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Freibadesaison geht weiter: Strandbad und Westbad bleiben bis Ende September offen

Noch ist nicht Schluss für das Freibadvergnügen – auch im Westbad (siehe Foto) darf bis Ende September geplanscht werden.Noch ist nicht Schluss für das Freibadvergnügen – auch im Westbad (siehe Foto) darf bis Ende September geplanscht werden. Foto: Thomas Kunz

Während das Lorettobad und das Freibad in St. Georgen am Sonntag mit dem Ende der Schulferien schließen werden, gehen das Strandbad und das Freibad im Westbad in die Verlängerung. Die beiden Freibäder bleiben wetterabhängig bis voraussichtlich zum Dienstag, 30. September geöffnet. Ab kommenden Montag gelten aber kürzere Öffnungszeiten: Beide Bäder werden dann täglich von 12 bis 18 Uhr geöffnet sein.

Während das Strandbad schon in den vergangenen Jahren länger offen blieb, kommt das Mitte August eröffnete Freibad im Westbad neu hinzu. Dieses hat laut Angaben der zuständigen Regio Bäder GmbH seit der feierlichen Eröffnung einen „großen Zuspruch“ erlebt. Ab dem 15. September haben auch wieder alle fünf Hallenbäder in Freiburg geöffnet.

RP setzt Frist: Freiburg muss Bezahlkarte für Flüchtlinge einführen

Bezahlkarte für Flüchtlinge: Auch Freiburg bekommt sie. foto: dpa, arnoldBezahlkarte für Flüchtlinge: Auch Freiburg bekommt sie. Foto: dpa/arnold

Als letzter Stadtkreis im Land soll nun auch Freiburg eine Bezahlkarte für Flüchtlinge einführen. Das Regierungspräsidium (RP) Freiburg hat der Stadtverwaltung eine entsprechende Frist gesetzt, wie RP-Sprecherin Heike Spannagel bestätigt hat.

Die Karten werden in Baden-Württemberg seit einem halben Jahr ausgegeben, in Freiburg allerdings aufgrund der Ablehnung durch die Stadtverwaltung und Kritik aus dem Gemeinderat bisher nicht umgesetzt. Bis spätestens 10. Oktober soll sich das nun ändern: Bis dahin müsse „der Rollout-Prozess“ in Freiburg losgehen, so Spannagel auf Nachfrage. Hintergrund sei der entsprechende Erlass des baden-württembergischen Justizministeriums vom vergangenen Oktober.

Bisher hatte die Stadtverwaltung sich vor der Umsetzung der Karten-Einführung erfolgreich weggeduckt, weil es keine Fristvorgabe für den „Rollout“ seitens des Landes gegeben hatte. Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach (SPD) und die Freiburger Grünen hatten mit Blick auf die Karte vor dem hohen daraus folgenden Bürokratieaufwand gewarnt. Entsprechend kritisch äußert sich von Kirchbach nun: „Das ist aus meiner Sicht nicht zielführend, da wir in Freiburg bislang ein gutes und bewährtes System hatten. Für uns bedeutet die Einführung der Bezahlkarte einen hohen bürokratischen Aufwand, der den Zielen eines erforderlichen Bürokratieabbaus zuwiderläuft.“

Ohnehin sei die Bezahlkarte weniger relevant für die Stadt, da sie als Standort der Landeserstaufnahme LEA von der Aufnahme weiterer Geflüchteter befreit sei und die Karte folglich nur wenige Menschen betreffe. Es sei „verwunderlich“, dass das Land hier den Ermessensspielraum des Bundes bei der Leistungsgewährung für Geflüchtete „auf Null“ reduziert habe, so der Bürgermeister.
Den Bestellprozess für die Karten werde die Stadt wohl im Oktober einleiten, so Rathaussprecherin Martina Schickle. „Bis zur Ausgabe dauert es dann aber noch etwas.“ Alle Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg außer Freiburg haben mittlerweile die entsprechenden Vorgaben der grün-schwarzen Koalition in Stuttgart umgesetzt.

Widerstand kommt in Freiburg auch von Flüchtlingshelfern wie der „Aktion Bleiberecht“. Sie hat eine Aktion ins Leben gerufen, bei der sie Lebensmittelgutscheine, die Geflüchtete mit der Bezahlkarte erwerben, in Bargeld eintauscht. Die Bezahlkarte für Geflüchtete sei „verfassungsrechtlich fragwürdig“ und stehe für „rassistische menschenverachtende Politik“, so die Begründung der Initiative. Der Freiburger Linken-Bundestagsabgeordnete Vinzenz Glaser hat die Bezahlkarte, mit der vor allem Bargeldtransfers in die Heimatländer der Geflüchteten, Missbrauch öffentlicher Mittel und laut Justizministerin Marion Gentges (CDU) „falsche Anreize“ für die Einreise unterbunden werden sollen, als „Instrument der Diskriminierung“ kritisiert. Die Bezahlkarte war von der Ampel-Koalition im April 2024 beschlossen worden. Für die Umsetzung sind die Länder zuständig. Bernd Peters

Die GenZ im Asien-Fieber – auch in Freiburg

Asien-TrendAus Asien schwappen viele Trends nach Europa herüber – in Freiburg begeistert vor allem asiatische Küche. Foto: Adobe.Stock

Labubus, Matcha-Tee und K-Pop: Seit einigen Jahren ist die asiatische Popkultur in Deutschland im Kommen. Vor allem die jüngere Generation interessiert sich zunehmend für den fernöstlichen Lebensstil – das zeigt sich auch in Freiburg.

Die asiatische Kultur hat Anziehungskraft: Schon im vergangenen Jahrhundert erfreuten sich Animes und Mangas großer Beliebtheit in Deutschland, später kamen japanische Computerspiele auf den Markt. Heute gibt es Bubble und Matcha Tea, man hört K-Pop. Allgemein werde die asiatische Kultur populärer, so Jessica Imbach, die am Institut für Sinologie an der Albert-Ludwigs-Universität arbeitet. „Japan hatte schon immer Anziehungskraft“, so Imbach, die in dem Zusammenhang vor allem Medien wie Mangas, Animes und Computerspiele nennt. Musik aus Asien war bisher selten in Deutschland: Das änderte sich mit der K-Pop-Welle, die koreanische Popmusik in Europa zum Hit machte.

Auch Arthur Hinsch von der deutsch-japanischen Gesellschaft Freiburg Matsuyama e. V. merkt, dass sich die Menschen mehr für Japan interessieren: „Wir können tatsächlich einen deutlichen Zuwachs von Interesse an der japanischen Kultur wahrnehmen“, so Hinsch. In der Gesellschaft seien ältere wie jüngere Leute vertreten. Das jährliche Frühlingsfest im Mai im Seepark sei auch bei jüngeren Leuten stets beliebt, so Hinsch. Hier kommen jedes Jahr zum Japanischen Kindertag Menschen zusammen, die die Begegnung zwischen japanischer und deutscher Kultur feiern, ein japanisches Bühnenprogramm sehen und kulinarische Spezialitäten genießen können.

Japanische Kultur hat sich etabliert

Schon lange gibt es Japanischkurse bei der vhs. Diese befassen sich nicht nur mit der Sprache selbst, sondern führen die Teilnehmer auch in die japanische Kultur ein. Hier bemerke man durch alle Altersgruppen einen Zuwachs. Neu im Programm habe man zwei Kurse für 14 bis 17-Jährige, die an den Wochenenden stattfinden. 2025 seien außerdem über 800 Besucher beim Japantag der vhs gewesen. Im März gibt es einen japanischen Kulturtag im Gedenken an Hiroshima, der die japanische Kultur lebendig macht.

Dass das Interesse an asiatischer Kultur nicht über alle Länder hinweg gleichzeitig entstanden ist, weiß auch Jessica Imbach: So muss man vor allem zwischen China und den Ländern wie Japan und Korea differenzieren. Seit Kurzem nehme auch das Interesse an China zu. Bisher sei Europa da sehr zurückhaltend gewesen, so Imbach. „China ist in der Wahrnehmung ein sehr angefeindetes politisches System“, sagt sie. Als Ursache nennt sie vor allem die Zensur in den chinesischen Medien, die in Japan und Korea zum Beispiel keine Rolle spiele. Dies habe die Wahrnehmung geprägt und den Eindruck erweckt, das chinesische Volk habe keine authentische Kultur. „Hier findet jetzt ein Umdenken statt“, so Imbach.

Die Sozialen Medien dürfe man dafür jedoch nicht in erster Linie verantwortlich machen, obwohl sich mit TikTok eine der bei jungen Menschen am häufigsten genutzte Plattform in chinesischer Hand befindet. „Das TikTok, das wir nutzen, hat mit dem chinesischen nicht viel zu tun, da gibt es keine Überschneidungen“, so Imbach. In China freue man sich, dass die chinesische Kultur mehr Bekanntheit erreicht, sagt Imbach. Vorrangig seien jedoch Elemente aus der koreanischen und japanischen Kultur über die Landesgrenzen nach Europa getragen worden.
Asien ist der am schnellsten wachsende Kontinent – darin liege sicher auch für viele Menschen der Reiz an der Kultur. „Ich glaube schon, dass geopolitisch und ökonomisch betrachtet Asien die Zukunft ist“, so Imbach.

In Freiburg schlägt sich das vor allem in der asiatischen Küche nieder: „Es gibt hier wirklich fantastisches asiatisches Essen“, so Imbach. Dies überrasche nicht nur sie, sondern auch chinesische Doktoranden, wenn diese frisch nach Freiburg kommen.

Chat GPT & Co. im Fokus: Das ist das neue Semesterprogramm der vhs Freiburg

Welche Risiken und Chancen bieten KI-Tools wie ChatGPT? Darauf liegt der Fokus des neuen vhs-Programms.Welche Risiken und Chancen bieten KI-Tools wie ChatGPT? Darauf liegt der Fokus des neuen vhs-Programms, Foto: Diego-Stock.Adobe.com

Das neue Programm der Volkshochschule Freiburg für das Herbst-/Wintersemester 2025/26 ist da und liegt in Teilen der aktuellen Ausgabe des Freiburger Wochenbericht bei. In diesem Jahr steht es unter dem Motto „Smart in die Zukunft – Nachdenken. Verstehen. Mitmachen“.

Soziale Medien, Künstliche Intelligenz, Smart Home oder Gesundheits-Apps: Die Digitalisierung beeinflusst nahezu alle Bereiche des Alltags. Mit dem Themenschwerpunkt möchte die vhs Freiburg die Menschen dabei unterstützen, sich sicher und souverän in der digitalen Welt zu bewegen. „Was nützt es und welche Risiken birgt es? Unser Anliegen ist es, Wissen zu vermitteln, zum Nachdenken und zum Ausprobieren anzuregen. Ziel ist es, Berührungsängste und Hürden abzubauen und einen bewussten, kritischen Umgang mit digitalen Medien zu fördern“, betont Direktorin Philine Weyrauch- Herrmann. Das neue Semester startet mit den Online-Vorträgen „Verändert KI unsere Gesellschaft?“ (8. Oktober) und „Künstliche Freundschaft: Chancen und Risiken von digitalen Begleitapps“ (24. Oktober) sowie dem Workshop „KI – eine Gefahr für die Demokratie? Chancen, Nutzen und Risiken“ (22. Oktober).

Auch im Bereich Beruf spielt das Thema eine große Rolle, genauso wie bei der Eltern- und Familienbildung, hier gibt es beispielsweise die Vorträge „Schönheitsideale im Internet“ oder „Digitale Helfer für Arbeit und Familie“.

Dagegen sollen aber auch Offline-Kurse wie „Digital Detox“ medienfreie Zeit schaffen. Mit der Landeszentrale für politische Bildung wird die neue Reihe „Baden-Württemberg wählt“ angeboten. Zum Auftakt (18. Dezember) spricht Michael Wehner über „Die Landtagswahl 2026: Stimmen, Standpunkte, Strategien“. Natürlich stehen zudem wieder zahlreiche Kurse zu Gesundheit, Kulinarik, Kultur und Sprachen auf dem Programm. Außerdem wird die Filmreihe „Visionen der Nachhaltigkeit“ in der Harmonie Freiburg mit dem Schwerpunkt „Well-Being“ fortgesetzt.

Auch in Zeiten der Digitalisierung sei kein Trend zu Online-Kursen spürbar: „Die Menschen suchen die Begegnung und den Austausch vor Ort“, so die vhs-Direktorin. Schon jetzt gebe es viele Anmeldungen für das neue Semester. Insgesamt haben sich die „Teilnehmerzahlen gut entwickelt“ – allein im vergangenen Jahr waren es rund 48.000.

Info: Das neue Programm der vhs Freiburg erscheint am 10. September als Beilage im Freiburger Wochenbericht (in einigen Stadtteilen als Beilage in Der Sonntag). Es enthält alle Veranstaltungen und Kurse des Herbst-/Wintersemester 2025/26 mit den organisatorischen Angaben. Die vollständigen Ausschreibungen der Angebote finden sich unter www.vhs-freiburg.de.

Freuen sich, bald in das neue vhs-Semester zu starten: Philine Weyrauch-Herrmann, Direktorin der vhs Freiburg, Karlheinz Müller, stellvertretender Direktor (r.) und Daniel Mühl, Fachbereichsleiter Politik, Gesellschaft und Umwelt. Foto: Schuh

Kinotipp: „The Long Walk – Der Todesmarsch“ – Verfilumg des Kultromans von Stephen King

Sie müssen immer weiterlaufen: Es gibt für Parker (Joshua Odjick), Harkness (Jordan Gonzalez), McVries (David Jonsson), Garraty (Cooper Hoffman) und Barkovitch (Charlie Plummer) kein Zurück.Sie müssen immer weiterlaufen: Es gibt für Parker (Joshua Odjick), Harkness (Jordan Gonzalez), McVries (David Jonsson), Garraty (Cooper Hoffman) und Barkovitch (Charlie Plummer) kein Zurück. Foto: Murray Close/Lionsgate

Jeder Schritt zählt. Ein Wettkampf, eine Gruppe junger Männer, ein Sieger – der Thriller erzählt eine bedrohlich-utopische Geschichte. Francis Lawrence („Die Tribute von Panem“) bringt den Kultroman von Horrormeister Stephen King auf die große Leinwand.

In einer Welt, in der ein tyrannischer Polizeistaat die Kontrolle übernommen hat, gibt es nur eine Möglichkeit zum Aufstieg aus der Armut: Den jährlich stattfindenden „Long Walk“ quer durch die USA. Der Gewinner erhält lebenslang alles, was er sich wünscht. Alle anderen bezahlen mit ihrem Leben. Denn wer stehen bleibt oder das vorgegebene Tempo nicht halten kann, wird drei Mal verwarnt und dann erschossen.

Ray Garraty (Cooper Hoffman) tritt in diesem Jahr an und trifft auf verschiedene andere Teilnehmer wie den charismatischen McVries (David Jonsson), den freundlichen Baker (Tut Nyuot), den sprücheklopfenden Olson (Ben Wilson), den sportlichen Stebbins (Garrett Wareing) und den sarkastischen Barkovitch (Charlie Plummer). Während des Marsches entstehen Freundschaften und Feindschaften. Der psychische und physische Druck bringt die Jugendlichen an ihre Grenzen.
Der Cast besticht mit einigen der aktuell angesagtesten jungen Hollywood-Schauspieler wie Cooper Hoffman („Licorice Pizza“), Ben Wang („Karate Kid: Legends“), David Jonsson („Alien: Romulus“), Charlie Plummer („Moonfall“).

Die weiteren Rollen sind unter anderem mit Mark Hamill („Star Wars“-Franchise) und Judy Greer („Ant-Man and the Wasp“) ebenso hochkarätig besetzt. Hit-Regisseur Francis Lawrence, der mit der „Die Tribute von Panem“-Reihe bereits wegweisende dystopische Actionabenteuer inszenierte, verwandelt Stephen Kings Kultroman – den er 1979 unter dem Pseudonym Richard Bachman veröffentlichte – in ein atemberaubend fesselndes Kinoerlebnis.

Seltsame Todesfälle in „Honey Don’t“ von Kultregisseur Ethan Coen

Kleinstadtprivatdetektivin Honey O’Donahue (Margaret Qualley) untersucht den Tod eines jungen MädchensKleinstadtprivatdetektivin Honey O’Donahue (Margaret Qualley) untersucht den Tod eines jungen Mädchen Foto: Universal Pictures

Sie hat nur zwei Leidenschaften, und eine davon ist Gerechtigkeit: Der fragwürdige Tod eines jungen Mädchens aus Bakersfield erregt den Verdacht der Kleinstadtprivatdetektivin Honey O’Donahue (Margaret Qualley). Ihre Nachforschungen führen sie zu einer Reihe seltsamer Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer mysteriösen Kirche stehen.

Die Hauptrollen in der Neo-Noir-Komödie von Kultregisseur Ethan Coen spielen Margaret Qualley („The Substance“), Aubrey Plaza („The White Lotus“), Comedian Charlie Day („Der Super Mario Bros.“) und Chris Evans („The Avengers“) als dubioser Sektenführer Drew Devlin. Mit dem Film setzt Coen seine queere B-Movie-Trilogie fort, die er mit „Drive-Away Dolls“ begonnen hat.

„Die Gesandte des Papstes“: Biopic über Francesca Cabrini

Francesca Cabrini (Cristiana Dell'Anna), trifft Papst LeoFrancesca Cabrini (Cristiana Dell’Anna) trifft Papst Leo Foto: Angel Studios

Im Jahr 1889 kommt Francesca Cabrini (Cristiana Dell’Anna), eine italienische Ordensschwester, in New York an – einer Stadt, die von Einwanderung, Elend und Hoffnung geprägt ist. Als persönliche Gesandte des Papstes beginnt sie sofort mit ihrer Mission: den Ärmsten zu helfen, insbesondere Waisenkindern aus Immigrantenfamilien. Doch was sie erwartet, ist mehr als nur Armut – es ist ein System aus Gleichgültigkeit, Vorurteilen und männlich dominierten Machtstrukturen.

Doch Cabrini widersetzt sich jeder Form von Einschränkung. In einer Zeit, in der Frauen zum Schweigen verdammt sind, erhebt sie ihre Stimme. Mit ihrer visionären Kraft und ihrem organisatorischen Talent kann sie erste Erfolge vorweisen – doch das ist den mächtigsten Männern New Yorks schnell ein Dorn im Auge.

Wincent Weiss hautnah, Italo-Sound und mehr: So war es bei den Freiburger Münsterplatz-Konzerten

Popsänger Wincent Weiss genoss das Bad in der Fanmenge.Popsänger Wincent Weiss genoss das Bad in der Fanmenge. Foto: Philipp Kupfer

Für Freiburger Konzertfans war es definitiv eines der Highlights des Jahres – sechs Tage lang wurde der Münsterplatz wieder zur Bühne für Top-Acts. 27.500 Besucher waren bei dem musikalischen Spektakel im Herzen der Stadt dabei: ein neuer Rekord laut Marc Oßwald von Vaddi-Concerts. Vergangenes Jahr waren es 25.000 – bei der Premiere 23.000. Die dritte Auflage der Münsterplatz-Konzerte eröffnete Popsänger Wincent Weiss. Viele Fans versammelten sich schon um vier Uhr morgens beim Münster, um sich die besten Plätze in der ersten Reihe zu sichern. Er begeisterte die 5.500 Besucher nicht nur mit seinen Songs, sondern auch hautnah. Der 32-Jährige mischte sich bei seinen Songs ins Publikum und ließ sich von seinen Fans beim Stage Diving meterweit auf Händen tragen. Kleines Malheur zwischendurch: Vor lauter Action riss seine Hose. Für den Musiker kein Problem – er schlüpfte auf der Bühne einfach schnell in eine neue kurze Hose. „Alles wie gemalt in Freiburg! Bis auf die Hose! Aber sonst war es ein richtig gutes Konzert bei euch! Danke fürs Mitmachen und für die wahnsinnige Stimmung! Wir sehen uns 2026“, postete er samt Schnappschüssen bei Instagram & Co.

Star-DJ Boris Brechja feierte mit seinen Fans eine mitreißende Elektroparty auf dem Münsterplatz. Foto: Michael Bamberger

In den folgenden Tagen sorgten dann Star-DJ Boris Brechja bei „Sea You on Tour“ und die Band Provinz für Stimmung. Klassikliebhaber kamen bei den Konzerten der Prager Philharmonie und des Freiburger Barockorchesters mit der berühmten Sopranistin Jeanine De Bique auf ihre Kosten. Für ganz viel Urlaubsstimmung und Amore sorgten Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys mit ihren Italo-Schlagern – sie brachten das Publikum zum ausgelassenen Feiern und Tanzen.

Ausgelassene Stimmung und jede Menge Italo-Schlager: Roy Bianco und die Abbrunzati Boys brachten die Menge zum Feiern. Foto: Jasmin Seidel

Dass es im kommenden Jahr eine vierte Auflage des Festivals gibt, steht schon fest – auf der Bühne wurden bei der Eröffnung schon die ersten Acts verkündet. Popsänger Clueso wird am 11. Juni auftreten, das Musiker-Duo SDP am 12. Juni. Und auch das Philharmonische Orchester wird wieder dabei sein.

Internet-Stars Papaplatte und Co. testen den Europa-Park

Streamer Papaplatte war im Europa-Park unterwegs – natürlich waren auch seine Follwer per Livestream dabei.Streamer Papaplatte war im Europa-Park unterwegs – natürlich waren auch seine Follwer per Livestream dabei. Foto: Europa-Park

Kevin Andreas Teller, besser bekannt als Papaplatte, gehört zu den beliebtesten deutschen Streamern – allein bei Twitch hat er rund drei Millionen Follower. Zum ersten Mal hat er vor Kurzem den Europa-Park besucht. Hier war er gemeinsam mit seinen Twitch-Kollegen Rumathra, LetsHugoTV und Wichtiger unterwegs – sie testeten die Achterbahnen und weitere Attraktionen und fuhren bei der Parade mit.

Natürlich waren Papaplattes Follower per Livestream mit dabei. Der dauerte mehr als vier Stunden und wurde bis jetzt schon mehr als 422.000 Mal angeklickt. Und auch im Park blieben die Influencer nicht unerkannt. Und so durften sich zahlreiche jugendliche Fans über Selfies mit den Internet-Stars freuen.

„Klangparcours“ am 11. und 14. September am Freiburger Waldsee

Der Klangparcours konzentriert sich dieses Jahr auf das Ufer, den Pavillon und den Waldsee selbst.Der Klangparcours konzentriert sich dieses Jahr auf das Ufer, den Pavillon und den Waldsee selbst. Foto: Mehrklang

In diesem Jahr findet der Klangparcours am Waldsee zum zehnten Mal statt. Dabei wird es ein Wiederhören mit Künstlerinnen und Künstlern geben, die die Veranstaltung mitgeprägt haben. Etwa Michael Kiedaisch, das Freiburger Akkordeonorchester und Felix Borel.

Überhaupt bleibt sich die Gesellschaft für Neue Musik Freiburg treu und sorgt für Überraschungen, denn „Mehrklang“ kann auch alte Musik. Tre Voci wird zusammen mit dem Oboisten Ulrich Steurer Terzette von Claudio Monteverdi und den beiden englischen Komponisten John Dowland und Thomas Morley aufführen.

In diesem Jahr konzentriert man sich unmittelbar auf das Ufer, den Pavillon und den See. Zu erleben ist der Rundgang als Nocturne am 11. September und am 14. September tagsüber.

Viele Naturinstrumente sind auf diesem Parcours zu hören, die durch die umgebende Natur, alpine Landschaften, aber auch die World Music beeinflusst sind. Sechs Musikerinnen und Musiker der Blackforest Percussion Group werden auf Holzscheiten spielen, Arkady Shilkloper ist auf dem Alphorn und zusammen mit dem Saxophonisten Marcel Schmid zu hören. Während Wassertrommeln am Waldsee zu ihrem eigentlichen Element finden und in „Games for five Waterdrums“ von Matthias Kaul im Mittelpunkt stehen. Wer selbst gern einmal die Hauptrolle übernimmt, ist bei Yiran Zhao richtig. Die Komponistin hat ein Stück geschrieben, das auf den Köpfen der Besucherinnen und Besucher gespielt wird: ein ganz persönliches Zwiegespräch, sozusagen als Geburtstagsständchen, so die Veranstalter.

Der Klangparcours findet statt am Donnerstag, 11. September, 19 und 21 Uhr und am Sonntag, 14. September, 11, 13 und 15 Uhr. Tickets bei Reservix.de/BZ-Kartenservice 16/8 Euro oder Kasse vor Ort. Mehr unter www.mehrklang-freiburg.de