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Kinotipp: „Die nackte Kanone“ mit Liam Neeson als chaotischem Cop

Frank Drebin Jr. (Liam Neeson) und Beth (Pamela Anderson) kommen sich näher – der Polizist stolpert wie sein Vater von einem absurden Einsatz zum nächsten.Frank Drebin Jr. (Liam Neeson) und Beth (Pamela Anderson) kommen sich näher – der Polizist stolpert wie sein Vater von einem absurden Einsatz zum nächsten. Foto: Paramount Pictures

Nur ein einziger Mann verfügt über diese ganz besonderen Fähigkeiten… die Spezialeinheit der Polizei zu leiten und die Welt zu retten. Nach mehr als 30 Jahren kehrt die kultige Filmreihe zurück. In der Fortsetzung tritt Frank Drebin Jr. (Liam Neeson) in die Fußstapfen seines Vaters.

Frank Drebin Jr. (Liam Neeson, „96 Hours“) leitet nun die Spezialeinheit der Polizei. Von ihm wird Großes erwartet und er wird immer dann zu Rate gezogen, wenn alle anderen an ihre Grenzen stoßen und nicht mehr weiter wissen. Problematisch ist nur, dass Frank Drebin Jr. die Tollpatschigkeit von seinem Vater geerbt hat und seine Einsätze ebenso im Chaos enden.

Regie führte Akiva Schaffer („Popstar: Never Stop Never Stopping“). Produzent ist Seth MacFarlane (Ted, Family Guy). Pamela Anderson ist als verführerische Nachtclubsängerin Beth zu sehen, die nach dem Mord an ihrem Bruder Unterstützung bei der Polizei sucht – und dem Top-Ermittler dabei näher kommt. Zum hochkarätigen Cast gehören auch Paul Walter Hauser („I, Tonya“), CCH Pounder („Avatar“-Reihe), Kevin Durand („X-Men Origins: Wolverine“), Cody Rhodes, Liza Koshy („A Family Affair“) und Danny Huston („The Aviator“).

Die Slapstick-Komödie „Die nackte Kanone“ war im Jahr 1988 ein großer Erfolg – sodass zwei Fortsetzungen (1991 und 1994) ins Kino kamen. Der mittlerweile verstorbene Leslie Nielsen verkörperte den tollpatschigem Lt. Frank Drebin. Jetzt schlüpft Action-Star Liam Neeson in die Hauptrolle.
Die ersten Reaktionen sind begeistert: „Die nackte Kanone ist der witzigste Film, den ich seit langem gesehen habe“ oder, „voller großartiger Witze“ und „Ein brüllend-komischer Film mit Hunderten an Gags, der die Originalfilmreihe ehrt. Ich habe schon lange nicht mehr so viel gelacht“, loben die Fans, die die Komödie bereits vorab im Kino sehen durften.

Turbulentes Wiedersehen in der Komödie „Altweibersommer“

Diana Amft (Isabella), Ursula Strauss (Astrid) und Pia Hierzegger (Elli) erleben einen luxuriösen Urlaub am LidoDiana Amft (Isabella), Ursula Strauss (Astrid) und Pia Hierzegger (Elli) erleben einen luxuriösen Urlaub am Lido Foto: Film AG

Ausgerechnet einen verregneten Campingplatz in Österreich – betrieben von einem wortkargen Vermieter (Josef Hader) und bewohnt von nur einem einzigen Gast, einem rassistischen Dauercamper (Thomas Loibl) – haben sich drei ehemalige WG-Freundinnen für ihren gemeinsamen Urlaub ausgesucht. Astrid (Ursula Strauss), Elli (Pia Hierzegger) und Isabella (Diana Amft), inzwischen alle Ende 40, treffen sich hier nach vielen Jahren wieder. Der Versuch, an alte Zeiten anzuknüpfen, wird schnell zur Herausforderung. Elli kämpft nach einer überstandenen Chemotherapie um Selbstbestimmung. Astrid, ewige Optimistin und Meisterin der Kontrolle, verliert sich im Perfektionismus. Und Isabella steckt in einer festgefahrenen Affäre mit einem verheirateten Mann.

Ein skurriler Zufall katapultiert das Trio unerwartet in einen luxuriösen Urlaub am Lido. Im prunkvollen Hotel treffen Vergangenheit und Gegenwart mit voller Wucht aufeinander: Isabella begegnet ausgerechnet hier ihrem Geliebten, Astrid verursacht einen Unfall, freundet sich mit einem Strandverkäufer an – und bekommt Ärger mit der italienischen Polizei. Elli, überfordert von der ungeplanten Schwangerschaft ihrer Tochter und den Spannungen unter den Freundinnen, verschwindet plötzlich nach einem heftigen Streit.

DJ begibt sich auf eine wilde Rave-Odyssee in einen Berliner Technoclub

Die Nacht in einem Berliner Technoclub läuft für DJ Kosmo (Aaron Altaras) anders als erwartet.Die Nacht in einem Berliner Technoclub läuft für DJ Kosmo (Aaron Altaras) anders als erwartet. Foto: Telos Pictures

Kosmo war einst ein gefeierter Techno-Produzent und DJ – bis ein folgenschwerer Streit mit seinem besten Freund alles veränderte. Als er jedoch erfährt, dass der Techno-Pionier Troy Porter auf dem Line-up eines der berüchtigtsten Clubs der Stadt steht, wagt er einen letzten Versuch, seinen gescheiterten Traum zu retten: Er will ihm seine neueste Vinyl-Platte persönlich überreichen.

Schauspieler und DJ Aaron Altaras („Unorthodox“) begibt sich auf eine wilde Rave-Odyssee tief in das Innere eines Berliner Technoclubs. Mit energiegeladenen Bildern und dem treibenden Sound von Ed Davenport erzählen die Regisseure Nikias Chryssos und Viktor Jakovleski authentisch von einer Generation zwischen Eskapismus und Identitätssuche.

Illegale Raves in Freiburg: Das sagt ein Insider über die Planung der beliebten Events

RavesIn Freiburg sind nicht immer genug Räumlichkeiten für Raves vorhanden. Foto: Adobe.Stock

Illegale Raves haben zu Corona-Zeiten eine Hochsaison erlebt. Auch jetzt noch finden sie jedoch regelmäßig in und um Freiburg statt. Anwohner ärgern sich über Lärm, die Veranstalter über mangelnde Locations – und zeigen sich kooperativ.

Bei guter Musik und unter netten Leuten gemeinsam feiern: Das ist das Ziel von Raves, ob legal angemeldet oder nicht. Finn (Name von der Redaktion geändert) ist Teil eines Kollektivs, das solche Raves organisiert. Meist würden Kollektive sowohl illegale als auch genehmigte Raves veranstalten, sagt er. Den Reiz illegaler Raves mache neben der weniger umfangreichen Organisation vor allem aus, dass man vor Ort flexibler sei. „Mit den Auflagen kann man einiges nicht so gestalten, wie man es möchte.“ Außerdem kommt der Aspekt der Überraschung dazu: Bei nicht genehmigten Raves wisse man als Gast nicht genau, wo die Location ist. „Wir wissen auch nicht, welche Leute kommen und wie der Vibe ist – das ist bei Underground-Veranstaltungen ein ganz besonderer Flair“, sagt Finn. Die Spontanität mache das aufregend, die Raves kommen meist auch ohne Sicherheitsdienst aus. „Es kommen einem strahlende Gesichter entgegen, die sich bedanken und teilweise auch noch am nächsten Morgen beim Abbauen helfen“, sagt Finn. Er selbst hat 2021 während seines Studiums gemeinsam mit zwei Bekannten sein Kollektiv gegründet und bis heute 16 Veranstaltungen in unterschiedlichen Größen durchgeführt – die größte mit bis zu 900 Personen.

Zu den Raves kommen ganz unterschiedliche Arten von Menschen: „Da sind von jungen Auszubildenden über Handwerker bis hin zu Anwälten und Ärzten in ihren späten Dreißigern alle dabei“, sagt Finn. Besonders wichtig: Diskriminierung hat in der Rave-Szene keinen Platz. „Bei uns ist jeder willkommen, unabhängig von Geschlecht, kulturellem Hintergrund und sexueller Orientierung.“

Hin und wieder kam es auch schon zu Begegnungen mit der Polizei: „Wir versuchen immer, kooperativ zu sein und zu argumentieren“, sagt Finn. Meist könne man eine zufriedenstellende Lösung für alle finden, zum Beispiel, indem die Musik leiser gemacht werde. In der letzten Zeit würden die Behörden allerdings nicht mehr so locker reagieren, wie während der Pandemie, als sich die Partys nach draußen verlagert hatten. Dass es in der Zwischenzeit auch Lautstärkenbegrenzungen gibt, kann Finn nachvollziehen. Er selbst lebe in der Nähe des Seeparks und höre von dort abends oft Musik: „Das hört man schon sehr weit und wenn man dann kleine Kinder hat oder selbst früh schlafen gehen möchte, ist das ärgerlich.“
In der Polizeistatistik tauchen illegale Raves nicht gesondert auf, so Pressesprecher Árpád Kurgyis. In diesem Jahr wurden bereits Straßenunterführungen, aber auch eine öffentliche Parkanlage als Location genutzt. „Die Polizei nimmt vor Ort immer eine Einzelfallprüfung vor und richtet die weiteren Maßnahmen am festgestellten Sachverhalt aus“, so Kurgyis. Dies könne von einfachen mündlichen Anordnungen bis hin zur Einleitung von Ordnungswidrigkeiten- und Strafverfahren führen.

Die IG Subkultur sieht hinter den nicht angemeldeten Raves auch ein Platzproblem: Sie zeigten die Schwierigkeit, bezahlbare Veranstaltungsorte zu finden, so Robin Müller. Vor sieben Jahren habe man begonnen, Flächen für freie und legale Veranstaltungen zu suchen. Die Corona-Pandemie habe die Dringlichkeit verstärkt, so Müller, woraufhin seit 2022 Veranstaltungen auf einer Fläche im Deitenbachpark stattfinden können – die Kollektive organisieren diese selbst. „Die Veranstaltungen sind immer kostenlos, unkommerziell und von den Kollektiven selbstständig organisiert“, so Robin Müller. Außerdem seien sie barrierefrei und familienfreundlich. Auch Finn freut sich darüber: „Wir sind sehr dankbar, dass die IG Subkultur das organisiert hat.“

Für die Zukunft wünscht sich Finn, wieder mehr kollegiale Zusammenarbeit unter den Kollektiven. Dass die Raves – geplante wie nicht angemeldete – in ihrer Zahl leicht abgenommen haben, schiebt er vor allem dem Umstand zu, dass viele Gäste nur noch sehr spontan auf Events gehen würden. Auch unter den Mitwirkenden ist es immer schwieriger, zuverlässige Helfer zu finden. „Das hat auch uns dazu bewegt, vorerst keine Events mehr zu veranstalten.“

In der Stefan-Meier-Straße ist Freiburgs mühsamste Baustelle

Baustelle Stefan-Meier-StraßeDie Stefan-Meier-Straße muss dringend saniert werden – die Verkehrssicherheit vor allem für Radfahrer ist nicht mehr gegeben. Foto: Joers

Wegen massiver Schlaglöcher muss die Stefan-Meier-Straße an einzelnen Stellen ausgebessert werden – ursprünglich waren diese Arbeiten für 2027 geplant. Nun laufen sie jedoch schon seit vergangener Woche. Der Zustand der Straße habe sich so kurzfristig verschlechtert, dass die Verkehrssicherheit insbesondere für Radfahrende nicht mehr gewährleistet werden konnte, so der städtische Pressesprecher Kolja Mälicke.

Der Ablauf der Baustelle ist einzigartig in Freiburg, denn eigentlich ist die Zeit für eine Sanierung denkbar schlecht: Die Stefan-Meier-Straße wird derzeit als Umleitungsstrecke für die Habsburgerstraße genutzt, in der Arbeiten der Badenova stattfinden: Hier erneuert die Badenova bis August die Gasleitung, bis zum Rennweg ist die Straße stadteinwärts gesperrt. Aus diesem Grund wird die Baustelle in der Stefan-Meier-Straße zur Wanderbaustelle: Um die Einschränkungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten, wird abschnittsweise in wandernden Baufeldern mit einer Länge von maximal 50 Metern gearbeitet. Gearbeitet wird von 9 bis 16 Uhr, um den Berufsverkehr nicht übermäßig zu behindern. Außerdem können die Bauarbeiten bei Bedarf kurzzeitig eingestellt werden, um dem Verkehr die Gelegenheit zu geben, abzufließen. Dadurch ist auch sichergestellt, dass Anwohnerinnen und Anwohner jederzeit ihre Einfahrten anfahren können.

Derzeit beobachtet die Verwaltung die Situation vor Ort und stoppt die Arbeiten gegebenenfalls, wenn es über einen längeren Zeitraum zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommt. Nach den ersten Bautagen zeigt sich die Stadt jedoch zufrieden: „Die Baufirma leistet hier sehr gute Arbeit, es geht besser als erwartet voran“, so Mälicke. Derzeit beobachtet die Verwaltung die Situation vor Ort und stoppt die Arbeiten gegebenenfalls, wenn es über einen längeren Zeitraum zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommt.

In den vergangenen Jahren habe es immer wieder kleinere Reparaturen gegeben, wann der Straßenbelag jedoch zuletzt umfangreich saniert worden war, habe man nicht herausfinden können, so Mälicke.
Mittelfristig folgt dann die grundlegende Sanierung.: Ab 2027 ist der Vollausbau der Straße geplant. Dazu gehören laut Mälicke ein neuer Kanal und dieVollsanierung des Straßenbelags. Auch der Straßenraum soll dann neu gestaltet werden.

Neu in Freiburg: Das Restaurant Asterias – Meisterhafte mediterrane Küche

Hereinspaziert ins Restaurant Asterias: Bilal Aksu serviert hier Gerichte, die an Griechenland oder die Ägäis erinnern. Ein Ort, um frische Meeresfreuden und Gastfreundschaft zu genießen.

Asterias heißt der neueste Restaurant-Geheimtipp in Freiburg: Hier beginnt für den Gast ein kleiner Urlaub – mit viel Können und Liebe serviert auf einem Teller. Frische mediterrane Küche mit einer Fischauswahl, die keine Wünsche offen lässt, begeistert ebenso wie das stilvolle Ambiente und der freundliche Service.

„In einer Welt, in der alles schneller wird, habe ich Asterias gebaut, um langsamer zu sein. Bewusster. Wärmer. Echter – das ist unser Motto“, erklärt Inhaber Bilal Aksu. Der Gastronom mit kurdischen Wurzeln hat sich in Freiburg-Zähringen mit der Eröffnung des Restaurants Asterias seinen Traum erfüllt. Hier wird seit Anfang Juni mediterrane Lebensfreude gelebt und kulinarisch vermittelt. Im Mittelpunkt steht ägäische Küche, eine mediterrane Küche, die stark von den Inseln und der Küstenregion der Ägäis, sowohl in Griechenland als auch in der Türkei, geprägt ist. Sie zeichnet sich durch die Verwendung von frischen, saisonalen Zutaten, viel Olivenöl, Zitronen und Kräutern aus. Fisch und Meeresfrüchte spielen eine wichtige Rolle, ebenso wie Gemüse und Hülsenfrüchte. Eine Spezialität sind kleine Köstlichkeiten – Meze genannt – sie erinnern ein wenig an spanische Tapas und werden als Vorspeisen serviert.


Bilal Aksu ist seit rund 30 Jahren in der Gastronomie tätig. Seinen Gästen möchte er eine köstliche Auszeit vom Alltag schenken. Die Küche ist leicht, gesund und voller Aromen und Gewürze. Frisch, authentisch und mit feiner Hand zubereitet. Wer dem Koch in der modernen und blitzeblank gepflegten Küche über die Schulter schaut, kann sich davon überzeugen: Hier versteht jemand sein Handwerk, setzt dabei auf marktfrische Zutaten vom Feinsten und kombiniert klassische Rezepturen mit modernen Akzenten.

Täglich frische Fischgerichte und Meeresfrüchte sind zudem die besondere Leidenschaft von Bilal Aksu: von gebratener Dorade mit Salat, Reis oder Pommes über gegrillte Sardinen bis hin zu in Butter, Knoblauch und Zitronen gebratenen Riesengarnelen reicht das Angebot. Sehr zu empfehlen ist auch die ausführliche Salatauswahl. Jeden Tag zwischen 11.30 Uhr und 14 Uhr gibt es zudem eine günstige Mittagskarte.


Asterias, Hornusstraße 15, 79108 Freiburg. Telefon: 0761/38388432. Di bis Fr 11.30 bis 14 und 17 bis 23 Uhr (warme Küche bis 21 bzw. Freitag bis 22 Uhr) Sa und So von 12 – 23 Uhr (warme Küche
Sa bis 22 Uhr, Sonntag bis 21 Uhr). Infos: www.asterias-freiburg.de

ERÖFFNUNG: Am kommenden Samstag, 26. Juli, feiert das Asterias ab 19.30 Uhr offizielle Eröffnung. An diesem Abend wird es Live-Musik mit Cello, Geige und Klavier geben. Zum speziellen Anlass gibt es für alle Gäste zudem eine kostenlose Vorspeise, um sich von dem für das Restaurant so typischen Geschmackserlebnis zu überzeugen.

Restaurant Asterias: Bilal Aksu serviert hier Gerichte, die an Griechenland oder die Ägäis erinnern.

Der Dorfbrunnen in Haslach ist ein Brennpunkt

Stefan Wunderle betreibt den Kiosk in Haslach am Dorfbrunnen und macht sich große Sorgen um den Fortbestand seines Geschäfts. Kunden würden aus Angst und Abscheu fortbleiben. Foto: Sven Meyer

Geht am Dorfbrunnen im Stadtteil Haslach eine ehemals gut harmonierende Nachbarschaft gerade den Bach runter? Zumindest kann man den Eindruck gewinnen, wenn man dieser Tage den kleinen Platz im Zentrum von Haslach aufsucht. Die Anwohner wollen die Situation nicht länger hinnehmen.

Ab zirka 10 Uhr morgens trudeln nach und nach verwaist aussehende Männer mit unübersehbarer Suchtproblematik ein. Spricht man mit Passanten auf der Straße, hört man nur Unmut. Die Situation sei untragbar, Frauen fühlten sich hier nicht mehr sicher, Kinder reagierten verängstigt.


Tatsächlich gibt es hier fast wöchentlich Polizeieinsätze, weil die Situation mal wieder eskaliert: Es gibt vulgärste Pöbeleien, offenen Drogenkonsum, wüste Schlägereien, Wildpinkeln und Vermüllung. Vor Kurzem eskalierte die Situation komplett, als zwei Männer im Rauschzustand ihre Genitalien entblößten – in Gegenwart von Kindern. Ein Vater sah rot und schlug zu. Anwohner meiden den Platz, Eltern lassen ihre Kinder nicht mehr alleine nach Hause laufen, aus Sorge, dass am Platz etwas passieren könnte. Kurzum: Die Situation ist untragbar geworden.


Ein besonders Leidtragender ist Stefan Wunderle, der den Kiosk am Dorfbrunnen betreibt. Weil immer mehr Kunden durch die Situation abgeschreckt werden, fürchtet er massiv um seine Existenz. „Wir kämpfen wirtschaftlich um unser Überleben. Es gibt Tage, da eskaliert es hier so sehr, dass ich mehrfach die Polizei rufen muss“, berichtet er. Gleichzeitig bittet er die Haslacher um Solidarität für seinen Kiosk.


Zusätzlich hat Wunderle eine Unterschriftenaktion gestartet. „In drei Tagen haben über 500 Leute unterschrieben“, sagt er. Die Liste ging an die Stadt, die signalisiert habe, an einer Lösung mitzuarbeiten. Auch der Bürgerverein, der Kommunale Ordnungsdienst und die Polizei seien mit im Boot. „Wir müssen und wollen das gemeinsam lösen. Das Ziel muss es sein, hier ein neues Konzept zu erarbeiten, um die Situation nachhaltig zu entschärfen, damit sich auch Familien wieder wohlfühlen“, sagt Wunderle. „Der Dorfbrunnen sollte ein Ort sein, an dem sich die Menschen in Haslach wohlfühlen.“


So lange, bis ein Konzept steht, wollten offenbar unbekannte Anwohner nicht warten: Sie entfernten über Nacht die Sitzgelegenheiten rund um einen Baum. Seither sei es tatsächlich etwas ruhiger geworden, sagt Wunderle. Überwiegend, so der Kioskbetreiber, kämen die Unruhestifter aus dem Stadtteil selbst. Es seien Menschen mit starker Suchtproblematik – auch harte, aggressiv machende Drogen wie Crack würden konsumiert. Ab 17 Uhr habe er deswegen einen Securitydienst angestellt, auch um seine Kunden und Mitarbeiter zu schützen. Die Polizei appelliert derweil, jegliche Art von Belästigungen und sonstigen inakzeptablen Vorgängen unverzüglich zu melden.

Sport-Events: Freiburg steht vor einem sportlichen Wochenende

Freiburg kann sich auf ein prall gefülltes Sport-Wochenende freuen. Neben dem Schauinslandkönig als Klassiker am Sonntag finden am Wochenende vor allem drei echte Highlights statt: ein Tennis-Event mit Star-Potenzial am Samstag beim Freiburger TC, eine große Neueröffnung bei der FT am Sonntag und eine große Fight Night in der Messe Freiburg.

Am Samstag schlägt die ehemalige Nummer 25 der ATP-Weltrangliste in Freiburg auf: Mischa Zverev, älterer Bruder und Manager von Deutschlands Nummer eins, Alexander Zverev, kommt zum Saisonabschluss-Event des Freiburger Tennis-Clubs (Einlass ab 11.30 Uhr / Eintritt: fünf Euro/ermäßigt drei Euro, Kinder bis zehn Jahre frei). „Für uns ist es eine große Ehre, dass Mischa Zverev unseren Club für seine Sommertour ausgewählt hat“, sagt Clubmanagerin Eva Birkle-Belbl über das Event anlässlich des 130-jährigen Clubjubiläums. Sogar ein waschechtes Prominentendoppel steht an – denn der 37-jährige Zverev wird gegen SC Freiburg-Profis Nicolas Höfler und Michael Gregoritsch Tennis spielen. „Dass aktive Bundesliga-Spieler gemeinsam mit einem ehemaligen Weltklassespieler auf unserem Platz stehen – und sogar beim Fußballtennis mitmischen – ist für uns alle ein sportliches Highlight mit Vorbildcharakter“, freut sich Birkle-Belbl. Auch eine Talkrunde, ein Kinderprogramm, Gewinnspiele und vieles mehr haben sich die FTC-Macher ausgedacht. „Es soll ein Happening für die ganze Familie werden, nicht nur für die Tennis-Begeisterten“, so die FTC-Managerin.

Meilenstein für die FT

Die direkt benachbarte Freiburger Turnerschaft (FT) feiert einen Tag später ganz groß: Am Sonntag ab 13 Uhr wird der in rund zwei Jahren Bauzeit sanierte und baulich erweiterte FT-Sportpark bei einem großen Familien- und Sportfest eröffnet (mehr dazu auf den Seiten 3 bis 5). „Für unseren
Verein ist das ein Meilenstein“, sagt Peter Gerspach, Geschäftsführer des 7.000-Mitglieder-Sportvereins. Den Kostenrahmen von rund 20 Millionen Euro konnte die FT einhalten. Die Stadt Freiburg beteiligte sich mit neun Millionen Euro an dem Projekt. „Das ist es uns wert, weil der Breiten- und Leistungssport im Freiburger Osten damit nochmals einen richtigen Sprung nach vorne macht“, sagt Oberbürgermeister Martin Horn.

Fight Night in der SICK-Arena

Sportlich geht es auch am Samstag in der SICK-Arena zur Sache. Für die Champions Fight Night sind bereits über 2.250 Tickets verkauft worden. „Ob wir die Halle wirklich ausverkaufen, bleibt abzuwarten. Aber es wird eine fantastische Stimmung geben“, sagt Mitorganisator Leo Andris über das Event, für das sich Kampfsportvereine aus der ganzen Region zusammengetan haben. Auch eine Abendkasse wird es geben.

Pfefferspray-Vorfall im Freiburger Eugen-Keidel-Bad sorgt für Großeinsatz

KeidelbadAm Mittwoch gegen 10 Uhr kam es zu einem Großeinsatz im Keidel-Bad. Archivfoto: FWB

Im Freiburger Eugen-Keidel-Bad sorgt eine 80-Jährige für Aufregung: Ihr mutmaßlich unbeabsichtiger Umgang mit Pfefferspray löst einen Großeinsatz aus. 13 Personen wurden behandelt.

Im Eugen-Keidel-Bad in Freiburg ist am Mittwochmorgen Pfefferspray freigesetzt worden, wodurch 13 Personen medizinisch behandelt werden mussten. Wie die Polizei mitteilt, ereignete sich der Vorfall gegen 9.50 Uhr, als eine 80-jährige Frau im Foyer des Thermalbads unsachgemäß mit einem Pfefferspray hantierte. Das Spray habe sich im Eingangsbereich verteilt, woraufhin das gesamte Bad für etwa 30 Minuten geräumt und der Eingangsbereich maschinell belüftet worden sei. Die 13 betroffenen Personen hätten über Augenreizungen geklagt, seien jedoch nach der Untersuchung vor Ort entlassen worden, ohne dass ein Transport in eine Klinik notwendig gewesen sei.

Der Rettungsdienst und die Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot vor Ort, darunter zwei Notärzte, ein Leitender Notarzt, mehrere Rettungswagen und Krankentransportwagen, der Einsatzleitwagen für den Rettungsdienst, das ehrenamtlich besetzte Modul Transport des DRK Freiburg sowie ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst der Malteser Freiburg.

Der Polizeiposten Freiburg-St. Georgen (Tel.: 07 61 – 12 01 71 40) hat die Ermittlungen übernommen. Da sich der Einsatz zeitlich mit einem Brandmeldealarm in der Zahnklinik des Universitätsklinikums überschnitten hatte, wurden die dort gerade frei gewordenen Einheiten zum Eugen-Keidel-Bad entsendet.

Die Zelte des Zelt-Musik-Festivals in Freiburg öffnen zum 41. Mal

ZMF LoungeblickEinzigartige Atmosphäre zwischen roten Zirkuszelten: Bis zum 3. August verzaubert das Zelt-Musik-Festival wieder seine Besucher. Foto: Klaus Polkowski / ZMF

Das Zelt-Musik-Festival (ZMF) geht in die nächste und 41. Runde. Wie jedes Jahr verwandelt sich das Gelände am Mundenhof in eine sommerliche, rot leuchtende Zeltstadt. 14 Veranstaltungen sind schon ausverkauft, aber für viele sind noch Tickets zu haben.

Am Mittwoch startet das 41. Zelt-Musik-Festival. Und die Besucher des ZMF erwartet wieder ein abwechslungsreiches Lineup.

Insgesamt 14 Veranstaltungen sind schon ausverkauft, darunter Siegfried & Joy, Beatsteaks, LEA, Gianna Nannini und Amy Macdonald im Spiegelzelt sowie The Hooters, Les Yeux d’La Tête, Willy Astor, Black Sea Dahu und „Crosby, Stills, Nash & more“ im Badische Zeitung Zelt. Auch für die Kinderveranstaltung der Kultzauberer Siegfried & Joy gibt es bereits keine Tickets mehr.

Hierfür gibt es noch Tickets

Für viele Konzerte sind aber auch Karten erhältlich. 2025 ist zum Beispiel das Jahr der Powerfrauen: Für das Dee Dee Bridgewater Quartet (So., 20. Juli, 19:30 Uhr), das Patti Smith Quartet (Do., 24. Juli, 20 Uhr), für Angélique Kidjo (Mo., 21. Juli, 20 Uhr) und auch für Anastacia (Fr., 25. Juli, 20 Uhr) sind noch Karten im Verkauf. Unter anderem sind außerdem noch Tickets erhältlich für die Konzerte von Element of Crime (Di., 22. Juli, 19.15 Uhr), Rainer von Vielen (Di., 22. Juli, 20.30 Uhr), Bosse (Sa., 26. Juli, 20 Uhr), der Crucchi Gang (So., 27. Juli, 20.30 Uhr), Christian Steiffen (Do., 31. Juli, 20 Uhr) und ENNIO (Fr., 1. August, 20 Uhr).

Das Actionprogramm ist auch in diesem Jahr das Rahmenprogramm auf dem ZMF. Die Besucher können sich über verschiedene Workshops und Mitmachaktionen freuen. Nachdem die Konzert-Specials vor einem Jahr so gut ankamen, gibt es auch in diesem Konzerte ohne Eintritt im Fürstenberg Zelt – dort treten Kapa Tult (19.7.), ENGIN (26.7.) und Antifuchs (1.8.) auf. Für das gesamte Actionsprogramm gilt: Eintritt frei.

Für alle Kinder bis zehn Jahren findet am Freitag, 18. Juli der 40. Bambinilauf der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau statt. Die ZMF-Veranstalter freuen sich auf über 1.000 junge Sportler. Zur Jugendkulturnacht wird am 27. Juli eingeladen. Junge Talente beweisen hier ihren Mut und begeistern das Publikum mit Livemusik und Tanz bis in die Nacht.

Komplett erneuert wurde die Zirkuszeltplane. Das Hügelzelt hat ein neues Gewand bekommen, auch die Kinderecke wurde etwas erneuert. Die ZMF-Gastronomie begrüßt außerdem einen neuen Stand: Von Freitag bis Sonntag und an ausgewählten Tagen gibt es nun Cupcakes. Neu im Angebot ist das Getränk „Sonnja“ vom Badischen Winzerkeller.

Hin und zurück per VAG-Bus

Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) bietet wie gewohnt Shuttlebusse an, die von der Haltestelle „Munzinger Straße“ (Stadtbahnlinie 3 Richtung Haid) direkt zum ZMF fahren. Aus- und Zusteigen kann man auch an den Haltestellen „Dehner Gartencenter“ und „Maria-von-Rudloff-Platz“. Dabei gilt die ZMF-Konzertkarte auch als Fahrausweis (ab drei Stunden vor Konzertbeginn im gesamten RVF-Gebiet). Wer keine Eintrittskarte hat, zahlt zwei Euro für Hin- und Rückfahrt im Shuttlebus. Die Busse fahren täglich ca. alle 15 Minuten von der Munzinger Straße von 18 Uhr bis 1 Uhr (Abfahrtszeiten am Mundenhof außerdem 1 Uhr und 2 Uhr), Freitags und Samstag von 18 Uhr bis 4 Uhr.

Mehr Infos unter www.zmf.de