Das Dreisamstadion wird am kommenden Dienstag zum Finalschauplatz. Foto: Joers
Das Dreisamstadion wird am kommenden Dienstag zum Schauplatz der Finalspiele in der Südbadischen Inklusionsliga. Und auch die Grundschulliga bestreitet an diesem Tag ihr Finale.
Am kommenden Dienstag, 20. Mai ab 16.30 Uhr steigt auf dem Rasen des Dreisamstadions das große Finale der südbadischen Inklusions-Liga. Am letzten Spieltag stehen sich fünf Mannschaften aus der Region gegenüber, angeführt wird das Tableau nach drei Turnieren vom FC Heitersheim. Aus Freiburg nehmen der PTSV Jahn Freiburg und der FC Freiburg-St. Georgen teil.
Parallel dazu wird die Inklusionsliga für Erwachsene aus dem Bezirk Freiburg ein Freundschaftsturnier austragen. Insgesamt werden 180 Spieler/innen bei den beiden Veranstaltungen vor Ort sein. Ins Leben gerufen wurde die südbadische Inklusions-Liga bereits 2022 vom Südbadischen Fußballverband in Kooperation mit dem SC Freiburg und dem „Netzwerk Inklusion und Sport Freiburg“.
Am selben Tag wird außerdem ab 9 Uhr der Final-Spieltag der Grundschul-Liga 2024/25 im Dreisamstadion ausgetragen. 570 Kinder in 49 Jungen-und Mädchenteams von insgesamt 28 Freiburger Grundschulen nehmen teil. Julian Schuster, Cheftrainer der SC-Profis wird voraussichtlich gegen 15 Uhr die Siegerehrung übernehmen.
Inklusiver Sporttag
Und am Samstag, 24. Mai ab 13 Uhr findet in Freiburg der Inklusive Sporttag vor der Alten Stadthalle statt. Nach der Eröffnung durch Freiburgs OB Martin Horn sind ab 13.30 Uhr verschiedene Sportstation geöffnet, wie zum Beispiel ein Blindenfußballparcour, Tischtennis, Spieleparcour und mehr.
„Wir sind noch nicht fertig“: Die Europa-League hat der SC Freiburg bereits sicher. Aber auch das Ticket für die Champions League ist zum Greifen nah. Foto: Picture Alliance / Claus Bergmann
Aus Freiburger Sicht kann am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Europa-Park Stadion vereinshistorisches passieren – denn noch nie qualifizierte sich der SC Freiburg für die Champions League. Im Vorfeld des Bundesliga-Showdowns laufen bereits die Psychospielchen. Ob sich der SC davon aus dem Konzept bringen lässt?
Freiburg, Frankfurt oder Dortmund – wer hat den größeren Druck, wenn am Samstag die zwei verbleibenden Tickets für die Champions League vergeben werden? Frankfurt-Coach Dino Toppmöller machte am Wochenende schon mal eine Ansage: „Maximaler Druck ist erst einmal bei Freiburg, weil sie müssen das Spiel gewinnen“, so der Eintracht-Coach.
Dabei lautet das wahrscheinlichere Szenario eher: Freiburg kann, Dortmund und Frankfurt müssen. Denn der SC hat sein Saison-Soll mit dem Erreichen der Europa League bereits übererfüllt, entsprechend herrscht bei den Spielern statt Druck eher ein Gefühl der freudigen Erwartung. „Es ist sehr geil, wenn die Ausgangslage so ist. Und wenn noch was nach oben geht, will man das Bestmögliche rausholen“, sagt zum Beispiel Torhüter Noah Atubolu. Und Mittelfeldspieler Patrick Osterhage findet: „Wir haben es in der eigenen Hand. Zuhause mit den Fans können wir noch einmal einen raushauen.“ Und was sagen die Frankfurter? „Es wird jetzt nochmal eine Challenge in Freiburg“, so der Eintracht-Verteidiger und Ex-Freiburger Robin Koch.
Freiburg-Trainer Julian Schuster muss es (nur) gelingen, die Energie seiner Mannschaft in die richtigen Bahnen zu lenken. Zudem ist aus dem 1:4 im Hinspiel noch eine Rechnung offen. „Wir sind noch nicht fertig“, sagt Schuster. „Wir wollen nochmal genau das Gesicht zeigen, das wir bisher gezeigt haben“, so der SC-Coach nach dem 2:1-Erfolg in Kiel. Dort hatte der SC trotz eines Rückstands die Nerven behalten: „Was die Mannschaft auszeichnet, ist mit Rückschlägen gut umgehen zu können, weiter geduldig und diszipliniert zu bleiben und der eigenen Qualität zu vertrauen“, so Schuster.
Gegen Frankfurt wird es dennoch auf die richtige Balance ankommen – einerseits will der SC selbst aktiv nach vorne spielen, um den großen Traum von der Champions League wahr werden zu lassen. Andererseits muss das Team ähnlich wie in Kiel die Partie mit kühlem Kopf angehen, um nicht die gleichen Fehler zu machen, wie sie Frankfurt gegen den FC St. Pauli unterlaufen waren. Dort war den Hessen nach eigener Führung das sicher geglaubte Champions-League-Ticket zuerst auf dem Silbertablett serviert worden. Dann aber lief die Eintracht in Konter, die St. Pauli eiskalt auszunutzen wusste.
Kaum zu glauben, aber wahr: Im Fernduell mit Borussia Dortmund und im direkten Duell gegen Frankfurt kämpft Freiburg am letzten Spieltag noch um den Einzug in die Champions League. Foto: Detlef Berger
Zur Erinnerung: Ein Unentschieden hilft im Zweifel nur den Gästen, wenn Dortmund gleichzeitig sein Heimspiel gegen Absteiger Kiel mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnt. Freiburg braucht also den Sieg. Gästetrainer Dino Toppmöller sagt aber: „Wir spielen trotzdem nicht auf Remis und wollen dort den letzten Schritt gehen.“ Dabei haben die Frankfurter mit ihrer Auswärtsbilanz zu kämpfen. 2025 konnten die Hessen in der Fremde erst zwei Bundesliga-Siege feiern.
Atubolu: „Unfassbar stolz“
Der SC dagegen kann sein Glück kaum fassen, zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren das europäische Geschäft erreicht zu haben. „Es ist etwas sehr Besonderes für uns international unterwegs sein zu dürfen. Das haben sich der Verein, die Mannschaft, die Fans verdient“, sagt Julian Schuster. Ähnlich sieht es auch Noah Atubolu – bleibt aber weiterhin im Wettkampf-Modus. „Wir sind unfassbar stolz auf unsere Leistung. Aber es ist noch nicht fertig. Das dürfen wir nicht vergessen.“
„Die Patienten sind unheimlich bescheiden und dankbar“, sagt Freiburgerin Julia Jettkandt. Foto: Mercy Ships
Damit hat sie sich einen Kindheitstraum erfüllt: Kinder- und Intensivpflegerin Julia Jettkandt, die im Stühlinger wohnt, war acht Wochen lang ehrenamtlich auf einem Hospitalschiff der Hilfsorganisation Mercy Ships bei Madagaskar im Einsatz. Was die 39-Jährige, die seit Montag wieder in Freiburg ist, dort erlebt hat und wie es sich von ihrem Klinikalltag unterscheidet, erzählt sie im Gespräch mit Saskia Schuh.
Frau Jettkandt, wie kam es zu Ihrem ehrenamtlichen Einsatz auf dem Schiff?
Julia Jettkandt: Ich habe schon als Kind davon geträumt, irgendwann in Afrika zu arbeiten. Eine Arbeitskollegin hat mir von ihren Erfahrungen bei Mercy Ships erzählt. Sie war schon vier Mal auf dem Hospitalschiff. Da war für mich klar, das will ich auch machen. Für mich war es der erste Einsatz. Ich arbeite in einer Klinik in Basel und hatte das große Glück, dass ich dafür vier Wochen unbezahlten Urlaub und vier Wochen Überstunden nehmen konnte. Die meisten Arbeitgeber sind da sehr kulant, da es ja um den guten Zweck geht.
Wie sahen Ihre Arbeit und Ihr Alltag auf dem Schiff aus?
Jettkandt: Als Krankenpflegerin war ich auch hier für die Überwachung der Patienten und die Medikamente zuständig, trotzdem hat es sich sehr von meinem Klinikalltag unterschieden. Denn hier konnte man sich viel mehr Zeit für die Patienten nehmen – medizinisch, aber auch für das persönliche Gespräch. Behandelt werden auf dem Schiff, das im Hafen von Madagaskar stationiert ist, Patienten jedes Alters, teilweise ging es sehr turbulent zu, da springen dann auch mal Kinder rum. Ein großer Unterschied: Für Patienten unter 18 Jahren ist jemand dabei, der für das Kind sorgt, es beispielsweise wäscht. Selbst die Übersetzer übernehmen Aufgaben wie Betten machen, das ist schon eine tolle Teamarbeit. Die Patienten sind unheimlich bescheiden und dankbar. Um auf dem Schiff operiert zu werden, nehmen sie teilweise eine tagelange Anreise auf sich. Das berührt einen tief, hier verändert man wirklich etwas.
Hatten Sie denn auch Gelegenheit, Madagaskar kennenzulernen?
Jettkandt: Ja, das auf jeden Fall. Wir haben wie zuhause im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet mit fünf bis sechs Arbeitstagen pro Woche. Man hatte also auch etwas Freizeit für Ausflüge. Ich habe es dort geliebt, die Landschaft ist wunderschön und die Leute sind super freundlich. Es ist aber auch ein armes Land, da wird einem bewusst, wie privilegiert man ist.
Acht Wochen lang lebte die Freiburgerin auf dem Schiff der Hilfsorganisation, das im Hafen von Madagaskar stationiert ist. Foto: Mercy Ships
Was war die größte Herausforderung für Sie?
Jettkandt: Man hat deutlich weniger Platz und lebt in einer 6er-Kabine, da hat man wenig Raum für sich selbst, das konnte herausfordernd sein. Man muss mehr improvisieren und deutlich sparsamer mit den Mitteln, die man hat, umgehen. Auf dem Schiff herrscht immer ein gewisser Lärmpegel, daran gewöhnt man sich aber schnell. Es war jetzt erstmal komisch, in meine ruhige Wohnung in Freiburg zurückzukehren.
Welche schönen Momente sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Jettkandt: Da gab es viele. Beispielsweise den Gesichtsausdruck einer Frau, als sie sich das erste Mal im Spiegel gesehen hat, nachdem ihr eine Wucherung aus dem Gesicht entfernt wurde. Sie war gesellschaftlich isoliert, jetzt kann sie ein normales Leben führen, das war ein wunderschöner Moment. Oder ein Mann, der operiert wurde, weil er durch ein fleischfressendes Bakterium seine Nase verloren hatte – auch für ihn hat das alles verändert. Es war eine tolle Zeit, ich könnte mir gut vorstellen, in Zukunft wieder ehrenamtlich im Einsatz zu sein.
Info: Die internationale, christliche Hilfsorganisation Mercy Ships bringt seit über 45 Jahren medizinische Versorgung nach Afrika. Jedes Jahr engagieren sich auf den zwei Hospitalschiffen rund 2.500 ehrenamtlichen Fachkräfte aus über 60 Ländern – darunter Chirurgen, Pflegekräfte, Lehrer oder Ingenieure.
Deutlich mehr Zeit für die Patienten als im Klinikalltag hatte Freiburgerin Julia Jettkandt an Bord des Schiffs. Foto: Mercy Ships
„Die Stimmung war großartig“: Freiburger Manuel Herder verfolgte in der Menschenmenge auf dem Petersplatz in Rom gespannt die Papstwahl. Foto: Privat
Als weißer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle zog, fieberte der Freiburger Verleger Manuel Herder am vergangenen Donnerstag in der Menschenmenge auf dem Petersplatz in Rom mit, wer zum neuen Papst gewählt wurde. Und erlebte eine Stunde später wie sich Papst Leo XIV. – bürgerlich der Amerikaner Robert Francis Prevost – auf dem Balkon des Petersdoms erstmals der Öffentlichkeit zeigte.
„Die Stimmung war großartig, der Jubel war enorm. Die Leute waren begeistert ob seines Namens Leo. Mit Leo hat hier wirklich keiner gerechnet. Direkt neben mir standen Mitarbeiter, die mit dem bisherigen Kardinal zusammengearbeitet haben. Er ist ja Augustiner. Einer, der neben mir stand, ist von ihm sogar zum Priester geweiht worden. Die waren alle den Tränen nahe und unglaublich glücklich. Das waren sehr, sehr herzliche Momente. Ich glaube, dass auch die Rede des Papstes hinsichtlich Frieden und sein Gebet gut angekommen sind. Der Mann hat etwas Versöhnliches“, sagte er der Badischen Zeitung.
Wer mehr über den neuen Papst wissen will, im Freiburger Verlag Herder soll am 28. Mai die weltweit erste Biografie über Leo XIV. erscheinen.
Radsport-Legende Jan Ullrich meldete sich nach seinem Unfall bei seinen Instagram-Fans. Foto: Instagram/Janullrichofficial
Diese Nachricht hat bei Radsport-Fans für Bestürzung gesorgt: Der Ex-Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich hatte am vergangenen Freitag einen schweren Unfall in seinem Wohnort Merdingen. Doch nur einen Tag später meldete sich der 51-Jährige per Instagram bei seinen Fans. „Ja, es stimmt, ich wurde gestern beim Training von einem Auto angefahren“, schrieb er. Dazu postete er in seiner Instagram-Story ein Foto aus dem Krankenhausbett und bedankte sich für die vielen Nachrichten und Genesungswünsche. „Ich bin bereits in besten Händen und auf dem Weg der Besserung“.
Mehr zu dem Unfall will er am Donnerstag im Podcast „Ulle und Rick“ erzählen. Bei dem Crash hatte sich der Ex-Radprofi unter anderem das Schlüsselbein gebrochen und sich Prellungen zugezogen. Trotzdem lässt er es sich nicht nehmen, bei der Premiere seines neuen Cycling Festivals am kommenden Wochenende in Bad Dürrheim persönlich dabei zu sein. Dort werden auch einige seiner ehemaligen Profikollegen wie Lance Armstrong, Andreas Klöden oder Mario Cipollini erwartet. Gute Besserung!
Freiburger Nawin Nazary ist raus bei GNTM und begeistert jetzt mit Musik. Foto: Pro Sieben/Michael De Boer
Für Freiburger Nawin Nazary war bei „Germany’s next Topmodel“ am vergangenen Donnerstag Schluss – er konnte nicht überzeugen. Vielleicht startet der 29-Jährige jetzt aber als Musiker und DJ richtig durch? Unter dem Künstlernamen „Soulkid“ veröffentlicht er eigene Songs – allein auf seiner gleichnamigen Instagram-Seite hat er mehr als 11.000 Follower. Sein Lied „Warum liebst du mich“ ging sogar schon viral, wurde mehr als 280.000 Mal bei Spotify gestreamt und bei TikTok rund 235.000 Mal angeklickt. Selbst Heidi Klum zeigte sich als Fan und nutze seinen Song für ihre Instagram-Story.
Erinnert ihr euch noch an Cäcilia Zimmer? Sie ist bisher die erfolgreichste Freiburgerin bei GNTM und schaffte es 2019 ins Showfinale. Wie bei den meisten anderen Kandidaten führte das hinterher aber nicht zur großen Modelkarriere. Mittlerweile ist sie aber als Content-Creator erfolgreich. Schon seit rund vier Jahren ist sie mit Tänzer Michael Mejeh zusammen. Der ist kein Unbekannter, allein bei TikTok folgen ihm mehr als zwei Millionen Menschen.
Ex-GNTM-Finalistin Cäcilia Zimmer genoss vor Kurzem nochmal den Frühling in Freiburg, bevor sie nach Dubai auswanderte. Foto: Instagram/Caeciliaofficial
Empörungslawinen im Netz nehmen zu und richten sich oft gegen Stadt und Institutionen. „Vieles wird strategisch aufgebauscht“, sagt Freiburgs
Oberbürgermeister Martin Horn.
Foto: picture alliance
Auf Social Media zeigt sich Deutschland wütend. Das ist in Freiburg nicht anders als im Rest der Republik. Egal, ob es sich um eine neue Rolltreppe in Regenbogen-Optik handelt, die Eröffnung eines Spielplatzes im Colombipark, neue Windräder oder die Ausweitung von Tempo-30-Zonen – bei der Debatte dominieren die schrill-destruktiven Stimmen, die alles schlecht reden. Was tun?
In einem Gespräch mit Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos), der als sehr Social-Media-affin gilt, berichtet er: „Wir nehmen leider sehr stark wahr, dass die lauten und destruktiven Stimmen immer mehr werden. Ich sehe auch, dass zunehmend bewusst mit Desinformation und Überemotionalisierung gearbeitet wird. Viel wirkt für mich dabei so, als würde es orchestriert, um gezielt Stimmung zu machen und zu hetzen.“ Und weiter: „Natürlich gibt es in Deutschland begründete Sorgen und Themen, die man ansprechen muss und kritisieren darf. Aber vieles wird strategisch aufgebauscht, konstruiert oder gelogen.“
Empörende Sprache und Verhalten werden bei Facebook und Co mit mehr Likes und Shares belohnt als beschwichtigende Posts oder Gegenrede. Freiburgs Oberbürgermeister ist jedoch davon überzeugt, dass die große Mehrheit im Netz nur still mitliest. „Es gibt viel zu wenig Gegenkommentare. Das halte ich für gefährlich, da so ein verzerrtes Bild entsteht. Und die konstruierte Stimmung abfärbt“, sagt Horn.
Polarisierung als Treibstoff
In der Fachsprache spricht man von „Rage Bait“, womit im Netz gezielt Wut oder Empörung provoziert werden soll. Der Freiburger Politikwissenschaftler Michael Wehner sieht in der wütenden Empörungskultur ein Symptom der Radikalisierung an den politischen Rändern. Es gehe darum, bestimmte Reizthemen zu setzen und damit den Diskurs in eine bestimmte Richtung zu lenken. Polarisierung seien Ziel und Treibstoff zugleich.
Dass das allgemeine Empörungslevel und die Dünnhäutigkeit zunehmen würden, hänge laut Wehner zudem mit der fortschreitenden Kultur der Individualisierung in unserer Gesellschaft zusammen. Das Motto: Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Gleichzeitig nähme Solidarität stetig ab, weil die Bindungskraft von Institutionen wie Kirchen, Parteien, Gewerkschaften, Vereinen, aber auch Schulen abnähme.
Auch Martin Horn hat sich Gedanken über die Gründe gemacht und erklärt: „Ich persönlich denke, dass ein Teil der Gereiztheit in Deutschland hausgemacht ist. Hier wird viel zu viel über Probleme und scheinbare Dysfunktionalität gesprochen – und zu wenig über echte Lösungen.“ Er appelliert: „Wir dürfen nicht auf die schrillen Töne hören. Und vor allem dürfen wir nicht anfangen, sie zu glauben, nur weil sie laut sind und ständig wiederholt werden. Das muss uns klar sein und wir dürfen uns dabei nicht von gefälschter negativer Stimmung lähmen lassen.“
Michael Wehner erklärt, Politiker sollten den Mut aufbringen, unbequeme Botschaften zu vermitteln. Politik sei ein Aushandlungsprozess und kein Wunschkonzert – das müsse deutlich gemacht werden. „Da liegt es in der Natur, dass nicht jeder zufriedengestellt werden kann“, so der Leiter der Freiburger Außenstelle der Landeszentrale für Politische Bildung. Gleichzeitig sei es notwendig, sich selbst einzubringen, denn sonst wackele die Demokratie. Ebenfalls sei es wichtig, eine positive Zukunftsvision zu proklamieren, die die Leute mitnimmt.
Die Wutbürgerstimmung macht sich indes nicht nur im Netz bemerkbar, sondern auch im realen Leben: Bei einer Vor-Ort-Veranstaltung des Rathauses im Rieselfeld gab es vor einiger Zeit eine gezielte Störaktion. Dabei ging es nicht um Diskussion, sondern nur um pure Provokation, wie Anwesende bestätigen. Am Ende musste die Polizei den Störenden abführen. „Auch wenn es ähnliche Vorfälle vereinzelt gibt, sprechen wir glücklicherweise über unschöne Einzelfälle. Davon sollten wir uns nicht einschüchtern lassen“, sagt Horn.
Edmond Kapllani ist der Neue an der Seitenlinie der SC-Frauen. Foto: SC Freiburg
Die Nachfolge von Theresa Merk als Trainer der Bundesliga-Fußballerinnen des SC Freiburg ist geklärt: Edmond Kapllani, 41-facher albanischer Nationalstürmer, übernimmt den Posten.
Kapllani spielte in seiner aktiven Zeit unter anderem in der Bundesliga und in der 2. Bundesliga für den Karlsruher SC und den FC Augsburg und trug sich als erfolgreichster ausländischer Torschütze in die Geschichtsbücher der 2. Bundesliga ein. In 322 Pflichtspielen erzielte Kapllani 99 Tore. Für die albanische Nationalmannschaft lief der Stürmer 41 Mal auf.
„Mit Edmond gewinnen wir einen Trainer, der eine klare Vision vom Fußball hat“, sagt Birgit Bauer -Schick, SC-Bereichsleiterin für den Frauen-und Mädchenfußball. „Edmond hat selbst auf höchstem Niveau gespielt und durch seine Stationen einen vielseitigen Einblick in die Fußballwelt erhalten.“
Kapllani fungierte nach seiner aktiven Karriere beim SV Spielberg als Co-Spielertrainer, ehe er 2020 zum Karlsruher SC zurückkehrte und Co-Trainer der U17-Junioren wurde. „Wir wollen mit ihm die positiven Schritte der vergangenen Monate fortsetzen und weiterhin attraktiven Fußball spielen. Wir sind der Überzeugung, dass Edmond sowohl fachlich als auch persönlich die beste Wahl ist , um unsere Entwicklung weiter voranzutreiben“, sagt Bauer-Schick. Die jetzige Bundesligasaison beendeten die SC-Frauen auf dem fünften Tabellenplatz. Am vergangenen Sonntag feierte das Team vor 6.100 Zuschauern einen 3:2-Heimsieg gegen Werder Bremen im Dreisamstadion.
„Ich freue mich sehr über das Vertrauen und die Chance, die SC-Frauen als Trainer übernehmen zu dürfen. Der Verein steht für Kontinuität, Entwicklung und eine starke Nachwuchsarbeit. Das sind Werte, mit denen ich mich voll identifiziere“, wird Kapllani in einer Pressemitteilung des SC zitiert. Sein Ziel sei es, „die individuelle Entwicklung der Spielerinnen zu fördern und als Team gemeinsam den nächsten Schritt zu gehen“.
Das Co-Trainerteam wird weiterhin aus den Co-Trainern Nico Schneck und Sebastian Grunert sowie Verbindungstrainer Sandrino Braun-Schumacher bestehen.
In diesem Jahr wird das Dreisamstadion 70 Jahre alt und wird jetzt erneuert – unter anderem entsteht ein Kunstrasenplatz auf dem Parkplatz vor der Haupttribüne. Foto: Michael Saurer
Das Dreisamstadion im Freiburger Osten erlebt auf seine alten Tage das große Revival: Zehn Millionen Euro nimmt der SC Freiburg in die Hand, um hier seiner Frauen- und Mädchenfußballabteilung die lang ersehnte Heimat zu geben. Außerdem soll die Spielstätte in einen Ort für Fortbildungen, Schulklassen und soziales Engagement verwandelt werden.
Die seit 50 Jahren existierende Frauen- und Mädchenfußballabteilung des SC Freiburg befand sich bislang auf Wanderschaft. Immer wieder wechselnde Spielstätten (davon sechs Jahre sogar in Sexau) sorgten für erschwerte Bedingungen bei der Entwicklung des SC-Frauenfußballs. „Das war irgendwie auch eine coole Zeit. Aber bundesligatauglich ist es erst, seit wir wieder im Dreisamstadion sind“, sagt Birgit Bauer-Schick, Bereichsleiterin Frauen- und Mädchenfußball beim SC. Die erste Frauen-Mannschaft, die gerade die Bundesligasaison als Fünfter beendete und am Sonntag 6.100 Fans anzog, spielt bereits seit zwei Jahren im Dreisamstadion. Nun soll der Nachzug der drei Mädchenteams erfolgen, die noch beim SV Blau-Weiß Wiehre beheimatet sind. Zehn Millionen Euro investiert der SC in den dafür notwendigen Umbau der Kultspielstätte. „Wir können uns das leisten, weil es uns finanziell sehr gut geht“, sagt Finanzvorstand Oliver Leki.
Darüber hinaus soll das Stadion künftig als „Kompetenzzentrum Kindersport“ und als Lernort für Schulklassen dienen. Auch die Zweite Herren-Mannschaft wird weiterhin ihre Spiele dort austragen. „Es ist die einmalige Chance, alles an einem Ort zusammenzuführen“, so Leki.
Umbau im laufenden Betrieb
Bis zum Herbst 2026 soll alles fertig sein. „Das wird eine Herausforderung, weil wir alle Maßnahmen im laufenden Betrieb machen“, sagt Marcel Boyé, Leiter Organisation und Stadion. Die Baugenehmigung liege seit Februar vor. Bereits in Kürze soll mit der Verkleinerung des bisherigen Trainingsplatzes begonnen werden. Das wiederum soll Raum schaffen für „den Kern des Umbaus“ (Boyé): die Schaffung eines neuen Kunstrasenplatzes auf dem bisherigen Parkplatz. Im Inneren des Stadions wird ein VIP-Bereich im Obergeschoss in zusätzliche Umkleiden, Kraft- und Physioräume umgewandelt. Auch die bisherigen Trainerbüros unterhalb der Südtribüne werden zu Kabinen. Hinter der Nordtribüne entsteht ein Soccer-Court und eine neue Kameraposition auf der Osttribüne soll die bei Heimspielen gut gefüllte Haupttribüne für die TV-Übertragungen in Szene setzen. Außerdem werden alle Catering-Container saniert, so Boyé.
Auch Tobias Rauber, beim SC für Nachhaltigkeit zuständig, und Marketingchef Hanno Franke sehen den Umbau als Meilenstein. „Es entsteht ein fußballkulturelles Zentrum, im besten Fall ein offenes Gelände“, so Franke. Geplant seien Trainerfortbildungen, Angebote für Ganztagsbetreuung an Schulen oder Fußballcamps. „Jeden Tag soll hier was los sein“, sagt Rauber. Träger des „Lernorts Stadion“, an dem politische Bildung für Siebt- bis Zehnklässler geplant ist, wird das Fanprojekt. Der SC, so Hanno Franke, wolle seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen, gerade in einer Zeit, „in der Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit Konjunktur haben“ .
Im neuesten Teil fängt ein ein Skyview Tower Feuer und setzt so die verhängnisvolle Todesspirale in Gang. Foto: Warner Bros.
Im sechsten Teil der erfolgreichen und blutigen Horror-Saga gibt es wieder nur ein Ziel: dem Tod von der Schippe zu springen. Der Film nimmt das Publikum mit zurück in die Zeit, als der verdrehte Gerechtigkeitssinn des Todes zum ersten Mal für Chaos sorgte. Immer wieder Studentin Stefanie (Kaitlyn Santa Juana, „The Flash“) wird von einem schrecklichen Albtraum heimgesucht. Mit der Zeit erkennt sie jedoch, dass dies eine Vision ihrer Großmutter ist, die es geschafft hatte, dem Tod zu entkommen. Sie kehrt in ihre Heimatstadt zurück und hofft, die einzige Person zu finden, die den Teufelskreis durchbrechen und ihre Familie vor dem grausamen Tod bewahren kann, der sie alle unweigerlich erwartet.
Natürlich kommen auch in diesem Teil Protagonisten des Films wieder auf teils skurrile und spektakuläre Art ums Leben – unter anderem fängt ein Skyview Tower Feuer und setzt so die Todesspirale in Gang. Zum Schauspielensemble gehören auch Teo Briones, Richard Harmon, Owen Patrick Joyner, Anna Lore, Brec Bassinger und Tony Todd. Adam B. Stein und Zach Lipovsky führten gemeinsam Regie nach einem Drehbuch von Guy Busick und Lori Evans Taylor.