Bücher, Filme, Interview-Ausschnitte und mehr setzen sich bei der
Ausstellung mit dem Thema Zeitzeugen auseinander. Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg
Bald wird es keine lebenden Zeitzeugen der NS-Verbrechen mehr geben, die von ihren Erlebnissen persönlich berichten können. Was bleibt von ihren Erinnerungen – zum Beispiel in Büchern, Filmen, Comics oder weiteren Formaten? Das zeigt die neue Ausstellung.
Seit der Eröffnung im März 2025 haben das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) bereits mehr als 40.000 Interessierte besucht. „Darüber sind wir sehr glücklich und froh“, betonte Julia Wolrab, wissenschaftliche Leiterin des DZNS. „Wir sind zunehmend mit KI-erstellen Fakenews konfrontiert, die beispielsweise auch den Holocaust leugnen, deshalb sind wir als Erinnerungsort gefordert, dem eine wissenschaftlich fundierte Forschung entgegenzusetzen“, sagte sie beim Pressetermin am Montag. Hier wurde die erste Sonderausstellung des Museums „Ende der Zeitzeugenschaft?“ vorgestellt.
Es ist bereits die achte Station der Wanderausstellung des Jüdischen Museums Hohenems und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg – trotzdem ist diese in Freiburg erstmals in Baden-Württemberg zu sehen. Wie entstehen aus Erinnerungen Erzählungen und was beeinflusst sie? Was hat sich im Umgang mit ihnen seit 1945 verändert? Wer oder was erinnert in 50 Jahren an den Holocaust? Und wie gehen Museen oder Gedenkstätten damit in Gegenwart und Zukunft um? Um diese Fragen dreht sich die Ausstellung. „Zeitzeugenbesuche werden enden, das aber das ist nicht das Ende der Erinnerung an die Geschehnisse, denn viele Zeugnisse und Materialien bleiben erhalten“, betont Caroline Klemm, Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des DZNS.
Interview-Ausschnitte von Freiburgern
„Die Ausstellung hat auch einen starken Bezug zu Freiburg“, so Julia Wolrab. Denn es wurden Ausschnitte aus zehn Interviews mit überlebenden Freiburgern ergänzt. Dazu gehören unter anderem die Schriftstellerin Lotte Paepcke, der als US-Agent bekannt gewordene Fred Mayer, der in der Colombistraße 11 wohnende Max Eisenmann und der spätere Pfarrer Helmut Schwarz. „Es geht auch darum, wie solche Interviews entstanden sind und wie sich der Umgang mit diesen verändert hat.“
Auch eine Leihgabe des Maximilian-Kolbe-Werks Freiburg ist zu sehen: die Häftlingsjacke, die der polnische Überlebende Jozef Krzepina auf einem „Todesmarsch“ aus dem KZ Sachsenhausen tragen musste. Eine neue Audiotour in der Museen Freiburg App setzt das Thema der Sonderausstellung mit Objekten und Zeugnissen der Dauerausstellung in Beziehung. Außerdem gibt es ein umfangreiches Angebot mit Workshops und mehr für Gruppen und Schulklassen.
Die Ausstellung ist bis zum 13. September zu sehen. Das Dokumentationszentrum (Rotteckring 14) ist mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und dienstags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Ergänzend gibt es zahlreiche Veranstaltungen. In Kooperation mit dem Kommunalen Kino findet die Reihe „Hinschaun“ statt – Filmvorführungen mit anschließendem Austausch. Bei einem Erzählcafé auf dem Grethergelände geht es um Erfahrungen von Überlebenden und ihren Familien nach 1945. Im DZNS findet ein Gespräch mit dem Nachkommen Joachim S. Nelson über die als jüdisch verfolgte Freiburger Familie Nelson statt. Zum Abschluss der Sonderausstellung diskutiert das DZNS auf einem Podium unter dem Motto „Wie gestalten wir das Erinnern ohne direkte Zeitzeugen? Alternative Formen des Erinnerns an den Holocaust“.
Darf jetzt seine Rente genießen: Diensthund Cuba (l.) mit seinem Nachfolger Baldur und Hundeführer Sven Steib.
Foto: Polizei Freiburg
Diese tierische Story der Freiburger Polizei begeistert gerade bei Social Media: Polizeihund Cuba geht vorzeitig in den Ruhestand. Viele Jahre war der Vierbeiner Teil der Hundestaffel am Polizeipräsidium – bis er einen Infarkt im Rückenmark bekam und an den Hinterbeinen fast vollständig gelähmt war.
Doch sein Hundeführer Sven Steib gab ihn nicht auf: Mit viel Pflege und Geduld wurde der Schäferhund wieder mobil. Anfang des Jahres durfte Cuba nun vorzeitig in Rente und verbringt auch seinen Lebensabend bei Sven Steib. Und das kommt richtig gut an: Allein bei Instagram gab es für Cubas Abschiedspost in kurzer Zeit rund 10.000 Likes.
Mit ihrer Familie ist Back-Queen Sally oft im Europa-Park unterwegs, bald wird dort ihr erstes Café eröffnet. Foto: Europa-Park
Jetzt steht der Termin fest: Youtube-Star und Back-Queen Saliha „Sally“ Özcan eröffnet pünktlich zum Saisonstart am 28. März im Europa-Park ihr erstes eigenes Café. Inmitten des isländischen Themenbereichs, im blue fire Dome, lädt das mit neuer großer Sitzecke, rund 50 Sitzplätzen innen und 40 auf der Terrasse zum Verweilen ein. Liebevolle Details aus Sallys Leben nehmen mit auf eine Reise durch die Welt der Torten und Cupcakes.
Serviert werden sechs bis acht wechselnde Food-Highlights, die Sallys Handschrift tragen: feine Mini-Cakes und Törtchen, fruchtige Bites, vegane Klassiker wie Banana Bread sowie Signature Cakes in Pink. Ergänzt wird das süße Angebot durch herzhafte Snacks wie Börek-Varianten und italienisch inspirierte Schiacciata. Dazu gibt es ausgewählte Kaffeespezialitäten mit Blick auf die Achterbahn. „Ich freue mich riesig, mein erstes eigenes Café ausgerechnet im Europa-Park eröffnen zu dürfen – einem Ort, der für Familie, Begeisterung und Emotion steht. Dieser Traum wird nun Wirklichkeit, und ich kann es kaum erwarten, meine Welt mit den Gästen zu teilen. Es soll ein Ort sein, an dem man sich wohlfühlt, genießt und einfach eine schöne Zeit hat“, so Sally. Wir sind gespannt!
So soll Sallys Café im Themenbereich Island im Europa-Park aussehen. Foto: Europa-Park
Puma-Wandler Carag (Emile Chérif), Rothörnchen-Wandlerin Holly (Lilli Falk) und Tikaani in ihrer Wolfsgestalt beobachten Andrew Milling bei seinen zwielichtigen Geschäften. Footo: Blue Eyes/Studiocanal/Marc Reimann
An der Clearwater High beginnt für Gestaltwandler Carag und seine Freunde ein neues Schuljahr voller Abenteuer. Der Wald rund um das Internat ist bedroht. Intrigen und Geheimnisse stellen ihre Freundschaft auf die Probe – genauso wie eine neue Verbündete.
Carag (Emilie Cherif) ist ein Woodwalker und kann seine Gestalt entweder in einen Menschen oder einen Puma verwandeln. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen mit dieser besonderen Eigenschaft wird er an der Clearwater High unterrichtet. Für ihn und seine Freunde Brandon (Johan von Ehrlich), Holly (Lilli Falk) und Lou Sophie Lelenta beginnt ein neues Schuljahr. Und das hat es in sich, denn das Naturschutzgebiet rund um die Schule ist in Gefahr.
Carags früherer Mentor Andrew Milling (Oliver Masucci) plant, den Wald rund um das Internat zu verkaufen – das Revier der Gestaltwandler! Puma-Wandler Carag und seine Freunde versuchen, dies mit allen Mitteln zu verhindern, doch Milling hat einen Spion an der Schule und ist ihnen immer einen Schritt voraus. Ausgerechnet die Schneewölfin Tikaani kommt ihnen schließlich zur Hilfe. Doch kann Carag ihr wirklich trauen – und ist da vielleicht sogar mehr als Freundschaft zwischen den beiden? Der zweite Film beruht auf den Romanen „Gefährliche Freundschaft“ (2017), „Hollys Geheimnis“ (2017) sowie „Fremde Wildnis“ (2018). Der Abschluss der Fantasy-Triologie „Woodwalkers 3“ kommt im September 2027 ins Kino.
Seit August 2016 erscheint die erfolgreiche Buch-Reihe „Woodwalkers“. Bisher sind sechs Bände in der ersten Staffel erschienen und sechs Bände in der zweiten Staffel „Woodwalkers – Die Rückkehr“. Seit 2019 wird die fantastische Welt zudem um das Spin-off „Seawalkers“ ergänzt. Ab dem 16. Juni erscheint zudem die neue Reihe „Windwalkers“. Katja Brandis’ Gestaltwandler-Romane über den Puma-Jungen Carag und seine Freunde wurden bisher über 3,4 Millionen Mal in Deutschland verkauft und in 27 Sprachen übersetzt.
Joachim (Bruno Alexander) zieht in die Villa seiner exzentrischen Großeltern ( (Senta Berger und Michael Wittenborn). Foto: Komplizen Film/Warner Bros.
„Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ ist die Verfilmung des autobiografischen Bestsellers von Joachim Meyerhoff: Mit 20 wird Joachim an der Schauspielschule in München angenommen und zieht in die Villa zu seinen Großeltern. Zwischen den skurrilen Herausforderungen der Schauspielschule und den exzentrischen Großeltern versucht Joachim seinen Platz in der Welt zu finden.
Irrsinnig komisch und tief berührend, erzählt Regisseur und Autor Simon Verhoeven davon, wie schwierig es ist, sich seinen großen Gefühlen zu stellen. In den Hauptrollen sind Bruno Alexander, Senta Berger, Michael Wittenborn und Karoline Herfurt zu sehen.
Hund Charly hat plötzlich Superkräfte. Foto: Splendid Film
Mitreißendes Animationsabenteuer über Mut, Zusammenhalt und die Kraft wahrer Freundschaft: Danny und sein treuer Golden Retriever Charly führen ein ganz normales Leben, bis eines Nachts Außerirdische erscheinen und dem Hund unglaubliche Kräfte verleihen.
Der schüchterne Junge hat oft davon geträumt, gemeinsam mit seinem vierbeinigen Freund als Superheld die Welt zu retten. Doch plötzlich wird dieser Traum Wirklichkeit: Nach seiner geheimnisvollen Begegnung mit den Außerirdischen kehrt Charlie verwandelt zurück – stärker, schneller und klüger als je zuvor. Von nun an ist er der größte Superheld auf vier Pfoten, Doch das ruft Kater Puddy von nebenan und seine listige Katzenbande auf den Plan.
Die Vertreter der Stadt Freiburg stellten klar, dass Freiburg während der Bauarbeiten nicht jahrelang vom Schienenverkehr abgeschnitten sein dürfe. Foto: Joers
Freiburg lädt Politik, Bahn und Verwaltung zum Rheintalbahn-Gipfel ein. Im Fokus stehen Ausbaupläne und die Folgen für den Nahverkehr in der Region.
Die Stadt Freiburg hat am Freitag zentrale Akteure aus Politik, Verwaltung und Bahnunternehmen zu einem „Rheintalbahn-Gipfel“ ins Rathaus eingeladen, um den geplanten Ausbau der Rheintalbahn und dessen Auswirkungen auf die Region zu diskutieren. Das teilt die Stadt Freiburg in einer Pressemitteilung mit. Ziel des Treffens war es, einen konstruktiven Dialog zwischen den beteiligten Institutionen zu fördern und die Interessen der Region bei den weiteren Planungen zu bündeln. An dem Gipfel nahmen hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Bahn, der Bundes- und Landesverkehrsministerien, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus der Region sowie südbadische Bundestagsabgeordnete teil.
Im Mittelpunkt stand der Austausch über die geplanten Maßnahmen zum Ausbau der Bestandsstrecke der Rheintalbahn, die als eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für Freiburg und die umliegenden Gemeinden in den kommenden Jahrzehnten gilt. Die Stadt Freiburg und die Region unterstützen den Ausbau grundsätzlich, sehen jedoch noch Klärungsbedarf bei den bisherigen Planungen.
Ein zentrales Anliegen der Kommunen sei es, frühzeitig Einfluss auf die weiteren Planungen zu nehmen und die Interessen der Bürgerinnen und Bürger zu vertreten. Dazu wurde eine regionale Begleitgruppe ins Leben gerufen, die aus Vertreterinnen und Vertretern der Bahn, des Bundes sowie der Kommunen besteht und den Ausbauprozess kritisch begleiten soll. In den kommenden Monaten wollen der Verband Region Südlicher Oberrhein (VRSO) und der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) gemeinsam mit den Landkreisen, Städten und Gemeinden eine Resolution erarbeiten, in der die detaillierteren Forderungen der Region gebündelt werden.
Vertreter von Deutsche Bahn, Bund, Land und der Region Freiburg trafen sich am Freitag im Freiburger Rathaus zum Spitzengespräch. Beschlossen wurden unter anderem die Schaffung einer regionalen Begleitgruppe zum Rheintalausbau. Foto: Stadt Freiburg/Michael Spiegelhalter
Zu den wichtigsten Themen zählen die Auswirkungen des Ausbaus auf den Nahverkehr während der Bauphase sowie die langfristige Stärkung des öffentlichen Verkehrs. „Zu besprechen gibt es genug. Eine jahrelange Sperrung der Rheintalbahn sowie des Freiburger Hauptbahnhof können wir nicht akzeptieren“, sagte Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn. Kritisiert wurde, dass bislang nur unkonkrete Konzepte für den Schienennahverkehr während der Bauarbeiten vorliegen. Die Region fordert einen verlässlichen Zeitplan und Lösungen, um längere Streckensperrungen und massive Einschränkungen für Pendler zu vermeiden. Diskutiert worden sei unter anderem den Streckenabschnitt nicht auf die absolute Höchstgeschwindigkeit auszubauen, damit die Eingriffe für den Streckenausbau, wie zum Beispiel Lärmschutzwände, entsprechend geringer ausfallen könnten.
Die Deutsche Bahn stellte indes in dem Gespräch klar, dass der Freiburger Hauptbahnhof und die Region nicht vom Schienenverkehr abgeschnitten werden sollen. „Die Akzeptanz vor Ort ist ein zentraler Erfolgsfaktor für das Projekt“, sagte Philipp Langefeld von der DB InfraGO AG. Auch Fragen der Finanzierung wurden angesprochen. „Sorge bereitet uns die unklare Finanzierung des Bundes für den Ausbau der Rheintalbahn zumindest in der Freiburger Bucht und damit verbunden die unklare zeitliche Perspektive. Hier muss der Bund ein klares Signal senden und entscheiden, ob er den Hochgeschwindigkeitsverkehr in diesem Umfang noch bezahlen will und kann“, sagte Berthold Frieß, Ministerialdirektor des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg.
Darüber hinaus wurde betont, dass der Ausbau der Bahnstrecke nicht nur den Fernverkehr verbessern, sondern auch den Nahverkehr stärken soll. Die Beteiligten sehen es als notwendig an, dass die Planungen für den Ausbau der Rheintalbahn weiterhin kritisch begleitet und die Interessen der Region gebündelt werden. Die Auswirkungen auf Natur und Landschaft sowie die Gestaltung von Lärmschutzwänden wurden ebenfalls angesprochen.
Rund um die Fußballbegegnungen gab es mehrere Demonstrationen, wie hier bereits am Mittwoch. Größere Zwischenfälle blieben aus. Foto: Joers
Das Spiel des SC Freiburg gegen Maccabi Tel Aviv im Europa-Park-Stadion wurde von massiven Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Große Zwischenfälle gab es aber laut Polizeiangaben so gut wie keine. Auch die Stadt zeigte sich zufrieden mit dem Einsatz.
Nach der Europa League-Begegnung zwischen dem SC Freiburg und Maccabi Tel Aviv am Donnerstagabend hat das Polizeipräsidium Freiburg eine positive Bilanz gezogen. Die Veranstaltung sei nach „derzeitigem Kenntnisstand friedlich und weitgehend störungsfrei“ verlaufen, so die Freiburger Polizei in einem Statement am späten Donnerstagabend.
„Der Einsatz war geprägt von einer sehr guten Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen. Polizei, Bundespolizei, Feuerwehr, Rettungsdienste sowie unsere weiteren Partner haben hochprofessionell und abgestimmt gehandelt. Diese funktionierende Kooperation war die Grundlage dafür, dass wir die Lage jederzeit sicher beherrschen und einen ruhigen Einsatzverlauf gewährleisten konnten“, sagte Polizeivizepräsident Uwe Oldenburg, der den Einsatz geleitet hatte.
Allein am Donnerstag waren laut Polizeiangaben rund 2.300 Einsatzkräfte beteiligt. Das Polizeipräsidium Freiburg wurde dabei von Kräften aus Baden-Württemberg sowie aus den benachbarten Bundesländern unterstützt. Auch die Bundespolizei war mit starken Kräften im Einsatz. Unter anderem kamen Drohnen, ein Polizeihubschrauber sowie die Polizei-Reiterstaffel zum Einsatz. Das städtische Amt für Brand- und Katastrophenschutz hatte zudem mobile Zufahrtssperren rund um das Stadionareal aufgestellt. „Die akribische Vorbereitung der Sicherheitsbehörden gemeinsam mit der Stadt waren wichtig, um für verschiedene Szenarien vorbereitet und einsatzfähig zu sein“, sagte Freiburgs Ordnungsbürgermeister Stefan Breiter. Über 700 Einsatzkräfte von Feuerwehren und ehrenamtlichen Organisationen seien im Einsatz gewesen. Wie für die Polizei sei es auch für das Amt für Brand- und Katastrophenschutz der größte Einsatz seit dem Papstbesuch 2011 in Freiburg gewesen.
Im Zuge der Veranstaltung kam es laut Polizei „zu einzelnen, überschaubaren Vorkommnissen“, darunter mehrere Sachbeschädigungen in Form von Farbschmierereien. Schwerwiegende sicherheitsrelevante Störungen sei ausgeblieben, so die Polizei. Zwei angemeldete Demonstrations-Versammlungen im Stadtgebiet mit jeweils rund 650 Teilnehmern seien „nach derzeitigem Kenntnisstand friedlich und weitgehend störungsfrei“ verlaufen, so die Polizei.
Für Unmut unter vielen Stadionbesuchern sorgten die Verzögerungen beim Stadioneinlass. Polizei und SC hatten sich bereits kurz nach Spielende dazu in gemeinsamen Statement geäußert und sich angesichts der Umstände bei den Fußballfans für ihre Geduld und ruhiges Verhalten am Einlass bedankt.
Lange Schlangen bei Minusgraden: Der Einlass ins Europa-Park Stadion verlief alles andere als reibungslos. Foto: Detlef Berger
Der SC Freiburg hat das Tor zum Erreichen des Europa League-Achtelfinals weit aufgestoßen. Vor 27.600 Zuschauern im Hochsicherheitsspiel gegen den israelischen Verein Maccabi Tel Aviv erzielte Igor Matanovic den späten 1:0 (0:0)-Siegtreffer. Für Unmut sorgte der verzögerte Einlass ins Stadion. SC und Polizei äußerten sich im Nachgang zu den Gründen.
Kreisende Hubschrauber und Drohnen über der Innenstadt und dem Stadion, ein riesiges Polizeiaufgebot sowie ein Fanboykott auf der Südtribüne: Das Europa League-Heimspiel des SC Freiburg gegen Tel Aviv war alles andere als gewöhnlich. Das zeigte sich schon am Einlass ins Stadion.
Der verzögerte sich nämlich deutlich. Ursprünglich um 16.45 Uhr sollten die Stadiontore öffnen. Doch noch kurz vor Anpfiff um 18.45 Uhr waren vor allem weite Teile der Sitzplatz-Osttribüne völlig verwaist. „Trotz aller intensiver Vorbereitungen kam es leider zu Verzögerungen beim Einlass. Grund sind die zeitaufwendigen Sicherheitsüberprüfungen“, vermeldete der SC Freiburg um kurz vor 18 Uhr auf der Plattform Bluesky.
ℹ️ Trotz aller intensiver Vorbereitungen kam es leider zu Verzögerungen beim Einlass. Grund sind die zeitaufwendigen Sicherheitsüberprüfungen. Wir danken für euer Verständnis.
Während sich bei Temperaturen um die null Grad vor dem Stadion lange Schlangen bildeten, stieg der Frust bei den Fans angesichts der mangelhaften Organisation am Einlass. „Absolute Frechheit! Seit Tagen wird darüber berichtet und dann lassen Sie uns hier vor verschlossenen Türen stehen“, ließ ein Fan in einem SC-Fanforum auf Facebook seinem Unmut freien Lauf. Teilweise reichte die Schlange bis in die Achim-Stocker-Straße. Mehrere Freiburger Ultra-Gruppierungen blieben dem Spiel komplett fern aus Protest gegen die strengen Sicherheitsvorkehrungen. Unter anderem war es verboten Taschen, Rucksäcke sowie Fahnen mit ins Stadion bringen.
SC Freiburg und Polizei äußern sich und danken den Fans
Am späten Abend begründete der SC Freiburg in einem gemeinsamen Statement mit der Polizei die Einlassverzögerungen mit „zusätzlich notwendig gewordenen Sicherheitsüberprüfungen von Mitarbeitenden des Ordnungs- und Sicherheitsdienstes.“ Im Mittelpunkt hätten dabei zu jeder Zeit die Gewährleistung der Sicherheit aller Stadionbesucher gestanden, hieß es weiter. Da keine wesentlichen Sicherheitsbedenken bestanden hätten, sei der Anpfiff dann pünktlich gemäß den Regularien der UEFA erfolgt. Bei den Fans bedankten sich Verein und Behörden „ausdrücklich für ihre Geduld und ihr äußerst kooperatives und ruhiges Verhalten“, so die Mitteilung.
Aus sportlicher Sicht verlief das Spiel dagegen am Ende versöhnlich. Die Mannschaft von Trainer Julian Schuster hat sich gegen Maccabi Tel Aviv einen wichtigen Sieg und nahezu die vorzeitige Qualifikation für das Achtelfinale gesichert.
Der SC Freiburg hat sein Heimspiel gegen Tel Aviv mit 1:0 gewonnen. Foto: Detlef Berger
Die entscheidende Szene fiel in der 82. Minute, als Igor Matanovic per Kopfball aus einer präzisen Flanke von Christian Günter das einzige Tor des Spiels erzielte. Damit traf der Kroate für Freiburg in drei der letzten vier Pflichtspielen. „Das hat sich sehr gut angefühlt. Gerade in dem Moment, als der Ball in den Knick geflogen ist. In der Situation hat alles super gepasst, auch die Flanke von Günni“, sagte Siegtorschütze Matanovic gegenüber RTL. Der Treffer belohnte die dominierende Phase der Breisgauer in der zweiten Halbzeit, nachdem es vor dem Seitenwechsel noch an klaren Torchancen mangelte.
Mit dem 1:0-Erfolg bleiben die Breisgauer in der Europa League ungeschlagen und festigen ihre Position in der Ligaphase. Im nächsten und letzten Gruppenspiel tritt Freiburg auswärts beim OSC Lille an, wobei ein weiteres Erfolgserlebnis den direkten Einzug ins Achtelfinale perfekt machen könnte.
Auch eine kleine Anzahl Gästefans von Maccabi nahm den Weg ins SC-Stadion auf sich. Foto: Detlef Berger
Der Baum stand in der Wiesentalstraße kurz hinter der Unterführung. Foto: Joers
Unbekannte haben in der Wiesentalstraße in Freiburg-Haslach einen Lindenbaum gefällt und 2.500 Euro Sachschaden verursacht. Jetzt sucht das Polizei Freiburg-Süd nach Zeugen.
Unbekannte haben in der Wiesentalstraße in Freiburg-Haslach in der Nacht von Sonntag, 11. Januar, auf Montag, 12. Januar, einen etwa fünf Jahre alten Lindenbaum gefällt. Wie die Polizei mitteilt, wurde der Baum durch bislang unbekannte Täterschaft mittels eines scharfen Gegenstandes, augenscheinlich mit mehreren Hieben, „wiederrechtlich“ gefällt. Der Baum stand am rechten Fahrbahnrand, von der Lörracher Straße kommend, kurz nach der Bahnunterführung.
Der entstandene Sachschaden werde auf schätzungsweise 2.500 Euro beziffert, so Polizeisprecher Christoph Efinger. Das Polizeirevier Freiburg-Süd sucht Zeuginnen und Zeugen, die den Sachverhalt beobachtet haben oder Hinweise auf die Täterschaft geben können. Hinweise werden unter der Telefonnummer 07 61 / 8 82 44 21 entgegengenommen.