, sagt Olaf Frei.

Auch eine Video-Überwachung denkt der Konzern an, dies sei im öffentlichen Raum aber rechtlich nicht einfach. Um Ratten von den Containern fernzuhalten, habe man neue Container mit Metallgehäuse bestellt, die für Ratten nicht zugänglich, aber für die Nutzer leicht zu öffnen und zu schließen sind. Leider würden diese bisher nur bedingt genutzt. Stattdessen wird Müll daneben gestellt oder die Container nicht geschlossen. Hierzu will Vonovia Anwohner auf Mini-Job-Basis einstellen, die täglich nach dem Rechten sehen.

Doch auch Mooswald, die Altstadt und Haid-Ost sind von Ratten betroffen. Das Konzept, das eine Fachgruppe unter Federführung des Amtes für Öffentliche Ordnung erarbeitet hat, sieht keine neuen Strategien vor. Wichtig sei vor allem ein umfassendes Monitoring der Hotspots. Außerdem möchte man auf altbewährte Maßnahmen setzen: Dazu will auch die Stadt in ihren Wohnungen die Müllhäuser ertüchtigen und Bodendecker, die als Versteck für Ratten oder zur Müllablagerung dienen können, entfernen. Giftköder legen nicht nur Eigentümer und Hausverwaltungen aus, sondern auch die bnNETZE im Auftrag der Stadt in der Kanalisation. In einem Pilotprojekt testet neben Vonovia auch die Freiburger Stadtbau die Videoüberwachung der Müllsammelstellen. Denn: „Das präventive Vorgehen gerät da an seine Grenzen, wo sich Bewohnerinnen und Bewohner uneinsichtig zeigen“, so die Stadt in einer Pressemitteilung.

Müll als Lebensraum und Nahrungsquelle

Die Freiburger Stadtverwaltung sieht die Ursache des Rattenproblems ausschließlich im falsch entsorgtem Müll: „Daher ist ein Entzug des Nahrungsangebots die wirksamste und nachhaltigste Methode, die Rattenpopulation einzudämmen“, heißt es in der Vorlage des Hauptausschusses. Ratten übertragen zwar Krankheiten, jedoch nicht mehr als auch andere Wildtiere. Sie hätten dadurch kein Alleinstellungsmerkmal, so die Stadt.