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DJ BoBo begeistert mit Tourauftakt im Europa-Park – auch der gute Zweck kommt nicht zu kurz

Bei der Generalprobe des Tourauftakts freuten sich DJ BoBo, seine Frau Nancy Baumann (r.) sowie Miriam (l.) und Mauritia Mack über die Spende für den guten Zweck. Foto: Europa-ParkBei der Generalprobe des Tourauftakts freuten sich DJ BoBo, seine Frau Nancy Baumann (r.) sowie Miriam (l.) und Mauritia Mack über die Spende für den guten Zweck. Foto: Europa-Park

DJ BoBo hat die Weltpremiere seiner neuen Tour bereits zum achten Mal im Europa-Park gefeiert. Gleich die erste, komplett ausverkaufte, Show am 15. Januar zeigte, dass der Schweizer Superstar mit jeder Tour aufs Neue überrascht und eine Ohrwurm-Garantie liefert. Die neue Produktion trägt den Titel „The Great Adventure“ und zählt zu den aufwendigsten Eurodance Arena Shows Europas. Von der Idee bis zur Fertigstellung vergingen zwei Jahre. Das Ergebnis ist ein Live-Erlebnis mit großem Ensemble, hochkomplexer Technik und einer Inszenierung, die das Publikum auf eine abenteuerliche Reise mitnimmt. Die Tour ist bis 2027 geplant und führt durch mehrere Länder.

Bei der Generalprobe haben DJ BoBo und seine Frau Nancy Baumann, die seit Jahren mit der Europa-Park Inhaberfamilie Mack befreundet sind, einen Scheck über 30.000 Euro an Mauritia Mack, Vorsitzende des Vereins „Einfach Helfen e.V.“, sowie an Miriam Mack, Botschafterin „Europa-Park Kinderhaus Kleine Helden“, überreicht. Die Spendensumme kam durch die Europa-Park Mitarbeitenden zustande, die Tickets für die Generalprobe erwerben konnten. Auf diesem Weg wurden 26.000 Euro gesammelt, die DJ BoBo im Anschluss auf 30.000 Euro aufgerundet hat. Schöne Aktion!

DJ BoBo begeisterte beim Tourneeauftakt mit einer mitreißenden Show. Foto: Detlef Berger
Ein spektakuläres Bühnenbild, einzigartige Kostümen, beeindruckenden Videoeffekten und atemberaubenden Choreographien sind sein Markenzeichen. Foto: Detlef Berger

Bei Wein und Sekt steigt die Nachfrage nach alkoholfreien Alternativen

Immer öfter im Glas: entalkoholisierter WeinImmer öfter im Glas: entalkoholisierter Wein Foto: Adobe Stock

Während in Deutschland alkoholfreies Bier seinen Absatz von 2013 bis 2023 verdoppeln konnte und auch alkoholfreier Sekt öfter angeboten wird, fristet alkoholfreier Wein noch ein Schattendasein. Doch immer mehr Weingüter, Winzergenossenschaften und Händler reagieren auf eine steigende Nachfrage bei den Kunden. Sebastian Faber, in vierter Generation Inhaber des Weinguts Faber in Freiburg-St. Georgen, führt seit rund einem Jahr alkoholfreien Wein in seinem Programm. Der Diplom-Ingenieur für Oenologie setzt auf eine Cuvée zweier Piwis, pilzresistente Rebsorten. Aus Trauben der Sorten Muscaris und Sauvignier Gris entsteht eine Wein-Cuvée, der mittels Vakuumdestillation bei einem Partnerunternehmen schonend der Alkohol entzogen wird. Der Entzug des Alkohols sei bei Wein und Sekt anspruchsvoller als beim Bier, da der Alkoholgehalt des Ausgangsprodukts höher liege als beim Bier. „Alkohol ist ein wichtiger Geschmacksträger“, erklärt Faber.
Durch die Vakuumverdampfung kann der Alkohol dem Wein bei niedrigen Temperaturen um die 30 Grad schonend bis auf einen Restalkoholgehalt unter 0,5 Volumenprozent entzogen werden – die Grenze ab der ein Getränk als alkoholfrei bezeichnet werden darf. Die rebsortentypischen Aromen sollen bei diesem Verfahren möglichst erhalten bleiben. Beim Sekt muss nach der Entalkoholisierung Kohlensäure zugesetzt werden. Um auf die steigende Nachfrage nach alkoholfreien Produkten zu reagieren, will Faber in Zukunft zusätzlich zu einem Trauben-Secco, dessen Grundlage Traubensaft ist, auch einen entalkoholisierten Sekt anbieten. Für die Entwicklung von Wein und Sekt ohne Alkohol sieht Faber noch großes Potenzial. Beim Bier habe die Entwicklung guter Produkte schließlich auch Zeit gebraucht.

Noch in den Kinderschuhen

Auch nach Ansicht von Ralph Schmidt, Geschäftsführer von Drexlers Weinhandlung in der Merianstraße befindet sich die Herstellung von entalkoholisiertem Wein und Sekt noch in den Kinderschuhen. Die bisherigen Techniken seien noch entwicklungsbedürftig, um ein komplexeres Geschmackserlebnis wie es guter Wein bieten könne, zu erlauben. Und es brauche Produzenten, die sich der Entwicklung solcher Weine verschreiben würden. Auch Schmidt beobachtet eine steigende Nachfrage bei den Kunden und begrüßt, dass sie sich hierzu im Fachhandel beraten lassen. In seiner Weinhandlung finden sich alkoholfreier Wein und Sekt von jeweils zwei Herstellern im Sortiment. „Beide haben viel Erfahrung mit solchen Produkten“, sagt Schmidt. Für die Weinhandlung Drexler gilt: Ins Angebot kommt nur, was die Betreiber auch selbst gerne trinken würden. Oftmals würden entalkoholisiertem Wein und Sekt aus geschmacklichen Gründen viel Zucker zugesetzt, sagt Schmidt. Dadurch kommen ähnliche Zuckermengen wie bei Limonaden zustande. Deshalb setzt Schmidt in seinem Sortiment auch noch auf ein alkoholfreies Produkt mit völlig anderer Machart: Sparkling Tea. Mit verschiedenen Teesorten, Kräuter- und Fruchtessenzen sowie Kohlensäure sei den Herstellern ein komplett alkoholfreies Getränk gelungen, das sich als Aperitif durchaus geschmacklich behaupten könne. „Man muss natürlich bereit sein, sich darauf einzulassen.“

Qualität zählt

Auch Alixe Winter, Geschäftsführerin der Weinbar und Vinothek Alte Wache am Münsterplatz freut sich über den wachsenden Trend zu alkoholfreien Angeboten. „Es gibt einfach Situationen, in denen es kein Alkohol sein soll und dann ist es zu begrüßen, wenn man nicht nur Wasser oder Fruchtsaftschorle trinken kann.“ Der alkoholfreie Sekt, den die Alte Wache als weißen Sekt und als Rosé-Sekt anbietet, laufe sehr gut im Ausschank, sagt Winter. Jetzt in der kalten Jahreszeit sei auch die alkoholfreie Wintermarie als alkoholfreie Glühweinalternative sehr gefragt. „Bei alkoholfreiem Wein und Sekt sind wir noch lange nicht am Ende der Entwicklung“, ist sich auch Winter sicher. Durch die steigende Nachfrage bei Konsumenten und mit Mut und Experimentierfreude bei den Weinproduzenten könnten immer bessere Produkte entstehen. Oft seien es jüngere Kunden, die nach alkoholfreien Produkten fragten. Die Kunden seien durchaus qualitätsbewusst und bereit, die durch den erhöhten Herstellungsaufwand höheren Preise für guten entalkoholisierten Wein und Sekt zu bezahlen.

Erstes Freiburger „Playdate“ zieht 500 Menschen in die Markthalle

Das Playdate in der Markthalle brachte Brettspielfreunde zusammen. Foto: Enya Steinbrecher

Gleichgesinnte zusammenbringen: Das wollte das erste „Playdate“ am Montag, bei dem rund 500 Menschen sich in der Markthalle zum Karten- und Brettspiele spielen trafen. Teilnehmende und Veranstalter sind zufrieden – und sehen Wiederholungsbedarf.

Brettspiele sind wieder in Mode: Das merkte man am vergangenen Montag enorm. Etwa 500 Personen hatten sich in der Markthalle getroffen. Nicht zum Essen oder Trinken – zum Spielen. Unter dem Motto „Playdate“ luden die Spieletreffs der Stadtteile, das Nachhaltigkeitsmanagement der Stadt Freiburg und das „Freispiel“ ein. Das Angebot sollte niederschwellig sein, für jeden etwas bieten, so Florian Högner vom Freispiel. Anfangs angedachte Bewegungsangebote – zum Beispiel eine Tischtennisplatte – wurden aufgrund der Location nicht genutzt.

Jeden zweiten Montag bietet das Freispiel einen Spieletreff: Auch da geht es um niederschwellige Kontakte und einfache Spiele, die schnell zu erklären sind und nicht zu lange dauern. Trotzdem sieht Högner das „Playdate“ in der Markthalle als eine Veranstaltung mit Eventcharakter: „Die Atmosphäre ist hier ganz anders.“

Während im Freispiel die Altersklasse laut Högner eher jünger sei, war sie am Montag gut durchmischt: Von „Rummy Cup“ und „Ubongo“ über Kartenspiele bis hin zu unbekannteren Brettspielen war für jeden etwas dabei. Rund 50 Spiele hatte das Freispiel mitgebracht, weitere 100 steuerten die Spieletreffs bei.

Seit einigen Jahren merke man deutlich steigendes Interesse für Brettspiele, so Högner. Corona habe den Trend noch verschärft, während das Interesse in den 2000ern und 2010ern eher rückläufig war. „Brettspiele sind etwas ganz anderes, als online miteinander zu spielen“, sagt Florian Högner. „Die Kommunikation ist anders.“ Viele Menschen wollen weg vom Bildschirm, glaubt er – zurück ins Hier und Jetzt. Immer mehr Spiele bieten einen Solomodus an: „Nicht in jedem Freundeskreis werden Brettspiele gespielt“, sagt Högner. Andere wollten gezielt alleine Spielen. Dabei sieht er Brettspiele als Kontaktvermittler: „Man kommt mit anderen Menschen in Kontakt, ohne direkt etwas Privates über sich preisgeben zu müssen“, sagt Högner.

Gemeinsam spielt es sich besser. Foto: Enya Steinbrecher

Das sieht auch Jenny Coppone. Gemeinsam mit einer Freundin ist die 29-Jährige am Montagabend in die Markthalle gekommen. Die Spieletreffs kennt sie schon aus dem Freispiel. In der Markthalle habe es keine drei Minuten gedauert, bis sich die beiden mit weiteren jungen Frauen zusammengeschlossen hatten und gemeinsam das Kartenspiel „Love Letter“ spielten. Sie selbst habe das Spiel schon gekannt. „Das macht einfach Spaß, wenn mehrere dabei sind“, so Coppone. Generell spiele sie gerne Brettspiele: „Man hat dabei immer was zu tun und Gespräche entwickeln sich nebenbei“, so die 29-Jährige.

Auch Ulrike Meier kam zum „Playdate“ – und war positiv überrascht von der Anzahl der Menschen. „Man kommt schnell in Kontakt und die Auswahl an Spielen ist hier sehr groß.“ Sie hofft, dass die Veranstaltung öfter stattfindet.

Auch Peter Rinker vom Nachhaltigkeitsmanagement der Stadt sieht Wiederholungsbedarf: „Es war von Anfang an super voll – unsere Erwartungen wurden auf jeden Fall übertroffen.“ Nur ein Termin für ein zweites „Playdate“ fehlt noch.

Freiburg: Qualitätssiegel für Christian Müller Immobilien

Christian Müller Immobilien Bellevue AuszeichnungChristian Müller ist stolz auf die renommierte Auszeichnung. Foto: CMI

Das Immobilienunternehmen Christian Müller Immobilien aus Kirchzarten hat das begehrte Qualitätssiegel der Immobilienbranche „Bellevue Best Property Agent 2026“ erhalten. Das Immobilienmagazin Bellevue würdigt seit 2006 mit der Auszeichnung, die oft als „Oscar der Immobilienbranche“ bezeichnet wird, jährlich die besten Immobilienunternehmen aus aller Welt.

Die Auswahl trifft eine unabhängige Expertenjury. „Diese Anerkennung bestätigt unsere kontinuierliche Erfolgsgeschichte, unsere fachliche Expertise und unser Engagement für herausragenden Kundenservice“, sagt Christian Müller.

Freiburg: Neue ADAC Radservice-Stationen bei der Schwarzwaldmilch

Neue ADAC Radservice-Station am Schwarzwaldmilch Milchladen FreiburgVon links: Julian Semet (ADAC Südbaden), Rolf Köchl (ADAC Südbaden), Svetlana Gais (Milchladen) und Jens Müller (Schwarzwaldmilch-Gruppe). Foto: ADAC Südbaden

Der ADAC Südbaden baut sein Netz an Radservice-Stationen weiter aus. In Freiburg hat der Mobilitätsclub zusammen mit der Schwarzwaldmilch GmbH vor dem Milchladen des Unternehmens eine neue ADAC Radservice-Station eröffnet. Damit sind in Freiburg zwei gelbe Fahrrad-Reparatursäulen in Betrieb – eine weitere befindet sich vor der Hauptgeschäftsstelle des Schwarzwaldvereins am Schlossbergring 15. Radfahrerinnen und Radfahrer können an der Station in der Haslacher Straße während der Öffnungszeiten des Milchladens (Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr, Samstag 8 bis 14 Uhr) kleinere Reparaturen am Fahrrad, aber auch an Kinderwagen, Skateboards oder Rollstühlen selbst vornehmen – kostenlos und unabhängig von einer ADAC Mitgliedschaft.

Die Reparatursäule ist mit einer Aufhängevorrichtung für Fahrräder sowie hochwertigem Werkzeug wie einer Luftpumpe, Reifenheber, verschiedenen Schraubendrehern, Rollengabelschlüssel und Inbus-Multitool ausgestattet. Radfahrende können damit einen platten Reifen, lockere Schrauben oder einen falsch eingestellten Sattel beheben. Ein QR-Code auf der Säule führt zu Erklärvideos über die Nutzung des Werkzeugs. Sollte die Reparatur vor Ort einmal nicht möglich sein, können Radfahrende die ADAC Pannenhilfe rufen. Seit 2022 bietet der ADAC die Fahrrad-Pannenhilfe in seiner Mitgliedschaft an. Die Radservice-Stationen ergänzen das Angebot.

Eine bundesweite Übersichtsseite zu den ADAC Radservice-Stationen gibt es unter www.adac.de/radservice-stationen.

Kinotipp: Die Romanverfilmung „Hamnet“ über das Leben Shakespears

Agnes (Jessie Buckley) und Williams (Paul Mescal) Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, als ihr Sohn stirbt.Agnes (Jessie Buckley) und Williams (Paul Mescal) Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, als ihr Sohn stirbt. Foto: Focus Features

In „Hamnet“ erzählt Oscar-Preisträgerin Chloé Zhao („Nomadland“) auf überwältigende Weise eine zutiefst menschliche Geschichte über Liebe, Verlust und die Beständigkeit der Kunst. Der Film wurde beim diesjährigen Toronto International Film Festival mit dem renommierten Publikumspreis ausgezeichnet.

In der Verfilmung des gefeierten Romans von Maggie O’Farrell, die gemeinsam mit Chloé Zhao auch das Drehbuch verfasste, wird die Geschichte von William Shakespeares Familie erzählt. Aus Sicht seiner empfindsamen Frau Agnes (Jessie Buckley) erlebt man, wie sie sich in den großen Barden (Paul Mescal) verliebt. Sie kümmert sich um die drei gemeinsamen Kinder, während er in London an seinen Theaterstücken arbeitet. Als ihr einziger Sohn Hamnet (Jacobi Jupe) im Alter von elf Jahren durch die Pest ums Leben kommt, droht ihre große Liebe zu ersticken. Mitten in dieser furchtbaren persönlichen Tragödie beginnt Shakespeare in tiefer Verzweiflung und Trauer, „Hamlet“ zu schreiben, eines der großen Dramen der Literaturgeschichte.

Der titelgebende Roman von Maggie O’Farrell wurde 2020 veröffentlicht, erhielt euphorische Kritiken und gewann den britischen Women’s Prize for Fiction sowie den amerikanischen National Book Critics Circle Award. Produziert wurde „Hamnet“ von Liza Marshall, Pippa Harris und Nicolas Gonda sowie von den beiden Oscar-Gewinnern Sam Mendes und Steven Spielberg.

Chloé Zhao konnte ein hochkarätiges Ensemble für ihren Film gewinnen, der auf dem Toronto International Film Festival 2025 mit dem renommierten Publikumspreis ausgezeichnet wurde. In den Hauptrollen spielen Jessie Buckley („Die Aussprache“) und „Gladiator“-Star Paul Mescal („All of Us Strangers“). An ihrer Seite sieht man unter anderem Emily Watson („Dune: Prophecy“) und Joe Alwyn („Der Brutalist“). (fwb)

Ein Detective muss einer KI seine Unschuld beweisen: „Mercy“ mit Chris Pratt

Der LAPD-Detective Chris Raven (Chris Pratt) soll seine Frau ermordet haben. Foto: Sony PicturesDer LAPD-Detective Chris Raven (Chris Pratt) soll seine Frau ermordet haben. Foto: Sony Pictures

In naher Zukunft, die von einer nahezu vollständigen Überwachung geprägt ist, steht ein LAPD-Detective (Chris Pratt, „Guardians of the Galaxy“) wegen Mordes an seiner Frau vor Gericht. Er hat genau 90 Minuten Zeit, um seine Unschuld gegenüber einer fortschrittlichen KI-Richterin (Rebecca Ferguson, „Dune“) zu beweisen, für deren Entwicklung er sich einst eingesetzt hat, bevor diese über sein Schicksal entscheidet..

Dieser packende Science-Fiction-Thriller, der den Einsatz künstlicher Intelligenz auf drastische Weise hinterfragt, entfaltet eine beklemmende Spannung, die mit jeder Minute weiter zunimmt.

Größter Einsatz seit Papstbesuch: Freiburg vor Europa-League-Spiel gegen Tel Aviv

SC FreiburgFahnen wie hier, aber auch Banner wird es am Donnerstag nur eingeschränkt geben. Foto: Bernd Weissbrod / DPA

Am Donnerstag (18.45 Uhr), trifft der SC Freiburg auf den israelischen Verein Maccabi Tel Aviv. Das Spiel gilt als Hochrisiko-Spiel – der SC Freiburg hat Einlasskontrollen verschärft. Für die Polizei und das städtische Amt für Brand- und Katastrophenschutz ist es der größte Einsatz seit dem Papstbesuch 2011.

Es ist das vorletzte Europa-League-Spiel für den SC Freiburg. Doch nicht nur sportlich ist das Spiel für Freiburg sehr wichtig, denn das Spiel gegen den israelischen Verein Maccabi Tel Aviv wird von der aktuellen weltpolitischen Lage überschattet. „Aufgrund der Gesamtsituation handelt es sich für uns um eine besonders herausragende Einsatzlage“, so Polizeipressesprecher Michael Schorr. Eine konkrete Gefährdungserkenntnis liege nicht vor, dennoch steht die Polizei aufgrund der „recht hohen abstrakten Gefährdung“ mit einer vierstelligen Anzahl an Kräften im Einsatz. „Das Polizeipräsidium Freiburg hat auch das mit dem Nahostkonflikt verbundene hohe Emotionalisierungs- und Mobilisierungspotenzial fest im Blick.“

Im November 2024 war es beim Spiel zwischen Maccabi Tel Aviv und dem niederländischen Verein Ajax zu Ausschreitungen gekommen. Das Spiel zwischen Aston Villa und Maccabi wurde im Anschluss aus Sicherheitsgründen ohne israelische Fans ausgetragen.

Für das Spiel am kommenden Donnerstag sind ebenfalls Proteste angemeldet: Eine Demonstration mit Bezug zum Spiel fange gegen 16.30 Uhr auf dem Platz der Alten Synagoge an, anschließend findet ein Aufzug auf den Stühlinger Kirchplatz statt. Rund 200 Personen werden erwartet, so das Amt für Brand- und Katastrophenschutz, das die Versammlungsfreiheit auch am 22. Januar gewährleisten wolle. „Friedlicher Protest ist nicht nur erlaubt – er ist gelebte Demokratie und das schützen wir“, so auch die
Polizei.

Das Amt für Brand- und Katastrophenschutz wird an diesem Tag mit einer vierstelligen Zahl vorwiegend ehrenamtlicher Kräfte im Einsatz sein – auch aus dem benachbarten Ausland sind Hilfsorganisationen im Einsatz. Der Einsatz der rund 2.000 Polizisten, die teils auch aus benachbarten Bundesländern kommen, soll Grenzen für Hass und Gewalt jeglicher Art setzen, so Schorr. „Wie für die Polizei ist es auch für das städtische Amt für Brand- und Katastrophenschutz der größte Einsatz seit dem Papstbesuch 2011“, so Pressesprecherin Martina Schickle.

Auch für das Spiel in Freiburg gab es einen Petition, die den Ausschluss von israelischen Fans forderte: Rund 1.400 Personen haben bisher unterschrieben. Der SC entschied sich gegen einen Ausschluss: „Der SC Freiburg steht für eine gelebte Fankultur und das verbindende Element des Fußballs – gerade in einem europäischen Club-Wettbewerb“, so ein Sprecher des SC. Ein Ausschluss sei keine geeignete Maßnahme. „Fußball soll immer verbinden, niemals trennen. Dieser Anspruch prägt sämtliche Vorbereitungen rund um das Spiel“, so auch SC-Vorstand Oliver Leki.

Auf Grenzen überschreitende Botschaften, von denen in der Petition die Rede ist, werde man angepasst an die jeweilige Situation reagieren. Generell sei außerhalb der Südtribüne mit den Blöcken S, C, F, E und V und des Gästefanbereichs das Mitführen und Präsentieren von Fahnen, Bannern und Schildern nicht gestattet, so der Sprecher. Und: „Grundsätzlich ist der Ordnungs- und Sicherheitsdienst angehalten, sofort gegen jegliche Form von Störung oder provozierendem Verhalten auf den Zuschauerrängen einzuschreiten.“ Das Tragen von Fantrikots, Fanschals und Fanmützen bleibt in
allen Stadionbereichen erlaubt.

Dass das Thema Sicherheit bei diesem Spiel anders gehandelt wird, als sonst, zeigte auch eine polizeiliche Zuverlässigkeitsüberprüfung, die alle beruflich eingesetzten Personen durchlaufen mussten. Laut Aussage des SC seien dies rund 2.000 Personen gewesen. Auch auf verlängerte Einlasskontrollen weist der SC hin: Der Zugang zum Stadion wird ab 16.45 Uhr möglich sein (Anpfiff ist um 18.45 Uhr), eine frühe Ankunft wird empfohlen – gerade aufgrund möglicher Verkehrsbehinderungen und die verlängerten Einlasskontrollen. Der SC weist ausdrücklich darauf hin, dass diese kurz vor Spielbeginn nicht verkürzt oder beschleunigt werden können.

Das Mitführen von Taschen und Rucksäcken jeder Art – auch Bauchtaschen – ist untersagt. Der SC weist darauf hin, dass Hygieneprodukte in allen Damentoiletten kostenlos verfügbar sind. Stichprobenartig werden Metalldetektoren zum Einsatz kommen. Auch erfolgt eine strikte Trennung der Tribünen, weshalb die Zuschauerinnen und Zuschauer gebeten werden, ausschließlich den auf der Eintrittskarte vermerkten Eingang zu wählen. Bei unkooperativem Verhalten kann noch am Einlass Hausverbot für den Spieltag ausgesprochen werden.

Info: Für die Freiburgerinnen und Freiburger kann es am Spieltag zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Zudem hat die Stadt Freiburg an diesem Tag ihr Bürgertelefon (0761 201-0) bis 21 Uhr verlängert.


Die Detektive ermitteln wieder in „Die drei??? – Toteninsel“

Peter Shaw (Nevio Wendt), Justus Jonas (Julius Weckauf) und Bob Andrews (Levi Brandl) stoßen auf einen Geheimbund.Peter Shaw (Nevio Wendt), Justus Jonas (Julius Weckauf) und Bob Andrews (Levi Brandl) stoßen auf einen Geheimbund. Foto: Wiedemann und Berg Film GmbH

Die Sommerferien haben begonnen und Die drei ??? wollen einen Roadtrip unternehmen. Doch gerade als Justus Jonas (Julius Weckauf), Peter Shaw (Nevio Wendt) und Bob Andrews (Levi Brandl) aufbrechen wollen, klingelt in der Zentrale das Telefon und ein unbekannter Anrufer übergibt dem Detektiv-Trio ihren neuesten Fall. Da sind die Urlaubspläne natürlich schnell vergessen.

Die drei Jungs verfolgen die Spuren und stoßen auf den Geheimbund Sphinx rund um den mysteriösen Archäologie-Professor Phoenix (Andreas Pietschmann) und seinen Assistenten Olin (Jannik Schümann). Sphinx führt illegale Ausgrabungen durch und verkauft die so gestohlenen Kunstschätze. Bald starten sie eine Expedition zu der aktiven Vulkaninsel Makatao, die auch als die Toteninsel bekannt ist. Denn die dort gelegene Ruhestätte eines uralten Volkes soll mit einem Fluch belegt sein: Niemand, der Makatao betritt, kommt lebend zurück. Warum begibt sich Sphinx auf eine so waghalsige Reise? Und was hat der erfolgreiche Unternehmer Joseph Saito Hadden (Simon Kluth) mit der Expedition zu tun?

Wie schon der zweite Teil der Filmreihe knüpft dieser an die Ereignisse der Vorgängerfilme an und präsentiert zugleich eine der erfolgreichsten Klassiker-Episoden der beliebten Bücher und Hörspiele rund um die drei jungen Detektive in einem modernen und neuen Gewand.

Die Hauptrollen spielen Julius Weckauf („Der Junge muss an die frische Luft“) als Justus Jonas und Anführer des berühmten Detektiv-Trios, Nevio Wendt („Rocca verändert die Welt“) als Peter Shaw und Levi Brandl als Bob Andrews. An ihrer Seite sind wieder Jördis Triebel („Dark“, „Babylon Berlin“) als Tante Mathilda, Florian Lukas („Good Bye, Lenin!“, „Absolute Giganten“) als Onkel Titus und Filip Schnack („In die Sonne schauen“) als Skinny Norris zu sehen. Tim Dünschede führte erneut Regie.

Pilotprojekt: Die Freiburger Polizei ist jetzt mit Tasern im Einsatz

Hier nur eine Übung: Bei der Vorstellung des Projekts wurde gezeigt, wie die Freiburger Polizisten einen Angreifer mit dem Taser überwältigen.Hier nur eine Übung: Bei der Vorstellung des Projekts wurde gezeigt, wie die Freiburger Polizisten einen Angreifer mit dem Taser überwältigen. Foto: Schuh

Seit vergangenem Freitag sind Freiburger Polizisten auf Streife mit Tasern ausgestattet. Ein Pilotprojekt, das zeigen soll, ob diese praxistauglich sind und dabei helfen, Angreifer zu überwältigen – ohne dass dieser oder einer der Beamten schwerer verletzt wird.

Das Szenario, bei dem ein Taser eingesetzt werden könnte, sah beim Ortstermin in Umkirch zum offiziellen Start des Projekts am Freitag so aus: Der Besucher einer Kneipe hat zu viel getrunken und randaliert. Die Polizisten, die mit ihm sprechen, ignoriert er erst. Doch dann greift er nach einem Stuhl und nähert sich damit drohend den beiden Beamten. Einer von ihnen zückt den gelben Taser und warnt den aggressiven Mann, dass er gleich „Strom einsetzt“. Ein akustisches Signal ertönt und Lichtblitze gehen von dem Gerät aus. Doch das hält den Angreifer nicht ab, schließlich ruft der Polizist „Taser, Taser, Taser“. Die Elektroden treffen die Kleidung des Mannes und machen ihn sofort bewegungsunfähig. Er fällt auf den Boden, wo ihn die Polizisten überwältigen.

Kein geeignetes Mittel für Messerangriffe

Wie der Taser genau funktioniert, erklärte der Projektleiter und Polizeivizepräsident des Polizeipräsidiums Freiburg Uwe Oldenburg. Bei dem werden zwei mit Widerhaken besetzte Elektroden ausgelöst, die in die Haut der getroffenen Person eindringen sollen. Diese Pfeile sind über dünne Drähte mit dem Taser verbunden. Die Drähte übertragen elektrische Impulse mit hoher Spannung und niedriger Stromstärke. Das soll dazu führen, dass der Angreifer schnell außer Gefecht gesetzt wird, ohne dass er schwere Verletzungen erleidet – denn der Taser wirkt auf das Nervensystem und lähmt den Körper sofort. So soll eine gefährliche Situation aus der Distanz entschärft und gleichzeitig die Sicherheit der Beamten erhöht werden.

Besonders bei statischen Einsätzen sei der Taser ein wirksames Mittel, für Messeangriffe – aus einer relativ kurzen Distanz und meist hochdynamisch – nicht. „In einer solchen Lage ist das sicherste Mittel für die Polizei, nicht zuletzt um sich und Dritte zu schützen, die Schusswaffe“, betonte
Innenminister Thomas Strobl am Freitag.

Getestet werden die Taser bei den Streifenpolizisten der Reviere Freiburg-Nord und -Süd sowie Weil am Rhein und Titisee-Neustadt. „Freiburg ist ein heißes Pflaster mit einer hohen Kriminalität“, begründete Thomas Strobl die Entscheidung. Durch Titisee-Neustadt und Weil am Rhein werde auch der ländliche Raum miteinbezogen – bei letzterem spiele auch die Nähe zur Grenze eine Rolle.

„Wir möchten die Anwendung des Tasers im Alltag des Streifendienstes ausprobieren und anschließend die Ergebnisse evaluieren“, so Uwe Oldenburg. „Darüber hinaus wollen wir schauen, ob und wie sich der Taser bei der sogenannten Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit des Polizeipräsidiums im Einsatz bewährt, also bei den Einheiten, die gewissermaßen zwischen Streifendienst und Spezialeinheiten in bestimmten Lagen unterstützen.“

Im ersten Jahr wird das Modell „Taser 7“ von Axon getestet – im zweiten Jahr soll es ein anderes werden. 40 Geräte – für 2.600 Euro pro Stück – wurden angeschafft. Falls der Taser im Praxistest überzeugt, könnte dieser flächendeckend bei Polizeistreifen im Land zum Einsatz kommen – allerdings frühestens 2028.

Projektleiter Uwe Oldenburg erklärte im Beisein von Innenminister Thomas Strobl (r.), wie der Taser funktioniert. Foto: Schuh