Für seinen großen Traum sind ihm alle Mittel recht: Marty (Timothée
Chalamet) kommt einer Hollywood-Diva (Oscar-Preisträgerin Gwyneth Paltrow) näher, um ihren Mann als Sponsor zu gewinnen. Foto: Tobis Film
Schuhverkäufer Marty (Timothée Chalamet, „Dune“) hat nur ein Ziel im Leben: Weltmeister im Tischtennis zu werden und somit in den Olymp der gefeierten Athleten aufzusteigen, zu denen er sich selbst ohnehin schon lange zählt. Um an einem Turnier in London teilnehmen zu können, setzt der junge New Yorker alles auf eine Karte.
In den Hinterhöfen Manhattans träumt der junge Schuhverkäufer Marty von einer Zukunft, die ein paar Nummern größer ist als der kleine Schuhladen seines Onkels. Angetrieben von der Idee, Weltmeister im Tischtennis werden zu können, taucht er jede Nacht ab in die verrauchten Wettkampfhallen der Stadt, wo er sich mit viel Talent, der nötigen Chuzpe und dank der Hilfe seines besten Freundes (Sänger Tyler Okonma) ein paar Dollar dazuverdient. Zu wenig, um eine Profikarriere zu finanzieren und an den Turnieren in London, Paris oder Tokio teilnehmen zu können.
Also „leiht“ sich Marty kurzerhand Geld aus dem Safe seines Onkels, belügt seine Mutter (Fran Drescher, „Die Nanny“) ebenso wie seine Freundin (Odessa A’zion, „Until Dawn“) und schmeißt sich schamlos an eine Hollywood-Diva (Oscar-Preisträgerin Gwyneth Paltrow) ran, deren Ehemann (Kevin O’Leary, „Shark Tank“) er gleichzeitig als Sponsor gewinnen will. Um an einem Turnier in London teilnehmen zu können, setzt der junge New Yorker alles auf eine Karte, muss sich im nervenaufreibenden Finale aber dem japanischen Sportstar Endo (Koto Kawaguchi) geschlagen geben. Doch das ist erst der Anfang der Odyssee eines Mannes, der bereit ist, für Ruhm und Erfolg alles zu riskieren.
Angelehnt an die Biografie des legendären Tischtennisspielers und Lebemanns Marty Reisman konnte Regisseur Josh Safie für den ersten Spielfilm ohne seinen Bruder Benny ein energiegeladenes Ensemble gewinnen. Für die Hauptrolle hat Timothée Chalamet einen Golden Globe gewonnen. Das Sportbiopic ist außerdem für neun Oscars nominiert – unter anderem als bester Film und für den besten Hauptdarsteller.
Verschollen geglaubtes Filmmaterial wurde mit modernster Technik restauriert. Foto: Universal Studios
„Epic: Elvis Presley in Concert“: Der visionäre Regisseur Baz Luhrmann („Moulin Rouge“) lässt Musiklegende Elvis Presley neu aufleben, mit verloren geglaubten Aufnahmen, Welthits und einer unvergleichlichen Stimme in nie dagewesener Tonqualität.
Während der Dreharbeiten zu seinem mehrfach Oscar-nominierten Film „Elvis“ (2022) fand Luhrmann das verschollen geglaubte Filmmaterial der legendären Elvis-Konzertfilme aus den 1970er-Jahren. Gemeinsam mit unveröffentlichten Super-8-Filmen der Graceland-Archive wurden die Filmnegative mit modernster Technik restauriert. „Epic: Elvis Presley in Concert“ ist ein Konzertfilm, wie es ihn nie zuvor im Kino gegeben hat.
Achim Wiehle ist ehrenamtlich in der Ukraine-Hilfe tätig und organisierte zahlreiche Hilfstransporte in das
Kriegsgebiet. Am Dienstag stellt er im Kreise seiner Unterstützer sein Wahlprogramm vor. Foto: Joers
Am 26. April wählt Freiburg einen neuen Oberbürgermeister. Der Freiburger Unternehmer Achim Wiehle, der sich auch ehrenamtlich engagiert, stellte auf einer Pressekonferenz sein Wahlprogramm vor. Im Kreise seiner Unterstützer, darunter der Freiburger CDU, äußerte sich Wiehle unter anderem zum Streit um den Erhalt des Flugplatzes.
Sicherheit, solide Finanzen, mehr Tempo beim Wohnungsbau und ein „unternehmerfreundlicheres“ Klima: Mit diesen Schwerpunkten will Achim Wiehle in den Kampf um das Freiburger Rathaus bei der OB-Wahl am 26. April gehen. Vor allem das Thema Sicherheit steht für den 54-Jährigen „nicht umsonst an erster Stelle“ seines Programms. Es gebe Zonen in Freiburg, in denen Kriminalität „trotz vieler Konzepte“ verfestigt sei, darunter auf dem Stühlinger Kirchplatz. „Das dürfen wir nicht dulden“, sagte der verheiratete Vater von drei Söhnen am Dienstag im Technikhaus der Brauerei Ganter. Deshalb wolle er, würde er zum OB gewählt werden, unmittelbar nach der Wahl eine Task Force mit allen relevanten Akteuren ins Leben rufen – Ziel sei es, die Kriminalitätszahlen zu senken.
Wiehle will Flugplatz erhalten
Sicherheit, so Wiehle, bedeute für ihn aber auch Katastrophen- und Krisenvorsorge. Angesichts einer unübersichtlichen weltpolitischen Lage sei es nicht auszuschließen, dass Deutschland in Konflikte hineingezogen werde oder Freiburg von Naturkatastrophen getroffen werde. Deshalb wolle er sich hier mit regionalen Städten und Gemeinden abstimmen: „Wer hat welche Ressourcen, welche Ideen, welche Konzepte?“ Freiburg müsse sich besser auf Krisen vorbereiten.
Achim Wiehle (3.v.l.) im Kreise seiner Unterstützer am Dientag in der Brauerei Ganter. Von links: Bernard Rotzinger (CDU Kreisvorsitzender), Sarah Augustin (Junge Union Freiburg), Arno Heger (Fraktionsvorsitzender CDU-Gemeinderatsfraktion), Tobias Schließmann (Junge Liberale Freiburg) sowie der frühere CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Schüle. Foto: Joers
In diesem Zusammenhang spricht sich Wiehle auch klar für den Erhalt des Freiburger Flugplatzes aus und stellt sich damit gegen den Vorschlag seiner Mitbewerberin Monika Stein (mehr dazu hier). Der Flugplatz sei nicht nur wegen der Stationierung des Rettungshubschraubers und aufgrund der Kaltluftschneise erhaltenswert, sondern werde Wiehle zufolge auch im Krisen- oder Bündnisfall „als medizinischer und logistischer Standort“ gebraucht.
Als Unternehmer legt Wiehle großen Wert auf Wirtschaftsthemen. Freiburg sei, so seine Diagnose, teils von einem „unternehmerfeindlichen Klima“ geprägt, und Unternehmer würden in politischen Debatten als „Heuschrecken“ dargestellt. Seine Erfahrung sei jedoch eine andere: „Das sind Menschen, die Verantwortung übernehmen, Arbeitsplätze schaffen und den Laden am Laufen halten.“ Durch konsequente Digitalisierung, schlankere Prozesse und den Abbau von Bürokratie wolle er den Wirtschaftsstandort Freiburg „nicht nur stärken, sondern ausbauen“. Der städtischen Verschuldung – Wiehle zufolge rund zwei Milliarden Euro – wolle er mit einer konsequenteren Haushaltsdisziplin begegnen.
Auch beim Wohnungsbau spricht er sich für eine Beschleunigung der Verfahren und weniger Hürden beim Bau aus. Als Negativbeispiel nennt er das Baugebiet Kleineschholz, wo die Stadt fast nur auf Baugruppen setzt. Dürften dort aber städtische Wohnungsbaugesellschaften oder private Entwickler zum Zug kommen, würden „die Bagger schon rollen“, so seine These. Klimaschutz dürfe zudem nicht „ideologisch“ betrieben werden. Er fordert, dass die Stadt bei eigenen Gebäuden mit gutem Beispiel vorangeht – etwa mit Photovoltaik auf städtischen Dächern. „Erst wenn die Kommune ihren eigenen Handlungsspielraum ausschöpft, sind wir in Sachen Klimaschutz glaubwürdig“, so Wiehle. Zuletzt möchte sich Wiehle unter dem Schlagwort „Gesellschaft“ für eine Stärkung von Betreuungs- und Bildungsangeboten einsetzen.
Auf der Pressekonferenz machte der CDU-Kreisvorsitzende Bernhard Rotzinger noch einmal deutlich, dass die CDU Wiehle offiziell unterstützt. Er sei jedoch kein eigener Parteikandidat, sondern parteilos. „Achim Wiehle ist vernünftig, verlässlich und zeigt Haltung“, so Rotzinger.
Die Badische Revolution ist ein Thema im Augustinermuseum. Foto: Marc Doradzillo
Das Augustinermuseum feiert mit einem Eröffnungswochenende am Samstag, 28. Februar, und Sonntag, 1. März. An beiden Tagen präsentiert ein buntes Programm großen und kleinen Besuchenden die spannenden Museumswelten. Von 10 bis 17 Uhr stehen im Haus verteilt Expertinnen und Experten bereit, die unter dem Motto „1000 Fragen, 1000 Antworten“ über alle Themen und Ausstellungsobjekte informieren. In der Werkstatt Museumspädagogik können jeweils von 10 bis 16.30 Uhr persönliche Museumsandenken, beispielsweise eine kreative Museumstasche oder ein Button mit dem Lieblingsmuseumsmotiv, gestaltet werden.
Von Freiburg in die Welt
Was die neue Museen-Freiburg-App alles bietet, wird mit dem App-Explainer von 10 bis 14 Uhr inklusiv und interaktiv erklärt. Von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr können am Samstag und am Sonntag kleine Museumsdetektive im Museum auf Spurensuche gehen. Von 11 bis 13 Uhr und von 14 bis 16 Uhr bieten Restauratoren spannende Einblicke in ihre Arbeit am Museum. In der Welte-Lounge erklärt ein Experte die Technik des selbstspielenden Welte-Flügels, einem Freiburger Exportschlager des frühen 20. Jahrhunderts, der damals als neues Weltwunder gefeiert wurde. Einblicke in die aufwendige Sanierung des Konventgebäudes geben federführende Mitarbeitende von 14 bis 17 Uhr und berichten von den zahlreichen Highlights und Herausforderungen.
Einen musikalischen Höhepunkt setzt am Samstag von 13 bis 15 Uhr die Freiburger Kultband Redhouse Hot Six in der Skulpturenhalle mit Oldtime-Jazz der 1920er- und 1930er-Jahre.
Speed-Dating mit Museen
Am Sonntag gibt es ebenfalls ein besonderes Highlight: Kuratoren verschiedener Freiburger Museen laden von 14 bis 16 Uhr zu jeweils 20-minütigen Speed-Dates mit Archäologie, Ethnologie, Naturkunde, Geschichte und neuer Kunst ein. Denn das neue Augustinermuseum ist Teil einer unglaublich vielfältigen Freiburger Museumslandschaft, die es sich lohnt zu entdecken.
Im neu eröffneten Augustinermuseum gibt es viel Spannendes entdecken. Foto: Marc Doradzillo
Bis zum 8. März ist der Eintritt frei
Der Museumsbesuch und der Besuch sämtlicher Veranstaltungen sind am Eröffnungswochenende frei. Der Museumseintritt bleibt noch bis zum 8. März kostenfrei.
Walter (Heiner Lauterbach) trifft seine Jugendliebe Alice (Iris Berben) wieder. Foto: Leonine Filmverleih
Der eigenwillige Witwer Walter (Heiner Lauterbach) vertreibt sich seine Zeit im Ruhestand damit, Restaurants zu testen und akribisch im Internet zu bewerten. Bei einem seiner Restaurantbesuche trifft er zufällig seine Jugendliebe Alice (Iris Berben) wieder. Vor 40 Jahren hatte er ihr einen Heiratsantrag gemacht und war spektakulär gescheitert. Die lebensfrohe und freigeistige Kunstprofessorin ist auch heute noch das genaue Gegenteil des altmodischen, akkuraten Walter.
Der Ehrgeiz des pensionierten Ingenieurs ist geweckt. Er will es diesmal besser machen, während Alice gar nicht daran denkt, denn sie liebt ihr unabhängiges Leben und braucht keinen Beziehungsstress. Sie stellt eine Bedingung: Erst wenn er echtes Interesse an ihrer Welt zeigt, bekommt er vielleicht eine zweite Chance. Und so schreibt sich Walter, der sich nie für Kunst interessiert hat, zu Alice Entsetzen als Gaststudent in ihrem Kurs ein – fest entschlossen, sich selbst und ihr zu beweisen, dass es nie zu spät ist, neue Wege zu gehen. Aber nicht nur Alice stellt ihn vor ungeahnte Herausforderungen, sondern auch die Begegnung mit seinen 40 Jahre jüngeren Kommilitonen. Unerwartet finden sich Alice und Walter in einem neuen, aufregenden Kapitel ihres Lebens wieder und müssen sich fragen: Rostet alte Liebe wirklich nicht?
Mit perfektem komödiantischem Timing und unwiderstehlichem Charme begeistern die Publikumslieblinge Heiner Lauterbach und Iris Berben in dieser turbulenten Rom-Com. Mit dem Film setzen Regisseur Marc Rothemund und Drehbuchautor Richard Kropf nach ihrem Kinohit „Wochenendrebellen“ ihre Zusammenarbeit fort.
„Let’s Dance“-Star Motsi Mabuse (2.v.r.) und ihr Ehemann Evgenij Voznyuk (r.) nahmen sich beim Euro Dance Festival auch Zeit für ein Erinnerungsfoto mit Matthias Blattmann, Chef der Tanzschule Gutmann, und Ann-Kathrin Mack vom Europa-Park. Foto: Valentin Behringer
In der vergangenen Woche hat sich der Europa-Park wieder in den größten Tanzsaal Deutschlands verwandelt. Denn hier ging das „Euro Dance Festival“ der Tanzschule Gutmann über die Bühne. 175 Trainer aus aller Welt sorgten bei den rund 1.000 Teilnehmern pro Tag für den perfekten Hüftschwung. Das Besondere: die große Vielfalt der Tanzstile – von Standard und Latein über Salsa, Tango Argentino und Bachata bis hin zu West Coast Swing, Discofox oder Charleston.
Ein Highlight für alle Tanzfans: „Let’s Dance“-Star Motsi Mabuse. Bei Latein-Workshops mit ihrem Ehemann Evgenij Voznyuk erlebten die Teilnehmer die Jurorin der TV-Show hautnah. Fürs gemeinsame Training tauschte sie das sonst glamouröse TV-Outfit gegen bequeme Sportsachen. Das Paar begeisterte mit Ausstrahlung und Leidenschaft und gab jede Menge Profitipps. Mit dabei waren bei dem Festival aber auch zahlreiche Weltmeister und bekannte Größen der Tanzszene wie Marek Kosaty, Robert Royston, Melissa Ortiz-Gomez und Roman Frieling.
Ihr habt jetzt Lust aufs Tanzen bekommen? Die Freiburg-Edition des Festivals vom 30. Juli bis 2. August im Ballhaus Freiburg bietet wieder jede Menge Workshops und Shows. Das nächste Euro Dance Festival findet dann vom 9. bis 14. Februar 2027 im Europa-Park statt. Übrigens: Am Freitag startet die neue Staffel „Let’s Dance“, natürlich ist Motsi Mabuse wieder als Jurorin dabei. Aufs Parkett wagen sich unter anderem Schauspielerin Esther Schweins, Schlagersängerin Anna-Carina Woitschack und Model Betty Taube.
Motsi Mabuse und ihr Ehemann Evgenij Voznyuk zeigten bei den Workshops ihr Können. Foto: Valentin Behringer
Jutta Götzmann leitet seit 2023 die Museen Freiburg. Foto: Marc Doradzillo
Am Wochenende werden nach Ende des dritten und letzten Bauabschnitts die größten Ausstellungsflächen des Augustinermuseums im Konventgebäude und im Gewölbekeller neu eröffnet. Damit endet nicht nur eine lange Bauphase, sondern es bieten sich auch viele neue Perspektiven, wie Jutta Götzmann, Leitende Direktorin Museen Freiburg, im Interview mit Heike Schwende erklärt.
Frau Götzmann, was wird den Museumsbesuchern als größte Veränderung ins Auge springen?
Jutta Götzmann: Bislang war die Ausrichtung stark auf Kunst in sakralem Kontext fokussiert. Die größte Veränderung ist nun die Ergänzung um Sammlungen, die aus bürgerlichem Engagement hervorgegangen sind: stadt- und kulturgeschichtliche Bestände, Alltagskultur und Kunsthandwerk. Dazu zählen auch große Sammlungen der Goldschmiedekunst und Textilien. Dieses breite Spektrum, das jahrelang kaum oder nur in kleiner Auswahl zu sehen war, ist nun in einer wohldosierten Auswahl von mehr als 700 Objekten vertreten. Damit fächern wir die Themen und die Reichweite des Hauses deutlich breiter auf und generieren für unterschiedliche Zielgruppen einen spannenden Rundgang.
Wie verhält es sich mit den Objekten zur Stadtgeschichte, die jetzt vom Wentzingerhaus ins Augustinermuseum gezogen sind?
Jutta Götzmann: Die Stadtgeschichte orientiert sich vollkommen neu und ist in das Gesamtkonzept des Augustinermuseums integriert. Wir arbeiten mit einem Zeitstrahl in einer Großvitrine, der mit der Stadtgründung beginnt und bis in die Gegenwart reicht. Unser jüngstes Objekt ist der Nachbau eines Fahrradzählers, der auf die nachhaltige Mobilität in Freiburg verweist. Insgesamt stärken wir mit der Neuausrichtung – und besonders mit der Stadtgeschichte – nicht nur die Vergangenheitsperspektive, sondern orientieren uns aktualitätsbezogen und richten auch Fragen an die Zukunft. Der neue Ausstellungsbereich „FREI_Raum“ greift die Themen der Stadt und Stadtgesellschaft auf und hinterfragt sie kritisch. Wir wollen mit dem Museum und unseren Besuchenden auch Visionen für die Zukunft entwickeln.
Mit 700 Objekten bietet das neue Augustinermuseum ein breites Spektrum. Foto: Marc Doradzillo
Um was handelt es sich beim „FREI_Raum“?
Jutta Götzmann: Der FREI_Raum umfasst drei Räume im zweiten Obergeschoss, die bei meinem Amtsantritt 2023 keine Funktion und keine Finanzierung hatten. Mein Anliegen war, das Gesamthaus Augustinermuseum mit einem Konzept für alle Räume zu eröffnen. So entstand die Idee für einen Wechselausstellungsbereich mit Möglichkeiten zur Partizipation. Der FREI_Raum wird jährlich bespielt und entwirft Perspektiven: Was bewegt Freiburg heute und morgen? Die erste Ausstellung widmet sich der langen Sanierung, reflektiert sie, blickt zurück und denkt voraus. Nicht nur hier tritt das Museum in einen Dialog mit der Stadtgesellschaft, macht den Kulturstandort niedrigschwellig und öffnet ihn für Menschen, die sich einbringen möchten.
Gibt es darüber hinaus Neuerungen?
Jutta Götzmann: Generell verwenden wir stärker Medien und eine multimediale Unterstützung. Hands-on-Stationen geben den Menschen eine aktivere Rolle. Man kann eigene Objekte einbringen – als Einzelperson, Gruppe oder Verein; dafür sind Vitrinen vorgesehen. Zudem laden wir beispielsweise im Bereich Protest & Revolution oder in Religion & Klosterleben zur aktiven Beteiligung ein: Wofür würde man selbst auf die Straße gehen? Welche eigenen Vorstellungen von Religion hat man? Solche Beiträge können sukzessive Teil des Museums werden.
Inwiefern ist das Konventgebäude selbst Teil des Museumserlebnisses?
Jutta Götzmann: Im Unterschied zum ersten Bauabschnitt, dem großen Kirchenschiff, wo eine mittelalterliche Gebäudehülle ein hochmodernes Ausstellungsinterieur aufnimmt, treten die Besuchenden im dritten Bauabschnitt in einen direkten Dialog mit dem Gebäude. Unterschiedliche Entstehungszeiten sind an Wänden, Putzen und freigelegten Befunden ablesbar – sie wurden nicht kaschiert, die Wandflächen stehen vielmehr bewusst als Gesprächspartner zur Verfügung. So erzählt das Haus seine eigene Geschichte.
Wie wird der längere Aufenthalt im Museum komfortabler – Stichwort Pausen?
Jutta Götzmann: Das Museum ist durch die Verbindung aller drei Bauabschnitte sehr weitläufig geworden. Vom ersten Geschoss über die Glasmalerei gelangt man nahtlos in die Stadt- und die Münsterbaugeschichte – Verbindungen, die es so bisher nicht gab. Entsprechend haben wir gute Lounge-Möglichkeiten vorgesehen. Im Bereich der Hausgeschichte gibt es bequeme, gepolsterte Zonen; dort kann man an Tablets in die Inhalte eintauchen oder einfach pausieren. Im ersten und zweiten Obergeschoss bieten sogenannte Schwarzwaldblicke offene Fensterbereiche, der Kreuzgang wurde umfassend bearbeitet und ist ein sehr schöner Ort des Verweilens. Unser neues Café Kien bietet Sitzmöglichkeiten im Café, im Kreuzgang und im Zinnengarten. Es gibt eine kleine, feine Speisekarte mit Mittagstisch, Getränken, Snacks sowie Kaffee und Kuchen. Solche Pausen sind nötig – bei einer Gesamtfläche von 6.000 Quadratmetern, wie man sie sonst eher von großen Landesmuseen kennt.
Patrik Cerveny ersetzte Fabian Hegmann im EHC-Tor. Foto: Berger
Ohne Goalie Fabian Hegmann, der beim Punktgewinn nach Penaltschießen gegen Spitzenreiter Krefeld (3:4) verletzt vom Feld musste, gastierte der EHC Freiburg in der DEL 2 am Sonntag in Rosenheim – und verlor 1:5 (0:1; 1:2; 0:2). Freiburgs Trainer Juraj Faith sprach hinterher von einem „grausamen Ergebnis“.
Der größte Unterschied sei gewesen, dass Rosenheim seine Chancen genutzt habe, „und wir nicht“, so Faith. Gästetrainer Jari Pasanen attestierte den Freiburgern, vor allem Ende des ersten Drittels am Drücker gewesen zu sein. „Da hätte Freiburg locker drei Tore schießen können. Jurajs Mannschaft war hungrig. Wir wussten, dass sie die Punkte brauchen“, sagte der Rosenheimer Trainer, der mit seiner eigenen Mannschaft hart ins Gericht ging. Denn auch im zweiten Drittel strahlte Freiburg Gefahr aus – doch nur Nikolas Linsenmaier traf zum zwischenzeitlichen 1:1 für die Wölfe.
Im Endspurt der Hauptrunde sind die Wölfe am Freitag zu Gast in Regensburg (20 Uhr). Am Sonntag (18.30 Uhr) bestreitet der EHC schließlich gegen Ravensburg das erste von drei verbliebenen Hauptrundenspielen – allesamt vor eigenem Publikum.
Saisonaus Eero Elo
Entwarnung gab der EHC inzwischen bei Hegmann. Eine schwerwiegendere Verletzung liege nicht vor, der Verein geht von einer Rückkehr des Goalies in der kommenden Woche aus. Stürmer Eero Elo steht dagegen vor dem vorzeitigen Saisonaus. Der Finne musste am Dienstag nach einer Schulterverletzung operiert werden.
Freuten sich bei der Spendenübergabe über 60.000 Euro für den guten Zweck (v.l.): Hans-Georg Kaiser, Hanns-Georg Schell (beide Lions Club), OB Martin Horn, Hartmut Lamparter (Lions Club), Mara Roth, Sabrina Lübow (beide SKF), Joachim Jäckle (Lions Club), Christian Streich und Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach. Foto: Thomas Kunz
Für den guten Zweck hat Ex-SC-Trainer Christian Streich im vergangenen Jahr eine Weihnachtskugel für den Lions Club Freiburg gestaltet. Und die kam richtig gut an: 9.000 der Kugeln wurden verkauft – ein Rekord. Dadurch kam ein Erlös von 60.000 Euro zusammen. Der geht an drei Organisationen für den guten Zweck – unter anderem an „Ärzte ohne Grenzen“.
Bei der Spendenübergabe am vergangenen Donnerstag verriet der Kult-Trainer, dass die Gestaltung der rot-weißen Kugel ein Familienprojekt war: Sein nach eigener Aussage „mittelschöner“ Entwurf wurde von seiner Schwiegermutter noch etwas optimiert. Vor ihm hatten schon Sänger Max Mutzke und Ex-SC-Spieler Nils Petersen eine eigene Weihnachtskugel für den guten Zweck gestaltet. Christian Streich wollte wenigstens „ein paar Kugeln mehr verkaufen als der Nils“, scherzte er laut BZ. Das ist ihm gelungen!
„House of Yang“ ist eine sechsteilige Mystery-Serie mit Horror-Elementen, die in einer abgeschiedenen Ecke des Schwarzwaldes in einem alten Haus spielt. Foto: SWR
Nachschub für Serienfans: Der Schwarzwald wurde zur Kulisse für „House of Yang“ – eine sechsteilige Mystery-Serie mit Horror-Elementen, die in einer abgeschiedenen Ecke des Schwarzwaldes in einem alten Haus spielt, in dem sich die Geschichte einer deutsch-chinesischen Familie über drei Generationen hinweg erstreckt. Darum geht’s: Zwei Mädchen verschwinden aus einem Haus – das erste 1949, das zweite 1999. Beide tauchen nie wieder auf. Als Jessie (Elisa Hofmann) das Haus erbt, begreift sie zu spät, welche Gefahr darin lauert. Inmitten von schleichendem Horror und unerklärlichen Ereignissen stellt sich die Frage: Sind wir dazu verdammt, die tragischen Fehler unserer Eltern und Großeltern zu wiederholen?
Das Konzept zu „House of Yang“ war 2024 Sieger des Ideenwettbewerbs „Tief im Südwesten“, den der SWR für die beste Idee zu einer originären und im Südwesten verorteten Serie ausgeschrieben hatte. Mit dem aufregenden Genre und dem Setting Schwarzwald setzten sich die Produktionsfirma „Wood Water Films” und Showrunnerin Stefanie Ren gegen 180 Mitbewerber durch. Neben Elisa Hofmann sind in weiteren Rollen Purmina Grätz, Linda Chang, Emma Bading, Andrea Guo, Ursula Werner, Antonia Bill, Max Woelky, Christian Kerepeszki, Vladimir Burlakov, Xue Lili Pautze, Clara Jaschob und Mengran Huang zu sehen
Bei der Berlinale kam die sechsteilige Serie ziemlich gut an. Klingt auf jeden Fall sehenswert für Horrorfans. Allerdings müssen wir uns noch etwas gedulden. „House of Yang“ ist voraussichtlich ab dem Herbst/Winter in der ARD-Mediathek verfügbar.